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weissblau
17.05.2006, 14:01
Heye sieht Lebensgefahr für WM-Gäste
Die Diskussion um mögliche fremdenfeindliche Übergriffe während der Fußball-WM reißt nicht ab. Nun schaltete sich Ex- Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye mit einer drastischen Warnung ein. Seiner Ansicht nach gibt es sehr wohl "No-Go-Areas" für ausländische Fans. Mancherorts bestehe sogar Lebensgefahr.
Die Aussage hat Brisanz: Heye, Vorstandvorsitzender eines Vereins gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, erklärte im Deutschlandradio Kultur: „Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde, hinzugehen. Er würde sie möglicherweise lebend nicht mehr verlassen“. Um welche Orte es sich genau handelt, sagte Heye nicht.
Heye rief die Politiker dazu auf, fremdenfeindlich motivierte Überfälle nicht zu bagatellisieren. Es dürfe nicht passieren, dass den Opfern eine Mitschuld an den Übergriffen zugesprochen werde. Heye ist Vorstandsvorsitzender des Vereins „Gesicht zeigen! Aktion weltoffenes Deutschland“. Von 1998 bis 2002 war er Leiter des Bundespresseamtes unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).
Nach einem brutalen Angriff auf einen 37-jährigen Ingenieur mit dunkler Hautfarbe am Ostersonntag in Potsdam hatte es eine Diskussion um die Hintergründe und Motivation zu der Tat gegeben. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen eines fremdenfeindlichen Übergriffs. Für Aufsehen sorgte vor wenigen Tagen auch ein Angriff auf einen Tunesier im thüringischen Eisenach. Die mutmaßliche Misshandlung eines Italieners in Berlin war dagegen wohl vorgetäuscht: Nach Angaben der Staatsanwaltschat legen Videobilder den Schluss nahe, dass der Mann betrunken ins Gleisbett der S-Bahn fiel und nicht von Kahlköpfigen misshandelt wurde, wie er behauptet hatte.
Klicken Sie hier! Ausführlich: „Neonazi-Angriff“ auf Italiener war wohl vorgetäuscht
Die Warnung Heyes stieß in Brandenburg auf Empörung: Heye habe sich in seiner "Wut auf wirre Rechtsextremisten in seiner Wortwahl vergriffen", sagte SPD-Fraktionschef Günter Baaske. CDU-Generalsekretär Sven Petke erklärte: "Herr Heye scheint von allen guten Geistern verlassen. Er zeichnet ein Bild von Brandenburg und seinen Bürgern, das mit der Realität nichts zu tun hat. In Brandenburg braucht niemand um sein Leben zu fürchten." Petke forderte Heye auf, sich zu entschuldigen.
Schäuble sieht größte Gefahr durch Hooligans
Die Amadeu-Antonio-Stiftung, die nach einem in Brandenburg ermordeten Angolaner benannt ist und Projekte gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unterstützt, hält Heyes Warnung dagegen keineswegs für überzogen. Stiftungsvorsitzende Anetta Kahane sagte Handelsblatt.com: „Ich würde dem zustimmen. Nicht nur in Brandenburg, sondern im Prinzip in allen neuen Bundesländern gibt es eine rechtsextreme Bedrohungslage. Solche Gefahren bestehen auch im Westen - aber nur im Osten findet man eine Stimmungslage und Gleichgültigkeit, die Rechtsextremen zugute kommt.“ Kahane verwies darauf, dass es seit der Wende in Deutschland bis zu 17 Todesopfer rechtsextremer Gewalt pro Jahr gegeben habe. Sie schränkte jedoch ein, es gebe keine ständige, generelle, dauernde Lebensgefahr für Menschen mit anderer Hautfarbe.
Amadeu Antonio Kiowa war 1990 in Eberswalde von einer Gruppe von etwa 50 Rechtsextremen überfallen und mit Baseballschlägern und Latten traktiert worden. Der 28-Jährige Amadeu Antonio Kiowa wurde ins Koma geprügelt, aus dem er nicht mehr erwachte. Zwei Wochen später starb er.
Im Gegensatz zu Heye betonte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble wiederholt, Deutschland sei sicheres Terrain. Er räumte jedoch Gefahren durch Hooligans ein. „Das größte Problem haben wir mit deutschen Hooligans“, sagte er. Aber auch polnische Gewalttäter seien im Visier der Polizei. Für die Fanfeste in den Innenstädten seien Zugangskontrollen und Videoüberwachung geplant. „Überwachung schreckt ab."
Quelle (http://www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt%21200013,200050,1080102/SH/0/depot/0/heye-sieht-lebensgefahr-f%FCr-wm-g%E4ste.html)
Völlig übertrieben. Sicherlich gibt es im Osten gewisse "Probleme" mit kurzhaarigen Leuten. ;)
Aber ist es nicht so das es im Westen auch gut möglich ist auf die Fresse zu bekommen? Mal eben im falschen Stadtteil gelandet und es kann schon knallen. Momentan herrscht ja wieder eine mediale hysterie wenn es um Hooligans und Neonazis geht. :rolleyes:
Leutnant
17.05.2006, 16:18
Ich freue mich auf die WM!
Das die Presse desöfteren nicht viel zu schreiben hat, sollte eigentlich mittlerweile bekannt sein!
Irgendwie habe ich bei diesem Spiel in Leipzig ein mulmiges Gefühl:
Mittwoch, 21. Juni 2006, 16:00 Uhr http://www.stadionwelt.de/wmspecial/images/flaggen/iran.gif : http://www.stadionwelt.de/wmspecial/images/flaggen/angola.gif http://www.stadionwelt.de/wmspecial/images/stadien/leipzig_100.jpg (http://www.stadionwelt.de/wmspecial/index.php?template=stadionguides&stadion=leipzig) Leipzig (http://www.stadionwelt.de/wmspecial/index.php?template=stadionguides&stadion=leipzig), Zentralstadion (http://www.stadionwelt.de/wmspecial/index.php?template=stadionguides&stadion=leipzig)
Iran vs. Angola :eek: :cool:
Hoffe die WM wird kein Schlachtfest :rolleyes::mad:
Momentan herrscht ja wieder eine mediale hysterie wenn es um Hooligans und Neonazis geht. :rolleyes:
Was in den sehr seriösen Medien ja auch gleichgesetzt wird.
Hooligan=Rechter Schläger! :rolleyes:
URL: http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,416705,00.html Kommentar
Wo Heye recht hat, hat er recht
Von Claus Christian Malzahn
Der frühere Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye hat dunkelhäutige WM-Touristen vor Besuchen bestimmter Orte in Berlin und Brandenburg gewarnt. Da sei es mitunter lebensgefährlich. Nun zieht er seine Bemerkung zurück. Schade eigentlich.
Hamburg - Der ehemalige Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye hat seine Bemerkungen über die Gefährdung schwarzer Besucher Brandenburgs kurz nach Veröffentlichung mit dem Ausdruck des Bedauerns wieder zurückgezogen. Das ist sehr schade, denn nicht Heyes Bemerkungen sind peinlich, sondern sein Dementi.
Heye hatte recht. In vielen Landstrichen Ostdeutschlands, bei weitem nicht nur Brandenburgs, herrscht für Ausländer - präziser gesagt: für Menschen mit dunkler oder dunklerer Hautfarbe - Ausnahmezustand. In Rheinsberg, einem idyllischen Ausflugsort im Norden Brandenburgs, dem Kurt Tucholsky ein poetisches Denkmal gesetzt hat, geht es zum Beispiel leider gar nicht mehr romantisch zu. Für Tucholsky war das Städtchen die Kulisse einer Love-Story.Heute werden vor den blankgeputzten Fassaden der Bürgerhäuser Imbisse abgefackelt, die von Nicht-Deutschen betrieben werden; allein 31 rechtsradikal motivierte Straftaten zählte man in dem 12.000-Einwohner-Städtchen im vergangenen Jahr. Das rassistische Grundgemurmel von Rheinsberg, das sich nicht selten gewalttätig entlädt, ist in Ostdeutschland aber nicht die Ausnahme, sondern vielerorts die Regel.
Nun kann man einwenden, dass es auch im Westen Hate-Crimes gibt. Und es gibt im Westen auch Nazis; die Republikaner wurden noch in der alten BRD gegründet und feierten in West-Berlin ihre ersten Erfolge. Das ist richtig. Aber im Osten Deutschlands leben wesentlich weniger Ausländer als im Westen, gleichzeitig gibt es - umgerechnet auf die Bevölkerungszahl - dort wesentlich mehr rassistisch motivierte Gewalttaten. Zu den unangenehmen Wahrheiten über das neue Deutschland gehört eben nicht nur die Landflucht von Ost nach West, auch nicht das Tarifgefälle oder die materielle Schere, die sich zwischen alten und neuen Ländern nicht schließen will.
Das größte Problem ist der ganz gewöhnliche Rassismus, der Ausländern in der Ex-DDR entgegenschlägt. Spätestens seit den Pogromen von Hoyerswerda (1991) und Rostock Lichtenhagen (1992) aber ist klar, dass diese mitunter regelrecht terroristische Gewalt gegen Nicht-Deutsche (oder die man dafür hält) nicht nur vom rechtsradikalen gesellschaftlichen Rand stammt. Der braune Mist stinkt im Osten oft in der gesellschaftlichen Mitte. Das macht die Sache so gefährlich. Es ist eben auch kein Zufall, dass die NPD in Sachsen der Sprung ins Parlament gelang - dort sind die Rechtsextremen heute fast so stark wie die Sozialdemokraten.
Über die Ursachen dieses spezifisch ostdeutschen Problems wird seit langem heiß diskutiert. Die einen machen die DDR, die anderen vor allem postsozialistische Probleme für das Debakel verantwortlich. Tatsächlich war die DDR nicht der antifaschistische Staat, für den sie sich ausgab. Nach innen war der autoritäre Sozialismus das Gegenteil einer multikulturellen Gesellschaft. Die Grundlagen für die ostdeutsche Xenophobie haben Ulbricht, der schon gegen Jeans und Rock'n'Roll polemisierte, sowie Erich Honecker und Erich Mielke gelegt.
Doch es reicht nicht, den rassistischen Mob im Osten immer nur mit historischen Verweisen auf eine untergegangene Diktatur zu erklären. Seit der Wende sind 16 Jahre ins Land gegangen, manche Skinheads und Neo-Nazis, die Schwarze verprügeln oder vietnamesische Imbissbuden anzünden, sind jünger als das neue Deutschland. Das bedeutet auch: 16 Jahre wurde in der Bundesrepublik viel zu wenig getan, um dem Problem Herr zu werden. Das Ergebnis: In manchen Gegenden Ostdeutschlands verfügen Nazis über das, was der marxistische Philosoph Antonio Gramsci einmal kulturelle Hegemonie genannt hat. Das ist ein permanenter Skandal, und er hat mehr mit der politisch-korrekten Feigheit und der Blindheit der Bundesrepublik als mit der DDR zu tun.
Es ist deshalb höchste Zeit, Tacheles zu reden. Uwe Karsten Heye hat es kurz versucht und dann, wohl ebenfalls aus Gründen der politischen Korrektheit, wieder gekniffen. Immerhin: Was er gesagt hat, wird nicht falsch, nur weil er es wieder dementiert. Ich jedenfalls kenne niemanden, der guten Gewissens einen dunkelhäutigen Freund ermuntern würde, nachts bestimmte Stadtteile von Magdeburg, Halle oder Rostock zu besichtigen. Auch in Berlin gibt es längst No-go-Areas für Ausländer. Wir haben uns alle daran gewöhnt. Nun hat es mal jemand laut verkündet. Und alle sind erschrocken - auch der, der es aussprach.
URL: http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,416705,00.html
Enatz-Fan
17.05.2006, 18:00
URL: http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,416705,00.html Kommentar
Wo Heye recht hat, hat er recht
Von Claus Christian Malzahn
Der frühere Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye hat dunkelhäutige WM-Touristen vor Besuchen bestimmter Orte in Berlin und Brandenburg gewarnt. Da sei es mitunter lebensgefährlich. Nun zieht er seine Bemerkung zurück. Schade eigentlich.
Hamburg - Der ehemalige Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye hat seine Bemerkungen über die Gefährdung schwarzer Besucher Brandenburgs kurz nach Veröffentlichung mit dem Ausdruck des Bedauerns wieder zurückgezogen. Das ist sehr schade, denn nicht Heyes Bemerkungen sind peinlich, sondern sein Dementi.
Heye hatte recht. In vielen Landstrichen Ostdeutschlands, bei weitem nicht nur Brandenburgs, herrscht für Ausländer - präziser gesagt: für Menschen mit dunkler oder dunklerer Hautfarbe - Ausnahmezustand. In Rheinsberg, einem idyllischen Ausflugsort im Norden Brandenburgs, dem Kurt Tucholsky ein poetisches Denkmal gesetzt hat, geht es zum Beispiel leider gar nicht mehr romantisch zu. Für Tucholsky war das Städtchen die Kulisse einer Love-Story.Heute werden vor den blankgeputzten Fassaden der Bürgerhäuser Imbisse abgefackelt, die von Nicht-Deutschen betrieben werden; allein 31 rechtsradikal motivierte Straftaten zählte man in dem 12.000-Einwohner-Städtchen im vergangenen Jahr. Das rassistische Grundgemurmel von Rheinsberg, das sich nicht selten gewalttätig entlädt, ist in Ostdeutschland aber nicht die Ausnahme, sondern vielerorts die Regel.
Nun kann man einwenden, dass es auch im Westen Hate-Crimes gibt. Und es gibt im Westen auch Nazis; die Republikaner wurden noch in der alten BRD gegründet und feierten in West-Berlin ihre ersten Erfolge. Das ist richtig. Aber im Osten Deutschlands leben wesentlich weniger Ausländer als im Westen, gleichzeitig gibt es - umgerechnet auf die Bevölkerungszahl - dort wesentlich mehr rassistisch motivierte Gewalttaten. Zu den unangenehmen Wahrheiten über das neue Deutschland gehört eben nicht nur die Landflucht von Ost nach West, auch nicht das Tarifgefälle oder die materielle Schere, die sich zwischen alten und neuen Ländern nicht schließen will.
Das größte Problem ist der ganz gewöhnliche Rassismus, der Ausländern in der Ex-DDR entgegenschlägt. Spätestens seit den Pogromen von Hoyerswerda (1991) und Rostock Lichtenhagen (1992) aber ist klar, dass diese mitunter regelrecht terroristische Gewalt gegen Nicht-Deutsche (oder die man dafür hält) nicht nur vom rechtsradikalen gesellschaftlichen Rand stammt. Der braune Mist stinkt im Osten oft in der gesellschaftlichen Mitte. Das macht die Sache so gefährlich. Es ist eben auch kein Zufall, dass die NPD in Sachsen der Sprung ins Parlament gelang - dort sind die Rechtsextremen heute fast so stark wie die Sozialdemokraten.
Über die Ursachen dieses spezifisch ostdeutschen Problems wird seit langem heiß diskutiert. Die einen machen die DDR, die anderen vor allem postsozialistische Probleme für das Debakel verantwortlich. Tatsächlich war die DDR nicht der antifaschistische Staat, für den sie sich ausgab. Nach innen war der autoritäre Sozialismus das Gegenteil einer multikulturellen Gesellschaft. Die Grundlagen für die ostdeutsche Xenophobie haben Ulbricht, der schon gegen Jeans und Rock'n'Roll polemisierte, sowie Erich Honecker und Erich Mielke gelegt.
Doch es reicht nicht, den rassistischen Mob im Osten immer nur mit historischen Verweisen auf eine untergegangene Diktatur zu erklären. Seit der Wende sind 16 Jahre ins Land gegangen, manche Skinheads und Neo-Nazis, die Schwarze verprügeln oder vietnamesische Imbissbuden anzünden, sind jünger als das neue Deutschland. Das bedeutet auch: 16 Jahre wurde in der Bundesrepublik viel zu wenig getan, um dem Problem Herr zu werden. Das Ergebnis: In manchen Gegenden Ostdeutschlands verfügen Nazis über das, was der marxistische Philosoph Antonio Gramsci einmal kulturelle Hegemonie genannt hat. Das ist ein permanenter Skandal, und er hat mehr mit der politisch-korrekten Feigheit und der Blindheit der Bundesrepublik als mit der DDR zu tun.
Es ist deshalb höchste Zeit, Tacheles zu reden. Uwe Karsten Heye hat es kurz versucht und dann, wohl ebenfalls aus Gründen der politischen Korrektheit, wieder gekniffen. Immerhin: Was er gesagt hat, wird nicht falsch, nur weil er es wieder dementiert. Ich jedenfalls kenne niemanden, der guten Gewissens einen dunkelhäutigen Freund ermuntern würde, nachts bestimmte Stadtteile von Magdeburg, Halle oder Rostock zu besichtigen. Auch in Berlin gibt es längst No-go-Areas für Ausländer. Wir haben uns alle daran gewöhnt. Nun hat es mal jemand laut verkündet. Und alle sind erschrocken - auch der, der es aussprach.
URL: http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,416705,00.html (http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,416705,00.html)
Gebe dir vollkommen Recht, jedoch gibt es nicht nur im Osten, sondern sogar hier in Duisburg No-go-Areas für Deutsche. Stadtteile in denen Deutsche, im dunkeln, lieber zu Hause bleiben sollten. Die Problematik ist nicht so einseitig.
Jeder Türke, Pole, Russe, Japaner, Afrikaner und hasse nich gesehen, der während der WM wat auf die Mappe kriegt, ist Opfer von Hooligans und/oder Neonazis geworden. Auf diese Schlagzeilen freue ich mich schon :rolleyes:
Tja.... Gewalt sollte man ja nicht gegeneinander aufrechnen, aber ich stell einfach mal die Behauptung auf, dass es inländerfeindliche Gewalt sogar häufiger gibt, jedenfalls in westdeutschen Großstädten. Und keinen interessiert es!
Tja.... Gewalt sollte man ja nicht gegeneinander aufrechnen, aber ich stell einfach mal die Behauptung auf, dass es inländerfeindliche Gewalt sogar häufiger gibt, jedenfalls in westdeutschen Großstädten. Und keinen interessiert es!
Genau so ist es!
Tja.... Gewalt sollte man ja nicht gegeneinander aufrechnen, aber ich stell einfach mal die Behauptung auf, dass es inländerfeindliche Gewalt sogar häufiger gibt, jedenfalls in westdeutschen Großstädten. Und keinen interessiert es!Kann ich auch n Lied von singen:rolleyes:
Ich habe gestern abend, in den Nachrichten gehört, das die Wahrscheinlichkeit, in Brandenburg einem rassistischem Überfall zum Opfer zu fallen, achtmal höher ist als in z.B. Hamburg.
weissblau
19.05.2006, 09:20
Ich habe gestern abend, in den Nachrichten gehört, das die Wahrscheinlichkeit, in Brandenburg einem rassistischem Überfall zum Opfer zu fallen, achtmal höher ist als in z.B. Hamburg.
... und 10 mal höher als in NRW
ausserdem denk ich mal kann man nicht das eine mit dem anderen gleichstellen und dann damit alles als gegeben hinnehmen. Macht keinen Sinn zu sagen: Jeden Tag sterben 10 Kinder im Strassenverkehr ... aber halb so schlimm denn gleichzeitig werden ja auch 30 Hasen überfahren.
Allein die Tatsache, das man in Deutschland Menschen davor warnen muss bestimmte Bereiche des Landes nicht zu betreten, da dort für sie Lebensgefahr besteht, weil sie eine andere Hautfarbe haben, ist ein Perversität ohne gleichen ... Dann dauert es nicht mehr lange, das wir wieder Menschen anderer Religionen warnen müssen die oder die Region zu betreten ...
Das die Gewalt von Ausländern gegen Deutsche existent ist, bezweifelt keiner und ist nicht hinnehmbar. Aber das als Vorwand zur Legalisierung von Gewalt gegen Ausländer zu nehmen ist nicht akzeptabel.
ja genau und in Müxlüh oder Hochfeld bei Nacht werde ich eher was auf die Mappen kriegen, als in München-Bogenhausen, Hamburg-Blankenese oder Düsseldorf-Grafenberg.
Abgesehen davon hat Heye nicht von kleinen Schlägerein gesprochen, sondern davon, dass Dunkelhäutige in Brandenburg kaum Überlebenschancen hätten.
Es mag eine üble Grundhaltung hie und da geben, aber das halte ich für maßlos übertrieben.
Fürs Ausland wirkt das dann so, als würden hier alle Ausländer niedergemetzelt, was ja nun nicht ganz den Tatsachen enspricht, oder?
Olli101066
19.05.2006, 11:20
Das ist doch wieder mal typisch deutsch - uns nach aussen viel schlechter zu verkaufen, als wir sind. Diese übertriebenen Äusserungen sind doch für das Ausland ( insbesondere deren Presse ) wieder ein Anlaß, uns auf unsere Vergangenheit anzusprechen. Ich kann es langsam nicht mehr hören (bei allem Negativen was in der Vergangenheit unter dem Nazi-Regime auch passiert ist), aber wir leben hier und jetzt.
Warum wird nicht auch die Kriminalität durch verschiedene mafiöse Gruppierungen in Deutschland an den Pranger gestellt. Teilweise traut sich die Polizei gar nicht, dort zu ermitteln.
Und warum wird nicht auch erwähnt, dass viel für Ausländer getan wird.
Kulturtzentren, med. Versorgung für Asylbewerber gratis,Moscheen werden gebaut und geduldet ( ist eine Kirche im umgekehrten Fall genauso akzeptiert)
Also : Bitte keine einseitige Betrachtung, nur wegen ein paar Spinnern, sonst sehen wir in der engl. Boulevardpresse wieder Klinsi mit NS-Binde und Hitlergruß wie es Beckenbauer und seinen Mannen 1990 beim WM-Titel auch passiert ist. Ekelhaft und primitiv.
Und der "Blitzkrieg" wird auch wieder erwähnt. Zum Kotzen:fluch:
Türkischstammiger Politiker in Berlin niedergeschlagen
„Scheiß Ausländer, wir kriegen dich“
Berlin (rpo). Der türkischstämmige Linkspolitiker Giyasettin Sayan liegt nach einem fremdenfeindlichen Anschlag in Berlin-Lichtenberg schwer verletzt im Krankenhaus. In seinem eigenen Wahlkreis überfielen ihn zwei rechte Schläger. Sayan: „Einer von ihnen sagte: ,Scheiß Ausländer, wir kriegen dich.“.
Der verletzte Politiker (56) schildert den Angriff so: Er sei auf der Weitlingstraße in Lichtenberg, seinem eigenen Wahlbezirk, gelaufen, als auf einmal zwei Männer auf ihn zugekommen seien und ihn unvermittelt angegriffen hätten. "Plötzlich schlug einer mit einer Flasche auf meinen Kopf und mein Gesicht. Ich wollte weglaufen, da hat er von hinten auf meine Schulter und meinen Rücken geschlagen. Er sagte: 'Scheiß Ausländer, wir kriegen Dich'." Dann brach Sayan zusammen und die Täter machten sich aus dem Staub.
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Mit letzter Kraft schleppte sich Sayan in eine Pizzeria. Deren Besitzer berichtete der „Bild am Sonntag“: „Er hatte eine Wunde am Kopf. Ich habe ihm Eiswürfel zum Kühlen gebracht und ein Glas Wasser.“ Dann habe er die Polizei und den Krankenwagen gerufen.“ Der 56-Jährige wurde mit einer Gehirnerschütterung und Prellungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Ein Augenzeuge erzählte der „Bild am Sonntag“, bei den Schlägern habe es sich um Fans des Berliner Fußball-Oberligisten BFC Dynamo gehandelt. Die Polizei lehnte einen Kommentar dazu ab. Jedoch gilt der Ost-Berliner Bezirk Lichtenberg als Neonazi-Hochburg. Daher übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen. Die Polizei setzte für Hinweise, die zur Aufklärung führen, eine Belohnung von bis zu 3.000 Euro aus.
Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch sagte dennoch: "Diese Tat rechtfertigt es nicht, Berlin-Lichtenberg oder Teile dieses Bezirks zur 'no-go-area' zu erklären." Dagegen erklärte der Türkische Bund, der Vorfall zeige, dass die Warnungen von Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye nicht unbegründet seien. Heye hatte dunkelhäutigen WM-Fans geraten, bestimmte ostdeutsche Regionen zu meiden, da sie möglicherweise dort getötet werden könnten.
Seit den 1970ern in Deutschland
Sayan, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist migrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Der Diplom-Politologe stammt aus Mus im kurdischen Osten der Türkei und lebt seit den 70er Jahren in Deutschland. Für die PDS sitzt er seit 1995 im Berliner Landesparlament.
Politiker aller Parteien reagierten bestürzt auf die fremdenfeindliche Attacke und verurteilten sie. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erklärte, ein solcher Angriff sei nicht zu tolerieren. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte, dieser Fall zeige, es seien keine Einzelfälle, "sondern wir haben ein flächendeckendes, gravierendes rechtsextremistisches Gewaltproblem in unserem Land."
Der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck kündigte an, mit Heye persönlich über die Äußerungen sprechen zu wollen. Heye habe zwar Recht mit seiner Feststellung, dass es in Deutschland "und besonders bei uns im Osten ein Problem mit Rechtsextremismus und rassistischer Gewalt gibt". Mit pauschalen Warnungen wecke man jedoch nicht das dringend notwendige zivilgesellschaftliche Engagement.
Auch der Zentralrat der Juden und die Türkische Gemeinde in Deutschland warnten vor einer Verharmlosung von Rassismus. Die Türkische Gemeinde unterstützte die Reisewarnung Heyes. "Es gibt für dunkelhäutige Menschen große Probleme dort, aber auch für alle anderen nicht deutsch Aussehenden", sagte der Vorsitzende der Gemeinde, Kenan Kolat. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, nannte es unverantwortlich, wie führende Politiker versuchten, die Übergriffe auf ausländische Mitbürger klein zu reden.
Mehr Neonazis
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Der Bundesinnenminister dürfe sich nicht auf die Veröffentlichung von Zahlen über rechtsextreme Umtriebe beschränken, sagte Niebel der "Saarbrücker Zeitung"
Innenminister Schäuble will die Debatte am Montag auf eine sachliche Grundlage stellen und den Verfassungsschutzbericht präsentieren. Schon am Wochenende wurde bekannt, dass die Zahl der Neonazis und gewaltbereiten Rechtsextremisten im vergangenen Jahr gestiegen ist. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Demnach registrierte das Bundesamt für Verfassungsschutz einen Anstieg der Zahl der Neonazis von 3.800 im Jahr 2004 auf 4.100 im vergangenen Jahr sowie der gewaltbereiten Rechtsextremisten von 10.000 auf 10.400.
http://www.rp-online.de/layout/fotos/180x143/ddp_016968008CC791DD446f2ed20837.jpg (http://www.rp-online.de/public/zoompicture/nachrichten/politik/deutschland/bild/160820) http://www.rp-online.de/layout/img/icons/lupe.gif (http://www.rp-online.de/public/zoompicture/nachrichten/politik/deutschland/bild/160820)Sayan wurde mit einer Flasche niedergeschlagen und beschimpft. Foto: ddp
http://www.rp-online.de/layout/fotos/180x143/ddp_0169680015F6067544705f6e054e.jpg (http://www.rp-online.de/public/zoompicture/nachrichten/politik/deutschland/bild/160821) http://www.rp-online.de/layout/img/icons/lupe.gif (http://www.rp-online.de/public/zoompicture/nachrichten/politik/deutschland/bild/160821)Berlin-Lichtenberg, wo sich der Übergriff ereignete, gilt als Hochburg von Neonazis. Foto: ddp
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutschland/332925
Mehr Neonazis
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. ................Demnach registrierte das Bundesamt für Verfassungsschutz einen Anstieg der Zahl der Neonazis von 3.800 im Jahr 2004 auf 4.100 im vergangenen Jahr sowie der gewaltbereiten Rechtsextremisten von 10.000 auf 10.400.
Da sollte die Bundesregierung mal die Augen aufmachen und sich fragen, wieso die Zahl von Rechten in Deutschland ansteigt...:rolleyes:
Ich meine, so von ganz alleine kommt das ja auch nicht.
westside
22.05.2006, 00:37
Da sollte die Bundesregierung mal die Augen aufmachen und sich fragen, wieso die Zahl von Rechten in Deutschland ansteigt...:rolleyes:
Ich meine, so von ganz alleine kommt das ja auch nicht.
Das finde ich auch,es sind aber nicht nur Rechtextreme die Zulauf haben ,sondern Linke gleichermaßen:eek: .Extreme egal welcher Gruppierung treffen überall ,wo Jugendliche und Erwachsene von Arbeitslosigkeit betroffen sind,auf potentielle Kundschaft.:( Einen besseren Nährboden gibt es nicht, schnell ein paar Parolen ins Hirn,die vermeintlich Schuldigen ausmachen, den Hass schüren und kanalisieren und schon kann der Mob loslegen.Aber denen da oben fällt nur blabla:blabla: :blabla: :blabla: ein,ansonsten konnte ich noch keine großen Bemühungen feststellen,die die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessern könnte.:mecker:
weissblau
22.05.2006, 09:14
Türkischstammiger Politiker in Berlin niedergeschlagen
„Scheiß Ausländer, wir kriegen dich“
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutschland/332925
... und dann Deine SIG ... würzige Mischung!
Wenn sich die Politik und die Gesellschaft zu dem Thema nicht langsam was einfallen läßt haben wir hier bald die 20er Jahre wieder, wo sich Rote und Braune Strassenschlachten lieferten. Und wo das endete wissen wir. Die braune Sosse da hat uns schon mal ins Verderben gejagt. Wieso wollen das viele nicht einsehen? Bildungsarmut?
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