Letzte Schicht auf Walsum

Dieses Thema im Forum "In und um Duisburg" wurde erstellt von ruhrpottpsycho, 26 Juni 2008.

  1. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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  2. KF

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    ....und jetzt isset ein Chinesenkind dat für uns durch die Stollen kriecht "sing" :D
     
  3. Spechti

    Spechti 3. Liga

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    schade für die 1375 Kumpel, alle Anwohner aus Dinslaken, Voerde, Spellen ork und Co werden aufatmen das nicht noch mehr Schaden angerichtet wird.

    leider ist die Trinkwasserqualität der Brunnen in Spellen die Dinslaken und Voerde versorgen gesunken da, sich durch die bergsenkungen die Grundwasserströme verändert haben. Macht ja nix man kann ja für alle Ewigkeit nun ein Reinigungssystem leisten (wie lange die RAG NAchfolger das wohl bezahlen können/werden?)

    der Deich in Götterswickerhamm muss übrigens auch nur um nen läppischen Meter erhöht werden weil alles abgesackt ist. Immerhin heimsen wir Rekorde ein: die Deiche am Niederrhein sind die höchsten Binnendeiche in Europa. Der nächste Rekord fällt dann wohl erst wenn bei nem Hochwasser einer nicht mehr standhält........
     
  4. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Ich find die Anwohner die da jetzt Meckern wussten doch vorher wo se hinziehen.
    Aber is jetzt auch egal, is ja eh Schicht im Schacht
     
  5. KF

    KF Landesliga

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    Wenigstens kommt nix drüber :D

    wenner bricht dann brichter.. .. .. da sind schon ganz andere Deiche gebrochen. Aber bisher hab ich zumindest noch nicht in nem Auto gesessen und bin durchs Dorf gespült worden ...

    Zum Thema: Es geht wohl eher darum das wir nich mehr die alten Kohleförderer sind, für die wir in unserem Gebiet berühmt geworden sind... das findet der Opener hier wohl etwas Schade ... und nicht um die Trinkwasserversorgung oder irgenwelche Deiche..sind 2 verschiedene Themen.
     
  6. Spechti

    Spechti 3. Liga

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    ne gute Quote von denen wohnt da schon länger als der Schacht steht:huhu:

    ich warte immer noch auf einen der mir plausibel erklärt warum 6 Monate Kohleförderung unter dem Rhein höheren Stellenwert als ewig bleibende Trinkwasserverschlechterung der 90.000 Anrheiner und ewige Deichsanierung haben......
    soviel Kohle kann da garnicht gefördert worden sein das man die Kosten auf ewig decken kann.

    hängt aber leider mit Schacht Walsum zusammen wie nix anderes...
     
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  7. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Aber mit welchen Geld haben denn die meisten ihre Häuschen gebaut, waren doch viel dort beschäftigt
     
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  8. coolaspekt

    coolaspekt Kreisliga

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    Echt schade!
    Wieder ein Stück Geschichte weniger :frown:
    Naja steht doch der tolle Kühlturm jetzt hier :D
     
  9. Matuschek [ODC]

    Matuschek [ODC] Bezirksliga

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    das ist einfach nur traurig, der deutsche steinkohle bergbau hat für den aufschwung gesorgt und die kumpels haben deutschland aufgebaut! jetzt schaut man lieber nach china, polen usw, nur weil dort die kohle billiger ist, aber keiner der politiker denkt dran wie dort abgebaut wird. unter welchen umständen. dort sterben fast tagtäglich menschen, aber da scheint es keinen zu interessieren weil da genug menschen leben. die deutsche steinkohle ist nun mal die beste der welt und teurer weil die kohle viel tiefer liegt als in anderen ländern.weiterhin ist die bergbautechnik aus deutschland führend in der welt.
    die sollen sich mal schön abhängig von anderen ländern machen. wenn die zechen hier dicht sind, dann wird die kohle, die hier benötigt wird sicherlich teurer. aber das raffen die ganzen bonzen nicht! armes deutschland!

    kann dazu noch 2 bücher empfehlen:
    Die Kohle Saga und Revier im Wandel (2. Teil der Kohle Saga)
     
  10. Thomas

    Thomas Semper Fidelis

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    Ich finds traurig.
    Und wieder ein Stück Ruhrpottgeschichte weg. :frown:

    Vor allem schießen wir uns immer mehr ins eigene Knie und machen uns abhängig von anderen Ländern.
    Irgendwann wird es sich rächen....
     
  11. McFlury02

    McFlury02 Kreisliga

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    Stichwort Globalisierung! :frown: :mad:
    Eine One-World Nation rückt immer näher und keine Sau merkt es...
    ich könnt gar nicht so viel essen wie ich kotzen könnte!

    Finger weg vom Kohlenpott! :mad:
     
  12. Harald

    Harald verstorben

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    Der Kohleausstieg ist der größte Schwachsinn. Die Deutsche Kohle ist einer der besten die wir hatten. Australien ist billig, na toll, aber diese Kohle hat kein Brennwert. Dadurch muss mehr Kohle eingesetzt werden, ergo auch mehr Stäube, CO, Schwefel usw in der Luft. Das könnte der Tot vieler Kohlekraftwerke bedeuten. Jetzt fragt mal wo dann der Strom herkommt. Also doch Atomkraft oder ähnliches ??
     
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  13. zzz...ebra

    zzz...ebra Landesliga

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    Ich wohne im direkt im Neubaugebiet in Alt-Walsum. Der neue Kühlturm ist nur etwa 500 Meter von mir entfernt und die Schäden vom Bergbau merkt man hier recht deutlich. Wir haben auch schon einige kleine Risse im Haus.

    Was mich besonders stört ist, dass die Kohle, die dort unten noch liegt, nach der Schließung nicht mehr genutzt werden kann, da man die Stollen unten in Stand halten muss, doch das ist sehr teuer und der Vater Staat geht darauf erst gar nicht ein. Das ist der falsche Weg, irgendwann wird die Kohle wegen Energiemangels noch einmal gebraucht, kann dann aber nicht mehr genutzt werden.:frown:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26 Juni 2008
  14. Matuschek [ODC]

    Matuschek [ODC] Bezirksliga

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    ist eine zeche ersma zu dann dauert die neuerschließung und alles drum und dran gute 10 jahre! dumme politiker, die wir hier in deutschland haben, aber das ist ja nichts neues!
     
  15. Melli

    Melli Kreisliga

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    mal ein passender Songtext von VJ

    Was waren das für gute Zeiten,
    wirklich schon so lange her ?
    Die Geschichte hört sich heute an,
    als ob sie nur ein Märchen wär.
    Ihr habt seit Generationen euer Glück unter Tage gesucht.
    Man versprach euch reich zu belohnen,
    doch zum reich werden war's nie genug.

    Und tief unten vor Ort,
    blinkt ein einsames Licht.
    Und man hört einen Fluch in der ewigen Nacht,
    der die tödliche Stille zerbricht.
    Es ist der letzte Bergmann,
    der letzte im Revier.
    So viele Jahre lang von der Kohle gelebt
    und jetzt stirbt er mit ihr.

    Ihr glaubt noch immer das es besser wird,
    obwohl ihr wisst, dass nichts mehr passiert.
    Und ein jeder von Euch hier schon bald,
    seine Existenz verliert.
    Sie waren immer so stolz darauf,
    als Kumpel ihre nMann zu stehen.
    Heute gibt man ihnen Geld dafür,
    damit sie endlich gehen.....

    Sie setzen an zum Todesstoß,
    im Parlament wird diskutiert....
    Es ist beschlossen, es ist Schluss,
    während ihr noch demonstriert.
    Sie reden nur von Subventionen
    und sie schaufeln euer Grab.
    Keiner spricht von den Millionen,
    für die ihr geschuftet habt !

    Ich hab nur noch eine Frage,
    habt ihr schon mal überlegt,
    wer von euch wird der nächste sein ?
    Und wer der letzte, der überlebt ?
     
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  16. Aehm wir wohnen hier seit 5 Generationen. Irgendwie hat der Kaiser seinerzeit nie was davon gesagt, dass hier Kohle abgebaut werden soll...

    Der Ort Mehrum z.B. würde, sollte der Deich eines Tages brechen, bis zu 5 m unter Wasser liegen. Da stehen u.a. Häuser aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert... Wussten die auch davon ?? :verwirrt:

    Sorry, der Bergbau hat hier derart viele Schäden innerhalb kürzester Zeit angerichtet, daß die grosse Mehrheit hier wohl froh ist, dass es jetzt vorbei ist...
     
  17. Auch da darf ich dich enttäuschen. In Voerde hat der Bergbau keine Tradition. Voerde lebte von jeher von der Eisenbahn, später von neu angesiedelten Werken wie Kaiser Alumuminium, KHD oder den vielen mittelständischen Unternehmen.

    In den Bereichen Mehrum, Ork und Spellen lebten viele von Babcock oder der Landwirtschaft.

    Du wirst in Voerde sicherlich Leute finden die vom Pütt lebten, aber die sind eine geringe Minderheit. Und von den Betroffenen ist es nur ein sehr geringer Teil.

    Immer schade wenn die Tatsachen ignoriert werden :frown:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27 Juni 2008
  18. Das Thema gehört zusammen, denn die Probleme Deich und Trinkwasserversorgung wurden ja erst dadurch geschaffen ...

    Aber eh jetzt wurscht...:zustimm:
     
  19. esteban

    esteban Landesliga

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    Natürlich hat der Ausstieg auch Vorteile für die Anwohner der Region, aber worum hier glaub ich vielen geht ist, dass die Heimat sich verändert, der Pott ist nicht mehr das, was er mal war. Dabei werden die sicherlich richtigen Aspekte in Bezug auf Grundwasser etc. außer acht gelassen ;)

    Ich muss die ganze Zeit an ein Lied denken...
    weissblau, wie gesagt, kann deinen Standpunkt völlig nachvollziehen, ich denke es geht den Leuten hier um was anderes, nicht ums herunterspielen der Probleme ;)
     
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  20. schkai

    schkai Unruhestifter

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    Ich bin froh darüber, dass ein weiterer Schacht dicht ist. Wie in China, Australien, Polen etc. Kohle abgebaut wird weiß ich nicht. Ist mir auch egal! Wenn deren Staat eine unmenschliche Kohleförderung erlaubt soll es mich nicht stören, hab ich auch kein Recht zu - ich bin kein Bürger Chinas, Polen oder sonstwas...

    Die unzähligen Folgeschäden (Grundwasserspiegelsenkung, Gebäude- und Straßenschaden) kann man nicht mit den Arbeitsplätzen aufwiegen - weil man eh nicht eine 100%-ige Entschädigung bekommt! Es ist ein Unding, dass ganze Wälder absinken und einer Moorlandschaft gleichen, dass der Rotbach in Oberhausen und Dinslaken auf Grund einer Absenkung des Bachbettes per Pumpe in Richtung Rhein geschickt werden muß und nicht mehr auf natürlichen Wege abwärts fließt. All diejenigen, welche ein Haus bewohnen (egal ob als Mietre oder alsd Eigentümer), wo mitterweile Türen klemmen, Risse in Wänden und Decken entstaden sind oder das Fett in der Bratpfanne (auf Grund der kompletten Schielage des Gebäudes) nur noch auf eine Seite fließt - können Bücher über diese Zerstörung schreiben.

    Schade ist es lediglich wie in den vergangen Jahren versäumt wurde, schon rechtzeitig für neue Arbeitsplätze zu sorgen.
     
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  21. Stimmt. Statt dessen ergoss sich die Politik stets in Blankosprüchen und Gesten "pro Kohle". Da liegt das eigentliche Problem. Man hat, weil die Kohle SOOO sicher ist, auf rechtzeitige Gegenmaßnahmen verzichtet....
     
  22. Generation Blue

    Generation Blue 3. Liga

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    Anne Wedau
    Na dann nur mal so, hab aber grad nur die Zahlen von 2 Ländern zur Hand....China offiziell etwas über 10.000 Tote pro Jahr, hinzu kommt noch einmal eine Dunkelziffer von 25-30 %. Für Südafrika sind es etwas mehr als 3.400. Zum Vergleich, in Deutschland waren es im letzten Jahr 2!

    Übrigens zur Wirtschaftlichkeit.........die importierte Kohle ist solch minderer Qualität, dass sie hier mit enormen Kosten gewaschen und verbessert werden muss, dabei auch mit deutscher Steinkohle. Diese fließen natürlich nicht in die Rechnung ein, was eine Tonne am Weltmarkt so kostet. Jetzt werden sich hier einige natürlich fragen, warum es hier kein Aufbegehren oder ne Gegenrechnung dazu gibt.
    Das liegt daran, dass die heutige RAG (ehemals DSK) ebenfalls großflächig Beteiligungen an vielen Bergwerksgesellschaften weltweit hat (Brasilien, Südafrika, Australien....) und die dadurch sowieso verdienen. Sahnehaube an der Sache ist, dass die Umschlagplätze und die Transportgesellschaften (großteils Schiff) ebenfalls der RAG oder 100 % Töchtern gehören. Die sind nämlich als ehemalige DSK (Deutsche Steinkohle) und heutige RAG (Ruhrkohle AG) geschäftlich fein raus.
    Mit unseren Steuergeldern wurde nicht immer die sooo teure heimische Steinkohle finanziert, man hat auch schön in die eigene Zukunft inverstiert, um aktuell den "schwarzen Teil" zu verramschen und nun als internationaler Energieversorger gut an der Börse notiert zu sein.

    Die Welt hört nicht immer direkt hinter den Stadtgrenzen auf. Bei Kaffee achtet man auf Fairtrade, damit die Bauen genug bekommen. Bei Ikea dürfen keine Kinderhände im Spiel gewesen sein und so weiter und so fort. Bei Energie legt man im allgemeinen immer noch andere Maßstäbe an. Denn hier die Kohle oder dort die Atomkraft. Denn man sieht ja nicht woher sie kommt, von Krüppelkohle aus China oder nem klapprigen Atomkraftwerk aus dem Ostblock.
     
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  23. schkai

    schkai Unruhestifter

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    Ich verstehe die Diskussion um die mindere Qualität nicht... Die deutsche Kohle musste in letzter Zeit subventioniert werden. Selbst wenn die ausländische Kohle von schlechtere Qualität ist und dann trotzdem noch billiger ist (inkl. Transportkosten) - dann hat sich nunmal der Kohlemarkt selbst reguliert.

    Bsp:

    Eine Tankstelle XYZ bietet einen Liter Super mit einem schelchteren Brennwert (oder sonstwas) jetzt für 0,80 € an, man verbrucht aber statt 8 Liter / 100 km jetzt 10 Liter / 100 km - so fährt man mit dem qualitativ schlechteren Super trotzdem billiger (Vgl. Gasauto - billigere Brennstoffkosten, höherer Verbrauch - trotzdem billiger!).
     
  24. Harald

    Harald verstorben

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    Lese mal oben mein Posting bezüglich minderer Qualität und dann überdenke dein Posting. Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose.
     
  25. Generation Blue

    Generation Blue 3. Liga

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    Aber das ist es doch......bis die Kohle hier ist, aufbereitet und ähnliches ist sie ja nicht mehr billiger als die heimische Kohle. Angegeben wird beim Einkauf immer nur der aktuelle Preis beim verlassen des Bergwerks, also was kostet der Abbau der Tonne von X oder Y.
    Allerdings ist die Gewinnmaximierung durch Beteiligungen, Transport und Aufbereitung für den Konzern um ein vielfaches höher. Das Geld bekommt ja nicht der heimische Arbeiter, die Infrastruktur oder über direkte oder indirekte Steuern der Bund, also wir alle wieder. Dieser verbleibt beim Konzern..........der allerdings mit unseren Steuergeldern zu dem gemacht wurde, was er heute ist.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27 Juni 2008
  26. Berlin-Support

    Berlin-Support Vorzeige-Ossi

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    Gut erklärt @ True

    Du darfst auch ruhig weiter mit den Namen jonglieren, denn dann kommt der Bezug zum MSV- Evonik!

    hieß eine der RAG Internetkampagnen nicht wermachtdennsowas.de und dann denkt mal an die heutige Hauptaussage! Ein Schelm wer böses denkt!
     
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  27. Generation Blue

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    Anne Wedau
    Du meinst der deutsche Steuerzahler sorgt für unsere Neueinkäufe :D;)?
     
  28. Das wäre ja nicht sooooooooo schlimm :D ;) ;) ... aber auch die vom BVB :frown:
     
  29. Berlin-Support

    Berlin-Support Vorzeige-Ossi

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  30. schkai

    schkai Unruhestifter

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    Wo kommt der Strom her?

    Von mir aus auch aus Kernenergie! Deutschland war seit Beginn der Kernenergieforschung weltweit führend. Erst seit dem Grüne mit den roten Kopfnickern den Ausstieg beschlossen haben, geht es in diesem Sektor bergab. Und das ist auch nachvollziehbar, wieso sollte der Energiekonzern XYZ in Kernenergieforschung investieren wenn es in Deutschland keine Zukunft hat. Andere wirtschaftlich starke Länder wie England, Schweden oder Norwegen bauen immer weiter neue Kernkraftwerke - nur wir Deutschen verbauen uns eine günstige, unter deutschen Bestimmungen eine sichere und vor allen saubere Energiequelle! Folglich wäre ein Großteil der jährlich benötigte Kohle nicht mehr notwendig...
     
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  31. Berlin-Support

    Berlin-Support Vorzeige-Ossi

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    Ich halte mal dagegen, dass wir seither weltweit führend sind, wenn es um Forschung und Entwicklung neuerbarer Energien geht. Leider sind da allerdings zwischenzeitlich mal Fördergelder gesenkt worden, auch hier mag jeder selbst entscheiden wie das nur kann...
     
  32. schkai

    schkai Unruhestifter

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    Die Zeiten öffentlicher Fördermittel sind vorbei. Es gibt keine Reserven mehr um öffentliche Gelder freiwillig zu verteilen. Ein Stromkonzern, welcher jedoch zukünftig mit dem Strom (denn es wird zukünftig immer mehr verbraucht) einen ordentlichen Reibach machen wird, hätte sicherlich ein Interesse Forschung in diesem Sektor zu betreiben und zu finanzieren (da wir in der Technik so weit fortgeschritten sind [im Vergleich zu den Zeiten vor 150 Jahren], sind private und einfache Hinterhofs- oder Kellerlabos ala Edison, Bell, etc. nicht mehr möglich).
     
  33. Generation Blue

    Generation Blue 3. Liga

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    Jep so ist das..............ich warte nur auf das Geschrei bei dem eigenen Geldbeutel. Pendlerpauschale, Eigenheimzulage, Ehegattensplitting, Agrarsubventionen und die 600 anderen Subventionen von denen wir alle profitieren gehören dann aber auch auf den Prüfstand.
    Dazu gehören dann auch Gewerbesteuer-Vorteile zur Arbeitsplatzschaffung und ähnliche Dinge.....alles steht dann zur Diskussion.
     
  34. Berlin-Support

    Berlin-Support Vorzeige-Ossi

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    Deine Worte in Gottes Gehörgang, solange aber Kohlewerke stehen, geht auch alles ohne die Investition in die Zukunft. Da wären wir dann wieder bei dem Ergebnis, dass viele Kumpels nun arbeitslos sind- obwohl die Entscheidung gegen die Förderung meiner Meinung nach Sinn macht.

    Investiotion + Kosten + Forschung = Billigkohle + Kohlewerk + vorhandenes know how

    Reibach wirft nur eine Seite der Gleichung ab...
     
  35. Old Man

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    Es gibt auf der einen Seite die Bergleute, die natürlich gerne weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen und es gibt auf der anderen Seite die Leute, die durch die Folgeschäden des Bergbaues betroffen sind. Da ich zu gleichen Teilen in alle Seiten involviert bin, kann ich, so glaube ich ein ziemlich neutrales Statement abgeben.

    Niemand der Bergleute rutscht in die Arbeitslosigkeit ab. (Dicker Punkt) Es gibt auch noch Zechen, die weit bis ins nächste Jahrzehnt fördern werden, von daher stirbt hier nicht sofort der Bergbau. Es gibt Häuser und Deiche, die eben genauso lange "arbeiten" und dabei gibt es äußerst viele Probleme. Es ist nicht der Arbeitsplatz, der den Bergbau so teuer macht, es sind auch die Folgeschäden. Der Bergbau, so wie er im Ruhrgebiet betrieben wird, sollte sozialverträglich auslaufen, da er die Folgeschäden nicht verhindern oder gar decken kann. Allen Mitarbeitern des Bergbaues sollte dies mit der entsprechenden Perspektive mitgeteilt werden.

    Mindestens eine Zeche sollte letztendlich zu musealen Zwecken und für die Erprobung neuer Abbaumethoden bei Kostendeckung in Betrieb bleiben. Das Bergbaumuseeum ist hier nicht ausreichend.
     
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  36. Duisburger81

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    kenne selber leute die da arbeiten. man kann halt nur hoffen das die kumpel auch nach ablauf ihrer verträge wieder arbeit finden.
    ist sehr schade das es jetzt vorbei ist, aber auch die gegenseite (anwohner usw) kann ich verstehen.
     
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  37. Harald

    Harald verstorben

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    Man redet von erneuerbare Energien. Welche meint ihr ??
    1. Sonne
    Haben wir leider zu wenig
    2. Wind
    Genug in Norddeutschland, aber keine will die Windräder vor der Haustür haben. Kann ich irgendwo verstehen, Lautstärke, unschön anzusehen.
    3. Gezeitenkraftwerk
    Hört sich toll an, sieht toll aus in der Werbung, aber das Geschrei von Greenpeace möchte ich hören.

    Ich sehe es an meinem Industriekraftwerk. Der Stromverbrauch ist eklatant in die Höhe gegangen. Jeder Bürorfuzzi muss ja eine Klimaanlage haben. Genauso sieht es zuhause aus. Jeder will PC, Klimaanlage, Plasmafernseher etc. Schafft das ab, dann brauchen wir auch keine gute deutsche Kohle für die Kraftwerke.
    Noch was, sehr viele sind gegen Atomernergie, aber was meint ihr wo wir unseren Strom kaufen. Frankreich und der ist aus Atomenergie. Aber ist ja nicht vor unserer Haustür. Bevor ich Strom aus unsicheren Kraftwerken mit schlecht ausgebildeten Leute kaufe, würde ich lieber Atomenergie in Deutschland befürworten.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27 Juni 2008
  38. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Was hat die Eisenbahn den Transpotiert? Kohle oder nicht? Ja und die Mittelständischen Unternehmen haben natürlich nichts an Bergleute oder die Zechen verkauft, weil da ja soviel Bauern leben die Alu brauchen.

    Ausserdem bin ich davon fest überzeugt das es eure Dörfer ohne den Pütt gar nicht mehr geben würde, ebend wegen der Kaufkraft, denn der Bergmann hat immer viel Nahrung gebraucht und dadurch konntet ihr eure Ernte erstmal loswerden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27 Juni 2008
  39. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Die verbrauchen deutlich weniger als Röhrengeräte:)
     
  40. 20. Minute

    20. Minute Kreisliga

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    Die Zeit der (deutschen) Kohle geht zu Ende ...

    Aber werft bitte nicht Dreck hinterher! Wie viele von uns wären gar nicht hier und gar keine MSV Fans, wenn es die Kohle hier nicht gegeben hätte?

    Und die wenigen wirklich waschechten Niederrheiner unter uns, was wären wir heute? Lebten wir überhaupt noch hier? Selbst die unter Managern so beliebte Stadt Düsseldorf hätte nicht annähernd die heutige Bedeutung.

    Also, die Kohle geht. Schäden sind da und zahlt der Steuerzahler, auch der in Bayern und an der Küste. Wenn der meckert, sollte er Oma und Opa fragen, wer nach dem Krieg seine Knochen hingehalten hat, damit am Tegernsee und in Travemünde nicht gehungert wurde. Dafür hatte unser Opa dann ne Lebenserwartung von unter 60.

    Vergessen wir dat nich! Auch die bitte nich, die auffe Risse inne Wand gucken.
     
  41. JimPanse

    JimPanse 3. Liga

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    Um ehrlich zu sein, habt ihr diesen Fred irgendwie voll verdreht und zu etwas vollkommen anderen gemacht.
    Unabhängig vom für und wider von Bergbau und Stromerzeugung geht es doch einfach darum, daß unser Kohlenpott aufhört zu existieren.
    Die Zechen und Hütten schließen und irgendwie geht damit ein Teil unseres Lebens und unseres Selbstverständisses. Wir sind Ruhrpottkinder! Viele von uns haben das Leben nur so kennengelernt, dat Vatter "auf Schicht" muss und man "inne Hütte" einen Job fürs Leben finden wird.
    Wir werden auf einer gewissen Art unserer Existenz beraubt. Unsere Großväter und Väter haben mit der Maloche Deutschland wieder aufgebaut und darauf ist jeder aus dem Pott zu Recht stolz! Jetzt fühlen sich halt viele irgendwie verloren und verraten.
    Wir Kohlenkinder müssen erstmal auf diese neue Welt klar kommen und begreifen, daß es vorbei ist.
    Weiter geht es immer, aber ein Moment der Trauer sei doch gestattet.
    Danke... :frown:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28 Juni 2008
  42. Ben Bulben

    Ben Bulben PFYC-Teamchef

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    Auch wenn mein Vater auch auf der Zeche war, der Bergbau hat uns (Steuerzahler) schon viel zu lange auf der Tasche gelegen.
    Viel zu spät ist reagiert worden und viel zu wenig Geld konnte in den letzten 30 - 35 Jahren in den Strukturwandel gesteckt werden, weil viel zu spät gehandelt wurde.

    Und hat irgendjemand mal genaue Zahlen über die Kohleimporte?

    Nach meinen Infos kommt die Importkohle vor allem aus:
    Russland, Kolumbien, Südafrika, Polen und Australien.

    China braucht seine Kohle vor allem selber, sowei ich das überblicke.
     
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  43. 20. Minute

    20. Minute Kreisliga

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    Ich spinn einfach mal ein bisschen. Hätte die Welt hier ohne Kohle so ausgesehen?


    Duisburg - Kreisstadt im Rheinland nördlich Düsseldorf
    Obermeiderich - aus Dörfern Meiderich und Oberhausen
    Beeck - Sitz des weltgrößten Braukonzerns Kingbrew
    Ruhrort - Yachthafen von Beeck
    Alsum - Villenviertel von Beeck
    Bruckhausen - Golfplatz von Alsum

    Hamrade - aus den Dörfern Hamborn und Sterkrade

    Waldi - aus dem Dorf Walsum und der Kleinstadt Dinslaken

    Voerde - Dorf zu Waldi

    Spellen - Obstplantage zu Wesel

    Hünxe - 5 Großbauern zu Wesel
     
  44. BartaIllic02

    BartaIllic02 Kreisliga

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    die werden sich noch umgucken !!!!!!!!!!!!!!!

    GLÜCK AUF .....
     
  45. Neumühler

    Neumühler Bezirksliga

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    Ich kann auch ein Lied von Zechenschließung rede.1963 wurde unsere Zeche Neumühl zu gemacht.Mein Vater war dort ca. 35 Jahre beschäftigt.
    Zum Glück fand er im alter von 55 Jahren noch eine Arbeit bei der Stadt Duisburg (was heute undenkbar wäre).
     
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  46. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Ist ja auch nicht so das die Ausländische Kohle die Kaufkraft Kaputt macht.

    Da wird sich noch mancher Einzelhändler umgucken, aber Hauptsache über Subventionen meckern.
     
  47. Old Man

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    Du schreibst mir aus der Seele. Für mich war der Pott ein Stück vorbei, als die DB Ihrer Zugflotte den Dampf nahm. Dann kam auch das Zechensterben im Ruhrgebiet an. Mir hat man schon Ende der 70er gesagt, geh nicht zum Pütt. Als Kruppianer erlebte ich Rheinhausen, ich durfte erleben wie ich mit Arbeit, Haus und Hof verkauft und wieder verkauft wurde.

    Leider kann ich rückblickend nur ein Fazit ziehen: "Wenn die Bevölkerung nicht den Weg zurück auf die Strasse findet, werden noch ganz andere Zeiten auf uns zu kommen". Der Wegfall von Arbeitsplätzen im industriellen Bereich hat noch gar nicht richtig begonnen. Die Preisschraube für Lebensmittel und Rohstoffe dreht sich noch langsam...vorbei ist es noch nicht, auch nicht mit der Kohle...
     
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  48. War letzte Woche bei einem Gespräch mit dem Kulturdezernenten der Stadt Dortmund dabei. Er sagte dabei unter anderem, dass neue Projekte zur Pflege der Erinnerung an die Kohle-und-Stahl-Vergangenheit der Stadt nicht mehr erwünscht seien - man müsse in die Zukunft blicken.

    So traurig sich das anhört: es stimmt. In Duisburg waren die Zechen schon Ende der 60er Jahre verschwunden, außer 2/5. In Dortmund wird seit fast zehn Jahren kein Stahl mehr produziert, die Hütten und Kokereien wurden abgebaut und nach China verschifft.

    Der Kumpel ist - bis auf die wenigen verbliebenen Zechen - eine nostalgische, oft auch verklärte Erinnerung. Unsere Identität muss eine andere sein - und sie ist es für die meisten schon.

    Die Dankbarkeit und die Achtung für die Knochenarbeit bleiben.
     
  49. 20. Minute

    20. Minute Kreisliga

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    So ein bisschen hat der Herr aus Dortmund schon recht. Wenn ich mir die rieisige Brachfläche im Landschaftspark Nord angucke. Ich weiß nicht .... Nu isset ja so, dass in Duisburg - anders als in Dortmund - noch richtig "Ruhrpott-Arbeit" gemacht wird. Insofern ist vieles, was in DO Denkmal ist, hier noch in Funktion.

    Das Betonen des "In-die-Zukunft-Denkens" ist überflüssig. Die Zeiten, da Kohle-und Stahl-Firmen den Arbeitnehmer an die Hand genommen haben und ein Leben lang einen sichereren Arbeitsplatz mit relativ günstiger Wohnung gaben, sind lange vorbei. Zwangsläufig muss heute jeder stärker in die Zukunft gucken.

    Wenn wir das Gute aus der Vergangenheit bewahren (Solidarität, Direktheit, HIlfsbereitschaft z.B.) und in die unruhigere Zukunft retten können, das wäre schon klasse. Dazu brauchen die jungen Leute aber Vorbilder aus dem richtigen Leben.
     
  50. Old Man

    Old Man 3. Liga

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    Für mich eine etwas unglückliche Formulierung, aber bitte, wenn jemand an dieser Stelle kein Blatt vor dem Mund nimmt, soll mir das auch recht sein.

    Fragen wir einfach ganz emotionslos, welche Projekte in Dortmund betrieben werden. Da hätten wir die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA), die PHOENIX Halle, die Kokerei Hansa und das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern. Es wird also eine Menge für die Route der Industriekultur auch in Dortmund getan.

    Das hört sich ein wenig so an, als ob man seine Vergangenheit ausradieren möchte. Zur Identität gehört Vergangenheit, die Wurzeln dazu. Niemand sollte diese verleugnen müssen/wollen? Ich denke, dass ist der falsche Weg. Man sollte auch mit Stolz und Respekt auf Kohle und Stahl blicken und die derzeitig stillgelegten als auch noch produzierenden Anlagen für den Tourismus nutzen. Dies ist auch eine Chance für das Revier. Wer Chancen nicht erkennt, verspielt ganz schnell die Zukunft und hier schließt sich für mich und dem Herrn Kulturdezernenten der Kreis....
     

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