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Dieses Thema im Forum "Testforum" wurde erstellt von Defenders, 8 Juli 2018.

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Wie geht das Spiel am SA aus

  1. Sieg MSV

    4 Stimme(n)
    66.7%
  2. Unentschieden

    1 Stimme(n)
    16.7%
  3. Sieg VfL

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  1. Defenders

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    Zuletzt bearbeitet: 4 November 2018
  2. Defenders

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    Zuletzt bearbeitet: 16 November 2018
  3. Defenders

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    ''Abschütteln, weitermachen...ganz einfach...natürlich sind wir kurz enttäuscht, aber ich glaube das sowas auch zusammenschweißt...noch mehr zusammenschweißt...wenn du solche Momente erlebst...(...)...abschütteln, weitermachen, Mentalität entwickeln...(...)...nach vorne schauen...jeder weiß worum es geht...das zeigt mir, dass wir mit kleinen Schritten diesen langen Weg optimistisch bestreiten...''

    (Quelle: TL auf der PK nach dem Spiel in Ingolstadt, ab ca. 7:00 Minute, link, Quelle: MSV auf youtube, letzter Zugriff 29.10 2:00).

    Wandeln wir also das Spiel vom Sonntag in etwas positives um und machen den nächsten kleinen Schritt in dieser noch langen Saison. Gerne in die 3. Pokalrunde -->

    eroffnung_bielefeld.png
    2. Runde im DFB Pokal und Teil 1 der Ost-westfälischen Woche: unsere Zebras müssen am Mittwoch auf die Alm zur schwächelnden Arminia aus Bielefeld. Packen wir's an!

    statistiken.jpg

    Direkte Duelle- Immer auf Augenhöhe

    Bisher gab es 43 Begegnungen mit ziemlich ausgeglichener Bilanz: 15 Siege MSV, 15 Unentschieden und 13 Siege Bielefeld (67:59 Tore für den MSV).

    gesamtbilanz.jpg

    In der 2. Bundesliga gab es 18 Begegnungen: 6-5-7 aus Sicht des MSV mit 29:29 Toren. In Bielefeld ist unsere Bilanz 7-7-7 und 33:30 Tore für uns. Im Pokal gab es 3 Begegnungen: 1971 endete das erste Spiel in Bielefeld 1:1 und 11 Tage später setzten wir uns mit 3:1 zu Hause dann durch. 1978 gewannen wir wieder 3:1 zu Hause.

    Unsere Zebras sind mit 1-3-2 und 8:11 Tabellen 12. in der aktuellen Auswärtstabelle der 2. Liga und Bielefeld zu Hause mit 2-1-2 und 11:11 Toren Platz 13 in der Heimtabelle.

    Aus den letzten 5 Spielen kommen beide mit SNNNN (BIE) und UNSNU (MSV). Sprich wir haben 2 Punkte mehr geholt und Bielefeld ist seit 4 Spielen punktlos. Letzter Heimsieg Bielefeld am 1. September am 4. Spieltag gegen Regensburg mit 5:3. Hätte aber locker 4:4 ausgehen können (dazu später mehr).

    Zusammenfassend: Gegen Bielefeld geht immer was für unsere Zebras!

    Geschichte.jpg
    (ausführlichere Fassung zur Geschichte der Arminia vor dem 14. Spieltag am 23.11)

    Bielefeld in den letzten Jahren

    Vor 4 Jahren waren die Bielefelder unser Hauptkonkurrent in der 3. Liga um die direkten Aufstiegsplätze und wurden letztendlich am letzten Spieltag vor uns und Kiel Meister. Im Gegensatz zu uns, verblieben die Bielefelder aber im Folgejahr als absolute Remis Könige mit 8-18-8 und 38:39 Toren im sicheren Mittelfeld der Tabelle und somit in der Zweitklassigkeit.

    Im verflixten 2. Jahr wurde es aber eng! Man hatte 12 Spiele für die ersten 8 Punkte gebraucht. Am vorletzten Spieltag stand man punktgleich mit Relegationsplatz 1860 und nur 2 Punkte vor dem 17. aus Würzburg. Würzburg unterlag allerdings deutlich in Stuttgart und Heidenheim schoss 1860 (in)direkt in die 4. Liga. Das 1:1 der Arminia in Dresden am letzten Spieltag hatte so eigentlich keine Bedeutung. Wichtiger war die Woche zuvor mit der emotionalen Rede des Co-Trainers und dem 6:0 Kantersieg zu Hause gegen die um den Aufstieg mitspielenden Braunschweiger.

    Bielefeld letzte Saison- immer wenn die sich ganz oben hätten etablieren können, dann versagten die Nerven

    Letzte Saison erlebte Bielefeld einen Traumstart mit 3-1-0 und 7:3 Toren! Es wurde geträumt! Aber dann kamen wir und sorgten mit dem 4:0 für den ersten großen Dämpfer bei den Ost-Westfalen.

    Exkurs: Das Hinspiel auf der Alm (4:0 für den MSV)

    Nach unserem 1-1-2 Start und der unglücklichen Heimniederlage in der Schlussphase gegen Darmstadt, war das 4:0 auf der Alm (gegen bis dahin noch ungeschlagene Bielefelder) so etwas wie ein Befreiungsschlag und ein klares Zeichen unserer Auswärtsstärke und des mannschaftlichen Willens.

    Das Ergebnis mag mindestens 1 Tor zu hoch ausgefallen zu sein, aber der Einsatz und Kampf unserer Zebras war einfach klasse: Iljutcenko erkämpfte sich den Ball nach einer verunglückten Rückgabe zum Torwart Ortega und legte auf Stoppelkamp zum 1:0. Souza erkämpfte sich den Ball nach einem hohen und weiten Befreiungsschlag von Nauber in der 2. Halbzeit und tunnelte Ortega frech zum 2:0. Beim 3:0 wollte niemand Souza angreifen und aus ca. 18 Metern halbrechts erhöhte Cauly zum 3:0. Beim 4:0 lief Ex-Zebra und Neu-Wiesbadener Brandstetter alleine auf Ortega zu, legte aber ab auf den besser stehenden King zum Endstand.

    Nach dem Traumstart für die Arminia mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen kamen in den folgenden 14 Partien nur noch 15 dazu. Dabei schienen sich die negativen Leistungen immer dann anzukündigen, wenn die Arminia auf Platz 5 und höher springen konnte. Aus der Rückrunde kamen die Ostwestfalen 1-2-1 an die Wedau.

    Exkurs: Das Rückspiel in Duisburg (2:2)

    Unsere Zebras kamen stark aus der Winterpause mit einem 2:0 Sieg in Bochum, 3:3 gegen Heidenheim und 2:1 in Darmstadt und begrüßten den Tabellen 8. als Tabellen 4. Wir standen hinten sicher, taten uns aber bis zur 28. Minute im letzten Angriffsdrittel schwer. Stoppelkamp scheiterte dann aus spitzem Winkel an Ortegas starker Fußparade und auch Wolze hatte mit seinem tollen Distanzschuss nach Ecke (noch) keinen Erfolg. Iljutcenkos Volley aus 3 Metern sollte das Tor leider auch nicht treffen. In der 39. sollten dann die Gäste nach einem direkten Freistoß mit 1:0 in Führung und die Pause gehen.

    Unsere Zebras kamen mit Schaum vor'm Mund aus der Kabine und nach einer schönen Kombination über Stoppel traf Tashchy aus 18 Metern in's lange Eck. Iljutcenko hatte wieder die Führung auf den Fuß, scheiterte aber wieder am überragenden Ortega. In der 67. wurden wir dann ausgekontert und mussten das unverdiente 1:2 hinnehmen. In der 72. gab es dann Freistoß für uns, den aber Stoppel nur in die Mauer schoss, aber den darauffolgenden Abpraller sollte Kevin mit seinem linken Zauberfuß aus 18 Metern direkt in's lange Eck donnern- was für ein Traumtor! In der Schlussphase hatten die Gäste die besseren Chancen, aber wir standen sicher. Gerechtes Unentschieden.

    Letztendlich beendeten beide die Saison 17/18 mit 48 Punkten - Bielefeld auf Platz 4, wir auf 7.

    saisonrueckblick.jpg

    01. Spieltag: Heidenheim- Bielefeld 1:1, link*.
    02. Spieltag: Bielefeld- Dresden 2:1, link*.
    DFB Pokal 1. Runde: Lok Stendal- Bielefeld 0:5, link**.
    03. Spieltag: HSV- Bielefeld 3:0, link*.
    04. Spieltag: Bielefeld- Regensburg 5:3, link*.

    05. Spieltag: Magdeburg- Bielefeld 0:0, link*.
    06. Spieltag: Bielefeld- Union 1:1, link*.
    07. Spieltag: Darmstadt- Bielefeld 1:2, link*.
    08. Spieltag: Bielefeld- Köln 1:3, link*.
    09. Spieltag: Bochum- Bielefeld 1:0, link*.
    10. Spieltag: Bielefeld- Fürth 2:3, link*.
    11. Spieltag: Aue- Bielefeld 1:0, link*.
    (Quelle: * BILDFussball auf youtube, **SKYSport auf youtube, letzter Zugriff 29.10 2:00).

    So stark war der Kader bei der Arminia auf dem Papier schon lange nicht, allein im Sturm gibt es 4 potentielle Start-11 Kandidaten und die Erwartungen der Fans waren vor der Saison dementsprechend hoch. Allerdings bremsten die Verantwortlichen und verwiesen auf den HSV, Köln, Union und Ingolstadt (!) als Favoriten um die ersten 4 Plätze (Quelle: Kicker Bundesliga Heft 18/19 Seite 188).

    In Heidenheim sollte ein Doppelschlag innerhalb von 2 Minuten kurz vor der Pause für die einzigen 2 Tore in einem zähen und chancenarmen Spiel sorgen und man trennte sich gerecht mit 1:1. Gegen Dynamo Dresden- damals noch unter Neuhaus- gewann man zu Hause glücklich mit 2:1. Innerhalb von 5 Minuten erzielten die Bielefelder 2 Tore und sollten komfortabel in die Halbzeit gehen. Aber die 2. Halbzeit -und vor allem die Schlussphase- gehörte den Sachsen, die beinahe das 2:2 erzielten wenn Ortega nicht mehrmals sensationell gehalten hätte.

    Beim Oberligisten meisterte man die 1. Pokalrunde souverän und setzte sich mit 5:0 gegen den 1. FC Lok Stendal durch.

    Beim HSV am 3. Spieltag bekam man dann die Grenzen aufgezeigt und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Bereits nach 9 Minuten führten die Hamburger und bis zur 75. Minute sollte es nur theoretisch eng bleiben bis der HSV seine Überlegenheit dann aber mit 2 weiteren Toren untermauerte. (Das Spiel hatte ich gesehen, warum hier die Medien so sehr auf der möglichen Roten Karte für den HSV rumreiten ist mir ein Rätsel. Der HSV war 90 Minuten überlegen).

    Gegen Regensburg sollte dann die bisher beste Saisonleistung folgen. Und dabei war sie überhaupt nicht so gut, wie man meinen könnte: Bielefeld und Regensburg entsagten jeglichen taktischen Zwängen und feuerten ein Offensivspektakel ab, bei dem der DSC am Ende der etwas glücklichere-, wenn auch nicht unverdiente Sieger war:

    Adamyan ließ in der 4. Minute abtropfen auf Grüttner, der aus der Drehung per Seitfallzieher aus zehn Metern sein erstes Saisontor erzielte. Bielefeld nach Ecke zum 1:1 durch Börner in der 8. Spielminute. Regensburg offenbarte in der Folgezeit große Abwehrschwächen, die Vogelsammer in der 17. nach Flanke zum 2:1 für Bielefeld ausnutzte. Bielefeld spielte auf das 3:1 und hatte Regensburg eigentlich im Griff; aber George köpfte wie aus dem Nichts eine Adamyan-Flanke zum 2:2 ein.

    Ein Missverständnis sorgte für die erneute Führung des DSC: Prietl spielte eher planlos hoch in den Strafraum. IV Saller wollte zu Pentke zurückköpfen, überraschte aber damit seinen Keeper, so dass der Ball rechts im eigenen Netz landete (28.).

    Es ging in die Halbzeit, aus der die Jahntruppe mit Schaum vor dem Mund herauskam: Adamyan und George kombinierten sich in den Strafraum, den Querpass von Letzterem schoss Grüttner Richtung Tor und setzte dann im 2. Versuch den Ball zum 3:3 in die Maschen!

    Die Oberpfälzer blieben am Drücker, Adamyan blühte am rechten Flügel auf und Grüttner hatte frei vor Ortega die Topchance zum 4:3, scheiterte aber. In der 88. Minute köpfte Klos dann zum 4:3, bevor Weihrauch in der Nachspielzeit zum 5:3 ins leere Tor treffen sollte.

    Hätte also auch Unentschieden ausgehen können.

    In Magdeburg wollte man primär hinten besser stehen, aber das kostete vorne Offensivpower. Ein 0:0 der unterhaltsameren Sorte. Gegen Union fing man stark an, sollte aber den Berlinern das 0:1 nach einem Abwehrfehler auflegen. In der 65. belohnte man sich dann mit dem 1:1 Ausgleich für den mutigen Fussball nach vorne, auch wenn man zuvor etwas Glück mit den Berlinern Kontern hatte.

    In Darmstadt lag man bis zur 90. Minute mit 0:1 zurück und sollte in den folgenden 3 Minuten der Nachspielzeit die Partie sogar noch mit 2:1 gewinnen! Es war der erste Auswärtssieg nach 9 sieglosen Auswärtsspielen und Bielefeld fand sich irgendwie auf Tabellenplatz 4 wieder.

    Es folgten aber 4 Niederlagen gegen bärenstarke Kölner, durchschnittliche- aber effektive Bochumer, sich-nicht-unterkriegen-lassende-Fürther-trotz-0:2 und tapfere Auer.

    Gegen Fürth führte man mit 2:0 nach 35 Minuten, sollte aber in Halbzeit 2 in der Defensive 2x schlafen und in der Schlussphase gegen Blut-riechende Fürther kein Land mehr sehen und mit 2:3 verlieren. Nach einem klaren Foul als letzter Mann hätte Ortega zwischenzeitlich eigentlich vom Platz fliegen müssen.

    In Aue lief eigentlich alles auf ein 0:0 hinaus, bis dann Aue aus dem Nichts zum 1:0 traf und den Bielefeldern nach vorn in den letzten 30 Minuten einfach nichts einfiel. Man unterlag zu recht mit 0:1.

    spieltag.jpg

    Das mag jetzt komisch klingen, aber ich sehe die Arminia keinen deut besser als uns, obwohl da 6 Punkte Abstand auf dem Papier stehen. Lasst mal das Spiel gegen Dresden 2:2 ausgehen und den Schiri in Darmstadt pünktlich abpfeifen und *schwups* sind die nur noch einen Punkt vor uns. Alle Niederlagen waren verdient. Sogar das 5:3 gegen Regensburg war nicht so souverän, wie es das Ergebnis auf den ersten Blick auszusagen scheint. Die Verunsicherung war in Aue deutlich sichtbar und auch hier fressen teilweise Angst Seelen auf.

    Theoretisch hatte man sich gut verstärkt und im Tor hat man in Ortega einen der besten Torhüter der 2. Liga. Hat sich aber gegen Fürth verletzt, so dass Philipp Klewin in Aue ranmusste. Warscheinlich auch gegen uns im Kasten.

    Saibene setzt hinten auf 4er Kette: Auf den Außenpositionen hat man Cedric Brunner (FC Zürich) und Florian Hartherz. Um die 2 IV streiten sich drei: Julian Börner, Brian Behrendt und Stephan Salger. So richtig gefunden hat sich die Abwehr aber nicht.

    Im 4-1-4-1 hat Schütz die 6 für sich, auf außen hat man Roberto Massimo und Keanu Staude. Ein kreativer Offensiver fehlt und erklärt die phasenweise Ideenlosigkeit im Zentrum. Im Angriff ist man dagegen richtig stark besetzt: Andreas Voglsammer, Fabian Klos, Sven Schipplock (aus Hamburg) und Prince Osei Owusu (Hoffenheim) würden wohl überall sonst in der Start-11 stehen. Im Moment ist das eher ein Problem statt Stärke...

    Torgefährlichster Spieler ist Mittelfeldspieler Joan Simun Edmundsson mit 3 Toren (übrigens erster und einziger Torschütze in der 2. Liga von Färöer kommend) aus 11 Spielen. Es folgen Fabian Klos und Andreas Voglsammer mit 2 Toren.

    Trainer Jeff Saibene kam vom Schweizer Erstligisten Thun und ist seit März 2017 im Amt. Bemerkenswert ist sein Zitat nach dem 2:3 gegen Fürth:

    ''Es ist mir ein Rätsel'' (auf die Frage, warum es im Moment nicht läuft).
    (Quelle Westline.de, link, letzter Zugriff 29.10 2:00).

    Ne, lieber Jeff, das ist 2. Liga, wo alle gleich (schlecht/gut) sind und sich ein Formhoch mit dem nächsten Formtief regelmäßig abwechselt und am Ende steigt der auf, der etwas mehr Hoch hatte mit einem gesunden Kader und derjenige ab, dessen Tiefs zu viele oder zu lange waren...

    Wie dem auch sei, es wird ein 4-4-2 mit Doppel 6 gegen uns:



    Unsere Zebras

    Wir haben uns bisher vor keinem versteckt, niemand hat uns dominiert und wir könnten auch da stehen wo Bielefeld jetzt in der Tabelle steht (wenn etwas mehr Matchglück und nicht 6x be****** von den Schiris).

    Die Bielefelder straucheln seit mindestens 4 Spielen durch die Liga und offenbaren ähnliche Schwächen wie wir im Spielaufbau. Bei der Pokalauslosung hat man in BIE noch gelacht und gedacht man gewinnt gegen uns im Vorbeigehen- jetzt ist deren Trainer ratlos.

    Bedauerlicherweise sind wir im Moment vom (Verletzungs-)Pech verfolgt und mittlerweile stellt sich alles außer der Sturm von selber auf:



    Cauly hatte ja nur wegen Muskulären Problemen net gespielt, hoffentlich sind die weg bis MI. Cauly hatte die Arminia im Hinspiel letzte Saison schwindelig gespielt und 2x getroffen. Stoppel sah bei der Auswechslung angeschlagen aus, könnte auf Engin hinauslaufen auf links.

    Ansonsten gilt was TL oben im Vorwort gesagt hat.

    Ergo:
    Zusammenhalten! Zusammen kämpfen! Dann schlägt das Pendel auch wieder in unsere Richtung. Muss es ja mal irgendwann.

    Nach 7 Jahren Wartezeit, kommen wir endlich wieder in Runde 3!
    (Schön wird dat aber net...)

    anz wichtiger Sieg für's Selbstvertrauen und erste Saisontore für Verhoek und Schnellhardt!

    (Man hat dem DSC aber auch die 4 verlorenen Spiele in Folge angemerkt und wir selber wissen was das mit einem anrichtet. Keiner traut sich mal den Ball auf's Tor zu bringen, in's Dribbling zu gehen, nur Lang und Hoch, Latte Pfosten etc.).

    Bielefeld aus dem Spiel heraus ideenlos und harmlos. Die zahlreichen Standards haben wir gut verteidigt.

    Klasse Freistoß von Engin (!) und verdiente 1:0 Führung.

    Eigentlich muss es nach der 4 gegen 1 Konterchance nach Eckball schon früher 2:0 für die Zebras heißen. Gut, dass wir den verdienten 2 Tore Vorsprung dann durch die schönste Kombination der bisherigen Saison durch Schnellhardt (mit Rechts!) hergestellt haben.

    Das 3:0 dann auch schön herausgespielt, aber Bielefeld in der Abwehr auch nicht mehr konkurrenzfähig und der Reporter spricht sogar von ''...Klassenunterschied...''.

    2.Halbzeit Mese mit ein paar starken Aktionen (Dustin?!)
    Tashchy viel Selbstvertrauen geholt und Stoppel Spielpraxis. Alles Gut.

    Diesen Sieg hat sich die Mannschaft verdient- und hart in den letzten Wochen erarbeitet.

    Kurz freuen und dann geht's auch wieder weiter. Langer Weg.
     
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    Nach dem Revierderbysieg in Bochum geht es direkt weiter -->

    Zum 3. Spieltag der Rückrunde und ersten Heimspiel in 2018 empfangen unsere Zebras am Samstag um 13:00 Uhr den 1. FC Heidenheim 1846 und Marc Schnatterer.


    Direkte Duelle- zu Hause bisher noch Sieglos gegen Heidenheim (HDH)

    Es wird das 6. direkte Duell der beiden Mannschaften sein. An das erste am 20.07.2013 kann ich mich noch gut erinnern: wir hatten gerade den Zwangsabstieg hinter uns und noch wenige Tage vor dem 1. Spieltag in der 3. Liga keine komplette Mannschaft. Unsere Jungs hielten unter Karsten Baumann und vor 18.000 Zuschauern (50 aus Heidenheim) lange gut mit, aber wir verloren 0:1. Im Rückspiel traf der King in der Nachspielzeit zum 2:2 Endstand, nachdem Patrick Zoundi die gegentorlose 685 Minuten Serie der Heidenheimer mit seinem zwischenzeitlichen 1:0 beendete. In der zweiten Liga vor 2 Jahren gab es leider nichts für uns zu holen. Im Hinspiel in Heidenheim verloren wir in der 83. Minute nach Jokertor 0:1 und im Rückspiel verloren wir in der MSV Arena 0:2. Griesbeck aus ca. 35 Metern in den Winkel...

    Diese Saison dann endlich der erste Sieg gegen Heidenheim: nach 60 von Defensivfussball geprägten Minuten, zweier zu diesem Zeitpunkt noch siegloser Mannschaften, gab es 3 Tore innerhalb von 10 Minuten und mehrere Fehlentscheidungen der Schiedsrichter:

    Nach einer scharfen Hereingabe von links prallt der Ball unglücklich von Wolze zum im Abseits stehenden Glatzel und dieser vollendet zum 1:0. Kurz danach bekommt Nauber den Ball an die Hand geschossen und es hätte Elfmeter geben und 2:0 stehen können. Aber Stoppelkamp und Tashchy drehten das Spiel und wir holten den ersten (Auswärts-) Sieg der Saison.

    Somit steht die Bilanz in der 2. Liga bei: 1 Sieg MSV, 0 Unentschieden und 2 Siege Heidenheim bei 2:4 Toren aus unserer Sicht und insgesamt 1 Sieg MSV, 1 Unentschieden und 3 Siege Heidenheim bei 4:7 Toren.

    In den Spielen geht es zuweilen recht ruppig zu: in den 5 Spielen gab es insgesamt 24 gelbe Karten (13 MSV, 11 HDH) und eine Rote Karte für uns.

    Unsere Heimbilanz gegen HDH steht bei 0-0-2 und 0:3 Tore.


    Statistiken zum Spiel
    (Braunschweig Spiel wurde berücksichtigt und Statistiken upgedated)

    Platz 5 trifft auf 10.
    MSV hat 29 Punkte und HDH 25.
    8-5-6 trifft auf 7-4-8.
    27:26 Tore MSV und 27:33 HDH.
    HDH ist mit 2-3-4 und 8:13 Toren auswärts im unteren Tabellendrittel.
    Der MSV ist mit 3-3-3 und 12:13 mittlerweile Durchschnitt in der Heimtabelle.

    Wir sind aber seit 5 Heimspielen in Folge unbesiegt und gehören mit 3-2-0 und 8-1 Tore zu den heimstärksten Mannschaften der letzten Spieltage (0:0 Braunschweig, 1:1 Union, 3:0 Aue, 2:0 Fürth, 2:0 Dresden).

    Heidenheim kommt aus den letzten 5 Auswärtsspielen mit 1-2-2 und 5:8 Tore. Darunter ein sensationelles 2:2 in Düsseldorf in dem die Heidenheimer tolle Moral bewiesen (nach 0:1 erkämpften sich die Heidenheimer in der 83 das verdiente 1:1, nur um in der 91. einen unberechtigten Elfmeter gegen sich gepfiffen zu bekommen und in der 93. selbst mit einem zweifelhaften Elfmeter den verdienten Punkt (zurück)zu holen). In Sandhausen gewann man 2:1, verpasste es aber in Aue (1:1) und in Fürth (0:1) Abstand zu den Abstiegsrängen herzustellen. In Ingolstadt war man mit 0:3 Chancenlos.

    Kurze Geschichte Heidenheim

    1846 als Gründungsjahr auf'm Logo ist ja mal 'ne Hausnummer...älter auf dem Papier als unser Gegner vom Dienstag...

    Erklärt sich allerdings dadurch, dass der Heidenheimer Sportbund e.V. 1846 gegründet wurde und sich die Fussballabteilung 2007 von dieser rückwirkend abspaltete. Zwar gab es in den 1930'ern erfolgreichen Heidenheimer Fussball aber die Geschichte des 1.FC Heidenheim beginnt (zumindest für mich hier) 2007 mit der Oberliga Baden-Württemberg. In den folgenden Jahren gelang der Aufstieg in die Regionalliga und 2009 in die 3. Liga. 2012/13 scheiterte man knapp am Aufstieg in die 2. Liga, trotz 72 Punkten und der besten Saison der Vereinsgeschichte. Am 2014 besiegelte der 1. FC Heidenheim dann am 35. Spieltag der Saison 2013/14 den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga. Platzierungen seitdem in der zweithöchsten Spielklasse: 8. 11. und 6.


    Die Ewigen und Treuen: Frank Schmidt und Marc Schnatterer

    Trainer Frank Schmidt (44) kann seit 2007 in Ruhe in Heidenheim arbeiten (zuvor 4 Jahre Spieler dort und auch in Heidenheim geboren!) und die Mannschaft kontinuierlich wachsen. Auch wenn die Heidenheimer diese Saison unter den Erwartungen blieben und es gegen den Abstieg geht, besteht kein Zweifel das man an Schmidt festhalten wird- ich denke sogar im Falle eines unwarscheinlichen aber möglichen Abstiegs. Die Fans zumindest stehen meistens hinter dem Übungsleiter und dankten Schmidt für 10 Jahre mit einer sehenswerten Choreo beim Auswärtsspiel in Bochum (sollte man mal gegoogelt und gesehen haben). Er ist der dienstälteste Coach im deutschen Profi-Fußball.

    #7 Marc Schnatterer (32) wechselte 2008 von Karlsruhe II nach Heidenheim und ist seitdem eine Institution im Linken Mittelfeld (und eigentlich zu gut für die 2. Liga). Er machte die 3. Liga mit und sorgte mit seinen über 100 Toren für den Verein und tollen Moral wesentlich für den Erfolg der Heidenheimer in den letzten Jahren. Obwohl Angebote von anderen Vereinen bei ihm eingingen, blieb er bescheiden und dem Verein treu. Seit März 2013 hat er kein Ligaspiel mehr verpasst.

    Ich hasse ihn, weil er gegen den MSV immer gefährlich ist und ich immer hohen Puls habe wenn er den Ball hat und zum Dribbling und/oder Schuss kurz vor- oder in unserem 16'er ansetzt...
    Aber das ist schon ein Guter. (Empfehle hier auch das Interview mit 11 Freunde ''Wie Marc Schnatterer zum Heidenheimer Helden wurde'', link, letzter Zugriff 24.01 12:30 Uhr).


    Heidenheim diese Saison- schlechter Saisonstart und löchrige Abwehr

    Letztes Jahr beendeten die Heidenheimer auf einem guten 6. Platz mit 12-10-12 und 43:39 und mancher Experte hatte die Heidenheimer als Geheimtipp im Aufstiegskampf auf dem Zettel, aber...

    Der Saisonstart wurde mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen gründlich in den Sand gesetzt. Auch nach dem Auswärtssieg in Bochum (2:1) am 6. Spieltag konnte keine Trendwende eingeleitet werden, es folgten stattdessen fünf Spiele ohne Sieg in denen HDH satte 13 Gegentore kassierte.

    Durch einen 5:2-Erfolg in Regensburg erreichten die Heidenheimer das Achtelfinale des DFB-Pokals und in der Liga holte das Team aus den folgenden fünf Partien 13 Punkte. Dank dieser Serie überwinterten die Heidenheimer auf Rang 15 und damit auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz.

    Heidenheim stand mal für eine der besten Abwehrreihen der Liga, aktuell steht die Mannschaft jedoch bei 33 Gegentoren. In dieser Kategorie ist der FCH das zweitschlechteste Team der 2. Bundesliga. Wenn die einen guten Tag erwischen (wie beim 4:3 gegen Union) ist das eine richtig gute Truppe aber es fehlt einfach die Konstanz. Und die fangen sich immer mindestens ein Gegentor...

    UPDATE: Heidenheim startet erfolgreich in 2018 mit Heimsieg gegen Braunschweig (2:0)
    Gegen Braunschweig standen die Heidenheimer zunächst tief und pressten kaum. Braunschweig kam in der ersten Halbzeit u.a. aufgrund ihrer Kopfballstärke zu guten Chancen, konnte diese allerdings nicht nutzen.

    Kurz nach dem Seitenwechsel machte HDH richtig Druck und ging in Front: Thomalla verlängerte einen Schnatterer-Freistoß per Kopf und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum überraschenden 1:0. Braunschweig brachte mehr Mann für die Offensive, kam allerdings gegen kompakt-stehenden Heidenheimer zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Und in der Schlussphase entschied Schmidts Elf die Partie: Thomalla flankte von der rechten Seite, in der Mitte nahm Pusch den Ball direkt aus der Luft und vollstreckte zum 2:0 in der 83. Minute. Danach waren die Hessen endgültig geschlagen.

    Voraussichtliche Aufstellung gegen uns:

    Erstmal die 0 halten und hinten sicher stehen- das wird das primäre Ziel der Heidenheimer gegen uns sein. Erwarte sie im 4-4-2 und Doppel 6- mit einem die Seiten regelmäßig wechselnden #7 Schnatterer. Gegen Braunschweig hatte er auf rechts begonnen.

    -------------#15Verhoek-------#11Thomalla-------------
    #35Lankford-#5Wittek-#27Pusch---#7Schnatterer(C)
    #28Feick---#30Theuerkauf---#23Kraus------#29Strauß
    -----------------------#1Müller(TW)------------------------

    Schwach war HDH in der Vorrunde vor allem im Kopfballspiel und bei ruhenden Bällen. Andererseits sind ihre eigenen Freistöße und Ecken dank #7Schnatterer sehr gefährlich und HDH wird regelmäßig versuchen Standards herauszuspielen. 6 der insgesamt 27 Tore hat #7Schnatterer geschossen (9 Tore vorbereitet), es folgen Stürmer #15Verhoek mit 5 und Stürmer#9 Glatzel mit 4 Treffern (einer davon im Hinspiel). #27Pusch kennen wir ja noch aus Regensburg letztes Jahr, als er als zentraler Ballverteiler im Mittelfeld immer wieder den gefährlichen Steilpass brachte und unsere Abwehr schwindelig dribbelte.

    Aber alles steht und fällt mit der Nummer #7 bei Heidenheim. Bekommen wir den unter Kontrolle, gehen wir mit mindestens 1 Punkt vom Platz...aber das wussten wir auch vorher schon.

    Unsere Zebras- die Aufstellung

    Engin von Anfang an gegen den VfL für Souza zu sehen hat mich zunächst überrascht, aber im Laufe des Spiels war ich sehr angetan von der Leistung unserer #26 und ich denke er hat es verdient auch gegen Heidenheim von Beginn an aufzulaufen. Souza auf der Bank...was für ein Luxus! Wenn man den gegen eine müde Defensive ab der 60. bringen kann...

    -------------------------#1Flekken(TW)----------------------
    #3Hajri------#4Bomheuer-----#6Nauber----#17Wolze(C)
    #26Engin-#23Schnellhardt-#16Fröde---#33Stoppelkamp
    ------------------#11Iljutcenko-----#24Tashchy------------


    Mein Tipp

    Es wird Zeit für den ersten Heimsieg gegen Heidenheim!
    Flekkens Kasten bleibt wieder sauber, wir gewinnen mit 2:0 und bleiben im 6. Heimspiel in Folge unbesiegt!

    Das war so ein Spiel, wo du schon nach wenigen Minuten ein schlechtes Gefühl hast. Wir waren nicht richtig da, verloren schnell die Bälle und holten sie zu selten wieder zurück. Heidenheim presste recht früh und suchte die Offensive. Gerade das Mittelfeldzentrum da für mich entscheidend, deren Doppel-6 viel besser in den Zweikämpfen und ruhiger im Passspiel als Schnelli/Fröde. Dem 0:1 geht dann eine Fehlerkette voraus: Schnellhardt unbedrängt mit dem Fehlpass, Hajri hebt das Abseits auf, Bomheuer reklamiert statt Glatzel zu bearbeiten, keiner bei Thiel - zack 0:1. Absolut folgerichtig dieses Tor und zum Glück fing sich die Truppe danach etwas. Der Umgang mit Rückständen ist bei uns ja so eine Sache, siehe Fottuna oder Regensburg. Mir gefiel, dass man entgegen der genannten Spiele nicht sofort mit aller Macht nach vorne drängte, sondern erstmal etwas Sicherheit in die eigenen Aktionen brachte und sich dann langsam vorarbeitete. Die rechte Offensivseite dabei auffälliger, Stoppel wenig ins Spiel eingebunden. Der Elfer dann durch die erste gut rausgespielte Strafraumszene, Wolze eiskalt. Danach lief das Spiel ähnlich weiter, doch die Defensive einfach unglücklich in dieser ersten Halbzeit. Beim 1:2 geht Hajri nicht richtig hin (vorher schon übermotiviert und unnötig gelb abgeholt) und Wolze lässt Schnatterer schießen - der kann das leider...
    Dennoch, wie nach dem 0:1 keine Panik, sondern Geduld und Spielkontrolle gefragt. Die Jungs wirft so schnell nichts um, das wurde heute deutlich. Dann Schlüsselszene 1 in diesem Spiel. Engin über Tashchy auf Ilju, Riesenchance pariert. Im Gegenzug der Konter und Bomheuers Lapsus. Tiefpunkt einer gebrauchten Halbzeit, Heidenheim so kaltschnäuzig und effektiv wie wir in Bochum.

    Meine Hoffnung für Halbzeit 2 (die Shoutbox ist mein Zeuge): Irgendwie früh treffen, dann geduldig bleiben und irgendwann zum Ausgleich zuschlagen. Und so begann Halbzeit 2 mit Schlüsselszene 2: Unsere offensiv eingestellt, die Heidi setzt direkt den ersten Konter, Riesenchance für Thomalla erst durch Wolze verursacht und dann durch selbigen vereitelt. Im Gegenzug zieht Wolze ab und trifft zum 2:3. Perfekter Start. Plötzlich gar keine riesige Aufholjagd mehr nötig, sondern "nur" ein Tor in 40 Minuten. Und die Mischung aus Offensive und Konterverhinderung stimmte. Der MSV klar Herr im Haus, plötzlich mit einem derart präsenten zentralen Mittelfeld aus Zweikampfmonster Fröde und Ballverteiler Schnellhardt. Dazu Engin und Hajri über rechts sowie der verkappte Linksaußen Wolze mit dem eher blassen Stoppelkamp.
    Heidenheim bekam naturgemäß mehr Räume, aber auch nicht zu viele. Unsere verteidigten gelegentliche Gegenstöße clever und legten dann gleich wieder den Vorwärtsgang ein. Tashchys frühe Herausnahme für mich einerseits überraschend, andererseits war es auch nicht sein Spiel. Der King in der Luft schwach, am Boden aber mit einigen Ballbehauptungen und -verlagerungen.
    Der Aufwand wurde belohnt, feiner Spielzug und die Joker dürfen sich in die Scorerliste eintragen. Schön, dass wir mittlerweile jemanden wie Souza auch mal von der Bank reinwerfen können.
    Nach dem 2:2 auch bemerkenswert, King holt direkt das Leder aus dem Netz und jubelt gar nicht groß. Da spürte man die Geilheit auf den Sieg. Ich muss sagen, ich war sehr zufrieden mit dem Resultat und war dann bei Abpfiff eher froh, dass wir nicht mit einem kopflosen Anrennen auf das 4:3 noch Konter zuließen. Ein gefühlter Sieg war es ohnehin, denn mit so einer verkorksten ersten Hälfte punktest du nicht unbedingt in dieser Liga. Wichtig nicht nur der eine Punkt für uns, sondern auch die gewahrte Distanz von vier Punkten auf die Heidi. Dazu bleiben wir ungeschlagen und die Jungs haben wieder eine wichtige Erfahrung gemacht: Auch nach zwei Toren Rückstand geht noch was, wenn du es clever und mit Geduld nach vorne versuchst. :jokes66:

    Wünsche allen ein schönes Wochenende! :)

    Edit: Der Platz ist echt ne Katastrophe, der wurde doch gefühlt gerade erst neu verlegt. Das ist schon sehr bitter für unsere technisch feinen Kicker...
     
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    Am 2. Spieltag begrüßen unsere Zebras den VfL Bochum zum ersten Heimspiel der Saison 2018/2019. Anstoß des Revierderbys ist Samstag um 13:00 Uhr.

    Statistiken.jpg

    Es wird der 51. Direktvergleich der beiden Ruhrpott-Traditionsvereine sein mit:

    14 Siege MSV, 18 Unentschieden und 18 Siege Bochum; 56:45 Tore für den VfL. In den 2. Liga Begegnungen führt der VfL deutlich(er) mit 6-5-3 und 17:10 Toren.

    Bilanz_vfl.jpg

    Das letzte mal in der Bundesliga trafen sich beide vor 10 Jahren 2008 (1:1 in Bochum und 0:2 gewann der VfL bei uns). In der 3 Liga trafen beide nie aufeinander.

    Unsere Gesamt-Heimbilanz gegen den VfL ist 8-9-5 mit 20:18 Toren.
    Heimbilanz in der 2. Bundesliga ist 1-4-2 mit 3:4 Toren (dabei 3x 0:0).
    Letzter Heimsieg gegen den VfL 2012 mit 2:1 und letzte Heimniederlage 2010 mit 0:1

    Geschichte.jpg

    Der VfL Saisonrückblick 2017/18: Vom selbsternannten Aufsteiger zum Abstiegskandidaten, mit reellen Chancen auf den Aufstieg, unter dem 4. Trainer der Saison und Heilsbringer Robin Dutt.

    2016/17 konnte Bochum sich erst am 31. Spieltag vom Abstiegskampf verabschieden und auswärts hatte man nur 3 Spiele gewonnen. Nichtsdestotrotz wurde von den Verantwortlichen vor der letzten Saison klar das Ziel ''Aufstieg'' kommuniziert und man klebte ''Punktelieferant'' auf die Bank der Gäste um den Anspruch symbolisch weiter zu untermauern.

    Kurz vor Saisonstart hatte man sich von Alpha Tierchen Trainer Verbeek getrennt und den Pokalschreck und ''Kumpeltyp'' Atalan aus Lotte verpflichtet. Die Euphorie im- und um den Verein wurde direkt am 1. Spieltag vor fast ausverkauftem Haus und einem 0:1 gegen St. Pauli erstmal gebremst bevor es dann zu uns nach Duisburg ging:

    Das Hinspiel 1:1 in Duisburg

    Fröde sah gegen Dresden Gelb-Rot und deswegen liefen wir mit Hajri als ZDM gegen den VfL auf. Nach einer hohen Bomheuer- Flanke auf Brandstetter legte dieser mit Kopf ab und Tashchy schoss mit feinem Außenrist aus über 20 Metern zum 1:0 ein. Nach der Pause waren wir unkonzentriert und kassierten nach Ballverlust im Zentrum beim Aufbauspiel das 1:1 durch Bandowski.

    Unter'm Strich ein gerechtes Unentschieden.

    Der VfL zwischen Spieltag 3 und 19: ''Brot kann schimmeln, ihr könnt nichts!''

    Nach nur 91 Tagen, 3-1-5 und einer katastrophalen Leistung beim 0:3 in Kiel (u.a mit einem Torwart, der einen Rückpass ins eigene Tor zum 0:1 lenkte...) war Schluss für den ''Kumpeltyp'' Atalan.

    Darüber hinaus wurde auch Kapitän, Bochumer und Publikumsliebling Felix Bastians wegen u.a. einer verbalen Entgleisung gegenüber den Verantwortlichen (''...Brot kann schimmeln, ihr könnt nix!'') für einige Wochen suspendiert und letztendlich nach China verkauft.

    Die Initiative „Rettet den VfL“ forderte eine außerordentliche Mitgliederversammlung und die Ablösung des Aufsichtsrats-Chefs. Sportvorstand Christian Hochstätter stand von Seiten der Fans auch gehörig unter Druck: Er installierte u.a. seinen Sohn als Praktikanten der als zwischenzeitlicher Teammanager nicht verhinderte das der VfL zum Spiel in Nürnberg per Regionalexpress fahren musste und Bastians trotz Laktoseintoleranz Nudeln mit Butter serviert bekam und für das Spiel ausfiel. Vom anschließenden Treffen mit Hochstätter und dem Betreuerteam stammt das Zitat von Bastians oben.

    Am 7. Oktober wurde die Ausgliederung der Profiabteilung gegen den Protest zahlreicher Fans beschlossen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum die Ultras boykottieren und der lautstarke Support seitdem etwas leidet.

    Anfang Dezember 2017 gab der Verein bekannt, dass Jens Rasiejewski bis 2019 im Traineramt bleibt. Was normalerweise Ruhe verschaffen sollte, entpuppt sich als Schlag ins Gesicht einiger Fans, die Sportvorstand Hochstätter vorwarfen, auf einer wichtigen Position einen engen Freund zu installieren.

    Die Mannschaft enttäuschte zu diesem Zeitpunkt regelmäßig auf dem Feld und man rutschte zwischenzeitlich auf den Relegationsplatz. Der Zugang von Sidney Sam hatte (zunächst!) nichts gebracht, die Ultras boykottierten wie o.g. die Spiele und zogen zwischenzeitlich auf die Westtribüne, kurz vor Heiligabend verkündeten 2 Aufsichtsratsmitglieder ihren Rücktritt, Kapitän vs. Sportdirektor, Fans vs. Sportdirektor...

    Auf dem Papier hatte der VfL auf jeden Fall eine Mannschaft, die um den Aufstieg hätte mitspielen können, allerdings demontierte man sich lieber selbst.

    Im neuen Jahr 2018 sollte es zunächst nicht besser werden:

    Obwohl das Reiseziel seit mehreren Monaten fest stand, kam es nur zu einem Testspiel auf Malle und das musste auch noch abgebrochen werden. Der ursprüngliche Rasenplatz war in zu schlechtem Zustand und man musste ins 30km entfernte Stadion ausweichen.

    Am 19. Spieltag kamen unsere Zebras in's Ruhrstadion.

    Rückspiel: VfL- MSV 0:2

    1999 holten wir das letzte mal 3 Punkte ''anner Castroper''. Der VfL startete sehr gut in's Spiel und kam immer wieder gefährlich vor und in unseren 16'er, allerdings vergaben die Bochumer ihre Chancen teilweise kläglich.

    Zwischen der 25. und 30. Minute flaute die Bochumer Dominanz ab und unsere Zebras kamen ihrerseits zu guten Chancen: Iljutcenko verpasste nach Hajri-Flanke nur knapp, Tashchy prüfte Dornebusch mit einem Kopfball.

    Kurz vor der Pause ging der MSV mit einem Doppelschlag in Führung: Erst schloss Iljutcutcenko einen Konter mustergültig nach Vorarbeit von Engin ab und traf aus 16 Metern sehenswert zum 1:0 in den Winkel. Dann verwandelte Wolze einen berechtigten Strafstoß und traf mit dem Pausenpfiff zum 2:0 (45.+1).

    In der 2. Halbzeit hatte der King noch die Chance zum 3:0 aber der VfL schaffte es einfach nicht im letzten Spielfeld-Drittel gegen unsere gut stehenden Zebras zu Abschlüssen zu kommen. Es blieb beim verdienten 2:0.

    Der VfL von der Last Hochstädters befreit mit Chancen auf den Aufstieg unter Robin Dutt

    Die folgenden Spiele gegen Bielefeld und Dresden wurden auch noch verloren und man trennte sich sowohl von Hochstädter als auch dem 3. Trainer-Missverständnis der Saison Jens Rasiejewski. Mit Robin Dutt sollte aber die Wende zum Guten kommen.

    Mit einem Punktedurchschnitt von 1,83 (Meister Düsseldorf hatte 1,85) und keiner Heimniederlage führte Dutt die Bochumer von der Abstiegsregion in den Aufstiegskampf.
    Nach dem 2:1 in Düsseldorf am 29. Spieltag war man plötzlich wenige Punkte hinter dem Relegationsplatz, sollte aber nach dem 1:1 in Fürth und 1:3 in Berlin nicht mehr rankommen.

    Nichtsdestotrotz war der VfL die beste Mannschaft zwischen Spieltag 20 und 34 und landete Punktgleich mit uns auf dem 6. Tabellenplatz.

    spieltag.jpg

    Rechtsverteidiger Celozzi (95 Erstliga Spiele), Innenverteidiger Hoogland, VfL Urgestein Patrick Fabian, dribbelstarker Brasilianer Soares auf Links, Neuzugang von H96 Mittelfeldspieler Sebastian Maier, WM Fahrer Robbie Kruse, der gefährliche ST Hinterseer, Losilla, Sydney Sam... auch dieses Jahr hat der VfL auf dem Papier einen Top 5 Kader.

    Wenn man sich nicht selbst wieder so sehr im Weg steht wie letztes Jahr, dann kann der VfL eine ganz große Überraschung diese Saison werden. Man scheint auch aus der Vergangenheit gelernt zu haben und gibt sich bescheiden was das Saisonziel angeht.

    Rückblick VfL Bochum- 1.FC Köln 0:2

    Bis zum Eigentor vom Leitsch kurz vor der Pause, war der VfL die bessere Mannschaft und vor allem Kruse und Soares setzten die Kölner Abwehr mit guten Dribblings unter Druck. Kölns Timo Horn kam zu mehreren Gelegenheiten sich auszuzeichnen und auch die Latte musste retten.

    Nach einem Missverständnis zwischen dem jungen Talent IV Leitsch und TW Riemann landete eine harmlose Hereingabe kurz vor der Pause im Bochumer Kasten. Eine sehr glückliche Pausenführung für Köln - auch, weil Schiedsrichter Zwayer dem VfL nach Foul an Danilo einen klaren Elfmeter verweigerte.

    In der 2. Halbzeit wurde der FC dann stärker und kam zu guten Chancen: Leitsch rettete u.a. als letzter Mann und Hoogland auf der Linie. Die Kölner Drangphase belohnte dann Neuzugang Czichos aus Kiel: Einen Aufsetzer von Clemens nach einem Freistoß konnte Riemann noch abwehren, der Abpraller landete jedoch bei Czichosr, der aus kurzer Distanz einschenkte. Das Spiel war gelaufen. Zwar kassierte Köln Gelb-Rot aber der VfL kam zu keinen nennenswerten Chancen mehr.

    Aufstellung VfL gegen den FC



    Der wichtige Hannover Neuzugang und Mittelfeldregisseur #7Maier fehlte gegen Köln, ich denke er wird gegen uns wieder fit und ersetzt #27 Pantovic im ZOM. IV #19Patrick Fabian wird Leitsch ersetzen. TW Riemann ist nicht der sicherste Rückhalt und wurde letzte Saison zwischenzeitlich durch Dornebusch ersetzt (stand auch gegen uns beim 2:0 zwischen den Pfosten). Not hat sich aber wieder gegen Elend durchgesetzt und der eine oder andere Distanzschuss sollte sich lohnen. Ruhig mal draufhauen.

    Unsere Zebras

    Die obligatorische Niederlage in der 2. Liga am ersten Spieltag ist abgearbeitet, jetzt heißt es volle Konzentration auf die Heimpremiere gegen Bochum!

    IG ist seit über 1.000 Tagen Trainer bei uns. Also gibt es eigentlich nicht viel, was einen überraschen sollte. Bei der Taktik am Samstag gehe ich also davon aus, was mich weniger überraschen würde:

    Und beim 1. Heimspiel vor Duisburger Heimpublikum würden mich 3 IV doch sehr überraschen. Gern kann man die taktische Variante mit 5-3-2 bzw. 3-5-2 auswärts (weiter) entwickeln. Aber doch bitte nicht zu Hause! Da möchten wir schon gerne das eine oder andere Dribbling von Souza sehen! Oder den schnellen Gyau auf außen. Ruhig mal die ganze Breite des Kaders nutzen. Z.B. auch Regäsel für Wiegel. Würde sich langfristig auszahlen.



    Mein Tipp

    Der VfL hat letzte Saison unter seinen Möglichkeiten gespielt und gehört auf dem Papier zu den Top 5 Mannschaften der 2. Liga. Auch wenn man Köln phasenweise an die Wand gespielt hat, so blieb doch die Abschlussschwäche (37 Tore letzte Saison! Nur 2 Vereine hatten weniger!). Diese werden die Bochumer auch beim Spiel gegen uns aus der letzten Saison mitnehmen und wir gewinnen 2:0.

    (Bitte lasst uns nicht wieder 6 Monate auf einen Heimsieg warten wie 17/18 ;)).

    So geht es weiter:
    Es geht am 18.08 um 15:30 Uhr in Dassendorf im DFB Pokal weiter. Eröffnung am DI.

    (Bildquelle: Hintergrund Abbildung 1 eigene Aufnahme, Logos aus Wikipedia und bisschen Photoshop; Aufstellungen von meinaufstellung.de, letzter Zugriff 7.August 0:05 Uhr).

    Bild (1).jpeg GESCHICHTE_template.jpg GESHCICHTe.jpg saisonrueckblick.jpg spieltag.jpg ststisitk.jpg Titelbild_VfL_endversion.png
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Januar 2019
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    (Abb. 1: Quelle: eigene Aufnahme).
    ''...um was es mir geht (...) wir haben 'ne Rückrunde vor uns, die mit Sicherheit nicht einfach wird...aber eins ist auch klar und Fakt: wenn dieser Kreis- inklusive der Fans- und wir zusammen Jungs, es schaffen diesen Kreis sehr eng zu halten und als Team durch die Rückrunde zu gehen, dann werden wir unser Ziel schaffen(...)''
    (Quelle: TL Ansprache zur Mannschaft im Trainingslager, 15. Januar, Quelle MSV auf twitter).
    2018 ist Vergangenheit und mit dem Spiel in Bochum (BO) startet die Rückrunde 2019 mit einem dicken Brocken auf unserem langen Weg zum Klassenerhalt. Gehen wir's also im engen Kreis gemeinsam an!

    ststisitk.jpg

    Es wird der 52. Direktvergleich* der beiden Ruhrpott-Traditionsvereine sein mit:


    14 Siege MSV, 18 Unentschieden und 19 Siege Bochum; 58:45 Tore für den VfL. In den 2. Liga Begegnungen führt der VfL deutlich(er) mit 7-5-3 und 19:10 Toren.

    Bilanz_VFL_BO.jpg
    (*Quelle: Kicker Direktvergleich, beim Heimspiel in der Vorrunde waren andere Zahlen an der Leinwand zu sehen, ich nutze aber die vom Kicker, link, letzter Zugriff 20.1 16:10)
    Letzter Auswärtssieg beim VfL letzte Saison mit 2:0 und letzte Niederlage in Bochum 2015 mit 0:3.

    Es trifft:

    Platz 8 auf 16.
    27 Punkte mit 7-6-5 und 28:23 auf 13 Punkte, 3-4-11 und 16:33 Tore.
    Heimtabellen 6. mit 5-1-3 und 15:10 gegen Platz 13 der Auswärtstabelle mit 2-4-3 und 10:15 Toren.
    Der VfL hat den 7. stärksten Sturm der Liga und die 6. stärkste Abwehr mit 7x zu 0.
    Form der letzten 5 Spiele: SUNNS gegen SNNNN.

    GESHCICHTe.jpg

    Der ''Verein für Leibesübungen'' entstand auf Anordnung des nationalsozialistischen Fachamtes für Fussball 1938 aus 3 Vereinen: Turnverein Bochum 1848, Germania 06 und TuS Bochum. Man übernahm auf dem Logo das Jahresdatum der Turner von 1848 und eine seperate Fussballabteilung gibt es seit 1949.

    Erst mit dem Aufstieg 1953 in die Oberliga West tauchte der Verein überregional auf der Fussballlandkarte auf, konnte sich aber erst 1971 mit dem Aufstieg in die Bundesliga deutschlandweit etablieren. Dort blieb man dann 22 Jahre im unteren Tabellendrittel. Zwischen 1993 und 1997 pendelte der Verein dann zwischen der ersten und zweiten Liga hin- und her und sollte danach seine goldenen (europäischen) Jahre erleben:

    Klaus Toppmöller, Dariusz Wosz, Peter Közle, Thomas Stickroth, Uwe Gospodarek oder Abwehrspieler Torsten Kracht- das waren die Helden die Ajax Amsterdam IN Amsterdam 2:0 besiegten (im Rückspiel im UEFA Cup Achtelfinale dann aber scheiterten).

    Ab 1999 war man dann wieder Fahrstuhlmannschaft, auch wenn man es 2004 zwischenzeitlich vor :kacke: und Dortmund auf den 5. Tabellenplatz der Bundesliga schaffte. Seit 2010 heißt es für den VfL dauerhaft 2. Bundesliga und geriet sogar in Abstiegsgefahr zur 3. Liga. Wie letzte Saison, als man eigentlich mit einem Top 5 Kader angetreten war, aber vereinsinterne Streitigkeiten auf den Rasen übergriffen:


    Exkurs: der VfL letzte Saison

    Kurz vor Saisonstart hatte man sich von Alpha Tierchen Trainer Verbeek getrennt und den Pokalschreck und ''Kumpeltyp'' Atalan aus Lotte verpflichtet. Die Euphorie hielt nicht lange: Nach nur 91 Tagen, 3-1-5 und einer katastrophalen Leistung beim 0:3 in Kiel (u.a mit einem Torwart, der einen Rückpass ins eigene Tor zum 0:1 lenkte...) war Schluss für den ''Kumpeltyp''.

    Darüber hinaus wurde auch Kapitän, Bochumer und Publikumsliebling Felix Bastians wegen u.a. einer verbalen Entgleisung gegenüber den Verantwortlichen für einige Wochen suspendiert und letztendlich nach China verkauft.

    Am 7. Oktober 2018 wurde die Ausgliederung der Profiabteilung gegen den Protest zahlreicher Fans beschlossen. Anfang Dezember gab der Verein bekannt, dass Jens Rasiejewski bis 2019 im Traineramt bleiben würde. Was normalerweise Ruhe verschaffen sollte, entpuppte sich als Schlag ins Gesicht einiger Fans, die Sportvorstand Hochstätter vorwarfen, auf einer so wichtigen Position einen engen Freund zu installieren.

    Die Mannschaft enttäuschte regelmäßig auf dem Feld, die Ultras boykottierten und zogen zwischenzeitlich auf die Westtribüne, kurz vor Heiligabend verkünden 2 Aufsichtsratsmitglieder ihren Rücktritt, Kapitän vs. Sportdirektor, Fans vs. Sportdirektor...
    Katastrophales Winter-Trainingslager...und dann kamen wir!

    Exkurs: MSV in Bochum letzte Saison 2:0

    Es war ein Duell auf Augenhöhe, bei dem der VfL zwar die besseren Chancen aber in den entscheidenden Momenten nicht die nötige Entschlossenheit und Qualität hatte. Unsere Zebras spielten geduldig und setzten immer wieder Nadelstiche.

    Bild (1).jpeg

    (Abb. 2: Zahlreiche und lautstarke Unterstützung letzte Saison in Bochum, Quelle: eigene Aufnahme)
    Kurz vor der Pause ging der MSV mit einem Doppelschlag in Führung: Erst schloss Iljutcutcenko einen Konter mustergültig nach Vorarbeit von Engin ab und traf aus 16 Metern sehenswert zum 1:0 in den Winkel. Dann verwandelte Wolze einen berechtigten Strafstoß und traf mit dem Pausenpfiff zum 2:0 (45.+1).

    In der 2. Halbzeit hatte der King noch die Chance zum 3:0 aber der VfL schaffte es einfach nicht im letzten Spielfeld-Drittel gegen unsere gut stehenden Zebras zu Abschlüssen zu kommen. Es blieb beim verdienten 2:0.

    Der VfL von der Last Hochstädters befreit mit Chancen auf den Aufstieg unter Robin Dutt

    Die folgenden Spiele gegen Bielefeld und Dresden wurden aus Bochumer Sicht auch noch verloren und man trennte sich sowohl von Hochstädter als auch dem 3. Trainer-Missverständnis der Saison: Jens Rasiejewski. Mit Robin Dutt sollte aber die Wende zum Guten kommen.

    Mit einem Punktedurchschnitt von 1,83 (Meister Düsseldorf hatte 1,85) und keiner Heimniederlage führte Dutt die Bochumer von der Abstiegsregion in den Aufstiegskampf.
    Nach dem 2:1 in Düsseldorf am 29. Spieltag war man plötzlich wenige Punkte hinter dem Relegationsplatz, sollte aber nach dem 1:1 in Fürth und 1:3 in Berlin nicht mehr rankommen.

    Nichtsdestotrotz war der VfL die beste Mannschaft zwischen Spieltag 20 und 34 und landete Punktgleich mit uns auf dem 6. Tabellenplatz.

    saisonrueckblick.jpg

    Zwölf Monate später ist die Vereins-Krise beim VfL Geschichte. Der Klub von der Castroper Straße hat plötzlich eine Mannschaft, die als ein aussichtsreicher Mitbewerber im Kampf um Tabellenplatz 3 gehandelt wird. Die Zuversicht im Umfeld hatte durch den 3:2-Auswärtssieg beim 1. FC Köln noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen. Aber der Reihe nach:

    Übersicht Meisterschaftsspiele

    Spieltag 01: Bochum- Köln 0:2, link*
    Spieltag 02: MSV- Bochum 0:2, link*
    Spieltag 03: Bochum- Sandhausen 1:0, link*
    Spieltag 04: Paderborn-Bochum 2:2, link*
    Spieltag 05: Bochum- Ingolstadt 6:0, link*
    Spieltag 06: Kiel- Bochum 1:1, link*
    Spieltag 07: Bochum- Dresden 0:1, link*
    Spieltag 08: Heidenheim- Bochum 3:2, link*
    Spieltag 09: Bochum- Bielefeld 1:0, link*
    Spieltag 10: HSV-Bochum 0:0, link*
    Spieltag 11: Bochum- Regensburg 3:3, link*
    Spieltag 12: Fürth- Bochum 2:2, link*
    Spieltag 13: Bochum- Darmstadt 1:0, link*
    Spieltag 14: Bochum- Aue, 2:1, link*
    Spieltag 15: Magdeburg- Bochum 0:0, link*
    Spieltag 16: Bochum- St.Pauli 1:3, link*
    Spieltag 17: Union-Bochum 2:0, link*
    Spieltag 18: 1.FC Köln- Bochum 2:3, link*

    (*Quelle:

    Abgesehen von der Blamage im DFB Pokal bei Weiche Flensburg, spielt der VfL eine gute Saison. Gegen den FC bei der Heimpremiere war man eigentlich die bessere Mannschaft, brachte sich aber mit einem Eigentor selbst auf die Verliererstraße.

    Beim 2:0 in Duisburg, waren unsere Zebras die aktiviere Manschaft, aber uns fiel im letzten Angriffsdrittel einfach nichts ein. Tashchy bekam keinen Elfmeter, obwohl es einer war, der VfL bekam einen Freistoß, obwohl es keiner war...erster Schuss auf unser Tor... Davari unsicher...0:1 durch Sidney Sam (nach über 8 Jahren ohne Tor in Liga 2), der im späteren Verlauf nach einer Tätlichkeit gegen unseren Kevin vom Platz flog. Wir rennen weiter an...26 ungefährliche Torschüsse...1 Flanke Bochum -->Tor für den VfL...eines von so vielen Spielen letzte Saison, wo nur noch Alkohol als Fan hilft.


    Aber gut, es ist eben eine Stärke der Bochumer geduldig und intelligent große Chancen herauszuarbeiten und diese dann auszunutzen.

    Gegen Union und St. Pauli war man klar die schwächere Mannschaft, aber Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel dominiert man bisher sicher (die knappen Ergebnisse täuschen, man hat hier viele Großchancen liegen lassen) und spielt gegen das mittlere mindestens Unentschieden. Ärgern muss man sich über die verspielten Führungen in Heidenheim und Fürth, das sind die Punkte, die zu Platz 3 fehlen.

    Das 3:2 in Köln (schaut euch mal die Tore an...) würde ich aber nicht überbewerten. Am Ende wird der VfL wieder auf Platz 5-7 landen.

    Bemerkenswerte Testspiele im aktuellen Winter-Trainingslager:

    Bochum-
    ZSKA Sofia
    Bochum- Dynamo Kiew
    23. Januar: 1.FC Köln- Bochum

    spieltag.jpg

    Robin Dutt schreibt den Erfolg der Spielintelligenz seines Kaders zu. Allerdings wird Bochums Trainer in den ersten Spielen gegen uns voraussichtlich auf zwei Spieler verzichten müssen, die unter anderen für diese Spielintelligenz stehen: Robbie Kruse und Chung-Yong Lee sind glücklicherweise beim Asien-Cup beschäftigt und gegen Sandhausen dann hoffentlich wieder dabei.

    Womit die Chancen für Winterneuzugang Simon Zoller steigen, gegen uns sofort zu Spielanteilen zu kommen. 3 1/2 Jahre Vertragslaufzeit sind mal 'ne Ansage -->


    Durch seinen Doppelpack beim 3:2-Erfolg beim 1. FC Köln verbuchte lukas hinterseer nach 18 Spieltagen schon elf Tore. Das schaffte beim VfL Bochum zuvor nur Achim Weber in der Saison 1999/2000.

    em Abflug in das Trainingslager nach Spanien verlängerte Routinier Tim Hoogland (33) seinen auslaufenden Vertrag bis 2020. Zudem nahm der Revierklub am Freitag den österreichischen U-21-Nationalspieler Dominik Baumgartner (22) von Wacker Innsbruck bis Juni 2022 unter Vertrag.

    Die Verlängerung Hooglands war angesichts seiner Leistungen eine logische Konsequenz. Der Innenverteidiger verpasste in dieser Saison keine Spielminute und gehört zu den absoluten Leistungsträgern. "Von seinen Leader-Qualitäten und seiner Erfahrung profitieren gerade unsere jungen Spieler", so Sportchef Sebastian Schindzielorz.

    An Hooglands Seite könnte ab sofort Baumgartner spielen. Lukas Hinterseers Landsmann soll die guten Erfahrungen mit Spielern aus dem

     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Januar 2019
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    Nach dem wichtigen Erfolg unserer Zebras im Pokal, geht es nun in der Liga weiter.

    Für die ersten Punkte muss alles mobilisiert werden, deswegen ist auch die Spieleröffnung in der Farbe unserer letztjährigen Auswärtsstärke gehalten. Ist zwar mittlerweile unser 3. Trikot aber ich hoffe wir laufen in Darmstadt (DA) wieder in Rot auf- genauso wie bei unserem 2:1 Erfolg letzte Saison.

    Eröffnung_darmstadt_final_2.jpg

    Es wird das 24. Aufeinandertreffen der beiden sein: 8 Siege MSV, 5 Unentschieden und 10 Siege Darmstadt mit 37:48 Toren. In der 1. Liga gab es dieses Duell nur 4 mal (0-1-3), während man sich in der 2. Liga 16 mal duellierte (7-4-5 aus Sicht des MSV mit 32:25).

    Was die direkten Duelle in Darmstadt angeht:

    In der ersten Liga verloren wir in Darmstadt beide unserer 2 Auswärtsspiele und in der 2. Liga gewannen wir (vor 2018) im Jahre 1984 unsere 2 einzigen Auswärtsspiele. Letzte Saison beim 8. Spiel in Darmstadt in der 2. Liga sollte es aber nach 24 Jahren wieder für einen Erfolg bei den ''Lilien'' reichen.

    Gesamtbilanz unserer Zebras in Darmstadt also: 3-2-6 und 12:23 Tore.

    Gschichte.jpg

    Darmstadt seit 2013/14

    Eine Saison zuvor war Darmstadt eigentlich direkt aus der 3. Liga abgestiegen, allerdings bekam Offenbach (die eh schon zu Saisonbeginn 2 Punkte abgezogen bekommen hatten) keine Lizenz aufgrund eines Formfehlers. Und diese Chance nutzte Darmstadt und sicherte sich am 28. Spieltag mit einem Elfmetertor zum 1:0 gegen uns im Rückspiel vorzeitig ihren Relegationsplatz in der 3. Liga und 2 Spiele gegen Bielefeld (Hinspiel zu Hause 1:3 und in Bielefeld 4:2 n.V. gewonnen).

    Dann marschierte man 2014/15 hinter Ingolstadt durch die 2. Liga und spielte danach 2 Jahre 1. Bundesliga, bevor man vor 2 Jahren als Tabellen 18. mit 7-4-23 und 28:63 Toren abstieg.

    Thorsten Frings übernahm die Darmstädter am 29.12.2017 und leistete zunächst beachtliches. Zwar war der Abstieg mit 8 Punkten Rückstand auf den rettenden Platz damals nicht mehr realistisch, aber er holte einen Weltmeister - Kevin Großkreutz - und einen früheren Profi von Real Madrid - Hamit Altintop - nach Darmstadt. Vor allem aber spielte Darmstadt zunächst unter dem Trainer-Debütanten einen besser organisierten und besser anzuschauenden Fußball als selbst unter dem Darmstädter Aufstiegshelden Dirk Schuster. Über den sprechen wir aber gleich noch...

    Die direkten Duelle gegen unsere Zebras 2017/18 (1:2) und (2:1).

    Das Hinspiel in Duisburg: Flekken hält einen Elfmeter aber wir verlieren trotzdem 1:2

    In die Saison 2017/18 startete Darmstadt mit 2 Siegen und einem Unentschieden erfolgreich und kam als Tabellen 5. zu uns nach Duisburg. Stoppelkamp (der Fuchs) antizipierte eine Kopfballrückgabe richtig und lupfte den Ball über den gegnerischen Torwart zum überraschenden, aber nicht ganz unverdienten 1:0. Während Holland bei Darmstadt mit einem fulminanten Volley-Schuss aus 17 Metern noch am Aluminium scheiterte, machte es Sekunden später Mehlem besser und drosch das Leder aus exakt identischer Position unhaltbar für Flekken ebenfalls per Direkt-Abnahme in die Maschen.

    Zu diesem Zeitpunkt war Darmstadt sehr spielstark und unsere Jungs hielten meistens nur mit Kampf und Einsatz dagegen. Chancen waren jedoch in der 2. Halbzeit bis zur Schlussphase Mangelware. Und diese hatte leider der Gast aus Südhessen:

    Zunächst scheiterte Kempe mit einem Schuss aus der Distanz an Flekken, kurz darauf wurde er im Strafraum von Nauber zu Fall gebracht - Elfmeter. Der ehemalige Nürnberger übernahm die Verantwortung selbst - und scheiterte an Flekken, der das Leder aus dem Eck fischte.

    Kurz vor Spielende avancierte der eingewechselte Stark zum späten Matchwinner, als er eine Flanke von Sirigu erfolgreich aus spitzem Winkel zum 2:1 verwertete (88.). Kein gutes Spiel unserer Innenverteidigung.

    Unglückliche Niederlage, aber Darmstadt war unter'm Strich besser und holte sich zu diesem Zeitpunkt verdient die Tabellenführung über Freitag-Nacht. Danach sollte es aber nur noch abwärts gehen

    Darmstadt kann nicht mehr gewinnen: Frings musste gehen, Aufstiegsheld Dirk Schuster kommt (wieder)

    Der letzte (Heim-)Sieg unter Frings war das 4:3 gegen Bielefeld Mitte September am 6. Spieltag, danach folgten zwar u.a. spektakuläre Spiele und Ergebnisse (3:3 gegen Dresden, 3:4 gegen Nürnberg, 3:3 in Berlin...), aber sonst meistens mit DA als Verlierer. Nach dem 0:1 in Aue am 17. Spieltag war es Zeit für Frings zu gehen. Aufstiegsheld Schuster kam. Bei seinem ersten Engagement hatte Schuster bei 131 Spielen auf der Trainerbank der Darmstädter gesessen.

    In Fürth holte man unter altem/ neuem Trainer ein 1:1, es folgten das abgebrochene Spiel gegen Lautern und ein knapper 1:0 Sieg in Hamburg. Am 21. Spieltag kam es zum Rückspiel gegen unsere Zebras.

    21. Spieltag 17/18: Darmstadt- MSV 1:2

    Tabellen 16. gegen Tabellen 5.- nur die wenigsten hätten vor der Saison darauf gesetzt, dass es sich um den abstiegsgefährdeten Verein nicht um unsere Zebras, sondern um die Darmstädter handeln sollte.

    Schnellhardt holte sich beim 3:3 (1:3 zur Halbzeit) eine Woche zuvor gegen Heidenheim seine 5. Gelbe und wir liefen stattdessen mit Albutat im Mittelfeld auf. Unsere Zebras kamen besser ins Spiel und sollten sich in der 17. Minute für die Mühe belohnen: Engin spielte einen Doppelpass mit o.g. Albutat, startete ein Solo im Mittelfeld und ging bis in den Strafraum. Eskortiert von 4 Darmstädtern die scheinbar nicht vorhatten in irgendeiner Form einzugreifen, ergriff Engin wiederum die Chance und schob aus 14 Metern ungestört zur Führung ein.

    Glück für die Lilien dann in der 35. als Fröde nach einem Wolze Freistoß an den Pfosten köpfte. Nur einen Augenblick später schlug es auf der anderen Seite hinter Flekken ein. Nach Vorarbeit von Großkreutz und Jones schoss Ji aus zentraler Position zum Ausgleich ein und markierte den 1:1-Halbzeitstand.

    Das Spiel in der 2. Halbzeit kann man so zusammenfassen: intensive Zweikämpfe und wenige Abschlüsse.

    Als sich alle mit einem Unentschieden abgefunden zu schien hatten, gab es nach einer überflüssigen Aktion von Medojevic am Unparteiischen nochmal Freistoß für den MSV kurz vor Schluss: Wolze brachte die Kugel vor den Kasten, Fröde scheiterte mit seinem Kopfball am starken Heuer Fernandez, doch den Nachschuss verwandelte Iljutcenko eiskalt zum 2:1 Endstand.

    Darmstadt nach Spieltag 21- Rettung am letzten Spieltag in Aue dank Schiedsrichtern

    Nach dem 1:2 in Bochum und 0:2 in Bielefeld rutschte man noch tiefer in den Abstiegskampf, landete auf einem direkten Abstiegsplatz und spürte sogar den Atem von Kaiserslautern im Nacken.

    Bei den Heimschwachen Dresdnern dann die Wende: 2:0 bei DD, 1:1 gegen Ingolstadt, 1:1 in Nürnberg, 1:0 gegen Düsseldorf, 0:0 in Kiel, 1:1 in Braunschweig, 1:1 in Sandhausen, 3:1 gegen Union und 3:0 in Regensburg bedeuteten nicht nur 9 Spiele ohne Niederlage in Folge, sondern auch den 14. Tabellenplatz mit 1 Punkt Vorsprung vor Braunschweig auf dem Relegationsplatz und punktgleich mit Aue.

    Exkurs: 34. Spieltag Darmstadt- Aue 1:0

    Nach einem von Mehlem Richtung Tor abgefälschten Rizzuto-Schuss wehrte der Darmstädter Bregerie klar hinter der Linie ab - der reguläre Treffer zählte aber in der 4. Minute nicht. Die ''Veilchen'' aus Aue waren die klar bessere Mannschaft und hätten in der 31. Minute nach einem Handspiel von Platte einen Elfmeter bekommen müssen. Aber die Schiedsrichter entschieden wieder zu Ungunsten der Sachsen.

    Und wie das im Fussball so ist: wenn man nicht selbst trifft (treffen darf), dann trifft eben der andere: Joker Boyd wurde von Ji freigespielt, scheiterte frei vor Männel aber Kempe versenkte den Abpraller aus 13 Metern per Flachschuss zum unverdienten 1:0.

    Somit holte Darmstadt 25 Punkte in der Rückrunde- ergo Platz 4 in der Rückrundentabelle und landete sogar am Ende auf Platz 10.

    Spieltag.jpg

    Nachdem man sich also letzte Saison mit einem sensationellen Schlussspurt und dank Schiedsrichter im Saisonfinale gegen Aue rettete, ging es (saisonübergreifend) mit 11 Spielen ohne Niederlage in die neue Saison und direkt am ersten Spieltag gegen den Aufsteiger aus Paderborn.

    1. Spieltag Darmstadt- Paderborn 1:0
    (Spielzusammenfassung hier: link, Quelle: BILD Fussball auf youtube, letzter Zugriff 20.08 11:00 Uhr).

    Dirk Schuster vertraute zwei Neuen in der Startelf: Angreifer Dursun (kam von Fürth) und Franke (Norwich) durften von Beginn an ran. Bei heißen Temperaturen war es lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe, bis der o.g. Dursun mit einem doppelten Übersteiger den Paderborner Torwart im 1:1 verlud und aus spitzem Winkel das 1:0 machte.

    Später sollte Heuer-Fernandez einen Elfmeter verschulden, aber seinen Fehler durch eine tolle Parade wieder gutmachen- es bleib beim nicht unverdienten 1:0.

    2. Spieltag St. Pauli- Darmstadt 2:0
    (Spielzusammenfassung hier: link, Quelle: BILD Fussball auf youtube, letzter Zugriff 20.08 11:00 Uhr).

    Darmstadts Serie von 12 (saisonübergreifenden) Spielen ohne Niederlage sollte in Hamburg am 2. Spieltag enden:

    St. Pauli war von Anfang and die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen: bei den ''Lilien'' ging nicht viel aber wenn, dann allem über den rechten Flügel und den starken Dursun. In der 52. sollten die Hamburger dann zum verdienten 1:0 kommen: der Paulianer Flum bediente Möller Daehli auf dem rechten Flüge und dieser flankte in den 16er. Sirigu tauchte unter der Hereingabe hindurch und Neudecker köpfte unbedrängt zum 1:0.

    Darmstadt wurde danach weiter an die Wand gespielt und hatte Glück, dass Allagui kläglich im 1:1 scheiterte. So blieb die Partie bis zur 85. Minute (zumindest vom Ergebnis her) spannend - dann setzte sich Neudecker spielend einfach gegen Medojevic durch und passte quer auf Buchtmann der nur noch einschieben musste.

    Danach traf Pauli noch die Latte- ein schmeichelhaftes 0:2 für die ''Lillien''...

    Pokalspiel in Magdeburg: 1:0 nach frühem Elfmeter
    (Spielzusammenfassung hier: link, Quelle: SKY auf youtube, letzter Zugriff 20.08 11:00).

    Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als der neue Mittelfeldmann Mehlem einen Stellungsfehler in der FCM-Abwehr nach einem weiten Abschlag nutzte und frei vor Magdeburger Torhüter Brunst auftauchte. Hammann schubste den Lilien-Akteur von hinten und es gab Strafstoß. Kempe ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und verwandelte mittig zur Führung für Darmstadt.

    Danach war es ein kampfbetontes Spiel mit guten Chancen für den Aufsteiger aber letztendlich blieb es beim knappen- aber nicht unverdienten 1:0 Sieg der Lillien.

    Fazit:

    Die Problemzone der Lilien ist bisher die Offensive: (Groß-)Chancen gegen Pauli und Magdeburg waren Mangelware. Die Hessen sondier(t)en zwar den Markt, doch ohne Ergebnis; der Sturm wurde zwar im Sommer mit Dursun verstärkt, dennoch hapert es weiterhin im Spiel nach vorne was auch am Fehlen von Dong-Won Ji und Jan Rosenthal liegt, die letzte Saison wesentlichen Anteil am erfolgreichen Schlussspurt hatten.

    Dursun, Jones, Kempe. Bekommt man die in den Griff, schießt Darmstadt kein Tor. Heuer Fernandez gehört zu den 5 besten Torhütern der 2. Liga, ist nur schwer aus der Distanz zu überwinden und stark im 1:1.

    In der Innenverteidigung sind Sulu und Franke gesetzt, im 4-1-3-2 herrscht ein Dreikampf zwischen Yannik Stark, Wilson Kamavuaka und Slobodan Medojovic. Gesetzt ist Distanz- und Standardschütze Tobias Kempe.

    Schuster hat seine Start 11 noch nicht gefunden, aber ich denke am Freitag wird es- was die Aufstellung angeht- ähnlich aussehen wie in Magdeburg:



    Unsere Zebras

    Auch was unsere Offensive angeht, hapert es noch etwas. Zwar gelang in Dassendorf wieder mal ein Stürmertor, aber zu viele Chancen wurden (fahrlässig) vergeben und der Gegner somit (wenn auch nur theoretisch) unnötig im Spiel gehalten.

    [IMG]

    Eigentlich drängt sich ein 0:0, bzw. ein Unentschieden allgemein quasi zu auf. Allerdings platzt bei Stoppelkamp, Souza und Co. der Knoten und die Serie von 7 ungeschlagenen Spielen zu Hause endet für Schuster am Freitag.

    Unsere Zebras gewinnen 2:0!

    (Quelle Abbildungen, MSV Trikot eigene Aufnahme, Logos von aus Wikipedia, Aufstellungen von meineaufstellung.de- letzter Zugriff 20.8 12:00 Uhr).
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 Januar 2019
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    5. Spieltag in der 2. Fussball-Bundesliga. Für unsere Zebras geht es am 14. September ins historische ''Stadion an der Alten Försterei'' nach Berlin zu Union.

    Statistiken2.jpg
    Bilanz_berlin.jpg

    Es wird die 21. Begegnung der beiden sein (18x 2.BL Duelle und 2x Pokal) mit der Bilanz 9-6-5 und 22:18 zugunsten des Gastgebers. Heimbilanz der Berliner gegen uns ist 5-3-2 mit 11:7 Toren.

    Letzter Duisburger Sieg in Berlin 7.3.2010 mit 1:0 (Tor Schlicke) unter Sasic.
    Letzte Niederlage in Berlin vor 3 Jahren mit 2:3 (0:3 zur Halbzeit) unter GL.

    Sprich: die letzten 5 Spiele konnten wir dort nicht gewinnen und unterlagen 3x.

    Geschichte.jpg

    Gegründet wurde der 1.FC Union Berlin 1966 aus dem bereits 1906 entstandenen FC Olympia Oberschöneweide. Bis zu dieser ''Neugründung'' stand man etwas im Schatten finanziell besser gestellten Vereine wie Hertha BSC und Tennis Borussia Berlin. In der Kriegszeit und der DDR- Zeit war der Verein oft Opfer Politischer Entscheidungen und wurde -trotz spielerischem Erfolg- immer wieder zurückgeworfen. 1967/68 gewann man z.B. gegen Carl Zeiss Jena den FDGB Pokal (Freier Deutsche Gewerkschaftsbund Pokal), durfte aber wegen dem Prager Frühling nicht an der Qualifikation am Europapokal der Pokalsieger teilnehmen.

    Bis zur Wende pendelte der Verein zwischen der DDR Oberliga (1. Liga) und DDR Liga (2. Liga). Die Wende brachte eine gesamtdeutsche Bundesliga, allerdings scheiterte Union immer wieder knapp am Aufstieg in die 2. Liga.

    Unter Frank Pagelsdorf sollte dieser 92/92 dann sportlich gelingen, allerdings bekam man vom DFB (aufgrund einer gefälschten Bankbürgschaft) keine Lizenz. 93/94 gab es dann wieder keine, aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit. Das gleiche Spiel mit der fehlenden Lizenz dann auch 94/95. 1997 stand Union vor der Insolvenz, wurde aber von den Fans und mehreren namenhaften Sponsoren gerettet und letztendlich konsolidiert.

    1999/2000 scheiterte man wieder in der Relegation, sollte aber 2001 endlich in die 2. Liga aufsteigen und das DFB Pokalfinale gegen :kacke: 04 erreichen (0:2). Im UEFA Pokal erreichte man ein Jahr später die 2. Runde. Es war das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte.

    2003/04 ging es als 17. aus der 2. Bundesliga runter in die Regionalliga Nord, die man eine Saison später auch nicht halten konnte.

    2008/09 stieg man als 3. Liga- Meister in die 2. Bundesliga auf und spielt mittlerweile seine 10. Saison im Unterhaus mit eher mittelmäßigen Platzierungen (12. 11. 7. 7. 9. 7. 6. 4. und letzte Saison 8. Tabellenplatz).

    Exkurs: Das Stadion ''An der Alten Försterei''

    Mindestens so spannend wie die Geschichte des Vereins ist die Geschichte des Stadions:

    Seit 1920 ist sie die Heimspielstätte, hieß ursprünglich ''Sadowa Platz'' (benannte nach einem Lokal, welches wiederum nach einer Schlacht im preußisch-österreichischen Krieg benannt wurde) und heißt seit ca. 80 Jahren nach einem Forsthaus in der Nähe.

    Obwohl der Nebenplatz als Flakstellung genutzt wurde, überstand die Heimspielstätte den 2. Weltkrieg und wurde 1952 und 1955 saniert. Bis zur Wiedervereinigung folgten weitere Sanierungen und Ausbau auf 25.000 Plätze.

    Es folgten zwischenzeitlich weiter Umbaute, der bemerkenswerteste 2009 als tausende freiwillige Helfer mithalfen und der Verein in den Jahnsportpark ausweichen musste. 2013 dann der letzte Umbau: mittlerweile hat das Stadion 22.000 Plätze mit 19.000 Stehplätzen. Geplant ist bis 2020 ein Ausbau auf 37.000 Plätze (28.700 Stehplätze!).

    (Für mehr Details sei auf das Umfangreiche Archiv www.stadion-an-der-alten-foersterei verwiesen, link, letzter Zugriff 7.09 15:00 Uhr).

    saisonrückblick.jpg

    Im dritten Anlauf will Union Berlin in die 1. Bundesliga. Dabei setzt Union auf einen neuen Trainer und geballte Erfahrung der Neuzugänge.

    Trainer Urs Fischer wurde Schweizer Meister 2016 und 17 und Pokalsieger 17 mit FC Basel und spielte sogar Champions League. Zwar gab es einige Abgänge von Leistungsträgern (Mesenhöler, Pedersen und vor allem Steven Skrzybiski...) allerdings hat man sich mit Rafal Gikiewitz (Torwart aus Freiburg), Florian Hübner (Hannover) und Manuel Schmiedebach (Hannover) mächtig aus der 1. Liga verstärkt. Andersson aus Kaiserslautern soll(te) sich auch als starker Neuzugang entpuppen...

    Die ''Eisernen'' legten bisher gut los:

    1. Spieltag Union- Aue 1:0- Traumtor Kroos in der Schlussphase, link*
    2. Spieltag Köln- Union 1:1- Köln versäumt das 2:0, link*
    DFB Pokal: Jena- Union 2:4- Historischer Gegner, wichtiger Sieg, link**
    3. Spieltag Union-St. Pauli 4:1- 3 Chancen, 3 Tore, 2 Einwürfe, link*
    4. Spieltag Sandhausen- Union 0:0- Union unkonzentriert, link*
    Testpiel in der Länderspielpause: Union- Grashopper Zürich 3:3.

    (*Quelle: BILD Fussball auf youtube, letzter Zugriff 7.09. 15:00 Uhr
    ** Quelle: SKY Sport auf youtube, letzter Zugriff 7.09. 15:00 Uhr).


    Mit 8 Punkten aus 4 Spielen und 6:2 Toren stehen die Berliner auf dem 3. Tabellenplatz.
    Im Detail:

    Lange Zeit konnte Berlin Aue nicht knacken, erst ein Freistoßtor vom eingewechselten Kroos in der Schlussphase sorgte für einen gelungenen Einstand vom neuen Trainer. Zwischenzeitlich hatte Aue seine Chancen, vergab diese allerdings teilweise kläglich und fuhr zu recht mit 0 Punkten nach Hause.

    In Köln ging es im Montagsspiel gegen den FC: nach anfänglichen Schwierigkeiten dominierten die Gastgeber die Partie und gingen mit 64% Ballbesitz, 12:3 Torschüssen und dem 1:0 nach Tor von Clemens aus der 41. in die Pause. Köln war auch in der 2. Halbzeit die dominantere Mannschaft, versäumte aber das 2:0. In der 69. enteilte Gogia auf dem Flügel und flankte scharf rein- Andersson hielt nur noch den Fuß hin und traf zum 1:1 Endstand. Fast hätte Union noch das 2:1 gemacht, aber dies wäre des Guten auch zu viel gewesen- unter'm Strich ein glückliches Unentschieden.

    Den 4:2 Erfolg im DFB Pokal beim 3. Ligisten aus Jena darf man nicht unterschätzen: 50 Jahre nach dem oben in der Geschichte bereits erwähnten Pokalfinale 1968 war das eine ganz emotionale und wichtige Begegnung:

    In der 14. Minute nickte Andersson zur 1:0 Führung ein, aber Jena biss sich zurück in die Partie und traf zum 1:1. In der 29. köpfte Kroos zum 2:1 und wieder ließ Jena nicht nach und zeigte Moral: 2:2 nachdem TW Gikiewicz den Ball prallen ließ und Trimmel diesen in's eigene Tor beförderte.

    In der 45+5 sollte Jenas Torwart den Ball vor die Füße vor Gogia spielen, der danach im 16er gelegt wurde. Den Foulelfmeter sollte Hedlund locker verwandeln. In der 71. machte Union dann (wieder durch Hedlund) den Deckel zum 4:2 drauf.

    Am 3. Spieltag in der 2. Bundesliga empfang man (den im Pokal gegen Wiesbaden in der Verlängerung ausgeschieden) St.Pauli und sollte diesen mit 3 Toren aus 3 Chancen (sprich gnadenloser Effizienz) aus dem Stadion fegen.

    Bei 2 Einwürfen vor dem Pausenpfiff stand die Hamburger Abwehr neben sich und kassierte 2 einfache Gegentore (durch Prömel und Gogia). Danach sollte Mittelstürmer Andersson an seinem starken Saisonstart weiterschreiben und zum 3:0 und 4:1 treffen.

    In Sandhausen beim 0:0 präsentierte sich Union dann ungewohnt unkonzentriert beim Passspiel und ließ den Torhunger und die Effizienz aus den Spielen zuvor vermissen. Sandhausen war eigentlich die bessere Mannschaft, schaffte es aber nicht den erlösenden Treffer zu erzielen.

    Im Testpiel gegen Grashopper Zürich war dann scheinbar der Torhunger zurück. So richtig Aussagekräftig ist das Ergebnis allerdings nicht: bei Union kamen in der Startelf mit Kapitän Christopher Trimmel, Sechser Manuel Schmiedebach und Linksaußen Redondo nur drei Akteure zum Einsatz, die am Sonntag auch im Ligaspiel beim SV Sandhausen begonnen hatten. Zur Pause wurden in Ken Reichel, Grischa Prömel und Robert Zulj weitere Stammkräfte eingetauscht.

    Ein Testspiel halt...mehr auch nicht.

    spieltag.jpg

    Union will den Aufstieg.
    Dafür hat man sich verstärkt.
    Und so tritt man auf (abgesehen vom 0:0 in Sandhausen).
    Offensives 4-3-3. #11Gogia und #17Hedlund dribbeln, überlaufen, ziehen nach innen.
    Mittelstürmer #10Andersson traf schon 4x und der eigentliche Top-Stümer #9 Polter ist nach Achillessehnenverletzung noch gar nicht im Kader. #24Schmiedebach aus Hannover war ein Königstransfer und stellte einen der besten ZDM der Liga.

    So könnte das am FR aussehen:



    Rückblick letzte Saison: 1:1 bei uns und 0:0 in Berlin

    Letzte Saison holten wir gegen Union unter Keller zu Hause im Hinspiel ein 1:1.

    Damals kam der Tabellen 4. mit 22 Punkten zu unseren Zebras mit 13 Punkten und als Tabellen 14. Union war unter der Woche in Leverkusen mit einer B-Elf knapp aus dem Pokal geflogen und unter Druck nun in der Liga zu punkten.

    Wir hatten eine Woche zuvor in Kaiserslautern durch Bomheuer Kopfball nach Ecke und gelungenem Einstand von Hajri als RV mit 1:0 gewonnen, mussten aber gegen Berlin auf Enis aufgrund seiner Gelbsperre direkt wieder verzichten. Wiegel, der hinter Klotz, Erat und Hajri unser 4. RV der noch jungen Saison wurde, konnte froh sein nach 4 Minuten nur Gelb kassiert zu haben, nach seiner völlig überzogenen Grätsche gegen Hedlund an der Mittellinie.

    Es war dann auch Wiegels direkter Gegenspieler, der bei der Ecke kurz nach der Halbzeit zum 1:0 für Berlin einköpfte. Unsere Zebras trauten sich dann mehr zu und kamen zu guten Chancen, hatten aber u.a. Pech als aus einem Foul auf der Strafraumkante an Tashchy statt eines Elfmeters nur ein Freistoß wurde.

    Der eingewechselte Iljutcenko sorgte dann in der 86. Minute nach toller Flanke vom Kevin zum verdienten 1:1 Endstand.

    Kurze Zeit später entließ man Keller überraschenderweise in Berlin, aber sollte aber unter André Hofschneider zum endgültigen Sturzflug ansetzen.

    Im Rückspiel am 29. Spieltag trafen dann 2 Vereine mit 4 sieglosen Spielen (wir 4 Niederlagen) in Folge aufeinander. Der Fokus lag erst einmal auf beiden Seiten auf der Defensive, dadurch litten natürlich die Offensivbemühungen. Ich kann mich an kaum eine Torchance erinnern. Ein gerechtes 0:0.

    Unsere Zebras

    Und wieder kommen wir mit 4 Niederlagen in Folge ins ''Stadion an der Alten Försterei''. Und ganz objektiv spricht nicht viel für Union als Aufbaugegner.

    [IMG]

    Wer letztendlich aufgestellt wird ist mir egal (inklusive Torwartposition). Allerdings würde mich die o.g. Aufstellung am wenigsten überraschen.

    Ich erwarte in Berlin Konzentration, gute Passqualität und das Gefühl die Jungs da unten wollen ein Spiel gewinnen und ein Tor erzwingen. Klarer Matchplan, schneller Zug zum Tor. Kein endloses Ball Hin- und Hergeschiebe der IV und dem TW.

    Wenn uns das gelingt, werden wir in Berlin etwas holen. Und falls doch nicht, legen wir den Grundstein für die folgenden Spiele gegen direkte Konkurrenten.

    Ich tippe auf einen 2:1 Sieg.
     
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    Das spiel ist Sonntag...
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 Februar 2019
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    Nur mit viel Glück hat der MSV Duisburg die 1. Runde im DFB-Vereinspokal überstanden. Die Meidericher kamen beim Oberligisten 1. FC Magdeburg erst im Elfmeterschießen zu einem 4:3-Erfolg. Zusätzlich wurde Keidel nach 36 Minuten wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen.

    Die 5962 Zuschauer sahen eine an Höhepunkten arme Partie. Lediglich Spizak hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Möglichkeit für Duisburg, doch der Stürmer scheiterte per Kopf. Magdeburg hatte drei Chancen, aber Kreibich vergab jeweils. Im Elfmeterschießen hatte der MSV dann das bessere Ende für sich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2019
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    Der FCM entstand 1965 als erster von damals 11 ''Fussball Clubs'', die die DDR Führung nutzen wollte um im Fussballerischen Bereich (europaweit) mitzuhalten. Bis 1965 hatte man als SC Magdeburg gekickt und trug ein Logo eng am Magdeburger Stadtwappen (Burg mit grün gekleideter Jungfrau, die einen Krantz hält). Das A steht für ''Aufbau'', ein Wort welches man im Sozialismus sehr mochte.

    Die ersten Wappen mit denen man zu DDR Zeit hochklassig spielte waren die der BSG Krupp Gruson, der BSG Stahl sowie der BSG Motor Mitte Magdeburg. 1957 wurden die Motor-Mitte Fussballer zum SC Magdeburg eingegliedert.

    Der SC Magdeburg besteht immer noch- ist aber hauptsächlich für Handball bekannt.

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    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2019
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    8. Spieltag in der 2. Bundesliga und Ende der ersten Englischen Woche. Wir begrüssen am Samstag um 13:00 Uhr Jahn Regensburg im schönsten Stadion der Welt.

    statistiken_jahn.jpg

    Direkte Duelle- Zebras in Duisburg noch nie verloren! Tore gab es immer!

    Es wird das 14. direkte Duell der beiden sein. Mit 6 Siegen, 4 Unentschieden, 3 Niederlagen und 27:21 Toren ist unsere Bilanz gegen die Bayern positiv. Ein 0:0 gab es noch nicht und es fielen in jedem Spiel mindestens 2 Tore.

    Bilanz_Rgensburg.jpg

    Verloren haben wir in Duisburg noch nie: in der 2. Liga haben wir im Jahr 2003 2:2 gespielt und 2012 einen 0:2 Rückstand aufgeholt und 4:2 gewonnen. Letzte Saison sicherten wir am 32. Spieltag mit einem 4:1 den Klassenerhalt.

    Fazit MSV Heimbilanz: 4-2-0 mit 15:7 Tore.

    Saisonübergreifend kommt Regensburg (inklusive dem 1:2 im Pokal bei BSG Chemie Leipzig) mit 3-2-5 und 14:17 Toren. Im Detail: NUSNNUNNSS. Wenn man bedenkt, dass man in 2 Spielen (3:5 gegen Bielefeld und 5:0 in Hamburg) 8 Tore geschossen hat, erscheinen die restlichen 6 Tore aus 8 Spielen wenig. Dazu später im Saisonrückblick mehr.

    geschichte_Jahn.jpg

    Der Verein entstand in seiner heutigen Form im Jahr 2000 durch Herauslösung aus dem SSV Jahn 1889 Regensburg, der seitdem keine Fußballabteilung mehr besitzt. Dieser basiert auf dem 1886 entstandenen Turnerbund Jahn Regensburg und wurde nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, dem Initiator der Deutschen Turnbewegung. Der Mutterverein SSV Jahn 1889 Regensburg besteht mit 8 Sportabteilungen bis heute weiter.

    Anbei eine kurze Geschichte zum Logo:

    logos_regensburg.jpg

    1. Historisches Logo Turnerbund Jahn (ca. 1886), Fussballabteilung erst ab ca. 1907. Bis 1911 lief man mit den schwarz-rot-goldenen Farben der Turnerbewegung auf, danach Weiß-Rot der Stadt Regensburg- bis heute!
    2. Logo von ca. 1934.
    3. 1934-1945 Sport- und Schwimmverein Regensburg.
    4. Logo des Hauptvereins (sprich Turnen, Schwimmen, Kegeln, Schach, etc.) ab 1945.
    5. Logo der Fussballabteilung ab 1945 (später mit 7. und 8. leicht angepasst).
    6. 1996-2000.
    7. 2003-2014 zurück zu den Wurzeln mit ''Spiegeleffekt''.
    8. Noch ein bisschen weiter zu den Wurzeln (sprich 5). aber das ''R'' ist weicher als 1945.

    (Quelle, Wikipedia über Jahn Regensburg, link, letzter Zugriff 27.09 10:00 Uhr).

    Die letzten 10 Jahre stehen beim Jahn für den Wunsch nach einer Etablierung in Deutschen Profifussball, 2008- 2011 kämpfte man sich durch die 3 Liga bevor es 2012 endlich in die 2 Liga hoch- aber dann (zusammen mit uns wegen Lizenzentzug) wieder schnell runter ging.

    2 Jahre später wurde es sogar noch schlimmer: zwar besiegte man unsere Zebras am ersten Spieltag mit 3:1 aber dann so gut wie niemanden mehr und es ging als Tabellenletzter runter in die 4. Liga. (Unvergesslich, wie der Regensburger Anhang beim Rückspiel in unserer MSV Arena seine Schuhe auszog und winkend durch den leeren Gästeblock lief...)

    Man stieg aber wieder direkt aus der Bayernliga auf, baute ein wunderschönes Stadion, nahm Magdeburg vor 2 Jahren den sicher geglaubten Relegationsplatz (mit einem Elfmetertor in der 84. Minute in Münster am letzten Spieltag) weg und ballerte dann 1860 München in die Regionalliga (mittlerweile 3.Liga). Zwar schoss der Jahn mit dem magischen Tor-Dreieck Pusch-George und Thommy mit 62 Toren die meisten Treffer der 3. Liga, kassierte allerdings mit 50 Gegentoren auch die 4. meisten der Liga.

    Regensburg letzte Saison- wieder die ''Alles oder Nichts'' Truppe, 4:0 und 1:4

    Trainer Heiko Herrlich gelang der Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga und obwohl der gute Heiko zunächst ein klares Bekenntnis zum Jahn machte, ging er Anfang letzter Saison nach Leverkusen. Unter dem neuen Trainer Beierlorzer sollte sich Regensburg zunächst schwertun, aber mit 5-1-8 und 19:22 empfing man am 15. Spieltag als Tabellen 13. unsere Zebras (mit 5-4-5 und 19:20 8.).

    Das Hinspiel 0:4 - Jeder Jahn Schuss ein Treffer, Flekken musste mit Brumschädel raus

    Gerade hatte man den Heimfluch mit 3:0 gegen Aue nach 6 Monaten beendet, da ging es am 15. Spieltag für unsere auswärtsstarken Zebras mit Zuversicht nach Regensburg. Und wir legten auch direkt gut los, aber nach einer verunglückten Abwehr landete der Ball irgendwie nach 8. Minuten bei Grüttner, der volley zum 0:1 traf. Unsere Zebras versuchten direkt mit Souza zu antworten, allerdings parierte Pentke sicher.

    Dann Abstoß Pentke, Verlängerung am Mittelkreis auf Nietfeld, kurzes Solo, Abschluss und 0:2. Zweite Chance, zweites Tor. Und wieder gaben unsere Zebras nicht auf und Stoppelkamp kam zu einer weiteren guten Chance. Treffen sollten aber nur die anderen: Konter Regensburg, Lais zum 0:3. Zwischendurch wurde unser armer Flekken noch vom Dustin geprüft, sonst wären wir mit 0:4 in die Kabine gegangen. Flekken war aber mit dem Kopf an den Pfosten geprallt, konnte nicht weitermachen und Zeaiter kam für die 2. Halbzeit.

    Zu dieser gibt es eigentlich nicht mehr viel zu schreiben: unsere Zebras wollten den Schaden begrenzen und Tashchy hatte den Ehrentreffer auf dem Fuß, aber es sollten eben nur die anderen treffen an diesem Tag. Ecke und 0:4 Endstand.

    Sollte nicht das erste- und letzte mal diese Saison sein, dass man an seiner eigenen Effektivität und der des Gegners scheitern sollte- in Duisburg ließ man sich von dem 0:4 aber nicht unterkriegen und startete danach eine beachtliche Serie von 7 Spielen ohne Niederlage und 15 Punkten.

    Regensburg zwischen Spieltag 16 und 31- Beste Rückrundenmannschaft und: ''Alles oder Nichts'' Teil 2

    Nach dem Sieg gegen uns folgte ein 1:0 bei Darmstadt, gefolgt von einer 0:1 Niederlage beim damals extrem kriselnden VfL. Es folgten 5 Spiele ohne Niederlage bei starker 10 Punkte Ausbeute, bevor man in Dresden 0:1 verlor.

    Gegen Düsseldorf lag man früh 0:3 zurück, erkämpfte sich aber ein 2:3 zur Halbzeit und ging letztendlich mit 4:3 als Sieger vom Platz. Warscheinlich DAS Spiel dieser Regensburger Saison.

    Zu diesem Zeitpunkt waren die ersten Stimmen zum Thema eines möglichen Aufstiegs in die erste Bundesliga zu hören, die Trainer Beierlorzer aber im Keim zu ersticken versuchte. Aus den folgenden 7 Spielen holte man 11 Punkte- um den Klassenerhalt sicher zu schaffen genug, aber um Platz 3 und höher anzugreifen leider zu wenig. Vor dem Rückspiel in Duisburg, war man als Tabellen 4. mit 2 Punkten am Relegationsrang aber noch nicht weg vom Fenster.

    Das Rückspiel am 32. Spieltag: Unsere Zebras woll(t)en den Klassenerhalt- 4:1 für den MSV

    In den ersten 45 Minuten waren unsere Zebras (gegen personell angeschlagene Regensburger) das bessere Team, konnten sich aber glücklich schätzen, dass Schiedsrichter Tobias Reichel zu Beginn der Partie keinen Elfmeter gegen uns verhängte: Wiegel grätschte gegen Adamyan und traf den Regensburger. Im ersten Durchgang brachten wir 11:1 Torschüsse zustande. Einzig die Tore fehlten und es ging mit 0:0 in die Halbzeit.

    Nach dem Seitenwechsel gingen wir endlich in Führung: Nach einem Freistoß flankte Tashchy den Ball an den Fünfmeterraum, dort stieg Nauber hoch und erzielte das 1:0 in der 52. Minute. Aber George traf 6 Minuten später mit einem starken Schuss aus der zweiten Reihe zum 1:1 gegen Davari.

    Jetzt ging es Schlag auf Schlag: Wolze schlug den Ball weit nach vorne, Jahn-Keeper Weis (Pentke war verletzt) eilte an die Strafraumkante, zögerte aber und Iljutcenko sprintete entschlossen heran, spitzelte den Ball an Weis vorbei und schob zum 2:1 ein. In der 75. dann Stoppelkamp in den Winkel zum 3:1 und der King auf Engin in der 87. zum 4:1.

    4:1 vielleicht etwas zu hoch, aber das war das 0:4 in Regensburg auch!

    Saisonruckblick_jahn.jpg

    Regensburg gelang im 5. Versuch erstmals der sportliche Klassenerhalt in der 2. Liga. Zum Ende der letzten Saison ging dem Jahn aber etwas die Luft aus. Nichtsdestotrotz spielte man eine unglaubliche Rückrunde und fand sich zu recht hinter Bielefeld auf Platz 5 wieder.

    Die Mannschaft ist größtenteils zusammengeblieben: dennoch fehlen Freistoßexperte Marvin Knoll (jetzt St. Pauli) und Sebastian Nachreiner (Kreuzbandriss) als Leistungsträger.

    Der Saisonstart vor dem Spiel beim HSV war eher mäßig:

    1. Spieltag: Regensburg- Ingolstadt 2:1, link*.
    2. Spieltag: Paderborn- Regensburg 2:0, link*.
    1. Runde DFB Pokal: BSG Chemie Leipzig- Regensburg 2:1 (nach 0:1!), link**.
    3. Spieltag: Regensburg- Kiel 0:0. link*.
    4. Spieltag: Bielefeld- Regensburg 5:3, link*.
    5. Spieltag: Regensburg- Dresden 0:2, link*.
    6. Spieltag: HSV- Regensburg 0:5, link*.
    7. Spieltag: Regensburg- Heidenheim 2:1.

    (Quelle: *BILD Fussball auf youtube, letzter Zugriff 27.09.18 12:45 Uhr
    **SKY Sport auf youtube, letzter Zugriff 27.09.18 12:45 Uhr).

    Gegen Ingolstadt sollte der Jahn das 3. mal in Folge gegen die Schanzer das Spiel drehen: Der Neuzugang aus Österreich Kerschbaumer brachte die ''Schanzer'' mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung, bevor Saller zum Slalomlauf ansetzte und das 1:1 erzielte. Das 2:1 dann ein kurioses Eigentor: Föhrenbach zog im Anschluss an eine Ecke wuchtig aus der Distanz ab. Knaller wehrte vor die Füße von Lais ab, der bei der Ballannahme hinfiel und den Ball im Aufstehen an den Oberschenkel von Ananou stocherte. Von dort trudelte die Kugel zum 2:1 über die Linie...

    Nach 817 Tagen feierte Paderborn gegen den Jahn seine Heimspiel-Rückkehr in der 2. Liga. Bis zur 31. Minute war es ein Spiel ohne Höhepunkte. Nach einer Klement-Ecke nickte aber der Neuzugang aus Halle Gjasula in seinem Zweitliga-Debüt mit Helm zur 1:0-Führung für die Paderborner ein. Nach einem haarsträubenden Fehler im Regensburger Aufbauspiel erhöhte der SCP dann auf 2:0 in der 62. Minute.

    Im DFB- Pokal bei Chemie Leipzig ging man nach 20 Minuten verdient in Führung, verpasste es aber das 2:0 nachzulegen und machte so den Oberligisten von Minute zu Minute stärker und unterlag mit einem Tor in der Nachspielzeit mit 1:2. Man ließ zwar 5 Stammkräfte auf der Bank, aber das Spiel darf man als 2. Ligist eigentlich nicht verlieren.

    Gegen Kiel waren dann alle Stammkräfte wieder in der Startformation und der Jahn hatte die Störche über 90 Minuten mit gutem Pressing und einer hohen Anzahl an Torchancen im Griff, leider ohne zum Torerfolg zu kommen. Auch Grüttner setzte eine tolle Chance nur an die Latte und es blieb beim 0:0.

    In Bielefeld beim 3:5 sollte auch im 4. Spiel in Folge nicht gewonnen werden: Bielefeld (zuvor 0:3 beim HSV) und Regensburg entsagten jeglichen taktischen Zwängen und feuerten ein Offensivspektakel ab, bei dem der DSC am Ende der etwas glücklichere-, wenn auch nicht unverdiente Sieger war.

    Adamyan ließ in der 4. Minute abtropfen auf Grüttner, der aus der Drehung per Seitfallzieher aus zehn Metern sein erstes Saisontor erzielte. Bielefeld nach Ecke zum 1:1 in der 8. Spielminute. Regensburg offenbarte in der Folgezeit große Abwehrschwächen, die Vogelsammer in der 17. nach Flanke zum 2:1 für Bielefeld ausnutzte. Bielefeld spielte auf das 3:1 und hatte Regensburg eigentlich im Griff; aber George köpfte wie aus dem Nichts eine Adamyan-Flanke zum 2:2 ein.

    Ein Missverständnis sorgte für die erneute Führung des DSC: Prietl spielte eher planlos hoch in den Strafraum. Saller wollte zu Pentke zurückköpfen, überraschte aber damit seinen Keeper, so dass der Ball rechts im eigenen Netz landete (28.).

    Es ging in die Halbzeit, aus der die Jahntruppe mit Schaum vor dem Mund herauskam: Adamyan und George kombinierten sich in den Strafraum, den Querpass von Letzterem schoss Grüttner Richtung Tor und setzte dann im 2. Versuch den Ball zum 3:3 in die Maschen!

    Die Oberpfälzer blieben am Drücker, Adamyan blühte am rechten Flügel auf und Grüttner hatte frei vor Ortega die Topchance zum 4:3, scheiterte aber. In der 88. Minute köpfte Klos dann zum 4:3, bevor Weihrauch in der Nachspielzeit zum 5:3 ins leere Tor treffen sollte.

    Gegen Dresden beim 0:2 sollte dann die 5. Saisonniederlage folgen. Zwar war Regensburg die bessere Mannschaft, aber die Dresdner sollten unter ihrem neuen Trainer defensiv gut stehen und vorne ihre wenigen Chancen eiskalt ausnutzen.

    Ausgerechnet beim HSV der Befreiungsschlag: 5:0! Der Jahn lief den HSV früh an, was dem Aufbauspiel der Hamburger ungewöhnlich stark schadete und haarsträubende Fehler provozierte: TW Pollersbeck verzettelte sich in der 11. Minute vor dem eigenen Strafraum, Adamyan lief mit der Kugel aufs leere Tor zu - 1:0. Hamburg kam offensiv kaum zu Chancen und Regensburg brachte seine 2. Chance durch Adamyan zum 2:0 eiskalt in die Maschen. 35. Minute: Sörensen verlängerte einen Geipl-Freistoß auf Adamyan - Hattrick zum 3:0. In der 41. Minute sollte dann der Hamburger Hunt einen Elfmeter kläglich vergeben und für den HSV ging es mit Pfiffen in die Kabine. 53 Minute: Geipl fand mit seinem Freistoß Correia, der präzise ins linke Eck einschoss - 4:0. In der 75. Minute dann George zum 5:0 Endstand. Fazit: Pressing und Adamyan waren zu viel für den HSV, der das 1:0 aber auch hergeschenkt hatte.

    In der Englischen Woche ging es dann zu Hause gegen Heidenheim und die Jahntruppe legte einen Auftakt nach Maß hin: Sörensen spielte den Ball weit nach vorne und fand Adamyan, der zum 1:0 nach 6 Minuten vollstreckte. 3 Minuten später traf der Heidenheimer Busch den Ball aus dem rechten Halbfeld in den Jahn-Sechzehner, Glatzel lauerte am zweiten Pfosten und ins lange Eck zum 1:1. Heidenheim in der Folge die bessere Mannschaft, aber ohne zwingende Torchchancen. Auf der anderen Seite wieder die Kaltschnäutzigkeit: George bediente Grüttner, der auf der halbrechten Seite zu viel Platz hatte und mit einem Flachschuss einnetzte. Danach wurde das 2:1 clever verteidigt.

    Fazit: Adamyan, George und Grüttner führen den Jahn aus der Krise.

    spieltag_jahn.jpg

    Die Jahnelf

    Trainer Beierlorzer bleibt seinem 4-4-2 mit Doppel 6 und Pressing treu. Wie in den Jahren zuvor heißt das 'Alles oder Nichts', bzw. ''Angriff ist bei dieser Verteidigung die beste Verteidigung''.

    tzu.png

    (Anmerkung: irgendwie bekommt meineaufstellung.de die Rückennumern und Trikots net angezeigt, muss also so gehen: Screenshot von meinaufstellung.de, letzter Zugriff 27.09 13:10 Uhr).

    Das magische Tor Dreieck aus der 3. Liga Saison (Pusch-George und Thommy) hat 18/19 mit Adamyan- George und Grüttner ein Update bekommen. Kult-Torwart Pentke ist 2. Liga Durchschnitt mit Höhen und Tiefen (wer erinnert sich noch, wie der mal Iljutcenko den Ball an die Birne zum Gegentor gefaustet hat?).

    Der Abgang vom Standard-Experten Knoll wiegt immer noch schwer. Andreas Geipl und Marc Lais bilden die Doppel-6 mehr schlecht als recht und haben mit Dej (aus Lotte) und Maximilian Thalhammer (aus Ingolstadt) Herausforderer bekommen. IV Correia und Sörensen sind nicht die sichersten aber die 4er Kette mit Föhrenbach als LV und Saller als RV steht seit Wochen.

    Mittelstürmer und Kapitän Grüttner spielte eine tolle Saison (13 Tore und 6 Vorlagen aus 33 Spielen) und ist mit seinen 3 Toren in 7 Spielen in 18/19 wieder in der Spitzengruppe.

    Und nochmal für's Protokoll: LS Sargis Adamyan mit 4 Toren und 2 Vorlagen aus 7 Spielen. Heißt Arbeit für Wiegel, Wolze und Co. Der kann nämlich auf links und rechts spielen und tauscht mit George die Seiten, der auch links oder rechts spielen kann...

    Duelle IV gegen Adamyan und/oder George auf außen dringend verhindern!

    Unsere Zebras

    Mangels Alternativen sehe ich nicht viel Raum für personelle Veränderungen. Klar hat der Kevin schon 4 mal Gelb. Und man könnte ihn als LM bringen und Seo als LV um sich langsam ''einzugewöhnen''. Engin reißt mich im Moment eh net vom Stuhl. Nur: wir kennen IG und das wird nicht passieren.

    Also copy & paste Magdeburg-->



    Verhoek bitte wieder auf die Bank! So einen brauchen wir. Nauber für Neumann? Mir eigentlich egal. Die AV müssen Adamyan unter Kontrolle bekommen. Im 1:1 bekommt den eh kein IV in den Griff. Ansonsten Grüttner im 16er nicht an den Ball kommen lassen und Schüsse von George aus der 2. Reihe weggrätschen.

    Mein Tipp:

    Zwischen den Spieltagen 2 und 6 waren die Regensburger nicht großartig besser als wir. Adamyan hat mit ein bisschen Glück beim 1:0 in HH und seinen folgenden fantastischen (Einzel-)Leistungen die Mannschaft wachgeküsst, plötzlich läuft es wieder und die Dinger gehen alle rein.

    Sehe keinen Grund, warum das nicht auch uns am SA gelingen sollte. Als ob Adamyan, George und Grüttner jetzt endlos über ihrem Level spielen und jedes Spiel treffen.

    Unsere Jungs kommen mit 6 Toren aus 3 Spielen und guter Moral. Verhoek spielt mit kaputter Schulter und macht Iljutcenko in der Halbzeit in Magdeburg Mut, Daschner widmet das Tor dem Trainer, Kevin's feiner Linksfuß zaubert, Souza stellt sich in den Dienst der Mannschaft...Das muss jetzt auch mal endlich mit 3 Punkten belohnt werden. Mit dem Pressing der Regensburger klarkommen und sich mit 3:1 durchsetzen!

    Der Schiedsrichter sollte übrigens vor dem Spiel in sich gehen und mal bitte konzentriert eine ''Normale'' 2. Liga Leistung bringen.
     
  29. Defenders

    Defenders Offizieller Spieltagseröffner

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    Zuletzt bearbeitet: 4 März 2019
  30. Defenders

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  32. Defenders

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    9. Spieltag in der 2. Bundesliga. Am Montag den 8. Oktober geht es mit neuem Trainer Torsten Lieberknecht um 20:30 Uhr nach Köln zum schwersten- und gleichzeitig auch einfachsten Spiel der bisherigen Saison.

    1_Statistiken.jpg

    Es wird das 66. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine sein (7x im DFB Pokal, 50x 1. Bundesliga und 8x 2. Bundesliga). Gesamtbilanz spricht klar für die Domstädter:

    Bilanz_koeln.jpg

    29 Siege Köln, 22 Unentschieden und 14x gewann der MSV. Das Torverhältnis spricht mit 132:89 auch klar für den FC. In Köln waren wir in der 1. Bundesliga sehr selten erfolgreich: 14-5-4 mit 63:39 Toren. Zwischendurch konnten wir sogar 13x in Folge dort nicht gewinnen (1967-1980) und wurden 7x mit 5- oder mehr Toren aus dem Stadion gefegt. Aber je weiter man sich zeitlich von den Goldenen Jahren der Kölner entfernt (ca. 1960'er), desto öfter war für unsere Zebras dort etwas zu holen.

    In der 2. Bundesliga ist die Bilanz zwischen 2002 und 2013 in Köln mit 2-1-1 und 9:6 Toren (aus Sicht der Kölner) etwas freundlicher für uns und unvergessen ist unser letzter Sieg dort: Das 2:1 am 22.12.2010 im Pokal-Achtelfinale! Getroffen hatten natürlich Maierhofer, Koch und Terodde (Ja, DER Terodde).

    Gesamtbilanz also in Köln (inklusive Pokal): 18-6-6 mit 82:48 Toren für den FC.

    1_Geschichte.jpg

    Der MSV und der FC sind natürlich durch die erste Bundesliga-Saison und die (Vize-) Meisterschaft eng miteinander verbunden. Und generell kann es keine Bundesliga-Enzyklopädie geben ohne seitenlang zum 1.FC Köln zu schreiben. Wir beschränken und aber auf das Wesentliche:

    Gegründet wurde der 1.FC Köln 1948 durch den Zusammenschluss der beiden Fussballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07 um in der Westdeutschen Meisterschaft mit den anderen (teilweise bereits stadtteilübergreifenden) Teams besser mitzuhalten. Deswegen heißen die ganz offiziell: 1.Fußball-Club Köln 01/07 e.V. Er wurde 3x Deutscher Meister, 4x Pokalsieger und erreichte 1986 das UEFA-Pokalfinale.

    Zwischen 1964 und 1998 hielt man ununterbrochen die erste Liga aber es folgten 6 Abstiege in den folgenden 20 Jahren und auch dieses Jahr versucht man mal wieder in die erste Liga zurückzukehren.

    BC Chef Franz Kramer baut einen modernen Fussballverein und die Bundesliga mit

    Als 1947 der Fußballbetrieb startete, waren die vielen Kölner Stadtteilvereine zu schwach um überregional mitzuhalten. Kölner BC Chef Franz Kramer setzte sich für einen ''Großverein'' ein und schaffte letztendlich die Fusion mit der SpVgg Sülz 07. Der Name, ''Erster Fußballclub Köln'', der den Anspruch des neuen Vereins ausdrückte, passte weder zum Alter noch sportlicher Realität (die beiden spielten damals 2. Liga und 3. Liga) und sorgte für Ärger mit anderen Vereinen aus der Gegend.

    Kremer war seine Zeit voraus, erkannte und förderte die zunehmende Professionalität des Fussballs: in den 1950'ern etablierte sich der FC in der Oberliga West, gewann diese 1954 und war gut genug für die neugegründete Bundesliga. Es war eine spannende Zeit mit packenden Duellen gegen Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Hamburger SV, 1.FC Kaiserslautern, RWE, :kacke: 04, Werder Bremen, etc.

    Der FC in den 60'ern: Die Glorreiche Zeit

    Die 1960er waren die erfolgreichsten der Vereinsgeschichte: 2x Deutscher Meister, 3x Vizemeister, 4x Westdeutscher Meister und einmal DFB Pokalsieger. (Zur Info: Wenn man die Deutsche Meisterschaft damals gewinnen wollte, musste man die Oberliga gewinnen oder sich als Viezemeister gegen einen der anderen 3 Oberliga Vizemeister durchsetzen. In den ''Playoffs' gab es dann zwei Vierergruppen die Hin- und Rückspiel austrugen und beide Gruppensieger bestritten dann das Finale um die deutsche Meisterschaft).

    Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, verstärkte man sich mit Spielern wie Wolfgang Overath und Wolfgang Weber und sollte vor unseren Zebras erster Deutscher Meister in der Bundesliga werden.

    Die 1970er gehörten dann den Bayern und dem Erzrivalen Borussia Mönchengladbach, auch wenn der FC 1978 unter Weisweiler das Double mit Meisterschaft und Pokalsieg gewann und auf europäischer Ebene (bis auf ein Jahr) durchgehend vertreten war. 1975 wurde dann übrigens das Müngersdorfer Stadion errichtet.

    Zwischen 1980 und 1990 holte man 3x die Vizemeisterschaft und 1983 den letzten Deutschen Titel (Pokalsieg) im eigenen Müngersdorfer Stadion gegen den Stadtrivalen Fortuna Köln. Im UEFA Cup Finale 1986 unterlag man Real Madrid mit 1:5 und gewann mit 2:0 allerdings sollten die folgenden 10 Jahre den Sportlichen Absturz in die 2. Liga und finanzielle Probleme bedeuten.

    Der FC nach 1990: Langsame Entwicklung hin zur Fahrstuhlmannschaft

    Wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer Titel gewonnen, so erreichte man in den Jahren nach 1990 nur einmal das Pokalfinale, das auch noch im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen verloren ging. 1997/98 steckte der FC von Anfang an im Tabellenkeller fest, sollte sich dort auch nicht mehr befreien und stieg zum ersten mal als Tabellen-17. in die 2. Bundesliga ab, die man im ersten Jahr mit Platz 10 abschloss.

    1999/2000 übernahm Ewald Lienen und führte den FC zurück in die 1. Bundesliga, wurde aber 2 Jahre später entlassen und durch Friedhelm Funkel ersetzt, der den Abstieg aber auch nicht verhindern konnte aber eine Saison später wieder den Aufstieg packte. 2003/04 ging es dann aber mit miserabler Punkteausbeute von 23 Punkten zum dritten mal runter.

    Für die WM 2004 wurde übrigens das RheinEnergieStadion, Tribüne für Tribüne, wie bei uns errichtet und eröffnet.

    In der 2. Liga Saison 2004/05 sollte es dank der sagenhaften 24 Tore von Podolski wieder mal nach oben gehen, nur im direkt wieder abzusteigen...2007/08 unter Daum ging es wieder hoch, 2008/09 spielten die Kölner eine solide Bundesligasaison (Platz 12) und es sollte fast so aussehen als würde die (Re-)Etablierung in der ersten Liga in den kommenden Jahren gelingen. 2011/12 ging es aber wieder runter in Liga 2 und der direkte Wiederaufstieg gelang nicht.

    2013+ unter Stöger und Schmadtke: Rückkehr nach Europa!...und wieder tiefer Fall

    Im Juni 2013 wurde Peter Stöger neuer Trainer und Jörg Schmadtke Sportdirektor und mit diesem starken Team gelang nicht nur der souveräne Aufstieg, sondern auch Plätze 12, 9 und 5 in den kommenden Bundesliga-Jahren und auch die Rückkehr in die Europa-Liga.

    Die Hinrunde der Saison 17/18 war gekennzeichnet von Verletzungspech so dass zwischenzeitlich junge Spieler aus dem Nachwuchsbereich ohne Bundesligaerfahrung auf dem Platz standen. Der erste Saisonsieg gelang erst am 17. Spieltag- da war Stöger aber schon lange weg.

    Am 20. Dezember kam Simon Terodde zurück und schoss den 2:1 Siegtreffer gegen die Borussia aus Mönchengladbach in der Nachspielzeit- kurze Hoffnung auf eine Aufholjagd kam auf. Allerdings waren 7 Punkte auf den Relegationsrang nach 18 Spieltagen einfach ein zu tiefes Loch und spätestens nach dem 0:6 bei Hoffenheim am 28. Spieltag hatte man sich aufgegeben.

    Die 22 Punkte bedeuteten die schlechteste Saison eines Vereins in der 1. Bundesliga. Aber der FC hat eine Sache in den letzten 10 Jahren bewiesen: man gibt nicht auf und kommt wieder zurück!

    1_saisonrueckblick.jpg

    Bisher sieht es wieder nach einer direkten Rückkehr der Domstädter in's Oberhaus aus:

    1. Spieltag: Bochum- Köln 0:2, link*
    2. Spieltag: Köln- Union 1:1, link*
    DFB Pokal: BFC Dynamo- Köln 1:9, link**
    3. Spieltag: Köln- Aue 3:1, link*
    4. Spieltag: St. Pauli. Köln 3:5, link*
    5. Spieltag: Köln- Paderborn 3:5, link*
    6. Spieltag: Sandhausen- Köln 0:2, link*
    7. Spieltag: Köln- Ingolstadt 2:1, link*
    8. Spieltag: Bielefeld- Köln 1:3, link*
    (Quelle: *Bild Fussball auf youtube. letzter Zugriff 1.10 16:00
    **Sportschau auf youtube, letzter Zugriff 1.10 16:00).

    Sprich Platz 1 mit 4 Punkten auf den 2.platzierten; eine Bilanz von 6-1-1 und 21:12 Toren. Aus den letzten 5 Spielen kommt man mit SSNSSS. Die Saison im Detail:

    Bis zum Eigentor vom Leitsch kurz vor der Pause, war der VfL am ersten Spieltag die bessere Mannschaft und vor allem Kruse und Soares setzten die Kölner Abwehr mit guten Dribblings unter Druck. Kölns Timo Horn kam zu mehreren Gelegenheiten sich auszuzeichnen und auch die Latte musste retten.

    Nach einem Missverständnis zwischen dem jungen Talent IV Leitsch und TW Riemann landete eine harmlose Hereingabe kurz vor der Pause im Bochumer Kasten. Eine sehr glückliche Pausenführung für Köln - auch, weil Schiedsrichter Zwayer dem VfL nach Foul an Danilo einen klaren Elfmeter verweigerte.

    In der 2. Halbzeit wurde der FC dann stärker und kam zu guten Chancen: Leitsch rettete u.a. als letzter Mann und Hoogland auf der Linie. Die Kölner Drangphase belohnte dann Neuzugang Czichos aus Kiel: Einen Aufsetzer von Clemens nach einem Freistoß konnte Riemann noch abwehren, der Abpraller landete jedoch bei Czichosr, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschenkte. Das Spiel war gelaufen. Zwar kassierte Köln Gelb-Rot aber der VfL kam zu keinen nennenswerten Chancen mehr.

    Am zweiten Spieltag kam Union zum Montagsspiel: nach anfänglichen Schwierigkeiten dominierten die Gastgeber die Partie und gingen mit 64% Ballbesitz, 12:3 Torschüssen und dem 1:0 nach Tor von Clemens nach Sololauf in der 41. in die Pause. Köln war auch in der 2. Halbzeit die dominantere Mannschaft, versäumte aber das 2:0. In der 69. enteilte Gogia auf dem linken Flügel und flankte scharf rein- Andersson hielt nur noch den Fuß hin und traf zum 1:1 Endstand.

    Im Pokal ging es in der ersten Runde zum Regionalligisten BFC Dynamo nach Berlin. Nach einem langen Einwurf ging der Außenseiter nach 19 Minuten überraschend in Führung, wurde dann allerdings überrollt. Terodde per Hattrick zum 3:1 und fast wäre ihm sogar noch das 4. Tor in Halbzeit 1 gelungen. Drexler in der 44. zum 4-1. Risse 5:1, Drexler 6:1 und 7:1, Terodde 8:1 und nochmal Schaub 9:1.

    Beim St. Pauli am vierten Spieltag sollte man nach 25 Minuten mit 0:2 zurückliegen, aber dank Terodde die Partie drehen und die alleinige Tabellenführung übernehmen. Mit 9 Toren aus 3 Spielen stellte Terodde einen neuen Vereinsrekord auf: Nach 13 Minuten wurde RV Risse durch Pressing zum Abspielfehler gezwungen und der Paulianer Veerman erziehlte das 1:0 für die Hausherren. In der 25. erhöhten die Hamburger nach schöner Flanke sogar auf 2:0 und Keeper Horn musste sogar Kopf und Kragen riskieren um das 3:0 zu verhindern. In der 35 Minute schlugen die Kölner dann zurück: Clemens verlängerte eine Flanke ins lange Eck zum Anschlusstreffer. In der 45. gelang dann sogar der Ausgleich: Clemens steckte für Drexler am Strafraum durch, dieser setzte sich gegen Knoll durch und legte auf Terodde an der 5 Meterlinie- 2:2! In der 53. dann Foul im Hamburger Strafraum und das 3:2 für die Domstädter. In der 57. lief Pauli nach eigener Ecke in eine Konter und kassierte das 2:4, nur um in der 66. wieder zum Anschlusstreffer zu kommen. St. Pauli lief weiter an und wollte unbedingt das 4:4, aber letztendlich traf Köln in der 90.+6 durch Özcan zum 5:3 Endstand- wieder nach einem Konter.

    Gegen Paderborn setzte es beim 3:5 dann die ersten (Heim-)Niederlage der Saison. Die Paderborner hatten schon vor der Partie angegeben nach vorn spielen zu wollen und sie sollten sich dafür belohnen. Köln kam in den ersten 30 Minuten zu guten Chancen und 2 knappen Abseitstoren, die zu recht nicht zählten. Ein klares Handspiel im Paderborner Strafraum übersah der Schiedsrichter und zeigte zu unrecht nicht auf den Punkt. Im vierten Anlauf sollte dann aber doch noch das verdiente 1:0 durch Terodde nach Querpass Drexler fallen. Nur eine Minute später antwortete Paderborn mit einem Michel-Distanzschuss, den Horn nur nach vorne prallen lassen konnte - 1:1 durch Gueye. Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeit.

    In der 53. Minute wieder ein Angriff über den starken Drexler: Flanke verlängert die Flanke und Terodde brauchte den Ball nur noch über die Linie zu drücken. Aber nur 13 Minuten später wieder ein platzierter Schuss von Paderborn und das 2:2 durch Klement. In der 70. Minute ein von beiden Seiten hart geführter Zweikampf im Kölner Strafraum und Elfmeter für Paderborn- 3:2 für die Gäste. Köln antwortete nach einer Ecke mit dem 3:3, musste aber die Partie nach Gelb-Rot für Hector zu 10. beenden. In der 89. gelang Paderborn noch das 4:3 und Michel traf in der Nachspielzeit noch zum 5:3 für die Gäste. So muss man in Köln auftreten.

    Nach dem ernüchternden 3:5 gegen Paderborn ging es für die Kölner am 6. Spieltag zum noch sieglosen Tabellen 17. Sandhausen: Das achte Saison-Tor von Terodde sowie ein sehenswerter Seitfallzieher von Schaub reichten gegen bemühte aber im Abschluss einfach zu schwachen Sandhäuser zum 2:0. In der 43. Minute leistete sich Klingmann einen folgenschweren Ballverlust und Guirassy flankte in's Zentrum wo sich Schaub den Ball erst mit der Brust vorlegte und dann akrobatisch per Seitfallzieher abschloss.
    Die Kölner waren nicht überzeugend, aber im Stile einer Spitzenmannschaft ging man dann Mitte der 2. Halbzeit nach einer Ecke und Terodde mit 2:0 in Führung und entschied das Spiel so für sich.

    Am 7. Spieltag kam Ingolstadt mit neuem Trainer Alexander Nouri nach Köln und die Domstädter bestimmten weite Strecken des ersten Durchgangs, ließen aber fahrlässig Großchancen liegen. Die ''Schanzer'' kamen in der 53. Minute durch Kittel zur 1:0 Führung, trafen im Anschluss aber nach einem Matip- Kopfball nur den Pfosten. Als Kittel im Anschluss an eine Kölner Ecke Risse von den Beinen holte, gab es Elfmeter, den Terodde sicher verwandelte. Beide spielten in der Schlussphase auf Sieg: allerdings sollte es wieder Terodde nach einer Ecke sein, der die Kölner mit dem 2:1 auf die Siegerstrasse führte.

    In Bielefeld trafen am letzten Spieltag dann 2 Teams auf Augenhöhe aufeinander. Die Arminia hatte mehr vom Spiel aber Köln hatte die besseren Chancen. Nach Drexler Flanke war wieder Terodde zur Stelle und nickte zum 1:0 in der 45. Minute ein. Es war sein 100. Tor im 194. Spiel in der 2. Liga. In der 70. Minute wieder eine tolle Kombination Drexler-Terodde und Tor Nummer 101. In der 85. kam Bielefeld zwar noch zum Anschlusstreffer nach Flachschuss, aber der entscheidende Konter über Drexler und Cordoba führte zum 3:1 Endstand.


    1_Spieltag.jpg

    Der FC und die Drexler-Terodde-Tor-Maschine:

    Für 2,5 Millionen Euro hatte Drexler Holstein Kiel nach Saisonende verlassen, nicht mal zwei Monate später ist er für vier Millionen Euro (plus 500 000 im Aufstiegsfall) beim FC Köln gelandet. Drexler hatte in der Rückrunde sehr früh bei Midtjylland (Dänemark) unterschrieben, diese ließen aber durchsickern ihn für eine gutes Angebot wieder (weiter)ziehen zu lassen. In Köln traf Drexler neben seinem alten Trainer Markus Anfang auch auf andere Bekannte: mit Marcel Risse spielte Drexler einst gemeinsam im Leverkusener Nachwuchs, mit Rafael Czichos sowohl bei Rot-Weiß Erfurt als auch Holstein Kiel.

    Der FC und sein Erfolgstrainer Markus Anfang:

    Unter dem gebürtigen Kölner Markus Anfang holten die Kieler insgesamt 60 Punkte aus 33 Spielen (1,82 Punkte im Schnitt) in der Dritten Liga und schafften schließlich nach 36 Jahren die verdiente Rückkehr in die 2. Bundesliga.
    Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Tom Cichon wich der Aufstiegstrainer auch eine Liga höher nicht von seiner Maxime ab: ''Gepflegter Spielaufbau hinten und volle Attacke nach vorne''.

    Auch letztes Jahr sollte die von Anfang eingeimpfte Kieler Spielphilosophie von Erfolg gekrönt sein und der Durchmarsch in die erste Liga konnte nur in den 2 Relegationsspielen von Wolfsburg gestoppt werden. In Köln macht er nun da weiter, wo er in Kiel aufgehört hat. Mit 4-1-4-1 und mächtig Tempo nach Ballgewinn:



    Über Simon Terrodde wurde im Saisonrückblick schon einiges geschrieben. Aber die nackten Zahlen sind einfach beindruckend: 12 Tore in 7 Spielen. Der steigt einfach wahnsinnig hoch beim Kopfballspiel und hat die Physis im Zweikampf nicht weggedrängt zu werden.

    Ansonsten hat noch Christian Clemens 2 Tore geschossen und 4 vorbereitet, Louis Schaub 1 Seitenfallzieher Tor und 5 Assists und Drexler 5 Tore direkt vorbereitet.

    --> Einfach 'ne Menge Offensivpower, die die Kölner da haben. Unglaublich gefährlich nach Ecken.

    Unsere Zebras

    Für unseren neuen Coach TL und die Jungs kommt am Montag ein Spiel, welches sie nur gewinnen können:

    Realistischerweise ist Köln in Normalform auf dem Papier mindestens eine halbe Klasse besser als wir (Horn, Hector, Drexler, Terodde, etc.). Aber wenn wir unsere Fehler abstellen, vorne unsere Chancen kaltschnäuzig nutzen und über 90 Minuten konzentriert spielen, dann holen wir da auch was. Und wenn es auch nur Selbstvertrauen für die zukünftigen Wochen, Monate oder sogar der Grundstein für die nächsten Jahre sein wird.

    TL ließ in der Vergangenheit bei Braunschweig auch unser bekanntes 4-4-2 spielen. Und ich denke nicht, dass in der Kürze der Zeit eine neue Taktische Ausrichtung kommt. Aber das sie irgendwann kommen könnte lässt mich Luftsprünge vollführen!

    Zum ersten mal werde ich an dieser Stelle keine (Wunsch-)Aufstellung vom MSV posten- TL wird schon wissen an welchen Stellschrauben er in so kurzer Zeit drehen kann, damit wir mittel- bis langfristig wieder Erfolg haben. Ich lasse mich einfach mal überraschen im festen Glauben:

    Alles wird Gut.

    Update 2.10:
    Bemerkenswerte Randnotiz: TL started ausgerechnet gegen Markus Anfang, DEM Markus Anfang, mit dem der Weg für ihn in Braunschweig zu Ende ging.
    Lieberknechts Anfang fängt wieder beim Anfang an :D.
    Der Fussball schreibt schon Geschichten...
     
  33. Defenders

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    Nachdem unsere Zebras beim Tabellenführer den (Geiß-)Bock umgestoßen haben, begrüßen wir am 10. Spieltag den FC. St. Pauli zum Montagsspiel im schönsten Stadion der Welt.

    statistiken_pauli.jpg

    Direkte Duelle- Nach 16 Jahren letzte Saison endlich wieder zu Hause gegen Pauli gewonnen!

    Es wird das 25. Aufeinandertreffen der beiden sein, mit folgender Gesamt-Bilanz: 9 Siege MSV, 5 Unentschieden und 10 Siege Pauli mit 31:35 Toren.

    Bilanz_pauli (1).jpg

    In den Duellen aus der 1. BL steht es 3-1-0 für uns mit 9:5 Toren. In der 2. BL stehen wir mit 6 Siegen MSV, 4 Unentschieden, 10 Niederlagen und 22:30 Toren nicht ganz so gut da.

    Unsere Liga-übergreifende Bilanz zu Hause: 7-1-4 mit 18:13 Toren. Allerdings konnten wir vor letzter Saison die letzten 5 Spiele in Duisburg nicht gewinnen und der letzte Heimsieg war vor 16 Jahren am 6.12.2002 unter Dietz mit 2:1 (Tore Drsek und Ebbers). Somit bedeutete der 2:0 Erfolg letzte Saison am 34. Spieltag das Ende einer schwarzen Serie gegen die Hamburger mit insgesamt 12 Spielen in Folge ohne Sieg.

    Es trifft:

    Platz 16 auf 5.
    5 Punkte auf 16.
    1-2-6 auf 5-1-3.
    9:18 Tore auf 15:15.
    Einzige Mannschaft in der 2.BL ohne Punkt zu Hause und 2:8 gegen Auswärts-7. mit 2-1-2 und 5:8 Toren.
    Form NNNNU NUNS trifft auf SSNNN SSUS
    Letzter Auswärtssieg von St. Pauli am 6. Spieltag mit 1:0 in Ingolstadt- unser letzter Heimsieg...letzte Saison gegen St. Pauli am 34. Spieltag!

    Geschichte_pauli.jpg

    1910 steht als Gründungsjahr auf dem Logo und in der Tat nahm man ab diesem Jahr am Ligabetrieb (= 3. Liga) teil, allerdings war man damals noch die Fußballabteilung des Hamburg St-Pauli Turnverein von 1862. 1924 kam es dann zur rechtlichen Scheidung zwischen Turn- und Sportvereinen und es folgte der Eintrag als selbstständiger Klub ins Vereinsregister. In den Jahren bis zum Ende des 2. Weltkriegs entwickelte sich der FC St. Pauli zu einer Fahrstuhlmannschaft, die ständig zwischen der ersten und zweiten Klasse hin- und herpendelte.

    Nach 1945 gelang es dann aber sich für Jahre unter den norddeutschen Spitzenmannschaften zu etablieren. Aus dieser Zeit stammt auch die sportliche Rivalität mit dem HSV aus dem ''feinen'' Stadtteil Rothenbaum und man nahm diesen 1946/47 erstmals den Meistertitel in HH ab. In den folgenden 70 Jahren sollte man 4x in der ersten Bundesliga spielen, aber sich meistens im Mittelfeld der 2. Liga und vereinzelt sogar in der Spitzengruppe der Regionalliga bewegen.

    In Erinnerung geblieben ist mir aus dieser Zeit der 2:1 Erfolg als Tabellenletzter zu Hause gegen den FC Bayern und die ''Weltpokalsiegerbesieger'' T-Shirts, sowie die bundesweite Rettungs-/Spendenaktion 2002/03 um die Liquiditätslücke nach dem Abstieg aus der ersten Liga zu schließen.

    Seit dem Abstieg aus der 1. BL 2010/11 spielen die ''Kiezkicker'' im mittleren bis unteren Tabellenbereich der 2. Liga (10. Platz, 8. Platz, 15. Platz, 4. Platz, 7. Platz und 12. Platz letztes Jahr). Aus unserer Sicht besonders interessant ist die Zeit unter Ewald Lienen, der St. Pauli vor 4 Jahren auf einem Abstiegsplatz übernahm und rettete, bevor er die Kiezkicker 2015/16 auf den 4. Tabellenplatz führte. 2016/17 stand man nach 17 Spieltagen als Tabellenletzter mit 11 Punkten da. Man hielt Ewald die Treue und St. Pauli holte sagenhafte 34 Punkte aus den folgenden 17 Spielen und beendete die Saison als Tabellen 7.

    St.Pauli letzte Saison- Statt Aufstiegskampf- Abstiegskampf!

    Nach 9 Spieltagen stand man in 17/18 mit 16 Punkten in der Tabelle prächtig da und wurde für seine gute Abwehrarbeit, Effektivität und Kaltschnäutzigkeit vor dem gegnerischen Tor gelobt.

    Ab dem 10. Spieltag war aber ein Bruch zu erkennen: Plötzlich reichten ein 1:0 und die Abwehr um den starken Torwart Himmelmann nicht mehr aus, um ein knappes Ergebnis über die Zeit zu retten und 3 Punkte mitzunehmen. Besonders beim 0:4 im Frankenland wurde man nach der 20. Spielminute regelrecht ''vorgeFürth'' und Trainer Olaf Janßen gab sich damals noch kämpferisch, appellierte an die Spielerehre und griff hart durch. Ursprünglich war der 1. Advent als freier Tag vorgesehen, um 8:00 Uhr ließ Herr Janßen allerdings zum Straftraining bitten. Das war dann seine letzte Amtshandlung, denn danach wurde er entlassen und Markus Kauczinski gab sein Debüt- ausgerechnet gegen uns.

    Das Hinspiel am 17. Spieltag in Hamburg: 2:2- Kauczinski Debut- Zwei umstrittene Elfmeter, Nauber raus und Bouhaddouz fliegt mit Rot.

    Stoppelkamp hatte sich im Heimspiel gegen Fürth verletzt so das Engin auf Links auflief und wir trafen auf eine völlig andere Hamburger Mannschaft als sie sich in den Wochen zuvor präsentiert hatte:

    St. Pauli hatte viel Ballbesitz und machte mächtig Dampf nach vorne. Wir standen kompakt und lauerten. Nach einer Ecke von links köpfte Bomheuer an den rechten Pfosten und hatte unsere beste Chance in der Anfangsphase.

    Nach einer unübersichtlichen Situation im Fünfer, in der Fröde gegen Bouhaddouz fiel, entschied Schiedsrichter Dietz auf Strafstoß und unser Kevin verwandelte mittig zum 1:0. IG ersetzte in der Pause Nauber, der von einem Nehrig-Schuss am Kopf getroffen worden war, durch Blomeyer. Unsere Defensive geriet dadurch in schwere Turbulenzen: nach einem Fehler von Blomeyer hämmerte Sobota den Ball zum 1:1 in die Maschen. Nur drei Minuten später entschied Schiedsrichter Dietz erneut auf Elfmeter - diesmal für St. Pauli und es stand plötzlich 1:2 aus unserer Sicht.

    Kurz danach ließ sich dann Bouhaddouz zu einer Unsportlichkeit hinreißen: er spritzte Fröde mit seiner Wasserflasche mitten ins Gesicht - und flog mit glatt Rot vom Platz. In der Unterzahl ging St. Pauli in die Schlussphase und konnte unserem Druck nicht standhalten. Nach einem tollen Pass von Engin erzielte Iljutcenko den verdienten 2:2 Ausgleich.

    St.Pauli zwischen Spieltag 18 und 33: Kauczinksi Effekt verpufft (zu) schnell, es reicht aber am Ende

    Zwar gelang St. Pauli als Heimschwächstes Team eine Woche später gegen den VfL ein Sieg und eine Woche darauf in Dresden ein 3:1, danach schien der Kauczinski Effekt allerdings etwas verpufft und der Punkteschnitt vom neuen Trainer fiel unter dem vom Alten. Vor allem in Regensburg bot man eine indiskutable Leistung und schwächte sich mit 2 Roten Karten selbst- danach brannte die Hütte so richtig bei St. Pauli. Nur 30 Tore nach 30 Spielen waren damals der schwächste Wert aller Zweitligisten.

    Auf dem Papier hätte St. Pauli mit dem Abstieg eigentlich nix zu tun haben dürfen: das lag aber nicht nur am Trainer, sondern auch an der Zusammenstellung des Kaders. Dieser war für den Aufstiegs- und nicht den Abstiegskampf ausgelegt. Doch Formschwächen (Bouhaddouz, Allagui, Sahin) in Verbindung mit langfristigen Ausfällen (Sobiech, Nehrig, Buchtmann, Miyaichi, Schoppenhauer, Hornschuh...) und groben individuellen Schnitzern (Buballa, Park) waren letzte Saison nicht zu kompensieren. Ausgerechnet zu Hause sollte man aber den Karren wieder aus dem Dreck ziehen und kam als geretteter Tabellen-10. mit 43 Punkten an die Wedau:

    Das Rückspiel: Bajic und Onuegbu Abschied und endlich mal gegen St.Pauli gewonnen!

    Unsere Zebras wurden ein letztes mal von unserer Nummer 5 als Kapitän auf's Feld geführt. Obwohl es bei diesem Spiel um nichts mehr ging, suchten beide Mannschaften den Weg nach vorne. St. Pauli setzte dabei mehr aufs Flügelspiel, unsere Zebras auf schnelle Konter, die aber auf beiden Seiten nicht gefährlich wurden.

    Als sich schon beinahe alles auf ein 0:0 zur Halbzeit eingestellt hatte, unterlief dem Paulianer Avevor ein Querschläger, der zu einer Ecke für den MSV führte. Und aus dieser entsprang das 1:0: am Fünfer legte Park unfreiwillig für Stoppelkamp auf, der zur 1:0 Pausenführung einköpfte. In der Pause verabschiedeten wir uns dann von unserem ''King'', der mit Krone und Königsmantel ein letztes mal über den Rasen wandelte.

    Emotional wurde es dann so richtig nach etwa einer Stunde: Auf der Wechselanzeigetafel tauchte die Nummer 5 auf: Bajic durfte das Feld verlassen und genoss den Moment. Es gab zahlreiche herzliche Umarmungen und vom Publikum stehende Ovationen - schön auch, dass Schiedsrichter Deniz Aytekin die lange Auswechslung geduldig laufen ließ.

    In der Nachspielzeit dann die Entscheidung: Iljutchenko schickte Souza, der abzog, aber an Himmelmann scheiterte. Der Ball landete dann allerdings vor den Füßen von Gartner, der abstaubte und den 2:0-Endstand markierte.

    (Ich weiß nicht mehr wann genau das war, aber ich kann mich noch erinnern wie Stoppel Kauczinski mit einem Ball tunnelte oder veralberte und dieser darüber sichtlich erbost war :D Vielleicht hat einer das .gif noch irgendwo).

    saisonrueckblick_pauli.jpg

    1. Spieltag Magdeburg- St.Pauli 1:2, link*.
    2. Spieltag St.Pauli-Darmstadt 2:0, link*.

    1. Runde DFB Pokal Wehen Wiesbaden- St.Pauli 3:2 n.V., link**.
    3. Spieltag Union Berlin- St.Pauli 4:1, link*.
    4. Spieltag St.Pauli- Köln 3:5, link*.
    5. Spieltag Aue- St.Pauli 3:1, link*.

    6. Spieltag Ingolstadt- St.Pauli 0:1, link*.
    7. Spieltag St. Pauli- Paderborn 2:1, link*.
    8. Spieltag HSV- St.Pauli 0:0, link*.
    9. Spieltag St.Pauli- Sandhausen 3:1, link*.

    Testspiel 12.10 St. Pauli- Altona 5:0, link***

    (Quelle: *BILD Fussbal auf youtube, **SKY Sport HD und ***KickerTV. letzter Zugriff 13.10 22:00 Uhr).

    Obwohl man im Magdeburger Hexenkessel nach 16 Minuten mit 0:1 zurück lag, ließ man sich nicht davon beirren und Buchtman nutzte kurze Zeit später einen schwachen Klärungsversuch aus und markierte das 1:1 vom rechten Strafraumeck. Das Spiel plätscherte dann in der 2. Halbzeit vor sich hin. So war es schließlich ein Standard, der die Partie entschied: Niemeyer foulte Sobota vor dem Strafraum und Knoll, der sich schon in Regensburg einen Namen als exzellenter Freistoßschütze erarbeitet hatte, schnappte sich den Ball und zirkelte diesen mit dem linken Fuß über die Mauer ins Eck zum 2:1 Endstand für die Hamburger.

    Gegen Darmstadt war St. Pauli von Anfang an die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. In der 52. sollten die Hamburger dann zum verdienten 1:0 kommen: der Paulianer Flum bediente Möller Daehli auf dem rechten Flüge und dieser flankte in den 16er. Sirigu tauchte unter der Hereingabe hindurch und Neudecker köpfte unbedrängt zum 1:0. Darmstadt wurde danach an die Wand gespielt und hatte Glück, dass Allagui kläglich im 1:1 scheiterte. So blieb die Partie bis zur 85. Minute (zumindest vom Ergebnis her) spannend - dann setzte sich Neudecker spielend einfach gegen Medojevic durch und passte quer auf Buchtmann der nur noch zum 2:0 Endstand einschieben musste.

    2 Spiele 2 Siege. Aber dann viel man in ein Loch und sollte 4 Spiele in Folge verlieren

    In der ersten Runde des DFB Pokals sollte man dem 3. Ligisten aus Wiesbaden in einer spannenden Begegnung unterliegen: nach einer Ecke bekamen die Gäste im Strafraum den Ball nicht weg, Reddemann bedankte sich und vollstreckte zur 1:0 Pausenführung für den SVWW. Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischte St. Pauli. Nach zuvor sieben erfolglosen Ecken führte die achte schließlich zum Ausgleich: Den Standard von Knoll verlängerte Schönfeld an den zweiten Pfosten, wo Neudecker völlig blank stand und volley zum 1:1 traf. Danach war es ein Duell auf Augenhöhe und die Verlängerung musste her um einen Gewinner zu ermitteln: In der 103. Minute ging der SVWW dann durch einen Elfmeter mit 2:1 in Führung und erhöhte nach einer schönen Brandstetter Ablage sogar auf 3:1. Pauli sollte mit einem Tor nochmal rankommen, unterlag aber letztendlich verdient mit 2:3.

    Bei 2 Einwürfen vor dem Pausenpfiff in Berlin bei Union stand die Hamburger Abwehr völlig neben sich und kassierte 2 einfache Gegentore innerhalb von 200 Sekunden von denen man sich nicht mehr erholen sollte und letztendlich (dank gnadenloser Berliner Effizienz und Doppelpack Andersson) verdient mit 1:4 auseinander genommen wurde.

    Gegen den FC Köln wurde RV Risse nach 13 Minuten durch das Hamburger Pressing zum Abspielfehler gezwungen und Veerman erzielte das 1:0 für die Hausherren. In der 25. erhöhten die Hamburger nach schöner Flanke sogar auf 2:0 und Keeper Horn musste sogar Kopf und Kragen riskieren um das 3:0 zu verhindern. In der 35 Minute schlugen die Kölner dann zurück: Clemens verlängerte eine Flanke ins lange Eck zum Anschlusstreffer. In der 45. gelang dann sogar der Ausgleich: Clemens steckte für Drexler am Strafraum durch, dieser setzte sich gegen Knoll durch und legte auf Terodde an der 5 Meterlinie- 2:2! In der 53. dann Foul im Hamburger Strafraum und das 3:2 für die Domstädter. In der 57. lief Pauli nach eigener Ecke in eine Konter und kassierte das 2:4, nur um in der 66. wieder zum Anschlusstreffer zu kommen. St. Pauli lief weiter an und wollte unbedingt das 4:4, aber letztendlich traf Köln in der 90.+6 durch Özcan zum 3:5 Endstand- wieder nach einem Konter.

    Aue hatte seit dem 29. Spieltag letzte Saison zu Hause in der Liga nicht mehr gewonnen. Gegner damals: St. Pauli! Und auch dieses mal sollten die Hamburger Aufbauhilfe leisten: Nach einer schwachen Torwartabwehr gingen die Sachsen mit 1:0 in Führung. Ein Freistoß sorgte zwar für den 1:1 Ausgleich, aber vor der Pause traf Testroet dann aus fast 20 Metern zum 2:1 für Aue in den Winkel und die Sachsen sollten die Hamburger nach einem schönen Konter mit 1:3 nach Hause schicken.

    Zwischen den Spieltagen 6-9 und nach 4 Niederlagen in Folge sollte St. Pauli wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren:

    In Ingolstadt traten 2 Vereine aufeinander, die ihre Negativserie stoppen wollten. Dementsprechend war es ein chancenarmes Spiel mit vielen Fouls und Unterbrechungen. In der 77. dezimierten sich die Schanzer -genauso wie beim 0:6 in Bochum eine Woche zuvor- mit Gelb-Rot selbst. In der 82. Minute gelang den Hamburgern dann der Befreiungsschlag: der eingewechselte Zehir durfte aus der eigenen Hälfte ohne Druck einen hohen Pass in die Spitze schlagen. Dort war der ebenfalls eingewechselte Miyaichi Gimber enteilt und FCI-Keeper Knaller kam aus seinem Kasten, faustete aber am Ball vorbei, so das Gimber, der nach Kreuzbandriss sein erstes Zweitliga-Spiel seit Mai 2017 bestritt, die Kugel per Kopf ins Netz zum 1:0 Endstand lenken konnte.

    Der Erfolg in Ingolstadt schien den Paulianern Selbstvertrauen zu geben und in der Englischen Woche gelang ein 2:1 Heimerfolg in der Nachspielzeit gegen starke Paderborner: Wie man es nicht anders von der Baumgart-Truppe kennt, begann der Aufsteiger forsch mit packendem Offensivfussball und der verdienten Führung nach 32. Minuten durch Zolinski. Plötzlich kamen dann die Hamburger: Möller Daehli verzog noch aber Diamantakos machte es in der 37. Spielminute besser und spitzelte den Ball durch die Beine von Zingerle ins Tor zum unverdienten 1:1 Ausgleich. Ab der 86. Minute musste Paderborn in Unterzahl spielen, weil Gueye die Ampelkarte sah. Als sich schon alle auf ein Remis einstellten, kamen die Hamburger dank zweier Joker zum ganz späten Siegtreffer: Zehir schickte Veerman über die rechte Seite, der Angreifer war aus abseitsverdächtiger Position frei durch, legte rüber zu Neudecker und dieser schob aus kurzer Distanz zum umjubelten 2:1 Siegtreffer ein.

    Zum Abschluss der Englischen Woche trennten sich der HSV und St. Pauli im Hamburger Stadtderby mit einem gerechten 0:0 Unentschieden. Der HSV machte das Spiel, aber St.Pauli hatte die besseren Chancen. Man hätte nach über 7 Jahren bis zum letzten Aufeinandertreffen irgendwie mehr erwartet...

    Vor der Länderspielpause sollte man Sandhausen glücklich mit 2 Toren in der Nachspielzeit 3:1 besiegen und für den 3. Trainerwechsel in der Saison sorgen. Sandhausen hatte eigentlich das 1:0 auf dem Fuß, allerdings sollte Pauli nach 17 Minuten durch Diamantakos in Führung gehen. Sandhausen machte das Spiel, kam aber im letzten Angriffsdrittel kaum zu nennenswerten Chancen, bis es in der 73. dann doch nach einem Freistoß endlich mit dem Ausgleich klappen sollte. Sandhausen wollte gegen verunsicherte Gastgeber jetzt den Auswärtssieg, bot dadurch aber gefährliche Räume an - und wurde bestraft: Joker Veerman scheiterte zunächst im Eins-gegen-Eins, vollendete in der 90. Minute jedoch genial einen Doppelpass mit dem erst zwei Minuten zuvor eingewechselten Allagui, der souverän zum ebenso glücklichen wie umjubelten 2:1 einschoss. Buchtmann legte dann bei einem Konter in der Nachspielzeit sogar noch den 3:1-Endstand in der 94. nach.

    Im Testspiel am 12. Oktober schlug man übrigens mit dem anscheinend völlig genesenen Sami Allagui den Oberligisten Altona mit 5:0.

    Spieltag_pauli.jpg

    St. Pauli 2018/19 Tore in der Nachspielzeit, Konter und Jokertore!

    Wie oben schon beschrieben ist St. Pauli eine (über-)durchschnittliche 2. Liga Mannschaft, bei denen sich Leistungshochs und -tiefs regelmäßig abwechseln. Im Moment befindet man sich in einem Hoch und gewinnt die Spiele dank frischer Joker und guten Nerven in der Nachspielzeit. Mit Knoll, Buchtmann, Sobota (UPDATE: verletzt, bis voraussichtlich Jahresende!), Sahin und vor allem Allagui ist reichlich individuelle Klasse vorhanden, allerdings überzeugt die Mannschaft nur selten spielerisch. Unter Druck leistet man sich Haarsträubende Fehler und ist sehr konteranfällig.

    Was die Aufstellung angeht, setzt Trainer Kauczinski bisher entweder auf ein 4-2-3-1 oder 4-1-4-1. Ich erwarte eine enge Formation mit 4-2-3-1:



    ZOM Buchtmann ist mit 4 Toren und einer Vorlage aus 9 Spielen gefährlichste Offensivkraft. Veerman folgt mit 3 Treffern aus 7 Spielen. Christopher Avevor ist bester IV der 2. Bundesliga und überzeugt durch tolles Kopfballspiel und faire Zweikämpfe. Waldemar Sobota ist ein dribbelstarker Flügelflitzer und eigentlich gegen unsere (was Tempo angeht) eher anfällige LV Position eigentlich gesetzt.
    UPDATE: Sobota wird am MO bestimmt nicht auflaufen weil verletzt. (Quelle: mopo online, link, letzter Zugriff 18.10 22:00 Uhr).

    Deswegen ist wohl damit zu rechnen, dass #22Cenk Sahin für Sobota auf rechts beginnt.

    Es könnte (wie gegen Anfang) wieder eine Taktik-Schlacht werden, mit taktischen und personellen Wechseln. Falls Mittelstürmer Allagui nicht beginnt, wird er auf jeden Fall kommen.

    Unsere Zebras

    Mit dem verdienten 2:1 Sieg beim Tabellenführer haben unsere Jungs bewiesen, dass sie jeden schlagen können und völlig zu unrecht da unten stehen. Nichtsdestotrotz hat uns der Sieg in der Domstadt nur ''etwas weniger fern'' von Rang 15 gebracht und die Saison ist noch lang. Mit St. Pauli kommt ein Gegner mit reichlich individueller Klasse, der im Gegensatz zum FC, nicht unbedingt das Spiel in Duisburg machen muss/ wird.

    Ich bin sehr gespannt was sich TL überlegt hat, rechne aber fest damit, dass wir auch gegen die Hamburger (wenn auch nur zeitweise) die enge Raute sehen werden:

    [IMG]

    Die Kombo Iljutcenko-Tashchy funktioniert. Der Ausfall von Neumann schmerzt, da er seinen Job in der 5er Kette in der Schlussphase beim FC gut gemacht hat und sich so die komplette 4er Kette von alleine aufstellt.

    Unter'm Strich bin ich davon überzeugt, dass wir gegen St. Pauli punkten werden. Falls wir es schaffen Standards von Knoll und die Druckphase mit Jokern zum Ende des Spiels hin zu überstehen, sogar 3fach. Es ist- und bleibt aber ein harter Marathon, bei dem Geduld und Durchhaltevermögen gefragt sind.

    2:1 für unseren MSV!
     
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    Zuletzt bearbeitet: 20 März 2019
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    orwort

    Wie hat es TL in seiner Vorstellung am 2.Oktober so schön gesagt:

    ''...es ist eine Situation, die ich auch so einschätze, dass vieles Machbar ist...die eine Situation ist natürlich diese Punkte Konstellation, da ist für jeden klar, dass man erst Anschluss finden sollte...und da gehört auch eine gewisse Erfahrung aus den letzten Jahren zu...die bringe ich mit...den Anschluss schaffen und wissen, was wird da noch kommen...(...)...welche Rückschläge werden kommen...aber das alles entscheidende wird sein, der MSV bliebt am Ende der Saison in der zweiten Liga...'' (*).

    ''...was auch Fakt ist, das hat man letzte Saison bei Darmstadt 98 als gutes Beispiel gesehen, wie man bis zum Schluss agieren muss...(...) und das allerwichtigste ist, dass alle bereit sind da mit anzupacken...das wir jeden einzelnen Spieler brauchen, das ist Fakt, dass wir auch die Fans des MSV hinter uns brauchen...'' (**).
    (Quelle: * ab Minute 18 **ab Minute 12 aus der PK, link, letzter Zugriff 23.10 1:00 Uhr).

    Mit dem 2:1 Erfolg beim Tabellenführer aus Köln hat man den Anschluss geschafft. Das man gegen St. Pauli punktetechnisch nicht nachlegen konnte, macht den Erfolg in Köln nicht sinnlos, sondern nur um so wichtiger.

    Bei aller Enttäuschung über den Rückschlag am Montagabend (und es werden weitere schmerzhafte Rückschläge kommen!) ist der Weg noch weit und auch ein 10:0 Sieg hätte uns nicht an's Ziel gebracht und alle unsere Probleme schlagartig gelöst.

    Also heißt es zusammen stehen, hartnäckig bleiben, geduldig bleiben und jeder muss versuchen (s)einen Beitrag zu leisten damit wir am Ende der Saison in der 2. Liga bleiben. Ein nächster kleiner Schritt ist es sich auf das Kellerduell in Ingolstadt vorzubereiten und sich Mut zu machen -JETZT ERST RECHT!

    eroeffnung_ingolstadt.png

    Der Blick geht nach vorn auf den 11. Spieltag und die Begegnung beim Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt (ING). Mit einem Sieg würden wir die ''Schanzer'' bis auf weiteres auf Abstand halten, bzw. unten festsetzen und selbst einen kleinen Schritt aus dem Tabellenkeller machen.

    statistiken_ingol.jpg

    Direkte Duelle- In Ingolstadt noch nie verloren!

    Bisher gab es 10 direkte Duelle mit 5-4-1 und 20:10 Toren für uns- alle Begegnungen waren in der 2. Liga. In Ingolstadt ist unsere Bilanz 1-4-0 mit dem einzigen Sieg am 30.3.2013 mit 1:0 (Seitfallzieher Jovanovic in der 16. Minute).

    bilanz_ingolstagt.jpg

    Es trifft/ Statistiken

    Platz 18 auf 17.
    Beide haben 5 Punkte.
    Beide sind 1-2-7.
    9:19 Tore MSV, 9:23 Tore ING.
    Platz 16 der Heimtabelle mit 1-1-3 und 6:8 trifft auf Platz 11 der Auswärtstabelle mit 1-2-2 und 7:10 Tore.
    Letzter Auswärtssieg MSV war am 9. Spieltag in Köln und wird sind seit 3 Spiel auswärts ungeschlagen (Union, Magdeburg und eben Köln).
    Letzter Heimsieg ING war am 4. Spieltag mit 3:2 gegen Aue.
    Form NUUSN NNNNN trifft auf NNNNU NUNSN.
    Die zwei schlechtesten Abwehrreihen der Liga treffen aufeinander.
    Die zwei schlechtesten Offensiven der Liga treffen aufeinander (Sandhausen aber auch nur 9 Tore).

    Klassisches Kellerduell also.

    geschichte_ingolst.jpg

    Der ''Fußballclub'' wurde erst 2004 gegründet und entstand aus den beiden Vereinen ESV Ingolstadt und MTV Ingolstadt. Die Fusion erfolgte auf Initiative des Unternehmers Peter Jackwerth: 2003 hatte der ESV Ingolstadt große finanzielle Probleme und meldete sich bei ihm. Er wurde Präsident und Trikotsponsor beim ESV. Daraufhin meldete sich auch der finanziell angeschlagene MTV bei ihm und in Absprache mit der Politik und den anderen verantwortlichen schmiss man eben beides zusammen und gründete den FC Ingolstadt 04.

    Nachdem man in der ersten Bayernligasaison 2004/05 den Aufstieg noch knapp verpasste, folgte ein Jahr später 2006 der Aufstieg in die Regionalliga. Zwei weitere Jahre später stieg man in die 2. Liga auf und es kam u.a. zu den o.g. Duellen gegen uns. Zwischendurch stieg man 1x wieder in die 3.Liga ab, kam aber direkt wieder zurück. Größter Erfolg war die 2. Liga Meisterschaft 14/15 und damit die 1. BL.

    Die erste Saison in der Bundesliga beendete man auf dem 10. Platz, bevor man vor 2 Jahren als Tabellen 17. mit 8-8-18 und 36:57 Toren verdient abstieg. Dabei mussten die Ingolstädter 11 Spieltage auf ihren ersten Sieg warten und stellten die heimschwächste Mannschaft mit 4-5-8 und 21:30 Toren.

    Exkurs: Weshalb nennt man die Ingolstädter ''Schanzer'?

    Im letzten Jahrhundert hat man noch gerne einen Beinamen für die Bewohner benachbarter Gemeinden benutzt. Die ''Schanzer'' zum Beispiel lebten in der Schanz, womit die Befestigung der Stadt gemeint war. Ingolstadt war bayerische Landesfestung über Jahrhunderte hinweg: gewaltige Wälle und Mauern wurden errichtet. Napoleon machte sie kaputt, König Ludwig baute sie wieder auf und viele dieser Bauten stehen noch heute und beherbergen Büroräume oder Schulen sowie das Stadtmuseum. Deswegen steht bei denen ''Schanzer'' auf dem Logo. Und ja, das verb: (sich) ''verschanzen'' hat auch damit zu tun.

    Ingolstadt letzte Saison- Trainer Walpurgis nach 4 Spieltagen raus

    Trotz eines der teuersten und (auf dem Papier) besten Kaders der 2. Bundesliga, startete ING in die Saison 17/18 mit 3 Niederlagen in Folge. Zwar überstand man die 1. Pokalrunde, aber das Missverständnis Trainer Walpurgis wurde vor dem 4. Spieltag vorzeitig beendet und dieser durch Interimstrainer Stefan Leitl abgelöst. Dieser bedankte sich sogleich mit einem 1:0 Sieg im 0-Punkte Krisengipfel in Fürth am 4. Spieltag.

    Vor allem zu Hause ging für die ''Schanzer'' überhaupt nichts: den ersten Heim-Punkt holte man mit dem 2:2 gegen uns am 7. Spieltag -->

    7. Spieltag 17/18: Das Hinspiel endet verdient 2:2- 2 mal Tashchy, 2 mal Wahl

    Ingolstadt war zu diesem Zeitpunkt noch punktlos zu Hause, hatte aber am Spieltag zuvor 4:0 bei St. Pauli gewonnen. Wir hatten noch das 1:6 gegen Nürnberg in den Köpfen und mussten auf unseren Spielmacher #23Schnellhardt verzichten (Fieber). ING war spielbestimmend, hatte 60 Prozent Ballbesitz, geriet aber in Rückstand: Nach einem weiten Wolze Einwurf sprang der Ball von Matip genau richtig vor die Füße von Tashchy und dessen Schuss landete im Netz. Wir standen tief und überließen immer stärker werdenden Ingolstädter das Spiel- das wurde in der 42. Minute nach einer kurze Ecke von Kittel auf Wahl mit dem 1:1 bestraft. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel traf erneut Wahl, erneut nach einem Eckball und einem unbedränkten Hin- und Hergeköpfe der Ingolstädter in unserem Strafraum...staunend beäugt von unserer, im Strafraum zahlreich bewegungslos stehenden ''Verteidigung''.

    Kurz darauf antwortete Tashchy mit seinem zweiten Tor, abermals nach einem Einwurf und einem schönen Dribbling. Ingolstadt machte daraufhin wieder das Spiel aber kam zu keinen Chancen mehr. Verdientet 2:2 Unentschieden.

    Ingolstadt zwischen Spieltag 7 und 24: kleiner Zwischensprint, dann gerät der Audi Motor wieder mächtig in's Stocken

    Am folgenden Spieltag war ING dann einer der ganz wenigen ''Punktelieferanten'' beim VfL Bochum und verlor mit 0:2. Danach kam ein unglaubliches Zwischenhoch mit 4 Heimsiegen in Folge und insgesamt 17 von 21 Punkten. Es schien als wäre der Knoten geplatzt, aber die 0:2 Heimniederlage gegen Braunschweig am 16. Spieltag sorgte für einen großen Dämpfer. Es folgten 2 Siege aus 8 Spielen und somit graues Mittelmaß in der Tabelle. Die letzte Chance oben anzugreifen sollte man dann gegen uns vergeben:

    24. Spieltag und Rückspiel in Duisburg: Flekken hält einen Elfmeter und wir gewinnen trotz seiner Flasche 2:1

    Wir hatten auch das Rückspiel gegen Nürnberg gerade mit 1:3 verloren, kamen aber mit einer guten (Heim-)Serie ins Spiel gegen die Ingolstädter. Es war das Duelle Tabellen 6. gegen 7.

    Wolze fehlt mit Gelb-Sperre und Pogge und Hajri stellen unsere AV. Wir kamen gut in's Spiel, gerieten aber durch einen unglücklichen Zweikampf von Blohmeyer im eigenen 16er in der 12. Spielminute fast in Rückstand: Den Elfmeter von Kutschke parierte Flekken aber weltklasse und riss auf dem Weg in die rechte Ecke die Pranke noch nach oben um den mittigen Schuss abzuwehren. Eine Minute später dann eine tolle Kombination über Stoppel und Pogge und Engin traf aus 5 Metern zum 1:0. Und nur 5 Minuten später trafen wir nach einer Ecke regelkonform zum 2:0, allerdings wurde das Tor nicht gegeben. Im Stadion jubelte noch alles, der Zebra-Twist lief und der Ingolstädter Torwart führte den Freistoß regelwiedrig (Ball ruhte nicht und so weit ich mich erinnere hatte der Schiedsrichter diesen auch noch gar nicht freigegeben) schnell aus, der Ball kam hoch zu Nauber, der diesen dann im Duell mit Kutschke zu Flekken zurückköpfte.

    Flekken hatte nur leider nicht mitbekommen, dass das 2:0 nicht gezählt hatte und war routinemäßig zu seiner Flasche gegangen um einen Schluck zu trinken und stand leider nicht im Tor um das 1:1 durch Kutschke zu verhindern. Dumm gelaufen, aber eben auch eine unglaubliche Kette aus Fehlentscheidungen und unglücklichen Umständen. Unvergesslich wird es für immer bleiben.

    Es war ein hart umkämpftes Spiel im Mittelfeld mit zwischenzeitlich 4 Gelben Karten in 6 Minuten. Als dann noch Cohen Schnellhardt mit einem herben Tritt in's Gesicht traf, gab es direkt Rot und ING musste eine Halbzeit lang mit 10 Mann bestreiten. In der 66. Minute rauschte Nyland nach einer Flanke voll in Iljutcenko rein, ohne den Ball zu klären- Elfmeter! Ohne Kevin übernahm Boris Verantwortung und erzielte das 2:1 für unsere Zebras. Zugegeben, der Schiedsrichter war nicht der Beste, aber seine (Fehl-)Entscheidungen waren wenigstens gleichmäßig verteilt. Das Geheule von Trainer Leitl in der PK war danach dementsprechend unangebracht.

    Die Saison sollte Ingolstadt dann gewohnt konstant mit inkonstanten Ergebnissen zu Ende spielen und als Tabellen 9. beenden. Wir fielen nach dem Sieg in ein tiefes Loch von 6 sieglosen Spielen.

    saisonrueckblick_ingolstadt.jpg

    Nachdem man 2 Jahre in der 1. Bundesliga mitgespielt hatte, war den Ingolstädtern irgendwie die Kämpfer-Mentalität abhanden gekommen und man legte mit dickem Portmonnaie mächtig auf dem Transfermarkt für die neue Saison nach. Die ''Schanzer'' wollten mit jungen, hungrigen Spielern offensiv spielen und die Anhänger begeistern. Daraus ist nichts geworden:

    01. Spieltag Regensburg- Ingolstadt 2:1, link,*
    02. Spieltag Ingolstadt- Fürth 1:1, link,*
    DFB Pokal Erste Runde Paderborn- Ingolstadt 2:1, link**
    03. Spieltag Magdeburg- Ingolstadt 1:1, link,*
    04. Spieltag Ingolstadt- Aue 3:2, link,*
    05. Spieltag Bochum- Ingolstadt 6:0!, link,*
    06. Spieltag Ingolstadt- St. Pauli 0:1, link,*
    07. Spieltag Köln- Ingolstadt 2:1, link,*
    08. Spieltag Ingolstadt- Union 1:2, link,*
    09. Spieltag Ingolstadt- Paderborn 1:2, link,*
    10. Spieltag Sandhausen- Ingolstadt 4:0, link,*

    (Quelle: *Bild Fussball auf youtube, **SKY Sports auf youtube, letzter Zugriff 23.10 1:00).

    Von Kämpfer-Mentalität ist beim finanziell gesegneten FCI auch diese Saison nichts zu sehen. Auf dem Papier Top Namen --> auf dem Platz keine intakte Mannschaft.

    In Regensburg beim Bayern Derby ging man durch einen sehenswerten Alleingang und Abschluss von Neu-Ingolstädter Kerschbaumer in Führung, baute aber in der Folge immer weiter ab und engagierte Regensburger gewannen die Saisonpremiere letztlich verdient mit 2:1. Am 2. Spieltag gegen Fürth trafen zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander, die es allerdings beide versäumten ihre zahlreichen Großchancen zu Nutzen, so dass 2 Ecken für 2 Tore und eine gerechte 1:1 Punkteteilung sorgten. Im Pokalspiel in Paderborn sollte man technisch überlegen sein und mächtig pressen, aber in den entscheidenden Momenten die nötige Konzentration vermissen lassen und innerhalb von 10 Minuten 2 Gegentore kassieren. In der 75. Minute dann der Anschlusstreffer von Kittel nach schönem Freistoß, aber eben auch wieder eine Einzelaktion. Am Ende hieß es 2:1 für den SCP. In Magdeburg traf man auf eine technisch deutlich schwächere, aber kämpferisch überlegenere Truppe die zwischenzeitlich höher als 1:0 hätte führen müssen. Magdeburg wurde ein klarer Elfmeter nicht gegeben und den Freistoß zum 1:1 durch Kittel hätte es auch nie geben dürfen. Unverdienter Punktgewinn in MD.

    Im Heimspiel gegen Aue dann die Szene, die die ING Saison bisher am besten zusammenfasst: Testroet bekommt durch Zufall den Ball im 16er und kann sekundenlang gegen 3-4 Schanzer alleine um den Ball kämpfen und diesen letztendlich im Tor zum 1:1 Zwischenstand unterbringen, nachdem ING nach einem Freistoß in Führung gegangen war. Wieder einmal ließ Ingolstadt in entscheidenden Momenten jegliche Konzentration und Einsatz vermissen. Zwar gewann man letztendlich nicht unverdient mit 3:2 (Neuzugang Osawe hatte noch 2x schön vorbereitet) aber auch nur weil es das auswärtsschwache Aue war.

    In Bochum kassierte man nach 30 Sekunden Gelb, nach 4 Minuten einen Elfmeter, nach 20 Minuten 3 Tore und im späteren Verlauf noch eine Gelb-Rote Karte. Das Spiel endete 6:0 für den VfL. Nichts gegen Bochum, aber wer 6 Tore gegen Bochum kassiert, war mental wohl in der Kabine geblieben. Da rutschten Bälle einem Erstliga IV wie Matib einfach durch die Beine...es war teilweise Slapstik pur im Ingolstädter Strafraum...

    Am 6. Spieltag traten mit Ingolstadt und St. Pauli 2 Vereine aufeinander, die ihre Negativserie stoppen wollten. Dementsprechend war es ein chancenarmes Spiel mit vielen Fouls und Unterbrechungen. In der 77. dezimierten sich die Schanzer -genauso wie beim 0:6 in Bochum eine Woche zuvor- mit Gelb-Rot selbst. In der 82. Minute gelang den Hamburgern dann der Befreiungsschlag: der eingewechselte Zehir durfte aus der eigenen Hälfte ohne Druck einen hohen Pass in die Spitze schlagen. Dort war der ebenfalls eingewechselte Miyaichi Gimber enteilt und FCI-Keeper Knaller kam aus seinem Kasten, faustete aber am Ball vorbei, so das Gimber, der nach Kreuzbandriss sein erstes Zweitliga-Spiel seit Mai 2017 bestritt, die Kugel per Kopf ins Netz zum 1:0 Endstand für St. Pauli lenken konnte. Leitl wurde danach vom Hof gejagt und Aleyander Nouri übernahm.

    In Köln konnte man eigentlich nur gewinnen, verlor aber unglücklich: Die Domstädter bestimmten weite Strecken des ersten Durchgangs, ließen aber fahrlässig Großchancen liegen. Die ''Schanzer'' kamen in der 53. Minute durch Kittel zur 1:0 Führung, trafen im Anschluss aber nach einem Matip- Kopfball nur den Pfosten. Als Kittel im Anschluss an eine Kölner Ecke Risse von den Beinen holte, gab es Elfmeter, den Terodde sicher verwandelte. Beide spielten in der Schlussphase auf Sieg: allerdings sollte es wieder Terodde nach einer Ecke sein, der die Kölner mit dem 2:1 auf die Siegerstrasse führte. Zum ersten und einzigem mal in der Saison stimmte der Einsatz beim FCI über 90 Minuten.

    Aber damit war es im Heimspiel gegen Union vor 7.000 Zuschauen auch schnell vorbei: Bis zum 0:1 war man teilweise nicht in der Lage einen genauen Pass ins mittlere-, geschweige denn letzte Angriffsdrittel zu spielen. Hinten verursachte man mal wieder stümperhaft einen Elfmeter und Andersson traf zum völlig überfälligen 1:0 für die Berliner. Zugegeben, danach lief der Audi Motor wieder etwas flüssiger, aber ohne echte Gefahr. Union hätte 3:0 und höher gewinnen müssen, das 1:2 Endergebnis spiegelt den waren Spielverlauf überhaupt nicht wieder. (Das 1:2 übrigens mal wieder nach Standard-Elfmeter Kutschke).

    Auch die 2. Chance gegen Paderborn sollte man beim 1:2 nicht nutzen und dieses mal sogar durch eigene Waffen geschlagen werden: so waren es zwei tolle Freistoßtore von Klement, die dem Aufsteiger 3 Punkte beschwerten und die 3. Niederlage von Nouri als Trainer im 3. Spiel bedeuteten.

    In Sandhausen letzte Woche tauchte man dann wie in Bochum erst gar nicht erst auf und kassierte eine 0:4 Niederlage. Wieder Elfmeter für den Gegner, wieder schön die Tore aufgelegt -> der teuere Audi auf dem Weg zum Totalschaden. Symptomatisch: IV und Kapitän Matip akut Gelb-Rot gefährdet in der 44. raus.

    Fazit: Ingolstadt auf dem Papier Top 3, aber im Moment alles Einzelspieler, fast alle Tore Einzelleistungen und/ oder Ecken und/oder Elfmeter und hinten legt man dem Gegner gern mal auf. Gegenwehr erst in der Schlussphase und/oder nach 2 Tore Rückstand. Es wird auch gerne mal (nach)getreten und die eine oder andere Partie mit 10 Mann beendet.

    spieltag_ingolstadt.jpg

    Vielleicht ließt es man oben heraus: es ärgert mich, dass zwischen uns und Ingolstadt keine Punkte liegen. Die lassen ''einfachste'' Eigenschaften vermissen und haben Glück, dass sie überhaupt 5 Punkte auf dem Konto haben. Die haben teilweise überhaupt keine Lust Fussball zu spielen. In Köln vor 50.000+, ja da zeigt man sich mal gern und ist motiviert. Aber das 1:1 Tor gegen Aue, 0:4 in Sandhausen und 0:6 in Bochum sagen alles- mental ist man noch in Liga 1 und ist sich scheinbar zu fein für 2. Liga Alltag.

    Das im Rückspiel bei uns gezeigte Banner ist also immer noch aktuell-->

    2018-02-24 14.55.44.jpg
    (Quelle: MSV- Ingolstadt Saison 17/18, eigenes Bild).

    Bisher hat Nouri in seinen 4 Niederlagen 3x mit 3-5-2 und in Sandhausen mit Leitls 4-2-3-1 spielen lassen. So startete man letzte Woche beim 0:4 in Sandhausen:



    Irgendwann muss man sich aus Ingolstädter Sicht auch mal von den (teuren) Namen lösen und technisch schwächere- aber mental motiviertere Spieler wie MS #14 Osawe für den lauffaulen und desinteressierten #20Kutschke bringen (was war der gut in Dresden vor 2 Jahren!). Es spielt letztendlich keine Rolle, ob ING mit 3er oder 4er Kette beginnt, so lange die Start 11 nicht als Einheit auftritt und sich amateurhafte Fehler im eigenen 16er erlaubt. Denke es bleibt beim 4-2-3-1.

    Freistöße und Ecken sollte man gegen ING dringend vermeiden, denn nur so treffen die Ingolstädter. Ansonsten reicht es im Moment den Ball regelmäßig mit Tempo in den 16er zu bringen- die legen einem dann entweder auf- oder einen um und es gibt wieder Elfmeter für den Gegner.

    Meine Sorge ist nur, dass die Ingolstädter Maschine stark genug für die 2. Liga ist und es eben nur die vermeintlich ''einfachen'' Eigenschaften sind, die sich ändern müssen, damit der Audi wieder in die Spur gerät. Hoffentlich passiert das nicht ausgerechnet gegen uns...

    Unsere Zebras

    Leider sind unsere Optionen im Moment in der Defensive und auf der linken Seite durch Verletzungspech stark eingeschränkt. In Köln hat die Raute zwischenzeitlich prima funktioniert, gegen Pauli dagegen gar nicht. Ich denke aber die Raute ist unsere Startformation und sie wird dann eben nach Spielentwicklung angepasst:

    [IMG]

    Tashchy muss in die Rolle als ZOM in der Raute erst noch reinwachsen und die Abstimmung mit Iljutcenko ist einfach besser als die mit Verhoek. Gern würde ich Gyau für Sukuta-Pasu sehen aber Engin auf jeden Fall eine Pause gönnen.

    Gegen St. Pauli hatten wir mit 3'er Kette und LAV und RAV in der 2. Halbzeit die Oberhand, möglicherweise auch ein Mittel in Ingolstadt:

    [IMG]

    Mein Tipp!

    Im Gegensatz zu den ''Schanzern'' ist unsere Mannschaft intakt, hat einen erfahrenen Trainer, den (Geiß-)Bock auswärts umgestoßen und weiß die Verantwortlichen und Fans hinter sich.

    Unsere kämpferischen Zebras werden ohne schweren Heim-Rucksack dem Audi die nächste Delle auf dem Weg zum Totalschaden beibringen und sich mit 2 Toren Abstand verdient durchsetzen.
     
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    Zuletzt bearbeitet: 4 April 2019
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    ''...ich bin schon wieder Richtung Paderborn unterwegs...für uns jetzt ein schöner Abend mit 'nem Sieg, der natürlich dem Verein guttut...aber leider ist es eben nur der Abend...und wir spielen schon wieder am Samstag...(...)''
    (Quelle: Statement TL in der PK nach dem Bielefeld Spiel, link, ab ca. 0:30, letzter Zugriff 1.11 2:00 Uhr).

    So schön und verdient das 3:0 bei (zugegeben kriselnden) Bielefeldern war, es war in der Tat eben nur ein schöner Moment auf unserem langen, steinigen Weg zum Saisonziel. Volle Konzentration also auf's nächste Spiel!

    Titel_SCP.png
    (Abb.1 ''Wir sind fest entschlossen, heute wird scharf geschossen, MSV-Dresden 17.12.2017, Quelle: Eigene Aufnahme).

    Abschluss der Ost-Westfalen Woche am 12. Spieltag der 2. Bundesliga. Am Samstag empfangen wir um 13:00 Uhr die -hinter Köln- zweitstärkste Offensive der Liga: den Aufsteiger aus Paderborn.

    statistiken_SCP.jpg

    Direkte Duelle:
    Es wird das 17. Duell der beiden sein (12x 2.BL, 2x 3.Liga und 2x DFB Pokal) mit 9-3-4 und 25:15 Toren für uns.

    gesamtbilanz_SCP.jpg

    Im Detail:
    Im Pokal setzten sich 2x die Paderborner gegen uns durch (mit 3:2 in Duisburg im ersten 3. Liga Jahr 2013 und 2:1 in Paderborn 2004). In der 3. Liga gewannen wir vor 2 Jahren 2x mit 1:0 und in der 2. Bundesliga ist unsere Bilanz 7-3-2 und 20:10. Unsere Heimbilanz ist (wettbewerbsübergreifend) 4-1-3 mit 13:11 Toren. Letzte Niederlage, wie oben beschrieben, 2013 im Pokal und letzter Heimsieg am ersten Spieltag in der 3. Liga vor 2 Jahren.

    Es trifft:
    Platz 17 auf Platz 6.
    6 Punkte auf 17.
    1-3-7 und 10:20 auf 4-5-2 und 22:18.
    Ergo: die schlechteste Offensive auf die 2. beste Offensive und 2. schlechtestes Abwehr auf 4. schlechteste Abwehr.
    Platz 18 der Heimtabelle mit 0 Punkten und 2:9 gegen Platz 7 der Auswärtstabelle mit 2-1-2 und 10:9 Toren.
    Form (Pokal in Klammern): UNSNU(S) trifft auf NSSUU(S).

    (Unter TL sind wir übrigens 1-1-1 mit 3:3 Toren und damit Platz 10 in der Formtabelle der letzen 3 Spieltage. Die Statistiken oben werden von unserer furchtbaren Heimbilanz 'runtergezogen).

    geschichte_scp.jpg

    Der heutige Verein SC Paderborn 07 (SCP) entstand aus der Zusammenlegung vom 1. FC Paderborn (Logo 1) und TuS Schloß Neuhaus (Logo 2)- zunächst noch namentlich bekannt als TuS Paderborn-Neuhaus (Logo 3). Seit 1997 heißt es SC Paderborn 07 mit aktuellem Logo (4.).

    logo_historie_SCP_2.jpg
    (Quelle: Wikipedia, link, letzter Zugriff 1.11 2:00).

    2005 stiegen die Paderborner in die 2. Bundesliga auf und konnten sich dort 2 Jahre halten, bevor man in die 3. Liga abstieg und sofort wieder aufstieg. 2014/15 gelang sogar der Aufstieg in die 1. Bundesliga (und das 82,3 Meter Tor von unserem Stoppelkamp am 4. Spieltag gegen den HSV), es folgte aber der direkte Abstieg und ein historischer Durchmarsch runter bis (fast) in die 4. Liga:

    2015/16 ging es zusammen mit uns runter in die 3. Liga und dort sollte es für den SCP auch nur für Platz 18 reichen. Trauriger Höhepunkt war damals wohl das Heimspiel gegen Aalen mit nur 3.500 Zuschauern. Den Durchmarsch von Liga 1 in die Regionalliga verhinderte aber die verweigerte Lizenz für 1860 München.

    Und diese Chance sollte man in Paderborn unter neuem Trainer Steffen Baumgart nutzen, der es bemerkenswerterweise schaffte, seine Mannschaft (noch bevor die verweigerte Lizenz von 1860 feststand) für das Finale des Westfalenpokals gegen die Sportfreunde Lotte -trotz vermeintlichen Abstiegs in die Regionalliga- zu motivieren und zum Sieg zu führen. Nicht unwichtig: denn in der Aufstiegssaison schaffte man es unter die letzten 8 im DFB Pokal!

    Die letzte Saison war eh ein ''Fussballmärchen'': Man nahm einen radikalen Schnitt im Sommer vor und trennte sich von mehreren Stammspielern – vor allem Ü30-Spieler wie Lukas Kruse, Sebastian Heidinger und sogar Kapitän Tim Sebastian waren betroffen. Auf der anderen Seite wurden fast ausschließlich junge und entwicklungsfähige Akteure aus der Regionalliga verpflichtet. Es ist der "alter Paderborner Weg", den die Verantwortlichen um Manager Markus Krösche beschreiteten und den SCP zurück zum Erfolg führten.

    Und dieser Erfolg liegt klar in der Offensive, oder wie es Baumgart sagt: ''Angriffsfussball- darauf habe ich Bock!'' (Quelle: BILD Bundesliga 2018/19, Seite 216). 2017/18 erzielte man sensationelle 90 Tore (3. Liga Rekord!) und auch diese Saison gehört man zu den besten Offensiven der Liga.

    Man ist körperlich und mental topfit, steht hoch, attackiert früh und sucht den Zweikampf und Abschluss. Und damit hat man auch in Liga 2 Erfolg -->

    SAisonrueckblick_scp.jpg

    Spieltag 01: Darmstadt- Paderborn 1:0, link*
    Spieltag 02: Paderborn- Regensburg 2:0, link*

    1. DFB Pokalrunde: Paderborn- Ingolstadt 2:1, link**

    Spieltag 03: Fürth- Paderborn 2:2, link*
    Spieltag 04: Paderborn- Bochum 2:2, link*
    Spieltag 05: Köln- Paderborn, 3:5, link*
    Spieltag 06: Paderborn- Magdeburg 4:4, link*
    Spieltag 07: St.Pauli- Paderborn 2:1, link*
    Spieltag 08: Paderborn- Aue 1:0, link*
    Spieltag 09: Ingolstadt- Paderborn 1:2, link*
    Spieltag 10: Paderborn- Union 0:0, link*
    Spieltag 11: Sandhausen- Paderborn 3:3, link*

    2. DFB Pokalrunde: Chemie Leipzig- Paderborn 0:3, link**
    (Quelle: *BILDFussball auf youtube, **SKYSport auf youtube, letzter Zugriff 1.11 2:00).

    Der Saisonauftakt in Darmstadt ging gründlich daneben und von der SCP Offensiv-Power der letzten Saison war nicht viel zu sehen. Darmstadt ging durch Dursun in Führung, hatte aber Glück das TW Heuer-Fernandez einen Elfmeter hielt, den er selbst verursacht hatte. Es blieb beim 1:0 für Darmstadt. Nach 817 Tagen feierte Paderborn seine Heimspiel-Rückkehr in der 2. Liga am 2. Spieltag gegen Jahn Regensburg. Nach einer Klement-Ecke nickte Gjasula in seinem Zweitliga-Debüt mit seinem Helm zur 1:0-Führung ein und der SCP machte das ganze Spiel über mächtig Dampf nach vorn. Folgerichtig erhöhte Klement nach einem Fehler der Regensburger zum 2:0 Endstand.

    In der ersten Pokalrunde gegen den FC Ingolstadt (und mit Pokal-Torwart Ratajczak) presste man früh und setzte den Gegner mit harten Zweikämpfen mächtig unter Druck. Innerhalb von 10 Minuten ging man mit 2 Toren in Führung (Doppelpacker Hünemeier) und sollte das Spiel- bis zu einem Kittel Freistoß- im Griff haben und sich mit 2:1 durchsetzen.

    In Fürth kassierte man in der 45. Gelb-Rot und lag nach 84 Minuten mit 0:2 zurück. Aber der SCP bewies in Unterzahl Moral, erzielte den Anschluss durch einen sehenswerten Klement Freistoß und kam in der 91. zum verdienten 2:2 Ausgleich. In einem von Anfang an stark umkämpften Heimspiel gegen den VfL Bochum mit vielen Fouls drehte man einen 0:1 Rückstand in eine 2:1 Führung durch Tore von Klement (Elfmeter) und Michel, musste aber in der Schlussphase noch den 2:2 Ausgleich durch einen Joker hinnehmen.

    In Köln dann der bisherige Höhepunkt der Saison: Die Paderborner hatten schon vor der Partie klar angegeben nach vorn spielen zu wollen und sie sollten sich dafür belohnen. Köln kam in den ersten 30 Minuten zu guten Chancen und 2 knappen Abseitstoren, die zu recht nicht zählten. Ein klares Handspiel im Paderborner Strafraum übersah der Schiedsrichter und zeigte zu unrecht nicht auf den Punkt. Im vierten Anlauf sollte dann aber doch noch das verdiente 1:0 durch Terodde nach Querpass Drexler fallen. Nur eine Minute später antwortete Paderborn mit einem Michel-Distanzschuss, den Horn nur nach vorne prallen lassen konnte - 1:1 durch Gueye. Mit dem Unentschieden ging es in die Halbzeit.

    In der 53. Minute wieder ein Angriff über den starken Drexler: Flanke verlängert die Flanke und Terodde brauchte den Ball nur noch über die Linie zu drücken. Aber nur 13 Minuten später wieder ein platzierter Schuss von Paderborn und das 2:2 durch Klement. In der 70. Minute ein von beiden Seiten hart geführter Zweikampf im Kölner Strafraum und Elfmeter für Paderborn- 3:2 für die Gäste. Köln antwortete nach einer Ecke mit dem 3:3, musste aber die Partie nach Gelb-Rot für Hector zu 10. beenden. In der 89. gelang Paderborn noch das 4:3 und Michel traf in der Nachspielzeit noch zum 5:3 für die Gäste.

    Spätestens jetzt war beim SCP klar: Angriff ist die beste Verteidigung und es sollte weiterhin mächtig Tore regnen (hinten und vorne). Bestes Beispiel das 4:4 zu Hause gegen Magdeburg: Bereits in der dritten Minute ging Paderborn in Führung als Gueye nach Drägers Flanke im Gewühl den Ball über die Linie drücken konnte. Und Paderborn legte direkt nach: Tekpetey kam nach einem Zweikampf von Klement an den Ball und erhöhte nach 7 Minuten auf 2:0.

    Der FCM brauchte 20 Minuten um sich zu erholen, fand dann aber die passende Antwort und den 1:2 Anschlusstreffer. In der 2. Halbzeit lauerte Paderborn auf Konter und wechselte doppelt: als #16Butzen eine Flanke von Tekpetey nur halbherzig klären konnte, stand der eingewechselte Vasiliadis bereit und markierte das 3:1 für die Ostwestfalen. Aber Magdeburg gab nicht auf und antwortete direkt: Nur eine Minute später schickte Costly Beck, dessen satter Linksschuss zum erneuten Anschlusstreffer einschlug- 3:2! In der 77. sollte Ex-Magdeburger Schwede für den SCP auf 4:2 erhöhen.

    Aber der FCM gab immer noch nicht auf- trotz 2:4 Rückstand: 3:4 in der 82. Minute. Und in der Nachspielzeit Foul an Beck im 16'er: Türpitz trat an und ließ Torwart Zingerle keine Chance - 4:4 und damit auch der Endstand!

    In den folgenden 3 Spielen wollte man dann doch hinten etwas sicherer stehen. Bei St. Pauli ging man mit 1:0 in Führung nur um wenige Minuten später den Ausgleich zu kassieren und das Spiel in der Nachspielzeit sogar mit 1:2 zu verlieren. Gegen Aue dominierte man den Gegner phasenweise, ging verdient mit 1:0 in Führung, verpasste es aber zahlreiche Chancen zu nutzen und den Sack zuzumachen. Torwart Zingerle musste mit guten Paraden in der Schlussphase die 3 Punkte in Paderborn halten.

    Den kriselnden FC Ingolstadt sollte man auch zum zweiten mal in dieser Saison besiegen: 2 Direkte Freistöße von Klement sorgten für die Tore beim 2:1 Auswärtssieg. Gegen die Remis Könige und beste Defensive der Liga von Union Berlin fand die Paderborner Offensive kein Mittel um zu (Groß-)Chancen zu kommen und es reichte für ein Leistungsgerechtes 0:0 zu Hause.

    Gegen Sandhausen unter neuem Trainer ging es mit 1:2 in die Halbzeit. Man machte das Spiel, aber Sandhausen konterte den SCP 2x eiskalt aus. Davon ließ sich Paderborn aber nicht entmutigen und sollte sich bis zur 80. Minute mit 2 Toren belohnen, bevor man in der 83. dann aber wieder einmal einen späten Ausgleich zu Hause kassieren sollte und es am Ende 3:3 hieß.

    Im Pokal bei BSG Chemie Leipzig setzte man sich am DI souverän gegen den 5. Ligisten mit 3:0 durch. Es reichten 2 gewonnene Luftduelle in den ersten 30 Minuten und eine Rote Karte in der 55. für Chemie aus, um das Spiel früh zu Gunsten der Ost-Westfalen zu entscheiden.

    Spieltag_scp.jpg

    Der SCP

    Wenn die Offensive des SCP so richtig in Fahrt kommt und öfter als 2x trifft, dann punkten die auch. Es liegt nicht in der Natur der Baumgart-11 tief zu stehen und abzuwarten. Es ist aber auch kein Zufall, dass man (vor allem zum Ende der Partie hin) auf den ersten Blick sichere Vorsprünge noch aus der Hand gibt (VfL, Magdeburg, Sandhausen...), denn die Offensivpower geht auf Kosten der Abwehr und Kondition.

    Trainer Steffen Baumgart hält zur 4er Kette, ist aber was das Mittelfeld und den Sturm angeht sehr flexibel. 4-4-1-1, 4-1-3-2, 4-2-3-1, 4-4-2 mit Doppel 6, alles das kann man (als Startformation und abwechselnd innerhalb eines Spiels) bestaunen. Hängt davon ab, mit welcher Taktik man den Gegner am besten unter Druck setzen kann.

    Da wir im Moment gerne mit der Raute beginnen, erwarte ich ein 4-2-3-1 mit mächtig Mittelfeldpressing und harter Bearbeitung von Schnellhardt:



    Im Tor ist Leopold Zingerle für die Liga gesetzt. Auf den AV Positionen ändert sich ohne Gelbsperre auch nichts (Collins und Dräger). Allein in der IV machen Sebastian Schonlau und Leon Fesser Druck auf Hünemeier. Kapitän Christian Strohdiek ist gesetzt. Auf den offensiven Außenpositionen finden sich die schnellen und dribbelstarken Christopher Antwi-Adjej und Freistoß-Experte Philipp Klement (7 Tore in 11 Spielen!). Im Sturm ist Sven Michel im Moment angeschlagen. Sebastian Vasiliadis kam aus Aalen und ist mit 21 Jahren großes Paderborner Talent: Gegen Sandhausen hat er z.B. alle 3 Tore vorbereitet- das schreit nach einem Einsatz am Samstag.

    Unsere Zebras

    Nach 5 Heim-Niederlagen in Folge ist nach dem Erfolgserlebnis in Bielefeld die Zeit gekommen den ''Heim-Rucksack'' endlich abzustreifen und zu punkten. Gegen Paderborn darf man sich nie aufgeben, denn ihre Offensive ist nur auf Kosten der Defensive erfolgreich. Selbst 2 Tore kann man aufholen. Schafft man es defensiv gut zu stehen (siehe Darmstadt oder Union) dann punktet man mindestens 1-fach.

    [IMG]

    Engin ist 90 Minuten lang in Bielefeld gelaufen, ich denke Stoppel wird für ihn beginnen (hat ja auch mal beim SCP gespielt). Um dem Pressing von Paderborn zu begegnen brauchen wir passsichere Spieler, deswegen sehe ich Tashchy vor RSP.

    Wir haben die Kölner Tormaschine gestoppt und wir werden auch die Paderborner Offensive stoppen! Genau wie unter GL damals vor 3 Jahren wird uns auch diesmal gegen den SCP der erste Heimsieg der Saison gelingen!
     
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    Unser Kapitän GN vor dem Befreiungsschlag gegen Darmstadt 98:

    ''(...) Wir als Mannschaft werden alles dafür tun um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen (...) wir wollen das mit euch zusammen schaffen! Eure Unterstützung in Bochum, wie in der bisherigen Saison, war überragend und auch in Bochum mit ein Grund dafür, warum wir in der 2. Halbzeit nochmal zulegen konnten. Lasst uns jetzt gemeinsam alles dafür tun, um den Klassenerhalt zu schaffen, den nur mit euch und eurer Unterstützung packen wir das!
    Auf geht's Zebras!''
    (Quelle: Ansage Gerrit Nauber über Video- Leinwand vor dem Darmstadt Spiel, MSV auf twitter, letzter Zugriff 2.2. 21:00)

    Mannschaft und Fans standen am Freitag zusammen, die Hessen wurden bis zur 60 Minute in Schach gehalten und mit eiskalter Effizienz beinahe mit einem 4 Tore Vorsprung vom (neuen) Rasen gefegt. Nach den 2 Gegentreffern waren es wieder die Fans, die den tapfer dagegenhaltenden Zebras den nötigen Mut und Kraft von den Rängen spendeten und nach 90+5 lag sich dann alles in den Armen.

    So wird es am DI im Pokal gegen die Paderborner Tormaschine auch weitergehen -->

    Titelbild_SCP.png
    (Quelle: eigene Aufnahme).
    Achtelfinale im DFB Pokal und 4. Kapitel der diesjährigen '' Ostwestfalen-Erfolgsgeschichte'' (Bisher 3 Spiele gegen Bielefeld & Paderborn --> 3 Siege mit 6:0 Toren).

    statistiken_SCP.jpg
    Es wird das 18. Duell der beiden sein mit 10-3-4 und 27:15 Toren für uns. Im Pokal setzten sich 2x die Paderborner gegen uns durch (mit 3:2 in Duisburg im ersten 3. Liga Jahr 2013 und 2:1 in Paderborn 2004).

    Bilanz_scp.jpg

    In der 3. Liga gewannen wir vor 2 Jahren 2x mit 1:0 und in der 2. Bundesliga ist unsere Bilanz 8-3-2 und 22:10. Unsere Heimbilanz ist (wettbewerbsübergreifend) 5-1-3 mit 15:11 Toren. Letzte Niederlage, wie oben beschrieben, 2013 im Pokal und letzter Heimsieg diese Saison mit 2:0 nach Toren von Souza und Tashchy (dazu später im Saisonrückblick mehr).

    Letzte Saison schafften es die Paderborner bis ins Viertelfinale, wo sie von den Bayern mit 6:0 besiegt wurden. Unser letzter Sieg im DFB-Pokal Achtelfinale liegt schon 9 Jahre zurück (damals 2:1 in Köln).

    Statistiken/ Es trifft:

    • Paderborn kommt als Tabellen-6. mit 8-7-5 und 48:32 Toren.
    • Somit stellt der SCP die besten Offensive vor Köln (mit 47 Treffern).
    • Der SCP hat in den letzten 5 Spielen gegen uns nicht getroffen.
    • Mit 3-1-5 und 15:15 Toren ist man punktgleich mit uns in der Auswärtstabelle.
    • aus den letzen 10 Spielen (inklusive Pokalspiel) kommt Paderborn mit 5-2-3; unsere Zebras sind 4-1-5.
      --> im Detail: 3:0 bei BSG Chemie Leipzig, 0:2 bei uns, 4:4 gegen Kiel (nach 3:1), 5:1 in Heidenheim, 2:2 gegen Bielefeld, 0:1 in Hamburg, 3:0 gegen Dynamo, 6:2 gegen Darmstadt, 0:2 bei Regensburg und 6:0 gegen Fürth; Ergo 29:14 Tore in 10 Spielen. Schauen wir uns im Saisonrückblick auch genauer an.



      saisonrueckblick.jpg
      Letzte Saison durfte man nur 3. Liga spielen, weil 1860 keine Lizenz bekam und sie endete in einem Fussballmärchen. Man nahm einen radikalen Schnitt im Sommer vor und trennte sich von mehreren Stammspielern – vor allem Ü30-Spieler wie Lukas Kruse, Sebastian Heidinger und sogar Kapitän Tim Sebastian waren betroffen. Auf der anderen Seite wurden fast ausschließlich junge und entwicklungsfähige Akteure aus der Regionalliga verpflichtet.


    Der Erfolg der Paderborner liegt klar in der Offensive, oder wie es Trainer Steffen Baumgart sagt: ''Angriffsfussball- darauf habe ich Bock!''. 2017/18 erzielte man sensationelle 90 Tore (3. Liga Rekord!) und auch diese Saison ist man kaum zu stoppen.

    Übersicht Meisterschaftsspiele und Pokal

    Spieltag 01: Darmstadt- Paderborn 1:0, link und Spieltag 18: Paderborn- Darmstadt 6:2, link.
    Spieltag 02: Paderborn- Regensburg 2:0, link und Spieltag 19: Regensburg- Paderborn 2:0, link.

    1. DFB Pokalrunde: Paderborn- Ingolstadt 2:1, link**.
    Spieltag 03: Fürth- Paderborn 2:2, link und Spieltag 20: Paderborn- Fürth 6:0, link.
    Spieltag 04: Paderborn- Bochum 2:2, link.
    Spieltag 05: Köln- Paderborn, 3:5, link
    .
    Spieltag 06: Paderborn- Magdeburg 4:4, link.
    Spieltag 07: St.Pauli- Paderborn 2:1, link
    .
    Spieltag 08: Paderborn- Aue 1:0, link.
    Spieltag 09: Ingolstadt- Paderborn 1:2, link
    .
    Spieltag 10: Paderborn- Union 0:0, link.
    Spieltag 11: Sandhausen- Paderborn 3:3, link
    .

    1. DFB Pokalrunde: BSG Chemie Leipzig- Paderborn 0:3, link**.
    Spieltag 12: MSV- Paderborn 2:0, link.
    Spieltag 13: Paderborn-Kiel 4:4, link
    .
    Spieltag 14: Heidenheim- Paderborn 1:5, link.
    Spieltag 15: Paderborn- Bielefeld 2:2, link
    .
    Spieltag 16: HSV- Paderborn 1:0, link.
    Spieltag 17: Paderborn- Dresden 3:0, link
    .
    (Quelle: *BILD Fussball auf youtube, **SKYSport auf youtube, letzter Zugriff 2.2. 21:00).

    Angriff ist die beste Verteidigung, oder: wenn der SCP spielt, dann regnet es mächtig Tore (hinten und vorne). Bestes Beispiel das 4:4 zu Hause gegen Magdeburg: Bereits in der dritten Minute ging Paderborn in Führung und Paderborn legte direkt nach: Tekpetey kam nach einem Zweikampf von Klement an den Ball und erhöhte nach 7 Minuten auf 2:0.

    Der FCM brauchte 20 Minuten um sich zu erholen, fand dann aber die passende Antwort und den 1:2 Anschlusstreffer. In der 2. Halbzeit lauerte Paderborn auf Konter und markierte das 3:1 für die Ostwestfalen. Aber Magdeburg gab nicht auf und antwortete direkt: Nur eine Minute später schickte Costly Beck, dessen satter Linksschuss zum erneuten Anschlusstreffer einschlug- 3:2! In der 77. sollte Ex-Magdeburger Schwede für den SCP auf 4:2 erhöhen.

    Aber der FCM gab immer noch nicht auf- trotz 2:4 Rückstand: 3:4 in der 82. Minute. Und in der Nachspielzeit Foul an Beck im 16'er: Türpitz trat an und ließ Torwart Zingerle keine Chance - 4:4 und damit auch der Endstand!

    Wenn die Offensive des SCP so richtig in Fahrt kommt und öfter als 2x trifft, dann punkten die auch. Es liegt nicht in der Natur der Baumgart-11 tief zu stehen und abzuwarten. Immer wenn man es doch versucht hat, verlor man. Es ist aber auch kein Zufall, dass man (vor allem zum Ende der Partie hin) auf den ersten Blick sichere Vorsprünge noch aus der Hand gibt (VfL, Magdeburg, Sandhausen, Kiel...), denn die Offensivpower geht auf Kosten der Abwehr und Kondition.

    Außerdem tut sich Paderborn auswärts schwer, wenn die Heimmannschaft sich passsicher aus dem Pressing befreien kann und in den starken Phasen selbst die Tore macht. Wie wir am 20. Spieltag-->

    Rückblick 20. Spieltag: MSV -Paderborn 2:0

    ''...ich bin schon wieder Richtung Paderborn unterwegs...für uns jetzt ein schöner Abend mit 'nem Sieg, der natürlich dem Verein guttut...aber leider ist es eben nur der Abend...und wir spielen schon wieder am Samstag...''(Quelle: Statement TL in der PK nach dem Bielefeld Spiel, link, ab ca. 0:30, letzter Zugriff 2.02 20:00 Uhr).

    Wir hatten gerade mit 3:0 in Bielefeld das Achtelfinale erreicht und empfingen am 12. Spieltag die seit 5 Spielen ungeschlagenen Paderborner (allerdings ohne Philipp Klement). Tekpetey dribbelte unsere Abwehrkette immer wieder schwindelig, aber glücklicherweise war immer ein Fuß oder Mesenhöhler zwischen seinem Schuss und unserer Torlinie.

    Nach 24 Minuten ein Befreiungsangriff über die linke Seite: Souza ließ Dräger aussteigen und jagte den Ball in den Winkel- 1:0! RPS hatte dann kurze Zeit später aus 8 Metern die Chance zum 2:0 (der King hätte den gemacht, blöder Spruch heute wie damals oder in der letzten Spieleröffnung, ist aber so!). Zur Halbzeit hieß es dann: 59% Ballbesitz und bessere Chancen Paderborn- aber eben 1:0 für unsere tapferen Zebras.

    In der 2. Halbzeit biss sich Paderborn dann an unserer disziplinierten Abwehr die Zähne aus und kaum war der SCP dem 1:1 dann doch ganz nahe, wurde Tashchy eingewechselt und traf wenige Sekunden später mit seiner ersten Ballberührung zum 2:0 in der 60. Minute. Mesenhöler machte sein bestes Spiel als TW und gegen die 2. beste Offensive der Liga holten wir den ersten Heimsieg zu 0!

    Zusammenfassung SCP Spieltage 13-20

    Die restlichen 7 Spieltage sind eigentlich schnell erzählt und fügen sich an denen der ersten 13 nahtlos an: gegen Kiel führte man mit dem typischen ''wie bekloppt anrennen'' 3:1 zur Halbzeit, nur um am Ende mit einem Punkt dazustehen. In Heidenheim hätte das Spiel auch 5:5 oder 7:7 ausgehen können, aber die Paderborner behielten im Abschluss die besseren Nerven und gewannen mit 5:1.

    Für uns interessant sind die torlosen Niederlagen beim HSV (0:1) und in Regensburg (0:2) wo der Gegner sich mit klugen Rückpässen und langen Bällen aus dem Pressing befreite, selbst wenige Bälle in der Spieleröffnung verlor und geduldig Chancen herausspielte.

    Das 6:0 gegen Fürth liest sich im ersten Moment beachtlich, aber Fürth wird mit der Leistung der letzten Monate (6 Spiele ohne Tor) in spätestens 4-6 Wochen hinter uns in der Tabelle stehen. Aber gut, sollen die mal beim SCP schön denken, dass wir denen auch so bereitwillig auflegen und uns dann nach 0:2 komplett aufgeben...

    spieltag_SCP.jpg
    Der SCP

    Trainer Steffen Baumgart hält zur 4er Kette, ist aber was das Mittelfeld und den Sturm angeht sehr flexibel. 4-4-1-1, 4-1-3-2, 4-2-3-1, 4-4-2 mit Doppel 6, alles das kann man (als Startformation und abwechselnd innerhalb eines Spiels) bestaunen. Hängt davon ab, mit welcher Taktik man den Gegner am besten unter Druck setzen kann.

    Ich erwarte sie im 4-1-3-2 mit Pokaltorwart Ratajczak (''Rata, Rata...'') -->

    paderbv.png

    ZOM Philipp Klement gehört zu den besten Spielern der 2. Bundesliga und ist so etwas wie der ''Schnatterer'' Paderborns. Seine Standards sind klasse, seine Steilpässe gefährlich und seine Abschlüsse oft erfolgreich --> 11 Tore und 5 Vorlagen aus 19 Spielen. ST Sven Michel ist zwar nicht mehr so erfolgreich wie in Liga 3, spielt aber mit 8 Toren und 5 Vorlagen eine starke Saison. Der dribbelstarke Bernard Tekpetey RF/LF spielt mit seinen engen Dribblings ganze 4er Ketten schwindelig und Vasiliadis interpretierte seine Rolle als ZDM äußerst Offensiv. Positiv für ihn: schon 6 Tore vorbereitet. Allerdings lässt er mit seinem Offensivdrang regelmäßig Raum hinter sich und der Abwehrreihe, die der Gegner gern ausnutzt.

    Fazit:

    Der SCP kann nur nach vorn spielen und pressen. Das können die aber verdammt gut, wenn es der Gegner zulässt. Wenn der SCP nach 20 Minuten noch nicht getroffen hat, zeigen die Nerven (nach dem Motto: ''jetzt erst recht! Noch mehr Druck nach vorn!'') und geben ihre Positionstreue phasenweise komplett auf. Zum Ende hin lässt dann regelmäßig die Kondition und Konzentration nach. Also sollte man niemals aufgeben, auch wenn man mit 2+ Toren zurückliegt.

    Unsere Zebras

    ''Never change a winning Team'' ?

    Würde ich nicht unterschreiben, den die Spiele unter TL (mit der engen, kompakten, hoch stehenden Formation in Bochum und breiten, tiefer stehenden Formation gegen Darmstadt zum Beispiel) beweisen, dass unser Trainer von Spiel zu Spiel denkt und sich für jeden Gegner etwas anderes einfallen lässt.

    msv.png

    Im Hinspiel spielten wir das etwas breitere 4-4-2 mit Doppel 6 und ließen den Gegner und sein Mega Pressing mit langen Bällen in's Leere laufen.

    Eine breitere Formation erwarte ich auch dieses mal mit Nielsen als ZOM und Iljutchenko als einziger Spitze. Seo traue ich mich nicht draußen zu lassen- das Portal würde mich lynchen ;) auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob er gegen Tekpetey/Michel/Pröger bestehen kann (die im Gegensatz zu Heller mehr können als nur schnell zu laufen und nach außen zu ziehen...). Engin hatte das Tor von Ilju toll vorbereitet, wirkte aber extrem müde zum Ende hin. Stoppel sollte eine Chance (gegen seinen Ex-Club) bekommen.

    Mein Tipp

    Spielt Paderborn fesselnden, begeisternden Offensivfussball? Ja.
    Hat Paderborn mit Philip Klement den besten Offensivspieler der 2. Liga? Möglich. Die Hinspiel-Niederlage hätte er aber auch net verhindert. Und die am DI auch net.

    Mit unserem Fuchs TL an der Seitenlinie, einer konzentrierten Defensivleistung wie im Hinspiel, Laufbereitschaft und unseren Fans im Rücken erreichen WIR das Viertelfinale!

    serser.jpg
    Im engen Kreis zum Klassenerhalt...und in die nächste Pokalrunde!
    (Quelle: Eigene Aufnahme nach dem Spiel gegen Darmstadt).
     
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    Pokalspiel gegen den HSV net vergessen!
     
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