Stadtentwicklung Duisburg

Dieses Thema im Forum "In und um Duisburg" wurde erstellt von Old School, 8 Oktober 2008.

  1. Brigade s

    Brigade s Landesliga

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  2. ze1970bra

    ze1970bra 3. Liga

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    Hat mir am Montag beim einkaufen die überfallene Kioskmitarbeiterin erzählt.
     
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  3. Raudie

    Raudie 3. Liga

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    Also du siehst das anders, sagst aber selber, das viele Duisburger gar nicht wissen, welch schöne Stellen Duisburg hat :nunja:
    Das zeigt doch eher, das die Duisburger ihre Stadt selber negativer sehen, als sie ist.
    Ich als nicht Duisburger kann schon bestätigen, das Duisburg in den letzten Jahren auserhalb sehr viel positiver gesehen wird. Im Gegensatz zum Denken einiger Duisburger, die glauben das alle die Stadt nur mit der Loveparade in Verbindung bringen, ist dies schlicht weg falsch. Viel mehr wird z.B. der Landschaftspark erwähnt. Oder auch der positive Zusammenhalt in der Stadt im Rückblick auf die Lizenzkatastrophe.
    Dies scheint mir vielen Duisburgern gar nicht bewusst zu sein.
     
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  4. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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    Nein, ich meinte dass viele externe nicht wissen welche schönen Stellen es hier gibt. Und warum? Durch eine penetrante negative Berichterstattung...
     
  5. Raudie

    Raudie 3. Liga

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    Ok, dann habe ich das falsch verstanden, sorry.
    Aber wie bereits geschrieben, kann ich das als auswärtiger nicht bestätigen. Früher hatte Duisburg eher dieses Schmuddel-Image, alles dunkel schmutzig sich im eigenen Elend suhlen. Das hat sich zumindest hier sehr stark gewandelt. Viele, mit denen man mal so spricht, finden Duisburg hat nen positiven Wandel vollzogen.
    Zum einen gibt es Erholungsgebiete, wie die 6 Seen Platte, zum anderen auch die Innenstadt. Wo man früher sagte, Duisburg hat nur Ein-Euro-Läden, so ist das nicht mehr so. Heute wird eher das Forum genannt, auch als Alternative zum CrntrO. Oder der Weihnachtsmarkt ist in meinem Familien und Bekanntenkreis sehr beliebt.
    Wenn man aber mit Duisburgern redet, glauben viele, das Duisburg außerhalb nur negativ gesehen werde.
    Auch hier glauben ja nicht wenige, das Duisburg außerhalb nur auf die Loveparade reduziert wird. Wie gesagt, dies ist wenn überhaupt nur ein Randthema und kein Grund nicht nach Duisburg zu fahren.

    Also ich bin gerne in Duisburg zum Schoppen. Und wenn es zeitlich passt werden wir auch, wie jedes Jahr, den Weihnachtsmarkt besuchen.
     
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  6. ze1970bra

    ze1970bra 3. Liga

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    Logisch, das zieht ja auch mehr als eine positive Berichterstattung. Und dadurch werden die durchaus positiven Seiten an unserer Stadt einfach unter den Tisch fallen gelassen.
     
  7. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    Sorry, aber wer sieht denn das Forum als Alternative zum Centro?
    Da liegen Universen zwischen, auch beim Angebot der gleichen Läden.
     
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  8. malalux

    malalux Bezirksliga

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    Nur so kann es gehen.

    Danke im übrigen für den ausführlichen Bericht. Ich wäre noch dafür, dort eine Mehrzweckhalle für Großveranstaltungen zu bauen. Gibt's schon im Umkreis, darum muss das neueste, größte, spektakulärste, modernste her! Bei der Anbindung in dem Ballungsgebiet kommt dann kein internationaler Star auf Deutschlandtour mehr an Duisburg vorbei.
     
  9. Raudie

    Raudie 3. Liga

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    Also ich geh lieber ins Forum als ins CentrO. CentrO ist mir zu weitläufig. Da geh ich nur hin, wenn ich weiß das es bestimmte Geschäfte im Forum nicht gibt.
    Außerdem ist das Forum besser in die Stadt integriert.
     
  10. Camper

    Camper Landesliga

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    Nein, dass ist nicht so. Das Gesindel z.b. reduziert uns auf ein 0:5. Brauchst nur sagen, dass du Duisburger bist. Schon bekommst das Ergebnis mitgeteilt.

    Aber die Loveparade ist weiterhin eines der größten Themen. Und das bekommt man auch so schnell nicht wieder weg. Trotzdem reden hier Leute lieber über die Dinge die schlecht laufen, als das was gebaut wird. Und wenn was gebaut wird ist es zu klein zu schlecht oder passt einfach nicht zu uns. Dieses genörgel ist aber nicht nur typisch Duisburg, das hat man auch in anderen Städten.
    Das ist das einzige was ich an den Kölnern toll finde. Ich habe dort 4 Jahre gearbeitet und die lieben ihre Stadt. Da kannste denen sagen was du willst, interessiert die nicht. Für die ist Köln die geilste Stadt, Punkt. Da könnte man sich ein kleines Scheibchen von Abschneiden.
     
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  11. Rheinpreussenzebra

    Rheinpreussenzebra 3. Liga

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    Absolut richtig!
    Wir kommen ja auch vom Land aber eingekauft wird in Duisburg. Bekomme da alles was ich möchte.
    Centro ist mir zu sehr auf jugendlich getrimmt. Brauch ich nicht!
     
  12. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    Das mag ja alles sein, aber es ist doch keine "Alternative". Für mich sind die beiden Schuppen überhaupt nicht miteinander vergleichbar.
    So wie bei uns die Innenstädte in KaLi und Moers keine "Alternative" zu Essen sind.
     
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  13. EquusGrevyi83

    EquusGrevyi83 Kreisliga

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    Die Idee hatte ich auch schon hier verbreitet und dabei an das "Gerippe" auf dem Gelände gedacht. Aber so was pompöses wie in Rotterdam, das wäre der Knaller. In jedem Fall wäre eine solche Halle ein Alleinstellungsmerkmal und würde Besucher anziehen.
    Eine Multifunktionhalle o.ä. sehe ich hier eher nicht.
    Auf jedem Fall muss das Gelände sich später auch optisch vom Einheitsbrei deutscher Städteplanung abheben.
    Verwandte von mir leben z.B. im Frankfurt. Dort gibt es das Europaviertel. Hierbei handelt es sich um eine charakterlose Wohnstadt, welche ebenfalls auf einem Gelände der Bahn errichtet wurde.
    Ich wäre arg enttäuscht wenn das hier auch so kommt.
     
  14. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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    Kenn jemand die große Markthalle in Budapest? Sowas könnte hier auch ein Magnet auch für die ganzen Lackschühchen und Ziegen im Süden sein... dazu noch das Ruhrgebiet und Teile Hollands dazu...

    Das ganze noch irgendwie mit nem schönen Titel versehen der was hermacht und los gehts...
     
  15. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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  16. Oski.

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    Du hast ein paar Punkte angesprochen, manche seh ich anders.
    Was irgendwelche Sch*lker erzählen, puh. Niemand, der nicht schonmal um die Existenz seines Vereins gezittert und ihm, im Rahmen seiner Möglichkeiten, wieder auf die Beine geholfen hat, braucht mir Müll über meinen Verein erzählen. Auf jeden Fall ist dann mit mächtigem Gegenwind zu rechnen.
    Die Loveparade wird auf ewig ein Trauma bleiben. Mir gänzlich unverständlich, warum jemand so eine schlimme Tragödie nutzt, um die eigenen Komplexe an Duisburg abzulassen. Das ist undifferenziert und schäbbig.
    Für mich ist Duisburg in erster Linie die Heimatstadt meines Fußballvereins, aber ich liebe sie trotzdem.
    Eine tolle Hafenstadt, mitten in NRW, mit einigen gastronomischen Schätzchen und einer attraktiven Innenstadt, einer bewegten, spannenden Vergangenheit und liebenswerten Menschen.
    Übrigens unterscheidet der Badener/Schwabe nicht wirklich zwischen den einzelnen Städten im Ruhrgebiet, nur soviel zur überregionalen Wahrnehmung.
    Außer denjenigen Mitbürgern, denen ich hier seit acht Jahren von der unfassbaren Geilheit Duisburgs erzähle, die sind natürlich einfach massiv genervt.
     
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  17. Anne Wedau

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    Alleine für unsere Verkehrsadern beneidet uns doch wohl die ganze Welt.

    Einfach in DO auffe A40 und schwupps - nach zwei Tagen bisse in DU!

    Alles töfte also...:D
     
  18. Michael Pläng.

    Michael Pläng. Landesliga

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    Immer diese Sportwagen Fahrer.
     
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  19. Stadtmauer

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    Es lohnt sich ein Blick auf die relativ neue Seite der Stadt.

    Motto: DUISBURG IST ECHT....

    Beispiel: Duisburg ist echt... ...grüner!
    Verhältnis Grünfläche zu Stadtfläche kommt Duisburg auf 56,8%. Zum Vergleich, München hat 49,9 % und Leipzig 42,4 %.
     
  20. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    Das ist echt super, aber ich würde damit nicht hausieren gehen, denn es ist insgesamt für Deutschland ein echt bescheidener Wert.
    Nur das es noch schlechtete gibt, macht es nicht besser. ;)
    Guck mal: https://interaktiv.morgenpost.de/gruenste-staedte-deutschlands/
     
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  21. Meide1963rich

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  22. Thailand

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  23. Meide1963rich

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    Gibt einfach viel zu viele Agenturen die meinen sie beherrschen ihren Job. Marketing kann man nicht lernen. Entweder die hast diese kreative Ader und schaffst es ins Gehirn der anderen einzudringen und Spuren zu hinterlassen oder nicht...
    Warum schreibt man so eine Kampagne nicht mal unter den Bürgern der Stadt aus und sammelt Ideen...?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Dezember 2019
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  24. Zebra Libre

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    Warum ist auf der Freifläche noch kein riesiges MSV-Graffiti?
     
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  25. phaenomena

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    Die etwas traurige Wahrheit ist ja, dass Duisburg halt wirklich nicht attraktiv ist. Wir können uns als Stadt vielleicht gegen wirklich unterklassige Konkurrenz aus dem Revier behaupten, aber selbst die bundesweit vergleichsweise ähnlich toten Städte wie Essen und Dortmund hängen uns meilenweit ab. Da hilft auch kein schöner Landschaftspark. Kein Innenhafen. Kein Zoo. Kein Tiger&Turtle. Das hat auch nichts mit negativer Selbstwahrnehmung zu tun - es ist einfach so ******* wie es hier ist. Ich kann dieses Argument echt nicht mehr hören. Nicht weil ich Duisburg nicht mag, nein ich liebe diese Stadt und genau deshalb tut es mir so weh, dass man in vielerei Hinsicht gegen Provinzkäffer den Kürzeren zieht.

    Aber in meinem Bekannten- und Freundeskreis gäbe es echt wenige, die zu der Aussage 'Duisburg ist...' nicht '*******!' sagen würden. Und nein, die wohnen auch hier und nicht Düsseldorf. Und daher hat da nichts mit mangelnder Verbundenheit zu tun, sondern mit einer realistischen Betrachtung des Zustands. Man muss seine Ansprüche schon sehr, sehr, sehr weit runterschrauben um unsere Stadt als Halbmillionenstadt irgendwie als Ort darzustellen, in dem man zwingend leben will.

    Was mich als Duisburger erfreuen würde, wäre, wenn man dieses seit gefühlt Jahrzehnten leerstehende hässliche Gebäude der ehemaligen Stadtbibliothek endlich sprengen würde und das Gelände einer sinnvollen Nutzung zuführt. Aber nein, alles drumerherum wurde geräumt - alles verottet und nichts passiert.

    So erinnert mich das nur daran, dass mit dem High5 Club die letzte annehmbare Partylokalität in Mitte zugemacht wurde mit der Begründung: Hier wird bald neu gebaut. Wie viele Jahre ist das hier? 6? 7? 8?
     
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  26. ParanoidDog

    ParanoidDog Bezirksliga

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    Hach jaaaa, der "High 5 Club"! Was eine geile Location. Hängen einige Erinnerungen dran.
    Duisburg wird außerhalb von Duisburg wirklich mal so, mal so wahr genommen. Ich bekomme es selber auch immer wieder mit. Von "wie kannst du denn nach Duisburg ziehen", bis "och, ich hab mich bei meinen Besuchen dort, echt wohl gefühlt" war schon alles dabei.

    Ich muss sagen, ich bin vor knapp 15 Jahren hierher gezogen, aus Wuppertal (was jetzt auch nicht die Stadt der mega Lebensqualität ist, auch wenn ich diese Stadt einfach liebe, Heimat halt). Und obwohl ich in Wuppertal mittlerweile wieder arbeite, habe ich irgendwie kein Verlangen, wieder dorthin zurück zu ziehen, sondern nehme (sorry Greta) die Pendelei jeden Tag auf mich. Ich fühle mich hier im Duisburger Süden einfach wohl, habe alles was ich brauche und verteidige unsere Stadt nach außen hin immer wieder. Duisburg hat schon einiges zu bieten, allerdings muss man auch sagen, hier wurde in den letzten Jahren so sehr geschlafen, was könnte man nicht alles machen. Vernünftige Wohnviertel, vernünftige Einkaufsmeile (sorry, unsere Kö mit 4 verschiedenen größeren Einkaufs-"Malls" ist schon lächerlich), vernünftiges Partyviertel (Gott was könnte man aus dem Innenhafen alles machen), viel mehr Veranstaltungen (in der Arena, da müssen halt auch die Anwohner mit spielen oder im Landschaftspark, noch mehr in der Innenstadt, ich liebe unser Weinfest und alle Freunde und Bekannte die bisher mit mir dort waren, kommen immer wieder) usw. usw.

    Aber es ist wie überall in Deutschland, es wird viel geredet und nichts getan. Geht ja nicht nur in unserer Stadt so vonstatten. Und am Ende wird für Millionen irgendein Schwachsinn gebaut, wovon keiner was hat.

    Und trotzdem fühle ich mich hier einfach wohl, ich kann nicht sagen warum. Muss ich das? Ich denke nicht!!! #
    Dennoch werde ich mit Sicherheit eines Tages von hier weg ziehen, entweder weil es mich beruflich weiter weg zieht oder aus anderen Gründen, man wird sehen.
     
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  27. Stadtmauer

    Stadtmauer 3. Liga

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    Kannst du das irgendwie begründen? Was ist hier schlechter als anderswo? Du zählst doch positive Sachen auf, die du dann direkt nicht gelten lässt.

    Ich verstehe so eine denke nicht. Jede Großstadt hat seine Probleme!

    In Duisburg wird nur immer das negative hervorgehoben, in anderen Städten das positive.

    Vor allem die Bürger der eigenen Stadt haben einen gehörigen Anteil am schlechten Image. Und da frage ich mich dann wirklich, ist es wirklich Liebe zur eigenen Stadt?!
     
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  28. phaenomena

    phaenomena Landesliga

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    Was in Duisburg einfach weitgehend nicht vorhanden ist, ist Lebensqualität abseits der Leuchttürme, die ich genannt habe. Jeden Tag gehe ich jetzt nicht in den Landschaftspark, jedes Wochenende ist nicht Weinfest. Es sind die ganz alltäglichen Dinge, die für mich in Duisburg teilweise unterentwickelt sind.

    Das fängt klein an. So kann ich in Duisburg-Mitte tatsächlich kaum einkaufen gehen. Es gibt vom Dellviertel aus genau drei Optionen: Den Netto in Hochfeld (OMG!), den Netto in der Münzstraße (OMG!) und den Edeka im Keller von Kaufhof.

    Das wird größer darüber, dass wir ein wirklich absolut klägliches Angebot fürs abendliche Ausgehen haben. Es gibt in Duisburg nur eine hand voll Kneipen, in die ich wirklich gerne einkehre und die sind teilweise sehr weit voneinander weg. Das geht aber auch weiter, wenn man essen gehen will. Klar, es gibt hier gute Restaurants - Wilder Wiener, Zur Laterne, Renzis etc. - aber wir sind, wie ich sagte, auch eben eine Halbmillionenstadt und dafür ist das Angebot sehr, sehr begrenzt. Selbst hier in der Stadtmitte. Etliche Sachen, die man anderswo findet, sind in Duisburg schlichtweg nicht zu entdecken. Vom richtigen Ausgehen zu später Stunde will ich gar nicht erst reden. Ich brauche jetzt nicht zwingend eine Disco, aber ab einer gewissen Uhrzeit kannst Du hier schlichtweg fast nichts mehr machen. Selbst für Kino fahre ich lieber nach Düsseldorf, weil das Ufa an deren Hbf günstiger und gepflegter und sauberer ist, als unser UCI. In Duisburg selbst bleibt mir nur das Filmforum. Eine Veranstaltungshalle haben wir auch irgendwie nicht. Plakate für Konzerte sind immer für andere Städte.

    Dazu kommt ein ÖPNV, der unterentwickelt ist. Will man mal zum Renzi, dann ist man ohne Auto abends doch tendenziell augeschmissen wie überhaupt ganze Stadtteile kaum zu erreichen sind.

    Eine Einkaufsstadt sind wir auch nicht wirklich. Was man in Duisburg machen kann, ist den Bedarf zu decken, aber wirklich mehr bietet unsere Innenstadt nicht. Zum richtigen Bummeln und Shoppen fahren die meisten Duisburger nicht ohne Grund in andere Städte, die da eine größere Auswahl bieten. Vor allem ein individuelleres Angebot, was für den darbenden Einzelhandel sicherlich zugkräftiger ist, als die Ketten.

    Dazu nerven mich diese Vielzahl von dahinbröckelnden oder nicht ausgeführten Bauprojekte, siehe Gelände an der Steinschen Gasse, benannte Stadtbibliothek, die Duisburger Freiheit, die seltsame Treppe im Innenhafen. Mich nerven so heruntergekommene Viertel in Premium-Lage wie Teile der Altstadt und insbesondere das Areal im die Münzstraße.

    Der allgegenwärtige Schmutz und Siff, den man erleben muss, diese öffentliche Verwahrlosung, die selbst neu angelegte Parks und Areale in Windesalle versiffen lassen; mich nervt, dass die neu verlegte Bahnhofsplatte jetzt schon Sprünge im Asphalt hat, mich nervt, dass schwimmen gehen in dieser Stadt nahezu ein Ding der Unmöglichkeit ist, die Stadt sicher nicht zu unrecht eine der fahrradunfreundlichsten in ganz NRW ist, das Ordnungsamt noch jeden Kneipier der Sache madig macht.

    Warum ich so kritisch bin: Ich sehe das Potenzial in dieser Stadt. Ich komme beruflich recht viel rum, und irgendwie habe ich in viele Städten das Gefühl, dass sich sehr viel getan und entwickelt halt. Selbst das hier schon genannte Wuppertal. Aber auch Städte wie Dortmund und Essen; vor allem aber die Städte außerhalb von NRW sind in Zeiten des Aufschwungs ihren Weg gegangen. Wir haben davon aber irgendwie kaum was mitgenommen. Und das, obwohl doch gerade hier das Potenzial da ist - mit noch vorhandener Industrie, dem Hafen, der Flusslage, der Lage im Herzen NRW, der Nähe zu Düsseldorf, einer Uni. Es kann mir doch keiner sagen, dass es so, wie es ist, gut ist! Da geht viel, viel mehr.

    Viele, was in anderen Großstädten einfach selbstverständlich ist, gibt es hier nicht. Natürlich kann man in Duisburg gut leben, gerade im Süden. Das ist ja auch immer eine individuelle Frage, was man braucht, worauf man wert legt. Aber gemessen am Status einer Großstadt kann ich einfach nicht behaupten, dass wir uns zwanghaft schlecht machen - das ist einfach eine meiner Meinung nach realistische Betrachtung.
     
  29. Stadtmauer

    Stadtmauer 3. Liga

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    Du sagst es, deine Meinung. Ich sehe die Dinge dennoch durchweg positiv.

    Nur ein paar Punkte, weil es echt anstrengend ist dieses negative Grunddenken aufzubrechen, ich es aber nicht so stehenlassen kann.

    Duisburg hat eine unglaubliche Veranstaltungsdichte und zwar in all möglichen Kategorien. Restaurants und Kneipen sind zahlreich vorhanden. Die Königstraße ist für mich immer noch eine der schönsten Straßen in Großstädten, auch wenn wir nicht die riesen Auswahl an Geschäften haben, reicht es für den normalen Bedarf völlig aus. Mir widerstrebt aber auch eine Konsumlandschaft wie z.B. das Centro. Für mich gehören Cafes und Märkte zu einer Stadt. Landschaftspark und der Sportpark sind einzigartige Adressen.

    Im übrigen, wie "unbeliebt" die Stadt ist, konnte man heute wieder sehen, als so viele Busse vor dem Citypalais standen, dass einige auf die Fläche vor dem Rathaus ausweichen mussten.

    Es ist immer eine Frage der Perspektive. Ich bleibe dabei, wer Duisburg wirklich liebt, stellt diese gegenüber dritten immer positiv dar!
     
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  30. Ghulasi

    Ghulasi Vernoz Duisburg

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    Also bei User Stadtmauer bin ich mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob er Duisburg noch nie verlassen hat, oder es hier den besten Dealer der Welt gibt. Was soll durch die ewige Schönrederei besser werden?

    Ich wohne ja auch gerne in Duisburg, aus folgenden Gründen: Das Angebot an Kultur, Shopping, Ausgehen, ÖPNV etc. erfüllt so gerade das Minimum. Der Hauptbahnhof ist zwar marode, aber man kommt schnell nach Essen, Bochum, Dortmund und Düsseldorf. Allesamt Städte, die Duisburg in den genannten Kategorien abgehängt haben.

    Wenn man dann eine schicke Altbauwohnung in Bahnhofsnähe haben will zahlt man hier weniger als zum Beispiel in Essen deutlich abgelegener.

    Einerseits darf Duisburg aus meiner Sicht also gerne abgehängt bleiben, da ich ja hier billig lebe und das Angebot der Nachbarn in Anspruch nehmen kann. Andererseits kann man sich mal überlegen, wie man da vielleicht doch ein bisschen mithalten kann. Wenn das Ordnungsamt, das Bauamt etc. fast alles dichtmachen, wird das zum Beispiel nichts.
     
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  31. MasterAuditor

    MasterAuditor Ribbenist

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    In den letzten 3 Beiträgen finde ich überall Aspekte wo ich sagen würde jou, sehe ich auch so. Es ist nicht leicht.
    Was aber unabhängig davon, wie man den Status Quo in Duisburg bewertet unfassbar wehtut ist die Vielzahl an vertanen Chancen und brach liegenden Flächen. Ja, da KANN überall was draus werden, aber wie lange hören wir das jetzt schon?

    Und unmittelbar beschweren kann ich mich nicht, ich fühle mich in meiner Wohnumgebung wohl, habe alles, was ich alltäglich brauche fußläufig, eine gute Verkehrsanbindung (weil ich für den Weg zum Hbf nicht auf den Nahverkehr angewiesen bin) und zahle dafür verglichen mit anderen Städten nahezu lächerlich wenig.
    Würde ich aber für sagen wir 100€ weniger monatlich in anderen Duisburger Stadtteilen wohnen wollen?! Puh... also alle, die für mich in Betracht kämen wären entweder teurer oder sind zu weit vom Hbf weg oder beides. Also eher nein.
     
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  32. Stadtmauer

    Stadtmauer 3. Liga

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    Mir geht es auch nicht darum, dass nicht Dinge auch besser sein könnten, sondern einfach, dass immer nur das negative gesehen wird und dabei außer acht gelassen wird, dass jede Großstadt ähnliche Probleme hat.
    In diesem Fall bewundere ich die Kölner, eine Stadt in der fast alle schief läuft, in der die eigenen Bewohner die Stadt aber immer verteidigen würden. Warum ist das hier nicht möglich?!
     
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  33. MasterAuditor

    MasterAuditor Ribbenist

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    Da geb ich dir Recht, es wird sich tatsächlich gerne auf das Negative fokussiert. Ich bemühe mich daher selbst immer, von Duisburgs vielen gar nicht bekannten schönen Seiten und Ecken zu berichten.

    Aber wo du schon den Vergleich zu Köln bringst: wenn ich mir da anschaue, was abseits des Zentrums in den Veedeln alles an Kultur, Gastronomie und Freizeitgestaltungsoptionen abgeht, da verbietet sich leider jeglicher Vergleich mit Duisburg. Klar, Köln ist auch um einiges größer, und dass da auch nicht alles takko ist sehe ich, bin mindestens 3 Tage pro Woche dort.
     
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  34. Ziggi

    Ziggi MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Tja, was soll man dazu großartig schreiben. Wir alle lieben unsere Heimatstadt, so viel ist klar. Duisburg ist besser als sein Ruf, das ist auch klar. Wie Flo schon geschrieben hat: Hier gibt es halt unzählige vertane Chancen. Das schlimmste ist ja, dass es oft nicht die Schuld einer einzigen Institution ist (beispielsweise der Stadtverwaltung oder des Stadtrats), sondern irgendwie jede Firma/Institution genau hier ihr „Meisterwerk des verkackens“ zaubert.
    Woran liegt das? Sicherlich auch daran, dass meckern in des Duisburgers DNA zu liegen scheint.
    Gerade auch über die eigene Stadt.

    Will sagen:
    In Duisburg ist längst nicht alles Gold was glänzt, aber Duisburg ist bei weitem nicht so mies, wie so mancher Duisburger es redet!
    Seid einfach mal selbstbewusster und endlich mal stolz auf eure Stadt.
     
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  35. Rumelner

    Rumelner MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Duisburg - weil woanders halt auch ******** ist
     
  36. Stadtmauer

    Stadtmauer 3. Liga

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    Oder einfach..

    Duisburg, weil Duisburg die beste Stadt und Heimat ist.
     
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  37. footlocker

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    Man muss auch Mal die Gründe sehen, warum vieles in Duisburg weniger "schön" aussieht als an vielen anderen Orten.

    Klar hat die Stadtverwaltung in der Vergangenheit (und damit meine ich nicht Jahre, sondern Jahrzehnte) vieles falsch gemacht. Aber das ist nicht der Hauptgrund, in vielen anderen Städten machen die Stadtverwaltungen nicht weniger falsch.

    Der Hauptgrund oder besser die Hauptgründe liegen in einer übergeordneten Benachteiligung (nicht nur, aber auch) unserer Stadt. Und nein, damit meine ich nicht, dass da jemand wäre, der die Fäden zieht, um unserer Stadt zu schaden.

    Einige Beispiele sollen das veranschaulichen:

    1. Die Bundespoltik beschließt (freilich mit Zustimmung des Bundesrates, d.h. der Länder) Gesetze z.B. zur Kinderbeutreuung oder zu ALG 2. Die damit zusammenhängenden Kosten werden aber der Kommune aufgebürdet. Problem ist, dass ärmere Kommunen mit mehr ALG 2-Beziehern davon stärker betroffen sind als reichere Kommunen. Folge solch bundespolitischer Entscheidungen ist, dass die Lücke zwischen armen und reichen Kommunen immer größer wird.

    2. Bei Infrastrukturprojekten wird Duisburg massiv benachteiligt. Wenn ich mir ansehe, was in Düsseldorf in den letzten Jahren an Baumaßnamen getätigt wurde, die ganz überwiegend nicht von der Stadt selbst, sondern von Bund und Land getragen wurden, ist das überdeutlich. Ich kenne z.B. noch die alte Rheinuferstraße, die die Altstadt von Rhein abgeschnitten hat. Ohne diese sehr teure Untertunnelung hätte Düsseldorf niemals diese Aufwertung erfahren. In Köln gibt es Ähnliches.

    3. Selbst bei der Deutschen Bahn ist das nicht anders. Berufsbedingt komme ich viel mit der Bahn herum. Wenn ich die feinen Bahnsteige, Treppenanlagen und vieles mehr an den Hauptbahnhöfen in Düsseldorf, Köln und auch anderen Städten vergleiche mit der maroden Bausubstanz am Hbf Duisburg, so habe ich keine Lust, hier in einen Zug einzusteigen. Da kann aber die Stadt wenig dafür, dass die Bahn unsere Stadt so vernachlässigt. Es sei denn, man würde ihr den zweifelhaften Vorwurf machen, nicht laut genug geschrien und nicht effizient genug Lobbying betrieben zu haben.

    4. Einen weiteren große Anteil hat der Länderfinanzausgleich und der darin eingeflochtene Solidarpakt, der dafür sorgt, dass über die letzten 25 Jahre hinweg viele Milliarden € von verhältnismäßig armen Westkommunen in verhältnismäßig reiche Ostkommunen transferiert wurden, einfach nach dem Gießkannenprinzip und völlig unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Was hätte die Stadt mit diesen Milliarden für unsere Stadt alles machen können?

    Mit all dem will ich sagen: natürlich ist Duisburg ärmer und maroder als viele andere Orte. Das weiß doch jeder, und das bestreitet keiner. Man sollte sich nur über die vielen Ursachen dessen klar sein.

    Eine Ursache gibt es nicht. Die Hauptursachen liegen jedenfalls nicht in der Stadt, seinen Bewohnern oder seiner Verwaltung.
     
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  38. esteban

    esteban Regionalliga

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    Ja, aber mal ehrlich, überleg mal wo du wohnst. Das ist nunmal der Place2be auf der Welt, das einzige was vielleicht fehlt ist das Meer vor der Tür. Aber man darf ich da auch nichts vor machen, Menschen wie @Rock Steady oder @esteban (nur um mal zwei prominente Beispiele zu nennen) haben vor rund 30 Jahren begonnen diesen Ort zu dem zu prägen, der er heute ist. Auch wenn manches schon wieder etwas daneben läuft ist der Kern noch da.
    Gern geschehen :zustimm:

    Na klar gibt es vieles, das nicht gut läuft in dieser Stadt. Als ich dort noch wohnen konnte war natürlich auch zum Einkaufen das Gras auf der anderen Seite immer grüner, sodass man die Königstr. gerne mal gegen andere ersetzt hat. Heute gehe ich gerne in die Stadt. Lieber als ins Centro oder sonst wo. Es ist einfach eine andere, für mich entspanntere Art des "Einkaufsbummels", allein schon weil es sich außerhalb von irgendwelchen Happenings eher verlaufen kann.
    Den Leerstand an der Düsseldorfer Str. erwarte ich leider noch längerfristig. Was soll dort hin? Einzig eine Mischung aus Wohn- und Geschäftshaus könnte ich mir vorstellen. Hier müssten die Bewohner dann nur attraktive Parkmöglichkeiten (eigene Tiefgarage?) angeboten bekommen, sonst ists für viele auch wieder ätzend. Die Zeiten der großen Kaufhäuser sind einfach vorbei, leider...
     
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  39. Heimathafen

    Heimathafen Kreisliga

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    Fehlendes Gastronomie-Angebot, kulturelles Leben oder schlichtweg eine gewisse "Lebendigkeit" der Stadt in Sachen Freizeitgestaltung ist wohl das, was den meisten hier fehlt. Das Problem ist natürlich, dass du so etwas nur relativ schwierig "von oben" steuern kannst, so etwas entwickelt sich in der Rehel eher "von unten". Allerdings kannst du als Stadt sehr wohl die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung in diesem Bereich legen.

    Natürlich kannst du auch mit Projekten im großen Stil Gastronomie ansiedeln (Innenhafen), aber systemgastronomisch geprägte Lokale mit großer Fläche (Centro-Promenade, schrecklich!) sind meiner Ansicht nach nicht mehr das, was heutzutage besonders stark nachgefragt wird, siehe zum Beispiel das kriselnde Vapiano-Imperium. Das "Schiffchen im Hafen" (ehemals Diebels) ist ja auch gerade in nur wenigen Monaten grandios gescheitert. Ich will den Innenhafen damit nicht für tot erklären, aber erwarte da auch keine Wunder mehr. Mit etwas Glück erbarmen sich noch größere Ketten wie coa, Okinii oder Hans im Glück irgendwann mal die Leerstände voll zu machen, aber für neue, gewagte oder alternative Gastronomiekonzepte sind die Flächen am Innenhafen meiner Ansicht nach zu groß. Ich erwarte da keine allzu positiven Entwicklungen. Außer es traut sich mal jemand zum Beispiel aus dem Schiffchen ein anderes Konzept zu machen a la Food Court bzw. "stehendes" Steetfood mit kleinen Inseln, die sich eine Location teilen. Dürfte gerade für den kleinen Mittagstisch der am Innenhafen Arbeitenden nicht uninteressant sein. Vorbild kann da zum Beispiel der "Wine Food Market" aus Prag sein, ist architektonisch sogar recht ähnlich.

    [​IMG]

    Ansonsten leidet der Innenhafen meiner Ansicht nach noch immer an der schlechten Anbindung an die City. Das gilt zum Einen für den ÖPNV, zum Anderen aber auch für den Fußweg aus der City. Diese Verbindung soll zukünfitg ja über die Münzstraße erfolgen, deren Ende zum Wasser hin durch krankikom-Zentrale, Hotel und Umgestaltung des Calais-Platzes ja erfreulicher Weise enorm aufgewertet wird. Wobei es von dort ja immer noch ein ganzes Stück Richtung Gastro am Innenhafen ist. Zum anderen erhoffe ich mir, dass auch durch das Mercatorquartier Wege geschaffen werden, die einen quasi automatisch Richtung Innenhafen ziehen, also quasi via Rabbiner-Neumark-Weg und Springwall. Ich persönlich finde es uneinladend (gerade für Leute von außerhalb) irgendwo am toten und dunklen Pulverweg rumlatschen zu müssen um von der City zum Innenhafen zu kommen.

    Wie dem auch sei: Da der Innenhafen meiner Ansicht nicht die Lösung für Duisburgs "Nachtleben-Problem" ist, brauchen wir coole, kleine, gewagte Lokale, die sich nicht kreuz und quer über die Stadt verteilen, sondern möglichst 1-2 bestimmte Viertel beleben. Ob das nun die Altstadt (Münzstraße?), das Dellviertel oder sogar Ruhrort (in jeder anderen Stadt wäre das Hafenviertel mit halbwegs schöner alter Bausubstanz DAS IN-Viertel) ist, wäre mir relativ egal.

    Die Grundvoraussetzungen für eine solche positive Entwicklung "von unten" wären grundsätzlich vorhanden - man kennt das ja aus den Schritten der Gentrifizierung in Teilen anderer Großstädte. Günstige Mieten, die junge Studierende, Kreative und (Lebens)künstler anziehen, könnten wir bieten. Wie auch immer man zu diesem Personenkreis steht: In der Regel sind sie es, die eine solche Entwicklung in Gang setzen. Mehr als genügend Leerstand für kleine Laden- und Gastroflächen gibt es ebenfalls. Und aus meiner Sicht ist genau hier die Stadt gefragt die oben erwähnten Rahmenbedingungen für eine Entwicklung "im Kleinen/von unten" zu setzen. Den kleinen Leuten von unten wird es von der Stadt aber leider unheimlich schwer gemacht, sich hier zu verwirklichen. Unter diesen Rahmenbedingungen wird Duisburg für den genannten Personenkreis unattraktiv bleiben.

    Nur drei von vielen Beispielen:

    Das Projekt 47 (unabhängiges Ladenprojekt, Begegnungsort) auf der Münzstraße wird vom Ordnungsamt völlig unnötiger Weise geschlossen:
    https://www.lokalkompass.de/duisbur...dnungsamt-geschlossen-und-versiegelt_a1268433
    https://www.waz.de/staedte/duisburg...raschend-das-ladenprojekt-47-id227910127.html

    Der Aufbau eines soziokulturellen Zentrums am Stapeltor zieht sich wie Kaugummi, obwohl eine perfekte Immobilie gefunden wurde und das Land bereits Fördermittel bewilligt hat:
    https://rp-online.de/nrw/staedte/du...in-duisburg-entscheidung-draengt_aid-47330281
    https://www.du-kultur.de/

    Gastronomen bekommen erteilte Betriebserlaubnis nach kurzer Zeit wieder entzogen
    https://www.waz.de/staedte/duisburg...en-schliesst-bar-in-duisburg-id216137269.html

    Das mögen für viele Kleinigkeiten sein. Für mich sind solche Kleinigkeiten aber das Fundament, auf dem sich ein vielfältiges Gastronomie- und Kultur-Angebot aufbaut. Wenn ich solche Dinge lese, überlege ich 10mal, ob ich in Duisburg etwas wage.
    Das Angebot "von oben" ist klasse. Wie hier schon erwähnt wurde, gibt es in wohl keiner vergleichbaren Stadt so viele Top-Events. Das Sommerkino oder Weinfest sind in ganz NRW unübertroffen. Duisburg Kontor macht einen Superjob. Aber die Unterstützung einer positiven Entwicklung von unten seitens der Stadt ist leider mangelhaft.
     
  40. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    Ich war gestern im Dunklen mit dem Wagen in Duisburg unterwegs. wir hatten ganze 4x einen WOW! Effekt, bei dem ich es grade noch geschafft habe nicht durch ein Abgrundtiefes Schlagloch zu fahren, welches mein Fahrzeug beschädigt hätte.
    Ein Wahnsinn, das gegen solche Löcher garnix mehr gemacht wird. Es wird wohl einfach hingenommen. Eins davon im Tunnel auf der Koloniestraße, nicht grade abseits.
    Wo ist der Mann mit Asphalteimer? Die Frostzeit hat noch garnicht richtig begonnen.
     
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  41. Ziggi

    Ziggi MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Um auch mal eine Lanze für die viel gescholtene Stadtverwaltung zu brechen:
    Seitdem man sich im Bürgerservice online einen Termin geben lassen kann, haben sich wie Wartezeiten drastisch reduziert.
    Ich habe mich vorletzte Woche in Mitte um 12:30 Uhr (mit Termin) umgemeldet und war nach 6 Minuten wieder aus dem Gebäude raus.
    Schneller geht's nun wirklich nicht!
     
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  42. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    Beim Personal der Stadt gabs bei mir noch nie was zu meckern. Das war immer kompetent, freundlich und zielführend. Gut, ich hatte mal Meinungsverschiedenheiten mit einer Dame beim Straßenverkehrsamt, das wurde aber durch die Vorgesetzte schnell und unbürokratisch gelöst.
    Man merkt da einen krassen Unterschied, wenn man es zb. mit der Duisburger Arbeitsagentur zu tun bekommt. Das genaue Gegenteil.
     
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  43. Ghulasi

    Ghulasi Vernoz Duisburg

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    Wer in Duisburg Kultur oder Gastro machen will, muss schon eine sehr lange Lunte haben. Man wird beständig von den Behörden drangsaliert. Das war schon vor der LoPa so und hat sich seit dem nur noch verschlimmert.

    Von Kollegen aus Essen oder Düsseldorf weiß ich, dass dort eher eine Kultur des Ermöglichens herrscht und auch beraten wird. "Wenn du das und das machst, nutzt du eine Lücke in den Statuten und wir können gar nicht anders, als das zu genehmigen. Da können sich die Nachbarn beschweren, wie sie wollen. Und wenn du das so und so umbaust, sind die Auflagen erfüllt, aber viel kostengünstiger als mit dem Plan, den du hattest". Beispiel: Raum eines Kulturhauses wurde als Gastro genutzt, es lag allerdings dafür keine Zulassung vor, sondern er war als Probenraum verzeichnet. Hatte sich über die Jahrzehnte so ergeben. Bei Begehung bemängelt und gleich die Lösung mitgeliefert: Anmeldung als Pausenraum (kein weiterer Notausgang nötig), kein Verkauf von Getränken, sondern Kühlschrank hinstellen und um Spende bitten.

    Auch wird in anderen Kommunen mehr gebaut, weil halt mehr beantragt wird. Natürlich spielt auch immer der zu tragende Eigenanteil eine Rolle und hindert Duisburg an dem ein oder anderen Projekt. Bereits vor ca. 10 Jahren waren allerdings die Jahrzehnte davor beantragten Mittel für eine LKW-Entlastungsstraße vom Hafen zur A59 genehmigt worden. Die Stadt hat sich dann dagegen entschieden und irgendwas von einer Harbourbridge von Kaßlerfeld bis Meiderrich gefaselt. Umsetzung, wenn überhaupt, dann so 2050. Auch hier ist man schläfrig und altbacken. Gelegentlich fabuliert dann einer wie Sauerland von einem Skytrain zwischen Bahnhof und Uni. Dort, wo es schon eine gute Verbindung gibt. Klappspaten olé.

    Beispiel Brückenschlag West. Ist ja schonmal toll, dass man einsieht, dass Bahnen auch in den Westen fahren müssen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, soll allerdings nur von Ruhrort einmal kurz über die Brücke gehopst werden und eventuell auch von Hochfeld aus. Da muss man doch einfach mal in ganz anderen Dimensionen denken. In Duisburg sind zu viele Autos auf zu wenigen Straßen und ein Ausbau des Straßennetzes verschlimmert das Problem nur.

    Also von Ruhrort rüber und dann? Homberg, Hochheide anbinden? Eventuell den Rhein entlang Baerl, Orsoy, bis nach Rheinberg? Von Hochfeld nach Rheinhausen und wohin dann? Ringlinie Richtung Homberg und Ruhrort? Weiter nach Rumeln? Was ist mit Moers? Was mit Friemersheim? Aus Hochfeld den Rhein entlang durch Wanheimer Ort, Mündelheim, Serm? Über die Brücke nach Krefeld und Uerdingen? Wie wäre es mit einer Linie, Ruhrort, Meiderich, Oberhausen? Gut, mit der Zusammenarbeit der Kommunen wird es nicht einfach, aber genau das muss das Zwischenziel sein. Das Ganze dann nicht als Bimmelbahn, sondern wo immer es geht aus dem Verkehr genommen, am besten auf separater Trasse, auf der auch Busse verkehren können. Siehe OB Hbf, Neue Mitte, Sterkrade. Am Niederrhein dann mit wenigen Stopps eher schon ähnlich einer RB. Das läuft im Raum Karlsruhe als Beispiel auch sehr gut so.
     
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  44. Gelbschnabel

    Gelbschnabel Landesliga

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  45. Block D

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    Ich wollte heute eigentlich nach Venlo fahren, aber in letzter Sekunde fiel mir ein, dass die Karnevalsshops dort am Montag mehrheitlich geschlossen bleiben. Dr. Google hat mich dann auf Deiters in Duisburg hingewiesen.
    Hat mir gut gefallen, übersichtlicher Laden mit viel Auswahl und sehr netten und engagierten VerkäuferInnen. Kann ich nur empfehlen!
     
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  47. Spechti

    Spechti 3. Liga

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    Der 6 streifige Ausbau der 59 zwischen dem Kreuz Duisburg und Marxloh wurde heute im Bundesministerium beschlossen. Die Tunnellösung wurde dabei verworfen. Angesichts der Mehrkosten (500 Mio €) und der Bauzeit Verlängerung (12 statt 6 Jahre, inkl 6 Jahren Vollsperrung der Auffahrten Ruhrort und Meiderich) auch absolut nachvollziehbar.

    Habe trotzdem keine Ahnung wo der Platz für 6 Streifen herkommen soll, aber das habe ich mich damals am Bahnhof ja auch schon gefragt....
     
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  48. Stadtmauer

    Stadtmauer 3. Liga

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    In Düsseldorf oder Köln würde der Tunnel schon längst gegraben werden, inkl U-Bahn Strecke.
     
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  49. igw459

    igw459 Kasslerfelder Jung

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    Ob die Bauzeit des Tunnels soooo viel länger dauert, ist noch gar nicht klar. Da müssen in Mittelmeiderich ganze Häuserzüge fallen. Die Besitzer müssen - falls sie nicht sofort verkaufen wollen - mühsam rausgeklagt werden. Zudem muss der entfallene Wohnraum an anderer Stelle wiederentstehen. Ob das die bessere Lösung gegenüber des Tunnels ist, mag ich bezweifeln.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Januar 2020
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  50. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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    Wer braucht einen Tunnel...? Dann muss ich immer anfangen zu singen und dass wäre meinem tgl. Weg zur Arbeit nicht so gut.

    “Tunnel, Tunnel - wenn du reinfährst machste Licht an, wenn du rausfährst wieder aus - Tunnel, Tunnel...“
     

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