Stadtentwicklung Duisburg

Dieses Thema im Forum "In und um Duisburg" wurde erstellt von Old School, 8 Oktober 2008.

  1. BocholterZebra

    BocholterZebra Kreisliga

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    Das was in Hochfeld abgeht ist schon nicht mehr normal. Letzte Woche hatte ich unter Entwicklung des Fußballs einen Artikel hereingesetzt (vom Jugendspiel letzte Woche zwischen Duisburger FV 08 Hochfeld und Viktoria Buchholz, B-Jugend)...als es nach einer roten Karte für den DFV08 wegen Meckerns zu einer Rangelei zwischen den beiden Mannschaften kam und der 17 Jährige Buchholzkeeper von Spielern und Zuschauern krankenhausreif geschlagen wurde. Außerdem wurde lt.Medien mit einem Messer gedroht. Wurde hier auch ein wenig kritisiert als ich gesagt hatte es kann eigentlich nur vom DFV08 gekommen sein, da in den Medien stand es muss erst noch ermittelt werden wie es dazu kam. Alzu wenig passiert in Hochfeld ja nicht. Entweder sollte man den Verein schließen oder die sollten nur noch auswärts spielen!! Wenn ich Jugendtrainer wäre würde ich da an der Grunewaldstraße bzw. Paul-Esch Straße wohl nicht antreten. Die Grunewaldstraße ist wohl schon eine spezielle Straße. Naja, aber Gewalt im Fussball und zu Spielabbrüchen kommts auch schon mal bei den SF Hamborn, SF Altenessen (Essen) etc...

    Zum Thema Duisburger-Süden: Man muss jetzt nicht alles zubauen, nur weil den Düsseldorfern dort die Wohnungen zu teuer sind und man meint, Grundsteuertechnisch davon zu profitieren! Die goldene Frage ist, wer kauft oder mietet die freiwerdenen Wohnungen in Düsseldorf (und wer zieht dann da ein)? Entweder wird es die Stadt selbst sein oder irgendwelche Wohnungsbaugesellschaften oder Finanzhaie, die die Wohnung zu teuren Preisen vermieten. Viele haben es früher einfach verpasst in Düsseldorf, eine Wohnung selbst zu kaufen anstatt von xy zu mieten. Dann hätte man das besser an eine Bank abzahlen können und es wäre irgendwann abbezahlt. Das ist ja eine Entwicklung zum Haare raufen. Beim bauen werden meist normale Bolzplätze (keine Vereine), Spielplätze und Co.vergessen. Aber finde, eine gewisse Fläche muss in jeder Stadt auch einfach freibleiben als Acker- und Waldfläche. Finde ich schon abenteuerlich das man an der 6-Seen Platte nur im Wolfssee (nur am Freibad und nicht im ganzen See?..lol) schwimmen darf, und das wahrscheinlich nur weil man das auch noch bezahlen soll!
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 März 2019
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  2. EquusGrevyi83

    EquusGrevyi83 Kreisliga

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    Viele meiner Freunde und Bekannten haben sich in den letzten Jahren Eigentum zugelegt. Die meisten von uns kommen aus Homberg. Tatsächlich haben nur 2 von uns etwas passendes innerhalb der Stadtgrenzen gefunden. Der große Rest hat in den Kreis Wesel "rüber gemacht."
    Echt schade, zumal ich wirklich gerne im Duisburger Westen geblieben wäre.
    Wer aber plant Kinder zu bekommen, der muss in Duisburg auf der Suche nach passenden Wohnraum sehr selektiv vorgehen.
     
  3. samandahl

    samandahl Landesliga

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    Vor ca. 20 Jahren hatte wir die gleiche Überlegung: Stadt oder Land.

    In der Nachbetrachtung alles richtig gemacht. Land wäre linksrheinisch bei Wesel gewesen. Stadt ist jetzt Duisburg-Süd nahe 6-Seen-Platte.
    In unsere Betrachtung flossen neben Ärzten, Schulen, Geschäfte, etc. auch der Fahrtweg zur Arbeit, zum Stadion, zum Einkaufen mit rein. Auf dem Land muss man für jeden 'Scheiß' fahren. Zwei Autos sind da gesetzt. Aufgrund der Fahrleistung macht das bis zur Rente und danach locker 100.000 €. Mittlerweile sind viele Häuser auf dem Land genauso teuer wie in der Stadt.
    Ärzte, Schulen und Geschäfte schließen genauso oft wie in eiunzelnen Stadtteilen. Aber, in der Stadt sind die Wege zu Alternativen kürzer.
    Wenn ich vom linken Niederrhein nach Essen oder Oberhausen zur Arbeit gemusst hätte, dann hätte ich viel Zeit auf der A40 verbracht.
    Die Ausländerdiskussion stört mich überall. Statt ständig die negativen Auswirkungen zu diskutieren, sollte man lieber die Chance und Notwendigkeiten sehen. Wer pflegt denn die ganzen Alten? Wer kocht denn das ausländische Essen? Warum sind einige sich für verschiedene Arbeiten zu fein?
    Auch auf dem Land gehört man nicht sofort dazu und hat gleich eine gute Nachbarschaft. Auch dort muss man dafür etwas tun - wie in der Stadt oft auch.

    Wer sein Heil in Landflucht sieht, sollte alle Fakten nüchtern bewerten.
     
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  4. Gockel

    Gockel ehem. KillerGockel

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    Mir gehts nicht um den Ausländer an sich, sondern um Roma.

    Erklär mir bitte wie die Punkte die du ansprichst, auf diese Gruppe zutreffen.

    Du hast ja geschrieben, wo du ungefähr wohnst, deshalb gehe ich davon aus, dass du wenig bis keine Erfahrung mit denen im Alltag hast.

    Ich wohne in Meiderich nur ein paar Straßen von mehreren Roma Häusern und kann dir sagen, die sind und bleiben eine Plage. Die werden sich niemals integrieren, weil die es nicht wollen. Die haben ihre Gesellschaftsstrukturen und Lebensweisen und dabei bleiben die. DAS haben die seit Jahrhunderten in ganz Europa bewiesen.

    Die wollen nicht und das ist sogar ihr gutes Recht. Aber dann bitte nicht in meiner Nachbarschaft, sondern sonst wo.

    Ich habe noch nie was gegen den polnischen Handwerker, die rumänische Krankenschwester, oder den türkischen Dönermann gehabt, oder gesagt und dabei wirds auch bleiben, aber irgendwo ist auch meine Grenze erreicht und die Roma haben diese mittlerweile überschritten.
     
  5. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    Ist doch keine Diskussion. Dort wo wir in Duisburg wohnten waren wir nunmal die Minderheit, und hatten auch noch Probleme mit denen, also sind wir abgehauen. Für uns hat es super gepasst. Heute fahre ich 3,6km mit dem Rad zur Arbeit über den Acker, und bin hier in einer großen Gemeinschaft. Durch die Kinder haben wir hier sehr schnell Anschluss gefunden, In W-Ort garnicht. Und die Jungs vor der Spielhalle , die uns dort angegriffen haben, sahen nicht so aus, als ob die uns im Alter pflegen wollten.
    Und so haben wir ja auch noch eine begehrte Wohnung in Duisburg freigemacht.
    Es gibt keine für jeden allgemein gültige Lösung, jeder so wie er will.

    Ich kann ja nur über unsere Gründe berichten, und das was mir andere mitteilen. Wir haben hier 7 Mietparteien im Haus, 5 kommen aus Duisburg. Haben "rüber gemacht", weil sie es nicht mehr schön fanden. Wer es weiter schön findet da darf natürlich gerne bleiben.

    Vielleicht finde ich ja die richtigen Worte: Hier ist es nicht besser, nur für einige halt passender. Andere suchen vielleicht was ganz anderes, und wie du schreibst war Duisburg halt für euch das passende.
     
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  6. Vmann

    Vmann Bezirksliga

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    Was wäre denn dein Tip für eine Familie aus Hochfeld dessen Kind dort auf die Grundschule geht?
    Welche Chance und Notwendigkeit soll man dieser Familie denn erklären? Meinst du nicht, das die ganz aktuell völlig andere Sorgen haben?
    Alternativ kannst ja DU dahin ziehen und es einfach mal probieren :)
     
  7. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Interessant ist doch das die Leute die einen Multikulti immer als romantisch und gut verkaufen wollen fast nie in den Multikulturellen Hotspots ,mit all den Schattenseiten die es eben gibt , leben wollen .
    Dann erzählen die was von dem netten Dönermann oder vom lieben Gemüseverkäufer und meinen das ist Multikulturell ...
     
  8. Vmann

    Vmann Bezirksliga

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    Das ist übrigens der gleiche "schlag" Mensch die unbedingt Grünen Strom haben wollen, doch mit Windrädern oder Stromtrassen in ihrem Umfeld nicht leben können.
    Oder halt bis an die Rollbahn zum Flughafen ziehen und sich später über Fluglärm aufregen.
    Leider gibt es kein geeignetes Mittel diesen Menschenschlag mal etwas Hirn da oben ins Vakuum zu blasen. Realitätsfremd und dämlich, gefährliche kombination.
     
  9. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    @ruhrpottspycho

    Quelle für diese Behauptung?

    Wenn das so wäre, wieso beschwert sich dann Gott und die Welt über Gentrifizierung in Stadtteilen wie Berlin-Neukölln und Köln-Mülheim? Hab jetzt grad ne Wohnung in nem „Multikulti“-Stadtteil gekauft, und ja, ich freue mich über nen super Dönermann und den türkischen Supermarkt.

    Ganz davon ab, muss man diese Diskussionen auf dieser Plattform führen? Hat das Bocholter Zebra keine Facebookgruppe seines Vertrauens in der er son Gedöns posten kann?
     
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  10. Vmann

    Vmann Bezirksliga

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    Der Thread heißt doch "Stadtentwicklung Duisburg", passt doch super dieses Thema.

    Ansonsten kann man ja bezüglich der Wohnung nur sein Beileid ausdrücken.
     
  11. Old School

    Old School 1. Liga

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    Die in Röttgersbach waren sich vor 15 Jahren auch noch sehr sicher, dass ihre Ecke nett bleibt. Da hatten sie auch recht.

    Nur was nützt das, wenn zwei Straßen weiter die Bereicherungskultur um sich greift? Und damit ist nicht gemeint die tatsächliche Bereicherung aus dem Herzen Europas, die da wie folgt aussieht (jetzt ohne Ironie):

    Polnische Pfegerinnen, italienische Pizzabäckerbäcker oder polnische Schwarzarb.... äh HANDWERKER.

    Ich kann trotz allem Lokalpatriotismus schon die Leute verstehen, welchen die großen Städte nicht mehr die hinreichende Lebensperspektive bietet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 März 2019
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  12. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    @Vmann

    Danke, is aber nicht nötig.

    Wenn man es schafft ne Wohnung in so ner Gegend zu schießen, kurz bevor die ersten Barbershops und Bioläden einziehen, gibbet kaum ne bessere Wertanlage.
     
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  13. Vmann

    Vmann Bezirksliga

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    Das ist zwar etwas weit weg vom Thema, aber wie wirkt sich denn ein Barbershop oder ein Bioladen auf die Immobilienpreise aus?
    Hast du dazu mal ein paar Quellen? Statistiken? Faustformeln?

    Diesen positiven Effekt der da bei dir Eintritt, tritt dieser auch bei Dönerläden, Wettbüros, Handycoverläden, Shisha-Bars oder DPD-Annahmestellen auf?
    Oder sind nur Bioläden und Barbershops ein Garant für deine sportliche Wertanlage?
     
  14. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Wenn Barbershop und Bioladen dort einziehen, wo vorher Beate Uhse und Spielo waren, wirkt sich das überhaupt nicht aus, es ist viel mehr ein Zeichen für fortschreitende Gentrifizierung. Und die hat bspw. im oben erwähnten Köln-Mülheim für einen Anstieg der Wohnungspreise von mehr als 10 Prozent innerhalb eines Jahres gelangt. In einem „Multikulti“-Stadtteil.

    Das Problem von Duisburg ist ja nicht originär die hohe Anzahl an ausländischen Einwohnern. Ich war hier die Tage mit Finnen und Franzosen Karneval feiern und hab in der Woche davor sehr erfolgreich mit Griechen und Israelis Wodka in ner russischen Kneipe gesoffen. Alles sehr vernünftige Leute.
    Duisburg ist einfach strukturschwach, hat zu viele zu billige Wohnungen, die dann eben auch sozial schwaches Klientel anziehen. Und darunter sind dann auch überdurchschnittlich viele Ausländer aus sozial schwachen Milieus, weil Aufstieg in Deutschland eben immer noch sehr schwer ist. Wie man mit dem Strukturwandel umgeht, ist die alles entscheidende Frage für Duisburg, und die ist eben auch alles andere als einfach. Manche Dinge finde ich sehr gut gelöst, wie bspw. die Entscheidung überflüssige verkommene Wohnungen einfach abzureißen, die Entscheidung gegen das Outlet oder auch das Projekt an der Seen-Platte, an anderer Stelle hat man es auch einfach hart verkackt. Dass unter Sauerland direkt neben der Innenstadt der größte Puff NRWs entstanden ist, hat mit Sicherheit weder der Innenstadt noch Hochfeld geholfen.

    Der massive Zuzug von Sinti und Roma steht dann ganz am Ende einer Entwicklung wie oben beschrieben. Hier handelt es sich zugegebenermaßen um eine ganz besondere Herausforderung. Aber auch die ziehen ja aus bestimmten Gründen in spezielle Stadtteile von Duisburg und nicht nach Köln Süd. Die Tatsache, dass dann noch irgendwelche deutschen Zuhälter Wohnobjekte kaufen, um dort einzelne Matrazen an viel zu viele Menschen zu vermieten, hilft der Sache auch nicht wirklich.
     
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  15. Vmann

    Vmann Bezirksliga

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    Das klingt natürlich plausibel, Barbershops und Bioläden machen den Unterschied, auf die Idee zu kommen das ausgerechnet die Förderpolitik der GoKo dafür verantwortlich ist, ist keine Option?
    Gerade mit dem Hintergrund das in ganz Deutschland quasi die Wohnungspreise steigen. Abenteuerlich.
     
  16. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Ich kenne genug von diesen Leuten. Frag doch mal hier wieviel im Duisburger Süden oder Neudorf usw wohnen und Multi Kulti so toll finden.

    Ein Barbershop ist das neue Wettbüro und ist kein Zeichen für einen positiven Wandel. Das ist das schöne wenn man im Norden wohnt, da haste schon immer einen Index was der nächste Migrantentrend ist.
    Hier haste mittlerweile mehr Barbarshops als Wettbüros, dazu kommen noch die schönen Shishabars.
     
  17. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Ist jetzt nicht böse gemeint, aber ich verstehe tatsächlich nicht, was du mir gerade sagen willst.

    Zu der Entwicklung in Köln anbei mal noch ein Link, der das ganz gut darstellt: https://www.handelsblatt.com/finanz...cht-die-aussenbezirke-von-koeln/22766428.html
     
  18. BocholterZebra

    BocholterZebra Kreisliga

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  19. BocholterZebra

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    Nagut, wenn ich nichts mehr Posten soll hier mir einfach von mehreren Leuten bzw. vom Portal-Team mitteilen. Dann lasse ich das. Und nein, ich halte mich nicht in Facebook auf, also können Sie mich da vergeblich suchen!
     
  20. Vmann

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    Z.b.: das Baukindergeld oder der befristeter Steuerbonus für den Mietwohnungsbau.
     
  21. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Die Preise in gentrifizierten „Multikulti“-Vierteln in Köln, Berlin und anderen gefragten Städten steigen exorbitant über den Bundesdurchschnitt hinaus. Das hat so ca. nichts mit irgendeiner Förderung zu tun.
     
  22. Vmann

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    Bitte um Quelle (abermals).
     
  23. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Siehe z.B. obigen Link zum Artikel des Handelsblattes? Oder zu Ehrenfeld diesen Artikel https://www.capital.de/immobilien-kompass/koeln/ehrenfeld/ehrenfeld ? Preissteigerung von 70 Prozent in 5 Jahren.

    Dachte eigentlich, dass das auch jedem bekannt sein dürfte. Wo sollen die Preise denn sonst schneller steigen als in ehemals nicht so gefragten Vierteln mit Zentrumsnähe in angesagten Städten mit knappem Wohnraum?

    Edit: Selbst der ursprüngliche Artikel der Welt benennt doch diesen Trend als Grund für den Wegzug von Familien aufs Land.
     
  24. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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    Cool, in Marxloh und Hochfeld unbedingt investieren. In 10 verkaufen und zur Ruhe setzen... da steckt ordentlich Potential drin...!

    Ich sehe schon die Nachtclubs auf der Weseler Str., Männer mit coolen Brillen und Bärten sitzen auf der Straße und genießen den Abend bei Smoothies und Zigarre, internationale Szene DJs legen auf und überall Kunstgalerien ...
     
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  25. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Nee, wie oben erklärt passiert das gerade nicht. Weil Marxloh eben in Duisburg und nicht in Köln liegt. Bei dem exakt gleichen Stadtteil mit gleicher Entfernung zum Zentrum in Köln würde genau das von dir Beschriebene passieren.
     
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  26. Yike

    Yike MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    In zwei Sätzen, dreimal "Multikulti". Nicht schlecht. Aber was genau versteht ihr unter "Multikulti"? Was oder wo sind in Duisburg die sogenannten Hotspots?

    Ehrlich gesagt, scheine ich eine andere Vorstellung davon zu haben. Gar so sehr, dass ich letztes Jahr nicht nach Duisburg zurück gezogen bin. Mir fehlte nämlich der internationale Flair. Es schien mir, als gebe es in Duisburg nur drei "Nationalitäten": "die Deutschen", "die Ausländer" und die, wie sie politisch korrekt heissen, "Deutschen mit Migrationshintergrund". (ab hier lasse ich die Anführungszeichen mal weg)

    Die Deutschen haben Angst vor den Ausländern. Denn durch diese sehen sie ihre Kultur, ihre Arbeitsplätze, ihre Religion, ihre Frauen und Kinder, sowie ihren Frieden bedroht. Die Ausländer versuchen sich zu integrieren oder die Deutschen zu vera*rschen. Und die letzte Kathegorie, die, die in einer Art Grauzone gefangen ist, kann selbst nicht mehr die Frage nach ihrem Migrationshintergrund hören (z.B. https://www.zeit.de/video/2019-03/6009938444001/vonhier-diese-frage-tut-weh# )

    Ich denke, so wie hier oben angeführt, versuchen noch immer zuviele Leute ihre Mitmenschen in Schubladen zu stecken, statt sich offen zu begegnen. Letzten Samstag bin ich mit meinem Neffen in der Strassenbahn Richtung Brüsseler Innenstadt gesessen und wir haben ein kleines Quiz gespielt: wer erkennt die meisten Sprachen. Insgesamt kamen wir auf dreizehn. Waren wir uns uneins, haben wir die Leute einfach gefragt. Keiner hat, wie oben im Video der Zeit-online-Ausgabe uns blöd angemacht, da sie die Frage nicht hören wollten. Keiner hat sich als Ausländer beschimpft gefühlt. Und uns hat auch keiner als Belgier oder Eineimische wahrgenommen. Vielleicht auch deshalb, da wir aus einer multikulturellen Familie stammen?
     
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  27. Yike

    Yike MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Apropos Marxloh und die woanders angesprochene Förderung: warum hat es Duisburg nicht geschafft, aus der Marxloher Hochzeitsbranche ein Aushängeschild zu machen? Habe hier schon Türken und auch Marrokaner getroffen, für die Marxloh der Inbegriff für Hochzeitsmode war. Statt es als Schandfleck (muss ja nicht jeder den selben Kleidungsgeschmack haben) herunter zu schreiben (Presse) oder zu reden (Stammtisch), hätte Duisburg doch ruhig da investieren können. Bessere Anschlüsse mit Bus und Bahn oder gute Parkmöglichkeiten. Ein paar Eisdielen, Dönerbuden der besseren Sorte hätten sich angesiedelt und die Steuern hätten über kurz oder lang das Investment wieder in die Kassen gespült. Oder etwa nicht?
     
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  28. Camper

    Camper Landesliga

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    Das mit der Brautmeile habe ich auch nicht verstanden. Das hätte man als positives Aushängeschild der Integration nehmen können. Die Brautmeile ist mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, aber man hört hier kaum was davon. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass Marxloh wieder den Sprung nach vorne schafft, Hochfeld sehe ich da eher skeptisch. Mal sehen, wann Rheinort kommt und ob die neue Siedlung dann Hochfeld einen neuen Glanz verleihen kann, ich bin gespannt.

    In Duisburg finde ich auch die Straßenbahnanbindung nicht optimal. Für mich fehlt ein Linie welche zur Linken Rheinseite führt. Klar, es fahren Busse. Aber auf die Fahrpläne kann man da verzichten, da die Busse eh immer im Stau stehen. Und die linke Rheinseite fühlt sich auch ausgeschlossen. Es ist als Homberger nun mal einfacher nach Moers zu fahren und wenn man schon auf der Autobahn ist kann man auch direkt bis CentrO durchfahren.

    Allgemein macht dieser Thread gerade wenig spaß zu lesen, da viele hier mittlerweile die Vorzüge eines Wegzuges "bewerben". Soweit isset schon bei den MSV-Fans gekommen, gebashe gegen die eigene Stadt. Ich wohne nach wie vor gerne hier, habe einige Jahre als Soldat woanders gewohnt und war froh wieder in meine Stadt zurückzukommen. Woanders ist auch nicht unbedingt besser.
     
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  29. Avenger

    Avenger Landesliga

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    Zu Marxloh: Damit wurde und wird geworben: "Made in Marxloh" heißt soweit ich mich erinnere der Slogan dazu. Aber außerhalb der Zielgruppe interessiert das niemanden, weil Marxloh einen schlechten Ruf hat und weil es ja Brautmode ist die angeblich nur auf muslimische geprägte Hochzeiten abzielt. Was natürlich quatsch ist, so denken aber leider viele. Ein paar der Geschäfte versuchen ihr Glück ja jetzt im Bereich der Münzstraße, das hilft Marxloh zwar nicht direkt, aber das könnte durchaus eine Möglichkeit sein um die Zielgruppe zu erweitern.

    Wegen der Straßenbahn auf die andere Rheinseite: Dazu gibt es seit Ewigkeiten Pläne und auch den willen. Es fehlt, aber schlicht und ergreifend das Geld dafür. 2013 gab es dazu sogar mal öffentlich Infos, natürlich alles Zukunftsszenarien...
    https://www.waz.de/staedte/duisburg...n-duisburg-womoeglich-ausbauen-id7618665.html
     
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  30. Camper

    Camper Landesliga

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    Das die Brautmeile beworben wurde, ist an mir vorbeigegangen. Danke dir aber für diese Info.
    Ich denke, die meisten anderen Leute hier kennen diese Werbung auch nicht. Und wenn ich nach Werbung suchen muss, ist es für mich keine Werbung mehr, sondern schlichtweg eine Information welche ich nach Anfrage erhalte. Vielleicht täusche ich mich ja auch und ich bin einer der Wenigen die das nicht mitbekommen haben.

    Und das die DVG/Stadt mal einen Plan erstellt hat, dass die Straßenbahn über den Rhein führen soll, habe ich auch mal mitbekommen. Aber da tut sich, soweit ich es mitbekommen habe, ja nichts mehr. Ich war leider nicht bei der Info-Veranstaltung der neuen Rheinbrücke, aber da hätte man doch Gleise integrieren können oder nicht? Da ist gerade eine Möglichkeit da um die Kosten zu drücken. Ist bestimmt billiger als eine Brücke nur für die Straßenbahn alleine zu errichten. Aber ich habe da keinen Plan von. Ich weiß nur, es würde der Stadt und den Bürgern guttun, wenn es da eine Verbindung geben würde.
     
  31. igw459

    igw459 Kasslerfelder Jung

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    Eine Straßenbahn über den Rhein ist in Duisburg alles andere als neu.

    "Vom 1. Mai 1907 bis zum 1. Januar 1913 betrieb die Kreis Ruhrorter Straßenbahn AG eine Strecke von Homberg über die 1907 neu gebaute Rheinbrücke nach Ruhrort und weiter bis nach Hamborn. Der Abschnitt Ruhrort–Homberg wurde später an die Straßenbahn Moers-Homberg abgegeben."

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kreis_Ruhrorter_Straßenbahn

    Gleisreste sah man auf Homberger Seite an den Rheinanlagen.
     
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  32. Stadtmauer

    Stadtmauer 3. Liga

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    Was willst du als Stadt auch machen wenn du faktisch nicht selbst entscheiden darfst und die reichen Städte nichts abgeben möchten, sondern sich lieber noch eine sinnlose Bahnlinie bauen (siehe Wehrhahn Linie). Ist halt wie im echten Leben auch. Keiner teilt, sondern möchte sein Vermögen möglichst noch größer machen.

    Und dieses ständige Duisburg gebashe ist echt unerträglich. Schaut euch doch mal andere Städte an. Schaut euch Teile von Kamp Lintfort an und dann sagt mir keiner dass es dort besser ist.

    Jeder Auswärtige der hier nach Duisburg kommt und unvoreingenommen sich die Stadt anguckt sagt, dass es eine tolle Stadt ist, die unfassbar grün ist und ganz viele Möglichkeiten bietet. Von Dorf bis Industrie. Nur die Duisburger selber oder ein paar Alt Duisburger fangen jedes mal an die Stadt schlecht zu reden. Das will mir einfach nicht in die Birne. Was in Hamburg plötzlich mega geil ist, ist in Duisburg kacke. Meint ihr die Reeperbahn ist ein Argument für eine lebenswerte Stadt? Lächerlich! Es ist reines gehype. Etwas ähnliches in Duisburg und es wäre die Schande hoch 10.
    Grün ist ein super Beispiel. Immer wieder höre ich Duisburg sei nicht Grün. Habt ihr euch verdammt nochmal auf den Hochofen im Landschaftspark oder auf Tiger & Turtle gestellt?! Wer mir dann nochmal sagt Duisburg sei nicht grün, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!

    Meint ihr in Düsseldorf Eller, Ddorf Hbf, Köln Deutz, Dortmund Nordstadt, oder jede andere beschissene Großstadt ist es anders?

    Wer Duisburg nicht mag, kann gerne verschwinden, soll mir aber bloß nicht mit Lokalpatriotismus kommen. Der soll dann bitte auch in seinem Kaff glücklich werden.
     
  33. ze1970bra

    ze1970bra 3. Liga

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    Natürlich gibt es viele Probleme in Duisburg, aber es gibt auch durchaus positive Aspekte. Die werden aber kaum beachtet da man sich lieber auf das Negative fokusiert. Die Probleme zu benennen ist wichtig, aber wenn es dazu führt dass man die positiven Dinge quasi aus den Augen verliert dann läuft meiner Meinung nach etwas schief. Und jeder Einwohner der die Stadt verlässt muss das natürlich für sich bewerten, aber aus Duisburg wegzuziehen käme für mich nicht infrage, denn es ist und bleibt meine HEIMATSTADT!
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 März 2019
  34. Vmann

    Vmann Bezirksliga

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    Klingt logisch, in Ballungsgebieten mit einem geringen Angebot wird die GoKo Förderung nicht zu einem Preisanstieg sorgen.
    Die Familie die sich das Zentrum schon lang nicht mehr zum Kaufen leisten kann, schaut dann auch keine paar km weiter weg nach Eigenheim.
    Dardurch steigt auch nicht die Nachfrage und auch nicht die Preise, liegt alles nur am Bioladen.
    Gibt ja seitens der IW auch gar keine Statisitken darüber.
     
  35. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Liest du eigentlich was ich schreibe?
     
  36. Old School

    Old School 1. Liga

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    Ich hoffe, dass das Mercator-Quartier realisiert wird und Bevölkerungsschichten in die Innenstadt lockt, die sich dann auch einen Herrenausstatter wünschen. Denn die ehemaligen auf dem Sonnenwall haben alle zugemacht. Der Sonnenwall verramscht zunehmend, während sich die Wallstr. gerade sehr positiv entwickelt.

    Mittlerweile ist leider die Entwicklung Realität geworden, die vor Jahren hier schon einige als gegeben sahen (Einzelhandel).

    In Sachen Gastronomie keine gute Entwicklung: Akazienhof dicht, Eichwäldchen auch, das Inside am Casino schon lange. Wilhelmshöhe weggefallen... Unten bei Karstadt kriegt man schon seit 3 Jahren den einen Gastro-Bereich nicht vermietet.

    Wer es etwas überdurchschnittlich mag und nicht besonders mit der Stadt verbunden ist, wird um die eigentlich boulevardartige Königstr. mit dem schönen König-Heinrich-Platz und dem architektonisch immer noch herausragenden Forum leider einen Bogen machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 März 2019
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  37. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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    Also, Duisburg ist meine Heimat und ich würde nie aus der Stadt wegziehen. Das mal als erstes.
    Duisburg hat sehr viele schöne Seiten zu bieten. Mit Sicherheit viel mehr als negative. Zoo, Hafen, Mühlenweide, Landschaftspark (immerhin pro Jahr ca. so viele Besucher wie der Kölner Dom), Tiger & Turtle, Sechs Seen Platte, Sportpark Wedau, diverse international anerkannte Museen (Küppersmühle, Lehmbruck etc) MSV Duisburg, Regattabahn und noch viel mehr...

    Warum sollen wir uns verstecken und vor wem überhaupt?

    Den Zuzug aus SüdOst haben viele andere Städte auch und bestimmte Stadtteile leiden eben darunter. Egal ob Köln, Dortmund, Essen, Berlin... jede Stadt hat ihr Problemviertel.
    Was aber absolut nicht geht ist dieses neumodische gehype um solche Viertel denen man Potential verspricht. Multikulti etc. Das ist eine Verklärung der Tatsachen. Ich hab mich mit vielen Ur-Marxlohern unterhalten, weil ich auch oft da bin wegen meines Hobbys. Wenn diese Menschen dir erzählen wie Marxloh vor 35 Jahren war, da kommen denen fast die Tränen. Da kann man verstehen wie sehr die schönen Erinnerungen die Wunden wieder aufreißen und wie sie das heute erleben ...

    Natürlich wird es womöglich so kommen dass es auch wieder aufwärts geht, das ist der Lauf der Zeit, aber im Moment ist der Zustand einfach mies. Immer wenn Stadtviertel am Boden liegen und die Preise total down sind ist eben Potential da für Immobilien Spekulation...
     
  38. Ziggi

    Ziggi Allwissend :D

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    Wie war Marxloh denn vor 35 Jahren?
    Ich kenne nur die Erzählungen meiner Mutter, die vor mehr als 60 Jahren dort aufgewachsen ist und sie erzählt mir immer, dass es damals zwar deutlich anders war als heute, aber keinesfalls besser.
     
  39. Yike

    Yike MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Verstehe ich gerade nicht. Gerade die Königstr. hat sich doch super heraus geputzt. Von dort ist es nicht weit zum Bahnhof, zum Stadion oder zum Innenhafen. Man kann dort gemütlich auf einer Terrasse sitzen oder auch was anständiges essen. Warum sollte man da einen Bogen drum machen? Für mich immer ein Besuch wert. :jokes66:
     
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  40. Paarhufer

    Paarhufer Kreisliga

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    Ja, ich würde auch gerne noch miterleben wollen, dass es in Marxloh aufwärts geht. Aber hierfür fehlt mir irgendwie die Phantasie. Der Stadtteil mit dieser Bausubstanz in Berlin oder Köln und das Ding wäre der neue Prenzlauer Berg (mal überspitzt formuliert). Gerade wenn man sich so einige Bauten an der Kaiser-Wilhelm-Straße oder am Pollmannkreuz anschaut, könnte ich mir eine andere Nutzung durchaus vorstellen und kenne auch die Geschichten von Alt-Hambornern und Marxlohern, die früher zum shoppen zur B8 gegangen sind. Selbst eine rege Kino- und Discomeile gab es ja einst. Ich selbst habe nur noch Ausläufer mitbekommen und kann mich noch an Ruprecht und Modehäuser wie Cramer + Meermann erinnern.

    Das Problem ist halt die industrielle Nähe, die geografische Lage am Stadtrand (keine gute ÖPNV-Anbindung an andere Zentren im Ruhrgebiet), die EU-Zuwanderung aus Südosteuropa und das verhunzte Image. Einen positiven Turn-Around hinzubekommen würde Millionen verschlingen und Jahrzehnte dauern. Wahrscheinlich muss sich irgendwo erst ein Nukleus bilden, von dem aus Spill-over-Effekte in die Nachbarschaft gehen. Aber wie so oft, kann man den progressiven Öko-Hipster mit Jutebeutel und Hollandrad nicht einfach dorthin versetzen, sondern muss Anreize bieten, dass er sich dort selbst ansiedelt. Sowas auf dem Reißbrett zu konstruieren geht nicht. Vielleicht mal die Kreativszene auf die günstigen Ladenmieten aufmerksam machen?! Wobei das ja auch schon in Ruhrort nicht funktioniert...
     
  41. Meide1963rich

    Meide1963rich 3. Liga

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    Marxloh war mal der reichste Stadtteil Duisburgs, jeder der was auf sich hielt wollte da wohnen. Das war sicherlich nicht vor 35 Jahren sondern noch früher, aber wenn man den Unterschied von heute und vor 35 Jahren nicht erkennt war man wahrscheinlich nur auf der B8 unterwegs...
     
  42. MasterAuditor

    MasterAuditor Ribbenist

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    Insbesondere Haffke vermisse ich wirklich sehr. Toller Laden, wo neben dem Produktangebot insbesondere auch die Beratung und das ganze Kauferlebnis toll waren. Als ausgepräger "Warenhaus"-Hasser bin ich da immer sehr gerne hingegangen. Versuch mal, in so einem Laden ein Hemd mit Umschlagmanschette zu bekommen. Mit etwas Glück gibt es eine Sorte in weiß. Ein Trauerspiel! :frown:
     
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  43. KIKA

    KIKA Regionalliga

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  44. Ziggi

    Ziggi Allwissend :D

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    Wäre der Tunnel in Düsseldorf geplant und nicht in Duisburg, würden die Bagger schon längst rollen ... :mecker:
     
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  45. KIKA

    KIKA Regionalliga

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    In Sachen Klamotten, vielleicht ist Harders was für euch: https://www.harders-outlet.de
    War da noch nicht drinn, aber laut Kennzeichen auf dem Parkplatz scheint sich die Anreise zu lohnen.
     
  46. Ekel Alfred

    Ekel Alfred Landesliga

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    Mein Vater ist vor über 60 Jahren in Marxloh aufgewachsen. Der erzählt mir auch immer, wie toll der Stadtteil mal war. Am August-Bebel Platz gab/gibt es eine Eisdiele, mit dessen Besitzer ich mal ins Gespräch kam. Ich fragte ihn, warum er denn in Marxloh überhaupt einen Laden aufgemacht habe, weil er über fehlende Einnahmen klagte. Da meinte er, dass damals, als er die Eisdiele eröffnete, eine finanziell sehr gut betuchte Kundschaft in der direkten Umgebung wohnte und man ihm die Bude eingerannt hätte...

    An manchen Gebäuden, gerade die mit nem Erker, kann man ja auch noch gut erkennen, dass die Häuser dort echt mal was hergemacht haben.
     
  47. Old School

    Old School 1. Liga

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    Warum verstehst du das nicht? :) Habe ich doch geschrieben: Weil Leute, die gerne in anderen Preissegmenten kaufen/speisen dort das entsprechende Angebot einfach nicht finden. Wer wird überhaupt behaupten, dass Duisburg noch eine Einkaufsstadt mit reichhaltigem Angebot ist?

    Mit Bezug zu Duisburg wird man das sicherlich anders sehen und gerne auch mal bei Dobbelstein nen Kaffee oder frühstücken (kann man im Dobbelstein an der Königstr. übrigens sehr gut). Aber macht euch doch nix vor. Oberzentrum? Nicht wirklich. Die Anziehungskraft ist sehr übersichtlich. Wieviele gute Läden, die es vor 15, 10 oder auch 3 Jahren gab, sind kaputt? Als ich diesen Thread eröffnet habe, gab es wirklich mal eine sehr aufstrebende Zeit für die City. Zufällig oder nicht endete das mit der LP...

    Ich glaube, Jörg du warst lange weg und deine Worte über Brüssels Bevölkerungs-Entwicklung bei meinem Besuch damals habe ich noch gut in Erinnerung. ;) :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 März 2019
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  48. ruhrpottpsycho

    ruhrpottpsycho ZebraTrucker

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    Die Hotspots sind Stadtteile wie Marxloh, , Hochfeld, Bruckhausen usw.

    Wenn du Internationalen Flair suchst bist du in einer Industriestadt wie Duisburg aber richtig falsch. Solch einen Flair findet man vllt in Düsseldorf , Köln , halt in den Metropolen dieser Welt.
    Hier passt der Spruch „ Berlin kann jeder , Duisburg muss man wollen“ . Du wollstes anscheinend nicht:)

    Du findets es vllt spannend in einen Babel zu leben wo in einer Straßenbahn 14 verschiedene Sprachen gesprochen werden ,Ich dagegen finde es nicht sehr spannend sondern eher befremdlich.
     
  49. rauuul

    rauuul 3. Liga

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    Das Grundproblem von Duisburg ist einfach, dass es dort mittlerweile zu wenig (gut bezahlte) Jobs gibt. Die Stadt an sich ist für mich z.B. schöner als Köln, es gibt viel Grün und auch interessante Stadtteile (wie z.B. Ruhrort) aber so lange es da nichts zu arbeiten gibt, ziehen die Leute eben weg und sorgen so für den sozialen Abstieg einzelner Stadtteile oder auch der ganzen Stadt. „Multikulti“ hat damit, entgegen dem was hier teilweise behauptet wird, erstmal wenig zu tun.
     
  50. Yike

    Yike MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Habt ihr euch abgesprochen? :D ;) Passt ja wie die Faust auf's Auge!

    Daher passt ja auch der Spruch:

    Und wer Duisburg will, sollte dafür kämpfen, aber auch offen für Neues sein.

    Da hier auch die Strassenbahnen zur Sprache kamen, ich weiss nicht, ob es hier schon erwähnt wurde, aber es gab vor einigen Tagen eine kurze Doku über den VRR und die Kompetzneverteilung an die Kommunen/Städte. Die Etnscheidungsgewalt liegt nämlich nicht beim VRR, da dieser die Meinung ist, dass die Städte selber am besten wüssten, was die Leute bräuchten. Als Resultat gibt es im Ruhrgebiet X Personen, die enorme Gehälter beziehen und sichnicht drum kümmern, was in der Nachbarstadt geschieht. Es kocht also jeder sein eigenes Süppchen, falls zur Folge hat, dass es massig Fehlinvestitionen getätigt werden und nur 25% der Pendler den ÖNV nutzen. Da wäre eine Watsche seitens der Wähler mal wirklich wünschenswert!
     
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