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Zebrastreifenblog

Dieses Thema im Forum "Blogs rund um den MSV" wurde erstellt von Omega, 11 April 2009.

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  1. Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck davon, wie eine zukünftige Dauerausstellung aussehen könnte. Eine Sonderausstellung zu den vier Pokalfinalendes MSV war improvisiert. Natürlich kann das heute nur eine Schau möglicher Exponate sein, aber deutlich wird die konzeptionelle Arbeit, die schon jetzt beim Aufbau des Museums geleistet wird. Außerdem haben Spieler verschiedener Generationen Autogramme gegeben. In den nächsten Tagen werde ich auch die Interviews online stellen, die ich gemacht habe. Sie müssen noch transkripiert werden. Deshalb zunächst erste Impressionen vom Ausstellungstag per Bild.

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    Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museums die entsprechenden Kontaktinformationen.

    Einsortiert unter:Fußball und Kultur, MSV Duisburg Tagged: Daniel Reiche, Dietmar Linders, Günter Preuß, Michael Bella, MSV-Museum, Saison 1965/1966, Saison 1974/1975, Saison 1997/1998, Saison 2010/2011 [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  2. Zurück in der 2. Liga – das heißt auch, mehr Berichterstattung über den MSV durch die versammelten Fußballmedien und mehr Arbeit für mich. Wie gewohnt in den letzten Zweitliga-Jahren der Zebras landete nämlich die E-Mail mit ein paar launigen Fragen aus der 11FREUNDE-Redaktion im Posteingang. Im Bundesliga-Sonderheft erscheinen dann die Antworten, die von den Erst- und Zweitligabloggern zurückgesendet werden. Ein paar Seiten kostenloser Content für 11FREUNDE. Damit kennen wir uns aus. Für euch nun exklusiv die Sonderedition Jaratz zum MSV des 2017er 11FREUNDE-Jahrgangs.

    Die nächste Saison wird eventuell legendär, weil…

    nicht nur der Klassenerhalt früh feststeht und die Teilnahme am Pokalfinale den Anfang einer langjährigen Erfolgsära bedeutet, sondern auch der 50-Millionen-China-Deal im Winter – siehe unten – den Verein endgültig saniert

    Wenn ich an die vergangene Saison denke, dann…

    …haben alle im und um den MSV mit anfänglich sehr überlegener Spielweise und der Tabellenführung seit Spieltag neun samt Drittliga-Meisterschaft eine völlig neue Erfahrung des Dauer-Favoriten-Daseins gemacht. Dennoch wurde die Tradition nicht verraten, uns auf den Rängen bis zum Abpfiff am Erfolg zweifeln zu lassen. Tradition! Wichtig!

    Auf diesen Videobeweis-Fauxpas freue ich mich besonders:

    Foul ist Foul, auch wenn die foulenden Abwehrspieler klein und viele sind während der gefoulte Spieler alleine sowie athletisch und groß ist wie Kingsley Onuegbu. Würde ich gerne im Videobeweis mal sehen.

    Für 50 Millionen in Richtung China verlässt uns im Winter…

    …Physio, Greenkeeper und zwei Ticketing-Mitarbeiter. An Fußballer aus Deutschland traut sich nach Modeste-Deal-Fast-Scheitern gerade niemand ran.

    Mein Verein muss an den DFB Strafe zahlen, weil…

    Beim Pyro-Abo sind wir wie alle dabei. Dazu plädiere ich für Sonderstrafen bei Mickie-Krause-Auftritten vor einem Spiel.

    Die neue Vereinshymne sollte komponiert werden von…

    Von niemandem. Reden wir nicht drüber, weil Hymnenkram schon immer gegenüber dem Besten vom Besten enttäuscht. Muss ich mehr sagen als Zebratwist?

    Aus unserem Team unverzichtbar für Jogi Löw ist in Russland…

    Wie Confed-Cup und U21-Euro zeigen, deutsche Fußballspieler hat Jogi Löw ja mehr als genug. Einen Spieler wie Branimir Bajic aber hat er nicht. Mit seinen fast 38 Jahren gibt er inzwischen durch die Aura seines Auftretens auch von der Bank aus Sicherheit bis in alle Ecken des Spielfelds. Wenn es nötig ist, auch auf dem Spielfeld präsent. Großartiger Mann. Deshalb Nationalitäten-Sondersstatus für den Bosnier Bajic.

    Fußball schön und gut, aber Weltmeister würde unsere Truppe in…

    Textsicherheit beim deutschen Party-Schlager der Gegenwart, der aufklärenden Arbeit des nigerianischen Schlagersammlers und -forschers Kingsley Onuegbu sei Dank.

    Auswärts schmeckt gut: Die beste Bratwurst gibt es in…

    Überall dort, wo Auswärtssiege den Blick aufs Wesentliche lenken und Geschmackssinne vernebeln.

    Jetzt reicht’s: Das müsste passieren, damit ich nicht mehr ins Stadion gehe…

    Ich interessiere mich schon jetzt kaum mehr für die Bundesliga oder Champions League. Aber als wandelnder Zuschauer-Widerspruch wird sich das natürlich sofort ändern, wenn mein Verein in die Nähe des nächst möglichen Erfolgs kommt. Sprich: ich weiß nicht, was passieren müsste.

    Dieser Filmtitel beschreibt meinen Klub perfekt…

    Zurück in die Zukunft

    Dieser Twitter-Account ist für Fußballfans unverzichtbar…

    Zu viele, um einen zu nennen. Schaut selbst.

    Zweite Liga ist eh viel schöner als Bundesliga, weil…

    …mich Bundesliga kaum mehr interessiert. Siehe oben. Und Union Berlin und St. Pauli immer eine Reise wert ist, dabei Bochum und Düsseldorf um die Ecke liegen und die Chance zum Bundesligaaufstieg greifbar nahe ist. Denn siehe oben.

    Das ist die zweitklassigste Zweite Liga seit…

    …der MSV vor zwei Jahren schon einmal nach dem Zwangsabstieg wieder aufstieg und die Klasse nicht halten konnte. Deshalb beste Aussichten in dieser Saison. Siehe oben.

    In der Relegation scheitert diesmal…

    …nicht der MSV. Denn die Grammatik der Ruhrgebietssprache verbietet es, das Verb scheitern zusammen mit dem Kürzel MSV zu gebrauchen.

    Und wenn ihr nun ganz andere Antworten gewusst hättet, ich bin gespannt. Nachspielzeit in den Kommentaren.

    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2015/2016 Tagged: 11 Freunde, Branimir Bajic, China, DFB, Fragebogen, Kingsley Onuegbu, Mickie Krause, Pyrotechnik, Videobeweis, Zebratwist [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  3. Wir Menschen sind für Statistik nicht gemacht. Wir erleben Momente und keine Zahlenverhältnisse. Wirklich ist nun einmal, was wirklich wird, so unwahrscheinlich es auch ist. Nur 1.27 Prozent aller Ecken führen zum Torerfolg. Das las ich letzte Woche noch auf der 11FREUNDE-Seite. Nun hat der MSV gestern im Spiel gegen Dynamo Dresden erst einmal dafür gesorgt, dass die anderen Zweitligavereine ein wenig gelassener bei Eckbällen sein können. Wir ja natürlich auch. Bis wieder ein Tor nach einer Ecke fällt, müssen wieder ein paar getreten werden. Oder wie ist das Verhältnis von Statistik und Wirklichkeit?

    Nach einem Eckball in der 88. Minute fiel das 1:0 für Dynamo Dresden in einem Spiel, das auch der MSV Duisburg hätte gewinnen können. Ein Zeitpunkt, der die Enttäuschung größer macht. Ein Unentschieden wäre zumindest sehr verdient gewesen. Die Chancen auf ein Tor waren sogar zuvor für den MSV klarer gewesen als für Dresden. Bei Schüssen von Moritz Stoppelkamp und Simon Brandstetter war ich jeweils schon aufgesprungen. Ich hatte meinen Mund aufgerissen zum Torschrei. Tonlos musste ich mich wieder setzen.

    Der MSV Duisburg hat in diesem ersten Punktespiel der Saison 2017/2018 gezeigt, diese Saison in der Zweiten Liga wird eine andere als die vor zwei Jahren. Nicht einen Moment ließ die Mannschaft einen Zweifel daran, dass sie in dieser Liga mithalten kann. Wie schwer der Klassenerhalt wird, ist natürlich immer noch eine offene Frage. Das Spiel war spannend und abwechslungsreich. Mit dem kombinationsstarken Offensivspiel schaffte es die Mannschaft schon in der ersten Halbzeit, Spieler in aussichtsreiche Schusspositionen zu bringen. Bei dieser guten Offensive stand die Defensive meist sicher, und wenn nicht, gab es Mark Flecken. Bei zwei sehr guten Chancen der Dresdner in der ersten Halbzeit zeigte sich Mark Flecken mit großartigen Reflexen zuständig. Zudem strahlte er strahlte große Sicherheit aus, wenn es im Strafraum einmal voller wurde.

    Im gesamten Spiel waren beide Mannschaften gewillt, für einen Sieg etwas zu riskieren. Dabei wurde die Defensive nicht vernachlässigt. Das machte das Spiel unterhaltsam. Darüber hinaus wurde sehr deutlich, wie wettbewerbsfähig der MSV in dieser Saison ist. Die Spieler hatten keine Schwierigkeiten mit dem höheren Tempo der Zweiten Liga selbst bei der Hitze. Sie hatten offensiv keine Schwierigkeiten mit den engen Räumen und defensiv nur wenige nach schnellem Umschalten der Dresdner. Das alles stimmt mich zuversichtlich. Das war vor zwei Jahren bis in den Winter nicht gegeben. Nun ist es am ersten Spieltag vorhanden. Nun gilt es die Leistung gegen den VfL Bochum zu bestätigten, damit die leisen Stimmen des Misstrauens in mir endgültig vestummen.

    Mit dem Sieg durch das Tor nach dem Eckball ist Dynamo Dresden übrigens wahrscheinlich in Abstiegsgefahr geraten. Wenn ich Fan von Dynamo Dresden wäre, begänne ich mir jedenfalls Sorgen zu machen. Auf jeden Fall würde ich auf kein weitere Tor nach einem Eckball hoffen. Denn die oben erwähnte Statistik verrät noch eins: Je mehr Tore eine Mannschaft nach Eckbällen erzielt, desto wahrscheinlicher wird diese Mannschaft am Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz landen.

    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: Mark Flekken, Moritz Stoppelkamp, SG Dynamo Dresden, Simon Brandstetter [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  4. „Volksmusik – Schlager – Lieder mit Gefühl, verpackt mit einer guten Prise Humor, das sind wir die ‚Wahren Freunde‘.“ Das ist auf der Seite der Musikgruppe zu lesen, die aus Lust und Laune in der Freizeit Musik macht und die besagte Musiktraditionen ungebrochen aufgreift und eben auch ein Duisburg-Lied geschaffen hat.

    Nicht Duisburg als Stadt wird darin besungen, sondern der Landschaftspark. Das ist ein gutes Zeichen für das Heimatlied der Sektion Duisburg, wenn Stücke entstehen, in denen nicht das Verhältnis zur Stadt als Ganzes das Thema ist, sondern Teile der Stadt in ihrer Besonderheit vorgestellt werden. Die Aktivitäten der „Wahren Freunde“ werden mit der Anmutung eines Hobbys und Freizeitvergnügens in die Öffentlichkeit gebracht. Dahinter steht kein professioneller Anspruch. Ich sehe das völlige Ignorieren medialer Bilder- und Designstandards mit viel Sympathie. Das ist gelingende Alltagskultur, die gängige Schlagermelodien der Gegenwart nutzt und sie in dem Fall mit einer eigenen Idee verbindet. Originalität braucht so etwas nicht. Für die „Wahren Freund“ geht es um etwas anderes.

    Bitte schön: „Das Lied vom Landschaftspark“.


    Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

    Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Duisburg – Alle Folgen

    Einsortiert unter:Duisburg Tagged: Duisburg, Heimatlied, Landschaftspark Nord, Ruhrgebiet, Wahre Freunde [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  5. Letztes Jahr bin ich vor der neuen Saison nicht dazu gekommen, bei meinen Gesammelten Links Ordnung zu machen. Das lag nicht nur an der fehlenden Zeit. Facebook und Twitter sind auch für mich Eintrittsportale für Netzauftritte in Sachen MSV und Fußball geworden. Interessant. Entsprechend verlieren direkte Links zu Blogs und Seiten an Gewicht.

    Die Pflege einer solchen Sammlung kostet ja auch Zeit. Es müsste regelmäßig geprüft werden, ob nicht längst ein Link im Nichts endet, ob Seiten überhaupt noch belebt sind und so weiter. Ich habe heute zumindest in Sachen MSV mal angefangen, und nun seid ihr dran. Helft mir die Sammlung zu vervollständigen. Weist auf fehlende Blogs und Seiten hin, auf tote Links, auf eingestellte Produktionen. Schaut mal, was ich schon in der Sammlung verlinkt habe und schreibt mir als Kommentar des Zebrastreifenblogs, was fehlt.

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    Entsprechendes gilt für den überregionalen Fußball. Um es vorsichtig zu formulieren, ich habe nur noch einen ungefähren Überblick über die gelisteteten Online-Auftritte. Schaut mal rein, ob euer Blog fehlt. Ich arbeite nach und nach ein.

    Einsortiert unter:Fußball und Kultur, MSV Duisburg Tagged: Linksammlung [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  6. Der MSV empfängt morgen den VfL Bochum zum ersten Heimspiel der Saison. Die Bochumer wollen in dieser Saison oben mitspielen. So salopp spricht das Sportdirektor Christian Hochstädter auf der Pressekonferenz vom VfL Bochum aus, als es zum wiederholten Male für die Journalisten um den Anspruch des VfL beim Spiel in Duisburg geht. Wer oben mitspielen will, möchte natürlich gewinnen bei einem Verein, der sich nichts anderes als den Klassenerhalt wünscht.

    Gewinnen will auch VfL-Trainer Ismail Atalan, obwohl er weiß, wenn seine Mannschaft nur ein Prozent weniger als die von ihm erwartete Leistung zeige, werde sie verlieren. Werde der MSV doch durch die Euphorie getragen und vom Publikum nach vorne gepeitscht. Die Mannschaft habe Qualität und brauche kenne viele Abläufe, ohne sie überhaupt noch sehr trainieren zu müssen. Der Trainer hat Respekt vor den Zebras. Das klingt gut in meinen Zuschauerohren, und ich werde gewiss, morgen alles dazu beitragen, dass jenes Eregebnis eintritt, das Christian Hochstätter anscheinend schon gesehen hat.

    Er wird gefragt, wie wichtig der Sieg im Derby sei gegen den MSV mit einem so anderen Anspruch als die Bochumer. Darauf antwortet er ab Minute 18.50, sie seien mit einem Anspruch in die Saison gegangen. Der erste Anlauf habe nicht geklappt. Dann folgt zwei Sätze später, gegen Duisburg (!) habe er viele Dinge gesehen, die er gut fand. Es seien auch Dinge dabei gewesen, die er nicht so gut fand. Eine Sensation, die untergeht. Christian Hochstätter kennt das Ergebnis vom Spiel morgen. Christian Hochstätter kann offensichtlich Zeitreisen. Er macht keine große Sache draus. Für uns aber zählt: So klingt kein Sportdirektor nach einem Sieg. Wie das Spiel ausgeht, verschweigt er. Dennoch verrät uns Christian Hochstätter eins, die Bochumer werden auch nach dem Spiel gegen den MSV enttäuscht sein. Auch beim zweiten Mal wird es mit dem Anspruch nicht geklappt haben.




    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: Christian Hochstätter, Ismail Atalan, VfL Bochum [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  7. Im Zebrastreifenblog wird es diese Saison etwas anders zugehen. Experimenteller. Ich hatte es schon öfter angedeutet, mir geht es in den Räumen hier nicht nur um Sportberichterstattung. Mein Blick auf den Fußball führt immer auch aus dem Stadion hinaus. Das schlägt sich nicht in allen Texten nieder, aber ohne diesen Blick ins normale Leben, ist mir das Schreiben über Fußball zu langweilig. Nun haben wir in den letzten acht Jahren mit dem MSV das meiste erlebt, was im Fußball möglich ist. Entsprechend habe ich Querverweise ins normale Leben gesehen. Nun möchte ich mich nicht wiederholen. Es muss also etwas anders werden. Stig könnte mit seiner polternden und ruppigen Art vielleicht öfter schreiben. Ich selbst versuche mich dagegen mal mit mehr Netz-Style – mir fehlen fürs erste nur ausreichend Fotos, Gifs und Miniclips. Mal sehen, ob auf Dauer auch Worte reichen. Also, der Zebrastreifenblog entdeckt das Listenformat. Was nicht heißt, dass erzählende Texte für immer perdu sind.

      1. Der MSV Duisburg kann sich berechtigt Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Zweiten Liga machen. Die Mannschaft bestätigt die gute Leistung des Saisonauftaktspiels in Dresden.
      2. Das Offensivspiel des MSV sorgt für Torgefahr. Nach dem Führungstor durch Boris Tachshy in der siebten Minute hatte der MSV Chancen die Führung auszubauen.
      3. Für die Offensivstärke von Moritz Stoppelkamp müssen wir aushalten, dass er manchmal seine Mitspieler übersieht. Ob das dauerhafte Eigenart ist oder sich mit noch mehr Eingespieltsein verliert, können wir bislang gelassen diskutieren.
      4. Zweite Bälle waren in der ersten Halbzeit meist Beute des MSV Duisburg.
      5. Enis Hajri wird sich demnächst hoffentlich in einer meiner Schreibwerkstätten einfinden, um sein Bedürfnis nach Schiedsrichter-Reaktion in kreative Bahnen zu lenken. Ich hätte da ein paar vorbildhafte Zeilen Lyrik. Vielleicht kommt Lukas Fröde ja auch mit.

        Schiri, bitte, gib mir eine gelbe Karte.
        Bitte, bitte, bitte! Ich brauche sie so sehr.
        Nicht, dass ich schon seit dem Anpfiff darauf warte,
        Aber ohne weiterspielen wird so schwer.

        Schiri, bitte, gib mir einen Nachweis für mein Spiel.
        Nur mit gelber Karte weiß ich um den Sinn.
        Defensiv wach und die Härte ist, was meist gefiel.
        Wenn mein Foul nicht reicht, geh‘ ich zum Torwart hin.
      6. Der Ausgleich sofort nach der Halbzeitpause war zugleich eine deutliche Ansage des VfL, das Spiel gewinnen zu wollen, so chancenlos war die Defensive bei diesem Tor.
      7. Der Wechsel von Tugrul Erat gegen Nico Klotz war ein Versuch, die Defensive zu stabilisieren. Ein Versuch! Ob ein desorientierter und oft verunsichert wirkender Erat oder ein Klotz ohne Luft auf der rechten Defensivseite mehr Gefahr durch die Bochumer bedeuteten, sorgt noch ein paar Tage bei allen hier im Zebrastreifenblog für unterhaltsame Gespräche.
      8. In dem etwa 25 Minuten andauernden Angriffswirbel des Vfl Bochum erwies sich Gerrit Nauber als zentrale Kraft. An ihm konnten sich seine Mitspieler ausrichten. Selbst unter größtem Druck versuchte er die hereinkommenden Bälle zu kontrollieren und in den eigenen Reihen zu behalten. Er ordnete die Defensivreihe souverän. Großartige Verpflichtung.
      9. Zum Ende des Spiels konnte sich der MSV wieder etwas mehr befreien. Der eingewechselte Kingsley Onuegbu sorgte offensiv für ein wenig Entlastung, weil mit ihm der Ball etwas länger in den Reihen des MSV gehalten werden konnte. In der Defensive verstärkte er die Duisburger Kopfballhoheit im Strafraum.
      10. Gefährliche Chancen erspielten sich sowohl der MSV als auch der VfL nicht mehr.
      11. Erleichterung beim Abpfiff über den ersten Punkt der Saison.







    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: Enis Hajri, Gerrit Nauber, Lukas Fröde, Nico Klotz, Simon Brandstetter, Tugrul Erat [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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    Museums-Verwirklicher Willi Blomenkamp, 5. v. l.


    Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen. In den nächsten Tagen kommen nun in loser Folge Menschen zu Wort, die sich sich für die Eröffnung eines MSV Museums engagieren. Willi Blomenkamp gehört zu den Gründungsmitgliedern vom MSV Museumsverein. Er ist einer jener Sammler, die mit ihren Exponaten die Grundlage für eine zukünftige Dauerausstellung bilden. Der Vorsitzende des Museumsvereins Volker Baumann sowie die Sammler Wolfgang Berndsen und Detlef Luderer werden folgen.

    Zebrastreifenblog: Wann hast du angefangen zu sammeln?

    Willi Blomenkamp: Ich habe erst einmal mit Statistik angefangen. Ich habe damals, da war ich sieben oder acht, in der Badewanne gelegen und mir überlegt, die Ergebnisse der Spiele aufzuschreiben. Zeitungsberichte habe ich ausgeschnitten und wenn es mal eine Autogrammkarte gab, das war eine Rarität für mich. So habe ich angefangen. Das war etwa Mitte der 1970er Jahre.

    Im erwachsenen Alter hast du dann einfach weitergemacht, was du als Kind begonnen hast?

    Ja, im Grunde schon. Ich habe dann angefangen die Programme zu sammeln, erst die Heimprogramme, dann die Auswärtsprogramme, dann kamen Sammelbilder dazu, Autogrammkarten, weitere Zeitungsartikel, und dann Accessoires irgendwann wie Wimpel, Trikots. Das Spektrum wurde immer größer. Dann kamen irgendwann Eintrittskarten und irgendwann bekommt man nichts Neues mehr. Es wird immer schwieriger. Die Sachen werden immer teurer. Dann versucht man sein Gebiet zu erweitern, etwa Sammelbilder mit Autogramm, ohne Autogramm zu sammeln.

    Diese Leidenschaft ergab sich, weil du Fan vom MSV bist?

    Mein Vater ist gebürtiger Duisburger. Ich komme ja gar nicht aus Duisburg. 74 war die WM in Deutschland, da habe ich angefangen mich für Fußball zu interessieren. Dann sagte ich, Papa, was ist denn der beste Verein? Und er: Duisburg! Seitdem bin ich MSV-Fan. Damals in der Grundschule, ich komme aus Kerken, da gab es keine MSV-Fans. Gladbach, :kacke:, München. Dortmund gab es. Und als Kind wird man ja schnell gehänselt. Duisburg hatte keine Titel. Ich weiß das noch wie heute, ich hab dann gesagt, ok, dann bin ich Hamburg-Fan. Das habe ich zwei Tage durchgehalten. Mit acht Jahren habe ich es nicht geschafft, mir einzureden, Hamburg-Fan zu sein. Ich kam von Duisburg nicht los. Mit acht Jahren. Ich bin immer MSV-Fan geblieben.

    Wo befindet sich deine Sammlung momentan?

    Bei mir zu Hause. Ich habe drei Räume. Da stehen 250 bis 300 Aktenordner plus an die 100 Trikots mittlerweile, also getragene Trikots. Jede Menge Poster hängen an der Wand. Die Ordner sind sortiert nach Zeitungsberichten, Plakaten, die Programme, Autogrammkarten, Sammelbilder, Fotos. Ich habe mittlerweile über 10.000 Fotos.

    Was ist das Lieblingsstück deiner Sammlung?

    Ich sag mal, die Stadionzeitung vom Tag meiner Geburt. Da haben wir noch 5:2 gegen Stuttgart gewonnen. 1966. Wenn ich also ein Stück behalten dürfte, würde ich wahrscheinlich die Zeitung behalten. Das ist nicht die absolute Rarität, aber es ist so.

    Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen.



    Tagged: Kerken, MSV-Museum, Willi Blomenkamp [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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    Museums-Verwirklicher Detlef Luderer, 4. v. l.


    Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen. Nun kommen hier in loser Folge Menschen zu Wort, die sich sich für die Eröffnung eines MSV Museums engagieren. Detlef Luderer gehört zu den Gründungsmitgliedern vom MSV Museumsverein. Er ist einer jener Sammler, die mit ihren Exponaten die Grundlage für eine zukünftige Dauerausstellung bilden. Der Vorsitzende des Museumsvereins Volker Baumann sowie der Sammler Wolfgang Berndsen werden folgen. Zum Interview mit dem Sammler Willi Blomenkamp geht es mit einem Klick.

    Zebrastreifenblog: Wann hast du angefangen zu sammeln?

    Detlef Luderer: In ganz frühen Jahren war das. Da war ich ungefähr zehn, zwölf. Denn ich hatte das große Vergnügen, in einem Bungalow in Homberg groß zu werden, neben dem Kurt Jara, und der hatte einen Sohn. Mit dem habe ich immer gespielt und bin bei den Jaras rein und rausgegangen. Damals hatte ich schon jede Menge Zeitungen: Sportreport, Stadionzeitungen etc. Irgendwann ist das im jungen erwachsenen Leben in den Karton gewandert und hat sich da zehn, zwölf Jahre allein amüsiert. Dann habe ich das irgendwann mal wieder hervor geholt, und schon war der Bann wieder gebrochen.

    Wo bekommst du deine Exponate her?

    Von überall – von anderen Sammlern, von ehemaligen Spielern, von aktuellen Spielern, Ebay natürlich, das ist auch klar. Trödelmärkte. Überall gibt es die Möglichkeit, etwas zu finden.

    Du bist also immer unterwegs mit dem Blick auf mögliche MSV-Sammelstücke?

    Ja, ich war neulich zum Beispiel bei einem ehemaligen Spieler der MSV-Amateure. Der hat mir ein Trikot gegeben von einem Spieler aus der Ersten Mannschaft zu seiner Zeit. Das hatte er selber bekommen.

    Das bekommst du dann geschenkt? Du bezahlst aber auch, wenn du etwas unbedingt haben willst?

    Genau, manches bekomme ich ohne Geld auszugeben, aber meistens ist das mit einer Gegenleistung verbunden. Die Spieler sind immer scharf darauf, aus ihrer Zeit Zeitungsberichte etc. zu bekommen. Dann kopiere ich die denen und lege denen praktisch einen Ordner an. Oder auch Fotos wollen sie auch immer gerne haben. Und dann kriegt man schon mal ein Paar Schuhe, ein Trikot. Aber Geld gebe ich natürlich auch aus.

    Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen.

    Einsortiert unter:Fußball und Kultur, MSV Duisburg Tagged: Detelf Luderer, Kurt Jara, MSV-Museum [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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    Museums-Verwirklicher Wolfgang Berndsen, 2. v. r.


    Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen. Nun kommen hier in loser Folge Menschen zu Wort, die sich sich für die Eröffnung eines MSV Museums engagieren. Wolfgang Berndsen gehört zu den Gründungsmitgliedern vom MSV Museumsverein. Er ist einer jener Sammler, die mit ihren Exponaten die Grundlage für eine zukünftige Dauerausstellung bilden. Abschließend wird der Vorsitzende des Museumsvereins Volker Baumann noch über die notwendige Vereinsgründung, Perspektiven und Visionen zu lesen sein. Per Klick geht es zum Interview mit dem Sammler Willi Blomenkamp, sowie zum Interview mit dem Sammler Detlef Luderer.

    Zebrastreifenblog: Wann hast du mit dem Sammeln begonnen.

    Wolfgang Berndsen: Die ersten Zeitungsausschnitte habe ich schon in den 1970er gesammelt. Richtig gesammelt habe ich dann erst ab 86, als ich hier bei uns Pressesprecher war und das Zebramagazin geschrieben habe. Früher, in den 70er Jahren habe ich auch bei Auswärtsspielen mal ein Programmheft mitgenommen und so ein paar Sachen gesammelt, aber nie so intensiv wie ab 1986.

    Dann bist einer der Sammler, die erst im Erwachsenalter ihre Leidenschaft entdeckt haben?

    So kann man das auch nicht sagen. Ich habe schon als Kind die ganzen Sammelalben gesammelt, die Bergmann-Alben und Panini. Aber auch früher als Jugendlicher, ich bin in Meiderich zur Schule gegangen, da habe ich Trikots abgestaubt von den Spielern. Die Diebels-Alt-Trikots oder die Trikots mit der Eigenwerbung. Da gab es auch mal die kleinen Bergmann-Bilder, wie Autogrammkarten, die habe ich als Schüler gesammelt. Irgendwann habe ich dann die Heimprogramme gesammelt und wenn du auswärts warst eben die Auswärtsprogramme Und irgendwann hast du natürlich alles gesammelt.

    Wo lagerst du die Sachen momentan?

    Die sind alle bei mir zu Hause im Dachgeschoss auf 60 m² etwa.

    Wie findest du dich in deiner Sammlung zurecht?

    Ich habe alles in Excel-Dateien katalogisiert. Ich habe auch die ganzen Spieler archiviert. Jeden Spielbericht seit 1902 habe ich im Original vorliegen. Das sind mittlerweile über 700.000 Spiele, die wir aufgelistet haben. Mit allen Freundschaftspielen.

    Ich bin sprachlos.

    Lückenlose Leidenschaft, ja.

    Und diese Spielberichte von 1902, wie hast du die bekommen? Bist du in Archive gegangen?

    Die habe ich teilweise von Presseleuten bekommen, die ihre Sachen vererbt haben. Viele Sachen habe ich von Herrn Köppen senior bekommen. Er hat die bekommen von einem Herrn Wende. Der war damals Spielausschussobmann in den MSV-Gründerzeiten. 20 Jahre hat er alles archiviert und festgehalten. Dann hat Herr Köppen das vererbt bekommen, und er hat weitergesammelt. Und dann habe ich das bekommen.
    Was anderes sind natürlich Stadionhefte, von Auswärtsspielen, so was, die bekommst du bei ebay für viel Geld.

    Die Lücken werden also durch Ankäufe gefüllt?

    Genau, da wirst du ein Vermögen los. Aber meine Lücken sind nicht groß.

    Ärgern diese Lücken?

    Ich sag’ mal, wenn ich der Höchstbietende bin, ist das kein Thema. Da habe ich keine Schmerzgrenze.

    Nun warst du als Mitglied der Zebraherde schon lange mit dem Gedanken an ein Museum beschäftigt?

    Eigentlich hat das noch früher begonnen. Schon Mitte der 1980er Jahre habe ich zusammen mit Klaus Dings so Ideen gehabt. Später dann mit Holger Glücks bei der Zebraherde. Wie so ein Museum nicht aussehen soll, weiß ich auch. Ich bin jetzt in mehreren Museen gewesen. In Frankfurt war alles wie Kraut und Rüben, ohne zeitliche Einteilung. Auch Bayern München zum Beispiel, die haben zwar ein tolles Museum, aber von der Historie fehlt vieles. In München geht es erst ab 1965/66 richtig los. Oder in Barcelona – da kommst du rein, gehst 150 Meter und hast nur Pokale von den Handballern, dann 200 Meter nur Pokale von Basketballern. Dann gehst du in den goldenen Saal der Fußballer rein, und brauchst eine Sonnenbrille. Aber auch die haben kaum alte Sachen. Die haben zwei, drei Trikots. Von Kubala, Stojkovic, Neeskens und wie sie alle hießen. Eine Lederchronik gibt es noch und irgendwelche Panini-Bildchen.

    Aber das ist keine Ausstellung. Für mich beginnt die Geschichte eines Vereins mit der Gründung, beim MSV eben 1902. Die Geschichte eines Vereins soll auch mit alten Sachen belegt werden. Und viele Vereine haben keine alten Sachen. Es gibt viel Neuzeit. Bayern München etwa mit Multimedia und Räumlichkeiten, die mich natürlich interessieren würden. Aber als ich da rausgekommen bin, habe ich mich totgelacht. Ich denke schon, wenn wir Sammler alle zusammen schmeißen, spielen wir Champions League. Da bin ich sicher.

    Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen.

    Einsortiert unter:Fußball und Kultur, MSV Duisburg Tagged: Eintracht Frankfurt, F.C. Barcelona, FC Bayern München, Holger Glücks, MSV-Museum, Wolfgang Berndsen, Zebraherde [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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    Museums-Verwirklicher Volker Baumann (r.), Thomas Heine


    Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen. In den letzten Tagen hatte ich Interviews mit den Sammlern Willi Blomenkamp, Detlef Luderer und Wolfgang Berndsen veröffentlicht. Die drei engagieren sich im MSV Museumsverein.

    In der letzten Folge meiner kleinen Reihe kommt nun Volker Baumann zu Wort, der Vorsitzende des MSV Museumsvereins. Er war treibende Kraft der Vereinsgründung vor vier Monaten. Im ersten Teil des Interviews erklärt Volker Baumann, warum die Vereinsgründung wichtig war und welche Arbeit mit dem Aufbau eines MSV Museums verbunden ist. Den zweiten Teil des Interviews stelle ich übermorgen online. Darin geht es u. a. um die gegenwärtigen Kontakte zu anderen Museen und die Haltung der Stadt Duisburg zu dem Projekt

    Zebrastreifenblog: Eine Ausstellung mit Sammelstücken rund um dem MSV Duisburg gab es mit dem „MSV Museumswochenende“ vor sechs Jahren in Buchholz. Schon damals war auf dieser Ausstellung ein zukünftiges MSV Museum im Gespräch. Sechs Jahre später wird nun ein MSV Museumsverein gegründet. Wie ist es dazu gerade jetzt gekommen?

    Volker Baumann: Nach dem Museumswochenende im März 2011 haben sich im Grunde zwei Parteien unabhängig voneinander und ohne Wissen von dem Anderen Gedanken zu einem Museum gemacht. Da waren zum einen Wolfgang Berndsen und Holger Glücks von der Zebraherde, die es schließlich auch geschafft haben, dass der MSV Duisburg die Unterstützung für ein MSV Museum in die Präambel der aktuellen Satzung aufgenommen hat, und zum Zweiten Randolf Wiederer vom Fanomenal und ich, die sich als Privatpersonen Gedanken gemacht haben. Beide Gruppen wussten wirklich nichts voneinander. Dies war auch ein wenig den turbulenten Zeiten des MSV geschuldet. Ich wollte immer ein Museum, dass die hundertprozentige Unterstützung des MSV Vorstands hat, und da der MSV gerade in den vergangenen Jahren doch sehr turbulente Zeiten mit immer wechselnden Vorständen durchleben musste, kamen wir auch nicht wirklich weiter mit dem Museum.

    So ein Museum muss unabhängig vom Verein gegründet werden, braucht aber die Unterstützung vom Verein. Nun haben wir mit Ingo Wald an der Vereinsspitze jemanden, mit dem ich mich zu einem ersten Gespräch habe treffen können. Er war offen für unsere Ideen und wusste nun auch von beiden Gruppen. So hat er uns vorgeschlagen, und das war natürlich sinnvoll, dass beide Gruppen sich erst einmal zusammensetzen. Also habe ich mit Holger Glücks und den anderen ein Treffen organisiert. Dabei haben wir sämtliche Ideen zusammengeschmissen und unsere Vorstellungen übereinander gelegt, um zu sehen, wie wir das Museum durch die Gründung eines Vereins vorantreiben können.

    Ich habe dann zu einer Gründungsversammlung eingeladen und für die Besetzung des Vorstands engagierte Mitstreiter gefunden. Und es war schön, dass bei dieser Gründungsversammlung alle mir bekannten Sammler anwesend waren und das Gründungsprotokoll mit unterschrieben haben. Den Aufbau des Museums müssen wir auf der einen Seite strategisch angehen, auf der anderen Seite aber auch mit einer wirtschaftlichen Grundlage. Damit die Arbeit für das Museum eine Basis erhält, mussten wir den Verein gründen. Der Vorstand des MSV musste zudem hinter dem Verein stehen. Und nun müssen wir als Verein beweisen, dass die Idee Museum lebt.

    Du stellst die Anwesenheit der Sammler bei der Gründungsversammlung so besonders heraus.

    Ja, weil sie die Basis für das Museum legen. Wir haben mit Wolfgang Berndsen, Willi Blomenkamp, Detlef Luderer und Randolf Wiederer die Sammler, die letztlich aus der Geschichte des MSV die Unikate gesammelt haben, Spielberichte, Aufstellungen, Stadionzeitungen, Trikots, Plakate, Fotos und so weiter. Und das ab 1902. Wir haben mit dem MSV-Archiv eines der besten Archive Europas.

    Der MSV ist natürlich ein Verein, der nur wenige Auszeichnungen hat. Deshalb sagt unser Leitspruch eigentlich das aus, was wir im Museum präsentieren wollen. „Geschichte erleben, Tradition bewahren, Zukunft gestalten“. Wir wollen die Geschichten des MSV Duisburg und der Stadt Duisburg aufarbeiten und erzählen. Damit bewahren wir unsere Tradition und geben sie weiter an die folgenden Generationen, also Zukunft gestalten.

    In Duisburg kann man Geschichten erzählen. Das müssen wir als Museum machen. Wir haben keine großen Meisterschaften und damit Pokale, die wir ausstellen können. In der letzten Saison sind ja Gott sei Dank mal zwei Pokale gewonnen worden. Wir haben aber Unikate, die man nicht kaufen kann, wie etwa die Schuhe von Dietmar Linders aus dem Pokalfinale 1975. Nur so können wir ein Museum aufbauen, indem wir Geschichten erzählen.

    Auch die Stadtgeschichte soll dann eine Rolle spielen. Wir haben schon über eine Ausstellung Stahlstandort Duisburg und der MSV nachgedacht – mit besonderem Blick auf die Spieler, die am Hochofen arbeiteten, wie Joachim Hopp oder Michael Bella etwa. Wir sehen auch einen Lehrauftrag für das Museum. Da gibt es viele Themen. Duisburger Hafen und MSV. Sportpark und MSV. Wir haben schon viele Ideen.

    Gibt es denn bei euch im Verein jemanden, der bereits Erfahrungen mit Museumsarbeit hat?

    Nein, den gibt es nicht. Noch nicht. Wir haben uns mit der Zeit schon viele andere Fußballmuseen angesehen. Eine Ausstellung einrichten, ist außerdem nur das eine. Das andere ist später das Museum in Betrieb zu halten. Das ist wieder etwas ganz anderes als ein Museum aufzubauen. Wir haben viele Ideen, aber die professionelle Hand eine Dauerausstellung einzurichten, fehlt noch im Moment. Wir brauchen etwa Innendesigner, um die Ausstellungsfläche zu kreieren. So eine reine Schau von Sammelstücken kann auch langweilig sein. Es nützt nichts, wenn ich alle Trikots von 1902 bis jetzt irgendwo aufhänge. Da kommen dann die Leute rein, gucken einmal rum und dann ist das Thema durch. Wir werden das anders angehen. Wir werden dieses Wissen uns beschaffen. Davon bin ich überzeugt.

    Es wird also später mal einen festen Ort für das Museum geben, die Ausstellung wird eigene Räumlichkeiten irgendwo haben, und es wird auch Angestellte des Museums geben. Ein Museumsarchiv wird es geben, das gepflegt werden muss. Gibt es eine zeitliche Perspektive für euch?

    Ich habe immer wieder erklärt, wenn wir in fünf Jahren unser Museum haben, bin ich glücklich. Wir brauchen auch locker ein bis zwei Millionen, um irgendwo Räumlichkeiten zu erwerben, zu bauen, oder eben ein tolles Konzept, wie wir Miete zahlen können. Die Standortfrage ist noch ungeklärt. Wir werden Angestellte haben müssen, die bezahlt werden wollen. Es gibt noch sehr viel Arbeit, mit der wir überhaupt noch nicht angefangen haben.

    Das hat einen ganz bestimmten Grund: Wir sind ein wirklich junger Verein, existieren erst seit vier Monaten. Wir als Verein müssen uns nun erst einmal selbst finden. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, seine eigenen Ideen. Auch die müssen übereinander gelegt werden. Kompromisse müssen gemacht werden.

    Gleichzeitig haben wir schon einen so hohen Zuspruch, dass damit erst einmal viel Arbeit gebunden ist. Wir brauchen zunächst ein bis anderthalb Jahre, um zu beweisen, dass wir ein seriöser Verein sind. Die Leute müssen merken, da entsteht wirklich etwas. Das sind nicht nur irgendwelche Spinner-Sammler, die sagen, wir gründen mal einen Verein. Die Leute sollen sehen, der Verein arbeitet wirklich im Sinne eines MSV Museum, im Sinne des Vereins MSV. Die Verantwortlichen im MSV Museumsverein machen wirklich etwas mit Sinn und Verstand. Das möchte ich bis Mitte nächsten Jahres schaffen. Und ich hoffe, dann können wir den nächsten Schritt machen und größere Sponsoren ansprechen.

    Denn ohne die großen Sponsoren werden wir das Museum nicht finanziert bekommen. Ohne dass wir auch mal eine sechsstellige Summe erhalten, kann so ein Museum nicht auf seriöse Weise geführt werden.

    Teil 2 des Interviews folgt übermorgen.

    Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen.

    Einsortiert unter:Fußball und Kultur, MSV Duisburg Tagged: Bayern München, Borussia Dortmund, Detlef Luderer, Duisburg, Ingo Wald, MSV-Museum, Randolf Wiederer, Thomas Krützberg, Volker Baumann, Willi Blomenkamp, Wolfgang Berndsen, Zebraherde [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  12. Alles, was ihr könnt, das könn‘ wir viel besser. Ja, wir könn‘ alles viel besser als ihr. Das können wir zur Einstimmung auf das Pokalspiel heute Abend alle gemeinsam laut singen. Heidi Brühl hat die Ich-zentrierte Fassung des Lieds zusammen mit Robert Trehy in der deutschen Version von „Annie get your gun“ hierzulande vor langen Jahren mal populär gemacht.

    Natürlich poste ich hier nur das englischsprachige Original, weil ich die Entwicklung im Fußballgeschäft nicht verschlafen will. Der asiatische Markt birgt auch für uns in der 2. Liga und für den zebrastripesblog als special-interest-online-magazin Chancen. Waren Zebras in China nicht schon immer Glückstiere? Aber das nur am Rande.


    Besser als der VfL Osnabrück müssen wir heute aber nicht sein. Nur genau so gut. Dort in Osnabrück wurde der HSV schon 2009 einmal aus dem Pokal geworfen. Zur Einstimmung hatte sich die Mannschaft ein Video von diesem Sieg angesehen. Und schon hat der VfL Osnabrück den HSV erneut aus dem Pokal geworfen.

    Bevor wir also den Nürnbergern unser Mottolied des Tages singen, variieren wir das für die Osnabrücker und schauen uns ebenfalls Bewegtbilder vom letzten Pokalsieg gegen Nürnberg an. Also: Alles was ihr könnt, das könn‘ wir genauso. Übrigens wurde der letzte Pokalsieg gegen Nürnberg am selben Wochenende noch vom Weiterkommen im Niederrheinpokal begleitet. Damals dachte ich beim Schreiben über dieses Wochende vom MSV, „zwei auf einen Streich“ klingt gut. Sehr viel besser ist es aber, sich auf das Weiterkommen im DFB-Pokal beschränken zu können.




    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: 1. FC Nürnberg, Annie get your gun, Hamburger SV, VfL Osnabrück [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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    Museums-Verwirklicher
    Volker Baumann (r.),
    Thomas Heine


    Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen. In den letzten Tagen In den letzten Tagen hatte ich Interviews mit den Sammlern Willi Blomenkamp, Detlef Luderer und Wolfgang Berndsen veröffentlicht. Die drei engagieren sich im MSV Museumsverein.

    Vorgestern kam nun Volker Baumann zu Wort, der Vorsitzende des Vereins MSV Museum. Er war treibende Kraft der Vereinsgründung, die sechs Jahre nach dem „MSV Museumswochenende“ in Buchholz erfolgte. Im ersten Teil des Interviews erklärte er, warum die Vereinsgründung wichtig war und welche Arbeit mit dem Aufbau eines MSV Museums verbunden ist. Heute erzählt Volker Baumann von den Begegnungen mit den Museumsmachern anderer Vereine und von der Haltung der Stadt Duisburg zu einem MSV Museum.

    Zebrastreifenblog: In Dortmund gibt es mit BVB-Museum und DFB-Museum ja zwei gut besuchte Museen in der Nähe. Auch in Gelsenkirchen gibt es ein Museum. Gibt es auf solcher Seite womöglich Erfahrungen, von denen ihr profitiert könnt?

    Volker Baumann: Auf jeden Fall, es gibt in Deutschland ein Netzwerk der deutschen Fußballmuseen und Archivare. Dort sind die Fußballvereine der 1., 2. Und 3. Bundesliga vertreten. Die Mitglieder treffen sich zweimal im Jahr. Es gibt Vorträge und man diskutiert miteinander, tauscht sich aus. Dort erhalten wir große Hilfe. Wirklich alle dort teilen ihre Erfahrungen, erklären, worauf in unserer Situation jetzt zu achten ist. Da hilft der Dortmunder dem Schalker, der 60er dem Bayern.

    Man sieht natürlich auch die riesigen Unterschiede. Zwischen uns beim MSV zum Beispiel, wo alles ehrenamtlich passiert und einem FC Bayern, wo es eine gewisse Anzahl Festangestellte gibt. Dazwischen liegen Welten. Vor solcher Art Museum darf man sich nicht verschrecken lassen. Das ist eben so, trotzdem kann man auch von denen lernen.

    Nach solchen Veranstaltungen wurde ich auch schon angeschrieben, von Union Berlin, vom SC Freiburg. Wir haben hier noch alte Stadionhefte von Spielen gegen den MSV, hieß es. Wir misten gerade aus. Wollt ihr die Hefte haben? Die wurden mir dann zugeschickt.

    Wie steht die Stadt Duisburg zu dem Projekt „MSV Museum“?

    Ich habe mit Herrn Krützberg, dem Kulturdezernenten, gesprochen. Die Stadt war natürlich eine der ersten meiner Ansprechstationen. Die sagten natürlich, Geld könnt ihr nicht von uns erwarten. Klar, Duisburg ist eine arme Stadt. Thomas Krützberg sagte aber auch, sie unterstützen gerne, sei es bei Räumlichkeiten, seien es Ideen für Kontakte.

    So entstand die Verbindung zum Stadthistorischen Museum. Von dort habe ich zum Beispiel sämtliche Unterlagen zu der Ausstellung zum hundertjährigen Vereinsjubiläum einsehen dürfen, und mir wurde gezeigt, wie dort Ausstellungen gemacht werden.

    Jetzt gibt es hier diese Ausstellung zu den vier Pokalfinalen. Gibt es schon weitere Vorhaben in der nächsten Zeit?

    Im Landesarchiv NRW findet am 10. September, dem Tag des offenen Denkmals, eine Ausstellung zur Sportgeschichte des Ruhrgebiets statt. Dort werden wir als MSV Museum einige Vitrinen bestücken. Außerdem werde ich 2018 mit einem Sporthistoriker aus Berlin, Zentrum für deutsche Sportgeschichte, eine Vortragsreihe zum Thema „DDR-Fußball und der MSV Duisburg“ mache. Solche Institutionen treten im Augenblick an uns deshalb heran, weil wir öffentlich präsent sind über unsere Homepage, über die Homepage des MSV und über die Gemeinschaften. Es wird auf unsere Arbeit reagiert und das hilft uns wiederum sehr, dass freut uns aber auch sehr. Denn das bedeutet, dass wir einiges richtig machen.

    Habt ihr Interesse daran eure Sammlung zu erweitern, etwa wenn Menschen mit Fundstücken zum MSV nicht wissen wohin?

    Sofort, einfach über unsere Homepage Kontakt mit uns aufnehmen und dann melden wir uns. Wir haben einen eigenen Archivraum, der abgeschlossen und versichert ist. Dort lagern wir Dinge, die uns zur Verfügung gestellt werden. Das wird auch mit einem Vertrag geregelt, sei es mit einer Schenkungsurkunde, wenn es eine Schenkung ist oder einem Leihvertrag, wenn es eine Leihgabe ist. Das wird alles juristisch einwandfrei geregelt. Wir haben einen Juristen bei uns im Vorstand.

    Wenn jemand etwas für uns hat, wird das Exponat archiviert. Es wird aber nicht einfach nur eingelagert, wir wollen die Geschichte dahinter auch hören. Wir wollen wissen, wo das Teil herkommt, die Geschichte dahinter hören. Das gehört mit zum Exponat. Und wenn es in Vitrinen ausgestellt wird, steht dann dort natürlich „Schenkung von …“, keine Frage.

    Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen.

    Einsortiert unter:Fußball und Kultur, MSV Duisburg Tagged: Bayern München, Borussia Dortmund, Detlef Luderer, Duisburg, Ingo Wald, MSV-Museum, Randolf Wiederer, Thomas Krützberg, Volker Baumann, Willi Blomenkamp, Wolfgang Berndsen, Zebraherde [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  14. Nicht dass ich die Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg hier verschweigen will. Gestern habe ich allerdings deshalb nichts geschrieben, weil zur mangelnden Zeit mein Unwillen hinzu kam, mich an das Spiel noch einmal zu erinnern. Stattdessen machte ich mir eine Arbeitsnotiz. Stelle die Top 5 der ernüchterndsten Niederlagen zusammen. Dieses Spiel gehört für mich dazu. Ich werde auch heute nicht mehr viel dazu schreiben. Wir blicken nach vorne. Ernüchternd ist es nämlich, wenn die Zebras das Spiel gestalten und dennoch zur Halbzeitpause 2:0 zurückliegen.

    Der 1. FC Nürnberg musste für diese Führung viel weniger ins eigene Spiel investieren als der MSV. Sie brauchten nur abwartend zu spielen und wahrscheinlich hieß die Offensivtaktik gar nicht, suche den gefährlichen Abschluss aufs Tor. Ich bin sicher, die Stürmer versuchten die Zebras dazu zu zwingen, den Ball ins Toraus zu schießen. Diese Eckbälle waren die eigentliche Torchance. Sobald der Eckball in den Strafraum schoss (!), brannte es lichterloh im Strafraum. Die Geschwindigkeit der hereinfliegenden Bälle war ebenso beeindruckend wie die Präzision, mit der sie genau an die Stelle kamen, bei der der Torwart nicht genau weiß, ob er dort hin gehen soll oder nicht. Die Mannschaft wusste anscheinend um die Gefahr durch diese Ecken. So anderes als sonst versuchte sie mit einer geschlossenen Defensivreihe im Fünfmeterraum diese Ecken zu verteidigen. Vergeblich.

    Was für ein Chance hatte Simon Brandstetter zur Führung. Er arbeitet, holt sich die Bälle, läuft in die freien Räume, ist schnell, anspielbar. Er stört als erster Defensivspieler seiner Mannschaft den Spielaufbau in der Hälfte des Gegners. Beim schnellen Abschluss im Strafraum kann er nicht variabel genug sein. Anstatt ein Tor von Simon Brandstetter zu bejubeln, fürchte ich jeden Eckball. Der MSV arbeitet daran, dass jede andere Mannschaft Europas demnächst entspannt Eckbälle des Gegners erwarten kann, damit die Statistik weiter stimmt, nur 1,27 Prozent aller Eckbälle seien erfolgreich.

    Fünf bis zehn Minuten zu spät setzte der MSV in der zweiten Halbzeit auf die bedingungslose Offensive. Erst als Stanislav Iljutcenko in der 80. Minute eingewechselt wurde, geriet die Defensive der Nürnberger ins Schwimmen. Schon zuvor hatte der MSV nach dem Wiederanpfiff unermüdlich den Weg zum Tor gesucht, ohne gefährlich zu werden. Meine Ernüchterung wich erst, als in diesen Schlussminuten alles möglich schien, so sehr wurden die Nürnberger in der eigenen Hälfte eingeschnürrt. Ein Trudelball gegen die Latte, eine scharfe Flanke, an der Onuegbu und Iljutcenko um Zentimenter vorbei rutschten. Das Tor schien fast sicher gewesen zu sein. Schließlich in der Nachspielzeit, der zweifellose Elfmeter nach tölpelhaftem Einsteigen des Nürberger Defensivspielers. Kevin Wolze verwandelte sicher. Zu spät.

    Wir nehmen auch aus diesem dritten Spiel der Saison mit, die Mannschaft kann ein Spiel gestalten. Sie kann sich Torchancen erspielen. Hätte Simon Brandstetter die Kaltblütigkeit von Kingsley Onuegbu, erzielten wir in jedem Spiel mindestens ein Tor. Was nicht heißt, dass er alleine nur für die Torchancen zuständig ist. Seine sind zwangsläufig nur die größten Chancen. Die Mannschaft besitzt eine grundsätzlich stabile Defensivreihe mit einer verwundbaren rechten Seite. Das sind die Voraussetzungen für die Spiele der nächsten Wochen. Jetzt möchte ich nur noch den ersten Sieg der Saison. Das sollte machbar sein bei diesen Voraussetzungen.

    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: 1. FC Nürnberg, Kevin Wolze, Kingsley Onuegbu, Simon Brandstetter, Stanislav Iljutcenko [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  15. In 14 Tagen beginnt das Platzhirsch Festival. Dieses Festival bereichert Duisburg auf eine sehr eigene Weise, weil es an einem zentralen Ort der Stadt Menschen im Zeichen freier Kultur zusammenbringt. Das Platzhirsch Festival macht Duisburg lebenswerter. Umso mehr freue ich mich, in diesem Jahr dort mit meinem Programm „Nach dem Anpfiff alles möglich“ dabei zu sein. Um 18.30 Uhr lese ich im SG1 Kunstraum. Die Galerie befindet sich in der Schmalen Gasse 1. Und was euch erwartet? Bitte schön:

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    Einsortiert unter:Fußball im Buch, Fußball und Kultur Tagged: Duisburg, Kees Jaratz, Platzhirsch Festival, Ralf Koss [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  16. Seit Aönen vor meiner Geburt backe ich am 19. August Pflaumenkuchen. Daran ist nicht zu rütteln. Gegessen wird er danach auch. Sahne gibt es dazu, natürlich, und es wird weit geschnittene Kleidung getragen, damit der Bauch hinein wachsen kann. Die Bleche müssen leer werden. Dieser Tag im August verlangt also einige Umsicht von mir. Die notwendigen Zutaten vorzuhalten ist nicht das Problem. Aber nicht jeder Ort verfügt über Backöfen. Der Stehplatz in Heidenheim etwa wurde leider ohne Backofen-Zugang errichtet. Die Stadionordnung untersagt zwar nicht ausdrücklich die Selbstversorgung per portabler Backstube, aber ich war skeptisch, ob ich meinen kleinen Ofen unter der Jacke ins Stadion hätte hineinschmuggeln können.

    Deshalb blieben Bewegtbilder vom Spiel auf dem Laptopbildschirm. Während der Hefeteig ging, gelang es dem MSV in der ersten Halbzeit die guten Leistungen der bisherigen Spiele zu bestätigen. Das Mittelfeld gehörte den Zebras. Ich sah das Spiel vornehmlich in der Hälfte der Heidenheimer, denen es nicht oft gelang, das frühe Pressing des MSV erfolgreich zu überspielen. Schafften sie es einmal den Ball in die Nähe des MSV-Tores zu bringen, waren lange Pässe viel zu unpräsise, als dass daraus Gefahr für das Tor hätte entstehen können. Mark Flekken oder die Defensivreihe liefen die meisten Bälle ab, Verlegenheitsschüsse gingen am Tor vorbei. In der Offensive arbeitete der MSV wieder viel. Die Mannschaft setzte auf den bekannten kontrollierten Spielaufbau. Wirkliche Torgefahr schaffte der MSV aber auch nicht. Dennoch wirkte das Spiel der Zebras gefälliger.

    Beim Ausrollen des Teiges in der Halbzeitpause beschlich mich leise Furcht, dass die bis dahin gute Leistung erneut unbelohnt bliebe. Ohne Torgefahr kein Tor, aber die Erinnerung an die Pokalniederlage war noch frisch. Bewahre uns vor der Standardsitutation des Gegners. Schütze uns vor Zufall und Glück bei dessen Abschlüssen. Ich verpasste die ersten Minuten der zweiten Halbzeit, weil das Belegen des Teigs mit Plaumen länger dauerte, als ich dachte. So hörte ich den Torjubel nur, und er hörte sich nach Stadion an, nicht nach Gästekurve. Ich war erschüttert. Nicht schon wieder diesen Spielvorlauf, der irgendwann in die Geschichte münden würde, der MSV musste Lehrgeld bezahlen. Ich legte die letzten Pflaumen auf den Teig, schob die Bleche in den Ofen und konzentrierte mich aufs Spiel.

    Vor dem Laptop blieb ich stehen, denn der Ball stürzte gerade in den Heidenheimer Strafraum hinunter und schien gleich in klassischer Rücken-zum-Tor-Stürmer-Weise per Drehschuss aufs Tor zu fliegen, so wunderbar wurde er von Boris Tashchy angenommen. Doch von der Seite kam Moritz Stoppelkamp herbei und hatte es sehr viel einfacher aufs Tor zu schießen. Tashchy überließ ihm, Stoppelkamp zirkelte ins rechte Eck und der Ausgleich fiel. Der MSV wollte danach das Führungstor. Das war so deutlich zu sehen. Boris Tashchy selbst erzielte es nur wenig später, wie gegen Bochum mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nach sehr guter Vorarbeit von Cauly Souza.

    Auch nach der Führung minderte der MSV sein Offensivspiel nicht. Das war beruhigend anzusehen, dass die Heidenheimer zunächst keinen großen zusätzlichen Offensivdruck entfalten konnten. Sicher gab es eine Chance durch einen Schuss aus etwa 16 Metern, doch der MSV hat mit Mark Flekken einen Torwart, der Chancen auch zunichte. Erst in den Schlussminuten geriet die Defensive des MSV tatsächlich unter Druck. Wo die Nachspielzeit von Minuten herkam, weiß ich nicht. Vier Minuten, die nicht nur meinen Pflaumenkuchen fast gefährdet hätten. Vier Minuten, in denen die größte Chance zum Ausgleich durch einen Schuss aus etwas zehn Metern auf oder kurz vor der Linie von Dustin Bomheuer abgewehrt wurde. Standen alle Spieler des MSV im Fünfmeterraum? Wahrscheinlich nicht, aber die Hälfte der Mannschaft war dort bestimmt versammelt. Mit aller Macht sollte der Ausgleich verhindert werden.

    Endlich pfiff der Schiedsrichter ab. Dieser verdiente Sieg war wichtig und mein Pflaumenkuchen gerettet. Er war etwas zu lange im Ofen gebliebn, die ersten Pflaumen waren schon sehr dunkel geworden. Ein verbrannter Pflaumenkuchen hätte mir wie eine erneute Niederlage die Laune verdorben. Je öfter nach erneut gutem Spiel nicht gewonnen wird, desto schwieriger wird es, an das eigene Können zu glauben. Dieser Sieg ist die Folge der guten Arbeit schon in der letzten Saison, als die Grundlage für diese Möglichkeiten des Spielaufbaus gelegt wurde. Was haben wir geschimpft auf die Spielweise des MSV. Doch seht euch an, wo Würzburg und Karlsruhe nach 5 Spieltagen in der 3. Liga stehen. Der KSC muss wie der MSV in der letzten Saison notwendig aufsteigen. Vor der Saison gab es keine Zweifel an der Verwirklichung dieses Plans. Vier Punkte aus fünf Spielen ist das Ergebnis bislang. So kann es auch gehen.

    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: 1. FC Heidenheim, Boris Tashchy, Cauly Souza, Dustin Bomheuer, Ilia Gruev, Mark Flekken [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  17. In meinen Schreibwerkstätten mit Kindern und Jugendlichen bleibe ich auf dem Laufenden. Ob Bibis Beauty Palace für die Mädchen oder Gronkh für die Gamer unter den Jungen, die Welt der Youtuber ist immer ein Thema, das interessiert, wenn Schülerzeitungen gefüllt werden sollen. Die Kinder eifern den Stars der Szene nach, und die Jungen, die mit elf schon besonders cool sein wollen, erzählen beiläufig von ihrem eigenen Youtube-Kanal. Fast alle Mädchen dagegen konsumieren Youtube nur. Sie sind bei Musically unterwegs und imitieren die Popgrößen der Zeit. Ein dreifaches Hurra auf Rollenklischees.

    Die Welt der youtuber kennt aber nicht nur die Stars der Szene. Diese Welt ist unerschöpflich. Als ich vorhin nach passenden MSV-Clips für meine Lesung am 2. September beim Platzhirsch Festival suchte, bin ich auf den Frankfurter LaMaTV gestoßen, der seine erste Folge der Fanhopping-Reihe dem MSV widmet.

    Er hat in der letzten Saison das Spiel des MSV bei Wehen Wiesbaden besucht und sich in die Gästekurve gestellt. Authentisch ist ja das Zauberwort der Social-Media-Welt. Auf mich, in meinem fortgeschrittenen Alter, wirkt diese Authentizität der ersten Minuten des Clips allerdings kurios, und ich sehe geradezu, wie mancher Anhänger des MSV diese Bilder zu Beginn zum Ventil für die eigenen schlechten Gefühle machen könnte. Anscheinend möchte er die Atmosphäre bei Spielen dokumentieren und Bilder für sich sprechen lassen. Ich selbst empfinde das für die Länge des Clips als zu wenig, aber jeder, wie er will. Sein Clip zeigt also vor allem den Support.

    Die Kurve sollte sich freuen über diese Aufmerksamkeit von LaMaTV. Schließlich steht der MSV in der ERSTEN Folge im Blickpunkt. Und ab Minute 13.30 sehen wir den Fanhopper im Resumée vom Dauer-Support trotz hohem Rückstand beeindruckt. Er bedauert die 0:3-Niederlage für die vielen mitgereisten Fans.


    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2016/2017 Tagged: LaMata, SV Wehen Wiesbaden [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  18. Der Hiphop ist eine stark sprudelnde Quelle des Heimatlieds – Sektion Ruhrstadt. Einige der Künstler des Genres hat die Ruhrstadt als Thema nie losgelassen. In immer neuen Stücken haben sie ihre Bilder der Heimatregion variiert. Der Combo Too Strong und einem Solo-Projekt ihres Mitglieds Der Lange war hier schon eine Folge gewidmet gewesen.

    Von Too Strong gibt es mit Sturm im Pott einen weiteren Song, dessen Grundmotiv einen Standard des Hiphops variiert – selbstbewusster Underdog widersetzt sich dem Establishement da draußen. Too strong rappen als Sprachrohr des Ruhrgebiets gegen ein namenlos bleibendes Geld und Macht verkörpendes Du der Musikindustrie. Die Identität der Rapper ist geprägt von der als rauh und bodenständig geschilderten Wirklichkeit im Pott, der das Du nicht gewachsen sein wird. Deshalb soll es sich besser nicht im Pott blicken lassen.






    Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

    Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Alle Folgen

    Einsortiert unter:Halbzeitpausengespräch Tagged: Heimatlied, Musikindustrie, Ruhrgebiet, Too Strong [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  19. Adam Thurston ist Anfang 20 und kommt aus Bristol, England. Er ist Groundhopper. Samstag war er in Heidenheim und hat den Auswärtssieg des MSV gesehen. Sein Clip ist um Klassen besser als jener, den ich vorgestern gepostet habe. Vorgestern hat der Versuch von LaMaTV sich als youtuber des Groundhoppings und Ultra des MSV zu präsentieren bei einigen Anhängern des MSV zu großem Unmut geführt. Was ich angesichts der Qualität des Clips erwartet hatte. In meinem Alter habe ich allerdings einen milden Blick auf solche Versuche.

    Diesen milden Blick braucht Adam Thurston nicht. Mit Vergnügen habe ich mir seinen Clip angesehen vom „Bundesliga two match between FC Heidenheim and“ – er muss sein Ticket herausholen und liest ab – „Emeswi Düsbörg…never heard it before“. Das gestern problematisierte ungefragte Filmen von Fans in Kurven ist natürlich bei diesem Clip ebenfalls ein Thema. Wobei Adam Thurston sich des Problems bewusst ist.

    Seine Bilder vom Support der Heidenheimer werden immer wieder unterbrochen von eigenen Kommentaren, vom Zoom auf die Gästekurve, und sie werden eingerahmt durch Impressionen aus Heidenheim. Darüber hinaus wirkt er sympathisch in seinem Bemühen im Heidenheimer Block heimisch zu werden. In Duisburg erleben wir so etwas ja auch immer wieder, wenn Groundhopper zu uns die Kurve kommen. Am auffäligsten geriet das vor geraumer Zeit, als schottische Fans uns bei einem Drittligaspiel unterstützten

    Schade, dass Adam Thurston nicht in der Gästekurve war. Jetzt kennt er ja den MSV Duisburg. Vielleicht sehen wir ihn einmal bei dem Verein, dessen Namen er jetzt kennengelernt hat und vielleicht bleibt Duisburg dann länger in Erinnerung als Heidenheim – ein Name, den er bald nach dem Spiel schon nicht mehr wusste.


    Neben Adam Thurstons Channel bei Youtube gibt es auch einen Blog, den er bis April gefüllt hat.

    Einsortiert unter:Das Spiel - Außerhalb der Stadien, MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: 1. FC Heidenheim, Adam Thurston, Bristol, Groundhopping [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  20. Daniel Heuer Fernandes kommt aus Bochum, ist die Nummer 1 bei Darmstadt 98 und hat sich mit einem Journalisten des Darmstädter Echos zum Miniporträt getroffen, bei dem zugleich ein Blick auf das Spiel der Darmstädter heute Abend in Duisburg geworfen wurde. Der Journalist war gut vorbereitet. Er hatte sich die Spielstatistik des Torwarts angesehen. Mit ihr erfuhr er, der Junge aus dem Pott spielt nicht zum ersten Mal gegen den MSV. Fünfmal hat Daniel Heuer Fernandes schon gegen Mannschaften des MSV gespielt und noch nie gewonnen.

    Nun soll er ab Minute 3.25 beantworten, warum das heute Abend anders werden wird. Wer allerdings so antwortet wie Daniel Heuer Fernandes, wird die Folgen später spüren. Ernsthaft kann man diese Antwort nicht nennen. Auch wenn der Grund für sein Lachen die Störung durch einen ins Interview platzenden Kollegen ist, bleibt das Lachen über die eigene Hoffnung auf den Sieg. Die Psyche geht ihre eigene Wege, und dieses Lachen über den eigenen Siegeswillen wird sich heute Abend bemerkbar machen.


    Noch ernsthafter begründet Darmstadts Trainer Torsten Frings die Chancen des MSV. Er sieht seine Mannschaft auf keinen Fall als Topfavorit des Spiels. Nur ein Prozent weniger Leistung und schon kannst du ein Spiel nicht mehr gewinnen. So ist das in der 2. Liga. Wir stimmen ein in den Chor aller Trainer: „Zweite Liga, du bist so ausgeglichen, Zweite Liga, nie weiß man, wer gewinnt“.


    Einsortiert unter:MSV Duisburg, Saison 2017/2018 Tagged: Daniel Heuer Fernandes, SV Darmstadt 98, Torsten Frings [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]

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  21. Auch drei Tag nach der 2:1-Niederlage des MSV Duisburg gegen Darmstadt 98 kitzelt noch die Enttäuschung über das späte Tor der Darmstädter. Die Enttäuschung hält an wie ein anderes Gefühl, dem ich schon Jahre nicht mehr bei einem Spiel des MSV begegnet bin. Ein wenig misstrauisch beäuge ich dieses andere Gefühl. Es geht nämlich darum, wie ich durch dieses Spiel gegangen bin. Es geht dabei um meine Grundhaltung, die zu dieser Saison entstanden ist und die mir nach dem Spiel erst bewusst wurde. Wer jahrelang zum MSV geht, weiß, dass wir auf den Rängen immer mit allem rechnen müssen, nur nicht mit Normalität. Darum geht es.

    Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal im Stadion war, dort ein derart spannendes Spiel gesehen habe und ich mir keinen Gedanken über dieses Spiel hinaus gemacht habe. Ich habe nicht an Abstieg verhindern gedacht oder an die Chance auf den Aufstieg. Ich war in diesem Stadion und war Anhänger des MSV als einem etablierten Zweitligisten, der am Ende der Saison im Mittelfeld landen wird, der die Aufstiegsaspiranten jederzeit schlagen kann, der unglückliche Niederlagen gegen gleich starke Mannschaften hinnehmen wird und immer einen sicheren Abstand zu den Abstiegsplätzen halten wird.

    Am Freitagabend standen zwei Mannschaften auf dem Platz, die beide den Sieg wollten. Der MSV war der chancenreiche Underdog und zeigte den Darmstädtern Grenzen auf. Bei den Darmstädtern gab es Spieler, die als Einzelspieler denen des MSV leicht überlegen waren. Das waren nur wenige, aber sie machten den Unterschied in den letzten Minuten aus mit der Folge des Siegtreffers. Demgegenüber fiel das Ausgleichstor der Darmstädter als Folge der mannschaftlichen Stärke. Es war eine Art Lehrgeld, denn dieses Ausgleichstor wurde absehbar, weil es dem MSV nicht gelang, den entstehenden Druck der Darmstädter zu mindern. Die Mannschaft wollte nach jedem abgefangenen Angriff der Darmstädter weiter spielerisch aus der eigenen Hälfte heraus kommen. Wenn das aber viermal in der eigenen Hälfte scheitert, muss der Ball auch mal planlos nach vorne geschlagen werden. Nur dann kann sich die Defensive so organisieren, dass der spielerische Aufbau bei der nächsten Balleroberung wieder gelingt. Dieses Ausgleichstor war Lehrgeld.

    Das Spiel war bis dahin ausgeglichen gewesen. Schon vor dem Führungstor durch Moritz Stoppelkamp hatte es auf beiden Seiten erste Chancen gegeben. Beim MSV war Cauli Souza einmal steil in den Strafraum geschickt worden und konnte dort nach artistischer Ballmitnahme nur unpräzise abschließen. Bei Darmstadt erhielt Kevin Großkreutz im Fünfmeterraum nach einem Flankenlauf den Ball und übergab ihn wie bei einem Rückpass Mark Flekken.

    Nach dem Ausgleichstor war das Spiel wieder offen. Klare Chancen ergaben sich weder vor der Halbzeitpause noch danach. Dennoch verringerte sich der Offensivdrang beider Mannschaften nicht. Erst Mitte der zweiten Halbzeit wurde es auf beiden Seiten wieder torgefährlich. Der eingewechselte Stanislav Iljutcenko hatte sich bei Kevin Großkreutz abgeschaut, wie man im Fünfmeterraum frei steht und den Ball nicht verarbeiten kann. Sicher, die Flanke von Moritz Stoppelkamp kam zu hoch um zu schießen und zu flach zum Köpfen. Am liebsten hätte ich Iljutcenko mitsamt dem in der Körpermitte festgeklemmten Ball ins Tor geschoben. Es sollte nicht sein.

    Als der MSV die Führung verpasste, wurde es immer deutlicher, das Unentschieden zu halten würde schwierig werden. Auch wenn die Zebras weiter ihre Chance in der Offensive suchte, spielten die Darmstädter etwas präziser. Ihre Offensivaktionen strahlten mehr Gefahr aus. Die erste große Chance zur Führung ergab sich für den Gast durch einen Elfmeter. Mark Flekken hielt diesen harten Schuss von Tobias Kempe sensationell. Doch die Freude hielt nur kurz. Der Unterschied zwischen beiden Mannschaften war nicht groß in diesen letzten Minuten, aber groß genug, damit Yannick Stark in der 88. Minute den Siegtreffer für die Darmstädter erzielen konnte.

    In der Bewertung dieses Spiels gibt es kaum Meinungsverschiedenheiten. Wieder hat der MSV eine sehr gute Leistung gezeigt, bei der in der Offensive vor allem Moritz Stoppelkamp und Cauly Souza im Blickpunkt standen. Simon Brandstetter rieb sich im Sturmzentrum auf. Die Defensive steht grundsätzlich gut. Die Anlage des Spiels ist erfolgsversprechend. Ob meine Haltung der Normalität angemessen ist, wird sich daran erweisen müssen, wie die Mannschaft mit der Enttäuschung umgeht. Diese Mannschaft muss lernen, dass sie trotz sehr guten Spiels nicht unbedingt gewinnt. Das wird schwer werden, denn der Einsatz dieser Mannschaft ist sehr groß. Wenn dann der Ertrag in der Selbstwahrnehmung nicht stimmt, wird es schwierig, diesen Einsatz weiter aufrecht zu halten. Deshalb war der Sieg in Heidenheim sehr wichtig. Diese Belohnung gilt es im Kopf zu behalten, dann werde ich meine Zweitliganormalität immer weniger kritisch beäugen.

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  22. Vergesst Claudia Jung, Beatrice Egli und Helene Fischer. Ohne Schlager über Duisburg wird keine Erinnerung an die Karriere bleiben. Im Zebrastreifenblog gelten harte Kriterien. Die Walsumerin Andrea Maria Schroeter dagegen singt eine Duisburg Hymne, die sie selbst komponiert und getextet hat. Nun klingt diese Hymne weniger hymnisch als gegenwartsschlagerhaft. Sie ist unterlegt mit dem aus vermutlicher Produktionsnot heraus geborenen Rhythmusmaschinenbeat, der das Ganze beim ersten Hören Richtung Partyschlager zieht.

    Wie es sich für einen Schlager gehört, singt Andrea Maria Schroeter in einen einfachen Reimen davon, was Duisburg bedeutet. „Du bist meine Sucht, haust mich um mit deiner Wucht. Hier in Duisburg, hier im Westen wohn’n die Echten, wohn’n die Besten.“ Die idealisierte Selbstbeschreibung der Duisburger darf nicht fehlen. „Wir sind ein bunt gemischter Haufen und das genießen wir hier sehr“. Das ist nicht meine Musik, und ich habe Spaß an der Komik durch Satzreihen, die der Reimzwang schafft. Aber dieses Stück ist gutes Schlagerhandwerk und braucht den Vergleich mit Sängerinnen-Werken der größeren Reichweite nicht zu scheuen.

    Am Schlagerstandort Duisburg muss allerdings zum Umsatz mit Konzerten noch dazu verdient werden. Noch kann man Andrea Maria Schroeter auch für Auftritte zu „besonderen Anlässen“ buchen. Als Hochzeitssängerin versteht sie sich bei bei Youtube.

    Bitte schön: „Die Duisburg Hymne“


    Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

    Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Duisburg – Alle Folgen

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  23. Nach dem ersten Heimspiel im August gegen den VfL Bochum habe ich schon darauf hingewiesen: Im Zebrastreifenblog geht es in dieser Saison immer mal wieder etwas anders zu. Experimenteller. Die Gründe will ich nicht wiederholen. Wen´s interessiert, ein Klick oben. Nicht nach jedem Spiel habe ich noch Spaß an einem erzählerischen Text. Auch wenn gerade der furiose 4:0-Auswärtssieg gegen Arminia Bielefeld nur durch die Leistung eines jeden Spielers in Gänze gewürdigt werden könnte, richte ich meinen Blick heute nur auf Cauly Oliveira Souza. Sein erstes Tor in diesem Spiel verlangt nach einem Gedicht. Vielleicht erkennt ihr darin dann, dass ich Cauly Oliver Souza nur beispielhaft für die Entwicklung der gesamten Mannschaft besondere Aufmerksamkeit widme.

    Seit Bielefeld bleibt Cauly Oliveira Souza stehen

    Entschlossen wirkte jeder Antritt,
    sicher lag der Ball am Fuß.
    Cauly Oliveira Souza
    betrat die andere Welt.
    Der Rasen grün wie in der Dritten Liga,
    die Gegenspieler aber schneller, härter.
    Wenn Einzelspieler Abwehrreihen formen
    und räumliche Gebilde in großer Vielfalt,
    waren sie noch mehr kompakter Körper,
    als er es je erlebt hatte.
    Doch Cauly Oliveira Souza war sich seiner sicher
    und suchte Raum,
    ob mit, ob ohne Ball.
    Im Gegenkörper, im bewegten, entdeckte er die Lücken
    und fand zu oft doch wieder Körper nur.
    Sicher lag der Ball an seinem Fuß,
    doch er auch auf dem Boden,
    abgeprallt von Muskelmassen,
    die den Raum schon länger kannten.
    Ist das Spiel in Liga Zwei doch auch nur Fußball
    verwandelt sich der Sport schon wieder etwas.
    Aufgestiegen
    Cauly Oliveira Souza
    in eine andere Welt,
    in der die Regeln anders ausgelegt werden.
    Und Cauly Oliveira Souza lernt.
    Er lernt von Spiel zu Spiel,
    so schnell wie Kinder eine ganze Welt in jedem Augenblick
    als ihre voll und ganz begreifen.
    Die freien Räume sieht er wie zuvor.
    Er muss nur diese Körper jeden Gegners anders in die Läufe einbeziehen.
    Er kennt die Größe seiner Gegenspieler.
    Sie waren immer schon so groß.
    Fünf Spiele brauchte
    Cauly Oliveira Souza,
    Fünf Spiele, um in neuer Welt
    sich gegen die kompakten Körper so durchzusetzen,
    dass er in Ruhe sich in Richtung Tor bewegen kann.
    Der freie Raum,
    der lange Ball,
    im Sprint mit einem Gegenspieler,
    der größer war, den einen Kopf der Standarddefensive,
    dazu auch muskulöser.
    Der Kampf um diesen Ball, er musste jetzt beginnen.
    Das alles kannte Cauly Oliveira Souza aus vier Spielen.
    Und wieder stieß der Abwehrspieler mit seinem Oberkörper
    diesen kleinen Cauly Oliveira Souza,
    um ihn aus dessen Bahn zu bringen.
    So sicher war er seiner Sache.
    So sicher wie er selber fiel.
    Er wusste immer noch nicht, wie ihm das geschehen konnte,
    als Cauly Oliveira Souza schon alleine vor dem Torwart stand.
    Der Schuss, das Tor.
    Der Blick des Abwehrspielers suchte seine Mannschaft.
    So groß war er, der dennoch fiel.
    Denn Cauly Oliveira Souza betrat die Welt der Zweiten Liga.
    Er lässt nun Abwehrspieler an sich abprallen
    und geht seit Bielefeld
    trotz starken Rempelns unbeirrt auf seinem Weg.

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    footlocker und yogi gefällt das.
  24. Am 7. September stellte Phillipp Eisenblätter sein „Duisburg-Lied“ bei Facebook und YouTube online. Kurz nach der Veröffentlichung wurde mir das Stück zum ersten Mal in meiner Timeline angezeigt, weil jemand es geteilt hatte. Innerhalb der nächsten 24 Stunden wurde mir das Lied bei Facebook aus sehr verschiedenen Richtungen immer wieder in die Timeline gespült. Das Lied teilten Menschen, von denen ich wusste, wie unterschiedlich ihr Musikgeschmack war. Das Lied hat einen Nerv getroffen. Knapp eine Woche später ist das Lied bei Facebook über 150.000 mal gesehen worden. Bei YouTube ist die Klickzahl nicht ganz so hoch. Was mehr über das Funktionieren der Social-Media-Welt verrät als über das „Duisburg-Lied“.

    Philipp Eisenblätters „Duisburg-Lied“ gehört fraglos zu den schönsten Stücken meiner Sammlung über den Ruhrstadt-Stadtteil Duisburg. Es vermittelt das Lebensgefühl von Duisburgern, die wachen Auges durch ihre Stadt gehen, nichts verherrlichen und sich zugleich innig verbunden sind mit der Stadt, in der sie leben. Das Stück verdichtet in seiner Gebrochenheit von Stimme, Text und Melodie das vielschichtige Heimatgefühl von Menschen, die Duisburg mit Wohlwollen betrachten und die ein realistisches Verhältnis zu den Möglichkeiten ihrer Stadt besitzen. Das „Duisburg-Lied“ ist große Singer-Songwriter-Kunst, von der ich gerne noch sehr viel mehr hören möchte.




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    Diplom-Zebra, yogi, Iceman und 4 anderen gefällt das.
  25. Nach dem ersten Heimspiel im August gegen den VfL Bochum habe ich schon darauf hingewiesen: Im Zebrastreifenblog geht es in dieser Saison immer mal wieder etwas anders zu. Experimenteller. Die Gründe will ich nicht wiederholen. Wen´s interessiert, ein Klick oben. Nicht nach jedem Spiel habe ich noch Spaß an einem erzählerischen Text.

    Eigentlich braucht die 1:6-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg sehr viele Worte. Müsste doch ein sehr seltener Eindruck erklärt werden, den der Nürberger Trainer mit einer Wertung auf den Punkt bringt, die jeden, der nicht im Stadion war und nur das Ergebnis sieht, überraschen wird. Er sprach auf der Pressekonferenz von einem engen Spiel. Tatsächlich geben sämtliche anderen statistischen Daten aus dem Spiel als das Endergebnis keinerlei Hinweis auf die Höhe der Niederlage. Ballbesitz, Torschussverhältnis, Zweikampfstärke, egal welche Kategorie, der MSV war besser oder ebenso gut. Knappe Niederlagen kennt man trotz solcher Werte. Solch hohe Niederlage dagegen macht zunächst sprachlos. Dann aber müssen umso mehr Worte gefunden werden, weil erster Eindruck und das so schlechte Ergebnis ins Verhältnis gesetzt werden müssen.

    Der MSV Duisburg hat ein eindrucksvolles Offensivspektakel geboten, das ertraglos blieb. Die Schwächen in diesem Spiel sind derart offensichtlich, dass sie von einem Trainer öffentlich besser nicht genannt werden. Denn dieser Trainer muss mit den Spielern dieses Spiels weiter arbeiten. Die Schwächen sind so offensichtlich, dass sie überall schon zur Sprache kamen. Die Mannschaft hat ein Problem beim sicheren Abschluss im Strafraum, wenn ein Spieler frei gespielt wurde, aber eben nur den bekannten kurzen Moment Zeit hat für seinen Torschuss. Die Mannschaft hat ebenfalls ein Problem auf beiden Außenverteidigerpositionen. Auf der rechten Seite deutlich mehr als auf der linken. Wenn ein Gegner bei solchem ergebnislosen Angriffswirbel des MSV derart präzise zu kontern versteht wie die Nürnberger, liegt der MSV schnell mit zwei Toren zurück. Dazu kam ein Schiedsrichter der im Zweifel immer für den Gegner entschied. So fiel das dritte Tor nach einem Freistoß an der Strafraumgrenze, der nicht unbedingt hatte gepfiffen werden müssen. Ein Grund für die Niederlage war der Schiedsrichter allerdings nicht.

    Die restlichen Tore fielen, weil der MSV weiter seine Chancen in der Offensive suchte. Mit fliegenden Fahnen untergehen – so etwas gefällt den meisten von uns auf den Rängen besser als der ängstliche Versuch den Schaden zu begrenzen. Wie oft uns so etwas gefallen kann, hängt vom Abstand zum Abstiegsplatz ab. Es wird eine anstrengende Saison.



    Fußballbinse

    Wenn Riesenchancen keine Tore werden
    hilft nicht einmal der Fußballgott auf Erden.​

    Denn vorn kein Tor und hinten welche kriegen,
    gewöhnlich langt das Gegnern, um zu siegen.​



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  26. Lernen am Modell

    Lernen am Modell gelingt nicht oft so schnell.
    Den Alltag miteinander teilen,
    Vorbild sein und Vorbild sehen,
    so denkt man sonst beim Lernen am Modell.
    Die Mannschaft aber braucht den Alltag nicht.
    Es reichte ihr ein Tag mit einem Spiel,
    um in sich aufzunehmen,
    was der Gegner ihr als Beispiel zeigte.
    So effizient wie dieser war,
    wenn er zu einer Torchance kam,
    das kann noch jede Mannschaft gut gebrauchen.
    Wie selbstverständlich zeigten sie
    beim nächsten Spiel, dem Auswärtsspiel,
    dass Chancen Tore werden.
    Und nicht mal viele Chancen brauchte es
    für dieses Unentschieden,
    weil der Gegner sich so irrte bei seinem Lernen am Modell.
    Das Vorbild war wohl bei dem Spiel in Duisburg
    sein Gegner in dem Spiel von heute,
    die andere Mannschaft,
    die noch lernen musste,
    was Effizienz im Spiel bedeutet.​

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