Gratis-WM- Karten für Politiker und Spitzenbeamte

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06. März 2006 16:04 Uhr

Berlin (dpa) - Repräsentanten des deutschen Staates erhalten aus protokollarischen Gründen freien Eintritt zu allen Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft.

Das Bundesinnenministerium bestätigte am Montag in Berlin einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Vize- Regierungssprecher Thomas Steg sagte, es sei eine «blanke Selbstverständlichkeit», dass Deutschland als Gastgeber seine Gäste entsprechend empfange.

Steg verwies darauf, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwarte, dass bei jedem Spiel der Weltmeisterschaft der deutsche Staat angemessen vertreten sei. Während der Fußball-WM kämen hohe Repräsentanten von 31 Nationen nach Deutschland. Es sei selbstverständlich, dass Deutschland diese Gäste angemessen begrüße, angemessen betreue und bei den Spielen auch angemessen vertreten sei. Auch Unions-Fraktionschef Volker Kauder nannte es sinnvoll, wenn Vertreter des Staates bei den Spielen vertreten seien.
Der Sprecher des Innenministeriums sagte, sein Haus habe eine Liste mit 79 Repräsentanten von Bund, Ländern und Kommunen erstellt und diese Empfehlung an das Weltmeisterschaft-Organisationskomitee gegeben. Wegen der föderalen Struktur Deutschlands hätten dabei auch die Vertreter der Länder berücksichtigt werden müssen.
Wenn jeder der 79 Vertreter der Politik und der höchsten Verfassungsorgane zwei Karten pro Spiel erhält, gibt es bei insgesamt 64 Spielen gut 10 000 dieser Freikarten.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) appellierte, das Privileg der kostenlosen Ehrenkarten maßvoll zu nutzen. «Wir erwarten viele - auch hochrangige - ausländische Gäste, und da ist es selbstverständlich, dass sie von unseren politischen Repräsentanten aus Bund, Ländern und Kommunen begleitet werden. Ich vertraue darauf, dass dieses nicht im Übermaß geschieht», sagte Schäuble der «Bild»- Zeitung (Dienstag).
Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen, Peter Struck und Fritz Kuhn, schlugen vor, nicht genutzte Politiker-Karten an Kinder zu spenden. Im Nachrichtensender N24 erklärten sich beide bereit, ihre Freikarten für die «Was erlauben Strunz»-WM-Aktion «Kinder live dabei» zur Verfügung zu stellen, sofern sie diese nicht benötigen.


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Ich will jeden dieser 79 Politiker beim Einlaufen der Mannschaften OKF und mit einem Bengalo in der Hand sehen, dann nehme ich alle Vorwürfe zurück. :mad:
 
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