Hübner über Realismus, Widersprüche und Verantwortung

derduisburger

Regionalliga

Herr Hübner, wie erleben Sie derzeit die Atmosphäre in und um den MSV?


Für die Stimmung, die wir bei unseren Heimspielen und auch auswärts erleben, können wir uns nur bei allen bedanken. Das ist wirklich eindrucksvoll! Dass dies in Duisburg nach den letzten Jahren möglich sein könnte, haben viele nicht geglaubt. Darum, und das höre ich auch immer wieder von Kollegen, beneiden uns viele Vereine für den neu eingeschlagenen Weg. Auch bei der Mitgliederversammlung hatte ich den Eindruck, dass wir auf der Führungsebene auf einem guten Weg sind. Und ich empfinde auch unseren neuen Vorstand im e.V. mit Dieter Steffen, Stephan Bock und Thomas Kretschmer als kooperativ. Das ist auch sehr wichtig.

Warum betonen Sie das?

Weil wir nur Erfolg haben können, wenn wir alle an einem Strang ziehen, wenn sich die Gremien ergänzen und verstehen. Dort darf es auf keinen Fall zu Reibungsverlusten kommen, persönliche Interessen müssen in den Hintergrund treten. Wir sind nun einmal in einer Umbruchsituation und müssen Kräfte bündeln.



Was wünschen Sie sich?


Auf der Mitgliederversammlung ist sehr deutlich hörbar geworden, dass bei vielen die Erwartungshaltung da ist, schnell in die 1. Bundesliga zurück zu kehren. Gleichzeitig ist dort aber auch gefordert worden, die Sanierung des Vereins voran zu treiben und nach Möglichkeit sogar schwarze Zahlen zu schreiben. Wenn man die Realität in der 2. Liga – in der auch jetzt wieder Vereine mit deutlich größeren finanziellen Möglichkeiten als wir den Aufstieg unter sich ausmachen - betrachtet, ist das aber erst einmal ein Widerspruch.

Inwiefern ein Widerspruch?

Trotz schmalen Budgets in der 2. Liga macht der MSV – wie auch andere Vereine -normalerweise immer ein Minus im siebenstelligen Bereich. Das konnte in dieser Saison mit dem sensationellen Erfolg im DFB-Pokal und durch das souveräne Wirtschaften durch die Geschäftsführung aufgefangen werden. Um das Ziel Aufstieg in Angriff zu nehmen, müssen wir künftig aber nicht nur ein solches Minus auffangen, sondern auch unseren Etat entsprechend aufstocken, wenn wir ein Team haben wollen, dass in der Breite und in der individuellen Qualität stärker aufgestellt ist als in dieser Spielzeit.

Aber unser Team hat in dieser Saison doch überzeugt!

Ja, jeder Einzelne und das Team als Gesamtheit haben Tolles geleistet. Dafür gilt allen noch einmal mein ausdrücklicher Dank! Doch jetzt kommt das Aber: Es ist unübersehbar, wie sehr uns die Verletzungen zusetzen, wie intensiv unsere Spieler physisch beansprucht worden sind. Das war uns klar, das haben wir ja auch vor der Saison deutlich gemacht. Wenn wir hier die Voraussetzungen schaffen wollen, künftig diese Belastungen variieren und Verletzungen auffangen zu können, werden wir sicher einen Etat benötigen, der zum einen die gerade beschriebene Unterdeckung und die Anpassung des Budgets auf Aufstiegs-Niveau ermöglichen – da sprechen wir von ein paar Millionen Euro. Sonst werden Hoffnungen auf sportliche Erfolge geweckt, die unrealistisch sind, die wir nur ganz schwer erfüllen können. Da entsteht dann schnell ein Druck, der unverantwortlich wird, weil Enttäuschungen in der Regel vorprogrammiert sind.

Wie wollen Sie diesen Druck verhindern?

Bevor wir realistisch das Wort Aufstieg in den Mund nehmen, müssen wir sehen, dass wir auch die Rahmenbedingungen schaffen und die finanziellen Mittel dafür abbilden können. Im Klartext: Wir müssen zusätzliche Einnahmequellen erschließen, neue Wege gehen, Optionen prüfen und laufende Kosten reduzieren, zum Beispiel bei der Arena-Miete. Alle, die sich für den MSV engagieren, sind gefordert, realistisch und verantwortungsvoll mit unseren Möglichkeiten umzugehen, um unsere Zukunft nicht aufs Spiel zu setzen.


http://www.msv-duisburg.de/main.asp?reiter=aktuelles_p&mode=aktuell&aid=3217
 
Selten so eine realistische Situationsbeschreibung und einen so klaren Ausblick in Bezug auf den MSV gelesen.:zustimm:
Und der kleine versteckte "Seitenhieb" in Richtung W.H. hat mir äußerst gut gefallen.

Chapeau Herr Hübner ...
 
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Diesem Interview ist wirklich nichts hinzuzufügen. Jeder, der kurz und kompakt nachlesen möchte, wieso manches so ist wie es ist und manches geht oder nicht geht, dem sei dieser Text sehr empfohlen.

Auf jeden Fall ist es ungeschönt, find ich klasse. Nicht so ein Gesülz wie "Dritte Kraft im Revier" und so ein Schlamm.

Ich denke die jetzt aktuellen Protagonisten bei MSV wissen genau, worum es geht und wie sie es anstellen sollen. Eine gute Mischung aus Vision und Realismus.
 
Das sollten sich einige Pappnasen hier ausdrucken und übers Bett hängen, die teilweise auf der Mannschaft rumhacken, als wäre es die der letzten Saison. Weil der angeblich mögliche Aufstieg verspielt wurde und die Rückrunde nicht rund läuft.

Da steht alles schwarz auf weiss, warum es nicht klappen konnte und warum diese tolle Hinrunde eine Ausnahmeerscheinung war.

Es liegt noch ein langer steiniger Weg vor uns. Schön, das das die Verantwortlichen absolut verinnerlicht haben und keine Luftschlösser bauen.
 
Mein Gott ist das schön wenn man von Verantwortlichen mal eine realistische Einschätzung des Status Quo sowie der mittelfristigen Aussichten liest. Welch tolles Kontrastprogramm zu dem plakativen Mist der hier die letzten Jahre von Repräsentativer Seite so verfasst wurde...
 
Das sollten sich einige Pappnasen hier ausdrucken und übers Bett hängen, die teilweise auf der Mannschaft rumhacken, als wäre es die der letzten Saison. Weil der angeblich mögliche Aufstieg verspielt wurde und die Rückrunde nicht rund läuft.

Da steht alles schwarz auf weiss, warum es nicht klappen konnte und warum diese tolle Hinrunde eine Ausnahmeerscheinung war.

a) der Aufstieg war nicht nur "angeblich" möglich; er war möglich
b) "Schwarz auf Weiss" ? Das von Hübner Beschriebene mag ein Faktor sein; es ist aber beileibe keine monokausale Beziehung
c) Aufstieg und Finanzen sind gerade in Hinsicht auf die Zukunft bidirektional verknüpft; darum wäre gerade nach der tollen Hinrunde der REALISTISCH gewordene Aufstieg so wichtig gewesen. Kleiner Kader hin oder her: ich verstehe nicht, wo der begeisternde Kombi-Fußball der Hinserie bei nahezu gleichem Kader abgeblieben ist. Das lässt mich zwar nicht auf die Mannschaft einhacken, aber entäuscht bin ich hier oder da schon (eben wegen a-c)
 
... ich verstehe nicht, wo der begeisternde Kombi-Fußball der Hinserie bei nahezu gleichem Kader abgeblieben ist. ...

Die Antwort darauf hat BH nach meiner Ansicht in seinem Interview gegeben:

... Ja, jeder Einzelne und das Team als Gesamtheit haben Tolles geleistet. Dafür gilt allen noch einmal mein ausdrücklicher Dank! Doch jetzt kommt das Aber: Es ist unübersehbar, wie sehr uns die Verletzungen zusetzen, wie intensiv unsere Spieler physisch beansprucht worden sind. ...

Ich glaube, die Hinrunde und der Pokal haben viel Kraft gekostet und das merkt man immer stärker.
 
Kleiner Kader hin oder her: ich verstehe nicht, wo der begeisternde Kombi-Fußball der Hinserie bei nahezu gleichem Kader abgeblieben ist.

Ich fürchte, da besteht ein Zusammenhang. Der kleine Kader ermöglichte wenige "Ruhepausen", und möglicherweise haben unsere Spieler auch engere physische Grenzen (und geringere technische und spielerische Fähigkeiten) als etwa die Dortmunder Mannschaft, die ihr intensives Laufspiel nun offenbar wirklich die ganze Saison durchzuhalten scheint, obwohl auch dort wenig gewechselt werden kann. Dazu kommt die Verletzung von Koch, den Kern nie ersetzen kann und konnte.
So haut man dann die Bälle lang nach vorne, in der Hoffnung, dass dort jemand steht, der erst mal was damit anfangen kann, bis die anderen nachrücken. Das erfordert auch Laufarbeit, aber nicht so intensiv wie ein von hinten nach vorn fortgesetztes Kombinationsspiel, bei dem sich immer mehrere anbieten (freilaufen) müssen.
Schade natürlich. Aber ich denke, nicht zuletzt der Verschleiß hat uns den Aufstieg gekostet. Dann muss man natürlich auch mal die Kader von Hertha, Augsburg und Bochum anschauen: die einen können einen Raffael zuerst mal auf der Bank lassen, die anderen wechseln zwischen Werner und Traoré, haben außerdem Thurk, Nando Raffael und Hain; bei Bochum ist Dedic meistens Ersatz, dazu haben die Saglik, Tese, Federico - da sind viele Variationen möglich. Da waren wir doch eindeutig schlechter gestellt.

Angesichts dieser Konkurrenz hätte bei uns schon ALLES gut gehen müssen, gepaart mit etwas Glück.

Ich hoffe, dass die Truppe sich gegen Hertha noch mal richtig aufrafft, trotz aller Widrigkeiten, und mal wieder einen Tabellenführer "auszieht", wie so oft in alten Zeiten.
 
Die Antwort darauf hat BH nach meiner Ansicht in seinem Interview gegeben:



Ich glaube, die Hinrunde und der Pokal haben viel Kraft gekostet und das merkt man immer stärker.

Der Schwund der Spielanlage, des Kombi-Fußalls der Hinrunde war schon vor dem AUftreten der ersten Verletzungen zu sehen. Klar geht das an die Kräfte mit einem kleinen Kader. Deswegen hätte mich nicht gewundert, wenn die Lauffreudigkeit, Kondi o.ä. gelitten hätten mit zunehmender Saisondauer. Aber dem ist nicht so. Es ist , als hätten die Jungs das tw. begeisternde "Fußballen" der Hinrunde einfach verlernt. Das verstehe ich nicht.
 
... Es ist , als hätten die Jungs das tw. begeisternde "Fußballen" der Hinrunde einfach verlernt. Das verstehe ich nicht.

Ich glaube, die Jungs haben Anfangs ziemlich am Limit gespielt. Als die Kräfte nach der Winterpause nachgelassen haben, ging die Konzentration verloren, damit auch die Präzision und schließlich führte das bei dem Einen oder Anderen zum Verkrampfen.

Der Wille war zwar noch da, aber es lief nicht mehr allzu viel zusammen.

P.S.: Ich war in der Rückrunde auch manchmal enttäuscht, aber wenn ich daran denke, was ich vor Saisonbeginn erwartet habe, bin ich mehr als froh.
 
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Gute gewählter Zeitpunkt, um die Erwartungen einiger Fans z.B im Wunschkader-Fred zurückzuschrauben.

Ehrliches Frage & Antwort Spiel, bei dem wohl alle Fakten bzgl. Transfers, Kostenreduzierung und Qualität des Kaders unmissverständlich beantwortet werden.
 
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a) der Aufstieg war nicht nur "angeblich" möglich; er war möglich
b) "Schwarz auf Weiss" ? Das von Hübner Beschriebene mag ein Faktor sein; es ist aber beileibe keine monokausale Beziehung
c) Aufstieg und Finanzen sind gerade in Hinsicht auf die Zukunft bidirektional verknüpft; darum wäre gerade nach der tollen Hinrunde der REALISTISCH gewordene Aufstieg so wichtig gewesen. Kleiner Kader hin oder her: ich verstehe nicht, wo der begeisternde Kombi-Fußball der Hinserie bei nahezu gleichem Kader abgeblieben ist. Das lässt mich zwar nicht auf die Mannschaft einhacken, aber entäuscht bin ich hier oder da schon (eben wegen a-c)

Wow! Hast du studiert?
 
Ich fürchte, da besteht ein Zusammenhang. Der kleine Kader ermöglichte wenige "Ruhepausen", und möglicherweise haben unsere Spieler auch engere physische Grenzen (und geringere technische und spielerische Fähigkeiten) ...

Absolut richtig was du schreibst. Ich sehe aber auch noch den "Teamfaktor". Einige Spieler fühlen sich auch sicherer, wenn bestimmte Mitspieler auf dem Platz stehen und der ganzen Mannschaft Sicherheit geben.

Jule hat viel Sicherheit in der Abwehr auf die Mitspieler ausgestraht. Jeder Spieler weiß, dass hinten einer drinsteht, der es kann und der das Spiel vorantreiben kann. Eben ein wahres Talent in den Reihen steht. Maier versprüht auch sehr viel "Teamspirit" auf dem Platz, reißt abgesehen vom Können sicher auch wegen seiner bloßen Anwesenheit alle mit ("Motivator"). Ivo schmeißt jede Menge Erfahrung in die Wagschale, die sich natürlich auch auf das Team auswirkt und viel Sicherheit gibt. Es standen in der Hinrunde einfach Spieler auf dem Platz, die sich genau so in dieser Konstellation blind verstanden haben und sich als Einheit gesehen haben. Genau die richrige Mischung eben.

Wenn ich das erste mal im Leben ne Formel1-Kiste fahren soll, wäre ich auch froh, wenn der Vettel neben mir sitzt. Tut er es nicht, fühle ich mich unsicherer.

Damit hat es meiner Meinung nach auch sehr viel zutun. Die wahren "Leader" und tragenden Säulen sind nach und nach weggebrochen. Eine Kopfsache eben.
 
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Ich finde die Aussagen von Hr. Hübner sehr gut und realistisch.

Man sollte allerdings wenn man den physischen Zustand der Mannschaft und auch die Verletzungen anspricht, zwei Dinge erwähnen. Die meiner Meinung nach noch viel größere Zusammenhänge deutlich machen und ein großes Gefährdungspotenzial für den gesamten Fußball sind.

1. Auffallend ist, wenn Spieler herausragende Leistung im Fußball zeigen, stellt sich der Gegner meißtens sehr schnell darauf ein, insbesondere in Rückspielen. Das heißt, das mit allen Mitteln versucht wird den Gegner an seinem Spielfluß zu hindern = Dreckigen Fußball nenne ich das. Da wird der Schlappen drauf gehalten, der Spieler wird gedoppelt, da wird gegrätscht und gefoult. Es ist doch nicht normal das alle schweren Verletzungen beim MSV durch direkten Kontakt mit Gegenspielern zustande kamen und immer hieß es - im Kampf um den Ball, ohne Absicht des Gegners usw. usw.

2. Auch Herr Hübner hat die Chance in Duisburg, bis hin zum DFB seinen Einfluß einzubringen um auf diese Problematik hinzuweisen. Ich würde genial finden, wenn Duisburg in diesem Sinne, Fair Play walten läßt und auch gegenüber Schiedsrichtern den Druck verschärft, genauer hinzusehen. Eine Fair Play Aktion von Duisburger Seite ausgehend, wäre genial. Zum Beispiel im Endspiel. Lieber verlieren als den Gegner kaputt-treten. Lieber ein Tor weniger, als die Karriere eines Spielerkollegen auf dem Gewissen.

Kampf ja, aber mit fairen Mitteln.

Fußball ist immer noch die schönste Nebensache der Welt:zustimm:
 
Es ist doch nicht normal das alle schweren Verletzungen beim MSV durch direkten Kontakt mit Gegenspielern zustande kamen und immer hieß es - im Kampf um den Ball, ohne Absicht des Gegners usw. usw.

Du unterstellst also Methode?
Hast du dir die einzelnen Szenen denn mal angeschaut?
Bist du der Meinung, irgendein Spieler ist mit der Intention in den Zweikampf gegangen, seinen Gegenspieler zu verletzen?
Dafür müsste man echt ne Menge Fantasie haben, um sich sowas zusammenzureimen.
Ich nenn das Pech, ganz einfach. Es hat uns doppelt und dreifach getroffen, die Fouls waren letztlich nur Ergebnis der Tatsache, dass unsere Spieler jeden Zweikampf mit Vollgas bestreiten und eben nicht zurückziehen. Und nur diese Tatsache hat uns überhaupt erst so erfolgreich gemacht in dieser Situation.
Von daher: Pech, nix anderes.
 
Im Hübner-Interview (ansonsten gut!) lese ich nun zum x-ten Male, wie sehr uns doch die Stadion-Miete zusetzt. Ja, aber das wissen wir doch schon.

Ich meine, die Verantwortlichen sollten mehr an diesem Thema ARBEITEN und weniger darüber REDEN. Auch wenn die das erstere schon tun und uns das nur nicht verraten wollen/können.

Ebenso wird festgestellt, dass die Generierung neuer Sponsoren wohl "etwas zu wünschen übrig lässt". Auch DAS wissen wir schon. Und auch, WER hier tätig zu werden hatte bzw. aktuell hätte.

Ich erwarte ja nicht, dass Bruno Hübner als SD zu beiden Punkten in der Presse Ross und Reiter nennt. Aber dann doch, dass der Verein JETZT mit Vehemenz an Ross und Reiter herantritt und GEGENLEISTUNG fordert.

Taten sind gefragt, Taten. Gerade in diesen existenziellen Punkten!
 
Ich denke mal beim Reden über das Thema Stadionmiete geht es hauptsächlich darum, den medialen Druck auf die Verwantwortlichen zu erhöhen. Ich hab zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl, dass die Vereinsführung ihre Ziele realistisch steckt. Hut ab dafür!
 
Du unterstellst also Methode?
Hast du dir die einzelnen Szenen denn mal angeschaut?
Bist du der Meinung, irgendein Spieler ist mit der Intention in den Zweikampf gegangen, seinen Gegenspieler zu verletzen?
Dafür müsste man echt ne Menge Fantasie haben, um sich sowas zusammenzureimen.
Ich nenn das Pech, ganz einfach. Es hat uns doppelt und dreifach getroffen, die Fouls waren letztlich nur Ergebnis der Tatsache, dass unsere Spieler jeden Zweikampf mit Vollgas bestreiten und eben nicht zurückziehen. Und nur diese Tatsache hat uns überhaupt erst so erfolgreich gemacht in dieser Situation.
Von daher: Pech, nix anderes.

Sorry, aber ich reime mir nichts zusammen. Das was ich geäußert habe, ist meine Meinung.

Das trifft ja auch nicht nur den MSV. Nimm Beispiel Ballack, Beispiel Nuri Sahin um nur zwei herausragende Spieler zu nennen.

Es wird mir viel zu oft, mit Stollen voran in die Zweikämpfe gegangen, oder einfach draufgehalten. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Und ja ich habe alle Szenen der Verletzungen gesehen.
Grilic - grobes Foulspiel
Koch - Foulspiel - Ok unglücklich gefallen, aber mit Einwirkung des Gegners
Mairhofer - grobes Foulspiel
Baljak - grobes Foulspiel, der Gegener hat einfach draufgehalten.

Die jeweiligen Schiedsrichter sind teilweise hier, ihrer Schutzfunktion für die Speiler, nicht nachgekommen.

Warum ist es eigentlich immer so, das eine erfolgreiche Hinrundenmannschaft in der Rückrunde Federn läßt?

Meine Antwort dazu: Weil der Gegner die Erfahrungen aus dem Hinspiel hat und wirklich alles analysiert und mir kann keiner erzählen das nicht jeder Trainer auf die spiel starken Spieler gezielt einwirken läßt. Insoweit hat das für mich Methode.

Man nimmt es billigend in Kauf. Damit unterstelle ich niemand Absicht, aber mit Pech hat das auch nichts zu tun.
 
Ich erwarte ja nicht, dass Bruno Hübner als SD zu beiden Punkten in der Presse Ross und Reiter nennt. Aber dann doch, dass der Verein JETZT mit Vehemenz an Ross und Reiter herantritt und GEGENLEISTUNG fordert.

Taten sind gefragt, Taten. Gerade in diesen existenziellen Punkten!

Tut er das nicht eigentlich? Wir wissen doch alle, wer für Akquise in diesem Bereich tätig ist und obgleich alle eine gute Bestandspflege kundtun, es doch weniger werden- zumindest gefühlt- man beachte die ehemalige Klöckner-Ecke, die nicht mehr existiert und im Gegenzug kein adäquater Partner generiert werden konnte.

Selbiges gilt ebenfalls für die Stadionmiete, auch hier wissen wir doch alle wer dahinter steckt. Es ärgert mich viel mehr, dass "Jounalist" die Thematik aufnimmt und in Nebensätzen eben diese benennt.

Nun ja, man hinterfragt also mögliche Vertragsinhalte (Akquise), vielleicht hat das ja auch mal rechtliche Folgen (Nichteinhaltung- Vertragsbruch o.Ä.). Man lanciert Mietkosten, welche in der Öffentlichkeit Druck für etwaige, aktive Verhandlungen darstellen können.

Es bleibt also spannend, läuft aber in keinem Fall optimal - eine Familie saugt uns immer noch aus und kostet uns weiterhin Millionen.
 
natürlich liest und hört man manche aussagen von hübner momentan nicht gerne, weil man sich halt mehr erhofft...

aber genau diesen gesunden realismuss hat es hier seit einiges jahren nicht gegeben und es kann uns nur guttun das nicht mehr unrealistische erwartungen und ziele ausgegeben werden!
natürlich wollen wir alle wieder aufsteigen und wieder tolle erfolgreiche zeiten in duisburg sehen und sehnen uns danach... aber das ist im moment halt einfach nicht drin!

und lieber so und alle können damit umgehen als einen an der spitze, der uns mit faulen floskeln fangen will:huhu:

bitter weiter so herr hübner und co:zustimm:
 
Ich denke mal beim Reden über das Thema Stadionmiete geht es hauptsächlich darum, den medialen Druck auf die Verwantwortlichen zu erhöhen.

Mag ja gute Absicht sein. Bruno Hübner ist aber doch lange genug im Verein um zu wissen, dass das Erzeugen medialen Drucks in diesem Falle "ein wenig" schwierig ist. Erinnern wir uns bitte alle daran, dass inbesondere die lokale Presse dem Sonnenkönig und seinen Blendungen allzu lange auf den Leim gegangen ist. Und ihm übermäßig lange die Steigbügel hielt, weil auch in den Medien nun einmal die von "Männerfreundschaften" geprägte Lokalpolitik wirkt.

Mit anderen Worten: "Die Medien" sind doch in DIESER Sache kein wirklicher Alliierter, der Veränderungen (mit)bewirken könnte. Noch weniger jetzt, wo der Bauunternehmer im Club selbst aus der Schusslinie gerückt ist - gleichwohl er und sein Erbe natürlich erheblich weiter wirken.

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Hübners sonstige Aussagen in dem Zeitungsartikel sind sehr erfreulich realistisch. :)
 
Hieß es nicht, man wollte mit jungen hungrigen Spieler etwas langfristig aufbauen?

Jetzt werden 10 Neue gefordert und das Roulette-Spiel fängt von vorne an. Kontinuität sieht anders aus.

Auf der Jahreshauptversammlung hat Kentsch dargestellt, dass der Etat mit dem der ersten 6 der 2. Liga vergleichbar ist und hat die Zahlen auf die Leinwand geschmissen. Hübner behauptet jetzt aber unteres Level der 2. Liga? Irgendeiner erzählt doch da bullshit.

Dann wird Kretschmer mit den Worten zitiert, Tararache ist ein guter Techniker, sportliche Leitung und Tararache könnten doch vielleicht aufeinander zugehen. Dafür wird er direkt öffentlich abgebügelt, obwohl er doch zweifellos Recht hat. Geht man so mit seinen Vorgesetzten um?

Habt Ihr mal die Mannschaftsleistung seit der Vertragsverlängerung von Hübner und Sasic verfolgt? Das war noch weit vor der Verletztenserie. Außer dem Pokalerfolg gegen Cottbus lief es da ziemlich mau. Wie kann man das erklären? Irgendetwa stimmt doch seit dem nicht. In der Hinrunde haben wir einen anderen MSV gesehen.

Dann wird immer wieder auf die Stadionmiete verwiesen, wobei hier harte facts von Zinsen und Tilgung gegenüberstehen. Dass der Marketingvertrag 1,5 Mio. jährlich Luft hat und der MSV der einzige Kunde ist, den der Hellmich-Clan mit diesem Vertrag stranguliert, wird mit keiner Silbe erwähnt.


Ich will jetzt nicht den Stab über die sportliche Leitung brechen, aber mir sind einige Dinge nicht ganz koscher und die hätte ich gerne beantwortet.
 
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..Auf der Jahreshauptversammlung hat Kentsch dargestellt, dass der Etat mit dem der ersten 6 der 2. Liga vergleichbar ist und hat die Zahlen auf die Leinwand geschmissen. Hübner behauptet jetzt aber unteres Level der 2. Liga? Irgendeiner erzählt doch da bullshit..
In deinem Posting ist viel Wahres, hier aber musst du unterscheiden. Kentsch berichtete über den Gesamtetat des Vereins, ging nur kurz auf den leicht erhöhten Etat für den Spielbetrieb der nächsten Saison ein. Hübner spricht hier rein von diesem Spielbetriebsetat, der scheinbar wirklich dort angesiedelt ist, wo er ihn einstuft.
 
Ging es da nicht um die 5,5 Mio. Spieleretat? Hatte das irgendwie anders in Erinnerung :nunja:
 
Ja das passt. Planmäßig waren es wohl knapp unter 5 Millionen und aufgrund des Erfolgs und des damit verbundenen Prämiensystems, liegt er wohl aktuell bei ca. bei dieser Zahl. Hatte er auch so auf dem Fanabend erwähnt. Nun sollen es wohl knapp um die 6 Millionen werden.
 
natürlich liest und hört man manche aussagen von hübner momentan nicht gerne, weil man sich halt mehr erhofft...

aber genau diesen gesunden realismuss hat es hier seit einiges jahren nicht gegeben und es kann uns nur guttun das nicht mehr unrealistische erwartungen und ziele ausgegeben werden!

bitter weiter so herr hübner und co :zustimm:

Dem Grundtenor deines Beitrages stimme ich inhaltlich zu. Realistische Stimmen, die, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann, den internen Konflikt zwischen KGaA und e.V. offenlegen, hat man lange in diesem Verein vermisst.

"Bitte weiter so Herr Hübner und co" unterstreiche ich deswegen nicht, weil "und co" noch lange nicht die Weichen für eine erfolgreiche Vereinspolitik gestellt haben.

Primäres strategisches Ziel eines Fußballvereins ist es, erfolgreich und attraktiv dieses Spiel im Wettbewerb mit anderen Vereinen zu betreiben, um damit für Sponsoren, Medien und Zuschauer attraktiv zu sein.

Dazu benötigt es sekundär auch guter Rahmenbedingungen wie ein schönes und attraktives Stadion, gute Trainingsgelände etc. etc.

Bei uns hat man das Pferd von hinten aufgezäumt. Erst mal hat man ein Stadion gebaut, dass nur bei Erstligazugehörigkeit finanzierbar ist, wohl wissend, dass es vereinshistorisch keinen Anhaltspunkt dafür gab, dass der MSV auch definitiv länger stabil in Liga1 spielen würde. Dafür fehlte und fehlt noch heute das Geld für das Wesentliche, nämlich für eine gute und breit aufgestellte Mannschaft. Das nenne ich den kapitalen Managementfehler des damals verantwortlichen Vorstandes und des AR´s. Dieser Fehler hat nun Langzeitwirkung, weil die Kosten für Jahrzehnte in Stein gemeißelt sind. Selbst eine Mietminderung bedeutet doch für den Verein, dass er selbst dann noch für die Arena blechen muss, wenn das Dingen schon baufällig sein wird. Geht doch nur über die zeitschiene, und das wird im Summenspiel teurer.

An diesem Fehler hat nur einer verdient, und das reichlich. Hellmich. Der hat die Arena nicht ohne satte Gewinnkalkulation gebaut. Als er Verein wegen seiner Hütte dann ins Schlingern kam, hat er mit gönnerischer Mine Geld reingepumpt und sich dann clever abgesichert, dass er das auch wieder mit reichlich Gewinn zurückbekommt. Dafür hat er normale Zinsen abverlangt und Besserungsscheine ausstellen lassen (die stellen sicher, dass er sofort Kohle bekommt, wenn der Verein über Geld verfügt, wie jetzt im Pokal). Zudem hat er den Goldesel im Zebrastall schlechthin installiert, das trojanische Pferd Hellmich-Marketing, das er für einen langen Zeitraum vertraglich an den Verein binden konnte. Eine Gegenwehr des e.V. war nicht möglich, weil die Pistole schon auf das Herz unseres Vereins gerichtet war.

Hier sehe ich die KGaA gefragt und den e.V. in der Aufsichtsfunktion (namentlich von dir "und co" genannt), dieses Damoklesschwert zu entschärfen. Bis heute habe ich dafür keine konkreten Anhaltspunkte, aber erstmals auf der JHV Stimmen Verantwortlicher im AR dazu gehört, die das Thema angehen wollen. Warten wir es ab. Aber bevor das nicht positiv für den e.V. geklärt ist, reiten wir als Verein auf der Rasierklinge, finanziell wie sportlich. Ähnlich wie Bielefeld, nur die hatten nicht das Glück, im Pokal so weit gekommen zu sein wie wir, ansonsten hätte die lawine uns auch überrollt.

Nächstes Jahr sollten wir daher am besten wieder im Endspiel des DFB-Pokals stehen, damit sich die Mine von Hübner und Sasic, sofern sie bis dahin dann das Handtuch geworfen haben, nicht weiter verdüstert.
 
Also bis auf eine Szene muss deine Wahrnehmung aus irgendwelchen Gründen auch immer getrübt sein.

Und ja ich habe alle Szenen der Verletzungen gesehen.
Grilic - grobes Foulspiel =beim aufwärmen im Rasen hängen geblieben!
Koch - Foulspiel - Ok unglücklich gefallen Foul dachte ich im Stadion auch zuerst, musste aber meine Meinung nachher revidieren. Der Sturz nach dem Zusammenprall hat mal absolut nix mehr mit der eigentl. Verletzung zu tun!
Mairhofer - grobes Foulspiel LOL, klar Foulspiel aber eigentlich von Maierhofer selber. Der ging in den Torwart rein, trat ihn gegen den Brustkorb. Keine Ahnung ob die Knochen dabei schon barsten oder als er auf dem Boden aufkam!
Baljak - grobes Foulspiel, der Gegener hat einfach draufgehalten. Hier absolute Zustimmung! Ziebig hat den Schlappen drüber gehalten, somit eine Verletzung des Gegenspielers billigend in Kauf genommen!

Es wird mir viel zu oft, mit Stollen voran in die Zweikämpfe gegangen, oder einfach draufgehalten. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Auch hier wieder absolute Zustimmung! Was da in den Spielern vorgeht kann ich nicht nachvollziehen. Klar gibt es so Drecksäcke die den Gegner bis auf's Blut reizen können, hab ich während meiner aktiven Laufbahn schon erlebt. Einer meiner Mitspieler, grad mal einen Kopf größer als ein Kampdackel beleidigte seine Gegner von persönlichen bis hin zu "Mudda-Geschichten". Nur damals rastete der Gegner meist so aus dass er sich mit dem Schiedsrichter anlegte und vom Platz flog. Somit entledigte sich mein Mitspieler in ca. jedem 3. Spiel seines Gegenspielers!

Wie aber manche Typen über den Platz in den Gegner fliegen darf so nicht sein. Auch so dreckige "versteckte" Tritte oder auch öffentliche die dann von 4 Offiziellen nicht gesehen oder falsch beurteilt werden. Ich erinnere an den letzten Spieltag, ich glaube es war ein Hoffenheimer der seinen Gegenspieler im vorbeilaufen mal eben in die Beine trat, dafür unverständlicher Weise nur gelb sah! Das ist ganz klar ne rote Karte und nix anderes. Einspruch oder spätere Verhandlung aufgrund TV-Bilder erübrigt sich da der Spieler mit gelb ja "bestraft" wurde.

Im Gegensatz zu den Spielern werden mir die Schiedsrichter zu sehr von den Offiziellen geschützt. In so krassen Fällen muss auch eine spätere Verhandlung trotz erfolgter persönlicher Strafe im Spiel möglich sein und der Spieler aufgrund TV-Beweis gesperrt werden.

Davon ab gehören auch so peinliche Typen die bei jedem Luftzug zu Boden gehen bestraft. Ich erinnere an "Kopfnuss-Meier" oder "Blitzschlag-Bodzek".....wirklich unfassbar peinlich und eines Mannes unwürdig!


Zum eigentlichen Thema muss ich sagen dass ich die Worte von Hübner schon klasse finde. Ich hab mich zwar auch oft aufgeregt in der Rückrunde, hab aber nach 2 Trauertagen voller Hoffnung auf das nächste Spiel geschaut wie wohl die meisten hier.

Zu hoffen bleibt dass das Hauptaugenmerk auf der überhöhten Stadionmiete bleibt und schnellst möglich abgeschafft wird. Allein mit einer massiven Einsparung in diesem Bereich könnten wir in Zukunft überlebensfähig bleiben. Und irgendwie denke ich dass unsere Verantwortlichen die eine oder andere vertragliche Verfehlung des geschiedenen Sonnengottes aufdecken werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Vor lauter nickendem Zustimmen krieg ich ja beienahe schon Kopfschmerzen. :top:

Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn wir diese Saison, speziell in der Hinrunde, nicht so ein starkes Kollektiv gehabt hätten, welches sich wirklich gefunden hat.

Die Leihgaben a la Koch und den Langen, Talente wie Yilmaz, etc., haben dazu beigetragen. Hätten wir nicht den Erfolg im Pokal gehabt und wäre das Image durch unsere wirklich sympathische Mannschaft nicht verbessert worden, wäre es bei uns ziemlich düster. Man sieht in Bielefeld was passieren kann, wenn man sich übernimmt und der sportliche Erfolg ausbleibt.

Unser Sparkurs ging zum Glück(!) auf - vor der Saison sprach man noch davon, dass man gegen den Abstieg spiele und man die Klasse halten wollen.

Wäre das alles in die Hose gegangen, dann würde uns diese Saison wirklich auffressen. Dass jetzt wieder 10 Neue kommen müssen und quasi schon wieder ein Neubeginn stattfinden muss, ist leider eine logische Konsequenz.
Die Bezeichnung von DeppSky bzgl. des Ritts auf der Rasierklinge ist da einfach zu 100% passend. Der Scherbenhaufen ist einfach zu groß und es gibt immer noch genug zu tun. Die extrem hohe Miete und der Würgegriff des verfluchten Marketingvertrages muss gebrochen werden. Das ist Geld, was wir dringend woanders brauchen, anstatt es zu verbrennen.

Es ist dennoch schön zu sehen, dass man mittlerweile die Notbremse gefunden hat und die Fehler der Vergangenheit anpackt und ausmerzt/ausmerzen will.
 
Mit anderen Worten: "Die Medien" sind doch in DIESER Sache kein wirklicher Alliierter, der Veränderungen (mit)bewirken könnte.

Mag sein dass er nicht unbedingt über die Medien Druck aufbaut wegen der Stadionmiete. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Es nicht zu erwähnen, weil es nix bringt, wäre auch doof und sieht nach Resignation aus.
 
Die Rasierklinge trifft es wirklich.
Bleiben wir noch lange auf dieser Klinge, wird es noch lange wehtun mit geringen Zuschauerzahlen, ständigem Neuaufbau mit geringen Finanziellen Mitteln und sportlich weniger erfolgreichen Saisons wie der jetzigen.
Irgendwann kippt man nach links oder rechts....Die eine Seite würde das "Bielefelder Modell" bedeuten. Dann gehts ab ins nirgendwo. Oder aber zur anderen, positiven Seite falls sich Kostenstrukturen und Sponsorentum ändern. Dann kann es wieder nach oben gehen.

Ich persönlich stelle mich noch auf ein langes blutiges tänzeln auf der Klinge ein und hoffe einfach, das wir zur richtigen Seite kippen irgendwann.

Und ich hoffe, das mehr Leute wirklich realisieren, wie es um den MSV bestellt ist und überzogene Erwartungen zurückschrauben....und trotzdem oder gerade deshalb ins Stadion kommen.
 
Dieser Fehler hat nun Langzeitwirkung, weil die Kosten für Jahrzehnte in Stein gemeißelt sind. Selbst eine Mietminderung bedeutet doch für den Verein, dass er selbst dann noch für die Arena blechen muss, wenn das Dingen schon baufällig sein wird. Geht doch nur über die zeitschiene, und das wird im Summenspiel teurer.

Völlig richtig.

Wenn wir nicht relativ zeitnah den Aufstieg in Liga 1 schaffen, wird uns dieses Stadion auf kurz oder lang ruinieren. Wir müssen irgendwie aus dieser Schlinge rauskommen. Ich kenne natürlich die genauen Vertragsbedingungen nicht, aber ich würde sogar so weit gehn, damit zu drohen als Mieter auszusteigen und in ein anderes Stadion auszuweichen. Die können es sich ja auch nicht leisten, da ein Stadion rumstehen zu haben, dass nicht genutzt wird.
 
..... damit zu drohen als Mieter auszusteigen und in ein anderes Stadion auszuweichen. .......

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der MSV Bürge für das Stadion, d. h.
keine Miete -> keine Kreditabzahlung -> Verein wird in Regress genommen und
ist pleite. Erst danach zieht die Landesbürgschaft. Hat Hellmich schon clever
gemacht, er ist fein raus aus der Nummer mit seinem Besitzanteil von 34 %.

Hoffe das stimmt so halbwegs was ich dahingeschrieben habe.
 
Es kommen auch einfach zu wenig Zuschauer .
Der MSV hat mehr verdient als 13-14.000 ,möchte garnich wissen wieviele kommen wenns mal ganz schlecht läuft.
Da ist auch jeder Sesselfurzer gefragt ob er noch Profifussball in Duisburg haben will .
 
Was ist eigentlich mit dem englischen Club , mit dem man eine Kooperation machen will/wollte ?
Mich würde dabei mal interessieren , welche Synergien da genutzt werden sollen .
 
Ausblick - Hübner im Gespräch

Sportdirektor Bruno Hübner im Gespräch
Investoren erst bei Insolvenz?

MSV-Sportdirektor hatte vor den Osterfeiertagen Gesprächsbedarf.
Und setzte beim "Thema" Tararache an. Hübner: "Eine Person aus dem Führungsbereich des MSV hat, nicht nur für mich überraschend, Mihai Tararache plötzlich ins Spiel gebracht. Das kann ich nicht verstehen, denn das geschah ohne Rücksprache mit der sportlichen Leitung, also ohne etwas über das aktuelle Leistungsvermögen des Spielers zu kennen. Ich will festgehalten haben, dass es von uns keine Vorbehalte gegen Mihai, keine Differenzen mit ihm gibt!"
Zumal das defensive Mittelfeld mit Sukalo, Banovic, Säumel und Grlic, der wieder im Training ist, gut besetzt ist.
Not herrscht zurzeit im Sturm, da Maierhofer und Baljak längerfristig ausgefallen sind.
Und da ist Tararache, bei aller Liebe, schlicht fehl am Platz.
Hübner wünscht sich, dass man in der Zukunft solche Themen intern abarbeitet, sich mit der sportlichen Leitung zusammensetzt und nicht ohne Vorkenntnis in die Öffentlichkeit geht.

Dann gab Bruno Hübner einen Ausblick auf die nächste Saison: "Die nächste Saison wird ähnlich schwer wie diese. Um uns in der Breite besser aufzustellen, müssten zehn Positionen neu besetzt werden."
Zehn Positionen, die jetzigen Leihspieler, fünf an der Zahl, einkalkuliert.
Banovic, der sich nach dem Trainerwechsel in Freiburg eine neue Chance ausrechnet, wird nur schwer davon zu überzeugen sein, sich einem Zweitligisten anzuschließen.
Trojan, der langsam wieder in Tritt kommt, steht immer noch bei Mainz unter Vertrag, auch er wird nur schwer zu bekommen sein - wenn man denn will.
Über Maierhofer, aktueller österreichischer Nationalspieler, kann man sich allein aufgrund der finanziellen Möglichkeiten jegliches Wort ersparen.
Julian Koch könnte am Ende des Jahres wieder interessant werden. Nachdem er sich beim MSV in dieser Saison zu einem der besten Ligaspieler gemausert hat, könnte es durchaus sein, dass Dortmund ihm diese Chance noch einmal gibt.
Schäffler wird wieder den Weg nach München antreten, so zumindest der aktuelle Stand.

Um sich qualitativ breiter aufzustellen und das Ziel Aufstieg auszugeben, fehlen dem MSV sechs bis acht Millionen Euro, der Etat müsste um vier Millionen Euro aufgestockt werden.
Um das zu erreichen, muss aber dringend die "Baustelle Stadionmiete" in trockene Tücher gebracht werden.
Hübner: "Es gibt nur einen Mieter. Wenn man den zu sehr belastet, kann es passieren, dass er sich nach einer günstigeren Bleibe umschaut. Das wäre auch für den Vermieter nicht gut. Also muss die Miete der 2. Liga angepasst werden, das dann zur Verfügung stehende Geld in den Etat gestellt und so der Aufstieg angestrebt werden. Dann kann der Eigentümer auch wieder eine erstklassige Miete verlangen."

Insgesamt ist der MSV, der einen Drei-Stufen-Plan verfolgt, noch nicht bei Stufe zwei angekommen.
Hübner: "In der nächsten Saison fangen wir zwar nicht bei Null an, die zweite Stufe haben wir aber auch noch nicht erreicht. Wir befinden uns eher bei 1,5."
Passend dazu die Verhandlungen mit Olivier Veigneau, der zwar mit dem ganzen Herzen ein Zebra ist, sich aber nach über drei Jahren beim MSV überlegt, ob es nicht Zeit für eine Veränderung ist.
Zeit benötigt auch Tobias Jänicke, der mit Hansa Rostock in die 2. Liga aufsteigt, nach der Saison aber ablösefrei wechseln kann. Die Fakten liegen auf dem Tisch, die Spieler sind am Zug.

Trotz des nicht erwartenden Erfolges der neuen und jungen Mannschaft, insbesondere dem Einzug ins Pokalfinale,
bleiben neue Sponsoren Mangelware.
MSV-Trainer Milan Sasic bringt es auf den Punkt: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit in der Relation geringen Mitteln erfolgreich arbeiten können. Warum will niemand in ein Erfolg versprechendes Projekt investieren, warum immer nur dann, wenn man unmittelbar vor dem Abgrund, vor der Insolvenz steht?"

Ja, warum?
Was hindert denn Haniel daran, als "Senior-Partner" einzusteigen?
Oder ThyssenKrupp, Klöckner, Hitachi, Grillo-Werke, Sachtleben, Deutsche Bahn, Siemens und wie sie alle heißen und mit Duisburg seit Jahren und Jahrzehnten verbunden sind?

Erfolg muss man von Beginn an begleiten, nicht einkaufen, wenn er da ist!

Bürgerzeitung Duisburg
 
MSV Duisburg muss auch künftig kämpfen

MSV-Manager Bruno Hübner warnt vor der neuen Zweitliga-Saison vor zu hohen Erwartungen.
Diese Tage sind emotional nicht leicht. Trainer Milan Sasic hat das Bild des schwer verletzten Srdjan Baljak in der Kabine des Cottbuser Stadions noch immer vor Augen. Es hilft nichts. Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg blicken nun nach vorne – weit über das Saisonende hinaus. Manager Bruno Hübner machte am Mittwoch deutlich, dass der MSV trotz des Pokalerfolges auch künftig hart kämpfen muss: „Die nächste Saison wird genauso kritisch wie diese sein.“

Hohe Stadionmiete

Veigneau überlegt

Start am 13. Juni

westen.de
 
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