Zebrastreifenblog – Saisoneröffnung im Zebrastreifenblog

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Kees Jaratz

Ein Monat Funkstille im Zebrastreifenblog heißt Arbeit an drei anderen Projekten gleichzeitig. Die Vorbereitung von NACHSPIELZEIT Festival für Fußballliteratur braucht Zeit. Mein gerade erschienenes Buch 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss braucht Aufmerksamkeit, und ein Herzensprojekt steht vor dem Abschluss. Anderthalb Jahre habe ich mich einmal im Monat in Dinslaken mit Menschen mit Beeinträchtigung für eine Schreib- und Erzählwerkstatt getroffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben geschrieben oder sie haben erzählt, was sie bewegt. Wunderbare, berührende Texte stelle ich nun für ein Buch zusammen, das Ende November erscheint. Angesichts dieser vielen Arbeit blieb mein Spaß am Fußball vom MSV bislang ohne Worte.



Als ich zum Saisonstart von Lüttich aus anreiste, war ich zwar zuversichtlich, aber das ist bei mir ja pure Gewohnheit. Vor jeder Saison geht es für mich um den Aufstieg und den Pokalsieg. In den letzten Jahren schloss der Niederrheinpokal die entstandene DFB-Pokallücke allerdings gar nicht. Bei meinen Bildern der Zukunft einer Saison bedeutet der nämlich nicht viel für mich. Was mit dem Alter zu tun haben muss.



Meine Zuversicht war nicht unbegründet. Sie wurde bestätigt durch die Spielweise der Mannschaft, die deutlich planvoller und mit mehr Ballbesitz den Weg zum gegnerischen Tor sucht. Diese Einsicht habe ich nicht exklusiv. Das fällt so deutlich auf, dass nahezu jeder Zuschauer der ersten drei Spiele das Wort Entwicklung schon einmal im Zusammenhang mit dem MSV benutzt hat.

Mein Gedanke an den Pokalsieg war vielleicht ein wenig vermessen, aber was den Aufstieg betrifft, entsteht durch die Entwicklung beim Spiel der Mannschaft ein Vertrauen, das ich letzte Saison zu keiner Zeit hatte. Alles konnte in einem Spiel des MSV geschehen. Nun denke ich vor dem Anpfiff, der Gegner wird es schwer haben, gegen den MSV zu gewinnen.

Einiges hat sich im August angesammelt. Maxi Platz hat mit ihrer Arbeit zum Gründungslokal vom Meidericher SV viel Aufmerksamkeit und verdienten Beifall erhalten. Auf dem Ruhrorter Kunst und Handwerksmarkt war sie am Stand der Stadtarchäologie mit großformatigen Bildern des Gründungslokals vertreten.



Maxi Platz und Thomas Platz


Mein Tageswerk nimmt mich so sehr in Anspruch, dass ich kaum Erinnerungen an die Fußballweltmeisterschaft habe. Vor allem erinnere ich mich in dieser Zeit an die Klickzahlen beim Zebrastreifenblog, die in der zweiten Woche der WM in die Höhe schnellten. Ein deutscher Fußballblog wurde von der Welt entdeckt. Sagen wir, vornehmlich von fünf Nationen aus.


So sah das frühmorgens aus. Meist blieb die Reihenfolge und summierte sich bis zum späten Abend auf über manchmal fünfhundert Klicks aus diesen fünf Staaten. Das dauerte sechs Wochen. Sämtliche Texte in diesem Blog wurden aufgerufen. Momentan ist hin und wieder noch der asiatische Raum aktiv.


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Meine Vermutung: Wenn ihr demnächst launige Texte über den MSV und das Ruhrgebiet lesen wollt, die KIs der Welt haben nun genug Material gesammelt, um eure Bedürfnisse zu befriedigen. In achtzehn Jahren kommt was zusammen, was so eine KI gebrauchen kann. Und wer ist Schuld daran? Infantino und die FIFA! Nur weil die ihre WM in den USA ausgerichtet haben, wurde der Zebrastreifenblog entdeckt. Alle Indizien sprechen für diesen Verdacht. Wer andere Erklärungen hat, meine Ohren sind offen.


Gut, dass es Samstag für den MSV gegen Regensburg weitergeht. Ich lass mir danach was einfallen, was die KIs beim Reproduzieren noch nicht auf dem Schirm haben. Mein assoziatives Schreiben werde ich hier noch auf die Spitze treiben. Auf die Gefahr hin, dass nur noch die KIs mitlesen, und wir in Duisburg mit dem Feiern vom MSV aureichend bedient sind.

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