Kerim Arslan erzielte mit einem herrlichen Lupfer die Führung - Umstrittenes "Last-Minute-Tor" für den MSV
Im zweiten Jubiläumsspiel kam die TuS am Donnertagabend vor mehr als 700 Zuschauern zu einem hoch verdienten 1:1 (0:0) gegen den Zweitligisten MSV Duisburg. 30 Minuten waren die favorisierten Zebras das bessere Team, danach war kein Zwei-Klassen-Unterschied mehr zu erkennen und die Schängel waren mehr als ebenbürtig. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit drehte der Regionalligist mächtig auf und ging nach einem herrlichen Lupfer-Treffer von Kerim Arslan in der 63. Minute verdient mit 1:0 in Führung. TuS-Testspieler Patrik Bordon hatte mustergültig per Kopf für den 24-Jährigen aufgelegt. Vom DFB-Pokalfinalisten war hingegen bis zum Schlusspfiff nur noch sehr wenig zu sehen. Glück hatte der MSV Duisburg überhaupt noch zum Ausgleich zu kommen: Zwei Minuten vor dem Ende traf Daniel Brosinski zum 1:1 nachdem der eingewechselte TuS-Keeper Jan Kramer deutlich gefoult worden war (88.). Der Unparteiische gab den Treffer.
Lediglich Goran Sukalo, Flamur Kastrati und Jürgen Gjasula waren nicht mit dem MSV Duisburg nach Koblenz gereist. Mit dabei, aber nicht zum Einsatz kam der Stammkeeper der Zebras Florian Fromlowitz. Bei der TuS fehlten die drei Stammspieler Mineiro, Michael Stahl und David Sasse. Milan Sasic verfolgte den Auftritt seiner ehemaligen Schützlinge von der Tribüne aus.
Der Zweitligist kam deutlich besser ins Spiel und hätte bereits nach drei Spielminuten in Führung gehen können. Der chinesische Nationalspieler Jiayi Shao knallte das Leder aus rund 12 Metern an die Latte, TuS-Keeper Kadir Yalcin den Ball per Fußreflex noch ans Aluminium lenken. Der MSV blieb am Drücker und hatte durch Valeri Domovchiyski (15., 18.) und Emil Jula (16.) weitere Torchancen.
In der 19. Minute hatte die TuS Glück, als Emil Jula nach einem Pass von Segej Karimov Zentimeter im Absteits stand. In der 23. Minute dann der große Auftritt von TuS-Kapitän Angelo Barletta: Nach einer Flanke von Thomas Gentner tropfte sein Kopfball an die MSV-Latte. MSV-Keeper Felix Wiedwald konnte das Leder erst im Nachfassen klären. Mit dieser Aktion war die TuS endgültig im Spiel. Fortan war der Regionalligist sogar die etwas bessere Mannschaft. Lediglich durch zwei Konterchancen von Karimov (30.) und Jula (31.) wurde es bis zur Pause noch einmal gefährlich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann fast das 1:0 für die TuS: Nach einer Ecke von Thomas Gentner stand der TuS-Testspieler Patrik Bordon im Mittelpunkt. Ein Abpraller landete auf dem rechten Fuß des 23-jährigen Stürmers. Sein Schuss konnte zunächst noch abgeblockt werden, doch der ehemalige U21-Nationalspieler Sloweniens blieb am Ball, ließ einen MSV-Spieler im Strafraum geschickt stehen und knallte das Leder aus spitzem Winkel in Richtung Tor. Duisburgs-Keeper Wiedwald klärte mit einem starken Reflex (38.). Und mit Ende der ersten Halbzeit dann fast doch noch die Führung für die TuS. Nach einer Gentner-Flanke fehlten Tokio Nakai bei seinem Kopfballversuch nur Zentimeter (45.).
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte nur noch die TuS. Vom DFB-Pokalfinalisten war hingegen nichts zu sehen. Nach einer Hereingabe von Kerim Arslan über die rechte Seite kam TuS-Stürmer Jan Hawel nur einen Schritt zu spät (48.). Vier Minuten später wieder die TuS: Nach einer Kopfball-Ablage von Tokio Nakai zog Jan Hawel aus rund 19 Metern direkt ab. Sein Distanzschuss landete in den Armen des MSV-Keepers. In der 63. Spielminute dann die verdiente Führung für die Schängel: Nach einem Angriff über Jan Hawel und Tokio Nakai über die linke Seite verlängerte TuS-Testspieler Patrik Bordon den Ball mit dem Kopf nach rechts auf den mitgelaufenen Kerim Arslan, der mit einem raffinierten Lupfer den MSV-Schlussmann Felix Wiedwald ganz schön alt aussehen ließ - 1:0 für die TuS. Der Zweitligist versuchte nach dem Rückstand ins Spiel zurück zu finden, kam allerdings nur zu zwei Halbchancen durch Alexands Cekulajevs (70.) und Benjamin Kern (72.). Glück hatte der MSV dann in der 80. Spielminute: Nach einem feinen Zuspiel von Kohki Kazama hätte Patrik Bordon sogar das 2:0 erzielen können, stand aber wohl Zentimeter im Abseits. Zwei Minuten später noch einmal Duisburg: Ein Schlenzer von Alexands Cekulajevs landete neben dem Tor (82.). Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff dann doch noch der glückliche Ausgleich für den MSV Duisburg. Der eingwechselte TuS-Keeper Jan Kramer hatte eine Flanke schon abgefangen und das Leder sicher in den Armen, als Alexands Cekulajevs mit gestreckten Beinen hineinrauschte. Kramer wurde klar getroffen, ließ das Leder fallen und Daniel Brosinski staubte zum 1:1 (88.). Zur Verwunderung aller Fans im Stadion - selbst die MSV-Spieler rechneten damit, dass der Schiedsrichter Foul pfiff - zählte der Treffer. Glück für den MSV. Trotz des späten Ausgleichs zeigte die TuS ein starkes Jubiläumsspiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg.
TuS: Yalcin (66. Kramer) - Lauer (62. L. Klappert), Nonnenmann (46. Mund), Barletta (46. Urwin), Gentner (62. Ok) - Nakai (78. Köppen), Gros (62. Kazama), Göderz, Klasen (46. Arslan) - Hawel (78. Acquah), Bordon.
Duisburg: Wiedwald - Reiche, Bollmann (46. Soares), Bajic (46. Hennen), Karimov - Shao (46. Brosinski), Pliatsikas (46. Lazok), Kunt (46. Kern), Pamic - Jula (46. Exslager), Domovchiyski