Der Grund dafür, dass in der 3. Liga praktisch jeder jeden schlagen kann, liegt darin, dass die Etats nicht unfassbar weit auseinanderliegen und die Teams daher physisch meistens sehr nahe beieinanderliegen (stellt euch mal im Vergleich vor, es würden Raketen wie Frimpong oder Davies in der 3. Liga spielen). Dadurch kann es auch bei sehr guten Teams an bestimmten Tagen dazu kommen, dass sie bei einer mittelmäßigen bis schlechten Tagesform (dazu reicht oft schon eine miese Chancenverwertung) gegen eigentlich klar unterlegene Teams verlieren.
Dementsprechend steht da vor der Partie z.B. Tabellen 17. vs 4. drauf, in der Realität kann es aber sogar sein, dass man davon rein gar nichts auf dem Platz sieht und der 17. hochverdient mit viel mehr erarbeiteten Chancen gewinnt.
Jetzt hat man gestern mit dem 1. FC Saarbrücken eine Mannschaft, die zwar Aufstiegsambitionen und einen eigentlich guten Kader zur Verfügung hat, diese Qualität aber überhaupt nicht auf den Platz bekommt und viele leichte Fehler macht. Da frage ich mich ehrlicherweise: Wie gut soll für den MSV eine Ausgangslage innerhalb einer Partie noch sein, damit man selbst innerhalb des Spiels deutlich aktiver wird und den Sieg so erzwingen will? Muss da erst plakativ der 17. oder 19. der Tabelle vor einem stehen, damit man aus eigener Kraft und Überzeugung Siege einfahren will und kann?
Man hat mit dieser Fehlvermeidungstaktik (alleine diese vielen ins Aus gedroschenen Bälle von Feltscher...) im Prinzip überhaupt gar keine Chance auf den Sieg gegen einen wirklich schwachen Gegner gehabt. Das mag für den ein oder anderen aufgrund des Ergebnisses schon ein Teilerfolg sein, weil da SAARBRÜCKEN draufstand, aber wie viel Saarbrücken war da auch wirklich drin? Ich habe da nicht viel von gesehen und kann das Spiel daher nicht als einen Fortschritt betrachten, denn gekämpft hat die Mannschaft häufig in dieser Saison, gespielt aber nur sehr wenig.