Was genau Schommers in seinen sieben Wochen Amtszeit entwickelt haben soll, konnte ich nicht genau erkennen. Das die Mannschaft gegen ihn spielt, aber auch nicht. Das war purer Überlebenskampf, ziemlich konsequent umgesetzt, aber auch nichts, was die von ihm versprochene mittelfristige Perspektive aufweist.
Eigentlich war der spielerische und taktische Ansatz so beliebig, dass man dafür noch nicht mal große Trainerexpertise braucht. Ok, Bakalorz diagonales Rauskippen wurde wie in Uerdingen mal wieder probiert, aber warum eigentlich? Baka ist doch kein spielgestaltener Sechser. Und das Feltscher zeitweise fast direkt neben ihm stand, macht die ganze Idee noch seltsamer.
Im Endeffekt war es im Ballbesitz ein Fehlervermeidungsfußball, der vorne fast ausschließlich auf Improvisation und individuelle Momente setzte. Gegen den Ball war es immerhin kompakter als unter Ziegner und im Anlaufen konnte man zumindest erkennen, wohin man die Gastgeber lenken wollte. Aus den vereinzelten Ballgewinnen machte man dann auch erneut zu wenig.
So wirklich viel kann ich mit dem Spiel deswegen nicht anfangen. Hoffnungen auf einen baldigen Turnaround oder einen Sprung zu einer klaren Spielidentät konnte das Spiel kaum wecken, Schommers Abgesang aber genauso wenig einläuten. Dafür war das Invest der Mannschaft einfach zu groß.