Die FIFA drängt viele ins Abseits

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3. Liga
Die FIFA drängt viele ins Abseits
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Die Auswahl an Fanartikeln ist groß. Andrea Becker ist ganz auf WM eingestellt. Foto: WAZ, Eickershoff IHK lud zum Seminar ein. Mit welchen Begriffen dürfen Geschäftsleute während der Fußball-Weltmeisterschaft werben. Viele Marken sind geschützt. Ratschläge einholen

Wenn weltmeisterliche Fußbälle ab 9. Juni in Deutschland rollen, sind nicht nur Kicker und Zuschauer in Kampfstimmung. Auch die Geschäftswelt ewartet heiße Wochen. 650 000 Fans werden während der WM zusätzlich an Rhein und Ruhr Quartier suchen. Ganz zu schweigen von der Einkaufswut und Jagd nach Souvenirs, die viele packen könnte. Jeder möchte möglichst mitverdienen. Doch das ist nicht so einfach. Die FIFA bestimmt, wer mitspielen darf. Gestern lud die Industrie und Handelskammer zu einem Seminar ein. Rechtsanwälte klärten Geschäftsleute darüber auf, wie weit die Werbefreiheit geht und wo der Weltfußball-Verband mit seiner mächtigen Faust drohen kann. Denn sowohl die Vermarktung der kommerziellen Rechte für Bild, Funk und TV sowie die Marketingrechte liegen bei der FIFA.

Wer in seinem Geschäft auf die WM einstimmen will, sollte vorsichtig mit dem Begriff "FIFA WM" umgehen. "Die Marke", so der Berliner Rechtsanwalt Fabian Reinholz, "ist geschützt." Auch die Begriffe "FIFA World Cup" oder "Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006" ließ sich der Weltverband als Marken schützen. Ohne Probleme können Geschäfte Kunden plakativ mit der "Weltmeisterschaft" oder der "WM" auf das Großereignis einstimmen. So verstoßen auch "WM-Bälle" nicht gegen die kommerziellen Regeln der FIFA. Fein raus sind auch die Werbestrategen, die Gewinnspiele planen, die sie "zur FIFA-WM 2006" anbieten. Das heißt, der geschützte Begriff darf nicht allein stehen und schlagwortartig genutzt werden.

Vorbeugung, das heißt Beratung durch spezialisierte Anwälte (Markenrecht) ist sinnvoll. Denn Auseinandersetzungen mit FIFA-Anwälten könnten teuer werden. "Die Streitwerte", so Reinholz, "erreichen schnell die 100 000 E, die Gebühren die 3 000 E-Marke." In erster Instanz könnten es dann 15 000 E werden. Auch wenn die FIFA während der WM Hausherr in allen Stadien ist, geht sie leer aus beim sogenannten "public viewing". Wer Fernsehbilder öffentlich überträgt und keinen Eintritt nimmt, darf selbst Sponsoren mit ins Boot ziehen, die als Wettbewerber der FIFA-Partner gelten.

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01.02.2006 Von Klaus Johann

WAZ
 
Sorry!

Wenn ich das alles so verfolge: Keine vernünftige Abwicklung der Kartenbestellungen, Sponsoren-Eintrittskarten und Politiker-Eintrittskarten, Großleinwände dürfen nur mit Werbung versehen werden, die der Fifa genehm ist und jetzt dieser Sch**** noch ... Die WM geht mir jetzt schon so kanpp am Allerwertesten vorbei, daß ich mich jetzt schon mehr auf die nächste Bundesliga-Saison mit unseren Zebras freue ... :jokes26: :jokes26::jokes26:
 
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