@igw459 : Ich stimme Dir in allen Punkten zu, was die Strukturen innerhalb der Frauenabteilung des MSV anbelangt. VOR JAHREN habe ich auch bereits geschrieben, daß man einen Frauen-Bundesligisten "nicht wie eine Imbiss-Bude" führen kann.
Dennoch halte ich es NICHT FÜR RICHTIG, die MSV Frauen nunmehr "abzulegen wie ein Hemd im Schrank".
Kurzer Exkurs: In vielen Klubs wird oftmals auf den "Unkostenfaktor Frauenabteilung" verwiesen, um von eventuellen Verfehlungen im Männer-Bereich abzulenken. So hat der 1.FC Köln beispielsweise rund 20 Millionen Euro für die drei Spieler Limnios (besitzt Zweitliga-Niveau), Duda ("Schönwetter-Spieler") und Andersson ("Halbinvalide") ausgegeben - mit nur 10 Prozent dieser Summe hätte man die FC Frauen "glücklich" machen können.
Hinsichtlich der maroden Sportanlagen wäre vielleicht auch die Stadt Duisburg gefordert - bestünde denn die Möglichkeit, daß die MSV Frauen auf alternative Trainingsplätze ausweichen könnten?
Duisburg verfügt über 500 000 Einwohner, der MSV ist ein Traditions-und kein Dorfverein. Deshalb kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum es nicht gelingen will, den gesamten MSV mittels mehrerer renommierter (auch ansässiger) Unternehmen auf eine gesunde Basis zu stellen, mit einem schlüssigen Konzept als Grundlage.
Vielleicht kann es Capelli jedoch gelingen, sowohl die Männer als auch die Frauen des MSV in eine bessere Zukunft zu führen.
Die 2.Liga als Dauerzustand für die MSV Frauen halte ich weder für finanzierbar noch für darstellbar.
Man sollte sich beim MSV mit Capelli zusammensetzen, um auszuloten, ob Capelli bereit wäre, den MSV Frauen ein solides "Bundesliga-Fundament" zu ermöglichen und zu gewährleisten, gegebenenfalls auch mit einem Jahr in der 2.Liga.
P.S.: Wie sieht es derzeit bei der 2.Mannschaft der MSV Frauen aus? Der Fußball-Verband Hamburg beispielsweise hat ja die laufende Spielzeit bereits abgebrochen.