K
Kees Jaratz
Beim Rückblick letzten Jahres fühlte sich meine Stimmung mit dem MSV immer noch mal wieder ganz neu an. Lange waren die Spieltage voller Sorgen vor dem Abstieg noch nicht vergangen gewesen. Noch ein Jahr später hoffe ich längst wieder wie früher so oft auf den größtmöglichen Erfolg einer Saison für den MSV. Und dieser Erfolg kann wie in vielen Spielzeiten zuvor nur das Unaussprechliche sein. Auch dieses mir einmal liebegewesene Ritual nehme ich wieder auf. Denn es gibt Fakten, die den zukünftigen Erfolg des MSV in einer Saison wieder wahrscheinlich machen. Zu diesen Fakten gehört nicht nur die Leistungsstärke der Zebras mit ihren wenn auch wechselnden Ergebnissen. Zu diesen Fakten gehört ja auch, dass keine Mannschaft in dieser Drittligasaison bislang so erwartbar leistungsstark ist, dass Siege die Regel sind.
So erhalten die sportlich Verantwortlichen und die Spieler der Mannschaft den einen Teil meiner Neujahrswünsche, auf dass der MSV den Beweis antritt, das Unaussprechliche darf im Laufe dieser Saison ohne Sorge vor dem schlechten Omen auch benannt werden. Der andere Teil meiner Wünsche gilt euch, die ihr immer wieder zum Zebrastreifenblog findet, die zu meinen Lesungen kommen und die mir Energie geben, hier weiterzuschreiben – auch wenn meine Gedanken zu Spielen die Ausnahme geworden sind. Alles Gute euch allen für 2026!
Oft genug standen in den letzten Jahren Tabellenrechner-Hoffnungen ganz oben bei den Klickzahlen. In einer Saison, in der sich früh der Aufstieg abzeichnete, brauchte ich für die gute Stimmung keinen Tabellenrechner. Kein magisches Denken musste die Mannschaft unterstützen. So interessierten Leserinnen und Leser 2025 sehr unterschiedliche Themen am meisten. Auf Platz 5 befindet sich ein Text zu Dietmar Linders, der in Zeitungen auf die Panorama-Seite für bunte Themen gekommen wäre. Beim Neujahrsempfang des MSV für Fanclubs hatte Dietmar Linders bei der Verlosung Glück. Was mich ans Pokalendspiel 1975 erinnerte, weil es ihm dort fehlte. Zu spätes Glück für Dietmar Linders hieß mein entsprechender Text.
Auf Platz 4 befindet sich mit RWO, Ingo Wald und demokratische Parteien ein Meinungstext, in dem ich Ingo Walds Anteil an dem Erfolg des Viertliga-Jahres würdigte. Ich wollte damit auch verdeutlichen, dass komplexe Schwierigkeiten sich niemals mit einfachen Lösungen ins Nichts auflösen. Das gilt für einen Fußballverein genauso wie für unsere Gesellschaft.
Der Text auf Platz 3 war ein Kolumnentext aus meiner Reihe Briefe aus Westende. Von Dietmar Hirschs Hunger, Europapokal bolognese und den Nationalspielern. Er bot einen fotografischen Ausflug zum Stadion in Bologna. Vor allem aber würdigte ich den moralischen Kompass von Dietmar Hirsch als einen der wenigen Trainer Deutschlands, die „Gier“ nicht positiv werten.
Dass auf Platz 2 ein Fundstück aus der Süddeutschen Zeitung landet, ist wahrscheinlich auf die Prominenz von Ralph Hasenhüttel und meinen etwas reißerischen Titel zurückzuführen; Ralph Hasenhüttels unbeabsichtigter Kommentar zum MSV. Der Interviewausschnitt passte zu den damaligen Diskussionen um die mögliche spielerische Entwicklung der Mannschaft unter Dietmar Hirsch.
Ein trauriger Anlass führte auch viele Leserinnen und Leser zum Zebrastreifenblog, die sich für den Fußball und den MSV nicht interessieren. Kein Text in den nun fast 18 Jahren Zebrastreifenblog wurde mehr aufgefufen als mein Nachruf auf Daniel Jung, der entsprechend auch der meistaufgerufene Beitrag im Jahr 2025 war. Welch immense Bedeutung Daniel Jung für die Kulturszene der Stadt Duisburg besaß, wird an der Aufrufzahl von Ein Abschiedsbrief aus Westende – Daniel Jung † noch einmal deutlich.
Habt ein gutes Jahr. Wir sehen uns. Bei uns im Stadion, in Kulturräumen und auf Auswärtsfahrten. Bleibt gesund!
Und noch zu etwas ganz anderem: Im Übrigen bin ich der Meinung, die MSV Duisburg Fußballfibel ist nicht nur eine Zierde für jedes Bücherregal. Sie ist pflegeleicht, kostengünstig im Unterhalt und einfühlsam immer da, wenn man sie braucht. Wer die Geschichte des MSV seit den 1970ern bis in die jüngste Vergangenheit lesen möchte, hier gibt es weitere Informationen zum Inhalt, hier könnt ihr aber auch etwas tun und sie bestellen. Was mir mehr hilft, als der Kauf im Buchhandel.
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So erhalten die sportlich Verantwortlichen und die Spieler der Mannschaft den einen Teil meiner Neujahrswünsche, auf dass der MSV den Beweis antritt, das Unaussprechliche darf im Laufe dieser Saison ohne Sorge vor dem schlechten Omen auch benannt werden. Der andere Teil meiner Wünsche gilt euch, die ihr immer wieder zum Zebrastreifenblog findet, die zu meinen Lesungen kommen und die mir Energie geben, hier weiterzuschreiben – auch wenn meine Gedanken zu Spielen die Ausnahme geworden sind. Alles Gute euch allen für 2026!
Oft genug standen in den letzten Jahren Tabellenrechner-Hoffnungen ganz oben bei den Klickzahlen. In einer Saison, in der sich früh der Aufstieg abzeichnete, brauchte ich für die gute Stimmung keinen Tabellenrechner. Kein magisches Denken musste die Mannschaft unterstützen. So interessierten Leserinnen und Leser 2025 sehr unterschiedliche Themen am meisten. Auf Platz 5 befindet sich ein Text zu Dietmar Linders, der in Zeitungen auf die Panorama-Seite für bunte Themen gekommen wäre. Beim Neujahrsempfang des MSV für Fanclubs hatte Dietmar Linders bei der Verlosung Glück. Was mich ans Pokalendspiel 1975 erinnerte, weil es ihm dort fehlte. Zu spätes Glück für Dietmar Linders hieß mein entsprechender Text.
Auf Platz 4 befindet sich mit RWO, Ingo Wald und demokratische Parteien ein Meinungstext, in dem ich Ingo Walds Anteil an dem Erfolg des Viertliga-Jahres würdigte. Ich wollte damit auch verdeutlichen, dass komplexe Schwierigkeiten sich niemals mit einfachen Lösungen ins Nichts auflösen. Das gilt für einen Fußballverein genauso wie für unsere Gesellschaft.
Der Text auf Platz 3 war ein Kolumnentext aus meiner Reihe Briefe aus Westende. Von Dietmar Hirschs Hunger, Europapokal bolognese und den Nationalspielern. Er bot einen fotografischen Ausflug zum Stadion in Bologna. Vor allem aber würdigte ich den moralischen Kompass von Dietmar Hirsch als einen der wenigen Trainer Deutschlands, die „Gier“ nicht positiv werten.
Dass auf Platz 2 ein Fundstück aus der Süddeutschen Zeitung landet, ist wahrscheinlich auf die Prominenz von Ralph Hasenhüttel und meinen etwas reißerischen Titel zurückzuführen; Ralph Hasenhüttels unbeabsichtigter Kommentar zum MSV. Der Interviewausschnitt passte zu den damaligen Diskussionen um die mögliche spielerische Entwicklung der Mannschaft unter Dietmar Hirsch.
Ein trauriger Anlass führte auch viele Leserinnen und Leser zum Zebrastreifenblog, die sich für den Fußball und den MSV nicht interessieren. Kein Text in den nun fast 18 Jahren Zebrastreifenblog wurde mehr aufgefufen als mein Nachruf auf Daniel Jung, der entsprechend auch der meistaufgerufene Beitrag im Jahr 2025 war. Welch immense Bedeutung Daniel Jung für die Kulturszene der Stadt Duisburg besaß, wird an der Aufrufzahl von Ein Abschiedsbrief aus Westende – Daniel Jung † noch einmal deutlich.
Habt ein gutes Jahr. Wir sehen uns. Bei uns im Stadion, in Kulturräumen und auf Auswärtsfahrten. Bleibt gesund!
Und noch zu etwas ganz anderem: Im Übrigen bin ich der Meinung, die MSV Duisburg Fußballfibel ist nicht nur eine Zierde für jedes Bücherregal. Sie ist pflegeleicht, kostengünstig im Unterhalt und einfühlsam immer da, wenn man sie braucht. Wer die Geschichte des MSV seit den 1970ern bis in die jüngste Vergangenheit lesen möchte, hier gibt es weitere Informationen zum Inhalt, hier könnt ihr aber auch etwas tun und sie bestellen. Was mir mehr hilft, als der Kauf im Buchhandel.
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