Zebrastreifenblog – In eigener Sache: „111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss“ neu im Buchhandel

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Kees Jaratz

Schon seit August ist mein neues Buch 111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss im Buchhandel erhältlich. Bislang kam ich wegen des Festivals für Fußballliteratur NACHSPIELZEIT nur nicht dazu, es hier vorzustellen. Als ich gefragt wurde, ob ich einen weiteren Band über das Ruhrgebiet in der Reihe schreiben will, habe ich kurz gezögert. Schließlich hatte ich selbst schon über 222 Orte im Ruhrgebiet und über 111 in Dortmund geschrieben, der Kollege hatte weitere beschreibenswerte 222 Orte im Ruhrgebiet und 111 in Essen gefunden. 666 Orte des Ruhrgebiets insgesamt. Wie sollte ich weitere 111 originelle Orte finden, übersehene Orte, abseits des üblicherweise Erzählten?

Doch als ich an das weltweit einzigartige Denkmal in Oberhausen-Osterfeld dachte, über das ich noch nirgends in Büchern gelesen hatte, wurde aus Bedenken ein leichter Übermut, den man auch braucht, um die lange Strecke der Recherche und des Schreibens zu bewältigen. Das Denkmal erinnert an jenen Soldaten der ehemaligen Sowjetunion, der die Befehlsroutine missachtete und nach einem Alarm nicht auf den roten Knopf zum Start der Atomwaffen gedrückt hatte. Dieses besondere Denkmal entstand auch, weil man im Ruhrgebiet oft selbst anpackt, weil hier ein besonderer Sinn für gemeinsame Arbeit mit entsprechender Haltung herrscht.

Über solche Haltung habe ich auch geschrieben. Die meisten meiner Texte über diese besonderen Orte im Ruhrgebiet sind kurze Feuilletons zu Kultur, Geschichte und Identität der Stadtlandschaft geworden. Vermutlich erwarten solche Texte nicht alle Leserinnen und Leser in einem Buch, das auf den ersten Blick wie ein regionaler Reiseführer wirkt. Mir bot der Verlag immer schon die Freiheit, über die Orte in der Reihe auch Geschichten zu erzählen, die mehr sind als der Hinweis auf etwas Sehenswertes. Denn sehenswert ist manchmal auch das Unscheinbare, dessen Geschichte für die Region eine besondere Bedeutung hat.


Eindrücke aus dem Buch










In WAZ/NRZ und anderen Zeitungen der Funke Mediengruppe ist kurz nach der Veröffentlichung des Buchs im Kulturteil eine Besprechung Georg Howahl erschienen. Hinter der Paywall findet sie sich hier. Seine anerkennenden Worte sollen zumindest im Ausschnitt kurz angerissen sein.



Außerdem hat Duisburg Lokal-TV Studio 47 einen Beitrag über das Buch gebracht mit Duisburger Orten als Aufhänger. Ich konnte aber auch allgemeiner über Recherche und Herangehensweise sprechen. Film ab:




Ralf Koss
111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss
Emons Verlag, Köln 2026
18,95 €
ISBN 978-3-7408-2858-5

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