Zebrastreifenblog – Nach dem Auswärtssieg ist vor den Programmen zum MSV in Neumühl und Ruhrort

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Kees Jaratz

Selten bin ich so entspannt in einen Länderspielpause gegangen wie nach dem 4:1-Auswärtssieg gestern gegen den SV Wehen Wiesbaden. Der Systemausfall in der ersten Halbzeit gegen Havelse wurde zur vorübergehenden Irritation. Natürlich gehört zur Wahrheit, dass die Tabellenführung Bestand hat nach Siegen gegen Vereine, die allesamt die untersten Plätze der Tabelle belegen.

Dennoch denke ich nicht, welch leichtes Auftaktprogramm, das nichts über den weiteren Verlauf der Saison bei Begegnungen gegen die Mitkonkurrenten in der oberen Tabellenhälfte vorhersagen lässt. Vielleicht wird in diesen kommenden Spielen manchmal die sich entwickelnde spielerische Qualität gefährdet sein, das wird aber einem anderen Niveau als in der letzten Saison geschehen. Das Selbstbewusstsein durch die Siege ist zudem erst einmal vorhanden. Damit können Dietmar Hirsch und Marvin Höner weiter arbeiten. Es kommt mir also nicht so vor, als ob erst die nächsten Ligaspiele die wirkliche Stärke des MSV zeigen.

Das führt sogar dazu, dass ich mich auf das Heimspiel gegen eine zweite Mannschaft eines Bundesligavereins freue. Zweite Mannschaften in Liga 3. Groll und Ärger sind sofort normalerweise mit dabei. Doch jetzt macht mir die Vorstellung Hoffenheim II als fünften der Tabelle zu schlagen großen Spaß. Das kommt mir sehr realistisch vor.

Bis dahin gibt es anderen Spaß mit dem MSV, auf den niemand in der Länderspielpause verzichten muss. Zumindest, wenn es um Geschichten mit den Zebras geht. Wenn die Westender Straße in meiner Familie schon in den 1950ern Ziel von Stadionbesuchen war und ich selbst seit Anfang der 1970er ins Wedaustadion gehe, gibt es viel zu erzählen. Auch so viel, dass ich bei zwei Programmen zum MSV kurz hintereinander nicht dieselben Geschichten über mein Leben mit den Zebras auswählen werde.

Am Freitag, den 2. Oktober bin ich in Neumühl bei Bestattungen Kretschmer zu Gast. Regelmäßig lädt das Bestattungshaus an der Theodor-Heuss-Straße 122 in den Trauersaal zu literarischen Veranstaltungen und bereichert damit die Kultur im Duisburger Norden. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Als Eintritt wird um eine Spende in den Hut gebeten.

Die Veranstaltung bei Facebook. Anmeldung erbeten unter 0203 58 24 48 oder per E-Mail an info@kretschmer-duisburg.de



Zwei Tage später, am Sonntag, den 4. Oktober, trete ich im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf begleitend zu der dort laufenden Ausstellung des MSV Museums. Selbstverständlich wird es keine Wiederholung des Freitags geben, wenn ich um 15 Uhr anfange, zu lesen und zu erzählen. Die Veranstaltung wird vom Museum der Deutschen Binnenschifffahrt momentan nur bei Facebook angekündigt. Die dazu passende Veranstaltung bei Facebook findet sich hier.




Bei meinen Facebook-Postings gibt es noch Bilder zu den Veranstaltungen, die ich euch nicht vorenthalten will.

Komik, Freundschaft, Glück, Begeisterung. Das erleben Fans im Stadion. Was Ralf Koss von Fußballspielen, Auswärtsfahrten und verloren geglaubten Spielen erzählt, weckt bei Fans aller Vereine Erinnerungen. Er kommt dabei dem Glück kommt auf die Spur. Er erkennt es als Zufall im Spiel, der zum Siegtor führt oder begegnet ihm in den überschwänglichen Gefühlen der Zuschauer auf den Rängen. Dann wiederum entsteht es beim Singen von Stadionhymnen und Vereinsliedern. Oft ist die Komik bei dieser Glückssuche nur einen Spielzug entfernt. Ein Bühnenprogramm wie ein Fußballspiel. Denn nach dem Anpfiff ist immer alles möglich.

Ralf Koss erfuhr schon als Kind bei Verwandtenbesuchen, wie wichtig Geschichten über Fußball für eine lebhafte Unterhaltung sind. Der Schriftsteller, Drehbuchautor und Blogger schrieb unter anderem für DIE ZEIT, Spiegel Special, Handelsblatt und Süddeutsche Zeitung. Neben seiner literarischen Arbeit beschäftigt er sich in Sachbüchern, Vorträgen und Bühnenprogrammen mit Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets. Seit 2024 leitet er das Festival für Fußballliteratur Nachspielzeit.

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