Zebrastreifenblog – Torgefühle variierend

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K

Kees Jaratz

Das Spiel, ein einziges Geplätscher.
Das Tor dann irgendwann,
gefallen aus dem Nichts.
Begeistert nicht,
zumindest mich nicht,
wenn ich einen Sieg erwarte.
Richtig konnte ich nicht jubeln.

Auch noch das zweite Tor,
das einen Rückstand ausglich,
ließ mich nur ganz freundlich applaudieren.
Gefühle lassen sich nicht kontrollieren
und auch nicht willentlich in sich erschaffen.
Der Ausgleich war für mich das mindeste.
Die Arbeit stand nun einmal an
und die erledigt man.
Das ist das Ruhrgebiet.
Das steckt tief in uns,
kriegt die Anerkennung durch den Blick
und immer noch nicht durch den Jubel.

Doch als die Führung fiel,
nachdem der Wille dieser Mannschaft spürbar war,
sie wollen Druck aufbauen,
der Strafraum ist direktes Ziel,
wenn sie den Ball besitzen,
als Connor Noß, artistengleich,
den Ball sich in der Luft zurecht legt,
ihn hebt ins lange Eck,
ein Sammelstück von einem Tor,
als das gelang,
riss ich die Arme hoch,
schrie jubelnd auf vor Freude.
Endlich, dachte ich danach.
Ich möchte mich so sehr begeistern.

Ein zweites Mal geschah es noch,
gemischt mit der Erleichterung,
zwei Tore Vorsprung kurz vor Schluss,
das wird für diesen Sieg dann reichen.
Den Sieg, den ich erwartet hatte.
Von Anfang an Tabellenspitze,
da steht der Aufsteiger so lange schon,
auf einem Aufstiegsplatz fast immer.
So zwiespältig dazu Gefühle,
was das für Spiele nun bedeutet.

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