Das Vatertags Gewinnspiel

Dieses Thema im Forum "MSV Profibereich" wurde erstellt von andreas.slr, 30 Mai 2019.

  1. andreas.slr

    andreas.slr 3. Liga

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    Wie viele von uns sind durch unsere Väter zu Zebras geworden,
    wie viele von uns haben unseren Söhnen die Liebe zum MSV weiter vererbt.

    Erzählt uns Eure Geschichte und gewinnt einen Besuch mit Eurem Vater oder Eurem Sohn, oder Beiden
    in unserer schauinsland reisen Loge in der neuen Saison.

    Bedankt Euch mit Eurem Tag in der Loge dafür, dass Euer Vater Euch zu einem Zebra gemacht hat,
    oder bei Eurem Sohn, dass er nicht auf Abwege gekommen ist.

    Und jetzt sind wir Neugierig auf einen wichtigen Teil der MSV Geschichte,
    die Geschichten von "Vater und Sohn"

    Viel Spaß :-)

    P.S.: Genauso gilt das Gewinnspiel natürlich auch für "Vater und Tochter" :-)
     
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  2. Riedzebra

    Riedzebra Nörgel-Oma

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    Lieber Andreas, sorry ich habe zwei Töchter. Und eine davon ist ganz besonders mit em Verein verbunden. Kannst Du das bitte auch auf Mädels erweitern?
     
  3. Zebra Libre

    Zebra Libre 3. Liga

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    Hat er doch ;)
     
  4. MasterAuditor

    MasterAuditor Ribbenist

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    Kind_X bitte, ihr transphoben Faschos! :esreicht:
     
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  5. freak01

    freak01 Nörgelenkel

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    Mein Vater war nie der ganz große MSV-Fan. Er war Ordner und lernte so den Verein kennen und ging dann mal hin, wenn es passt. Schon war ich als kleiner Junge der, der zu Hause quängelnd saß und Papa die ganze Zeit fragte, ob wir heute nich zum MSV gehen können. Manchmal ging es dann wirklich ins Wedaustadion. Auf die Haupttribüne. Für mich war es das Größte mit Papa sowas zu erleben. Auch wenn ich all das da auf dem Platz noch nicht so verstanden habe. :hrr:

    Irgendwann verflachte mein Interesse dann und wir sind eigentlich nicht mehr ins Stadion gegangen. Mit 12 Jahren hab ich durch nen Kumpel die Stadionbesuche wieder für mich entdeckt. Und ab dann ging ich immer ins Stadion. Also eigentlich gar nicht so wie bei vielen anderen "Vater hat mich mitgenommen, da war das Thema durch." Bei mir war es viel mehr anders: Ich hab meinen Vater zum MSV gebracht. Seit 2010 ist er mit der Dauerkarte dabei, jedes Spiel mit mir gemeinsam guckend. Oft noch lauter fluchend als ich. Es geht also nicht nur in Richtung "Papa vererbt das MSV-Gen an den Sohn" sondern auch "Der Sohn kann seinen Vater infizieren mit diesem Virus." :zustimm:

    Und so wäre es schön, wenn ich mit ihm ein Spiel in der Loge verfolgen könnte. :jokes66:
     
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  6. Niederrheinzebra

    Niederrheinzebra Landesliga

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    Sehr schöne Idee!

    Mein Papa hat mich damals mit ins alte ehrwürdige Wedau Stadion genommen. Er hatte von einem Kollegen Sitzplatzkarten auf der Vortribüne. Ich weiß nicht mehr gegen wen das war oder wann genau, es war jedenfalls um die Zeit um die UI Cup Spiele gegen Newry Town und Co.
    Von da an bin ich so oft es ging mit ihm ins Stadion gegangen (bei Schichtarbeit damals nicht so leicht), von ihm habe ich auch damals meine erste Fahne bekommen (die ich heutzutage an meinen Großen weitergereicht habe).
    Ich war damals auch ein riesen Fan von Thomas Gill. Mein Vater meinte nach Jahren zu mir, dass die Damen im ZebraShop ganz schön ungläubig geguckt haben, als er das Spielertrikot mit dem Torwart beflockt haben wollte... Dennoch habe ich das schöne Trikot aus der Saison 97/98 mit Gill hinten drauf bekommen.

    Und meinen Großen habe ich das erste Mal mit ins Stadion genommen, im Testkick gegen Kaiserslautern vor ein paar Jahren in der Winterpause. Das erste Saisonspiel hat er gegen Bochum 15/16 miterlebt. Seitdem gehen wir so oft es mein Schichtdienst bisher zuließ ins Stadion.

    Die Krönung für ihn war das Einlaufen beim Spiel gegen Bielefeld. Er wollte damals unbedingt mit Kevin einlaufen,wurde aber Bielefeld zugelost. Für ihn ist das nicht weiter schlimm gewesen. Seit dem Tag muss ich das Trikot immer nachts waschen, damit er es morgens wieder im Kindergarten anziehen kann.

    Und auch Sohnemann 2 wird nichts anderes übrig bleiben, als ein Zebra zu werden. Fürs Stadion ist er mit anderthalb Jahren noch zu klein, aber der Tag der Infizierung wird kommen! Versprochen!

    Tante Edit: hab noch ein Bild von dem Großen und mir vom Spiel gegen Bielefeld gefunden.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  7. Supraman

    Supraman Landesliga

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    Moin,

    tolle Idee !!

    mein Papa nahm mich vor ca 40 Jahren zusammen mit meinem Bruder ins alte Wedaustadion.
    Ich weiß noch, ich war ein kleiner Piefke mit einer blau weißen Pudelmuetze.
    Es folgt eine Menge weiterer Spiele. Meistens auch noch zum DSC ( so biessen die damals noch)
    Ein Highlight welches mir noch in Erinnerung blieb:
    Spiel gegen die Bayern. Nahezu alle Karten waren weg. Ich war mega traurig, da überraschte mich der alte Herr mit Karten für die alte Vor-Tribune.
    Es regnete, wir wurden nass, glaub haben auch verloren, aber alles war egal.
    In der letzten Saison nahm ich meinen Papa noch etliche Male mit.
    Mittlerweile hat er 2 künstliche Hüftgelenke,ein künstliches Kniegelenk, ist stolze 83 Jahre alt.
    Leider kann er nun nicht mehr mitkommen,da er die steilen Treppen zum Platz (Reihe 13 Dauerkarten) ich mehr noch kommt. Ohne Geländer und alles was dazu gehört.
    Er sagte letztens noch am Telefon: tut mir leid Sohn, aber das schaffe ich nicht mehr :-(
    Leider hat er mittlerweile auch Atrose und Gicht dazu bekommen, und muss mittlerweile an 2 Krücken laufen.
    Werde schauen ihm auf jeden Fall,solange ich ihn noch habe, auf jeden Fall noch einen Besuch zu ermöglichen.
    Egal wie...

    Gruß

    Maik
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  8. Streifenlily

    Streifenlily Landesliga

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    Mit dem Post Scriptum hast Du aber gerade noch die Kurve gekriegt, Andreas ;)

    Mein Vater, der übrigens heute Geburtstag hat (kein Scherz), ist schon ewig MSV-Fan. Warum? Ganz einfach, ein Landwirt (oder Viehhändler?) aus dem schönen Issum am Niederrhein fuhr in den 50ern immer nach Meiderich zum Verkauf. In den Ferien durfte der kleine Nachbarsjunge mitfahren - müssen prägende Ausflüge gewesen sein, Meiderich war jedenfalls ein Begriff :D
    Als dann der MSV in die Bundesliga aufgenommen wurde, ist mein Vater immer mit dem Mopped vom Dorf nach Duisburg gefahren, hatte eine Dauerkarte und spricht heute noch von den Spielen aus den 60er und 70er Jahren - v.a. vom Pokalfinale in Hannover.
    Durch Wechselschicht konnte er später zwar nicht mehr zu jedem Spiel, war aber regelmäßig im Stadion. Seit den 80ern mit mir, das war einfach so. Da wurde nicht "missioniert", wir sind ganz selbstverständlich hingefahren. Unser Stammplatz war am Marathontor, zu besonderen Spielen gönnte mein Vater uns einen Platz auf der Haupttribüne. Unvergessen sind für mich das Finale um die Amateurmeisterschaft und der erste Schal, den Papa mir kaufte. :boris:
    Seit einigen Jahren machen wir jetzt gelegentlich Drei-Generationen-Ausflüge, dann sizt Oppa mit meiner Tochter in Block K, zuletzt waren wir gemeinsam in Paderborn.
     
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  9. Vlad

    Vlad Kreisliga

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    Coole Idde!
    Mein Vater hat mich erstmals in der Saison 76/77 mitgenommen! Im Spiel gegen den FC Bayern und mit diesem Spiel die Liebe zum MSV und zu Ennatz Dietz gefunden! Also mit 6 Jahren die erste große Liebe gefunden (krass oder). Ich kann mich noch relativ gut erinnern, weil mein Vater und ich noch Jahre danach über dieses Spiel geredet haben (war ja auch ein geiles Spiel), aber leider redeten wir das letzte mal 2005 am Sterbebett meines Vaters, es war das schönste Thema das wir damals in dieser schweren Zeit hatten! Ein schönes Gefühl, dass meine Vater an diesem Tag so ein schöner Gedanke hatte!
    Nun werde ich meinen Sohn (4 Jahre) bald auch ins Stadion mitnehmen und hoffe , dass er auch diese Liebe findet! Also den Zebratwist kann er schon gut mitsingen! Ich freu mich riesig drauf, egal in welcher Liga wir Spielen! In diesem Sinne. NUR DER MSV!
     
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  10. Rabauke02

    Rabauke02 Landesliga

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    Mein erstes Spiel war das DFB Pokal Halbfinale gegen Öln war dort aber nicht mit Vater sondern mit dem Onkel meines Vaters da war ich so 9 oder 10 Jahre

    Leider hatten wir dieses verloren müsste 89 oder 90 gewesen sein.
    Naja von da an war es um mich geschehen und es ging regelmäßig ab in die Weltbeste Kurve der Welt.

    Mein Junior wollte ich eigentlich erst mit 3 mit nehmen naja meistens kommt es anders als man denk
    Er war dann so knapp 2 1/2 Jahre als es los ging
    Sein erstes Spiel war das wo wir alle den Bommer die rote Karte gezeigt haben :)
    Er hat noch Wochen später Bommer raus gerufen.Mittlerweile unten in der Kurve mit DK
    Bei Töchterchen hat es leider nicht so geklappt
    Erstes Spiel von ihr war gegen Aachen
    Mit Frau und den Kindern schön artig in den Familien Block .
    So wie es sich gehört ohne Bier u Kippe :frown:
    Naja so ca. 35 Minute meinte die Kleene dann ganz laut rufen zu müssen wann der Gelbe sich den endlich die Beine bricht
    Naja war nur der halbe Block der das mit bekommen hat war nur geringfügig peinlich wenn das ne 2 jährige ruft :)
    Darauf bräuchte ich dann doch nen Bier u ne Fluppe ;)
    Naja is noch paar mal mit gekommen aber mittlerweile leider 0 Bock mehr

    Meint auch wäre in der falschen Familie geboren worden weil Frau Sohn und ich so oft es geht ins Stadion gehen

    Naja muss sie durch :)
     
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  11. Laarerjunge

    Laarerjunge Bezirksliga

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    Seit dem ich denken kann nimmt mein Vater mich mit zum MSV . Mein erstes Spiel war Ende der 80er beim 3:3 gegen Braunschweig an einem schönen Sommerabend. Mit meinem Onkel und meinen zwei Cousins die auch von Anfang dabei sind, gehen wir bis heute zu jedem Heimspiel, Krebs Erkrankungen von Vater und Onkel , die sie zum Glück überstanden wurden , unterbrachen zwar für einige Zeit einen gemeinsamen Besuch , aber seit einiger Zeit gehen wir wieder alle zusammen ins Stadion , wenn auch nicht mehr auf dem Stehplatz, sondern jetzt auf den Oberrang der Köpi. Familie und MSV gehören zusammen, für immer One LOVE !
     
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  12. Riedzebra

    Riedzebra Nörgel-Oma

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    Klar jetzt und das ist:hu::tanz:
     
  13. Deepsky

    Deepsky 2. Liga

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    Geschichte außer Konkurrenz

    Mein Vater, ein sportlicher Mann, der selber in der höchsten deutschen Feldhandball-Liga gespielt hatte, war MSV-Anhänger durch und durch. Hat mich deshalb als 7-jähriger schon beim Verein angemeldet. Sofern es seine Wechselschicht bei Thyssen zuließ, fuhren wir immer gemeinsam zu den Heim- und teilweise auch zu den Auswärtsspielen, die im näheren Umfeld ausgetragen wurden. Man trug im Stadion Anzug und Hut (jedenfalls der Vater und die meisten Zuschauer seiner Generation :D).

    Erinnere mich gerne zurück an ein Spiel in der Saison 1968/1969 gegen die Münchner Löwen, das wir mit 3:4 verloren haben (musste ich Googlen, weil mir zum Ergebnis die Erinnerung fehlte). Ich weiß nur noch, dass wir deutlich zurück lagen und der MSV in der Schlussphase noch mal richtig aufdrehte und sich anschickte, das Spiel zu drehen.

    Mein Vater wurde zum Ende des Spiels zusehends nervöser, was sich am Verbrauch der Glimmstengel deutlich festmachen ließ. Es war echte Spannung in dem Spiel. Vater kramte in höchster Nervosität wieder die Kippenschachtel raus, bot mir auch eine an und gab mir Feuer. Ich, damals gerade mal 15 Jahre alt, hatte bis zu diesem Zeitpunkt gegenüber meinen Eltern offiziell nicht geraucht und mein Vater hätte mir, wenn er mich beim Rauchen erwischt hätte, sicher einen kompletten Satz heiße Ohren verpasst. Hab die Kippe natürlich wie selbstverständlich angenommen und geraucht, bis meinem Vater klar wurde, was er da gemacht hatte. Er nahm mir glimmende Zigarette wieder aus dem Mund, warf sie auf den Boden und gab mir den nachdrücklichen Hinweis: "ein Wort zu Mama, und wir beide waren zum letzten mal zusammen beim Fußball" :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Mai 2019
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  14. Zebranachbar

    Zebranachbar Landesliga

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    Das MSV Gen habe ich zwar nicht von meinem Vater, dafür die Fußballbegeisterung. Meine Mutter sagte immer: Mein Mann ist mit dem Fußball verheiratet, so war ich jedes Wochenende beim VFB Speldorf auf dem Platz. Das MSV Gen wurde durch meinen Onkel aktiviert. Dieser unbedingte Wille, dieses bärenstarke Gefühl und das Gefühl der weiten Welt des Profi Fußballs im alten Wedau Stadion...Wahnsinn. .gänsehaut. Das alte Wedau Stadion heißt jetzt anders, und sieht auch anders aus. Das Gefühl ist geblieben.
    Und noch besser: ich habe das Gen an meine Söhne weitergeben können, was mich sehr stolz macht. Ich konnte bisher alle Angriffe von außen von :kacke: und BVB Fans abwehren. Meine Söhne sind also voll drin. Ein Stachel sitzt tief. Zwischen Geburt und Anmeldung beim MSV lagen ganze 6 Tage..
    Und eines noch: Mein Sohn würde es sehr traurig machen wenn Stoppel den Verein verließe. Er möchte in seinem Verein sogar die 33 als Rückennummer haben.
    Ich hoffe auf viele gemeinsame Jahrzehnte mit meinen Söhne und den MSV, selbst wenn sie irgendwann mal das Ruhrgebiet verlassen, die Verbindung bleibt ganz tief in uns, das ist klar.
     
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  15. ZebraLara

    ZebraLara Kreisliga

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    Mein Vater nimmt mich schon seit meinem 3. Lebensjahr mit zum MSV. Damals mit 3 Jahren hatte ich dank meinem Papa schon über 20 Auswärtsfahrten mitgemacht. Er war zu diesem Zeitpunkt bei Ultras Duisburg. Auf den Rückfahrten im Bus war die hintere Reihe immer für mich reserviert damit ich schlafen konnte.:D

    In den letzten 14 Jahren habe ich vielleicht 10 Heimspiele verpasst (wenn es wegen der Schule oder einer Krankheit nicht ging) und seit ich Eintritt zahlen muss habe ich mit meinem Papa eine Dauerkarte im Block 10. Alle die wir im Stadion kennen haben immer mit auf mich aufgepasst, ich hab also hunderte Onkels und Tanten im Stadion.:D Vereinsmitglied bin ich natürlich auch schon seit über 10 Jahren dank meinem Papa und mittlerweile ist der MSV auch für mich ein fester Lebensbestandteil, natürlich werde ich noch weiter zum MSV gehen.

    Wäre schön wenn ich meinem Papa auch mal was zurück geben könnte mit dem Besuch der Loge. Danke Papa das ich ein Zebra geworden bin.:knuddel:
     
  16. Hardy

    Hardy MSV - Sauerlandstützpunkt

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    Mein Vater (geboren 1915!) stammt aus dem westlichen Münsterland und besuchte als Kind häufig seinen Onkel Fritz in Meiderich. Bei der Gelegenheit kam er dort natürlich mit dem Meidericher SV in Kontakt und sein Interesse war für alle Zeiten geweckt.
    Später, als wir längst im Sauerland wohnten, beobachtete ich sonntags oft, dass mein Vater angespannt die Spiele des Meidericher SV- wie er mich dann aukflärte, zunächst noch zu Oberliga-Zeiten, am Radio verfolgte. Da ich sehr an meinem Vater (1967 bereits verstorben) gehangen habe, war schnell klar, dass ich mich da ebenfalls interessieren musste und von Stund an entstand meine Liebe zu diesem Verein. Da sonntags nachmittags der obligatorische Famnilienspaziergang auf dem Programm stand, musste meine Mutter nicht selten auf uns warten, da im Radio noch die letzten Minuten der MSV-Übertragung liefen.
    In der Folgezeit vertiefte sich das Verhältnis zu diesem Verein für alle Zeiten. Unvergessen bleibt mir, wie ich mit meinem Vater in höchster Spannung vor dem Radio saß und das erste Pokalendspiel verfolgte, das wir schließlich mit 2:4 gegen Bayern München verloren.
    Aber wir waren damals Bundesligist und schlossen das erste Jahr gar als Vizemeister ab! Schade- oder tragisch, dass Platz 2 seinerzeit noch nicht einmal die "goldene Ananas" wert war.
    Unvergessen bleibt auch mein erster Kontakt mit "meinem "Verein. Mein Vater unternahm in den 60er Jahren mit mir und meinem Bruder eine seinerzeit aufwändige Busfahrt nach Halver, wo unser MSV in strömendem Regen und auf Asche, aber mit allen Stars wie Lulu Nolden, Hatte Heidemann, usw 9:0 gegen TuS Halver gewann. Pille Gecks schoss mit dem dem klatschnassen, schweren Lederball meinen Regenschirm kaputt, als ich in der zweiten Halbzeit neben dem Tor stand. Welche Ehre seinerzeit für mich!

    Damals konnte ich noch nicht ahnen, dass ich wahrscheinlich die beste Zeit unseres MSV miterleben durfte.
    Zwar hatte ich hier im Sauerland den ständigen, nervenden Kampf mit den leider dominierernden Anhängern der Clubs, deren Namen zu nennen sich mir verbietet, zu bestehen, aber das schweißte mich mit meinem Verein nur noch mehr zusammen..

    Mein kleiner Bruder meinte damals dann auch, Fußballfan werden zu müssen und da er in der Schule gerade das große und kleine ABC gelernt hatte, blieb er beim Studieren der Sportseite an Alemannia Aachen hängen.
    Nur kurz verharrte er in diesem verhängnisvollen Irrtum, dann hatte ich ihn "in die Spur" gebracht und er war auch ein Meidericher. Heute ist er wie ich längst Mitglied beim MSV, ebenso zwei unserer Söhne. Das MSV-Fieber übertrug sich so nicht nur vom Vater auf den Sohn, sondern auch auf seine Enkel, obwohl er die wegen seines frühen Todes nicht mehr kennenlernen durfte. Mein Sohn, ein hier nicht unbekannter User, hat mich wahrscheinlich in meiner Leidenschaft noch übertroffen. Was der als mittlerweile Süddeutscher im Laufe eines Jahres alles an Kilometern zu MSV-Spielen zusammenfährt, ist unwahrscheinlich. Ebenso der zweitälteste meines Bruders, der mittlerweile Sportjournalist ist, über den ganz großen Fußball berichtet, aber auch schon Bernard Dietz interviewen durfte.

    Ich betrachte mich in Sachen MSV jedenfalls als Multiplikator innerhalb unser Familie, der den Virus weitergegeben hat.

    Initiator aber unzweifelhaft mein Papa, um das Thema hier nicht zu verfehlen!...
     
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  17. Old School

    Old School 1. Liga

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    Will nicht in Konkurrenz zu den anderen treten, nur kurz meine Eltern würdigen...

    Eltern kamen eigentlich aus anderen Ecken (Mutter Krefeld/Moers), Vater Saarland. Die Ehe und Arbeit (Mutter Haniel/Vater Thyssen) führten sie nach Duisburg - Neudorf. In dem von ihnen bewohnten Mehrfamilienhaus wohnten in den 70ern MSV-Spieler. Unten war und ist heute noch das Könighaus, die erste KöPi-Kneipe überhaupt. Dort feierten unsere Spieler ihre Kantersiege über Bayern. Ennatz Dietz soll in diesem Haus auch anfänglich gewohnt haben. Hat aber wohl nie ausschweifend mitgefeiert. So kamen die Eltern zum MSV und in Ermangelung eines Baby-Sitters auf der rechten Rheinseite wurde ich in die brave Südkurve - West schon im Kinderwagen mitgenommen. Natürlich ohne jegliche Erinnerung soll ich auch beim 6-3-Sieg über Bayern so dabei gewesen sein. Vierepack Ennatz.

    Dietz als heilige Marzipan-Figur in der Wohnzimmer-Vitrine. Vater verteidigte die Süßigkeit jahrzehntelang tapfer vor mir.

    Krankheit Vater, Umzug nach Moers. MSV geht parallel runter. In den 80ern zunächst keine Stadionbesuche mehr. Ich im Kirchenchor. Vater wollte einen Gegenpol setzen. Mit Uwe Kober und Micha Tönnies in der Oberliga fand er zurück zum MSV. Ich wurde mitgeschleppt. Erste Erinnerung: Tor Tönnies Ende der 80er, der Zebratwist erklingt und ich war Fan. U.a. mit Lockes Bussen viele Touren durch Deutschland gemacht.

    Vater dann am 12.12.2004 praktisch auf dem Weg zum Stadion recht früh verstorben. MSV spielte gegen Köln und wurde durch Ahanfoufs Elfmetertor Wintermeister in Liga 2.

    Meine Mutter ist Gott sei Dank da, ist ab und zu in Logen, daher außer Konkurrenz.

    Mein Vater war großer MSV-Fan. Meine Mutter ist es heute noch. 2013 frisch erkrankt stand sie in der Lizenzkrise am Stadion. Mittlerweile gesundet geht ihr der MSV teilweise zu nahe. Daher nehme ich sie nicht so gerne mit ins Stadion. Das ist zu viel Aufregung, auch wenn sie jung geblieben ist.

    Dank der Eltern wurde ich MSV-Fan.
     
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  18. Mike Oldmann

    Mike Oldmann 3. Liga

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    Mein Vater, der leider bereits 1983 früh verstorben ist, ging in den frühen 1960er Jahren noch zu Hamborn 07. Nach dem Bundesligaaufstieg mit unseren Legenden aber und dem Umzug zur Koloniestr. 1963 wurde er MSV Fan. Nur, ich stand damals vor der Entscheidung, entweder im „ Sonntagsstaat“ mit ihm auf die Tribüne( er mit Hut und Mantel), oder aber mit meiner geliebten Kutte, zig Schals, 5 Qm Fahne und Feuerwehrhorn neben das Marathon Tor. Ich habe mich für die 2. Version entschieden, was aber auch zur Konsequenz hatte, dass ich laufen musste und er zum Stadion fuhr. Aber danach, als ich bereits in Berlin lebte ,trotzdem einige Heimspiele besuchen konnte, sassen wir zusammen auf der Tribüne. Auch zu den beiden Pokalendspielen in Frankfurt und Hannover, fuhren wir gemeinsam hin. Heutzutage ist mein Sohn Fan, nur leider mittlerweile 21 Flugstunden von dem Heimspielen entfernt, aber über das Internet auch in Australien mit dem MSV verbunden. So gesehen die 3. Generation Zebras in unserer Familie.
     
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  19. xantener

    xantener MSVPortal-Team Mitarbeiter

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    Mein Vater ist Schlacker..:hrr:

    Jedenfalls konnte ich den aber als auch immerhin gebürtigen Duisburger dazu bewegen, mich zum richtigen Stadion zu kutschieren.
     
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  20. Psychozebra

    Psychozebra Regionalliga

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    Ich kann leider nicht gewinnen: Mein Vater (Jahrgang 1943) ist tot, ein eigenes Kind habe ich nicht.

    Ich möchte meine Geschichte trotzdem erzählen. 1974 hatte ich im Sommer bei der WM mein fußballerisches Comingout - bis dahin hatte ich mit Fußball gar nix am Kopp. Acht Jahre alt war ich, und meine großen Helden nach dem Titelgewinn waren Beckenbauer, Müller und Maier. Mein erster Verein - Asche auf mein Haupt - war folglich Bayern München. Die Saison 1974/75 stellte aber schnell meine neue Liebe auf die Probe, denn die Bayern hatten einen katastrophalen Start. Die Älteren erinnern sich bestimmt noch an das 0:6 in Frankfurt gegen Kickers Offenbach am ersten Spieltag.

    Mein Vater hatte immer zwei Vereine: Preußen Münster und den MSV Duisburg. Münster aus seiner Kindheit, später kamen die Zebras dazu. Er ging allerdings nicht regelmäßig ins Stadion, weil das zeitlich nicht passte: Er hatte ein Geschäft, das samstags bis 14 Uhr geöffnet war. Da kam das einfach nicht hin. Ausgewählte Spiele ließ er sich aber nicht entgehen, und weil sein Stöpsel Bayern-Fan war, machte er ihm eine große Freude: Am 16. November 1974 gastierte der FC Bayern an der Wedau, und wir waren dabei! Ich erinnere mich heute noch, dass ich davor nächtelang vor Aufregung nicht schlafen konnte. Ich hatte kein anderes Thema mehr, zählte erst die Wochen, dann die Tage, am Ende die Stunden bis zum Anpfiff, als ich Beckenbauer, Maier und Müller endlich mal „in Echt“ sehen durfte. Der Tag kam, wir fuhren um 13.30 Uhr in Moers los, die ersten Autos stauten sich schon bei der Abfahrt Duisburg-Zentrum. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, wie nervös ich war, weil ich Angst hatte, dass wir nicht pünktlich ankommen. Auf dem Parkplatz staunte ich zum ersten Mal: So viele Autos hatte ich auf auf einem Fleck noch nie gesehen! Und dann die vielen Menschen, die ins Stadion strömten! Der Einlass war unproblematisch, die Zuschauer wurden damals noch nicht abgetastet. Um kurz vor halb drei waren wir drin, und bevor wir zu unseren Plätzen auf die Haupttribüne gingen, trank mein Vater am Stand ein Bier und ich eine Fanta. Plötzlich ertönten Tröten, es wurde laut. Und ich noch nervöser. Mein Vater schickte mich die Treppen hoch, um nachzusehen, was los sei. Mein Herz schlug bis zum Hals - die Mannschaften liefen bereits aufs Feld. Ich weiß bis heute nicht genau warum, irgendwas war mit dem Flutlicht, das Spiel wurde bereits um 14.30 Uhr angepfiffen. Wir hatten es nicht in der Zeitung gelesen, es war reines Glück, dass wir so früh im Stadion waren.

    Ich will es etwas abkürzen. Der MSV ging mit 2:0 in Führung, die Fans waren aus dem Häuschen und freuten sich. Ich war niedergeschlagen und konnte das gar nicht verstehen, und einem kleinen Jungen in Reihe 26 auf der Haupttribüne liefen in der Halbzeitpause die Tränen: Warum waren die nur alle für Duisburg? Die Stars, die bei der WM von allen noch bejubelt wurden, spielten doch auf der anderen Seite. In der 2.Halbzeit gelang Müller noch der Anschlusstreffer, dabei blieb es. Beim Abpfiff war ich emotional total verwirrt: Wie die MSV-Fans ihre Mannschaft feierten, fand ich irgendwie schon toll. Andererseits war ich doch Bayern-Fan… Und irgendwie doch nicht mehr… Dietz, Worm, Seliger, Büssers, Bücker und Lehmann hatten mich mit ihrem Kampf überzeugt. Auf dem Weg nach Hause kaufte mir mein Vater noch ein kleines MSV-Fähnchen, und ich war fortan Zebra. Die Eintrittskarte habe ich immer noch. Haupttribüne überdacht, Block N, 20 Mark.

    Das neue Stadion hat mein Vater nur noch zweimal gesehen. 2006 fiel er nach einer Operation in ein Wachkoma. Nach MSV-Spielen habe ich ihm am Bett immer berichtet, wie sie ausgingen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass er das mitkam. Fünf lange Jahre ging das so, dann wurde er erlöst.
     
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  21. Zebrastreifen1902

    Zebrastreifen1902 Landesliga

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    Mein Vater hat mich Anfang 90 zum ersten Mal mit in das ehrwürdige Wedaustadion genommen, an den Gegner kann ich mich ehrlicherweise nicht erinnern. Zu dieser Zeit haben wir meist auf der Vortribüne gesessen. Seitdem ist der MSV eine tolle Verbindung zwischen Vater und Sohn. Überall wo wir gemeinsam auftauchen wird sich oftmals stundenlang ausgeklinkt und über unsere Zebras philosophiert. Neben den vielen schönen und manchmal traurigen Momenten die der MSV uns bereitet hat, verdanke ich meinem Vater einen unvergesslichen MSV Moment. Am 23.08.1992 beim Heimspiel gegen den SC Freiburg durfte ich als eines der ersten bzw.ich meine als drittes Kind ,als Maskottchen,die Mannschaft auf das Feld begleiten.
    Als Kind mit seinen Idolen Ferry Schmidt,Rachid Azzouzi, Stefan Böger, Alfred Nijhuis, Michael ****** auf das Feld zu laufen war unbeschreiblich.
    Habe ein Originaltrikot angezogen bekommen, dass mir bis zu den Knien hing ;-) und ab ging es. Michael Preetz hat uns einen 1:0 Heimsieg beschert und diesen unglaublichen Tag gekrönt Das Zebramagazin ist bis heute noch im Familienbesitz:-). Für die entsprechende Anmeldung werde ich meinem Vater immer dankbar sein.

    Allen Vätern einen schönen Vatertag.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Mai 2019
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  22. Heavy

    Heavy Landesliga

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    Coole Sache mit den Geschichten von euch wirklich toll Zu lesen.Nun zu meiner Vater- Sohn Geschichte. Ich selber Bj. 62 geh seit dem 12 Lebensjahr zum MSV . Meinen Sohn Bj. 2000 habe ich das erste mal mit 7 Monaten mit genommen selbstverständlich OHNE Mickey Mäuse sprich Kopfhörer auf dem KOPF. Meine Frau guckte leicht irritiert den es war kalt. Von da an waren wir immer zusammen da. Anfangs musste ich sein Interesse noch durch Shopkäufe fördern .Erste Dauerkarte für ihn gekauft als er den Meter übersprungen hatte,war schon sehr früh jetzt ist er fast 2 Meter. Ich glaub wir haben nichts was es nicht gibt vom MSV gekauft.Mit dem Auto unzählige Auswärtsfahrten durch die gesamte Republik gemacht. Unvergessen in der dritten Liga auswärts 4x hintereinander in den Osten.Mitglied sei Geburt und mittlerweile ist er vom Familienblock im Steher gelandet.wir haben 4Dauerkarten Opa,Vater,Sohn und Cousin.Alles richtig gemacht den Virus wird er nicht mehr los.
     
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  23. 1 Liter Milch

    1 Liter Milch Bezirksliga

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    Meine Verbindung zum MSV begann am 28 Juni 1972. Es war der letzte Spieltag der Saison 1971/72, ein Abendspiel gegen Eintracht Frankfurt.

    Damals ging die Saison bis weit in den Sommer hinein, da die Europameisterschaftsendrunde in Belgien zuvor eingeschoben wurde, aber das nur am Rande.

    Mein Vater, heute 83 Jahre alt, ging an diesem Abend mit mir zu Fuß vom Elternhaus in Neudorf zum Wedaustadion zum Spiel. Es war nicht nur das erste Mal, sondern kurioser Weise auch das einzige !!! Mal, dass er mit mir hinging. Warum das überhaupt geschah, wissen wir heute beide leider nicht mehr.

    Er selbst, geboren und aufgewachsen in Stadtmitte, war nämlich glühender Anhänger des Duisburger Spielvereins und hat durch die schlechte Entwicklung seines Vereins (Fusion zu Eintracht Duisburg, danach serienweise Abstiege) sein Herzensteam leider schon früh verloren. Verständlicherweise widerstrebte es ihm, eine neue Fußballliebe zu finden.

    Meine leider viel zu früh verstorbene, ebenfalls aus Duisburg stammende Mutter lernte er beim Auswärtsspiel in Leverkusen kennen. Mein Vater war mit seinen Kumpels dort, sie mit ihren Eltern. Was für eine Konstellation.

    Aber zurück zum MSV. Das Spiel gegen Frankfurt ging durch ein Tor von Dr Hammer, Bernd Nickel, leider 0-1 verloren. Dennoch hatte mich die Flutlichtatmosphäre angefixt. Witzigerweise bin ich heute mit einem Cousin Bernd Nickels gut befreundet, die Welt ist klein.

    Fortan ging ich zunächst ab und zu mit Freunden zum MSV, später dann regelmäßig. Über die Jahrzehnte sind es hunderte von Spielen in dutzenden Stadien geworden.

    Mein Vater, über all die Jahre dennoch fußballinteressiert, aber nur am TV, geblieben, betrat das Stadion meines Wissens erst wieder in den 2000er Jahren, nach dem Tod meiner Mutter, zusammen mit einem seiner Freunde. Zweimal sah ich ihn zufällig vor Spielen in der Bundesliga gegen Hamburg und in der 3 Liga gegen Elversberg auf seinem Weg zur Tribüne. Zu einem weiteren, zweiten gemeinsamen Spiel Vater-Sohn ist es aber bis heute nicht mehr gekommen. Und dabei würden heutzutage nicht nur der Sohn, also ich, sondern auch dessen beiden Kinder mitgehen.

    Wie mein Vater mir erzählte, war das letzte Stadionspiel seines Lebens im August 2015 das Pokalspiel gegen die Zahnlosen, das er zur Halbzeit verließ, weil ihm seine zahnlosen Sitznachbarn zu prollig daherkamen. So was wolle er sich nicht mehr antun, schimpfte er tags drauf am Telefon. Und meinte nicht die MSV-Niederlage sondern die Zahnlosen.

    Im Jahr 2002 begann dann mein damals 8jähriger Sohn im Zuge der WM in Japan und Korea sich für Fußball zu interessieren. Und da Oli Kahn zugegebenerweise eine tolle WM spielte, wurde mein Sohn zunächst Bayern Fan. Ich zeigte ihm auf der Landkarte, wo München liegt und erzählte ihm, dass man dort nicht einfach regelmäßig hinfahren könne. Einmal habe ich dann mit ihm einen Ausflug ins Olympiastadion gemacht, aber bereits auf der Rückfahrt, auf der wir dann noch ein Zweitligaheimspiel der Frankfurter Eintracht mitnahmen, erzählte ich ihm dann von einem geilen Verein, gar nicht weit unseres Wohnortes Mettmann, mit blau-weiß gestreiften Leibchen.

    Sein erstes MSV-Spiel erlebte mein Sohn dann im August 2003 daheim gegen Lübeck, mit dem damaligen Trainer Hecking sowie Bibiana Steinhaus an der Linie!! Seitdem ist er glühender MSV Fan, reiste selbst während seiner Münsteraner Studienzeit zu jedem Heimspiel an, und hat inzwischen deutlich über 200 MSV-Spiele in zahlreichen Stadien gesehen. Auch hier im Forum ist er engagierter Teilnehmer und übernimmt dabei für uns alle das Statistik-Ressort. Gemeinsame Vater-Sohn Touren, teilweise auch gemeinsam mit der Tochter, hat es diverse gegeben. So fallen mir sofort MSV-Ausflüge nach Rostock, Cottbus, Berlin, Leipzig, Ingolstadt und 60 München, um die Weitesten zu nennen, ein. Daheim stehen wir, wie damals mein Vater mit mir bei unserem einzigen gemeinsamen MSV-Spiel im Jahre 1972, auf der Nord.


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    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  24. 9NICI9

    9NICI9 Landesliga

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    Bei uns lief es quasi verkehrt rum.
    Ich wollte unbedingt mal ins Stadion. Wieso und weshalb weiß ich gar nicht mehr. Ist halt schon sehr lange her und eigentlich auch egal. Selbst den genauen Zeitraum kann ich nicht mehr ergründen. Ein Spiel aus der „Anfangszeit“ war auf jeden Fall das legendäre 3:6 gegen die Eitracht aus Frankfurt. Das erste Stadionerlebnis war dann wohl so ungefähr 1-2 Jahre vorher.
    Ist aber auch egal.
    Jedenfalls begann alles auf der Gegentribüne Süd. Allerdings wurde mir schnell klar, dass dies wohl die „falsche“ Seite ist und ich nicht so direkt beim „Feind“ stehen wollte.
    So haben wir uns im Laufe der Zeit über die Gegengerade Nord immer weiter ins gelobte Land der Nordkurve gekämpft.
    Das Kind wollte halt mitten in den Mob.
    Soviel zu mir. Mein Papa hat mich zwar nicht zum MSV hin erzogen, „musste“ die Kleine aber immer begleiten, damit Müttern beruhigt war. So hat er meine „MSV-Karriere“ also erst ermöglicht. Ein ganz großes DANKE dafür!
    Ich erinnere mich auch an so manche gemeinsame Auswärtsfahrt.
    Mittlerweile verpasst die ganze Familie kein Heimspiel mehr. Auch Muttern (mehr noch als Papa) ist infiziert.
    Schön, gemeinsame Zeit und Erlebnisse mit den Eltern verbringen zu können.
     
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  25. eff-bee

    eff-bee Bezirksliga

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    hi...

    hier die version eines "Kindes (ich: Jahrgang 1961), eines Vaters und "Stiefvaters"

    mein pa´ist inzwischen seit fast 10 Jhren tot......

    er ist schuld, wg. dem "Virus" und ich versuche weiter "anzustecken":-)


    hier ein paar "impressionen" was ich dazu geschrieben habe aus dem forum:


    "zig mal (famile hatte kein geld über für sowas:-)) zusammen mit meinem pa´nach der halbzeit am eingang süd/west (heute eishalle) umsonst reingekommen...

    zur 2. habzeit wurde das gitter vom ordner geöffnet und wir sind dann zur südkurve gerannt umd den rest der spiele zu gucken...die ordner mussten sich einiges von den wartenden anhören, wenn sie sich bei der öffnung verspäteten, was sehr häufig vorkam....

    letztendlich sind das meine ersten erinnerungen an meinen msv, werde ich niiiiiiiie vergessen...

    sehr emotional alles ......"

    aus meiner vorstellung im portal damals:

    61er jahrgang (der beste).... eifriger "portal" leser, msv-fan (vom vater erzwungen) :zebra-herz::woh: seit ende der 60er Jahre, früher mangels "knete" mit pa´immer nur 2 halbzeit, da damals ab der 2. halbzeit spiel umsonst geschaut werden konnte, weil die ordner das tor zum pp aufmachten..wer sich erinnert.....:old:...."


    Meine Söhne (JG 1989/1992 )konnte ich letzendlich nicht mit dem Virus infizieren (warum auch immer, sind aber trotzdem "echte" duisburger und interessiert)
    "Stiefsohn " (mit migrationshintergrund:-)))konnte ich aber in den letzten 20 Jahren -mit viel viel aufwand- den "Bazis (und "Gala")" aus den Händen reissen und unesrem MSV zuführen/ zu ihm bekehren...:-)))

    er versucht sofern -die finanzen und die zeit es zulassen-dabei zu sein

    so!! das muss reichen, bin nicht der große "Schreiber", mehr der "Mann des Wortes", deshalb bitte Nachtschicht, äh Nachsicht.....:)

    LG

    eff-bee
     
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  26. Plato

    Plato 3. Liga

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    Tolle Idee!
    Mein Papa nahm mich 1964 zum 1. Mal mit ins Wedaustadion und ich war von da an unheilbar infiziert. Als gebürtiger Meidericher und weithin bekannter Wirt der alten Gaststätte Otten auf der Bahnhofstraße 67 organisierte er in den 50er und 60er Jahren Auswärtsfahrten. Ich kann mich daher noch gut an die alte Rote Erde oder Glückaufkampfbahn erinnern. Sozialisiert wurde ich 1. als Zebra und 2. als Anti-Schalker (oder war es doch andersrum? :nunja:)
    Mit ca 13 durfte ich dann langsam alleine Richtung Wedau. Unvergessen die zahlreichen Fahrten mit der alten, vollbesetzten Linie 9 ab Meiderich Bhf. Im Stadion war ich natürlich im Mob zu finden, der ja nicht immer in der Nordkurve stand, sondern zeitweise auch links vom Marathontor. Mein 1. Auto - ein alter Kadett - wurde mehr oder weniger von MSV-Aufklebern zusammengehalten und so konnte ich die ersten eigenen Auswärtstouren in Angriff nehmen. Von Berlin bis Stuttgart, von Pauli bis Lautern war alles dabei - natürlich immer voll geflaggt, wie es sich gehört.

    1986 kam @msv-thomas auf die Welt und der musste 1989 mit nicht mal 3 Jahren unbedingt mit nach Rheydt zu seinem ersten MSV-Spiel in der damaligen Oberliga. Wir wohnten damals schon in Mettmann, wo wir den größten Teil unseres Lebens verbracht haben. Ich bin wirklich sehr stolz darauf, dass mein Sohnemann all den Verlockungen seiner F95 und BVB-Freunde widerstanden hat und immer mit ganzem Herzen MSV-Fan war. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich, wo nur noch höher, schneller, weiter gilt und alles unterhalb CL-Teilnahme mitleidig von den Youngstern belächelt wird. Thomas ist dann selbst ein sehr passabler Spieler geworden, hat 10 Jahre Oberliga bei namhaften Vereinen gekickt, überwiegend als Kapitän. Wir sitzen heute zusammen auf der SIL-Tribüne und ich genieße es, dass er einerseits das Spiel viel, viel professioneller lesen und analysieren kann als ich, aber andererseits mit gepflegtem Wahnsinn auch den 90 Minuten- Tribünenultra geben kann. Wenn der Gaul mit ihm durchgeht, haut er dann auch schon mal eine Aue-Auswärtsfahrt ALLEINE - morgens hin und abends wieder zurück - raus.
    Töchterchen ist mittlerweile raus. Ihr neuer Lebensinhalt ist meine Enkelin. Die allerdings liebt ihren Stoff-Ennatz und kann schon die 1. Strophe der Hymne mit 2 1/2 singen :cono:

    Väterchen hat seit Jahren kein Heimspiel mehr gesehen. Mit 87 lässt er sich für meinen Geschmack doch sehr hängen, aber immerhin verfolgt er die Spiele noch und freut sich über Siege. Dabei sind früher von Eia Krämer über Werner Lotz und Pitter Danzberg die alten Recken regelmäßig in seiner Kneipe gewesen. Sollten wir den Logenbesuch gewinnen, gibt es aber keine Ausreden :D

    Mein Eheweib hat unseren Fanatismus nie verstanden. Immerhin hat sie eingesehen, dass es nach zig-Krächen in der Anfangszeit ("musst Du denn wirklich zu JEDEM Spiel? - Ja, Liebling, selbstverständlich!") keine so gute Idee gewesen wäre, eine Entscheidung zwischen ihr und dem MSV einzufordern. Das wäre damals für sie echt schiefgegangen :ausheck:. Tja und so bin ich dann seit mittlerweile 32 Jahren verheiratet und wir können uns immerhin gemeinsam über Dummdorf-Niederlagen freuen. Die kann sie nämlich nicht ausstehen (gutes Mädchen :))

    Ich selbst bin mehr als je zuvor in meinen Herzensclub verliebt und werde das auch in diesem Leben nicht mehr los. Freue mich schon wieder auf die neue Saison und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Vom "großen Fußball" habe ich mich mittlerweile weitgehend verabschiedet. Länderspiele, CL oder auch Bundesligaspiele sehe ich nur noch selten. Videos von alten, erfolgreichen MSV-Spielen geben mir da mehr.
    Mein größter Wunsch ist daher auch nicht der Bundesliga-Aufstieg (auch wenn das natürlich ein tolles Erlebnis wäre), sondern eher, dass ich es vielleicht noch mal erleben darf, dass sich in Duisburg und Umgebung breite Euphorie für den MSV entwickelt und unser Stadion zu einem 2-wöchentlichen Tollhaus wird. Ja, das wärs!

    https://rp-online.de/nrw/staedte/du...-nicht-ohne-ihren-lieblinsverein_aid-22084279
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  27. M4IK

    M4IK Bezirksliga

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    3 Generationen MSV. Mein Vater hat mich ca. 88/89 das erste mal mitgenommen und ich meine Tochter Maira als 5jährige.
     

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    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  28. dominik

    dominik Kreisliga

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    Mein Vater hat mich das erste mal mit ins Wedau Stadion genommen 1996 als ich 6 war. Es war ein Derby gegen :kacke: 04 und hajto hat einen Elfmeter verschossen für den msv. Werde das nie vergessen aber da hat es mich als kleinen Jungen schon gepackt. Der Zebra twist war dann in meiner DNA verwurzelt. Habe jetzt seit 2004 eine Dauerkarte dank meines Vaters und werde diese auch nicht mehr hergeben. Leider kann mein Vater nicht mehr mit ins Stadion aufgrund einer Krankheit. Ich würde dann meinem 2 jährigem versuchen die msv DNA weiterzugeben ;-)


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  29. Riedzebra

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    Durch die WM in Mexico 70 wurde ich mit dem Fußballvirus identifiziert. Ich wollte Spiel auch live sehen. Mein erstes Spiel hatte ich am Nikolaustag RWO gegen Braunschweig. Am 17 April 1971 wollte ich mal wieder als siebenjähriger ins Stadion. Oberhause spielte und aus Hamborn ist das ein Katzensprung zumal man oft im Kaisergarten war. Mein Vater meinte wir können aber auch zum MSV gehen. Gemacht getan. Als Duisburger wollte ich da hin. Die alte Vortribüne machte mächtig Eindruck auf mich. Das Spiel war ein 3:1 Sieg gegen die Frankfurter Eintracht. Von da an ging es bald regelmäßig ins Wedaustadion und ab 75 gab es Dauerkarten. Es gibt viele Dinge zu berichten. So als er sich von mir 1976 erweichen ließ an einem sehr nassen Freitagabend ins Stadion gegen RWE zu gehen. Es schüttete. Kein Dach über den Kopf aber Vater stand mit Regenschirm wacker da und wir bejubelten einen 4:0 Sieg. Er ist mit mir auch zu vielen Spielen in der Umgebung gefahren. So kommen mir jetzt lebhaft das halbfertige Ruhrstadion, das Stadion am Zoo oder der Bökelberg in Erinnerung. Aber nicht nur mich hat er für den MSV begeistert. Auch meine Schwester wurd infiziert. Bis zum legendären 6:3 gegen die Bayern mit dem Münchner Club (wegen Nachbarjungen) geliebäugelt gibt es seitdem nur den MSV. Und das hat sich in der Familie fortgesetzt. Meine beiden Töchten halten hier in Hessen die Zebra Fahne hoch und sind Mitglied. Meine Nicht und mein Neffe sind auch nicht aus dem Stadion wegzudenken. Höhepunkt war das Spiel 2006 gegen Mainz als alle zusammen im Stadion waren. Somit hat mein Vater die ganze Familie zum MSV gebracht. Bei mir hat es so gewirkt, dass ich mich für den Verein in verschiedenen Funktionen eingebracht habe.
     
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  30. Heavy

    Heavy Landesliga

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    Die Geschichten hier sind alle toll und aus dem wahren Leben. Irgendwie müsste man das doch aufzeichnen oder verarbeiten. Z.B in Buchform oder ähnliches.
     
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  31. Rheinpreussenzebra

    Rheinpreussenzebra 3. Liga

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    Du wirst es nicht glauben, aber genau das hat meine Frau vor wenigen Minuten auch zu mir gesagt!
     
  32. Riedzebra

    Riedzebra Nörgel-Oma

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    Dann sach im mal in guter Rutemöllermanier: "Mach et!":tanz:
     
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  33. Riedzebra

    Riedzebra Nörgel-Oma

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    Und wenn einer was schreibt, stelle ich demjenigen noch mehr Geschichten in Aussicht.
     
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  34. bastiian

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    Ich weiß selber nicht, warum mein Vater mich damals mit ins Wedaustadion genommen hat. Er kam mit meiner Mutter als Einwanderer in dieses Land, hat sich angepasst, hat alles getan um Sprache und Kultur zu lernen und sich ziemlich früh für den MSV begeistert (ich vermute irgendein Arbeitskollege von damals wird schuldig gewesen sein). Ich kann mich nicht mal wirklich erinnern, welches mein erstes Spiel war, oder wann und wo er mich für den Verein begeistert hat. Es ist einfach so. Und egal was passiert, genau so wird es auch immer bleiben.
    An dieser Stelle ein fettes DANKE an alle Väter dieser Welt, ihr seid die Geilsten! :boris:
     
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  35. timmi352

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    Wurde da grade eine Idee geboren ? ? ? Man sammelt viele Geschichten zum Thema " So wurde ich ein Zebra , , ergänzt sie mit ein paar zusätzlichen Infos z. B Aufstellungen an den genannten Spieltagen , macht daraus ein Buch und verkauft es zugunsten das MSV ? !
     
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  36. Heavy

    Heavy Landesliga

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    Und das Buch heißt: Einfach kann jeder,mein Leben mit dem MSV.
     
  37. timmi352

    timmi352 Landesliga

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    Also , ich muss ehrlich sagen. Ich bekomme Gänsehaut wenn ich die Berichte hier so lese. Das in Buchform mit ein paar interessanten Infos zu den entsprechenden Berichten hätte schon was.
     
  38. Zebra Libre

    Zebra Libre 3. Liga

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    In Bielefeld geboren und die ersten 13 Jahre in der Umgebung Bielefelds groß geworden, lernte ich durch die damalige Freundin meines Vaters Ewald Lienen kennen und war mit meinem Vater 1,2 mal auf der alten Bielefelder Alm. 1989 zog ich mit meinem Vater in die Großstadt Duisburg. Wie der Zufall es wollte, spielte eben dieser Ewald Lienen beim MSV und mein Vater ging mit mir dann einfach mal zu einem der Spiele. Da war es dann direkt um mich geschehen und da auch einige meiner neuen Schulfreunde zum MSV gingen, bin ich relativ schnell mit ihnen und ohne meinen Vater in die Nordkurve gegangen und zu Auswärtsspielen in der Umgebung gefahren. Hin und wieder war mein Vater aber bei Auswärtsspielen auch dabei. Der Aufstieg gegen BW 90 wird uns beiden unvergessen bleiben.
    Mittlerweile geht mein Vater wieder, wenn er Zeit hat, mit uns zusammen ins Stadion und auch meine beiden (viel) jüngeren Brüder sind, nach anfänglichem Desinteresse oder Schwärmen für einen bayrischen Verein, zur Vernunft gekommen und sind heißblütige Fans des Spielverein geworden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  39. Rheinpreussenzebra

    Rheinpreussenzebra 3. Liga

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    Da heute Vatertag ist kann ich meine etwas umfangreichere Story erst morgen bringen.
     
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  40. Thorgrim79

    Thorgrim79 Regionalliga

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    Wie bin ich zum MSV gekommen und wie ist dieser Virus weiter verbreitet worden...

    Das erste Mal ins Stadion hat mich mein Vater mit knapp 2 Jahren genommen. Mein Onkel und Großvater waren auch mit dabei. An dieses Spiel habe ich wenig Erinnerungen. Ich hatte dann die Kindheit mit Fußball wenig am Kopf. Ich soll wohl auch gesagt haben, dass „es bescheuert wäre einem Ball hinterher zu laufen“ :)

    Meine Neugierde ist dann ein wenig durch die WM 1990 und dem Panini-Sammelalbum geweckt worden. Für den MSV habe ich mich dann am Ende der Saison 1991/92 begonnen zu interessieren. Mein Vater hörte immer die Bundesligakonferenz und war ganz gebannt. Ich hatte mich dann immer wieder dazu gesetzt und war fasziniert, wie mein Vater mitfieberte.

    Mein zweiter Stadionbesuch hat dann den Virus ins Blut gesetzt. Damals war noch eine Karte frei, als mein Bruder und seine D-Jugendmannschaftskollegen zum Spiel gegen Nürnberg gefahren sind. Ich habe fast noch alle Bilder von dem Tag im Kopf. Papa und wir zwei Jungs im Auto und als wir dann von der A40 auf die A59 Richtung Süden abgebogen sind, waren Unmengen Autos mit Fahnen und Schals auf der Bahn. Viele hupten. Da war ich schon hin und weg. Wetter war top und wir sahen einen Sieg. Seitdem fing ich an alles aufzusaugen. In den nächsten drei Saisons sind wir immer wieder ins Stadion. Und meine erste fast komplette Saison war dann in der 2. Liga 1995/96. Da bin ich dann auch immer mit vielen Mitschülern in der Nord gewesen. Direkt hinter unserem Trommler.

    Mein Vater ging dann irgendwann immer weniger ins Stadion. Erst nach dem Lizenzentzug 2013 haben wir dann gemeinsam Dauerkarten für die Nord geholt. Mittlerweile kann er aber aus gesundheitlichen Gründen fast nie mit.

    Auch wenn ich meine Liebe und totale MSV-Bekloppheit erst etwas spät entwickelt habe, kam sie durch meinen Vater zustande.

    Bei meinem Sohn hat es nicht so lange gedauert. Er hat schon mit fast 1,5 den Twist und die Hymne singen können. Er kennt sie quasi auch schon seit Geburt. Ich habe ihm die Lieder neben den Klassikern der Einschlaflieder immer vorgesungen. Sein erstes Spiel war mit knapp 2 Jahren gegen Hönnepel-Niederörmter im Niederrheinpokal im Rahmen des Familientages. Damals ca 10.000 Zuschauer. Da war er schon schwer beeindruckt. Es folgten dann immer wieder ausgewählte Spiele, so dass er nun auf eine sehr beachtliche zweistellige Anzahl an Spielen kommt. In dieser Saison hatte er, und auch mein Neffe, zum ersten Mal eine Dauerkarte. Er durfte in dieser Saison auch das erste mal ein Abendspiel an einem Freitag besuchen. Das war auch ein Riesenhighlight. Nun will er in der nächsten Saison sein erstes richtiges Auswärtsspiel erleben :)

    Er ist vollkommen infiziert. Liebt den Ennatz und schmettert die Lieder mit und geht genau so ab wie sein Vater. Was nicht immer gut ist ;)

    So, wird der Virus weitergegeben. Einmal Zebra, immer Zebra!
     
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  41. Oski.

    Oski. Regionalliga

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    Viele meiner Schilderungen basieren möglicherweise auf einer Verklärung der Ereignisse oder stehen, der kindlichen Wahrnehmung geschuldet, etwas abseits der tatsächlichen Begebenheiten.
    In meiner Erinnerung jedoch spielte sich das Szenario wie folgt ab.
    Mein Vater, Sauerländer und als solcher in seiner Eigenschaft als Zebra ohnehin gebeutelt, hielt es anscheinend für eine gute Idee, seine Nachkommenschaft mit seinem Lieblingsverein zu konfrontieren.
    Gut, vermutlich gibt es verschiedene pädagogische Ansätze, um seinen Kindern beizubringen, dass das Leben kein Ponylecken ist!
    Also, Anfang - Mitte der 90er, mit gefühlten 1,20m Körperlänge, die ersten Spiele an der Wedau gesehen. Zumindest zeugen meine ersten Karten davon.
    Das gastronomische Angebot im Stadion war damals etwas besser als heute, es fiel also nicht schwer, uns bei Laune zu halten.
    Der MSV spielte damals meistens in der Bundesliga. Leider führte auch dieser Umstand nicht dazu, dass ich mich jemals ernsthaft für Fußball interessiert hätte. Mir wurde damals zwar die bedingungslose Liebe zu diesem großartigen Verein eingeimpft, aber die zentrale Sportart des Geschehens empfinde ich bis heute als grausam und verwirrend.
    Später dann kamen die ersten Dauerkarten. Ich erinnere mich gut daran, dass Papa und ich während der Hellmich-Ära sehr nah am Spielverein waren, auch wenn dabei immer die Distanz zwischen einer Bergischen Kleinstadt und eurer Stadt im Wege stand.
    Deswegen kannte ich Duisburg lange Zeit nur als grüne, malerische Insel an der Autobahn. Klar, wir haben ja nie etwas anderes als die Wedau gesehen.
    Die Jahre vergingen, die Liebe blieb. Hier und da etwas anders, als bei meinem Vater. Manches sehe ich etwas fanatischer, hier und da ist man, glaub ich, heute möglicherweise desillusioniert, wenn man die 60er und 70er erlebt hat. "Meine" Zeiten waren halt andere, und vielleicht halten sie auch noch an.
    Papa und ich sind viel Auswärts gefahren und in seiner Eigenschaft als geradliniger, wenn auch ab und zu cholerischer, aber bedingungsloser MSV-Fanatiker, ist er für mich immer ein Vorbild geblieben.
    Wir haben uns zusammen den Arsch abgefroren, sind gefühlte tausend Mal gefrustet nach Hause gefahren und erzählen uns noch heute oft am Telefon die alten Geschichten.
    Ich weiß, dass Du keinen Bock mehr hast, und ich kann's verstehen, aber denk dran:
    Du kriegst einen Mann aus Duisburg, aber nie Duisburg aus einem Mann.
    Ich werde mein Bestes geben, für gestreifte Nachkommenschaft zu sorgen. Notfalls in Baden.
    Danke für alles, Papa!
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  42. Ackergaul

    Ackergaul Kreisliga

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    Hallo als langjähriger Leser will ich nun mein erstes Mal erzählen.
    Das war 1971 und zwar nicht mit meinen Vater sondern mein Opa. Ich 5 Jahre jung und Opa mit seinen Krücken ( nur noch ein Bein).
    Vortribune setzte er mich auf die Vormauer. Ich weiß nicht mehr gegen wen wir spielten und die ganzen Menschenmassen machten mir Angst. Dann kamen die Kumpels von meinem Opa für mich eine Bratwurst und das ich ja viel Schreie für unseren MSV. Ich nickte und war gleich dabei am Jubeln aber leider viel ein Tor für die anderen.
    Alle lachten und klärten mich auf. Mein Opa zeigte mir die MSV Spieler und über jeden hatte er eine Geschichte. Ich staunte Bauklötze und mein Opa war für mich der größte Held.
    Das Spiel ist unentschieden ausgegangen aber nun wollte ich alles über den MSV wissen. Oma musste mir einen blau weißen Schal stricken und ich ging mit meinem Held (Opa) zwei Jahre gemeinsam zu unserem MSV. Aus gesundheitlichen Gründen war es mir ihm dann nicht mehr möglich.
    Nun Lebe ich in Dresden und denke gerne an diese Zeit zurück. Freue mich jedesmal in den Ruhrpott Heim zu kommen und meinen MSV zu sehen.
     
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  43. Dirty Harry

    Dirty Harry Regionalliga

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    Mein erstes Spiel habe ich im Sommer 1989 an der wedau gesehen. Ich war damals 6 Jahre alt, der Gegner war Fortuna Köln. Natürlich hat der MSV das Spiel verloren...

    Eigentlich hat mein Vater die Spiele zusammen mit ein paar Freunden auf der Vortribüne besucht und oftmals meine zweieinhalb Jahre ältere Schwester mitgenommen.

    An besagtem Spieltag ging es meiner Schwester nicht besonders gut, was wohl zu meinem persönlichen Debüt an der Wedau geführt hat. Ich kann euch nicht sagen, was ich damals empfunden habe oder ob es mir überhaupt gefallen hat. Fest steht, ich habe seitdem maximal eine Handvoll Heimspiele verpasst...

    Mein kleiner hat sein erstes Heimspiel am 29.10.2017 gegen Union Berlin „gesehen“. Ok, er hat fast die gesamte zweite Hälfte verschlafen. Zu diesem Zeitpunkt war er
    4 Monate alt. Seitdem hat er lediglich die Heimspiele ab 20 Uhr verpasst.

    In ein paar Tagen wird mein Kleiner 2 Jahre alt. Er fährt gerne ins Stadion. Wichtig sind ihm hier allerdings die Sinalco-Flasche, der Stadtwerke-Ball und ja, der Zebratwist. Schon niedlich wie er mit dem Schal wedelt und mitsingt. Er ist definitiv „infiziert“...
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Mai 2019
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  44. cmyller

    cmyller Kreisliga

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    Mein Vater (Jahrgang 1935) ist in Meiderich aufgewachsen. Bis gerade eben habe ich nie darüber nachgedacht, wann genau ihn der Zebravirus infiziert hat – fragen kann ich ihn leider nicht mehr, da er bereits 2004 verstorben ist – aber es wahr sicher früh in seinem Leben und – auch wenn das jetzt kitschig klingt – wirklich der Beginn der einzigen ganz großen Liebe, von der wir im Stadion regelmäßig singen.

    Es muss wohl Mitte der 1970er Jahre gewesen sein, als mein Vater mich das erste Mal mit ins Wedaustadion nahm. Ich erinnere mich nicht mehr an das Ergebnis, auch nicht mehr an den Gegner (obwohl ich glaube, es war Stuttgart), aber eins weiß ich noch ganz genau: Es fühlte sich richtig an und es war unser gemeinsames Ding. Und das blieb es von da an. Auch in Zeiten, in denen unser Vater-Sohn-Verhältnis schwierig war, hat uns der MSV immer verbunden und so manche Brücke gebaut.

    Der MSV hat unsere Liebe heftig auf die Probe gestellt, aber wir haben ihm die Treue gehalten. Drei Jahre Oberliga Nordrhein? Her mit der Dauerkarte! Nur eine Zange zum Stanzen der laminierten Dauerkarten im Stadion? Kommen wir halt noch früher und schauen aus der Schlange sehnsüchtig den wenigen Tageskartenbesitzern hinterher, die ohne Halt ins Stadion gehen.

    Wenn ich heute auf meine Geschichte mit dem MSV zurück blicke, dann mit Stolz. MSV-Fan zu sein, ist wahrlich nicht einfach, aber es bildet den Charakter, so viel ist sicher. Und vielleicht war es der effektivste Erziehungsbeitrag meines Vaters, mich mit den Zebras zusammen zu bringen. Ich werde ihm dafür immer dankbar sein!

    Wenn ich das jetzt noch einmal lese, kommt es mir zwar schrecklich kitschig vor. Aber es hat sich gut angefühlt, es zu schreiben und deshalb stelle ich es hier ins Forum.
     
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  45. Zebranachbar

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    Alles dabei, bewegende, lustige und teils traurige Geschichten...So wie das Leben nun mal ist
     
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  46. MS-Exilzebra

    MS-Exilzebra 3. Liga

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    Und das zum Glück nicht nur einmal. Danke, Papa, dass ich kein Schalker geworden bin und mich für den kindlichen München-Ausrutscher jetzt im Internet schämen darf.
     
  47. Timopower

    Timopower Kreisliga

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    Viele unfassbar tolle Geschichten, Geschichten die so sehr sicher eher gewinnen werden als meine . Doch ich seh es so , Meine Geschichte ist wie der MSV verglichen mit Bayern Dortmund :kacke:.... Etc... Sicherlich nicht in der Lage mit seinen bildhaften Stürmern der Erzählungen Tore zu schießen ... Oder mit einer emotionalen Abwehr alle Tore zu verhindern ... Aber meine Geschichte ist bodenständig, ehrlich und für eine kleine Gruppe von Zuschauern meiner Geschichte eine Geschichte der Herzensangelegenheit
    Daher bleib ich bescheiden freu mich für die Gewinner und hoffe für alle Väter Söhne Tochter wie auch immer ... Das ich weiterhin wie seit 1985 Spiele meines Vereins ansehen kann Ob Tribüne oder Stehplatz ....

    Mein Vater kann sich die Spiele nicht mehr ansehen, die Nerven .. Aber oft fährt er mit dem Fahrrad von hochheide bis zur Arena an Spieltagen und hört sich die Gesänge und das Gebrüll der Fans an. Vor der Arena...... Unfassbar .. Er war und ist MSVFan. Er hat mich vor 35 Jahren dazu gebracht .. Und dafür kann ich ihm nur danke sagen Euch allen einen tollen Feiertag und nur der MSV
     
  48. Old School

    Old School 1. Liga

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    Kurze Ergänzung:

    Dein erstes Spiel war legendär. Sehr krasse Atmosphäre im alten überausverkauften Wedaustadion.

    1991 gegen Vizemeister Klon mit ihren frisch gebackenen Weltmeistern 90. Wir zwangen sie ohne die Verletzten Ferry, Tönnies und Co über 120 Minuten an den Rande einer Niederlage. Pino hatte den Siegtreffer auf dem Fuß. 0-0! Danach mit 17.000 Zebras zum Rückspiel in Klon (So viele Karten durch Klon erhalten). Dort hielt der Kölner Illgner erst das 0-0. Machet Otze und am Ende 0-3 rausgeflogen. Wir feierten trotzdem lauter als Klon mit seinen damals knappen Fanmassen den Finaleinzug. Danach stiegen wir in Liga 1 auf.

    Dass ich in ebenfalls jungen Jahren solche Spiele live im Stadion auch auswärts miterben durfte, danke ich auch meinem Vater. Wir waren Ende der 80er mit dem MSV in Schlacke und überall. Die prägendsten Spiele meines Lebens.

    P.S.: Was für ein toller Thread...
     
    Zuletzt bearbeitet: 31 Mai 2019
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  49. Zebranachbar

    Zebranachbar Landesliga

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    Irgendwie geht's mir so, dass ich Namen von früher lese, auch aus meiner ersten Saison 96/97 und denke: das ist doch noch gar nicht so lange her, die haben doch Grad erst ihre Karriere beendet.
     
  50. fahrstuhl

    fahrstuhl Landesliga

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    Geboren 1972, das erst Mal im Stadion mit 6 Jahren, erstes Spiel gegen :kacke: in der Saison 1977/78
    live im Stadion erlebt. Mein "Stiefopa" hat mich damals einmal da mit hingeschleppt und ich bin ihm
    bis heute noch dankbar.

    Ein paar Monate später haben meine Eltern mich dann in den hohen Norden
    "verschleppt" - damit waren weitere Stadionbesuche erstmal Geschichte bei 550 km einfacher Fahrt.

    Mein Vater - natürlich auch durch und durch MSV Fan, leider aufgrund einer schweren Erbkrankheit aber
    nicht in der Lage das Stadion zu besuchen und viel zu früh verstorben hat dann mit mir lange Zeit
    immer alle möglich Quellen verfolgt (Radio / Videotext mit "Aktuellmeldung" auf Seite 251 wenn ein Tor gefallen ist
    und in den harten Oberligazeiten dann natürlich die gute alte Zeitung).

    Als ich 18 geworden bin und endlich Führerschein hatte und in der Lehre war hab ich eigentlich all
    mein Geld fürs Wochenende aufgesapart und bin so oft wie möglich ins Stadion gefahren,
    habe im Laufe der Jahre bestimmt 100 mal den Weg an die Wedau gefunden. Alles in allem
    locker über 100.000 km schon im Auto gesessen für den MSV :D

    2001 und 2002 dann zwei Söhne geschenkt bekommen und einen komplett infiziert, auch seit sie
    5 und 6 sind so oft wie möglich im Stadion gewesen. Im Moment versuchen wir auch so oft es geht in Stadion zu
    fahren und schauen ansonsten wirklich jedes Spiel dann im TV - verschieben dafür soweit es geht auch immer die Termine drumherum.
    Selbst nach dieser Seuchensaison sind wir nicht bereit den MSV los zu lassen -
    Magenta Sport is bereits abonniert, und die ersten Planungen wann wir in der kommenden
    Saison ins Stadion fahren auch...

    Ich wünsche mir und meinem Sohn das wir irgendwann nochmal dauerhaft in der 2. Liga uns
    etablieren können und wer weiss in einer aussergewöhnlichen Saison vielleicht auch nochmal
    ins Oberhaus schauen können, denn daran hat mein Sohn kaum Erinnerungen....

    Hoffentlich übergibt er den Staffelstab in ein paar Jahren dann an die dann 5. Generation,
    (Stiefopa, Papa, Ich, Sohnemann) egal ob M oder W :D
     
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