Die Pest ist angekommen

Wenn Müller und Hummels ihr Geld in einen Fußballverein investieren wollen, was genau ist daran ekelhaft?
Natürlich könnten sie ihr Geld auch bei der örtlichen Sparkasse investieren, das wäre für die Moralaposteln vermutlich korrekt, beide könnten sich über 0,5% Zinsen freuen und zusehen, wie bei einer Inflationsrate von etwa 3% das Vermögen dahinschmilzt.
Ist das der Sozialneid, der bei einigen durchdringt oder Unverständnis darüber, dass es Ex-Spieler gibt, die gerne Teil des Systems bleiben möchten?
Dann sind nämlich wirklich Experten am Ruder und keine zwielichtigen Typen wie der bei 1860.
Zumindest in Deutschland ist wichtig, dass 50+1 bleibt.
 
Wenn Müller und Hummels ihr Geld in einen Fußballverein investieren wollen, was genau ist daran ekelhaft?

Ich sag mal so, ich finde es nicht ekelhaft, aber es ist zumindest immer komisch, wenn Leute ihr Geld in Vereine Stecke mit denen sie so gar nix zutun haben. Da finde ich ja fast noch Dietmar Hopp sympathisch, der auch wenn er mal versucht hat Waldhof zu kaufen sein Geld letztlich in nen Verein gesteckt hat wo er selber in der Jugend spielte. Ist ja auch das gleiche bei Elversberg, Frank Holzer hat in der Jugend in Elversberg (wenn auch nen anderer Verein dort) gespielt, Jahrelang 2t Liga Spieler, dann irgendwann Trainer bei Elversberg, Präsident und wurde dann Geschäftsführer des Unternehmens von Papi. Das ist dann irgendwie sympathisch wenn der Mann dann den Verein sponsort der seine Heimat ist. Genauso finde ich es per se nicht uncool, dass einer der Naketano Gründer ja RWE sponsort wo er Jahrelang Dauerkarte hatte.

Ich will auch nicht ausschließen, dass wenn ich mal an Geld komme, träum, dass dann ein Teil auch dem MSV helfen würde wo es nur geht.

Aber ich habe halt auch Verständnis wenn Leute sagen ich finde es doof, wenn Vereine ohne jegliche Verbindung gekauft werden. Es ist halt was anderes wenn nen Scheich PSG kauft, als wenn es irgendjemand von Louis Vuitton machen würde. Genauso finden wir jetzt alle Wolfsburg nicht mega sympathisch oder Bayer Leverkusen, aber da ist ja Geschichte hinter. Wenn morgen der Fressnapf Gründer der ja wirklich tief verwurzelt in Duisburg ist hingehen würde und Capelli 10% der 40% am MSV abkaufen würde, hätte das auch meine Unterstützung.

Problematisch wird es dann wenn die Verbindung völlig random ist. Und auch das kann gut gehen, ich glaube z.B. einem Ryan Reynolds, dass er wirklich mit Herzblut bei Wrexham dabei ist, es ist aber halt als Story nicht so geil wie wenn jemand der als Kind in der Kurve stand und die Person deinen Verein rettet.
 
Wenn Müller und Hummels ihr Geld in einen Fußballverein investieren wollen, was genau ist daran ekelhaft?
Natürlich könnten sie ihr Geld auch bei der örtlichen Sparkasse investieren, das wäre für die Moralaposteln vermutlich korrekt, beide könnten sich über 0,5% Zinsen freuen und zusehen, wie bei einer Inflationsrate von etwa 3% das Vermögen dahinschmilzt.
Ist das der Sozialneid, der bei einigen durchdringt oder Unverständnis darüber, dass es Ex-Spieler gibt, die gerne Teil des Systems bleiben möchten?
Dann sind nämlich wirklich Experten am Ruder und keine zwielichtigen Typen wie der bei 1860.
Zumindest in Deutschland ist wichtig, dass 50+1 bleibt.
Also mit Neid hat es überhaupt nichts zu tun. Aber ich glaube wir müssen uns sowohl bei einem Hummels als auch Müller nicht darüber unterhalten, dass beide wohl ausgesorgt haben. Wahrscheinlich auch noch für die nachfolgende Generation. Wenn man dann einfach in einen portugiesischen Verein investiert, finde ich das irritierend. Aber jeder kann machen was er will, ich denke nur mit deren Reichweite und dem Ar... voller Kohle könnte man sinnvolleres anstellen.
 


Denke zwar wird eh nur ein kurzfristiges "Social-Media" Projekt und vor allem Legat steht für alles außer Seriösität.
 
Haben wir einen eigenen 50+1-Thread? Ich packs sonst mal hier rein:

as Bundeskartellamt hält die 50+1-Regel in seiner finalen Einschätzung für zulässig. Allerdings sieht die Behörde Nachbesserungsbedarf bei den Förder-Ausnahmen Leverkusen und Wolfsburg sowie bei den Sonderfällen Leipzig und Hannover.

Die Reaktion von Martin Kind kam auch sehr schnell:

Bis zur nun bekanntgegebenen Entscheidung des Kartellamts gingen aber Jahre ins Land. Um genauer zu sein acht. 96-Investor Kind hofft, dass es bis zur Lösungsfindung der Bundesliga für die Sonderfälle - wie seinen Klub - nicht noch einmal so lange dauert: "Eine zeitnahe Entscheidung in ein oder zwei Jahren wäre wünschenswert. Aber ich befürchte, dass sich das Thema wieder ziehen wird", erklärte er gegenüber Bild.

In der langfristigen Entscheidungsfindung liege vielmehr ein grundlegendes Problem: "Das ist ein Spiegelbild der deutschen Krankheit. Es gibt kein Erkenntnis-Problem, sondern ein Entscheidungs-Problem", monierte Kind. Von einer schnellen Einigung der Klubs in der Thematik 50+1 geht der 82-Jährige nicht aus: "Es wird spannend. Aber die Kulturen bei uns sind sehr unterschiedlich."


Statement vom VfL-Wolfsburg:

Der VfL Wolfsburg nimmt die abschließende, rechtlich nicht bindende Stellungnahme des Bundeskartellamts zur 50+1-Regel und deren Anwendung zur Kenntnis. Der Klub wird die darin enthaltenen Ausführungen nun sorgfältig prüfen.
In dieser Stellungnahme des Bundeskartellamts wird der weitere Reformbedarf der 50+1 Regel deutlich. Alle Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sind angehalten, gemeinsam Änderungen herbeizuführen.
Der VfL Wolfsburg hat sich bereits in den vergangenen Jahren intensiv in den Prozess eingebracht und dabei konkrete Vorschläge für eine zukunftsfähige Ausgestaltung der 50+1-Regelung unterbreitet. Aus unserer Sicht bedarf es einer praktikablen Lösung, die Rechtssicherheit schafft, faire und zuverlässige Wettbewerbsbedingungen gewährleistet und zugleich den unterschiedlich gewachsenen Strukturen im deutschen Profifußball Rechnung trägt. Entscheidend ist nun, gemeinsam einen langfristig tragfähigen Weg zu finden. Die aktuelle Stellungnahme bietet Ansatzpunkte für die weitere Diskussion.
Der VfL Wolfsburg wird sich weiterhin konstruktiv in diesen Prozess einbringen und die Gespräche mit der Bundesliga-Gruppe, den Klubs und den weiteren Beteiligten fortsetzen.
Quelle: VfL Wolfsburg

Mal gespannt, ob sich da was tut. Denke mal, dass es keine harten Entscheidungen gegen diese etablierten Namen geben wird, wie immer.
 
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