Das Problem von Max ist von Beginn weg auch, der spielerische und optische Vergleich zu den anderen Spielern die sonst die Außenbahn bekleiden - eigentlich ein echter Nachteil, der aber so vom Trainerteam getragen wird.
Ich denke man ist sich hier komplett einig, dass wir alle einen zentralen Fehlervermeidungsfußball sehen, damit wir in der Gegenbewegung nicht so offen sind. Bedeutet im Gegenzug auch, dass wir mehr in der Zentrale gegen den Ball arbeiten und wenn dort gespielt wird, auf hohe Bälle setzen die dort verarbeitet werden sollen. Unser eigentliches Offensivspiel, welches wir selber kreieren und beeinflussen wollen, kommt über die Außenbahnen. Damit können hier alle erstmal leben oder?!
Nun ist aber Max kein Spielertyp wie Noß, Symalla oder aber Borkowski. Dafür fehlt ihm der Antritt und die Möglichkeit der ständigen Bearbeitung bis hin zur Eckfahne. In der Konstellationen sehen wir rechts einzig Durchbrüche durch Bitter dort wenn der Raum sich ergibt. Bedeutet nämlich somit einen optischen und fühlbaren Nachteil beim Angriffsspiel gegenüber den Aufgezählten. Warum und weshalb, das muss DH beantworten, er will noch mehr Kompaktheit oder weitere Spielverlagerung im Halbfeld, die Max oft und gut macht. Nur lahmt dadurch unser Angriffsspiel für mein(!) Dafürhalten noch mehr und der Ball wird somit in den Raum gespielt, welcher von uns eh zu selten offensiv bearbeitet wird.
Ich denke auch, Max kann deutlich mehr auf einer zentraleren Position mit gewissen Freiheiten, ohne das ständige defensive Aufreiben um in dem Raum Gegenangriffe zu verhindern. Eigentlich wird seine eigene spielerische Komponente der kompletten Mannschaftsordnung unterstellt und lässt ihn hierdurch schon schlechter aussehen. Ähnliche Beispiele wie Krüger, der beim Anlaufen und unserem System Stärken opfert. Ähnlich wie Heike, der immer nur den reinen Zerstörer gegeben hat, um dann wenn der Ball durch mehr Räume lief draußen zu sitzen. Ähnlich wie Viet, den die Arbeit auf der Acht die Möglichkeit nimmt auf der Zehn mehr zu glänzen. Alle sind der Idee und dem mannschaftlichen Gefüge untergeordnet und lassen im Sinne des gemeinsamen Erfolgs eigene Möglichkeiten außen vor. Die Zeiten von "Gehts raus und spuits Fußball" sind lange vorbei.