Nutze ich auch mal die Sommerpause und poste vom Spiel AS Rom gegen Lazio Rom.
Eigentlich ein sonniger und warmer Tag im Mai und perfekt für ein Derby das Capitale. Aber leider nur eigentlich.
Aufgrund von Sicherheitsmassnahmen und dem zeitgleichen Finale der Italien Open gab es im Vorfeld zig Verlegungsüberlegungen bis man sich auf Sonntag 12:00 Uhr Mittags geeinigt hat.
Soweit so gut, wenn nicht noch der heftige Protest der Lazio Anhänger gegen ihren eigenen Präsidenten und Clubeigentümer Lotito wäre. Die Vorwürfe sind - zu wenig bis keine Investition in neue Spieler und verwehrter Zugang zu neuen Investoren und damit mehr Geld -.
Diese Proteste sind sehr konsequent und damit spielt Lazio seit Januar diesen Jahres vor nahezu leeren Rängen.
Leider hatte man sich darauf geeinigt Lazio auch beim heiligen Derby nicht zu unterstützen und die Curva Nord blieb nahezu vollständig leer.
Die Fans haben sich trotzdem in ihrem Viertel versammelt und haben das Spiel ausserhalb des Stadions geguckt. Ich war vorher dort und eigentlich war die Stimmung ganz nett. Es gibt dort einige Bars/Pubs und Ultragrupierungen verkaufen an kleinen Ständen ihren eigenen Merch. Das ist unmittelbar am Olympiastadion. Das besondere ist, dass wenn man eine kleine Brücke vor dem Stadion passiert, man automatisch im Viertel der Roma Fans landet mit nahezu den selben Aktivitäten.
Da sich beide Vereine noch das Olympiastadion teilen ist diese Situation recht besonders, aber für den Aussenstehenden sehr unterhaltsam. Und das Bier schmeckt frisch gezapft auf beiden Seiten hervorragend.
Soviel zur Situation vor dem Spiel und zur allgemeinen Lage.
Nun habe ich dann das Stadion mit überraschend laschen Kontrollen betreten, die übrigens von der Polizei abgehalten wurden. Ich befand mich auf der AS Rom Seite, bzw der Heimseite mit den ganzen Blöcken, für diesen Spieltag.
Es gibt dort überschaubar wenig Buden mit recht spartanischen Angeboten und auffallend ohne Preistafeln. Dann gab es noch im Stadion einen Foodtruck mit Burger, aber auch nur Burger, ohne Pommes usw. Die waren aber mega lecker und erinnerten mich sehr an die einfachen Burger vom Neutorgrill in Dinslaken, falls den jemand noch kennt.
Dazu kamen die obligatorischen Bierbuden.
Man musste auch nirgendwo lange anstehen.
Irgendwie haben auch die meisten Italiener auch nichts vom Catering angenommen.
Die Choreo vor dem Spiel war hierfür gewaltig und die Stimmung mächtig. Sehr viele Gruppierungen und sehr viele Lieder im Repertoire.
Was recht besonders ist, dass an den Blockeingängen keine richtige Kontrollen statt fanden. So konnte ich problemlos von meinem Sitzplatz, der ziemlich weit oben war, ganz unkompliziert runter bis an den Spielfeldrand gelangen und mir das Spiel auf Kopfhöhe der Spieler anschauen inmitten einer recht unterhaltsamen und lautstarken Ultragruppierung.
Nach dem Endstand von 2:0 standen recht viele Busse am Stadion, die recht zügig die Leute wieder in ihre Viertel brachten und mich zurück in die Innenstadt.
Ausser paar ansehnlichen Bengaloaktionen, auch ausserhalb des Stadions, war es in allen Lagern recht friedlich.
Ein sehr gelungenes Match mit angenehmen Menschen und sehr viel Tradition.
Rom ist ja eh immer eine Reise wert.