Fußball Argentinien

Leider hinter Bezahlschranke.


Auch wenn die Einführung des Artikels es erahnen lässt, geht nicht es nur um die WM, sondern auch generell um den Fussball in Argentinien.

Interessant, gerade aus deutscher Sicht, folgende Passagen daraus, deren Zitat sich hoffentlich noch im rechtlich zulässigen Rahmen bewegt.

Und gerade im Fußball sind nicht viele Menschen gut auf Milei zu sprechen. Der Präsident möchte argentinische Fußballvereine für private Investoren öffnen, „ganz nach dem Vorbild von Paris Saint-Germain oder Manchester City“, sagt Muno.
Auch andere Befürworter wie Mauricio Macri, der frühere Chef der Boca Juniors und spätere Staatspräsident, argumentieren, dass frisches Geld die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken würde. Argentinische Klubs haben seit Jahren die Copa Libertadores, die Champions League in Südamerika, nicht mehr gewonnen.

Aber der Widerstand gegen dieses Vorhaben ist gewaltig. In Argentinien sind die Klubs nicht nur eingetragene Mitgliedsvereine, in denen Fans als Mitglieder mitbestimmen. „Viele Vereine übernehmen zudem soziale und kulturelle Funktionen in Schulen, Internaten und bei Kulturveranstaltungen – besonders auf Stadtteilebene“, sagt Muno. „Und Kritiker befürchten, dass diese Gemeinschaftsfunktionen wegfallen würden, sobald nur noch der Spielbetrieb zählt.“
 
Die Hintergründe für den in Argentininen weitverbreiteten Rassismus im Fußball, der sich auch in der aktuellen WM zeigt, waren mir zwar grundsätzlich bekannt, aber nicht in dem Maße und vor dem historischen Kontext. Sehr interessant.

 
Die Hintergründe für den in Argentininen weitverbreiteten Rassismus im Fußball, der sich auch in der aktuellen WM zeigt, waren mir zwar grundsätzlich bekannt, aber nicht in dem Maße und vor dem historischen Kontext. Sehr interessant.


Danke für den Artikel, so sehr war mir das auch nicht bewusst, ich bin immer davon ausgegangen, dass das Nicht-vorhandensein von dunkelhäutigen Mitbürgern einer der Gründe war, aber dass Argentinien Rassismus so aktiv fördert ist schon traurig. Am bezeichnensten finde ich diesen Satz:

"Der Fußball bringt den Rassismus nicht hervor, sondern macht ihn vor einem Millionenpublikum sichtbar."
 
Nennt mich jetzt kleinlich, aber wenn auf die Aussage:
"Ihre Mutter kommt aus Kamerun, ihr Vater aus Nigeria – doch in ihrem Pass steht Frankreich", singen die argentinischen Stars.
keine Herabwürdigung der Menschen aufgrund der Herkunft der Eltern folgt, dann ist das nichts weiter als eine bloße Feststellung.

Sich auf die Entgleisungen der argentinischen Fans zu beschränken wäre wohl nicht spektakulär genug gewesen.
 
Nennt mich jetzt kleinlich, aber wenn auf die Aussage:

keine Herabwürdigung der Menschen aufgrund der Herkunft der Eltern folgt, dann ist das nichts weiter als eine bloße Feststellung.

Sich auf die Entgleisungen der argentinischen Fans zu beschränken wäre wohl nicht spektakulär genug gewesen.

Das müsste dann ja genau so gelten, wenn ich jemanden auf der Straße sehe mit einem Arm und dann laut "er ist behindert" sage. Oder wenn ich einen 1,60 m großen Mann öffentlich "Zwerg" nenne. Beides sind ebenfalls bloße Feststellungen.

Diese Feststellungen wären aber herabwürdigend gemeint. Genau so, wie die von dir zitierten "Feststellungen" der argentinischen Spieler sich nicht in einem luftleeren Raum bewegen, sondern herabwürdigend gemeint sind.

Das sind Dinge, die man einfach nicht macht. Völlig unabhängig davon, ob sie justiziabel sind oder nicht.
 
Nennt mich jetzt kleinlich, aber wenn auf die Aussage:

keine Herabwürdigung der Menschen aufgrund der Herkunft der Eltern folgt, dann ist das nichts weiter als eine bloße Feststellung.

Sich auf die Entgleisungen der argentinischen Fans zu beschränken wäre wohl nicht spektakulär genug gewesen.

Also ich weiß was du meinst, aber jedem sollte auch klar sein was damit gemeint ist. Und ich sage mal so ich bin mir zu 99% sicher, dass der Song nicht gesungen wird wenn die Mutter Deutsch ist, der Vater Brite aber der Sohn in Frankreich geboren wurde und für Frankreich spielt.
 
Sich auf die Entgleisungen der argentinischen Fans zu beschränken wäre wohl nicht spektakulär genug gewesen.
Das fehlt mir in dem Artikel auch etwas. Der These, das Rassismus in Argentinien politisch aktiv gefördert wird, fehlt mir aus dem Artikel die konkrete Grundlage, woran man das denn nun wirklich begründet. Das die Vorfälle nicht zu tolerieren sind ist ja klar, nur daraus eine Pauschalisierung über alle Argentinier und das Land als solches zu machen, ist mir persönlich zu einfach.

Argentinien ist als südamerikanisches Land wohl das, was am wenigsten südamerikanisch ist. Auch wegen der im Artikel genannten Historie und der Ein- und Zuwanderungsentwicklung aus Europa in den letzten Jahrhunderten. Ich war im November da und kann nur positives über Land und Leute berichten. Sehr abwechslungsreiches Land!
 
Das müsste dann ja genau so gelten, wenn ich jemanden auf der Straße sehe mit einem Arm und dann laut "er ist behindert" sage. Oder wenn ich einen 1,60 m großen Mann öffentlich "Zwerg" nenne. Beides sind ebenfalls bloße Feststellungen.

Nein, bzw. nur teilweise. Die Bezeichnung als "behindert" ist zwar korrekt, wird aber gemeinhin als herabwürdigend betrachtet, da als Beleidigung missbraucht. Der Vergleich mit der Aussage der Argentinier wäre "er hat einen Arm". Eine Feststellung.
Das zweite Beispiel finde ich total schräg. Die Feststellung wäre "er ist 1,60m groß", oder meinetwegen noch "er ist klein". Halt so wie "die Mutter von X kommt aus dem Senegal" - sofern es denn den Tatsachen entspricht. Die Bezeichnung "Zwerg" wäre eine bewusste Herabwürdigung, eine explizite, die ich in den Aussagen der Argentinier nicht erkennen kann.

Nochmal: wenn der Artikel das korrekt wiedergibt, haben die Argentinier Herkunftsland von Mutter und Vater genannt, nicht "er ist kein richtiger Franzose" oder "er ist Afrikaner" oder sonstwas. Ich erkenne da keine Herabwürdigung, die man nicht bewusst hineininterpretieren möchte.

Aber @MarZeRo deutet es ja schon an. Die These, dass Milei irgendwas zwischen Antichrist und Wiedergeburt des GröFaZ ist, liest man ja immer wieder. Da passt sowas dann gut. Eine Gesellschaft, die dieses marktliberale Monster gewählt hat, muss ja rassistisch sein.
 
Nochmal: wenn der Artikel das korrekt wiedergibt, haben die Argentinier Herkunftsland von Mutter und Vater genannt, nicht "er ist kein richtiger Franzose" oder "er ist Afrikaner" oder sonstwas. Ich erkenne da keine Herabwürdigung, die man nicht bewusst hineininterpretieren möchte.

Ja aber mal ehrlich wenn früher jemand gesungen hätte, dass Asamoah ja Eltern aus Ghana hat, dann hätte jeder gewusst was gemeint ist. Und dieser "Witz" im Internet und in Stadien, dass die französische Nationalmannschaft keine echte Nationalmannschaft ist gibt es ja immer wieder.

Das ist genauso wie grade viele Leichtathleten mit dunkler Hautfarbe grade massiv Deutsche Rekorde brechen und man im Internet dann immer liest "Deutscher Rekord" als Antwort. Ich will auch nicht Argentiniern pauschal Rassismus unterstellen, grade wir Deutsche haben davon mehr als genug bei uns im eigenen Land, aber zumindest die Fanrufe würde ich schon als klar rassistisch bezeichnen, "selbst" wenn sie formal richtig sind. Wie schon geschrieben die Rufe gab es nicht bei Hugo Loris (Vater aus Spanien) und auch bei einem Eric Cantona hätte das niemand gerufen.
 
Ja aber mal ehrlich wenn früher jemand gesungen hätte, dass Asamoah ja Eltern aus Ghana hat, dann hätte jeder gewusst was gemeint ist.

Gerald Asamoahs Eltern sind aus Ghana, das ist erstmal eine Feststellung. Wenn ich weder sage noch meine, dass er deswegen kein Deutscher ist finde ich das vollkommen absurd, mir unterstellen lassen zu müssen, das irgendwie negativ zu meinen. Und genau das passiert mit der Aussage der Argentinier.

Ich bin Ruhrgebietler. Hier kommen die Eltern oder Großeltern der Leute aus allen möglichen Ländern. Gibt wenig, was mir egaler ist. Aber wenn man Tatsachen blumig umschreiben muss, damit sie einem niemand bewusst negativ auslegen kann, da bin ich dann raus.
 
Nochmal: wenn der Artikel das korrekt wiedergibt, haben die Argentinier Herkunftsland von Mutter und Vater genannt, nicht "er ist kein richtiger Franzose" oder "er ist Afrikaner" oder sonstwas. Ich erkenne da keine Herabwürdigung, die man nicht bewusst hineininterpretieren möchte.
Deine Argumentation geht in die Richtung, die Juristen auch immer verwenden: solange etwas nicht klar ausgesprochen wird, ist das alles bloße Spekulation, und niemand kann für Spekulationen alleine oder mehrdeutige Aussagen belangt werden, da sie theoretisch auch anders gemeint sein könnten - je nach Sichtweise. Ja du hast Recht, in dem so vorgetragenen Wortlaut findet man keine direkten Anhaltspunkte für Rassismus, da „nur“ Fakten genannt werden.

Ändert aber nichts daran, dass es hochgradig rassistisch gemeint ist und die Argentinier genau darauf hinaus wollen: „Ihr seid keine Franzosen, sondern Afrikaner.“ Die Reaktion, den Sportminister zu entlassen weil er eine Richtigstellung gefordert hat, untermauert diese rassistische Grundhaltung nur noch mehr.

Es hat schon seine Gründe, wieso sich die (deutschen) Nazis in Argentinien wohl gefühlt haben. Und das ist ein rassistisches Problem, das sich durchs ganze Land zieht. Oder um es im Stil von Nadine the Brain zu sagen: „Argentinien is für mich Abfall!“ Ich könnte argumentieren, dass ich mit Argentinien nicht viel anfangen kann und es sinnbildlich für mich aussortiere. Damit wäre ich fein raus. Es gibt nichts, was ich dem Land positiv abgewinnen kann. Selbst Leo Messi lässt mich absolut kalt. Guckt euch die Szenen nach dem Endspiel an, die sagen ne Menge aus.
 
Nochmal: wenn der Artikel das korrekt wiedergibt, haben die Argentinier Herkunftsland von Mutter und Vater genannt, nicht "er ist kein richtiger Franzose" oder "er ist Afrikaner" oder sonstwas. Ich erkenne da keine Herabwürdigung, die man nicht bewusst hineininterpretieren möchte.
Alle französischen Nationalspieler sind Franzosen. Wenn man sich dann aber auf die Herkunft eines Menschen (oder seiner Eltern) fokussiert, obwohl das im Sachzusammenhang gar keine Rolle spielt, kann man das durchaus als Alltagsrassismus einstufen.
Und wenn man dann noch davon ausgeht, dass die Argentinier seinerzeit keinen kompletten Lebensbaumsong aller Spieler gemacht haben und z.B. den Spielern, deren Eltern aus Frankreich kommen, keine Zeile gewidmet haben - dann ist die Fokussierung auf die Herkunft sehr deutlich und es ist mehr als nur möglicher Alltagsrassismus. Dass der Song damals auch transphobe Anteile (gegen Mbappe) enthielt, zeigt dann noch deutlicher, dass es nicht um eine wertschätzende Sachstandsbeschreibung ging, weil es eben auch vollkommen egal ist, welchen Typ Frauen jemand bevorzugt.

Wenn du den in Duisburg geborenen Jugendlichen, dessen Eltern aus der Türkei kommen, lobst, weil er so gut deutsch spricht, kannst du zwar auch sagen, dass das eine Feststellung ist. Und es ist trotzdem auch subtiler Alltagsrassismus. Weil du nämlich damit implizierst, dass das etwas besonderes ist.

Alltagsrassismus ist subtil, oft merkt man ihn selber gar nicht und will ihn auch gar nicht ausdrücken. Die deutsche Nationalmannschaft hat z.B. 2014 mit ihrem witzig gemeinten Gaucho-Tanz auch eine Grenze überschritten, ohne dass es alle von ihnen zu Rassisten macht.
 
Aber @MarZeRo deutet es ja schon an. Die These, dass Milei irgendwas zwischen Antichrist und Wiedergeburt des GröFaZ ist, liest man ja immer wieder. Da passt sowas dann gut. Eine Gesellschaft, die dieses marktliberale Monster gewählt hat, muss ja rassistisch sein.

Wenn du schon so formal hohen Wert darauf legst, dass nur Feststellungen und keine Wertungen vorliegen würdem, dann musst du dich auch selbst an diesen Standards messen lassen. Und niemand hat bis zu diesem Post von dir - nicht auch nur ansatzweise - behauptet, die Gsellschaft in Argentinien sei rassistisch. Eine Feststellung oder Behauptung dieser Art leigt in keiner Weise vor.

Nochmal: wenn der Artikel das korrekt wiedergibt, haben die Argentinier Herkunftsland von Mutter und Vater genannt, nicht "er ist kein richtiger Franzose" oder "er ist Afrikaner" oder sonstwas. Ich erkenne da keine Herabwürdigung, die man nicht bewusst hineininterpretieren möchte.

In dem verlinkten Artikel steht:

"Ihre Mutter kommt aus Kamerun, ihr Vater aus Nigeria – doch in ihrem Pass steht Frankreich", singen die argentinischen Stars.

Die argentinischen Spieler werden nicht zitiert mit den Worten: "Ihre Mutter kommt aus Kamerun, ihr Vater aus Nigeria". Und stopp. Das könnte man mit rein formalistischer Perspektive noch als reine Feststellung betrachten. Über eine Feststellung hinaus geht es, wenn dem folgt: "doch in ihrem Pass steht Frankreich". Doch im Sinne von jedoch, aber. Das ist keine Feststellung mehr, sondern eine Kontrastierung. Und widerlegt jede Aussage, es liege eine reine Feststellung vor.

Was @Salou9 sagt, ist ebenfalls bestechend richtig. Sie hätten auch singen können: "Ihr Vater ist Spanier" über Hugo Lloris. Oder hätten über armenische, italienische usw. Vorfahren früherer französischer Natioanlspieler singen können. Haben Sie aber nicht.

Ich schätze dich grundsätzlichs sehr, alleine schon wegen deines Einsaatzes bei ZebraFM. Aber sorry, hier begibst du dich aus vollkommen unverständlichen Gründen argumentativ in eine Sackgasse.
 
Ich schätze dich grundsätzlichs sehr, alleine schon wegen deines Einsaatzes bei ZebraFM. Aber sorry, hier begibst du dich aus vollkommen unverständlichen Gründen argumentativ in eine Sackgasse.
Wer den @Rupert E. Diskutierstein kennt, der weiß, dass das auch so gar nich seine Ansicht ist. Jeder hat ma unglückliche Argumentationstage und ich würd nie auf die Idee kommen, dem irgendwas vorzuwerfen! :streicheln:

Das kann sicherlich bald richtig gestellt werden :top:
 
Nein, bzw. nur teilweise. Die Bezeichnung als "behindert" ist zwar korrekt, wird aber gemeinhin als herabwürdigend betrachtet, da als Beleidigung missbraucht.
Hoffe schreibe hier kein Müll, aber irgendein User wird mich sonst sicher Aufklären, aber für viele Behinderte ist der Begriff mehr in Ordnung als bpsw. beeinträchtigter oder so. Da ich aber nicht betroffen bin kann ich da natürlich für niemanden sprechen.


Weil du nämlich damit implizierst, dass das etwas besonderes ist.
Dat isset in Duisburg aber durchaus, hat allerdings Erfahrungsgemäß nichts mit der geograpischen Herkunft zu tun.

. Die deutsche Nationalmannschaft hat z.B. 2014 mit ihrem witzig gemeinten Gaucho-Tanz auch eine Grenze überschritten, ohne dass es alle von ihnen zu Rassisten macht.

Fand ich damals aber schon nicht so lustig. Aber man sollte auch nicht immer auf alles Rücksicht nehmen.


Ich habe da auch was @Rupert E. Riebenstein ausdrücken wollte glaube schon verstanden. Er hat den negativ oder wie im Artikel behauptet rassistisch gemeinten Hintergrund der Aussage in dem Fall glaube gar nicht angezweifelt, denke das man das irgendwo auch nicht abstreiten muss das es keine Huldigung des Gegners ist und man es nicht erwähnt weil man das respektiert.. Sondern eher gefragt ob man das so sehen muss und ob es jetzt ein allgemeines Problem der Argentinier ist Denn wie er sagt die Aussage ist ja vorerst eine (überflüssige) Feststellung. Das Problem ist in dem Fall und da stimme ich auch den anderen zu der Kontext. Daher das Asamoah Beispiel, wenn einer sagt der stammt aus Afrika ist das erstmal so. Ich sage der Deutsche Nationalspieler Asamoah, Du aber der stammt aus Afrika, ist das wieder was anderes.

Hatten die Franzosen nicht auch in ihrem Gesang beim WM/EM-Titel (mit Kante) in ihrem Song auch ihre afrikanische Herkunft angesprochen ?
 
Ich bin Ruhrgebietler. Hier kommen die Eltern oder Großeltern der Leute aus allen möglichen Ländern. Gibt wenig, was mir egaler ist. Aber wenn man Tatsachen blumig umschreiben muss, damit sie einem niemand bewusst negativ auslegen kann, da bin ich dann raus.
Aber das musst du ja auch nicht. Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten:
Entweder, es ist dir nicht nur grundsätzlich egal, sondern auch für eine (Gesprächs-)Situation unerheblich - dann gibt es gar keinen Grund, diese Tatsache zu thematisieren.
Oder aber es ist für dich in einer Situation eben doch wichtig, weil du ein Interesse hast, das im Zusammenhang mit der Herkunft steht - dann muss man da nichts blumig machen.

Ein Beispiel: Wenn du das erste mal die Eltern deiner neuen Freundin besuchst, dann fragst du sie vielleicht vorher, ob du irgendetwas besonderes beachten solltest. Shorts zum Grillfest oder lange Hose? Blumen für die Mutter oder ist das drüber? Man will ja einen guten Eindruck machen. Und wenn die Eltern deiner Freundin türkischstämmig sind, dann darfst du sie natürlich auch (unblumig-direkt) fragen, ob du z.B. irgendetwas berücksichtigen solltest, das ihnen kulturell bedingt wichtig ist und dass du aus Respekt vor der Herkunft vielleicht berücksichtigen solltest.
 
Ein Beispiel: Wenn du das erste mal die Eltern deiner neuen Freundin besuchst, dann fragst du sie vielleicht vorher, ob du irgendetwas besonderes beachten solltest. Shorts zum Grillfest oder lange Hose? Blumen für die Mutter oder ist das drüber? Man will ja einen guten Eindruck machen. Und wenn die Eltern deiner Freundin türkischstämmig sind, dann darfst du sie natürlich auch (unblumig-direkt) fragen, ob du z.B. irgendetwas berücksichtigen solltest, das ihnen kulturell bedingt wichtig ist und dass du aus Respekt vor der Herkunft vielleicht berücksichtigen solltest.

Also da bin ich als Schwiegersohn glaube komplett raus bei dir :D
Aber am Ende kommt es ja auch auf den Partner an und nicht auf die Schwiegereltern, auch wenn das manchen natürlich wichtig ist.

Aber Beispiel war trotzdem ganz gut :D
 
Ich schätze dich grundsätzlichs sehr, alleine schon wegen deines Einsaatzes bei ZebraFM. Aber sorry, hier begibst du dich aus vollkommen unverständlichen Gründen argumentativ in eine Sackgasse.

Vielleicht fehlen mir als Kartoffel da einfach die Antennen für. Ich lese die Aussage, denke mir jo, isso, Mutter kommt da und da her, Vater da und da her, geboren in Frankreich, damit Franzose und identifiziert sich offenbar so sehr mit dem Land, dass man für die Nationalmannschaft spielen möchte. Gibt ja auch Beispiele wie Aubameyang, geboren und aufgewachsen in Frankreich, der sich aber so sehr mit Gabun, der Heimat seines Vaters identifiziert, dass er auch sportlich dieses Land repräsentieren möchte, nicht das seiner Geburt. Ich meine beides völlig ohne Wertung, das wird ein jeder Mensch für sich selbst am besten entscheiden können, welches Land er als seine Heimat bezeichnet.

Das "doch" habe ich gar nicht so wahrgenommen, gebe aber gerne zu, dass es die Aussage verändert, und nicht zum Guten.

Rassismus wird mir vermutlich mein Leben lang nicht widerfahren, wie dem Großteil von uns hier nicht. Insofern finde ich das total schwierig, solche Aussagen zu bewerten. Ich wollte hier niemanden angehen, sollte das so rübergekommen sein, sorry - so wars nicht gemeint!
 
Vielleicht fehlen mir als Kartoffel da einfach die Antennen für. Ich lese die Aussage, denke mir jo, isso, Mutter kommt da und da her, Vater da und da her, geboren in Frankreich, damit Franzose und identifiziert sich offenbar so sehr mit dem Land, dass man für die Nationalmannschaft spielen möchte.
Und genau DAS sprechen diese Gesänge der Argentinier diesen Menschen ab. Sie sprechen Ihnen ihr "Franzose" sein ab, weil die Eltern ja Migranten sind. Da sind wir dann bei "Blut und Boden" etc.

"HA HA HA eure Eltern kommen aus Nigeria und Kamerun und IHR nennt euch Franzosen" so muss man das verstehen.
Und dann ist es rassistisch, weil Franzosen, in deren Verständnis, ja nur weiß sein können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rassismus wird mir vermutlich mein Leben lang nicht widerfahren, wie dem Großteil von uns hier nicht. Insofern finde ich das total schwierig, solche Aussagen zu bewerten. Ich wollte hier niemanden angehen, sollte das so rübergekommen sein, sorry - so wars nicht gemeint!

Alles gut.

Den allerwenigsten Menschen ist vorzuhalten, beinharte Rassisten zu sein. Das werfe ich auch den argentinischen Spielern nicht vor. Sehr wohl aber das Spielen mit rassistischen Klischees. Wobei sich das hier vermutlich vermengt mit der ganz allgemeinen Frotzelei anderen Teams gegenüber.

Jeder, auch ich, kann sich - auch ohne Absicht - abwertend gegenüber anderen Menschen äußern. Und zwar nicht auf Grund individueller Gründe bei diesen. Sondern auf Grund kollektiver Zuschreibungen diesen gegenüber.

Die Kunst besteht darin, Empathie aufzubringen, um nachzuvollziehen, dass das, was ich gar nicht böse meine, bei Anderen, bei Betroffenen, aber sehr wohl als böse ankommen kann. Aus ihrer Sicht zurecht, weil sie damit historisch abwertende kollektive Zuschreibungen verbinden.

Einfachstes Beispiel ist das Wort Zigeneursauce, das auch ich früher ohne böse Absicht verwendet habe, es jetzt aber aus guten Gründen nicht mehr tue. Ich war ja früher kein Rassist oder Antiziganist. Aber jeder Mensch darf sich weiterentwickeln und Empathie für andere Menschen aufbringen.

Aber ich denke, das sollte es zu diesem Thema auch gewesen sein. Die Diskussion entfernt sich immer mehr vom eigentlichen Thread-Thema.
 
Das "doch" habe ich gar nicht so wahrgenommen, gebe aber gerne zu, dass es die Aussage verändert, und nicht zum Guten.

Rassismus wird mir vermutlich mein Leben lang nicht widerfahren, wie dem Großteil von uns hier nicht. Insofern finde ich das total schwierig, solche Aussagen zu bewerten. Ich wollte hier niemanden angehen, sollte das so rübergekommen sein, sorry - so wars nicht gemeint!

Vielleicht ganz wichtig, ich glaube ich spreche hier für alle, niemand hat das auf dich bezogen, oder dir unterstellt da was Negatives mit zu meinen. Ich habe immer großen Respekt vor deinen Posts. Ich war hier halt nur anderer Meinung und wollte darstellen, warum ich glaube, dass man das als betroffene Person anders sieht.

Ich bin trotz meines Profilbilds auch absolut weiß und ich glaube für viele Menschen dunkler Hautfarbe ist das wirklich ein ganz anderes Thema.

Und auch ganz wichtig, ich unterstelle nicht jedem Argentinier Rassismus, genauso wenig wie ich das bei jedem Deutschen tun würde, ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass viele die genau das gerufen haben, dass diesen Leuten gar nicht so bewusst war, wie Rassistisch das ist. Das ändert aber trotzdem nichts daran, dass es das ist.
 
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