Auch Vestenberghs Greuth und wehe ich komme mit Wiesbaden, Paterborn und sogar Hoffenheim aber in dieser sehr temporären Betrachtung die ich nicht teilen kann stehn sogar die ganz Großen hintenan.
Mach es dir nicht zu schwer und vergiß nicht dass diese Vereine auf lange Sicht nicht mit uns mithalten können.
Auf lange Sicht sollten wir froh sein, wenn es unseren MSV noch gibt...
Wir wurden doch längst durchgereicht. Vor 20 Jahren haben wir über Freiburg und Mainz auch gesagt, dass wir deren sympathischen Fans mal ein bisschen Bundesligaluft gönnen. Die gehen eh wieder ab. Was ist passiert? Die haben uns abgehängt, und auf Jahrzehnte werden wir an die nicht mehr herankommen, wenn nicht ein kleines Wunder geschieht.
Na und? Ich liebe diesen Verein, auch weil wir eine Graue Maus sind. Weil wir immer der Underdog waren. Weil uns niemand sehen mochte. Weil bei unseren Bundesliga-Abstiegen Fußballdeutschland nicht geflennt hat wie bei denen der Gelsenkirchener. Ich bin MSV-Fan, weil mir der Mainstream schon immer auf den Keks gegangen ist und ich lieber gegen den Strich bürste. Wir müssen den MSV nicht kleiner machen, als er ist. Aber wir müssen ihn auch nicht aufblasen, wie es Hellmich einst gemacht hat. Dessen MSV war nicht meiner, und sein aufgeblasener Verein ist geplatzt, weil zu viel Luft drin war. Weil wir zu hoch hinaus wollten und uns größer gemacht haben, als wir sind, stehen wir heute da, wo wir stehen. Wir tun gut daran, das hinzunehmen und nicht wieder unseren Verein aufzublasen.
Ja, es schmerzt auch mich, dass Paderborn zwei Ligen über uns spielt. Jedes Jahr rutschen wir in der ewigen Bundesligatabelle ein paar Ränge nach unten. Auch das ist bitter. Aber es ist Realität. Die müssen wir akzeptieren. Milan Sasic hat mal sehr treffend gesagt: Wer wenig Geld hat, muss eben mehr und härter arbeiten. Jammern hilft da nicht. Und genau so sieht es aus.
Vergangenheit heißt Vergangenheit, weil das, was war, vergangen ist. Es ist vorbei. Die Vergangenheit ist Teil unseres Vereins, sie macht ihn und seine Tradition mit aus. Als die Bayern mit eigenen Köchen zu Auswärtsspielen fuhr, hat die Frau unseres Vorsitzenden Butterbrote für die Spieler geschmiert. Das gehört neben unserer Vizemeisterschaft auch zu unserer Geschichte. Und darauf bin ich stolz! Man tut gut daran, sich seiner Vergangenheit bewusst zu sein. Das heißt aber nicht, in der Vergangenheit zu leben.
Heute stehen wir in der 3. Liga und messen uns mit Chemnitz. Die stehen in der Tabelle nach wenigen Spielen deutlich vor uns, und wir können mit einem Punkt in Chemnitz zufrieden sein. Das ist Gegenwart. Mit der Einstellung, "dass wir der MSV Duisburg sind" und alles weghauen müssen, weil wir vor 50 Jahren fast mal einen Titel gewonnen hätten, kommen wir keinen Schritt weiter.