#6 Rasim Bulic

Mal ganz ehrlich, wir wollen ein Ausbildungsverein sein und Ziel Nummer 1 muss es sein, mit Spielern Gewinne zu erzielen.

Bulic haben wir ablösefrei bekommen (zwar sicherlich Topverdiener) und er hat uns fußballerisch einen absoluten Mehrwert gegeben. Platz 4 und DFB-Pokal Teilnahme, vermutlich sogar Niederrheinpokalsieger.
Nun besitzt er noch 1 Jahr Vertrag und eine Verlängerung würde ich stand jetzt ausschließen. Heißt: Verkaufen. Da wir sogar einige Angebote haben, können wir die Ablösesumme bestimmen, also optimales Szenario.
Ersatz? Ganz ehrlich, seine Mentalität und seine Fähigkeit in den richtigen Momenten das Pressing anzusetzen, sind schwer ersetzbar ABER wir haben einen sehr ähnlichen, sogar fußballerisch besseren Spieler bereits geholt. Casar ist Bulic doch sehr ähnlich und kann genau diese Rolle kommende Saison übernehmen.
Sein Start war stark, wurde jedoch durch eine generelle mannschaftliche Formschwäche und seinem Aussetzer, stark negativ fortgeführt.

ABER mit einer kompletten Vorbereitung sehe ich ihn als klaren Starter und hat auch in Liga 3 bereits gezeigt, was er drauf hat.

Also:
Wäre Bulic ein Verlust? Ja
Würde seine Mentalität fehlen? Ja
Ist davon unsere gesamte komplette kommende Saison geprägt? Definitiv Nein
Ist es im Sinne unseres Vereins hier eine Ablöse zu generieren? Definitiv Ja
Muss jetzt hier eine Untergangsstimmung entstehen? Hell No

Also Bulic bei angemessenem Angebot verkaufen und uns mit neuen, starken Talenten verstärken
 
Ich persönlich finde das mit dem Ausbildungsverein kein gutes Konzept. Was soll es uns auf Dauer bringen,wenn wir jedes Mal unsere guten Spieler für kleines Geld abgeben müssen und wir in der dritten Liga verharren. Wir müssen versuchen eine starke Mannschaft zusammen bekommen und uns jedes Jahr zu verstärken.Ich halte es nicht für ein gutes Konzept jedes Jahr zu versuchen die guten Spieler, die man ablösefrei bekommen hat und für die man ein bisschen Ablöse kassiert durch noch bessere, ablösefreie Spieler zu ersetzen,das wird auf Dauer wahrscheinlich nicht klappen.
 
Ich persönlich finde das mit dem Ausbildungsverein kein gutes Konzept. Was soll es uns auf Dauer bringen,wenn wir jedes Mal unsere guten Spieler für kleines Geld abgeben müssen und wir in der dritten Liga verharren. Wir müssen versuchen eine starke Mannschaft zusammen bekommen und uns jedes Jahr zu verstärken.Ich halte es nicht für ein gutes Konzept jedes Jahr zu versuchen die guten Spieler, die man ablösefrei bekommen hat und für die man ein bisschen Ablöse kassiert durch noch bessere, ablösefreie Spieler zu ersetzen,das wird auf Dauer wahrscheinlich nicht klappen.
so wie das in Freiburg auch nicht klappt meinste?
 
@marco_b
Der Vergleich mit Freiburg hängt ein wenig. Erstens spielen die in der ersten Liga und selbst in der zweiten Liga hatten die ein ruhigeres Umfeld gehabt,und einen Trainer, der selten infrage gestellt wurde. Und wenn die Ablösesummen kassiert haben, dann waren es nicht nur 200.000 oder 300 tausender Euro, sondern meistens im Siebenstelligen Bereich und jetzt zum Schluss sogar im achtstelligen Bereich. Da kann man natürlich viel einfacher aufbauen.Wir müssen erst mal eine starke Mannschaft zusammenstellen, damit wir es in die zweite Liga schaffen, wo wir dann auch falls wir gute Talente haben auch ein wenig mehr Ablösesumme kassieren können, um weiter aufzubauen.
 
@marco_b
Der Vergleich mit Freiburg hängt ein wenig. Erstens spielen die in der ersten Liga und selbst in der zweiten Liga hatten die ein ruhigeres Umfeld gehabt,und einen Trainer, der selten infrage gestellt wurde. Und wenn die Ablösesummen kassiert haben, dann waren es nicht nur 200.000 oder 300 tausender Euro, sondern meistens im Siebenstelligen Bereich und jetzt zum Schluss sogar im achtstelligen Bereich. Da kann man natürlich viel einfacher aufbauen.Wir müssen erst mal eine starke Mannschaft zusammenstellen, damit wir es in die zweite Liga schaffen, wo wir dann auch falls wir gute Talente haben auch ein wenig mehr Ablösesumme kassieren können, um weiter aufzubauen.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war in Freiburg der FC und nicht der SC der größere und bekanntere Verein. Der SC Freiburg hat mit langfristigem Arbeiten, losgelöst von Allüren oder Eitelkeiten einen Weg genommen, den andere gerne auch machen würden. Dazu gehört aber Geduld, konzentrierte Arbeit über Jahre, Glück bei vielen Entscheidungen und der Mut auch mal mit dem Trainer ab- und wieder aufzusteigen.
Angefangen haben die dort auch mit kleinen Transfererlösen, viel Jugendarbeit und viel gezahltem Lehrgeld.
Der Vorteil dort ist allenfalls die fehlende Konkurrenz durch Nachbarn wie bei uns.
 
@marco_b
Wir müssen erst mal eine starke Mannschaft zusammenstellen, damit wir es in die zweite Liga schaffen, wo wir dann auch falls wir gute Talente haben auch ein wenig mehr Ablösesumme kassieren können, um weiter aufzubauen.
Ja, und dafür muss man Geld investieren. Geld, dass u.a. durch Transfererlöse erwirtschaftet wird.

So schade es wäre, wenn beispielsweise Rasko gehen würde, so sehr ist genau das scheinbar einzig funktionierende Geschäftsmodell für den MSV. Zumindest aktuell.
 
@marco_b
Man muss nicht immer sein Tafelsilber unbedingt verscherbeln um weiterzukommen. Manchmal reicht es auch, wenn wir vielleicht mal einfach dauerhaft DFB-Pokal spielen würden oder wenn unsere Sponsoren einfach mal vielleicht die Schatulle ein wenig mehr öffnen oder wir uns für Investoren öffnen, um einen Schritt weiter zu machen.
 
Ich persönlich finde das mit dem Ausbildungsverein kein gutes Konzept. Was soll es uns auf Dauer bringen,wenn wir jedes Mal unsere guten Spieler für kleines Geld abgeben müssen und wir in der dritten Liga verharren. Wir müssen versuchen eine starke Mannschaft zusammen bekommen und uns jedes Jahr zu verstärken.Ich halte es nicht für ein gutes Konzept jedes Jahr zu versuchen die guten Spieler, die man ablösefrei bekommen hat und für die man ein bisschen Ablöse kassiert durch noch bessere, ablösefreie Spieler zu ersetzen,das wird auf Dauer wahrscheinlich nicht klappen.
Die 3.Liga ist doch zwangläufig eine Liga von "Ausbildungsvereinen", und zwar in der Hinsicht, dass du kaum Spieler findest die nicht in einer höheren Liga spielen wollen. Dementsprechend wage ich auch zu bezweifeln, dass es in dieser Liga viele Verträge länger als 2 Jahre , ohne Ausstiegsklausel mit "niedriger" Ablösesumme, gibt. Wenn dann die entsprechenden Angebote rein kommen, wollen die meisten Spieler die in der Regel dann auch annehmen.

Natürlich kannst du dann als Verein grundsätzlich "hart" bleiben, aber als Konsequenz solltest du auch schauen das du diese Liga schnell nach oben verlässt. Denn bald wird kaum ein "hungriger" Spieler mehr bei dir eine Vertrag länger als 1 Jahr unterschreiben, wenn er weiss dass er seinen Vertrag komplett absitzen muss und ggf "einmalige" Angebote ausschlagen muss. Soll heissen, mit so einer Strategie schränkst du den "Spielerpool" für Verpflichtungen stark ein.

Dazu kommt dass der MSV doch wohl immer noch auf solche Transfererlöse angewiesen ist, weil in der 3.Liga halt idR ein Verlust anfällt. D.h. der Verein wird bei entsprechenden Angeboten wahrscheinlich eh geneigt sein müssen, diese anzunehmen, sofern sie "marktadäquat" sind.

Für mich sollte der MSV den Weg, (nahezu) ausschliesslich entwicklungsfähige Fussballer im besten Alter (für mich so um die 25 Jahre) zu verpflicheten die noch "etwas vor haben", daher auch beibehalten. Das uns dann ligaunabhängig nach der Saison regelmässig 3-4 Spieler nach oben verlassen, ist dann halt davon die Konsequenz, mit der ich aber leben kann.

Edit:
Die Fähigkeit, trotz allem immer wieder einen guten Kader zusammen zu stellen und "Perlen" zu finden, macht dann halt auch eine gute Transferpolitik aus.
 
Ich persönlich finde das mit dem Ausbildungsverein kein gutes Konzept. Was soll es uns auf Dauer bringen,wenn wir jedes Mal unsere guten Spieler für kleines Geld abgeben müssen und wir in der dritten Liga verharren. Wir müssen versuchen eine starke Mannschaft zusammen bekommen und uns jedes Jahr zu verstärken.Ich halte es nicht für ein gutes Konzept jedes Jahr zu versuchen die guten Spieler, die man ablösefrei bekommen hat und für die man ein bisschen Ablöse kassiert durch noch bessere, ablösefreie Spieler zu ersetzen,das wird auf Dauer wahrscheinlich nicht klappen.
Naja, mittlerweile sind außer der FCB , alle Vereine gezwungen sich für das Ausbildungskonzept oder gegen das Ausbildungskonzept zu entscheiden. Die meisten die dieses Ausbildungskonzept umsetzten profitieren dadurch dass auch entsprechende Transfererlöse erzielt werden. Machst du es so wie wir es die letzten Jahre hauptsächlich gemacht haben, bleibst du als Verein auf der Strecke. Egal, ob man das gut findet oder nicht.
 
@krush_82 man kann ja ruhig Ausbildungsverein sein,aber auf diesem niedrigen Niveau halte ich es für wenig zielführend. Was nützt es uns wenn wir immer nur so ein paar Cent kriegen damit können wir uns auf Dauer nicht wirklich verbessern.Ich möchte nicht auf Dauer immer nur in der dritten Liga bleiben nur weil wir unsere besten Spieler abgeben. Man muss einmal den Kreislauf durchbrechen und hochkommen und wenn man dann Spieler abgeben muss, auch wenn es schwer fällt aber da muss man schon ordentliche Ablösesummen, die man auch investieren kann bekommen.Mit 100 oder 200.000 Euro kommt man nicht sehr viel weiter und so gute Spieler kriegt man für so kleines Geld selbst in der dritten Liga kaum. Der Kader ist im Winter nicht umsonst aufgerüstet worden. Man wollte mit aller Gewalt an die Fleischtöpfe der zweiten Liga, um ein besseres Fundament zu schaffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Wahrheit steckt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und muss individuell betrachtet werden. Sven hat schon recht, gleichzeitig muss man den Wert eines Spielers für das Saisonziel ganz genau abwägen.

Denkt mal zurück an die Saison 2017/2018: Nach einer souveränen Saison, in der man teilweise sogar am Aufstieg geschnuppert hat, wurden Spieler wie Cauly und Tashchy gehalten, die dem Verein ursprünglich ordentlich Geld eingebracht hätten. Man hat aber auf die Bundesliga geschielt und versucht, mit den Leistungsträgern vielleicht wirklich den Aufstieg zu schaffen.

Das Gesamtgefüge fiel danach aber aus dem Ruder. Es kamen Charaktere wie Gyau, der sich später weggestreikt hat, oder Regäsel. Spieler, die eigentlich immer Performer waren, hatten beim MSV überhaupt keinen Spaß mehr und gingen nicht mehr ans Leistungslimit, zum Beispiel John Verhoek oder Sukuta-Pasu und haben auch für "böses" Blut im Kader gesorgt.

Bei einem Spieler hat man sich für das Geld entschieden, weil man dachte, man könnte ihn ersetzen: Flekken! Flekken für Mesenhöler, Mesenhöler für Davari, Davari für den nachverpflichteten Wiedwald.

Was ich damit sagen will: Transfererlöse sollten genauso ein Ziel sein wie das Halten von Leistungsträgern, die für den sportlichen Weg essenziell sind. Es ist einfach individuell zu betrachten und man sollte das große Ganze sehen.

Rasim ist im Team extrem beliebt, auf den Rängen extrem beliebt und für unser Spiel unfassbar wichtig. Gleichzeitig bin ich auch dabei, dass er nicht unersetzlich ist. Es kommt darauf an, welche Abgänge uns noch erwarten. Hält sich das im Rahmen, sollte man Rasim die Chance nicht verwehren, vorausgesetzt, seine Dienste sind einem Verein das entsprechende Geld wert. Denn zu verschenken haben wir nichts.

Grundsätzlich bin ich ein riesiger Fan von dem Jungen. Die sportliche Führung wird es schon richten.
 
Denkt mal zurück an die Saison 2017/2018: Nach einer souveränen Saison, in der man teilweise sogar am Aufstieg geschnuppert hat, wurden Spieler wie Cauly und Tashchy gehalten, die dem Verein ursprünglich ordentlich Geld eingebracht hätten.
Gutes Beispiel, gerade bei Cauly hatte sich dieses Festhalten dann in der Folgesaison sogar noch extrem gerächt, als der nur noch bocklos war. Diese Szene vs Bielefeld nach der Ecke wird wohl nie aus meinen Augen verschwinden.
 
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