Wenn ich hier so lese "kämpfen", "nie aufgeben", "nach vorne", "offenes Visier" schäme ich mich fast ein wenig dafür, nicht ebenfalls zur Attacke zu blasen und notfalls getroffen mannhaft vom Zossen zu gleiten
Aber wie ich es halt drehe und wende bezweifle ich sehr, daß allein mit einer kämpferischen Einstellung der Geissbock umgestoßen werden kann. Das allein reicht nicht (und es wäre ja schon mehr als bisher, wenn die Einstellung für 90 Minuten + x stimmen würde).
Dazu kommt, daß das Hinspiel für mich gegen einen anderen Gegner stattgefunden hat, nämlich gegen einen Effzeh, der erst noch mit seiner Selbstfindung in Liga 2 zu tun hatte (was dem HSV ja bis heute nicht gelungen ist) und der darüberhinaus auch keinen Modeste hatte, der jetzt problemlos Terodde ersetzen kann, wenn dem einmal für 70 Minuten die Schuhspitzen nach hinten stehen (oder umgekehrt). Heisst: Es ist NOCH schwieriger und schon damals war es unmöglich, es sei denn gewisse Sternenkonstellationen, Luftzusammensetzung und der Wille der Götter machen die Sensation möglich. Im Hinspiel waren die Voraussetzungen jedenfalls völlig anders.
Klar: "Jetzt erst recht. Aufgeben gehört sich nicht." ist Pflichtprogramm für Zebras. Eigentlich. Würde ich auch gerne voller Inbrunst sagen, schreiben, brüllen. Kann ich aber leider nicht und sehe ganz im Gegenteil nur noch "Endzeitstimmungspghrasen", die mich in keiner Weise anstecken.
Auf jeden Fall beneide ich jeden, der noch "daran" glaubt, aufrichtig und ehrlich.
Hoffentlich habt IHR am Ende Recht.