Frauenfußball WM 2023 in Australien und Neuseeland

12 Uhr FINALE bei der WM England gegen Spanien ...läuft im ZDF und Nia ist jetzt leider seit gestern in Rente...

Kann dann hier auch heute Abend geschlossen werden !

Es gibt ja den Nation League Thread bzw. Quali für die olympischen Spiele in Paris , wo nur zwei europäische Mannschaften neben dem Veranstalter antreten dürfen.
Es sind nicht automatisch England und Spanien wie man es im Nachwuchsbereich vielleicht kennt qualifiziert.

Bayern Deutschland hat da also noch eine Chance wenn die Bayern Spielerinnen bei den Spielen oder dann im Turnier in Urlaub müssen...

Ich hoffe ja ganz klammheimlich auf Tabea Kemme als Nachfolgerin für Künzer. Die ist zentriert, frisch im Kopf, meinungsstark und richtig klug. Da würde das ARD-Studio endlich mal zum sportpolitischen Durchlauferhitzer. Der DFB bräuchte diese liebevoll gezielten Tritte, die sie bei der WM gesetzt hat wie eine erfahrene Eseltreiberin auf einem schwierigen Saumpfad durch die Anden und ohne Möglichkeiten, wieder umzukehren, eigentlich immer mehr und immer öfter.
 
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Ich bin, noch völlig geflasht vom "kleinen" Finale gestern, heute wieder zur Unzeit an die Glotzkiste herangetreten. Und gleich ging es so dynamisch weiter, dass einem die Luft weg blieb. Der Grund dafür waren natürlich die Spanierinnen, die das Konzept Tiki-Taka, bei den Männern längst zu einem Klotz am Bein der Nationalmannschaften heruntergekommen, nochmal mit dem ganzen Zauber aufluden, den es nach seiner Erfindung in Barcelona weltweit versprühte. Auch City mit Guardiola himself spielt natürlich längst was ganz anderes.

Das Geheimnis dabei ist, dass Tiki-Taka an sich die Grundordnung, oder den in nur leichte Bewegung versetzen Ruhezustand des Systems verkörpert. Die Spielerinnen müssen daher in jeder Sekunde im Kopf behalten, es durch Tempoverschärfung, einen blitzschnellen gut getimten Pass nach vorn, aber auch durch den sofortigen Übergang in den rückwärtigen Infight, einschließlich Manndeckung und engstem Markieren, wo immer wann nötig, aufzulösen. Und möglichst oft aufzulösen oder die Auflösung vorzutäuschen. So bleiben die Gegner ständig mit dem befasst, was du als nächstes versuchen wirst, und wird ihre Konsolidierung massiv und fortwährend gestört.

In dieser riskanten, hochkreativen Art hielt Spanien das Spiel 90 volle Minuten in einer elektrisierenden Schwebe - und zwar gegen Engländerinnen, die mustergültig die gegenteilige Tradition zentraleuropäischer Fussballkultur, also auch deutscher, zum Vortrage brachten.

Es blieb knapp - aus neutraler Sicht ein Glück, dass der berechtigte Elfer, der auf einer eindeutigen, aber nur minimalen Aktivität beim Handspiel beruhte, von Hermoso zu schwach geschossen wurde und die Torfrau sich für die richtige Ecke entschied. England spielte für mich nicht unter seinen Möglichkeiten. Spanien wob es allerdings geschickt immer wieder ein, verdichtete, machte selbst auf und stürmte, ging zurück in die Grundstellung.

Unglaublich, aber wahr: Dieses Traumfinale, das beste Spiel der zwei besten Mannschaften des Turniers mit der entschiedensten Bereitschaft, in Permanenz gerade hier "All in" zu gehen, anstatt besonders auf Verschleppen und gegnerische Fehler zu setzen, wurde von Spanierinnen bestritten, deren Verband so tief gespalten ist, dass der Präsident sich sogar zur öffentlichen Deklassierung seiner Spielerinnen bemüßigt fühlte. Soviel nur mal zur ewig wiederholten Kernvorgabe deutscher Fussballphilosophie mit den "Elf Freunden" von Rudi Völler und Kollegahs, wo alle nur immer alles "ein bisschen" mehr oder weniger, also faktisch überhaupt nicht, tun sollen.

Tabea Kemme brachte es nach der Siegererehrung nochmal prägnant auf den Punkt: Man hat die Spanierinnen sie selbst sein und ihren Weg zum Finale selbst finden lassen. Die Verantwortung lag auf denen, die sich ja auf dem grünen Rasen auch abrackern mussten für den Triumph.

Und siehe da: Sie scheuten mitnichten davor zurück - sondern stürzten sich förmlich darauf wie hungrige Raubtiere auf Beute, wenn der Zoowärter sie endlich mal lebend über den Zaun wirft. Ob das jetzt nur Resultat eines "Versagens" des Verbandes war, der seine Sucht, alles zu bestimmen wegen dem Streit nicht mehr ausagieren konnte, oder ob der Planungsstab zuletzt doch eine Art Einsehen hatte - völlig egal!

Streitkultur - das fehlt uns Deutschen. Sie ist das Gegenteil davon, andere Länder und Menschen kleinzureden und seine eigene Rolle zugleich durch Planungsoverkill zu überhöhen. Streikultur bedeutet Lust auf Auseinandersetzung, Klugheit und Umsicht statt hohles Pathos, den Kampf annehmen, aber Wut und Enttäuschung in Kreativität und handwerkliche Finesse umsetzen - und unter dieser Voraussetzung ist eine Alex Popp eben die Frau, die auch die Traumzuspiele verwerten kann, die dann präzise genug kommen. Und Streitkultur geht nur, wenn man Frustrationstoleranz von der Pike auf gelernt hat.

Symptomatisch für dieses Resümee sind die Bilder nach der Siegerehrung. Auch die Brits blieben draussen, benahmen sich, schenkten den Siegerinnen zuerst ihre volle Aufmerksamkeit - und nicht dem eigenen Gekränktsein. Das hat sie vor sich selbst etwas wachsen lassen. Kann sein, dass dieser innere Zuwachs im nächsten Finale den Ausschlag dafür gibt, dass sie es dann gewinnen!
 
Spanien ist aus meiner Sicht verdient Weltmeister geworden, auch wenn ich nach wie vor Japan für das kompletteste Team halte. Wie schön Frauenfußball sein kann, wenn Physis, Spielintelligenz und Technik zusammenkommen haben aber vor allem die Spanierinnen gezeigt.

Ich bin gewiss kein Freund von FIFA Präsident Infantino, die Teilnehmer Zahl auf 32 zu erhöhen war seit langem seine sinnvollste Idee. Es gab zwar einige Spiele auf mäßigem Niveau, daran waren aber überwiegend die etablierten Mannschaften beteiligt. Die Neulinge haben auf ihre Weise vollkommen überzeugt und die WM mit erfrischendem Fußball bereichert. Zweistellige Kantersiege wie man sie noch an der letzten WM erleben durfte blieben zum Glück aus.

Der DFB und seine Rumpelfüßler ist es nicht weiter wert seine kostbare Lebenszeit weiter für diese Versager zu verschwenden.

@ChristianMoosbr 100% agree.
 
Spanien ist aus meiner Sicht verdient Weltmeister geworden, auch wenn ich nach wie vor Japan für das kompletteste Team halte. Wie schön Frauenfußball sein kann, wenn Physis, Spielintelligenz und Technik zusammenkommen haben aber vor allem die Spanierinnen gezeigt.

Ich bin gewiss kein Freund von FIFA Präsident Infantino, die Teilnehmer Zahl auf 32 zu erhöhen war seit langem seine sinnvollste Idee. Es gab zwar einige Spiele auf mäßigem Niveau, daran waren aber überwiegend die etablierten Mannschaften beteiligt. Die Neulinge haben auf ihre Weise vollkommen überzeugt und die WM mit erfrischendem Fußball bereichert. Zweistellige Kantersiege wie man sie noch an der letzten WM erleben durfte blieben zum Glück aus.

Der DFB und seine Rumpelfüßler ist es nicht weiter wert seine kostbare Lebenszeit weiter für diese Versager zu verschwenden.

@ChristianMoosbr 100% agree.

Wenn wirkliche Expertise zu dem Schluss kommt, dass Infantino beim Frauenfussball mal was richtig gemacht hat, kann man ihn dafür loben. Allerdings muss der Funke mal weitergetragen werden. Australien hat gezeigt, dass die Welt sich weiterdreht, während Rudi Völler sich immer noch nicht mehr traut, als seine immer lächerlicher wirkenden Reste an Kopfhaar stabil seit Anfang Neunziger nahezu schulterlang zu tragen.

Mir kommt es, wie bei den Männern auch, überhaupt nicht auf unser Abschneiden an. Aber die Schuldzuweisungen, die wir uns immer entkoppelter von jeder Realität leisten, während zugleich die Verantwortungsflucht überall zum einzigen Programm derer wird, die ihre Chefsessel umklammert halten wie Rettungsinseln im Sturm, obwohl sie in Wirklichkeit in Geld schwimmen und gar nicht untergehen können, empören mich wirklich.

Obwohl sie selbst null, nichts, nada bewirken und Unsummen in die Taschen gestopft kriegen schanzen die Funktionäre, mit denen sich zu viele Journalisten viel zu gemein machen, ungeniert die Schuld am Versagen den Spielerinnen, einem angeblich nicht mehr leistungsbereiten Nachwuchs, der Politik oder sogar denen zu, die keine horrenden Summen als Zuschauende für Grottenkicks hinblättern wollen. Nicht mal, wenn es um das Nationalgefühl beim Grossturnier geht.

Gegen all das sehe ich das spanische Team und das englische: Eigenverantwortlich, sich ihrer selbst voll und ganz bewusst, als Frauen unvorstellbar mehr an Widrigkeiten überwunden habend, als vergleichbar erfolgreiche Männer, einen Bruchteil an Prämien in Erwartung. Und erkenne zum Glück Fussball nochmal als das, was er eigentlich immer war und bleiben wird, wenn er wirklich wunderschön und genial ist, und uns so ganz erfasst, nämlich Arbeitersport.

Das übernehmen die Frauen jetzt einfach mal - und viele erkennen, wie absolut richtig es sich immer noch anfühlt. Die Zukunft des Frauenfussballs ist unter anderem, den Männerfussball wieder attraktiver, im besten Sinn wieder volkstümlicher, sprich proletarischer, zu machen. Da hat Infantino und sein Staff jetzt was neu zu lernen. Und wenn es das kapiert und umsetzt - bitte sehr gern, ich würde ihn dann feiern!
 
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Wenn wirkliche Expertise zu dem Schluss kommt, dass Infantino beim Frauenfussball mal was richtig gemacht hat, kann man ihn dafür loben. Allerdings muss der Funke mal weitergetragen werden. Australien hat gezeigt, dass die Welt sich weiterdreht, während Rudi Völler sich immer noch nicht mehr traut, als seine immer lächerlicher wirkenden Reste an Kopfhaar stabil seit Anfang Neunziger nahezu schulterlang zu tragen.

Mir kommt es, wie bei den Männern auch, überhaupt nicht auf unser Abschneiden an. Aber die Schuldzuweisungen, die wir uns immer entkoppelter von jeder Realität leisten, während zugleich die Verantwortungsflucht überall zum einzigen Programm derer wird, die ihre Chefsessel umklammert halten wie Rettungsinseln im Sturm, obwohl sie in Wirklichkeit in Geld schwimmen und gar nicht untergehen können, empören mich wirklich.

Obwohl sie selbst null, nichts, nada bewirken und Unsummen in die Taschen gestopft kriegen schanzen die Funktionäre, mit denen sich zu viele Journalisten viel zu gemein machen, ungeniert die Schuld am Versagen den Spielerinnen, einem angeblich nicht mehr leistungsbereiten Nachwuchs, der Politik oder sogar denen zu, die keine horrenden Summen als Zuschauende für Grottenkicks hinblättern wollen. Nicht mal, wenn es um das Nationalgefühl beim Grossturnier geht.

Was will man von einem Verband auch anderes erwarten der bis zur Ära Zwanziger nach Gutsherrenart geführt wurde und seit Löw/Bierhoff, später dann mit Unterstützung von Niersbach und seinen Nachfolgern zu einem totalitären Konstrukt umgebildet wurde in dem Korruption, Intrigen und Kommerz öffentlich zur Schau gestellt werden. Den Spielern wird das Gehirn gewaschen, sie zu willenlosen und nicht eigenständig handlungsfähigen Handlangern der Funktionäre erzogen. Man ruht sich an oberster Stelle auf den Erfolgen des letzten Jahrtausends aus und denkt immer noch das alles sei nur ein schlechter Traum der sobald man aufwacht wieder vorbei ist.

Die alten Herren ersticken doch lieber in ihrem eigenen Gestank anstatt sie ihre Stühle räumen um für einer modernen zukunftsorientierten Verbandsführung Platz zu machen. Man sollte mal wieder die Steuerfahndung und das BKA in die Zentrale am Riederwald schicken und diese solange schnüffeln lassen bis alle kriminellen Machenschaften lückenlos aufgedeckt wurden. Nur das würde zu wirklichen personellen Veränderungen führen. Dann stellt sich aber die Frage wird es mit neuem Personal an der Spitze wirklich besser oder verfallen nicht auch diese gleich wieder in den Sumpf voller Intrigen, internen Machtkämpfen und Korruption?

Gegen all das sehe ich das spanische Team und das englische: Eigenverantwortlich, sich ihrer selbst voll und ganz bewusst, als Frauen unvorstellbar mehr an Widrigkeiten überwunden habend, als vergleichbar erfolgreiche Männer, einen Bruchteil an Prämien in Erwartung. Und erkenne zum Glück Fussball nochmal als das, was er eigentlich immer war und bleiben wird, wenn er wirklich wunderschön und genial ist, und uns so ganz erfasst, nämlich Arbeitersport.

Das übernehmen die Frauen jetzt einfach mal - und viele erkennen, wie absolut richtig es sich immer noch anfühlt. Die Zukunft des Frauenfussballs ist unter anderem, den Männerfussball wieder attraktiver, im besten Sinn wieder volkstümlicher, sprich proletarischer, zu machen. Da hat Infantino und sein Staff jetzt was neu zu lernen. Und wenn es das kapiert und umsetzt - bitte sehr gern, ich würde ihn dann feiern!

Bei dieser Argumentation wird immer nur Spanien genannt, vergessen wird aber dabei das auch die Französinnen gegen Ende des letzten Jahres gegen ihre damalige Trainerin Corine Diacre unter der Wortführung von Renard, Le Sommer und Henry mit Erfolg rebelliert haben. Diacre musste gehen und die Rebellinen kehrten zurück, Henry konnte aber verletzungsbedingt nicht an der WM teilnemen. Die Gründe des Streiks waren bei den Französinnen ähnlich wie kurze Zeit zuvor bei den Spanierinnen. Man warf Diacre eine diktatorische Menschenführung und schlechtes Training vor.

Auch im norwegischen und dänischen Verband gab es bereits vor der WM 2019 Spielerinnenstreiks. In Norwegen trat Ada Hegerberg aus der N11 zurück weil der Verband die Spielerinnen nicht angemessen bezahlen wollte und kehrte erst zurück als der Verband einlenkte und den Spielerinnen die gleichen Prämien wie den Männern zusicherte. Dänemark verspielte sich unter Wortführung von Pernille Harder sogar die WM Teilnahme 2019 weil die Nationalspielerinnen zu einem Qualifiktionsspiel nicht antraten. Auch in diesem Fall knickte der Verband ein und sicherte den Spielerinnen gleiche Prämien und Bedingungen wie bei den Männern zu.

Ebenfalls 2019 streikten alle spanischen Spielerinnen der PD für Mindestlohn und professionellere Trainingsbedingungen und brachten fast den Saisonstart in Gefahr. Der Streik wurde erst wenige Tage vor Saisonstart beendet weil der Verband einknickte und den Forderungen der Spielerinnen nachkam. Das Ergebnis konnten wir an dieser WM sehen. Federführend waren unter anderem Alexia Putellas und Jennifer Hermoso.

Über die Klagefreude der US Revoluzzerinnen brauchen wir an dieser Stelle erst gar nicht reden,das würde den Rahmen sprengen.

Da fragt man sich wo sind unsere Quedenkerinnen? Von all den Streiks wird und wurde in Deutschland kaum was berichtet, die einzige Quertreiberin in unseren Landen die mit ihrer Meinung trotz aller DFB Gehirnwäsche nicht zurückhält ist Almuth Schult. Aber sie hat sich, zum Glück für die alten DFB Greisen mit ihren Schwangerschaften selbst aus dem elitären Kreis der Elitekickerinnen ausgeschlossen. Ihre Nachfolgerin im Kapitänsamt Lina Magull winselt ein wenig rum weil es gerade in ist, ob sie aber bis zum Äußersten gehen und ihre Kolleginnen auch in einen Streik führen würde bezweifle ich. Dafür ist ihr der eigene Arsch und die Sicherheit unter dem Schutz der Bayern und des DFB doch zu wichtig.

Schon seit Jahren werden immer wieder die schlechten Rahmenbedingungen in der Bundesliga und die Unwilligkeit der Vereine in den Frauenfußball zu investieren und die Spielerinnen angemessen zu bezahlen und zu unterstützen kritisiert. Warum treten dann Spielerinnen wie Popp und Magull mit ihrer Reichweite nicht noch stärker an die Öffentlichkeit, unterstützen ihre ehemalige Kollegin Schult und rufen ebenfalls zu einem geschlossenen Streik auf so wie es ihre Kolleginnen in Frankreich, Spanien, Norwegen und Dänemark getan haben?

Die Antwort darauf ist ganz einfach und liegt auf der Hand. Die Spitzenspielerinnen in Deutschland können mittlerweile ganz gut von ihrem mit dem Fußball erzielten Einkommen leben, nicht nur was die Gehälter betrifft sondern auch die Werbeeinnahmen über ihre Social Media Kanäle, TV Werbung und auch private Sponsoren. Sie haben es einfach nicht mehr nötig sich für ihre schlechter gestellten Kolleginnen aus Duisburg und Meppen einzusetzen. Andererseits wissen sie ganz genau dass sie als aufmüpfige und meinungsmachende Spielerinnen beim DFB ein für alle mal unten durch sind und nicht mehr für die Nationalmannschaft berufen werden. Jammern tun sie alle, aber im Endeffekt ist den deutschen Elitespielerinnen die Steigerung ihres eigenen Marktwertes und Bekannheitsgrades wichtiger als sich wirklich auch mit Taten für ihre schlechter gestellten Kolleginnen einzusetzen.

In Bezug auf Einschüchterung ihrer Handlanger haben die DFB Obrigen in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Allerdings auf Kosten von mündigen Spielern und möglichen Titeln.
 
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Die Vergabe der nächsten WM 2027 ist noch nicht durchgeführt?
Im Männerfussball werden die Turniere mindestens 6 Jahre vorher festgelegt…teilweise noch früher.
Hier scheint die FIFA mit dem Frauen Fussball noch Nachholbedarf zu haben.
 
Vielleicht auch noch: Deutschland ist nicht der Nabel der Welt und der Fußballwelt auch sicher nicht ! Nur für den Fall das das einige glaubten.
Das sagt und glaubt auch kein Normalsterblicher wenn er nicht gerade Bayern Kunde oder DFB verblödet ist. Aber selbst die armen DFB Kickerinnen haben ein wesentlich höheres Jahreseinkommen als jemand der in einem Pflegeberuf, bei der Polizei, als Reinigungskraft oder sonst einem Systemrelevanten Beruf arbeitet und unter Umständen mit seinem eigenen Leben herhalten muss. Dann kann man von diesen verwöhnten Damen, die sich um nichts kümmern müssen während sie mit dem Ferienflieger DFB auf Urlaub sind, Leistung zu bringen so wie es jeder Fließbandarbeiter oder Bauarbeiter auch tun muss während sie ihrer Arbeit nachgehen.
 
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Das sagt und glaubt auch kein Normalsterblicher wenn er nicht gerade Bayern Kunde oder DFB verblödet ist. Aber selbst die armen DFB Kickerinnen haben ein wesentlich höheres Jahreseinkommen als jemand der in einem Pflegeberuf, bei der Polizei, als Reinigungskraft oder sonst einem Systemrelevanten Beruf arbeitet und unter Umständen mit seinem eigenen Leben herhalten muss. Dann kann man von diesen verwöhnten Damen, die sich um nichts kümmern müssen während sie mit dem Ferienflieger DFB auf Urlaub sind, Leistung zu bringen so wie es jeder Fließbandarbeiter oder Bauarbeiter auch tun muss während sie ihrer Arbeit nachgehen.

Ich denke, man muss immer Breite und Spitze vergleichen. Früher war Fussball ein Arbeitersport, weil es einfach viele Arbeiter gab. Und in Mönchengladbach sind eben die Bauernsöhne eingesprungen, um der Ehre des Ortsteils willen. Heute wollen viele Kids Fussball spielen, weil du über diese Schiene immer noch etwas darstellst, aber es gibt zugleich eine Fülle an Angeboten, um woanders zu glänzen, wenn es viel Frustration, schlechtes Wetter und nur eine matschige Kabine gibt, in der zu duschen dir die Helikoptereltern wegen akuter Fusspilzgefahr sowieso verboten haben.

Diese Bedingungen sind für Mädchen, das muss man klar sagen, nochmal viel gravierend schlechter. Bis du in die Kategorie kommst, wo du vom DFB wenigstens den Transport bezahlt kriegst, musst du schon lange Jahre einen Ehrgeiz gehabt haben, den nicht viele aufbringen. Lea Schüller hab ich, als sie so glaube ich um 11 Jahre war, mal zwei Saisons in Jungenmannschaften spielen sehen. Und ich kann sicher behaupten: Da brauchte keine Kohorte von Tanten oder Grosseltern pro Tor zehn Reitstunden spendieren - die hat damals alles in Grund und Boden gelaufen, eine spindeldürre, winzige Blondine, bei der man die Befürchtung hatte, der Ball würde ihr, wenn sie ihn stoppte, die Unterschenkel wie Streichhölzer durchbrechen.

Trotzdem kommt von den Mädchen, die zu Frauen werden und dann zu Stars in Mannschaften, die sich in Europa in der Spitzenklasse offene Schlagabtausche liefern, immer noch das Flair, das bei den Männern längst durch Golfen und Luxusschlitten, Influencer-Gattinnen und Leben in abgeschotteten Reichenressorts so vollpneumatisch in jede Richtung abgedämpft funktioniert, dass sich eigentlich keiner wundern kann, dass zur Realität der Fans kaum noch Berührungspunkte existieren. Du hast weder den Druck in den Banlieues, der in Frankreich Leute wie Mbappe oder Pogba automatisch zum Teil einer Subkultur macht, zu der auch Musik und das richtige Trikot gehören, und die von dort ausstrahlend eine gewisse Coolness verbreitet, noch Phänomene wie Jugendarbeitslosigkeit oder eine Provinz, die im Vergleich zur Weltstadt Paris einfach aussichtslose Provinz ist.

Insofern sehe ich eigentlich im Frauenfussball in Deutschland eine Chance, über Identifikation und das Bewusstmachen der Benachteiligungen, die für Frauen nun mal faktisch bestehen, auch eine neues Element der Anarchie und des Umbruchs durch Impulse, die von unten nach oben durchlaufen, statt von oben nach unten, in die geschlechterübergreifende Debatte einzutragen. Da steht die von Leuten wie Rettig schon ewig angeprangerte Verteilungsungerechtigkeit klar ganz weit oben, muss es auch um Rolle und Entlohnungsmodalitäten von Spielervermittlern gehen, und am Ende um die Breitenförderung, die in Deutschland immer noch eine reine Spitzenförderung ist. In Frankreich wird Jugendsport auch gefördert, um in den besagten Banlieues brennende Strassenzüge und grosse Zahlen von Drogentoten abzufedern.

In Deutschland scheint sich der Staat nicht bemüssigt zu fühlen, die Gemeinden bei der Umsetzung von Modellen, die der Integration und Disziplinierung durch Sport zugleich dienen, und keines der beiden Worte sind hier von mir in irgendeiner Weise "autoritär" aufgefasst, sinnfällig zu unterstützen, weil das eben alles nachhaltige Investitionen sind - Politiker, die vielleicht in zehn Jahren davon profitieren, dass sich Verantwortungsgefühl und Frustrationstoleranz im Schulalltag verbessern und wir wieder mal eine Pisa-Studie gewinnen, werden ja andere sein als die, die in zwei Jahren wiedergewählt werden wollen. Wir brauchen eben mehr Lehrkräfte, mehr Sport im Wochenplan, die Bereitschaft, den Sport wirklich als Lernen von Teamgeist im Mannschaftssport und zugleich fundierten technischen Fertigkeiten im Einzelfall zu unterrichten. Und Eltern auch, die kapieren, dass Mannschaftssport den Geist in vielfacher Weise weiter macht.

An der Schule könnte man die Dinge ganz umschmeissen, zusammen mit einem DFB, der früh in die echte Breitensportförderung einsteigt. Mit vernünftigen Aufwandsentschädigungen der Trainer, gut gepflegten Plätzen, ansprechenden sanitären Anlagen. Heutige Kids wachsen nunmal nicht mehr mit dem Plumsklo im Garten auf, das zu Zeiten des Wunders von Bern noch für viele der Normalfall war. Ich finde, erstmal Bewegung in alles reinbringen könnten wirklich ein paar Frauen als "Systemsprenger". Oh,gerade ist eine Vision vor meinem geistigen Auge erwacht, wie sich Bernd Neuendorf laut lachend in ein Kältebecken stellen lässt, umringt von lauter Fussball-Nationalspielerinnen, die vor Glück über den Titel fast von Sinnen sind.. KRrrkxxkzs.. Brutal! An der Stelle sind dem Bernd sämtliche Sicherungen geplatzt und er ist in einem Kabelbrand untergegangen! Jetzt schwimmt nur noch so eine grauweissliche Substanz zwischen den Europameisterinnen herum, und sie sind mit einem Schlag komplett ausgenüchtert. Abblende, letzte Klappe..
 
@ChristianMoosbr, in allen Punkten Zustimmung. Das ändert aber nichts an der Tatsache dass auch unsere Elitekickerinnen an einen Punkt angekommen sind wo sie sich, wenn sie sich nicht ganz blöd anstellen, um ihre Zukunft keine Sorgen mehr machen müssen. Während ihrer Kariere verdienen sie mehr als der Durchschnittsverdienst beträgt. Ihre Solidarität hört aber im eigenen Geldbeutel auf. Und das unterscheidet z.B unsere Elitekickerinnen von den Spanierinnen, Däninnen und Norwegerinnen. In den genannten Ländern gehen die Starspielerinnen aufs Ganze und scheuen selbst vor unpopulären Maßnahmen wie Streik nicht zurück, während sich unsere lediglich in eine Trashtalkshow setzen und weil es gerade in ist ein bisschen jammern, sich aber ansonsten in ihre Kuschelzone im Verein und dem DFB zurückziehen.

Eines sollte jedem klar sein, um erfolgreich zu sein braucht der Verband oder Verein die Spielerinnen und nicht umgekehrt. Wie die Spielerinnen jedoch an die Spitze kommen, wie sie im Nachwuchsbereich oder im Heimatverein/Schule gefördert und gefordert werden ist ein anderes Thema über das man unendlich diskutieren könnte.

Und das dies nicht ganz untergeht, während wir hier uns darüber auslassen wie schlecht bei uns alles ist, versaut der spanische Verbandspräsident und der Trainer die wohlverdiente WM Feier durch einen handfesten Skandal:

https://www.t-online.de/sport/fussb...s-rubiales-kuesst-spielerin-auf-den-mund.html

https://www.t-online.de/sport/fussb...ns-vilda-fasst-co-trainerin-an-die-brust.html

https://www.t-online.de/sport/fussb...draengten-spielerin-zu-erklaerungs-video.html

https://www.t-online.de/sport/fussb...at-spanischer-verband-beruft-sitzung-ein.html
 
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