DJK TUSA 06 DÜSSELDORF - MEIDERICHER SPIELVEREIN -- 2 : 0
fiona ebels - aktrina etemi, zita seibel, julia kühne - narjiss ahamad, margherita santamaria - flaka aslanaj, leonie jäger, maya ebels (60. nele kiesewalter), malin gerken (75. hannah eckert) - jennifer aranowski (80. shirley huiskens)
1 : 0 (17.) hanae el gars; 2 : 0 (40.) maya may
ca. 75 zuschauer
leicht ersatzgeschwächt (ich bin gleich nach dem spiel gegangen und hab leider keine infos dazu eingeholt), auch nele kiesewalter unter der woche etwas krank. ich weiß auch nicht, warum ena nicht gespielt hat (wahrscheinlich hat die erste gestern trainiert). nash ahamad defensiv als aushilfsRV, dann in dem radius geblieben mit wenig aktionen nach vorne, stand sich auch öfters mit maggie auf den füßen. leo jäger gestern mit anlauf hinter der spitze, maya ebels lange auf ihre alte position im halbfeld zurückgezogen. die außen fest besetzt.
ich kann mich nicht erinnern, schon mal ein so chancenarmes niederrheinligaspiel gesehen zu haben. tusa hat in HZ2 immerhin fiona ebels zu einer starken fußparade gezwungen und sich zu einem lattentreffer durchgekontert, zwei halbchancen hat fiona noch vereitelt (eine parade und ein foul nach heiklem ausflug ins feld).
wir haben uns keine möglichkeit erspielt, das ergebnis gibt daher den spielverlauf gut wieder. für das 1 : 0 konnte die tusa-frau nichts, da hat sich ein flankenversuch ins tor gesenkt. das 2 : 0 durch einen 30m-weitschuss in den winkel, den hätten auch einige andere tormädchen nicht gehalten.
ich hab gestern den post abgebrochen, weil ich unsicher war, ob ich nicht noch vom samstagsspiel traumatisiert war. aber es stimmt: "wir hatten große schwierigkeiten, die erste pressing-linie zu überspielen." wobei tusa das weitaus konsequenter durchgezogen hat als viktoria, mannfixierte aufstellung, ein zweites mädel in dreischrittweite zum doppeln bereit, wenn wir dann feststeckten noch eine dritte zum rückpassjagen. und wie auch immer, die haben das mit wenigen pausen das ganze spiel über durchziehen können. da war das abdrehen und die irre menge an rückpässen allerdings die richtige wahl, war auch nicht soviel heikles dabei, fiona kann ja auch fußball spielen. das problem waren dann die langen reaktionszeiten, zita seibel hatte noch etwas sinn dafür, bis wir die spielverlagerungen durchgeführt haben, so dass sich tusa, auch da fix, sich rechtzeitig auf die ballseite rückverschieben konnte. sicher die angst vor fehlpässen, so eine aufgabe haben wir bisher noch nicht gestellt bekommen, da hat sich dann auch verunsicherung von hinten aus durchs team gezogen. manchmal etwas wackelig haben wir die zwei angriffsspielzüge der tusa, abtropfbälle durch die kettenschnittstellen, denen hinterher gesprintet wurde und wenig ergiebige hohe diagonabälle auf die außen, verteidigt gekriegt.
margherita santamaria nach langem mal wieder in der startelf, als feste 6, da hast du einen sicheren kampfanker, sie hat uns aber nicht gut getan gestern, wibbeliges spiel, dem die einfachen zielgerichteten pässe verloren gingen, die bremserin im MF. nun wurd sie auch besonders hart von tusa bearbeitet, hat sich in HZ2 dann zunehmend mit hacken- und sonstigen tricks versucht, aus der umklammerung zu befreien, wirkte schon galgenhumorig, ist aber nicht das signal, das ich von einer kapitänin erwarte. aber das hatten wir im gesamten MF, die irriterte hemmung, den schnellen, manchmal etwas risikoreicheren pass zu spielen, zig verpasste abspiele, die außen einzusetzen. flaka aslanaj lauerte eigentlich immer, hat sich ihre bälle aber meist zu weit vorgelegt, vielleicht zu verkrampft denkend, mit den wenigen aktionen unbedingt was reißen zu müssen (zwei aussichtslose gewaltfernschüsse sprechen dafür). malin gerken wird technisch streuung haben, ist aber mit ihrer schnelligkeit eine option für linksaußen. zwei brauchbare bälle hat sie nur bekommen, da hat sie sich einfach nicht getraut, ins einszueins zu gehen. eine spitze, jenny aranowski meist, in der kette klebend, da hätte man schon mal dem ball entgegenrücken müssen, um überhaupt anspielwillen zu signalisieren und den hauch von raum für die grundkombinationen zu erhalten. leo jäger, von spiel zu spiel zielgerichteter, hat es versucht mit ausholenden soloaktionen zu reißen und es zu ein paar kurzentschlossenen weitschussabschlüssen gebracht. mit der hereinnahme von nele kiesewalter haben wir noch mal deutlich an zug und passqualität gewonnen. aber die tusa-kette hat ihre aufgaben solide gelöst. und im übrigen auch die lufthoheit gehabt, so dass wir auch mit den ecken dieses mal keine gefahr erzeugt haben.
liest sich alles wie ein klassenunterschied, ist aber halt der altersunterschied. etwas mädels gegen frauen, da haben wir noch teilweise körperliche nachteile, die folgenden einschüchterungen muss man dann erst mal in der praxis überwinden. viel gegen eine solche mannschaft haben wir noch nicht gespielt, taktisch darauf zu reagieren, das sind natürlich erfahrungswerte, die erst im laufe der ausbildung kommen können.
sonntag um 13:00 uhr empfangen wir mit der gladbach-zwoten einen weiteren (tabellarischen) hochkaräter.
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1991199644381744&type=3&__xts__[0]=68