MEIDERICHER SPIELVEREIN - GRÜN-WEISS LANKERN -- 1 : 3
esmanur celik - fiona ebels, sophie möhl, aleksandra dimitrova - jolie hayn - liana liepa, fabienne bienek, jennifer aranowski, sabrije krasniqi - maya ebels, shirin akçakaya
0 : 1 (58.) nina siatkowski; 1 : 1 (65.) janina rollnick (og); 1 : 2 (72.) zoe steuernthal; 1 : 3 (86.) anna-lena meiering
spieltag 1 - zuschauende: 41
grundsätzlich wollt ich das spiel gut finden; zum ligastart so eine underdog-abnutzungs-abwehrschlacht kommt meinem msv-gefühl ja entgegen. aber die null war nicht zu halten. und eigentlich braucht man angesichts der singulären konstellation gestern nichts weiter zu schreiben: 11 spielerinnen standen zur verfügung. noch fehlende spielberechtigungen, drei ligaspiele sperre für spät gewechselte mädels, verletzungen/krankheit, ash leonhart erstmal bei der ersten. nach etwa 10 minuten musste aleksandra dimitrova nach einem übermotivierten angriff einer lankerin verletzt raus (knöchel?), hat sich aber - irrerweise - kurz nach wiederanpfiff wieder einwechseln lassen. die zweite halbzeit haben wir fast komplett mit drei sichtlich angeschlagenen spielerinnen (und entsprechend vielen verletzungsunterbrechungen) bestritten. man sieht, am widerstands- und kampfwillen hat es gestern wahrlich nicht gemangelt.
in HZ1 haben wir ohne klar definierten sturm gespielt, shirin akçakaya als tiefe verkappte mittelstürmerin. über shirin hab ich hier noch kein wort verloren, weil sie irgendwie keine eigenschaften hat. gestern dann also plötzlich vier abschlüsse, von denen der erste ganz brauchbar war. drei lange bälle, die sie ordentlich mitnehmen konnte, eine chance nach der einzigen guten kombination im spiel über jolie hayn und maya ebels. maya, die allerdings auch viel nach hinten gearbeitet hat, hätt ich gern eher mit langen bällen ins spiel gebracht. aber zu viel langholz wollten wir dann doch nicht spielen, der mittelfeldaufbau wirkte bei uns planlos, wurden auch keine ansagen auf dem feld gemacht, hohe fehlpassquote, viele einzelaktionen. die soll sabrije krasniqi allerdings auch machen, mit ihrer technik spielt sie immer zwei gegnerinnen aus und sorgte für unsere gefahrenmomente. defensiv kein zugriff im MF, da brauchen wir noch mehr physis und blick für den raum, die hinterherlaufenden harten zweikämpfe haben uns noch zusätzlich körner gekostet. in HZ2 haben wir dann erstmal mit koordinierter MFdreierreihe lankern angelaufen, was die auch sichtlich nervös gemacht hat, aber durchgehalten haben wir das nicht. unser tor kann man vielleicht noch dieser phase zuschreiben, die lankern-verteidigerin schiebt einen rückpass an ihrer torfrau vorbei, unsere vorherige offensivaktion mit dem nackenhauch von gegenpressing kam von jolie hayn. die hat wahrscheinlich das größte laufpensum gehabt, von der einrückenden unterstützung der dreierkette über das bespielen der kompletten zentralen MFachse bis zu rückraumoffensivaktionen, verständlich, dass zum ende die konzentration ausging.
die drei tore von lankern technisch sauber aber nicht wirklich erspielt. in HZ1 noch abschlussschwach bei mehreren chancen, kurz nach der pause das leere tor nicht getroffen. 0 : 1 kopfballtor nach diagonalfreistoß (absurd insofern als wir in HZ1 chaotische zuordnungen bei den standards hatten, bei dem tor allerdings zwei mädels mit hochgestiegen sind). zwei distanzschüsse, das 0 : 2 sehr schön in den winkel, die torschützin war eigentlich gestellt, hätte nicht abschließen dürfen, da hatten wir nen aussetzer; 0 : 3 von jolie zum nachschuss aufgelegt, war eigentlich schon geklärt. lankern strukturell nicht mit gutem fußball, hatte aber die härte und mit zunehmender spieldauer mehr frische, wichtige zweikämpfe zu gewinnen und hintenraus eben doch noch abschlussqualität.
am nächsten ligaspielfreien sonntag testen wir an der mündelheimer gegen leverkusens zwote.
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