Relegationsspiele

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Auch ich habe ehrlich gesagt nichts anderes erwartet als dieses Urteil.

Eine absolute Schande und neuerlicher Beweis dafür dass die Dörfler mehr als nur einen Stein im Brett des DFB haben.

Sollten die tatsächlich damit durchkommen und nächste Saison 1. Liga spielen dürfen, dann sollten endlich einmal alle Bundesligisten zusammenhalten, incl. derer Oberbürgermeister und den Dörflern als Gästefans ein "Stadtverbot" erteilen, wie es dieser Bürgermeister in Belgien beim Euroleague Spiel von Hannover gemacht hat. Einfach mit der Argumentation dass die Fans so unberechenbar seien und man nicht für die Sicherheit aller garantieren könnte.

Aber auch hier würde man wohl ein Schlupfloch finden bzw. seitens des DFB ausheben damit dies nicht passieren würde, auch wenn sich alle 1. Ligisten einig wären.

Somit bleibt mir neben dem Wunsch einer desaströsen Saison für die Fottunen eigentlich nur noch ein weiterer, nämlich dass die Dörfler wie auch die Hertha im Pokal die 1. Runde überstehen und es in der 2. Runde zu folgendem Spiel kommt:

Hertha BSC Berlin - F. Düddeldorf

Es wäre interessant zu erfahren wie es neben dem rein "sportlichen", von Fanseite aus neben und vielleicht wieder auf dem Rasen abgehen würde.

In diesem Sinne.....mit Ausnahme eines bestimmten Vereins der neben Duisburg liegt.....

mit sportlichen Grüßen
Der Glatzkopp
 
[...]denn so langsam kann ich diese kacke auch nicht mehr hören..
[...]

Sorry, aber dann haben die doch schon mehr erreicht als sie eigentlich erreichen durften. Es ist eine übliche Taktik, die Dinge in die Länge zu ziehen und damit dann eine Abwendung a la 'ich kann es nicht mehr hören' zu erreichen. Wenn keiner es mehr hören kann, hat man es leichter zu kungeln und unliebsame Entscheidungen zu treffen.

Daher läßt man z.B. auch die Opelaner 5 Wochen schmoren - dann nehmen sie die Entscheidung leichter hin :(

Alles Taktik - fallt nicht darauf rein.
 
Übrigens, wovon ich nicht viel halte ist der sogenannte Nacktscanner der hier glaube ich einmal genannt wurde (jaja, ironisch war es wohl gemeint).

Denn jetzt stellt euch mal vor, ihr seid die "betroffenen" Ordner und scannt dann folgendes

Anhang anzeigen 6880

das Ergebnis könnte bestenfalls so aussehen

Anhang anzeigen 6881

Wobei ich auch sagen muss, 10.000 hiervon und das Stadion wäre voll :D

Anhang anzeigen 6882

Das soll jetzt nicht diskreminierend sein, ich selber bin auch nicht gerade das was man als vollschlank bezeichnen könnte. Die jeweiligen Bilder sind frei im Netz zugänglich und somit dürfte es auch von der Seite kein Problem sein.

Ein bischen Spaß muss sein, auch wenn die Begleitumstände mehr als traurig sind.

Ich versuche aber trotz allem noch kurz den Spagat hin zu topic.....es wurde ja in der sogenannten Urteilsbegründung von einem "friedlichen" Platzsturm gesprochen und es möchte ein bestimmtes Bild nicht mehr aus meinem Kopf verschwinden. Der Fan mit rot/weisser Sturmhaube und Bengalo in der Hand. So wie die Herren vom DFB sich die Regeln nach eigenem gutdünken drehen, so kann man daraus aber auch tatsächlich eine Art von Aggression erkennen.

Und ich bin mir auch sicher, sollte einer aus unserer Herde auf die Idee kommen und bei einem knappen Spiel, mit blau/weisser Sturmhaube und nem Bengalo in der Hand auf den Platz rennen (neben 1.500 anderen), der Schiri würde das Spiel abbrechen und es käme zu keiner Wiederholung. Der Schiedsrichter darf entscheiden ob aus seiner Sicht die Sicherheit gewährleistet ist. Möglich dass Stark einer von 10 Schiedsrichtern war, der es so versucht hat, wie geschehen. Die anderen hätten vielleicht abgebrochen, weil jeder eine mögliche Bedrohung anders auffasst.

Wenn also die Berliner sagen dass sie Angst hatten, dann muss man es ihnen genauso glauben als hätte der Schiedsrichter gesagt, aufgrund der Vorkommnisse habe ich das Spiel aus Angst um mich und meine Kollegen abgebrochen! Mit zweierlei Mass messen geht mal absolut nicht!

Na denn nochmal....

sportliche Grüße
Der Glatzkopp
 
Trotz Urteil - Fortuna und Hertha ziehen erneut vor Gericht

mutmaßlich am Donnerstag oder Freitag
– das DFB-Bundesgericht über ein Verfahren, „das es in einer solchen Tragweite noch nie gegeben hat“ (Lorenz).

gab sich hoffnungsvoll . „Wir haben Anspruch auf ein faires und reguläres Relegationsspiel. Wenn der Elfmeterpunkt fehlt und Hunde ohne Maulkorb auf den Platz laufen, kann davon nicht die Rede sein.“ Überdies sei den Schilderungen des Schiedsrichters Wolfgang Stark mit den Angriffen auf dessen Person viel zu viel Raum bei der Beweisaufnahme eingeräumt worden. Stattdessen müssten endlich TV-Bilder her: „Die Videobeweise werden zeigen, dass die Umstände ganz klar zu einer Schwächung führten.“

http://www.derwesten.de/sport/trotz...rtha-ziehen-erneut-vor-gericht-id6681864.html
 
Das Hauptproblem ist mir heute erst bewusst geworden. Es geht garnicht wirklich um die Zustände beim Spiel. Es geht einzig und alleine darum das eine Tatsachenentscheidung getroffen wurde das Spiel zu Ende zu spielen. An der Autorität der Schiedsrichter wird der DFB nicht rütteln. Insbesondere kurz vor der EM nicht bei einem Schiedsrichter der dort pfeifen wird.
 
In größter Not entreißt Lambertz dem Fan die bengalische Fackel, um sich danach als Retter in der Not von den erleichterten Zuschauern feiern zu lassen. So richtig Brezel? :D
Die Perspektive verzerrt ein bisschen, in Wirklichkeit betrat Lambertz gerade mit dem olympischen Feuer die Arena :D

http://s14.directupload.net/images/120522/dw32llc9.jpg
dw32llc9.jpg
 
Das Hauptproblem ist mir heute erst bewusst geworden. Es geht garnicht wirklich um die Zustände beim Spiel. Es geht einzig und alleine darum das eine Tatsachenentscheidung getroffen wurde das Spiel zu Ende zu spielen.

So sieht es wohl aus. Dennoch bleibe ich kleinkarierterweise dabei, dass der Aufbau des Spielfeldes nicht in Ordnung war. Die Regel sagt dazu:

"2. Der Platzverein ist für die richtige Zeichnung des Spielfeldes sowie den ordnungsgemäßen Aufbau der Tore, ihre zuverlässige Befestigung und ihren unbeschädigten Zustand verantwortlich.

4. Der Schiedsrichter prüft einige Zeit vor Spielbeginn das Spielfeld und den Platzaufbau, um sich davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Sollte die Beschaffenheit des Platzes infolge schlechten Wetters oder Nachlässigkeit so sein, dass den Spielern Gefahr droht oder eine ordnungsgemäße Durchführung des Spieles nicht gewährleistet ist, so hat der Schiedsrichter den Platzverein aufzufordern, die Mängel zu beseitigen. Ist dies innerhalb einer angemessenen Frist nicht möglich, so fällt das Spiel aus."

Quelle: http://www.dfb.de/fileadmin/user_upload/2011/08/DFB_Umbr_Fussballregeln_2011_2012_low_01.pdf

Im Fernsehen war nichts davon zu sehen, dass eine solche Überprüfung weder durch einen Platzwart noch durch den Schiedsrichter bzw. die Assistenten durchgeführt wurde.

Im Tornetz waren zudem definitiv Löcher. Unser Haus- und Hoffotograf hat dies auch festgehalten: http://bilder.rwo-online.de/showimages_medium.php?image_id=61437. Das war nach dem ersten Platzsturm.

Wie gesagt, schon was kleinkariert, aber von 100%iger Ordnungsmäßigkeit kann einfach nicht gesprochen werden.
 
Wie gesagt, schon was kleinkariert, aber von 100%iger Ordnungsmäßigkeit kann einfach nicht gesprochen werden.

Finde ich nicht kleinkariert, wenn man betrachtet, welche schwachen Argumente bemüht werden, um an der Tatsachenentscheidung nicht rütteln zu müssen, dann ist es mehr als bemerkenswert, dass die Bespielbarkeit des Platzes gar keine Rolle zu spielen scheint.
Unabhängig davon, sendet dieses Urteil doch wohl das Signal, ein Platzsturm hat keine nennenswerte Konsequenzen.
 
Unabhängig davon, sendet dieses Urteil doch wohl das Signal, ein Platzsturm hat keine nennenswerte Konsequenzen.

Auch wenn es alles schwer zu ertragen und verstehen ist: Es ging gestern darum ob es ein Wiederholungspiel gibt, nicht mehr nicht weniger!

Für Pyro, Platzstürmen ect. wird noch einiges auf BEIDE Vereine zu kommen, wenn der DFB sich nicht komplett lächerlich machen will :rolleyes:
 
Es geht aber darum das der Schiedsrichter der "Gott" auf dem Platz ist. Er hat entschieden der Platzzustand ist ausreichend für die letzten 2 Minuten also wird gespielt. Damit ist das Ergebnis regulär für den DFB. Sobald sie diese Entscheidung anzweifeln und ein Wiederholungsspiel ansetzen ist dies klare Kritik am Schiedsrichter.
 
In meiner Tageszeitung war ein Beispiel zu lesen, das Richter Lorenz gegeben hat: ein (wohl durch Zuruf von den Rängen?!) diskriminierter Spieler könnte zukünftig auch irreguläre Bedingungen behaupten und das DFB-Schiedsgericht anrufen.

An dem Punkt war mir klar, daß es gar keinen Zweck hat, sich noch damit zu befassen. Denn die Leute, die hier zu entscheiden haben, sind in ihren VIP-Bereichen unendlich weit weg von jeglicher Realität draußen im Stadion.
 
...Räumt intern auf, spielt nächstes Jahr 2. Liga und freut euch auf den MSV.

Das ist auch so ziemlich das Einzigste worauf ich mich nächste Saison freuen kann, ganz ehrlich...

Hier ein Kommentar vom ehrenwerten Herrn Lorenz,

Zitat:

Nun sorgen Krawalle in deutschen Fußballstadien für Zündstoff. Wie beurteilen Sie die Lage?
Lorenz: Das ist besorgniserregend. Ein großes Problem, und in Deutschland ist es krasser als in anderen Ländern. In England zum Beispiel ist es relativ ruhig geworden. Es gibt also Möglichkeiten, das in den Griff zu kriegen. Von daher ist es begrüßenswert, dass sich Politik, Polizei, Innenministerium, DFB und DFL jetzt an einen Tisch setzen und ein Programm erarbeiten. Das ist im Interesse der meisten Fans, angstfrei zu einem Spiel gehen zu können. Ich habe in letzter Zeit viele getroffen, die gesagt haben, ich hatte nackte Angst.


Quelle: http://www.rhein-zeitung.de/region/...lprofis-das-Fuerchten-lehrt-_arid,331484.html

Ja, wat denn nun?
Einfach nur grotesk.
Auf das gestrige Urteil möchte ich mal nicht näher eingehen...
Lächerlich und armselig, dieser Altherrenverein DFB!!
 
Wenn bei einem Verfahren Beweismaterial (Bild-, Ton- und Videoaufzeichnung) vom Gericht UND vom Angeklagten (Düsseldorf) kategorisch abgelehnt wird mit dem Hinweis "nee, ist doch schon bekannt", ist das schlicht skandalös und das Urteil in jeder Hinsicht Willkür. Man könnte dem netten Herrn Lorenz auch Befangenheit vorwerfen, da sich die gesamte DFB-Klientel (inkl. Fortuna-Edelfan Niersbach) am vergangenen Sonnabend in München versammelt hatte und das Urteil am darauffolgenden Montag verkündet wurde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

Um eines klarzustellen: Ich habe mich mit dem sportlichen Abstieg meines Vereins abgefunden, möchte aber dennoch ein unabhängiges, faires und gerechtes Verfahren mit einer anschließend nachvollziehbaren Entscheidung!


Blau-Weisse Grüsse aus der Hauptstadt.
 
Eine sehr sachliche und m.E. überzeugende Bewertung des Urteils von gestern:

http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/dfb-sportgericht-bestaetigt-fortuna-aufstieg/

Jedenfalls enthält der Link eine sehr instruktive Darstellung des maßgeblichen Regelwerks und der rechtliche Konsequenzen eines Spielabbruchs oder eben keines Spielabbruchs als Schiedsrichtertatsachenentscheidung. Sollte Pflichtlektüre eines jeden vor Urteilsschelte sein (ich schließe mich ausdrücklich ein).
 
Jedenfalls enthält der Link eine sehr instruktive Darstellung des maßgeblichen Regelwerks und der rechtliche Konsequenzen eines Spielabbruchs oder eben keines Spielabbruchs als Schiedsrichtertatsachenentscheidung.

Schön und gut. Dies ändert weiterhin nichts an der objektiv unverrückbaren Tatsache, dass das Spiel NICHT unter regulären Bedingungen fortgesetzt worden und daher nicht zu werten ist. ALLEINE die bekannten (nachweisbaren) Platzbedingungen reichen hierfür bereits aus. Jenseits aller Diskussionen über Pyoraktionen, Platzsturm und Panikattacken.

Der in der Verantwortung stehende Veranstalter hat einen ordnungsgemäßen Spielbetrieb über die volle Spielzeit nicht ermöglichen können.

Indes: Die eindrucksvoll gezeigte Symbiose von DFB und Aushängeschild Stark war natürlich zu erwarten. Manus manem lavat sagt man wohl. :rolleyes:
 
Ein Kackpunkt: Die Tatsachenentscheidung

Der Schutz der Tatsachenentscheidung ist von hoher Bedeutung, da ohne ihn die Aufrechthaltung des Spiebetriebs nicht gewährleistet ist. Hinzu kommt die psychologische Komponente, dass es sich hier nicht um die Entscheidung irgendeines Schiedsrichters, sondern um die Tatsachenentscheidung des DFB-Flaggschiffs der deutschen Schiedsrichtergilde handelt.

Die Rechtsprechung zur Tatsachenentscheidung stößt anerkanntermaßen an ihre Grenzen, wenn es sich um Vorgänge handelt, die der Schiedsrichter nicht wahrgenommen hat. In Ermangelung der Wahrnehmung durch den Schiedsrichter eröffnet sich ein eigener nachträglicher Beurteilungsspielraum der Sportgerichtsbarkeit des DFB.

Beispiel:
Spieler A spuckt Spieler B in das Gesicht. Was die TV-Bilder eindeutig entlarven, hat der Schiedsrichter nicht gesehen, da es hinter ihm geschah. Hier wird A nachträglich vom DFB-Sportgericht gesperrt.


Als Tatsachenentscheidung hingegen geschützt ist die Situation, in welcher Spieler T dem Spieler S (wie Salou) in die Beine tritt, ohne den Ball spielen zu wollen. Spieler S verletzt sich schwer. Der Schiedsrichter sieht diese Szene und erkennt nicht auf Platzverweis etc.

Ist Starks Entscheidung, das Spiel fortzusetzen, eine Tatsachenentscheidung, die man mit der Entscheidung in dem leider nicht ganz fiktiven Fall gleichsetzen kann?

Ich meine nicht. Denn die Rechtsprechung zur Tatsachenentscheidung findet nur dann Anwendung, wenn es sich um einen klar umrissenden Sachverhalt handelt, der sich vor den Augen des Schiedsrichters abgespielt hat und mithn auch als Ganzes WAHRNEHMBAR respektive einer vollumfänglichen Wahrnehmung überhaupt zugänglich war. Obiges Beispiel.

Es muss demnach die MÖGLICHKEIT der Wahrnehmung der Gesamtsituation durch den Schiedsrichter bestehen. Wenn 1.500 Zuschauer auf einen 8.000 m² großen Fußballplatz stürmen, KANN der Schiedsrichter die der Entscheidung zugrundeliegende Situation naturgemäß nicht vollständig wahrnehmen. Einige Zuschauer laufen jublend auf den Platz. Wieder andere laufen auf Hertha-Spieler zu, bauen sich bedrohlich vor diesen auf, schreien sie an und beleidigen sie. Hertha-Spieler suchen schnell das Weite. Der Schiedsrichter ist der Erste, der in die Kabine flüchtet. Auch wenn er im Innenraum geblieben wäre, könnte er nicht alle 1.500 Einzelverhaltensweisen, die sich nun zeitgleich abspielen, überblicken. Bliebe er stehen, könnte er allerdings die Bengalischen Feuer auf dem Platz sehen, die qua definitione des DFB bereits ein unfriedliches Verhalten darstellen. Wahrscheinlich nicht sehen könnte er die Fans, die gleich in Richtung Gästekurve stürmen, um dort hinter Polizeiketten "zu pöbeln". TV-Bilder könnten dies zeigen. Eine ausnahmslos feierwütige Masse verhält sich nicht so.

Dass der Schiedsrichter die Gesamtsituation anders als in einer Situation, die einer Tatsachenentscheidung zugänglich ist, nicht wahrnehmen konnte, zeigt bereits die Tatsache, dass er sich über den Einsatzleiter der Polizei über die Gesamtsituation informieren musste. Doch auch dessen Übersicht ist subjektiv und kann in einer solch chaotischen Situation nicht vollumfänglich sein.

Wenn also im Legal Tribune von einer "qualifizierten Tatsachenentscheidung" die Rede ist, kann ich dem nicht beipflichten. Das Gegenteil ist der Fall.

Vor diesem Hintergrund kommt es mehr noch auf die Aussagen derer an, welche die Platzstürmer auf die eine oder andere Art hautnah erlebt haben. Das sind die Hertha-Spieler.

Mit dieser Argumentation opfert man auch nicht die Tatsachenentscheidung und den FIFA-Schiedsrichter Stark auf dem Altar der Gerechtigkeit. Denn diese Argumentation macht Stark keinen Vorwurf. Er konnte einfach die Gesamtsituation nicht überblicken. Die Rechtsprechung zur Tatsachenentscheidung findet hier keine Anwendung. Die Hertha muss versuchen, dem Gericht eine goldene Brücke zu bauen, denn es befindet sich in einer echten Zwickmühle zwischen Einzelfallgerechtigkeit und der Macht des Faktischen (Tatsachenentscheidung, Termindruck, Spielbetrieb etc.).

Was Stark allerdings hätte wahrnehmen können, war die Tatsache, dass nach Räumung des Platzes immer noch Zuschauer im Innenraum und damit wenige Meter hinter der Torauslinie hinter dem Düsseldorfer Tor standen.
Mit TV-Bildern ließe sich dies leicht beweisen. Das ist gerade nach der sonst so in Richtung Fans strengen DFB-Doktrin alles andere als ein regulärer Spielbetrieb. Der Videobeweis wurde durch das Sportgericht nicht zugelassen. Hierzu habe ich einem anderem Beitrag schon meine Einschätzung dargelegt. Ein klarer Angriffspunkt. Denn offenkundig sind solche Detailfragen eben nicht.

Damit nahm das Sportgericht auch eindeutig Bezug auf die fehlenden Nachweise über das Vorliegen der behaupteten Angstzustände der Hertha-Spieler, die jedoch ohne medizinische Beurteilung im konkreten Moment wohl kaum zu erbringen gewesen wären.

Naja, an dieser Stelle sollte man aber wissen, dass Beweiserleichterungen zu Gunsten der Hertha greifen müssen. So kenne ich das aus anderen Rechtsgebieten. Derart hohe Anforderungen an eine Beweisführung sind unmöglich zu stellen. Es sollte ausreichen, dass die Spieler einen Lebenssachverhalt schildern, der -vereinfacht gesagt- bei natürlicher Betrachtungsweise durchaus Angstzustände auszulösen vermag, schlüssig und glaubhaft ist. Dann könnte noch ein medizinisches Gutachten über die Frage eingeholt werden, dass Angstzustände die Leistungsfähigkeit eines Leistungssportlers vermindern können. Aber dieser Zusammenhang sollte in der Tat gerichtsbekannt (offenkundig) sein.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sportrechtler Lehner kritisiert das erstinstanzliche Urteil scharf.

Rechtsanwalt Michael Lehner ist Mitglied der International Sport Lawyers Association und als Schiedsrichter bei der Deutschen Institution für Sportschiedsgerichtsbarkeit tätig. Der renommierte Experte kann dem Urteil nicht viel abgewinnen.

(...)

Welt Online: Hertha hat Einspruch gegen das Sportgerichtsurteil eingelegt und zieht vor das Bundesgericht. Wie schätzen Sie die Chancen der Berliner dort ein?

Lehner: Das Bundesgericht ist ja auch ein DFB-Verbandsgericht. Zwar sitzen dort andere Personen, aber bislang hat das Bundesgericht die Urteile des Sportgerichts meist nur modifiziert. In diesem Fall müsste sie das Urteil komplett kippen, und dass das geschieht, halte ich dann doch für äußerst fraglich. Ich blicke eher weiter auf die nächste Instanz, das Ständige Schiedsgericht. Und das ist personell deutlich breiter besetzt. Wenn, dann sehe ich dort Chancen für Hertha.

Quelle: http://www.welt.de/sport/fussball/b...t-ein-schlechtes-Signal-fuer-die-Zukunft.html
 
Die Relegationsspiele haben in der Vergangenheit eigentlich immer für große Spannung und Dramatik gesorgt”, erklärte Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, in einem Gespräch im Mai 2009 mit bundesliga.de. ”Diesen zusätzlichen Spannungsfaktor wollen wir einfach wieder nutzen, um die Bundesliga und 2. Bundesliga noch interessanter zu machen.”

Das ist gelungen.




http://www.publikative.org/2012/05/16/hurra-wir-leben-noch/
 
Dir meisten konzentrieren sich momentan auf das, was in Frankfurt abgeht, abgehen wird, bzw. am kommenden Freitag passieren könnte.

Nur, das ist doch dann erst der 2. Schritt auf einem Weg, von dem wir alle nocht nicht wissen wohin er letztlich uns in den einzelnen Ligen führen wird.
Die Ausschreitungen in Düsseldorf, das Skandalspiel mit ( fast ) allen Facetten des Fussballs, wird uns noch verdammt lange begleiten, sei es auch durch weitere dubiose Massnahmen " unserer :rolleyes: Sportfunktionäre " beim DFB, sei es durch Auflagen und Beschränkungen der Vereine, die einem die wahre " Kost " Fussball nicht mehr schmecken lassen. Sei es durch die momentanen Diskussionen über personalifizierte Sitzplatzeintreittskarten etc. etc. etc.

Dazu ein Zitat :

" Selbst wenn irgendwann endgültig geklärt ist, ob Fortuna oder Hertha in der kommenden Spielzeit erstklassig spielt, selbst wenn den Berlinern irgendwann die Luft zum Weiterklagen ausgehen sollte - dann ist immer noch nicht darüber befunden, wie die Fortuna bestraft werden soll. Wie die Hertha-Profis, die Schiedsrichter Wolfgang Stark attackiert und angepöbelt haben sollen, davonkommen. Wie mit Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz umgegangen wird, der sich nach dem Spiel mit einem Bengalo in der Hand feiern ließ. Der Schatten dieses Relegationsspiels wird noch auf der kommenden Bundesliga-Saison liegen."

Quelle und mehr dazu unter : http://www.spiegel.de/sport/fussbal...chen-hertha-bsc-und-duesseldorf-a-834453.html
 
Jetzt stellt euch mal vor, das Urteil wird gekippt und wird in den nächsten Instanzen auch nicht mehr geändert.....es kommt zu einem Wiederholungsspiel!

Die Hertha wird dann aber wohl auf die halbe Mannschaft verzichten müssen da ich mir nicht vorstellen kann, dass zum einen die gelb/rote gegen Ben Hatira für dieses nächste Spiel annuliert werden würde und zum anderen würden noch vor einem evtl. Wiederholungsspiel die Herren Kobiashvilli, Kraft, Lell und wie sie nicht alle heissen, gesperrt und die Hertha muss mit der Reserve gegen Düddeldoof spielen.

DFB/DFL werden also auch im Falle des Falles die rotweissen in der kommenden Saison in Liga 1 haben. Denn bei o.g. Procedere sinken die Chancen der Hertha ins bodenlose.

Sportliche Grüße
Der Glatzkopp
 
Interessante Ansichten der Rheinischen Post über die Zukunft der Dumdörfler und vorallem über deren "Eventpublikum"

Zitat: "Bleibt vom chaotischen Hertha-Spiel ein Imageschaden zurück? Gut möglich, zumal da Fortuna schon im Winter nach der Frankfurter Medienkampagne in den Schlagzeilen war."

Jetzt ist es schon eine Frankfurter Medienkampagne, wenn ein Trainer mal das offen ausspricht, was die komplette 2.Liga sich gedacht hat :rolleyes:
 
Jetzt ist es schon eine Frankfurter Medienkampagne, wenn ein Trainer mal das offen ausspricht, was die komplette 2.Liga sich gedacht hat :rolleyes:

Man ahnt doch ohnehin schon, was kommt: In völliger Verkehrung der Tatsachen werden die Fottunesen zur neuen Saison an einem hippen "Mythos" basteln, der dann über die ihnen gewogene Journaillle - mindestens regional - abgesondert werden wird. Da dürfte dann - mindestens unterschwellig - die Rede sein vom "überaus schwierigen Start einer lange verunsicherten Mannschaft", "Opfern von Prozessen und Medienkampagnen" usw.. :rolleyes:

Ja, der kleine Emporkömmling aus unserem südlichen Vorland, der ja völlig ohne jede Lobby (vor allem bei DFL/DFB) ist, hat es schon wirklich enorm schwer ... :D
 

daraus:

Lehner: Das Bundesgericht ist ja auch ein DFB-Verbandsgericht. Zwar sitzen dort andere Personen, aber bislang hat das Bundesgericht die Urteile des Sportgerichts meist nur modifiziert. In diesem Fall müsste sie das Urteil komplett kippen, und dass das geschieht, halte ich dann doch für äußerst fraglich. Ich blicke eher weiter auf die nächste Instanz, das Ständige Schiedsgericht. Und das ist personell deutlich breiter besetzt. Wenn, dann sehe ich dort Chancen für Hertha.

Soviel zur DFB-Vetternwirtschaft. :cool:
 
Zitat von Scuba !

Im Tornetz waren zudem definitiv Löcher. Unser Haus- und Hoffotograf hat dies auch festgehalten: http://bilder.rwo-online.de/showimag...image_id=61437. Das war nach dem ersten Platzsturm.


Dieses Bild beweist nachträglich das die ach so fröhlichen "positiv besetzten " Platzstürmer der Fottuna mit Schneidwerkzeugen (z.B. Messer) eben diesen ausführten!
Oder glaubt einer die hätten die Netzschnüre durchgebissen?!;)
 
Hertha BSC will Urteil des DFB-Bundesgerichts zu Fortuna-Spiel akzeptieren

Düsseldorf/Berlin. Am Freitag werden Fakten vor dem DFB-Bundesgericht Fakten geschaffen: Hertha BSC hat angekündigt, die Entscheidung zur Spielwertung des Skandalspiels gegen Fortuna Düsseldorf zu akzeptieren. Derweil weist der Ordnungsdienst der Fortuna alle Vorwürfe von sich.

[...]
Quelle: http://www.derwesten.de/sport/fussb...s-zu-fortuna-spiel-akzeptieren-id6685495.html


Da bin ich ja mal gespannt. Hertha scheint sich ja ziemlich siegessicher zu sein!
 
Hertha scheint sich ja ziemlich siegessicher zu sein!

Jeder logisch denkende wird irgendwo davon ausgehen, dass das erste DFB Gericht den DFB angestellten Schiedsrichter nicht in Frage gestellt hat und das das zweite DFB Gericht dann auch das erste nicht in Frage stellen wird.

Was Hertha da jetzt ankündigt, kann ich also so nicht verstehen. Der Prozess kann doch erst funktionieren wenn man sich bei einer Instanz befindet die dem DFB nicht unterstellt ist.

Einzig der unzufriedenstellende Umstand für die nächste Saison immer noch nicht planen zu können, wäre für mich ein erklärbarer Grund.
 
Hertha BSC will Urteil des DFB-Bundesgerichts zu Fortuna-Spiel akzeptieren

Düsseldorf/Berlin. Am Freitag werden Fakten vor dem DFB-Bundesgericht Fakten geschaffen: Hertha BSC hat angekündigt, die Entscheidung zur Spielwertung des Skandalspiels gegen Fortuna Düsseldorf zu akzeptieren. Derweil weist der Ordnungsdienst der Fortuna alle Vorwürfe von sich.

[...]

Quelle: http://www.derwesten.de/sport/fussb...s-zu-fortuna-spiel-akzeptieren-id6685495.html

Damit dürfte der Drops gelutscht sein.
Eine Instanz weiter und ich hätte geschrieben, dass die eine Chance haben. Dort wird es keine andere Entscheidung geben. Geschichte lehrt.
 
Wenn die Fortuna hoch geht, dann aber mit einem Geisterspiel+saftiger Geldstrafe oder einem satten Punktabzug. Ist ja bei Ostklubs so üblich (DD).
Fortuna war für das Rückspiel platzbauender Gastgeber und somit verantwortlich für Ornung und Sicherheit. Aber der DFB/DFL entscheidet ja sowieso nach "Nase".
 
Wer weiß, was der DFB der Hertha im Gegenzug für nächste Saison signalisiert hat...

Ging mir auch als erstes durch den Kopf. Eine Summe x, die den Verlust durch den Abstieg ein wenig abmildert, dafür hat der DFB eine Sorge weniger ... find ich echt nicht abwegig.

Man wird bei der Hertha sicher abgewogen haben, ob die künftigen Einsprüche wirklich so wasserdicht wären, dass man ruhigen Gewissens die Sache durchziehen kann, weil sich alles eh zugunsten Berlins entscheiden wird. Recht haben und Recht bekommen ist ja oft zweierlei. Gerade bei dieser Vetternwirtschaft beim DFB.

Andererseits sitzt Hertha ja wie F95 in der gleichen Falle, dass die bei einem Gang durch alle Instanzen erstmal keine Planungssicherheit haben (Transfers etc.). Gepaart mit dem Risiko, dass sie ggf. bei den Transfers zu spät dran wären. Die wollen sich ja auch im Rahmen der Möglichkeiten verstärken, um gleich wieder aufzusteigen.
 
Vielleicht will Hertha einfach nicht als Prozesshansel in einer aussichtslosen Sache da stehen. Der Imageschaden dürfte eh schon immens sein. Die Aussichtslosigkeit bezieht sich hier auf die Gremien, nicht auf die Sache.
 
Auch wenn es alles schwer zu ertragen und verstehen ist: Es ging gestern darum ob es ein Wiederholungspiel gibt, nicht mehr nicht weniger!

Für Pyro, Platzstürmen ect. wird noch einiges auf BEIDE Vereine zu kommen, wenn der DFB sich nicht komplett lächerlich machen will :rolleyes:

Der DFB ist komplett lächerlich :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
"Uneinigkeit bei Hertha vor dem Urteil
Die Gefahr eines Prozess-Marathons nach dem skandalösen Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC schien gebannt - doch Hertha-Boss Werner Gegenbauer zögert.
Die Gefahr eines Prozess-Marathons nach dem skandalösen Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC schien gebannt - doch Hertha-Präsident Werner Gegenbauer hält sich im Kampf um eine Wiederholung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) weiterhin alle Optionen offen....."
http://www.kickwelt.de/news.phtml?id=1263192172
 
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