Relegationsspiele

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Die Begründung:

„Die Beurteilung des Bundesgerichtes erfolgte nach der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB über mögliche Einsprüche. Ein Regelverstoß des Schiedsrichters wurde nicht behauptet und lag auch nicht vor. Der im Vordergrund stehende Einspruchsgrund der Schwächung der Berliner Mannschaft durch die Vorfälle gegen Ende des Spiels ließ sich durch die Beweisaufnahme nicht bestätigen. Auch ein sonstiger Einspruchsgrund lag nicht vor.“

http://www.dfb.de/index.php?id=511739&tx_dfbnews_pi1[showUid]=33684&tx_dfbnews_pi4[cat]=145
 
Sollte das heutige gericht den Einspruch ebenfalls zurückweisen, sollte man es als Hertha BSC Berlin akzeptieren. Der heutige Richter war fair und hat im gegensatz zum 1. Gericht auch Beweismaterial akzeptiert. Von daher macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, weitere Prozessen in Augenschein zunehmen.

Alle Gerichte urteilen auf Basis von Gesetzen. Wenn es passende gibt. Selbst dann ist nicht klar, ob die Gesetze auch im Lichte höher einzustufender Gesetze haltbar sind. Hier kommt hinzu, dass DFB-Gerichte offensichtlich weit weniger unabhängig sind als "richtige" Gerichte.

Selbst an diesen wäre es aber seltsam, wenn jemand, der zwei Instanzen verloren hat, nicht bis ans BVG gehen würde, wenn ein Widerspruch zur Verfassung ersichtlich ist.

Hier sind die Grundsätze der sportlichen Fairness, welche geschützt sind durch internationales Sportrecht, gebrochen worden. Der Schutz der "Tatsachenentscheidung", die flüssige Abwicklung von Auf- und Abstieg wogen schwerer.

Eine weitere Instanz braucht keine weiteren Beweise. Sie muss entscheiden, ob die Maßstäbe und Wege der vorherigen Instanzen der Sache angemessen waren.
 
So lange man vor den DFB Gerichten rumturnt, wird es kein anderes Ergebnis geben.
Die haben ein absolutes Desinteresse das Spiel wiederholen zu lassen. Hier ist eine Terminnot gegeben. Außerdem würden sie ihren Lieblingsschiedsrichter in den Rücken fallen. Die können gar nicht anders.

Ich kann nur empfehlen die Instanzen auszureizen und das ganze vor einem unabhängigen Gericht urteilen lassen.

Für mich als neutralen Betrachter war kein normales Spiel mehr möglich.
 
Nicht vergessen die Arme zu heben, dann geht der Schiedsrichter davon aus, das der Fan feiern will.
 
Erst "positiv besetzter Platzsturm" (O-Ton 1. Verhandlung und heute:

"keine einheitliche Angstsituation"!

Oh mann, wenn es nicht so ernst und zugleich lächerlich wäre, würde ich herzhaft darüber lachen! :(
Ich muss das erstmal sacken lassen...
 
Als ehemaliger Jugendleiter eines Landesligavereins muss ich mich wirklich fragen, was ich ab jetzt Kindern und deren Eltern erzählen soll. Kann ich jungen Menschen wirklich noch raten, mit dem Fußballspielen anzufangen, wenn der DFB solche Spiele einfach wertet und dadurch ab jetzt seine Spieler sehenden Auges einer unkontrollierbaren Menge aussetzt?! Ich glaube nicht.
 
Ich freue mich schon auf die mögliche Pokalauslosung in Runde 2 oder 3, wenn Hertha BSC zuhause gegen Dumdorf ausgelost wird. Der Charakter eines " Freundschaftsspieles " wird wohl nicht gegeben sein. Bei der entsprechenden Führung der Berliner kurz vor Schluss, kann man dann die friedlichen und feiernden Fans auf den Platz lassen, die Gefahr eines Spielabruchs, respektive eines Wiederholungsspieles, ist ja nicht gegeben :mecker::mecker::mecker:
 
Wir sprechen uns nochmal wenn es bei euch am letzten Spieltag für den Aufstieg reicht und es zu so einer solchen Situation kommt.
Ich will nicht wissen wir ihr dann gegen die Gästefans giftet oder sonst wen, nun verabschiede ich mich, dass war heute ein Sieg der Gerechtigkeit!
Hertha und vorallem Preetz haben so viele Unwahrheiten erzählt das sie sich selber geschlagen haben.

Viel Glück für die kommende Saison, ich hätte wirklich nichts dagegen wenn ihr am Ende vor den Millionentruppen stehen würdet.
 
Der DFB hat sich einen Bärendienst erwiesen.

Schickhardt hat meiner Meinung nach immer noch die juristisch falsch Spur gelegt, indem er derart massiv auf die Psyche der Spieler abgehoben hat: Alles hat sich ab da darauf konzentriert diese These zu widerlegen, weil sie umgekehrt nie zu beweisen war.

Wünsche allen Beteiligten viel Spaß bei den zukünftigen Versuchen Spielentscheidungen über rückwärtige Psychogramme aller Beteiligten treffen zu wollen.

Starks Vorgehensweise würde dem Ansatz entsprechen, dass wenn beim olympischen 1500 Meter Lauf 50m vor dem Ziel die Laufbahn gestürmt würde, es eine ausreichende Lösung der Situation wäre die Läufer nach 20 Minuten gemäß ihrer vorherigen Platzierungen aufzustellen, und dann auf Signal die letzten 50 Meter laufen zu lassen, wobei die Zuschauer am Rand der Laufbahn sowie 2 Meter hinter der Zielline verbleiben. Absurd? Ja, vollkommen absurd.
 
Ich mag weder die Hertha, noch die Düsseldorfer.
Ich versuche die ganze Sache mal neutral zu sehen.

Der Platz war nach dem "Platzsturm" in Teilen unbespielbar, die Tornetze wiesen Lücken auf, das Spielfeld war umrandet von Polizei, usw. Das Spiel wurde trotzdem fortgesetzt.
Nach den Urteilen jetzt ist es also legitim unter diesen Vorraussetzungen ein Spiel anzupfeifen? :eek:

Viel Spass DFB in der kommenden Saison. Es wurde in einem Schauprozess ein willlkürliches Präzedenzurteil gefällt, dessen Tragweite nicht überschaubar ist.
 
nun verabschiede ich mich, dass war heute ein Sieg der Gerechtigkeit!


jetzt könnt ihr euren super geilen Aufstieg ja feiern und euch ein Loch in Bauch freuen das ihr nächstes Jahr mit den Grossen mitspielen dürft.

Und vielen dank nochmal das der DFB/DFL jetzt neue Strafmassnahmen für alle Fussballclubs festlegen wird,habt ihr und Berlin super hingekriegt.

Wir sehen uns in 2Jahren vllt wieder und mal gucken mit wievielen Eventies ihr dann hier aufschlagen werdet.

Viel Spass beim Spiessrutenlauf in Liga 1

:huhu::zustimm:
 
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Hatte heute eher das Gefühl, dass der Prozess etwas "fairer" geführt wird als in der ersten Instanz wo hauptsächlich nur die Beleidigungen und Bedrohungen gegen Stark eine Rolle gespielt haben.
Bin deswegen von dem Urteil jetzt eigentlich etwas überrascht, da ich während des Prozessverlaufs einen kompetenten Richter wahrgenommen habe, der sich auf die wesentlichen Bestandteile beschränkt hat.

Ich denke aber nun, dass der Drops gelutscht sein wird. Die Fortuna ist auf-, die Hertha abgestiegen, der DFB hat anscheinend das bekommen was er wollte. Ein fader Beigeschmack und vor allem der Skandal wird aber bleiben!
 
Ich denke aber nun, dass der Drops gelutscht sein wird.

Das hoffe ich nun wirklich nicht. Da es sich hierbei um ein Präzedenzurteil mit weitreichenden Auswirkungen im Profi-, Amateur- und Jugendbereich handelt, wünsche ich dem Hertha-Management die Ausdauer, bis zum internationalen Sportgericht und womöglich auch bis zu den ordentlichen Gerichten zu gehen
 
Hertha und vorallem Preetz haben so viele Unwahrheiten erzählt das sie sich selber geschlagen haben.

Das ist mein Eindruck auch - nur dürfte genau das nichts mit der Entscheidung zu tun haben. Recht oder Unrecht entscheidet sich nicht an der Idiotie des Klägers.

Die für mich eben schwierige Argumentation der Hertha erleichtert mir ein ansich eher absurdes Urteil zu akzeptieren, das in irgendeinem tieferen Sinne sogar gerecht sein mag, aber mir doch nicht wirklich rechtens erscheint.
 
Mir erschließt sich nicht der Grund, warum der DFB mit allen Mitteln die Fortuna in der Buli sehen will? Berlin als Absteiger, wieder ein Jahr ohne Hauptstadtklub in der Buli... Ist das etwa gut fürs Image? Kann ich mir nicht vorstellen. :rolleyes: Ich denek mal, dass die Fortuna keine Schwierigkeiten haben wird die Liga zu halten....

Die Macht ist mit Ihnen....
 
Auch wenn ich mich wiederhole. Der DFB schützt einzig und alleine die Entscheidung des Schiedsrichters. Das Spiel wurde daher regulär zu Ende gespielt. Schlussendlich wird die Fairness von Hertha ihnen zum Verhängnis. Wenn auch nur ein Spieler in der Kabine geblieben wäre mit einer Pseudoverletzung (Stauchung oder so) hätte es anders ausgesehen.

Strafen für Fortuna für die Vorkommnisse wird es noch geben.

PS: ich war persönlich auch für ein Wiederholungsspiel weil es einfach aussergewöhnliche Verhältnisse waren.
 
sehe ich auch so. der kobiashvili hätte wohl besser dem kraft eine verpaßt und der hätte behaupten können, von den platzstürmern eine auf die nuss bekommen zu haben.
naja, was soll`s. freuen wir uns auf saftige pleiten der fortunesen. bruno bricht dort den eigentor-rekord und alles ist gut.
die relegation wird abgeschafft. dummdorf geht als 16. runter und wir als 3. ...

ich sollte ins bett. ich fange schon an zu träumen...:o
 
Eigentlich haben wir diesen DFB-Zwangsaufsteigern hier schon viel zu viel Aufmerksamkeit gewidmet.

Es bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass die Fußballwelt da ganz genau hingeschaut hat und sich Deppendorf auf eine (mehr werden es nicht sein) entsprechende Saison in Liga 1 "freuen" darf...

Mit Soares müsste es außerdem doch jetzt auch endlich mal gelingen, einige Elfmeter gegen sich verhängt zu bekommen...
 
Einerseits finde ich das urteil schei.sse weil Düsseldorf nun in der Bundesliga spielt, aber andererseits muss ich auch sagen, wenn man so liest wie sich die Spieler Ramos, Ronny und Co. da einem Richter präsentieren, von wegen Tränen in den Augen und ein Rehagel vom 2.Weltkrieg spricht, da muss man sich ja kaputtlachen...

Ein anderer Grund er pro Urteil ist: Stellt euch vor, das Spiel wird wiederholt...Dann wird in Zukunft bei jedem wichtigen Spiel die Fans den Abbruch selbst herbeiführen, wenn es für ihre Mannschaft nicht so läuft und sich auf dieses Urteil beziehen...gerade aus diesem Grund war es auch wichtig mit dem Urteil Standfestigkeit zu zeigen und nicht sofort bei dem Rumgeheule einzunicken...

Ich hasse Düsseldorf auch wie die Pest, aber was die Hertha-Verantwortlichen und Spieler einem da erzählen wollen ist ja mehr Comedy als alles andere...

Naja in der Hoffnung, dass nächstes Jahr wieder beide in der Relegation aufeinander treffen und sich Deutschland für 3 Wochen sich köstlich amüsiert ...

Jetzt kommt die EM! :huhu:
 
Präzedenzfall?

Aber ganz sicher. In vielerlei Hinsicht. Das werden wir in den kommenden Monaten noch erleben. Alle am Spielbetrieb Beteiligten werden sich nämlich jetzt intensiv zusammen setzen und des Pudels (Niersbachs) Kern ausknobeln. :ohgott:

Ich sehe schon auf jeder/m Anzeigetafel/Videowürfel vor Spielbeginn den offiziellen Gruß aus der Otto-Fleck-Schneise: "DFB und DFL weisen der guten Ordnung halber ausdrücklich darauf hin, dass bei einem Platzsturm (und anderen "Späßen") ein sofortiger Spielabbruch erfolgt."

Und das Spiel wird dann automatisch mit 3:0 für die Gastmannschaft gewertet. Deren Fans dafür natürlich nicht verantwortlich sind, denn sie haben ja schließlich an jenem speziellen Tag Einreise- und Aufenthaltsverbot für den Spielort gehabt. :rolleyes:
 
Ein anderer Grund er pro Urteil ist: Stellt euch vor, das Spiel wird wiederholt...Dann wird in Zukunft bei jedem wichtigen Spiel die Fans den Abbruch selbst herbeiführen, wenn es für ihre Mannschaft nicht so läuft und sich auf dieses Urteil beziehen...gerade aus diesem Grund war es auch wichtig mit dem Urteil Standfestigkeit zu zeigen und nicht sofort bei dem Rumgeheule einzunicken...

Das Argument kann man auch umdrehen: wenn das eigene Team kurz vor Schluss Führt, einfach mal den Platz stürmen - passiert ja eh nix. Im Pokalhalbfinale gegen Kotbus hätten wir uns so zB auch unruhige Minuten gespart.

Und genau deswegen MUSS die persönliche Strafe für Duseldorf hart sein...

Ansonsten ist das Ganze das zu erwartende Urteil. Wenn ich Hertha-Verantwortlicher wäre, würde ich es jetzt auch gut sein lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Urteil noch gekippt wir ist imho nicht hoch. Stattdessen würde ich Preetz rausschmeissen und die Saison planen.

An die Fotuunen, die sich überhaupt nicht für den MSV interessieren hier aber trotzdem mitlesen und posten: Viel Spass im einjährigen Ausflug nach oben. Mit Nobbi in die erste Liga aufsteigen, dabei eine neue Verteidigung aufbauen und den Kader mit bestenfalls leicht überdurchschnittlichen Zweitligaspielern auffüllen hatten wir auch schon. War nicht schön...
 
Erst "positiv besetzter Platzsturm" (O-Ton 1. Verhandlung und heute:

"keine einheitliche Angstsituation"!

Wenn man sich das genau durchliest, gibt es in der ersten Aussage und vor allem in der 2. Begründung der Ablehnung jeweils den Grund für eine Umwertung bzw. für ein Wiederholungsspiel.

Einen positiv besetzten Platzsturm gibt es nicht. Entweder wurde gestürmt oder eben nicht. Ein Platzsturm ist immer negativ, angsteinflössend und vor allem verboten. Also muss hier, da der Innenraum nach dem Platzsturm nicht vollständig geräumt war, das Spiel für Berlin gewertet werden.

Keine einheitliche Angstsituation: Wieso hat man von Berliner Seite nicht einen sachverständigen geladen der den Korrupten DFB-lern mal erklärt hätte, dass jeder Mensch im Angstzustand anders tickt.

Es muss ausreichen, dass sich nur ein Spieler, Trainer etc. ängstlich fühlt. Schon dann ist es eine Schwächung einer Mannschaft und das Spiel gehört zumindest wiederholt, wenn nicht sogar umgewertet.

Ich würde weiter klagen. :zustimm:

Das nächste Gericht ist nicht mehr vom DFB.
 
Ein anderer Grund er pro Urteil ist: Stellt euch vor, das Spiel wird wiederholt...Dann wird in Zukunft bei jedem wichtigen Spiel die Fans den Abbruch selbst herbeiführen, wenn es für ihre Mannschaft nicht so läuft und sich auf dieses Urteil beziehen...gerade aus diesem Grund war es auch wichtig mit dem Urteil Standfestigkeit zu zeigen und nicht sofort bei dem Rumgeheule einzunicken...

Ist es denn jetzt besser ? Stell dir mal vor es ist 89. min man führt im DFB Pokal 2:1 gegen :kacke: 04 und man ist nur noch mit 10 Mann, :kacke: drückt ohne ende. Was also tun ? Genau einen "positiven" Platzsturm. :zustimm:

Ein Wiederholungsspiel ist, so finde ich der gleiche Unsinn nur halt ist da der positive Effekt für die hinten liegende Mannschaft durch das Wiederholungsspiel.

Die einzige richtige Konsequenz für mich wäre, die Fans die den Platz stürmen sorgen dafür das ihre Mannschaft mit 0:3 verliert, das wäre abschreckend für jeden Fan.

Ich sehe schon man sollte bis zum ende lesen, alfred sieht es genauso ;D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Hertha hat vor Gericht verloren, weil deren Anwalt den falschen Weg eingeschlagen hat. Mit einem sachlicheren Anwalt wären die Chancen vor diesem Richter meiner Meinung nach sehr hoch gewesen.

Nichtsdestotrotz ist das Urteil allein aus dem Grunde ein Witz, weil sich Schiedsrichter und andere Verantwortliche im Vergleich zur ersten Verhandlung teilweise selbst ganz deutlich widersprochen haben. Solche Tatsachen sollten eigentlich ausreichen, um die entsprechenden Aussagen aus der Wertung zu nehmen.
Zudem ist nach der Verhandlung eigentlich jedem klar gewesen, dass ein reguläres Spiel unter diesen Umständen nicht mehr möglich war.

Ich würde mir nen besseren Anwalt suchen und in die nächste Instanz gehen.
 
Nachdem der DFB respektive sich seine Juristen in dieser Angelegenheit ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, stehen ja dann noch ( ausserhalb dieses Vefahrens ), die Bestrafungen für z.B. :

* Zuschauerplatzsturm

* Magelnder Ordnungsdienst

* Bengaloeinsatz Fortunaspieler

sowie diverse andere Verstösse an.

Wenn man mit dem selben Elan, dem gleichen Fingerspitzengefühl und natürlich völlig neutral :rolleyes::rolleyes::rolleyes: an diese Urteile heran geht, dürfte Dlf. eine Geldstrafe von 50.000 € erhalten und die Spieler 3 Sozialstunden leisten müssen.

Wollte man wirklich bestrafen, wären 500.000 € Geldstrafe angemessen, mindestens ein Geisterspiel und eine Sperre von 3 Spielen für die beschuldigten Spieler.

Aber das ist Wunschdenken bei einem DFB Präsidenten, dem Dumdorf näher am Herzen liegt, als Gerechtigkeit für alle !:fluch:
 
Mir erschließt sich nicht der Grund, warum der DFB mit allen Mitteln die Fortuna in der Buli sehen will?

In der Wikipedia steht über unseren DFB Präsidenten Wolfgang Niersbach:
"Nebenher gestaltete er als verantwortlicher Redakteur elf Jahre lang die Stadionzeitung von Fortuna Düsseldorf Fortuna aktuell und vier Jahre lang die Stadionzeitung der Düsseldorfer EG."

Jetzt denk mal drei Sekunden darüber nach ...
 
Keiner kann mir erzählen, daß man in 11 Jahren nicht für eine Sache mit der bzw. für die man arbeitet, nicht sowas wie Symphatie entwickelt. Ich will um Gottes Willen niemanden etwas unterstellen. Aber Ziggis Worte sprechen schon eine eindeutige Sprache.

Sei's drum. ;)
 
Hier einmal ungeordnet einige sehr kritische, aber ich finde beachtenswerte Pressestimmen zu dem gestrigen Urteil :

Zitat :

"Die Welt" blickt kritisch auf die Entscheidung: "Durch das Urteil könnten Verband und Liga vor ein gewaltiges Problem gestellt werden. Eine Partie, die nach Zuschauerausschreitungen und Platzstürmung insgesamt fast eine halbe Stunde unterbrochen werden musste, bei der einige Profis im Düsseldorfer Fan-Mob laut eigener Darstellung Todesängste ausstanden und der zum Schluss Eckfahnen und Elfmetermarkierung abhandenkamen, gilt nun als regulär zu Ende geführt. Eine solche Sicht der Dinge könnten Fans künftig dazu nutzen, Fußballstadien weiter munter als Plattform für ihre Gewaltexzesse und Pyrotechnikexperimente zu missbrauchen."

Zitat :

" Auch "Faz.net" kritisiert das Urteil auf ihrer Homepage: "Diesmal allerdings, wo es nicht vorrangig um die Bestrafung eines Klubs für seine Anhänger ging, sondern um den Schutz des Spiels vor jedweder Einmischung, erscheint das Urteil des DFB-Sportgerichts seltsam ängstlich - oder unpassend pragmatisch. Ein Wiederholungsspiel um den Aufstieg unter aufgeheizten Umständen wäre tatsächlich keine leichte Sache, das wochenlange Warten auf eine endgültige sportliche Entscheidung eine Zumutung für die Klubs im Liga-Niemandsland mit Blick auf die Saisonplanung. Aber das allzu bequeme Urteil ist genau das falsche Signal, das in diesen Tagen, in denen der Fußball die Kontrolle über einen Teil seiner Anhänger zu verlieren droht, vom DFB ausgeht."

Zitat :

" Ebenso sieht "Zeit Online" das Urteil kritisch: "Die Entscheidung des DFB-Sportgerichts, den Einspruch Herthas gegen die Wertung des Relegationsspiels in Düsseldorf abzulehnen, ist falsch. Zwar wurde die Partie formal korrekt zu Ende geführt, doch die Bedingungen waren irregulär. Das Spiel hätte nicht gewertet werden dürfen."

Zitat:

" Die "Berliner Morgenpost" kommentiert: "Ein Wiederholungsspiel in Düsseldorf mit begrenztem Zuschaueraufkommen wäre ein weitaus nachvollziehbareres Urteil des Sportgerichts gewesen. So aber gibt es nur Verlierer: Neben Verband und Liga, die vehement Maßnahmen gegen die Gewalt in den Stadien suchen und durch das Urteil doppelt gefordert sind, ist das zuvorderst Hertha BSC. Der Verein hat einen heftigen Imageschaden erlitten, sieht dem Abstieg entgegen und muss auch noch damit leben, dass er wilde Prügler beschäftigt."

Zitat:

" Die "Märkische Oderzeitung" aus Frankfurt schreibt: "Und doch bleibt ein fader Beigeschmack. Denn unstrittig wurden die Berliner klar benachteiligt, als der Platzsturm durch feiernde Düsseldorfer Fans die Begegnung unterbrach. Egal, ob die Herthaner nun Todesangst hatten wie behauptet oder nicht - nach Wiederanpfiff dachte bestimmt niemand mehr ans Toreschießen, sondern nur noch daran, heil aus dem Schlamassel herauszukommen. Insofern ist der Einspruch der Berliner gegen das Urteil nur folgerichtig."

Zitat:

" Der "Schwarzwälder Bote" Kommentiert: "Das Urteil des DFB-Sportgerichts überrascht keinen. Tatsachen-Entscheidungen des Schiedsrichters stehen im deutschen Fußball wie in Stein gemeißelt. Da spielt auch keine Rolle, dass die Berliner nicht mehr wirklich eine Chance hatten, das Spiel noch umzubiegen. Letzter Strohhalm der Hauptstädter bleibt der wenig erfolgversprechende Gang vor das DFB-Bundesgericht. Auch das Sportgericht hat noch Wichtiges zu erledigen: Das kollektive Versagen des Düsseldorfer Ordnungsdienstes muss ebenso bestraft werden wie das Ausrasten diverser Hertha-Kicker - und zwar knallhart, als unüberhörbares Signal an alle Chaoten."

Link: http://www.spiegel.de/sport/fussbal...dfb-urteil-zu-hertha-bsc-berlin-a-834329.html
 
@ Il Padre
leider machst du genau das Gleiche wie die Offiziellen von Fortuna und auch der DFB: die Pyros der Herthaner gegen euren Platzsturm aufwiegen. Dabei seht ihr natürlich besser aus als die. Die eigentliche Frage ist aber: wieso kam es vor dem Platzsturm zu der Flutung des Innenraumes rund um das Spielfeld herum? War das wirklich sicherheitstechnisch notwendig, oder wurde es nicht doch von den Ordnern begünstigt, um das Geschehen in Richtung Fortuna zu beeinflussen? Darauf hat Rehhagel ja zurecht abgestellt, daß die Leute sich einfach so neben ihn in die Coaching-Zone gestellt und Smalltalk gehalten haben. Der hier in Augenschein zu nehmende Zeitraum umfasst weitaus mehr als die kurze Phase, die noch zu spielen war, als dann der Platzsturm erfolgte.

Ich glaube, es konnte, nach den vorhergegangenen Eskalationen von Seiten der Herthaner und entsprechender Antworten von den Düsseldorfern, nach schon erfolgten längeren Spielunterbrechungen, nach der roten Karte für Ben Hatira und der darauffolgende Eskalation von Härte im Spiel, für Schiedsrichter Stark eigentlich nur die Option geben, nach der Flutung des Innenraumes, also lange vor dem Platzsturm, das Spiel zu unterbrechen. Er sagte in der ersten Verhandlung aber aus, er habe das gar nicht gemerkt, daß massenweise Zuschauer in den Innenraum kamen und am Spielfeldrand dicht an der weißen Linie eng gedrängt Aufstellung nahmen: für mich vollständig unerklärlich und unglaubwürdig, eindeutig eine Schutzbehauptung. Laufen doch zum Beispiel sofort zwei Schiedsrichter herbei, wenn ein Betreuer auch nur eine Fußspitze auf die Fläche ausserhalb der Coaching-Zone setzt. Ich sehe es an der Stelle ebenso wie Rehhagel: ab da war alles schon irregulär, nicht erst, als der Platzsturm losging.

Da greift auch der Zusammenhang mit der Loveparade, den Rehhagel richtigerweise herstellt: wenn hieraus eine Erfahrung resultieren kann und muß, dann die, daß bei solchen unklaren Sicherheitslagen lieber immer das zu geschehen hat, was deeskaliert, und daß die Veranstaltung, so gerne man diese auch reibungslos über die Bühne bringen möchte, im Zweifel von nachrangiger Bedeutung ist. Niemand macht Stark einen Vorwurf, daß er in seiner Situation vielleicht keinen ausreichenden Überblick haben konnte, aber es wäre schon notwendig gewesen, den Mann dann entsprechend zu instruieren. Hierfür sind die Düsseldorfer als Ausrichter eindeutig verantwortlich zu machen.

Wer behauptet, nach der Innenraumflutung habe er sicher davon ausgehen können, daß es im weiteren Verlauf nicht etwa zu Handgreiflichkeiten, gar schweren Verletzungen von Spielern oder anderen Beteiligten kommen würde, macht sich doch wohl lächerlich. In dieser Argumentation ist es auch vollständig unerheblich, wie einzelne Herthaner das aktuell erlebt haben oder erlebt haben wollen.

Wie Vorredner hier im Forum sehe auch ich die Taktik der Herthaner, mehr auf die potentielle Gefühlslage der Spieler abzustellen, als verfehlt und gescheitert. Im Nachhinein wäre es wohl das beste gewesen, sie wären nach erfolgter Flutung des Innenraumes einfach in die Kabine gegangen und da geblieben. Verständlich, daß sie das zu diesem Zeitpunkt des Spieles nicht riskiert haben, das wäre wohl selbst den Ehrenlogenbürokraten vom DFB vermittelbar gewesen.

Nichts desto trotz ist bei den beiden bis jetzt in dieser Sache ergangenen Urteilen für mich das allein bestimmtende Moment, daß der DFB die Tatsachenentscheidungsbefugnis des Schiri vor vielleicht eingebildeten, vielleicht realen Gefährdungen durch kritische Stimmen schützen will. Damit sich hier nichts ändert, dürfen Schiris halt keine Fehler machen, bzw. müssen diese, auch lautstark und zu Lasten Dritter, vertuscht werden. Dafür lässt man sogar ein altes Schlachtroß wie den Rehhagel über die Klinge springen.

Der kann einem bei der Geschichte echt als einziger ein bisschen leid tuen.

Und was die Gerechtigkeit bei der Fortuna angeht, kann man nur hoffen, daß sie dann eben nächste Saison mit Macht hereinbricht.
 
Also ein Wiederholungsspiel halte ich für unwahrscheinlich, Ich würde die Strafe so auslegen, Beide Vereine bleiben in der 2 Liga und bekommen punkte abgezogen.....Hertha 12 Punkte wegen Pyro und Spieler Attacken, dafür fallen die Verhandlungen gegen die Spieler aus. Düsseldorf bekommt 18 Punkte abgezogen 12 Punkte wegen Pyro und natürlich Lambertz und Beister und 6 Punkte wegen Platzsturms( unzureichende Sicherheits vorkehrungen)......dafür steigt dann St.Pauli auf.......

ist doch nur Fair
 
Im Nachhinein wäre es wohl das beste gewesen, sie wären nach erfolgter Flutung des Innenraumes einfach in die Kabine gegangen und da geblieben. Verständlich, daß sie das zu diesem Zeitpunkt des Spieles nicht riskiert haben, das wäre wohl selbst den Ehrenlogenbürokraten vom DFB vermittelbar gewesen.

Zur unmittelbaren weiteren Gefahrenabwehr (noch mehr Ausschreitungen) war es mMn völlig richtig, sowohl von Stark "weiter spielen" zu lassen als auch von den Hertha-Kickern, wieder raus zu gehen. Nur wurde dieser Punkt leider (fast) gar nicht gewürdigt. Auch Hertha BSC hat darauf kaum klar Bezug genommen.

Natürlich hätte Stark - hätte er dies eingeräumt - als Beteiligter an dem Chaos dagestanden, dem "das Spiel zuvor entglitten" wäre. Dabei trug nicht ER dafür die Verantwortung, sondern ALLEINE der Veranstalter. Stark hätte das genannte Argument der fürsorglichen Gefahrenabwehr überall (außer in Dummdorf) immerhin aber jenen Respekt eingebracht, den er nun ein für alle Mal verloren hat. Nun denn, Vernunft kann man nicht erzwingen ...

Indes: DFB und Fottuna werden diese Farce noch bitter bereuen, denke ich. Jedenfalls freue ich mich mit Blick auf die kommende 1.-Liga-Saison u.a. schon auf innovative Transparente in den Kurven ... :ausheck:
 
Keine Berufung mehr von Hertha ????????

Zitat:

" Die SMS kam in der Nacht zu Sonnabend. Absender war Co-Trainer Rene Tretschok, Adressaten waren alle Spieler von Hertha BSC. Inhalt: Der Verein schickt seine Spieler ab sofort in den Urlaub. Das ist ein starkes Indiz, dass der Hauptstadt-Klub sich von der Hoffnung auf die Neuansetzung des Relegations-Rückspiels gegen Fortuna Düsseldorf verabschiedet und den Abstieg in die Zweite Liga akzeptiert."

" Offiziell bestätigen mochte das niemand im Klub. Schließlich hatte Präsident Werner Gegenbauer angekündigt, das brisante Thema mit den Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung am Dienstag nach Pfingsten besprechen zu wollen."

Link: http://www.morgenpost.de/sport/article106381408/Hertha-BSC-schickt-seine-Spieler-in-den-Urlaub.html
 
Halten wir bei diesen Glücksfortunen also mal fest: ;)

  • In der Saison 2003/04 durfte Düsseldorf nur in die dritte Liga aufsteigen, weil der Tabellenerste Velbert keine Lizenz beantragt hat.
  • In der Saison 2011/12 durfte Düsseldorf nur in die erste Liga aufsteigen, weil die Sympathisanten beim DFB es so für richtig hielten.
 
Da greift auch der Zusammenhang mit der Loveparade, den Rehhagel richtigerweise herstellt:.....

Da kann ich dir nicht folgen. Bombennächte im Essener Keller, Heysel-Stadion-Katastrophe (zur Erinnerung: 39 Tote), Loveparade-Tragödie, wer sich so in der Verhältnismäßigkeit seiner Beispiele vergreift, der hat die Orientierung verloren. Für mich hat der Zeuge Rehagel qualitativ da weiter gemacht, wo er als Trainer aufgehört hat. Und dass der Hertha-Anwalt allen Ernstes eine Sitzungspause beantragt, um den beleidigten Rehagel wieder einzufangen, nachdem dieser gemerkt hat, dass das Gericht seiner Aussage so recht nicht folgt: Kein Kommentar.

Im übrigen: Angenommen, ein Verein verfügt über ein gutes OM, sagen wir mal aus etwas härter gesottenen Ex-Jugoslawen und eine etwas sensiblere südamerikanische Flügelzange, die vom OM regelmäßig zuverlässig bedient wird. Die üblichen Laufwege führen die Südamerikaner jetzt aber in die Ecken des Spielfelds, die ihnen - aus guten Gründen -besonders gefährlich erscheinen. Also meiden sie diese Wege. Weil das OM aber ansonsten unverdrossen seinen Dienst versieht, keine einheitliche Angstsituation = keine Beeinträchtigung dieser Mannschaft? Diese Begründung ist nicht nachvollziehbar.

Aber gut, dass es vorbei ist. Der besch...nste Aufstieg der Bundesliga ist perfekt und das kann F95 keiner mehr nehmen. Die Auswirkungen für uns alle werden sich im Laufe des Sommers herauskristallisieren, mir schwant Übles. Nur gut, dass der DFB wohl nicht mit Slogans wie "Rehagel: Esprit-Arena kurz vor Heysel-Katastrophe" in den Kampf ziehen wird.
 
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