Tag 10
Reisetagebuch Nicki
Sendoff 1.Teil
Lassen wir den Vorhang das erste mal aufgehen
Bühnenbild : Judys zuhause
Ein völlig chaotisches Wohnzimmer in dem jede menge Tüten und Kartons stehen. Dazwischen Judy, die Brote für uns zum Frühstück macht.
Ich wurde um 8 Uhr geweckt und bekam mitgeteilt, dass es um 9 Uhr losgehen solle, der Fahrer sei bestellt.
Ich packte alles zusammen, was ich für den Abend brauchte und bekam einen Kaffee, den ich nach dem Überfall auch dringend brauchte .
Dann erschien Don auf der Bildfläche, er wollte aber nur etwas abzuholen, bekam auch ein Brot und einen Kaffee und weg war wieder.
Dann kam eine Freundin von Judy, die auch mit uns fahren wollte.
Der Fahrer hatte eine gute halbe Stunde Verspätung, in der afrikanischen Zeitrechnung also voll im Soll!
Ortswechsel : die Fahrt dauerte gut 1,5 Stunden und ging quer durch die Stadt . Unterwegs hielten wir an, um das Brautkleid abzuholen.
Bühnenbild: ein Hotelzimmer, wir befinden uns in dem Hotel in dem auch Judys Eltern seit gestern wohnen. Hier wird am Abend die Zeremonie stattfinden.
Im Hotel angekommen checkten wir im Zimmer ein. Ob wir heute Abend hier bleiben oder nicht stand noch nicht fest. Dass so was überhaupt geplant war,war mir nicht bekannt.
Ich lernte kurz Judys Eltern kennen.
Ihr Papa hat einen freundlichen Humor und ihre Mutter ist eher die freundliche im Hintergrund.
Ich machte mich danach alleine auf den Weg um mich ein wenig umzuschauen und Fotos vom Hotel zu machen.
Zurück bei Judy "stürmten" zwei Damen das Zimmer ...... Das Schmink-Team
Sie versuchten sich auch mit mir zu unterhalten bzw. Die eine wollte mich in Swahili unterrichten, was das Chaos in meinem Kopf noch größer werden liess ...... Habe ich doch mit meinem Englisch schon genug zu kämpfen
............warten wir mal ab wie es weitergeht
Der Vorhang fällt
PAUSE
Der Vorhang hebt sich wieder
Bühnenbild :
Ich sitze in einem Auto auf dem Hotelgelände neben Don
Don durfte das Auto nicht verlassen, bevor seine Braut da war .
Judy saß oben im Hotelzimmer, sie war bereits komplett fertig
Worauf wir eigentlich wirklich wartete,n weiß ich nicht.
Matthias und ich hatten erstmal etwas zum Trinken im Laden gegenüber vom Hotel gekauft .
Die Gäste waren da aber Getränke schien es erst zu geben, wenn hier alles anfängt und das schien noch zu dauern.
Don hatte sich sichtlich über die Nachricht gefreut, dass mein Flug gecancelt wurde und ich einen Tag länger in Tansania bleiben werde
Ich vermisste zwar langsam die Heimat aber zu einem geschenkten Tag hier sagte ich natürlich nicht nein ........na und eine Wahl hatte ich ja eh nicht
Jetzt warten wir mal auf das was uns erwartet
De Vorhang schließt sich wieder
Der Vorgang öffnet sich wieder
Bühnenbild : der Raum für die Zeremonie
Don wurde im Raum an einen Tisch gesetzt .
Jetzt zog Judys Vater mit seiner Familie in den Raum ein. Sie verteilten sich an den Tischen auf der linken Seite. Danach folgte die Familie.
Die Freunde saßen an Tischen außerhalb, wo das alles gut sichtbar auf zwei Leinwänden übertragen wurde .
Matthias und ich bekamen Plätze drinnen am Tisch von Don.
Jetzt war der große Moment gekommen, Judy kam, gefolgt von ihrer besten Freundin, in den Raum.
Die beiden wurden von einem Moderator , der durch den ganzen Abend führte , begrüßt und sie nahmen auf den beiden Plätzen vor Kopf des Raumes platz.
Judys Tante eröffnete den Abend mit einer Rede .
Jetzt wurde Judy aufgefordert, ihren Bräutigam zu suchen, sie tanzte mit einem Geschenk für ihn in der Hand durch die Reihen, bis sie ihn fand .
Danach musste er wieder an unserem Tisch Platz nehmen .
Den ganzen Abend wurden Geschenke zum Teil mit viel Symbolcharakter gebracht.
Die Familien näherten sich an .
Mal die eine, mal die andere Seite . Eine Torte wurde angeschnitten und verteilt neben einer gebratene Ziege .
Nach gut 1,5 Stunden ging es dann zum Essen.
Wieder zuerst die Familien, wir wurden von Judys Mutter aufgefordert, uns hinter der Familie einzureihen. Ich denke, das war eine echte Ehre.
Nach dem Essen ging die Zeremonie weiter. Und Freunde brachten Geschenke zu Judy. Um ca 24 Uhr war die Feier beendet.
Judy blieb bei ihren Eltern im Hotel und ich wurde von Don nachhause gebracht. Mittlerweile war es 2.15 Uhr und der Vorhang schließt sich für heute zum letzten mal
Fazit
- es war ein großartiges Erlebnis, bei dieser Zeremonie dabei zu sein
- auch wenn wir nicht viel verstanden haben konnte man den Gesten viel entnehmen
- hier finden zwei super herzliche und freundliche Familien zueinander
- der Moderator hatte was von Roberto Blanco
