Kann mir mal jemand die ganzen "erfolgreichen" Investoren Vereine nennen, die jetzt statt in der Landesliga im Europapokal kicken?
Ja, ich

Ich meine hier um die Ecke den VfB Stuttgart.
Der VfB hat 2017 den Profifußball inklusive der Frauen aus dem Gesamt e.V. in einer AG ausgegliedert.
Stand jetzt ist die Verteilung der Investorenanteile so:
VfB Stuttgart 1893 e.V. 78,2 %
Mercedes Benz Group AG 10,4 %
Porsche AG 10,4 %
Jako AG 1 %
Die oft angeführte "Einflußnahme" der Investoren ist in der Theorie auf den Aufsichtsrat beschränkt.
Dieser ist im Moment wie folgt zusammengesetzt:
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| Dietmar Allgeier Vorsitzender | Präsident, VfB Stuttgart 1893 e. V.
Landrat des Landkreises Ludwigsburg
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Andreas Grupp
Stellvertreter | Präsidiumsmitglied, VfB Stuttgart 1893 e. V. | |
| Robert Ader | Vorsitzender der Geschäftsführung, Porsche Deutschland GmbH | |
| Michael René Eisenmann | Vice President Sales Controlling, Mercedes Benz Cars | |
| Tanja Gönner | Hauptgeschäftsführerin, Bundesverband der Deutschen Industrie | |
| Stefan Jung | Präsidiumsmitglied, VfB Stuttgart 1893 e. V. | |
| Alexander Kläger | Präsident Region Mittel- und Osteuropa, SAP Deutschland | |
| Bernadette Martini | Hoteldirektorin, Hotel & Restaurant Lamm Mosbach | |
| Klaus Rehkugler | Vice President Product Management & Global Training, Mercedes Benz Group AG | |
| Albrecht Reimold | Vorstand Produktion und Logistik, Porsche AG | |
| Tobias Röschl | Vorstand Vertrieb und Marketing, Jako AG | |
| Serdar Tasci | ehemaliger Junger Wilder und Meister 2007  | |
Meine (sehr) grobe Beurteilung:
Der Einstieg der Investoren Mercedes-Benz und Porsche war ein einmaliger Boost in Höhe von ca 100 Mio €, der seinerzeit m3ehr als nur hilfreich gewesen ist. Nach den vergangenen unglaublichen sportlichen Erfolgen bis heute, stellt diese Summe ein Schnäppchen dar. Der Invest hat sich daher auf jeden Fall für alle Beteiligten gelohnt.
Weitere Pluspunkte:
1. Die Regionalität der Beteiligten, die trotz ihrer weltweiten Performance nach wie vor sehr ausgeprägt ist ("I schaff beim Daimler", "I ben Porscheaner"). Der weitaus überwiegende Teil der jeweiligen Beschäftigten ist deckungsgleich auch emotional dem VfB verbunden.
2. Der einmalig investierende Investor ist zugleich auch zuverlässiger jährlicher Sponsor. Das Investment ist gleichzeitig ein glaubhaftes Bekenntnis zu Verein und Region.
3. Die Stimmenmehrheit in den Gremien (in der Hauptsache dem Aufsichtsrat) liegt ausnahmslos beim e.V. Die Einflussnahme der Investoren auf das operative Geschäft ist überschaubar. Das war übrigens auch in den anfänglich noch sportlich mäßigen Zeiten der Prä-Hoeneß-Epoche so.
4. Die kritische Begleitung der Vorgänge ist durch die wirklich sehr mitgliederstarke und sehr traditionsbewusste Organisierte Fanszene (in der Hauptsache Commando Cannstatt) gegeben. Mittlerweile herrscht weit überwiegend eine "wohlwollende Koexistenz" und die Balance zwischen Tradition und Moderne ist im Lot. Geringste Veränderungen, die möglicherweise auf aktive Einmischung der Investoren in das operative Geschäft schließen lassen, werden meinungsstark diskutiert. Ausdiskutierte Ergebnisse, Beschlüsse und sonstiges zu diesen Themen werden dann auch gemeinsam getragen. Es existiert eine Vielzahl von Barrieren und Schranken, die Auswüchse ungemein erschweren würden, wenn es sie denn einmal gäbe.
Mit dieser naturgemäß nur oberflächlichen Zusammenstellung im Rücken, bekenne ich mich durchaus zu Offenheit, was Investoren betrifft. Klar, die vielen Negativbeispiele sind mir bekannt. Aber es gibt für mich halt auch tragfähige Allianzen, wie diese. Die Kunst ist eben den oder die "Richtigen" zu finden.