Cheftrainer Dietmar Hirsch

Ich frage mich, ob die Spieler da nicht irgendwann gegen den Trainer rebellieren und sagen, dass sie keinen Bock mehr haben, den Ball einfach nur planlos nach vorne zu ballern. Als Mittel-Stürmer würde ich mir vorne echt blöd vorkommen, da würde ich aktuell nicht beim MSV spielen wollen. Vielleicht liegt's ja auch gar nicht so viel an Didi, sondern die Spieler sind z.T. einfach überfordert.
Wenn man den Worten von Sussek nach dem Spiel zuhört, scheint es eher genau das Gegenteil, als das was du beschreibst. Und er wirkt für mich als jemand, der in Spielen schon mehr gestikuliert.
 
Und so spielt man nach und nach auch das Stadion leer.
Kann ich bisher nicht erkennen und wird auch gegen Saarbrücken sicher nicht eintreten. 19 - 20.000 Zuschauer erwarte ich da.
Klar war das heute aus meiner Sicht eher Gebolze um auf Nummer sicher zu gehen, anstatt konstruktiv das Spiel aufzubauen, dennoch halte ich Diskussionen um einen Trainerwechsel etwas was nur sehr schwach Sinn macht ;). Das was man sich in dem Spiel zum Ziel gesetzt haben wird ist eingetreten, nur ist das plus X ausgeblieben.
 
Die Limitierung und das schlichte Muster kommt so langsam bei vielen an.
Aber man muss jetzt nicht bei allem Frust alles an Didi und Höner ablassen. Die tun mit Sicherheit ihr Bestes und in ihrer Lage das was sie können. Ist so!

Ich hoffe nur auf eine minimale Chance, dass das M.P. erkennt und vielleicht noch eine passende Patrone hat, die zünden kann und für die Mannschaft ein Brustlöser werden könnte. Bei dem Richtigen wäre ich davon überzeugt!
 
Was kann der Trainer für die Erwartungshaltung der Fans? Und jetzt mal ehrlich, D. Hirsch macht D. Hirsch Sachen und das war in der Regionalliga
Saison schon so. Er hat festgestellt, dass die Defensive ohne die Stammformation nicht mehr so sattelfest ist und geht "back to the roots" Hinten muss die Null stehen und das war heute erfolgreich. Ein Punkt ist eben ein Punkt und das gegen Ingolstadt, die in der Rückrunde eines der stärksten Teams ist. (faktenbasiert).
Apropos Erwartungshaltung, ein kurzer Blick auf die hier gepostete PK von Koschinat ist da hilfreich. (könnte man 1 zu 1 auf unsere aktuelle Situation übertragen)
Punkt für die Dich, für die Erwartungshaltung der Fans kann er nichts. Kann ihn auch relativ egal sein. Nicht egal sein kann ihn aber die Erwartungshaltung manch anderer Protagonisten.
1. Lobinger, Casar und Kother sind bestimmt nicht nur wegen unserem dicken Geldbeutel zu uns gekommen.
2. Eben diese Transfers wurden bestimmt nicht getätigt getreu dem Motto "die Rückrunde ist Bonus". Die Vereinsführung wird auch eine gesteigerte Erwartungshaltung haben.

Und ja, es war auch in der Regionalliga bereits so, aber auch da gab es die Diskussionen schon.

Für mich hat das eine aber auch nichts mit dem anderen zu tun. Defensiv kompakt stehen schließt nicht aus nach vorne kontrolliert und spielerisch zu kommen.
 
Was kann der Trainer für die Erwartungshaltung der Fans? Und jetzt mal ehrlich, D. Hirsch macht D. Hirsch Sachen und das war in der Regionalliga
Saison schon so. Er hat festgestellt, dass die Defensive ohne die Stammformation nicht mehr so sattelfest ist und geht "back to the roots" Hinten muss die Null stehen und das war heute erfolgreich. Ein Punkt ist eben ein Punkt und das gegen Ingolstadt, die in der Rückrunde eines der stärksten Teams ist. (faktenbasiert).
Apropos Erwartungshaltung, ein kurzer Blick auf die hier gepostete PK von Koschinat ist da hilfreich. (könnte man 1 zu 1 auf unsere aktuelle Situation übertragen)
Ich glaube nicht nur die Fans, sondern auch der Verein hat eine andere Erwartungshaltung. So verstehe ich die Äußerungen von u. a. Preetz. Man will offensichtlich hoch. Hat eine Mannschaft auf einem Aufstiegsplatz noch einmal deutlich in der Winterpause verstärkt. Hat eine Mannschaft für Hirsch-Fußball zusammengestellt, die von den Einzelspielern zu den besten der Liga gehört. Und dann ist das einzige Ergebnis Rückschritt.

Wenn ich richtig gerechnet habe, haben wir in der Rückrunde in den ersten 8 Spielen 8 Punkte weniger als in der Hinrunde geholt. Woher kommt die Hoffnung auf Besserung?

Der MSV ist von den Gegnern ausgelesen. Der Trainer wirkt planlos. Es ist keinerlei Besserung in Sicht. Die Mannschaft will. Kann aber nicht. Weil kämpfen sowie hoch und weit halt nicht alleine reicht. Das, was da gemacht wird, nennt sich fußballSPIEL.

Ich würde nicht ausschließen, dass nach einer Niederlage gegen Saarbrücken die Personalie Hirsch heiß wird. Denn auch dann hätte man noch eine Reihe Aktien im Aufstiegskampf.
 
Ich würde tatsächlich dem Trainerteam
überhaupt keinen Vorwurf machen.
Ich bin sogar sehr überzeugt, dass
sie ihr Bestes geben. Die Frage ist
ja, ob sie der Erwartungshaltung und
den Zielen auch aufgrund ihrer
bisherigen Vita überhaupt gerecht
werden können. Ich würde niemals
unterstellen, dass sie nicht alles in
ihrer Macht stehende tun. Fleiß,
Engagement und Identifikation halte
ich für vorbildlich. Aber reicht das
alles aus, um noch einen Schritt
weiter zu gehen?
 
Habs in einem anderen Thread schon angeschnitten, DH und sein Team haben in der Vergangenheit gute Leistungen erbracht aber ich glaube jetzt ist der Punkt gekommen ( unabhängig Tabellenplatz/ Aufstiegshoffnung,usw.) wo der Trainerstab das Personal das ihm zu Verfügung steht nicht mehr weiterbringt. Vielleicht klappts am Ende mit einem Platz unter den ersten Drei,aber dann nur weil die übrigen Teams für diese Plätze auch keine Übermannschaften sind. Habe nun schon viele Spiele beobachtet, wenn man die weis/blaue Brille abnimmt muss man eingestehen selbst bei Siegen wars oft spielerisch nicht schön anzuschauen. Bei dem Personal muss da was anschauliches rauskommen wenn man als Trainerteam 3.liga Niveau denkt--zu haben.
 
Lass doch am besten noch Tim Heile im Sturm spielen, alobinger ist der einizge der aus dem nichts ein Tor macht. Und den lässt er auf der Bank in der ersten Halbzeit…
Der Man heisst zwar Heike, aber schlechter hätte der das auch nicht gemacht. Für mich die Stürmer Wahl auch die komplett falsche und auch wenn ich von Heike und Töpken nicht viel halte, sind das andere Spielertypen und Krüger zeigt auch nicht mehr als sie könnten.

Heute aber eh komische Aufstellung und auch Wechsel.
 
Ich denke, insgesamt hat er in dieser Saison ziemlich gut gespielt. Allerdings wirkt er in den letzten Spielen etwas verwirrt und ratlos, was er tun soll, und das ist ein wenig besorgniserregend.



Hoffentlich erzielen er und die Mannschaft an diesem Wochenende einen großen Sieg und gewinnen etwas Selbstvertrauen zurück.
 
Das Trainerteam musste von Anfang an liefern. Ergebnisse waren immer wichtiger als Entwicklung. Erst Saisonziel Aufstieg 25. Alternativlos. Drittligasaison im sorgenfreien Mittelfeld wurde im Winter auf "Lass uns den Durchmarsch probieren" korrigiert. Das wurde vom Großteil der Fan mitgetragen. Der Verein hat mit dem Trainerteam verlängert und entsprechend auf dem Transfermarkt gehandelt.

Heute war wieder reiner Ergebnisfokus. Auf die alten (defensiven) Stärken besinnen. Erstmal die Null halten. Klatsche von WW vergessen machen. Auswärtsschwäche entgegen steuern.

Irgendwie finde ich die Kritik an Hirsch deswegen fehl am Platze. Er macht das, was er die ganze Zeit macht und wofür er anscheinend geholt wurde. Wenn der Verein dann bewusst und ohne Not mit ihm verlängert, finde ich Erwartungen, die über das hinaus gehen, was wir die letzten Wochen gesehen haben, fast schon unverschämt.

Vielleicht fehlte zuletzt ein Quäntchen Gier und Zusammenhalt. Aber das ist irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man so lange am Intensitätslimit spielt und der Kader immer wieder mit neuen Spielern aufgefrischt wird. Aufstiegsstützen wie Egerer oder Sechs-Siege-Stammspieler wie Heike landen auf der Tribüne. Klar, ist das irgendwie normal im Leistungsfußball, aber "Elf Freunde müsst ihr sein" ist dann halt auch illusorisch.

Jetzt Kritik an der Spielweise anzuführen ist fast schon heuchlerisch (ob Hirsch und Höners anders können, steht auf einem anderen Blatt). Ihre Aufgabe war fast an jedem Tag ihrer Amtszeit möglichst schnell Ergebnisse zu liefern. Ähnlich wie ein Feuerwehrmann im Abstiegskampf. Das sich das oft mit der (spielerischen) Entwicklung beißt, ist nix Neues.

Demzufolge ist das, was wir heute gesehen haben, schlicht die Quintessenz aus den letzten anderthalb Jahren. Gedanken hätte man sich nur machen müssen, wenn es nochmal sechs Stück gegeben hätte. Dann hätte Hirsch vermutlich wirklich die Kontrolle verloren. Das 0:0 war aber eigentlich absolut folgerichtig und erwartbar und im Kontext der letzten Wochen für Hirsch auch ein Erfolg.

Einen spielerisch überzeugenden Auswärtssieg kann nur der erwarten, der im Lala-Land lebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Trainerteam musste von Anfang an liefern. Ergebnisse waren immer wichtiger als Entwicklung. Erst Saisonziel Aufstieg 25. Alternativlos. Drittligasaison im sorgenfreien Mittelfeld wurde im Winter auf "Lass uns den Durchmarsch probieren" korrigiert. Das wurde vom Großteil der Fan mitgetragen. Der Verein hat mit dem Trainerteam verlängert und entsprechend auf dem Transfermarkt gehandelt.

Heute war wieder reiner Ergebnisfokus. Auf die alten (defensiven) Stärken besinnen. Erstmal die Null halten. Klatsche von WW vergessen machen. Auswärtsschwäche entgegen steuern.

Irgendwie finde ich die Kritik an Hirsch deswegen fehl am Platze. Er macht das, was er die ganze Zeit macht und wofür er anscheinend geholt wurde. Wenn der Verein dann bewusst und ohne Not mit ihm verlängert, finde ich Erwartungen, die über das hinaus gehen, was wir die letzten Wochen gesehen haben, fast schon unverschämt.

Vielleicht fehlte zuletzt ein Quäntchen Gier und Zusammenhalt. Aber das ist irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man so lange am Intensitätslimit spielt und der Kader immer wieder mit neuen Spielern aufgefrischt wird. Aufstiegsstützen wie Egerer oder Sechs-Siege-Stammspieler wie Heike landen auf der Tribüne. Klar, ist das irgendwie normal im Leistungsfußball, aber "Elf Freunde müsst ihr sein" ist dann halt auch illusorisch.

Jetzt Kritik an der Spielweise anzuführen ist fast schon heuchlerisch (ob Hirsch und Höners anders können, steht auf einem anderen Blatt). Ihre Aufgabe war fast an jedem Tag ihrer Amtszeit möglichst schnell Ergebnisse zu liefern. Ähnlich wie ein Feuerwehrmann im Abstiegskampf. Das sich das oft mit der (spielerischen) Entwicklung beißt, ist nix Neues.

Demzufolge ist das, was wir heute gesehen haben, schlicht die Quintessenz aus den letzten anderthalb Jahren. Gedanken hätte man sich nur machen müssen, wenn es nochmal sechs Stück gegeben hätte. Dann hätte Hirsch vermutlich wirklich die Kontrolle verloren. Das 0:0 war aber eigentlich absolut folgerichtig und erwartbar und im Kontext der letzten Wochen für Hirsch auch ein Erfolg.

Einen spielerisch überzeugenden Auswärtssieg kann nur der erwarten, der im Lala-Land lebt.

In Teilen stimme ich dir zu, aber das was wir heute bzw. gestern gesehen haben, war ein maximal destruktiver Ansatz, den wir in der Form diese Saison noch nicht gesehen haben. Die Aufstellung und der Ansatz (dann auch noch mit Krüger als Stürmer, der dazu heute gar nicht passte) gab dazu quasi gar nicht her, dass wir ein Tor erzielen konnten. Also ich fand es völlig nachvollziehbar, dass wir mehr zu dem Ansatz des Saisonbeginns zurückkehren, aber in dieser Form war das wieder etwas Neues.

Dazu kann ich immer nur wiederholen, dass wir den Kader im Sinne des Fußballs für Hirsch qualitativ extrem aufgewertet haben und ich frage mich, warum wir dann nicht auch konsequent den Hirsch-Fußball weiter durchgezogen haben.

Ich bin grundsätzlich spielerisch kein Fan davon, aber ganz ehrlich bin ich überzeugt davon, dass wenn wir diesem Fußball konsequent treu geblieben wären aktuell die Tabelle anführen würden. Die letzten Spieltage machen wir doch eigentlich jede Woche komische Experimente. Heute war es zwar eine Rückkehr zum stabilen Ansatz, die aber so destruktiv umgesetzt wurde, dass wir offensiv gar keine Gefahr mehr ausgestrahlt haben und das verstehe ich in der Extremform nicht, weil die Mannschaft da ein anderes Potenzial besitzt. Auch im System von Hirsch.
 
Das Didi nach dem Spiel in der PK sagte, er fand das Spiel von uns gut , macht mich echt sprachlos.
Er war zufrieden damit, dass wir hinten sicher standen, O.K.
Aber .....zu welchem Preis ?

Das muss das Trainerteam doch erkennen, dass unsere Innenverteidigung mit Flecki und Hahn viel zu schwach ist für das was nun gefordert ist.
Ali ist einfach zu langsam und Flecki viel zu unsicher, wenns um die Wurst geht.


Bei uns müssen viel zu viele Spieler in der Defensive aushelfen, anstatt ihre Kraft in der Offensive einzusetzen, nur um den Laden hinten dicht zu bekommen.

Ich hoffe man kommt im Trainerteam mal dahinter.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn Didi das so okay fand, naja da gehen die Meinungen auseinander.
Immer dieses 11 Meter Thema, das ein Ja, war ein foul aber vor der Linie und das andere reicht nicht dafür.

Einfach mal wieder Fußball spielen und nicht mauern und Langholz, das bringt auf Dauer nichts nur weniger Zuschauer bei so einem Fußball.
Man hat den Eindruck das im das reicht, die Daten sprechen aber was anderes.

Für Sonntag zu Hause mit Sicherheit wieder Defensive Fußball mit einer Spitze und abwarten spielen mit Glück fällt ja einer früh rein.
Das wird nicht klappen und auch am Sonntag wird es so keine 3 Punkte geben.
 
Ich habe keinen anderen Fußball erwartet , daher bin ich mit dem einem Punkt zufrieden , was aber einmal wieder fußballerisch gezeigt wurde, hat mich dazu bewogen nach ein paar Minuten der zweiten Halbzeit den Fernseher auszumachen und mir das Endergebnis zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen.
Wie sich im Nachgang herausgestellt hat, habe ich nichts verpasst.
 
Einen spielerisch überzeugenden Auswärtssieg kann nur der erwarten, der im Lala-Land lebt.
City of Staaars:boris::pfeifen:

... ähhhh - sorry, abgedriftet aufgrund des letzten Absatzes.

Treffende Analyse mal wieder!

Die Frage ist nur, sollte der Aufstieg nicht gelingen (was als Regionalliga-Aufsteiger ja absolut nichts Verwerfliches an sich wäre): wat wolln wa' nächste Saison spielen? Aus rein subjektiver Sicht wäre mir persönlich ein spielerisch entwickelter Ansatz deutlich lieber als der erzwungene Aufstieg. Ich bin aber auch leider nicht der Kämmerer des MSV und weiß, wie lange 3. Liga für den Emmes tatsächlich stemmbar ist und ob eine spielerische Entwicklung mit unseren Finanzen realisierbar ist. Zudem darf man auch nicht vergessen, dass der Kader ja wirklich maßgeschneidert auf Didis "Heavy-Metal-Fußball" ist und jegliche ZMs, die tatsächlich den Anspruch und das Skill-Set hatten Fußball spielen zu wollen/können, beim Cheffe nicht erwünscht sind.
 
Die Frage ist nur, sollte der Aufstieg nicht gelingen (was als Regionalliga-Aufsteiger ja absolut nichts Verwerfliches an sich wäre): wat wolln wa' nächste Saison spielen?

Die Frage müsste Preetz und Schmoldt gestellt werden und die Antwort würde mich auch interessieren. Mit dem Trainerteam wurde verlängert. Also scheint es einen Plan zu geben.

Hier im Forum wurden oft Parallelen zu z.B. Union Berlin oder Atletico Madrid gezogen, die mit vergleichbarem Fußball seit Jahren erfolgreich sind. Natürlich kann man auch so weiter machen und personell aufrüsten.

Denn, wenn man ehrlich ist, interessiert die Art und Weise doch kaum jemanden, solange die Ergebnisse stimmen. Die Zündschnur ist im Moment wegen des 1:6 in WW (zu optimistisch-naive Spielweise, besoffen vom Erfolg) und des Unentschieden gegen Havelse (Chancen nicht genutzt) so kurz. Wenn so ein 0:0 in zwei Heimsiege einbettet ist, ist die Akzeptanz für diesen Fussball viel größer.

Im letzten Hinrundenspiel in Köln haben wir genauso gespielt. Dann kamen Lobinger, Casar, Becker und Kother und die Euphorie ist durch die Decke gegangen. Kaum jemand hat darauf verwiesen, dass unser letztes Spiel eines Aufstiegsaspiranten eigentlich unwürdig war.

Fußball ist meist ein Tagesgeschäft. Der Wind kann auch schnell wieder drehen und das Gewürge von gestern ist schnell vergessen, wenn wir Saarbrücken schlagen.

"Immer weiter" ist doch ein gängiger Satz der letzten Wochen hier im Forum. Und so handeln Verein, Mannschaft und Trainer auch. Wenn wir ehrlich sind, gab es solche Phasen und diese Diskussionen auch schon in der Regionalliga. Es ist nichts Neues. Ein Umdenken wird (vielleicht?) erst stattfinden, wenn sich die Ergebniskrise über mehrere Wochen und Monate zieht.
 
Schon witzig. Die Leute monieren die Abwehrleistung der letzten Spiele.
Die Auswärtsschwäche, die am Ende auch auf schlecht Abwehrleistung fusst.

Der ganze Erfolg basiert letztendlich auf defensive Leistung.
Und da wundert man sich jetzt, dass gg. Ingolstadt dieser Ansatz gewählt wird?

Lobinger wird zurückgehalten wegen der englischen Woche.
Dann spielen alle anderen Offensiven nur noch Müll zusammen, dann kommt natürlich sowas raus.
Die schlampigen Pässe , dieses blöde Festlaufen hängt nicht mit der Taktik zusammen.

Wir sind da oben weil unsere erste saisonphase so gut war. Danach waren wir nur noch Durchschnitt und so sollte man den Fussball bewerten.

Klar. wir wurden auf dem Papier verstärkt, andere Spieler sind dagegen wieder auf ihrem normalen Leistungsvermögen.
 
Das ist doch totaler Quatsch. Heute ist sein Matchplan doch fast genau aufgegangen. Hinten wollte er unbedingt die 0 halten und vorne mit Glück mal wieder ein Tor erzwingen. Matchplan fast komplett umgesetzt.
Das stimmt, Sein Matchplan ist weitgehend aufgegangen. Aber wenn man als Ziel den Aufstieg ausruft, muss man den Matchplan hinterfragen. @Schimanski und andere haben natürlich Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass das eben der Hirsch-Fußball ist, den man erwarten kann. Man weiß halt, was man bekommt. Aber in unserer Situation, in der es die Chance gibt, sich einen kleinen Punktepuffer zur Konkurrenz zu verschaffen, müssen wir anders spielen. Hirsch sollte mal auf den Kollegen Wollitz schauen: Wie die Cottbuser auftreten, auch auswärts, ist bemerkenswert. Hat jemand deren Spiel in Stuttgart gesehen? Da hast du jede Sekunde gespürt, dass die gewinnen wollen. Intensiv, hoch pressend, temporeich, druckvoll. Die spielen auch keinen Ball wie Verl, sind nicht mit Edeltechnikern gespickt, haben in Stuttgart sogar eine Stunde auf ihren besten Fußballer Cigerci verzichtet. Aber bei Energie merkst du immer in jedem Spiel: Die wollen aufsteigen. Wirklich und ernsthaft!

Wir spielen auawärts zu oft wie jetzt in Ingolstadt: Ein Punkt ist besser als keiner. Wir müssen nicht wie das Eichhörnchen Punkte gegen den Abstieg hamstern. Es geht auch nicht darum, Fünfter statt Siebter zu werden. Wir wollen hoch! Da reicht es nicht, auswärts auf ein glückliches Remis zu setzen und darauf zu bauen, dass wir unsere Heimspiele alle gewinnen. Ich will, dass die Mannschaft auf fremdem Boden so auftritt wie Cottbus. Wir müssen das Risiko erhöhen. Und wenn es dann am Ende nur zu Platz fünf oder sieben reicht, dann ist das eben so. Aber wenigstens hat man alles versucht, um aufzusteigen. Diesen Willen sehe ich bei unseren Auswärtsspielen nicht.
 
@Psychozebra nach der theorie hätten wir wieder wie die feuerwehr loslegen sollen, hatte in der derzeitigen form dazu geführt dass wir nach 10 minuten mindesten 0:2 hinten liegen. wir können gerade keinen hurra fussball, der kommt mit dem nötigen selbstbewusstsein wieder. die frage ist, reichen 11 spieltage aus um die punktausbeute ausreichend für einen top 3 platz zu gestalten, oder nicht. wir werden sehen. aber sehend ins offene messer rennen, wäre defintiv der falsche ansatz und da wurden die richtigen schlüße gezogen
 
@Psychozebra nach der theorie hätten wir wieder wie die feuerwehr loslegen sollen, hatte in der derzeitigen form dazu geführt dass wir nach 10 minuten mindesten 0:2 hinten liegen. wir können gerade keinen hurra fussball, der kommt mit dem nötigen selbstbewusstsein wieder. die frage ist, reichen 11 spieltage aus um die punktausbeute ausreichend für einen top 3 platz zu gestalten, oder nicht. wir werden sehen. aber sehend ins offene messer rennen, wäre defintiv der falsche ansatz und da wurden die richtigen schlüße gezogen
Es geht nicht um Hurra-Fußball. Den haben wir in Wiesbaden auch nicht gespielt, da lagen wir 0:2 hinten, ehe wir dreimal über die Mittellinie gekommen sind - überspitzt gesagt. Schau dir einfach mal das Cottbus-Spiel in Stuttgart auf Magenta an, dann siehst du, was ich meine. Natürlich beinhaltet dieser Ansatz Risiken. Du kannst immer ein Gegentor fangen, aber wenn du vorne Druck machst wie Cottbus, schießt du selbst auch Tore.
 
@Psychozebra nach der theorie hätten wir wieder wie die feuerwehr loslegen sollen, hatte in der derzeitigen form dazu geführt dass wir nach 10 minuten mindesten 0:2 hinten liegen. wir können gerade keinen hurra fussball, der kommt mit dem nötigen selbstbewusstsein wieder. die frage ist, reichen 11 spieltage aus um die punktausbeute ausreichend für einen top 3 platz zu gestalten, oder nicht. wir werden sehen. aber sehend ins offene messer rennen, wäre defintiv der falsche ansatz und da wurden die richtigen schlüße gezogen
Kannst Du mir bitte erklären, warum "defensiv kompakt stehen" zwangsläufig nur gebolze und hoch & weit sein muss. Und andersrum spielerische Lösungen im Offensivspiel unbedingt "Hurra-Fußball" sein müssen?
 
Du hast doch sicher auch die Spiele seit der Rückrunde gesehen bei denen wir offensiv das gegberische Tor bespielt und die Gegner hoch angelaufen sind, oder? Bei jedem ballverlust waren wir offen wie ein Scheunentor und der Gegner hatte eine top Chance.
Spielerisch ist das wie Union Berlin, die machen es nicht anders haben andere eine höhere Qualität und gute Standards, so dass das da n Tick weniger nach Stückwerk aussieht
 
Hirsch sollte mal auf den Kollegen Wollitz schauen: Wie die Cottbuser auftreten, auch auswärts, ist bemerkenswert. Hat jemand deren Spiel in Stuttgart gesehen? Da hast du jede Sekunde gespürt, dass die gewinnen wollen. Intensiv, hoch pressend, temporeich, druckvoll. Die spielen auch keinen Ball wie Verl, sind nicht mit Edeltechnikern gespickt, haben in Stuttgart sogar eine Stunde auf ihren besten Fußballer Cigerci verzichtet. Aber bei Energie merkst du immer in jedem Spiel: Die wollen aufsteigen. Wirklich und ernsthaft!

In Stuttgart haben wir auch gewonnen, Christoph! Weil deren Spiel uns etwas zum Pressen und Umschalten angeboten hat. U23-Fußball halt. Ausbildungsfußball. Spielerische Lösungen auch unter Druck.

Ingolstadt spielt in der Rückrunde Klassenerhaltsfußball. Gute Stabilität, vertikal, eklig im Anlaufen, sehr scharfer Übergang zwischen tiefem Block und hohem Pressing. Das Ding wurde von Wittmann taktisch komplett auf Ergebnis gedrillt. Und der MSV hat es gespiegelt. Nicht nur formativ, sondern auch vom Pressintrigger und der Entscheidungsfindung.

Sowohl der MSV als auch Ingolstadt sind am stärksten im Umschalten. Beide wussten das. Beide haben dem Gegner nicht das gegeben, was er für sein Spiel braucht.

Es lag nicht am fehlenden Aufstiegswillen. Es lag einfach daran, dass beide Teams Riskominimierung, Stabilität, Zweikämpfe und "eklig sein" als absoluten Fokus ausgegeben haben. Ich habe zu @Pawel in der Halbzeit gesagt, die Mannschaft, die zuerst anfängt etwas spielerisch zu lösen und dem Gegner etwas zum Ballerobern anbietet, das Spiel verlieren wird. Dazu kam es nicht. Deswegen blieb es beim 0:0.
 
Du hast doch sicher auch die Spiele seit der Rückrunde gesehen bei denen wir offensiv das gegberische Tor bespielt und die Gegner hoch angelaufen sind, oder? Bei jedem ballverlust waren wir offen wie ein Scheunentor und der Gegner hatte eine top Chance.
Spielerisch ist das wie Union Berlin, die machen es nicht anders haben andere eine höhere Qualität und gute Standards, so dass das da n Tick weniger nach Stückwerk aussieht
Welche Spiele meinst du konkret?
 
Lieber Fußballgott

Hast du in deiner unendlichen Weisheit nicht eine andere Pfarrstelle bereit, wo Didi seine Predigten demnächst halten kann?
Essen ist doch eine gute Region mit vielen leichtgläubigen Menschen
 
Es lag nicht am fehlenden Aufstiegswillen. Es lag einfach daran, dass beide Teams Riskominimierung, Stabilität, Zweikämpfe und "eklig sein" als absoluten Fokus ausgegeben haben. Ich habe zu @Pawel in der Halbzeit gesagt, die Mannschaft, die zuerst anfängt etwas spielerisch zu lösen und dem Gegner etwas zum Ballerobern anbietet, das Spiel verlieren wird. Dazu kam es nicht. Deswegen blieb es beim 0:0.

Danke dafür und genau aus dem Grund fand ich das Spiel gestern überhaupt nicht so schlimm wie viele hier den Untergang beschwören.
Natürlich hätte ich mir auch Offensivaktion und Tore gewünscht und fand den Fußball zum abgewöhnen. Ich war echt froh als der Nebel kam....

Aber es ist doch positiv zu sehen. Die Mannschaft ist bei sich geblieben. Das Trainerteam ist bei sich geblieben und haben den Matchplan gemeinsam durchgezogen (auch wenn er nicht jedem Fan gefällt).
Ich hoffe dass das Team daraus wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zieht.
 
@Schimanski

Aber hat Ingolstadt da nicht gerade im Spielaufbau Möglichkeiten geboten?

Ich fand es war doch gerade auffällig, das wir in der Regel den Ball hoch rausgeschlagen haben und Ingolstadt flach aufgebaut hat.

Da hatten wir sie im pressing doch sogar einige Male in der Zange und gute balleroberungen.

In dem Sinne hatte ich das gefühl das wir sogar eigentlich taktisch eher am Drücker waren, die Bälle nur nicht verwerten konnten (waren natürlich nicht super viele) aber einige Bälle konnten wir uns schon holen.

Deswegen fand ich unser Spiel gerade in der ersten Halbzeit eigentlich gar nicht so schlecht. (Für das was geplant war und was man erwarten konnte)
 
In Stuttgart haben wir auch gewonnen, Christoph! Weil deren Spiel uns etwas zum Pressen und Umschalten angeboten hat. U23-Fußball halt. Ausbildungsfußball. Spielerische Lösungen auch unter Druck.

Ingolstadt spielt in der Rückrunde Klassenerhaltsfußball. Gute Stabilität, vertikal, eklig im Anlaufen, sehr scharfer Übergang zwischen tiefem Block und hohem Pressing. Das Ding wurde von Wittmann taktisch komplett auf Ergebnis gedrillt. Und der MSV hat es gespiegelt. Nicht nur formativ, sondern auch vom Pressintrigger und der Entscheidungsfindung.

Sowohl der MSV als auch Ingolstadt sind am stärksten im Umschalten. Beide wussten das. Beide haben dem Gegner nicht das gegeben, was er für sein Spiel braucht.

Es lag nicht am fehlenden Aufstiegswillen. Es lag einfach daran, dass beide Teams Riskominimierung, Stabilität, Zweikämpfe und "eklig sein" als absoluten Fokus ausgegeben haben. Ich habe zu @Pawel in der Halbzeit gesagt, die Mannschaft, die zuerst anfängt etwas spielerisch zu lösen und dem Gegner etwas zum Ballerobern anbietet, das Spiel verlieren wird. Dazu kam es nicht. Deswegen blieb es beim 0:0.
Das ist alles richtig. Es geht mir auch nicht allein um unser Spiel in Ingolstadt und das der Cottbuser in Stuttgart. Ich schrieb ja: Wir treten auswärts viel zu oft so auf, als reiche uns ein Unentschieden. Bei Cottbus merkst du immer, dass die drei Punkte wollen. Hast du dieses Gefühl bei uns z.B. in Ulm gehabt? Oder im letzten Hinrundenspiel in Köln?

Auch Cottbus ist vor wenigen Wochen in Ingolstadt nur zu einem 0:0 gekommen. Cottbus hatte dort eine andere Taktik gewählt als in anderen Auswärtsspielen: Erste Halbzeit kompakt und tief stehend, nach dem Seitenwechsel aber früher pressend bzw. höher anlaufend. Das Tempo wurde verschärft, und es ergaben sich zahlreiche gute Chancen. Unterm Strich endeten beide Spiele 0:0. Ergebnis also gleich, aber Cottbus mit deutlich mehr Willen, das Spiel gewinnen zu wollen.
 
Eine Saison ist wie ein Marathonlauf. Jetzt stell dir mal vor, du bist aus dem“Nachwuchs“ gekommen, läufts im 1/3 den Lauf deines Lebens, zeigst zwar Schwächen, aber bleibst immer noch an der Spitze dabei. Es kommt das letzte Drittel und du hast normalerweise eine große Chance Platz 1 oder 2 zu erreichen. Dein Trainerteam an der Seite verordnet dir aber einen konservativen Laufstil, deine Verfolger kommen immer näher und die vor dir liegenden Läufer vergrößern den Abstand zu dir, zwar langsam aber kontinuierlich!
Mit deiner Qualität könntest du eigentlich, aber irgendwie wirst gebremst und der Biss lässt nach. Von der Seite kommen eigenartige Anweisungen und du „stolperst“ mehr oder minder hinterher!

So ähnlich sehe ich unsere Entwicklung unter Didi. Die Achterbahnfahrt zu Beginn endet Langsam in eine gebremste Berg und Talfahrt mit unbekanntem Ziel!
 
Zur PK gestern nachdem Spiel:
Elfmeterrumgeheule (schon reflexartig), Trainer-Zufriedenheit mit einer erbärmlichen Leistung und immer wieder die gleichen Statements von unserem Plattitüden-Didi.

Ich habe vor Ort die von ihm beschworene gute Defensivleistung nicht gesehen; und das lag nicht am Nebel. Angesichts der 2-3 Ingo-Großchancen inkl. Alurtreffer mit viel viel Glück und einem fantastischen Braune einen Punkt mitgenommen. "Die Null muss stehen" als altes und nun wiederbelebtes Paradigma bezog sich gestern in Ingolstadt in erster Linier auf Duisburger Torchancen. Ich finde das peinlich und unnötig, sich als TOP 3 Team (zumindest tabellarisch) so zu verkriechen und dennoch nur mit Sahne nicht zu verlieren.
War gestern mit Sohn in Ingolstadt und als wir sahen wer beim Aufwärmen die kurzen Hosen und wer die langen an hatte haben wir uns kurz angeschaut - mit gleichem Impuls: "Am besten wir fahren sofort wieder nach Hause." Sind dann doch geblieben....Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Ach ja und nochmal zur PK: Wittmann angenehm wortkarg aber auf den Punkt und faktenorientiert. Im Gegensatz zu unserem oft ahnungslosen Schwurbeler. Da merkt man sofort, wer Ahnung hat......
 
Das ist alles richtig. Es geht mir auch nicht allein um unser Spiel in Ingolstadt und das der Cottbuser in Stuttgart. Ich schrieb ja: Wir treten auswärts viel zu oft so auf, als reiche uns ein Unentschieden. Bei Cottbus merkst du immer, dass die drei Punkte wollen. Hast du dieses Gefühl bei uns z.B. in Ulm gehabt? Oder im letzten Hinrundenspiel in Köln?

Ulm hat man für mein Empfinden unterschätzt und sich selbst überschätzt. So ein bisschen mitspielen und ein bisschen hoch pressen. Wir werden das Ding schon ziehen. Wir stehen schließlich oben, mit zwei Siegen aus der Rückrunde gestartet und haben den Lobinger. Ulm spielt gegen den Abstieg. Da hatte ich das Gefühl, dass die Mannschaft vom Erfolg benebelt war. In WW übrigens ähnlich.

Viktoria Köln war genau wie gestern Rückbesinnung auf die alten Stärken und schadlos in die Winterpause kommen. Zuvor hatte man in Cottbus verloren und zu Hause nur 0:0 gegen Aue gespielt.

Das sind irgendwie auch die typischen Wellen im Hirsch-Fußball. Zuerst werden mit aller Macht Ergebnisse erzielt. Diese Ergebnisse sorgen für eine leichte Tendenz zur Überschätzung, Nachlassen der Basics wie Fleiß und taktische Disziplin und mehr Risiko im Selberspielen und höher Pressen. Wenn die Ergebnisse dann ausbleiben, Rückbesinnung auf die Basics und die Welle beginnt von vorne...
 
Zuletzt bearbeitet:
Zeigt mir die Mannschaft bzw. den Trainer die ihr Ding vom ersten bis zum letzten Spieltag, egal gegen wen ob Heim-Auswärtsspiel, durchziehen?!
Da fallen mir eigentlich nur die Bazis unter Kompany ein.
Aber wir sind nunmal nicht die Bayern, sondern der MSV der vor kurzem noch mausetot war und jetzt, Hirsch-Wellen hin oder her, um den Aufstieg in die 2.Liga kämpft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur PK gestern nachdem Spiel:
Elfmeterrumgeheule (schon reflexartig), Trainer-Zufriedenheit mit einer erbärmlichen Leistung und immer wieder die gleichen Statements von unserem Plattitüden-Didi.

Ich habe vor Ort die von ihm beschworene gute Defensivleistung nicht gesehen; und das lag nicht am Nebel. Angesichts der 2-3 Ingo-Großchancen inkl. Alurtreffer mit viel viel Glück und einem fantastischen Braune einen Punkt mitgenommen. "Die Null muss stehen" als altes und nun wiederbelebtes Paradigma bezog sich gestern in Ingolstadt in erster Linier auf Duisburger Torchancen. Ich finde das peinlich und unnötig, sich als TOP 3 Team (zumindest tabellarisch) so zu verkriechen und dennoch nur mit Sahne nicht zu verlieren.
War gestern mit Sohn in Ingolstadt und als wir sahen wer beim Aufwärmen die kurzen Hosen und wer die langen an hatte haben wir uns kurz angeschaut - mit gleichem Impuls: "Am besten wir fahren sofort wieder nach Hause." Sind dann doch geblieben....Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Ach ja und nochmal zur PK: Wittmann angenehm wortkarg aber auf den Punkt und faktenorientiert. Im Gegensatz zu unserem oft ahnungslosen Schwurbeler. Da merkt man sofort, wer Ahnung hat......
Ich hatte mir vor dem Spiel die PK von Frau Wittmann ansgesehen, mit Journalisten die schon intensiv und detailliert nachgefragt haben. Sie war da sowas von professionell, sachlich aber immer voöö auf dem Punkt. Kein Geschwafel oder irgendwelche Vergangenheitsstories, sondern zu 100% fokkusiert auf das Spiel !
 
Ach ja und nochmal zur PK: Wittmann angenehm wortkarg aber auf den Punkt und faktenorientiert. Im Gegensatz zu unserem oft ahnungslosen Schwurbeler. Da merkt man sofort, wer Ahnung hat......

Seid mir böse, aber wie will man bei solchen Urteilen denn in der Sache diskutieren? Kannst doch nicht auf der einen Seite von "faktenorientiert" sprechen, um dann unseren Trainer als Schwurbler zu degradieren.

Steht hier seitenweise, dass endlich geliefert werden muss oder der "Turnaround" geschafft werden muss, als wenn wir die dritte Saison unter den Top3 wären und es aktuell wieder verkacken. Mittlerweile wünschen sich hier Leuten offen, dass Hirsch nach Essen verfrachtet wird, also bitte.

Ambitionen, der Wunsch nach der zweiten Liga, der berechtigte Hinweis, dass dieses Jahr die Chance sehr groß ist und so weiter mal außen vor: Ohne Hirsch und die letzten 1 1/2 Jahren würden wir heute gar nicht über spielerische Weiterentwicklung, die Chance eines Aufstiegs oder die "fehlende" Qualität unserer IV für die zweite Liga diskutieren.

Bedeutet nicht, dass man zu Kreuze kriechen muss und nichts kritisieren darf. Aber Form und Wucht sind hier stellenweise wirklich absurd. Dat hat auch gar nichts mehr damit zu tun, dass man in guten Zeiten den Mahner spielen will, weil es vielleicht besser gemacht werden kann, sondern ist erschreckend destruktiv. Da sollte man mal ein, zwei Schritte zurückgehen und schauen, wo wir herkommen, bevor man hier seinen ganzen Frust raushaut.
 
Wenn wir es sachlich analysieren haben wir ein deutliches Problem.
Aus den ersten acht Spielen haben wir 22 Punkte geholt.
Seit dem Hinspiel gegen Ingolstadt somit 26 Punkte aus 19 Spielen (also ein Schnitt von 1,3 Punkten). Ohne die Ausreißer gegen Verl und Stuttgart haben wir in 17 Spielen 19 Tore erzielt. Das Torverhältnis wäre seit Spieltag 8 mit 27:26 auch nur leicht positiv.
Zudem haben wir nur eines der letzten elf Auswärtsspielen gewonnen.

So gut der Start war, so klar zeigt sich doch, dass wir keine Weiterentwicklung durchmachen. Dabei hat der Kader doch eher offensive Qualitäten. Die Kette hat so in der Regionalliga schon zusammengespielt. Die Offensivspieler haben schon Zweit- oder Drittligaerfahrung. Doch kaum einer der offensiven Neuzugänge hat vollends überzeugt. Frage wäre somit: Liegt es an den Spielern oder doch an der Spielweise?

MMn doch klar an der Spielweise, die sich seit Monaten kaum weiterentwickelt hat. Schon in der Regionalliga war die Rede von „Antifußball“ oder „Terrorfußball“. Das kannst du spielen, wenn du offensiv gut umschalten kannst. Da sind wir im Moment (mit Ausnahme des Verl-Spiels) aber eben auch nicht wirklich gut drin. In Ballbesitzphasen wird viel zu stark auf den zweiten Ball gespielt oder durchsichtig über den Flügel. Zentrale Angriffe oder gar Spielverlagerungen gegen, um unsere guten 1v1-Spieler in Szene zu setzen sind Mangelware.

Muss man Didi deswegen entlassen? Nein. Er hat mMn eine klare Stärke im Bereich der Führung. Eine Kompetenz, die wichtig ist als Cheftrainer.
Aber: Ich würde ihm einen guten offensiven Co-Trainer an die Seite stellen. Jemanden, wie Andreas Schumacher, den Titz nach Magdeburg geholt hatte und eine klare offensive Handschrift hat.

Denn: Selbst, wenn es dieses Jahr nicht für den Aufstieg reichen sollte (Didi hat selbst davon zuletzt gesprochen, daran muss er sich messen lassen), müssen wir auch jetzt schon die ersten Schritte für die kommende Saison gehen. Denn ein Offensivspiel braucht auch Vorlaufzeit, wir Dresdens Trainer Stamm in einem Podcast zuletzt sagte.
 
Dieser thread verkommt immer mehr zu einem Hirsch-bashing-Ort.....da lobe ich ausdrücklich Schimanski mit seiner wohltuenden sachlichen Betrachtung. Es ist derzeit nicht alles Gold was glänzt, es ist aber auch nicht so schwarz und dunkel wie im Kohlenkeller.
Nach zuletzt sehr mäßigen bis ganz schlechten Auftritten in der Fremde lag das Augenmerk erst mal auf der Null hinten, das wurde erfolgreich geschafft, Torchancen wird ein Gegner immer haben aber er muss sie auch erst mal rein machen. Also wurde Teil 1 des Matchplanes erfolgreich umgesetzt. Nach vorne gab es einen Ansatz der auf Ingolstadt abgestimmt war, daher gab es auch für uns Torchancen, genau wie auch gegen Havelse, aber wenn die Stürmer nicht die Gier eines Harry Kane oder früher Gerd Müller haben fällt nicht unbedingt auch ein Tor.
Diese innere Gier kann ein Trainer aber nur versuchen heraus zu kitzeln, die Umsetzung auf dem Platz liegt immer noch bei jedem Spieler selbst.
Genau so sehe ich auch das Mittelfeldspiel, vielleicht haben wir ja noch immer nicht die richtige Art Spielgestalter in unseren Reihen, vielleicht reicht es bei dem ein oder anderen doch nur zu hoch und weit?
Es könnte ja insgesamt auch einfach daran liegen, dass unser Kader gar nicht das hergibt was hier einige gerne sehen würden. Auch hier mal der Blick nach Spanien, die Mannschaft von Atletico könnte den Fußball von Barcelona oder Real gar nicht spielen, dennoch sind sie ein Kader der Extraklasse.
Also lasst unsere Mannschaft mit dem Trainer-Team um Dietmar Hirsch unterstützen, sachliche Kritik ist erlaubt und wird sicher auch akzeptiert. Aber das reflexartige Draufhauen und werft-den-Trainer-raus-Lamentieren und Fordern führt zu gar nichts.
Dietmar Hirsch hat in den letzten 1,5 Jahren mit jedem Spiel dazugelernt. Er sieht die Spieler in jedem Training und bespricht sich mit seinem team. Daraus erfolgt dann die Entwicklung eines Plans und eine entsprechende Aufstellung. Logischerweise kann er dabei nicht auf x Spiele in allen Ligen gedanklich zurückgreifen, jeder von uns hat im Beruf ja auch mal klein angefangen und dann Erfahrungen gesammelt, mal gute, mal schlechte. Wie soll er eigentlich etwas verändern wenn er es nicht ausprobieren kann, weil die Angst vor dem Scheitern zu groß wird? Dennoch kommt es vor, das der Plan nicht der richtige war, das tut dann weh aber es darf auch nicht umwerfen.
 
Bei aller berechtigter Kritik an unseren spielerischen Auftritten, darf man nicht vergessen, dass wir immer noch auf Platz 3 stehen. Wir haben den Anschluss zu Platz 1 und 2 etwas verloren, aber wir stehen immer noch besser da, als die meisten vor der Saison erwartet hatten.

Würden wir wie erwartet immer noch gegen den Abstieg spielen, würden die meisten wahrscheinlich sagen, dass der Punkt gestern gut war. Ich sehe in der Liga keine einzige Mannschaft, bei der die hier aufgeführten Kritikpunkte nicht bzw. anders zu treffen.
Nehmen wir zum Beispiel Verl. Die spielen einen super Fußball, müssen aber meisten 2 oder mehr Tore schießen um ein Spiel zu gewinnen. Wenn wir unsere 10 Tore gegen Hoffenheim und Wiesbaden abziehen, haben wir ca. 15 Tore weniger rein bekommen.
Anderes Beispiel. Ich habe mir mal ein paar Minuten von Osnabrück gegen Köln angeschaut. Osnabrück stand fast nur hinten drin, dass aber sehr sicher. Nach vorne war da spielerisch auch nicht viel. Kann auch nur eine Momentaufnahme gewesen sein.
Klar wäre mir auch lieber, wenn wir hinten wieder sicherer stehen und nach vorne schönen Kombinationsfußball sehen würden. Aber muss man deshalb direkt Didi in Frage stellen?
Die Mannschaft steht tabellarisch und puntktemäßig besser dar, als es vor der Saison erwartet wurde. Daher sollte man den Trainer die Saison in Ruhe zu Ende spielen lassen und nicht unnötigerweise ein weiteres Fass aufmachen. Es reicht schon wenn der Vorstand unnötig Unruhe rein bringt.
Mir ist es lieber wir steigen hässlich auf, als mit schönem Fußball abzusteigen 😉
Steht weiter hinter der Mannschaft und unterstützt diese für den Rest der Saison.
Vielleicht gibt es ja noch das erhoffte Happy-End für alle.
 
Bei aller berechtigter Kritik an unseren spielerischen Auftritten, darf man nicht vergessen, dass wir immer noch auf Platz 3 stehen. Wir haben den Anschluss zu Platz 1 und 2 etwas verloren, aber wir stehen immer noch besser da, als die meisten vor der Saison erwartet hatten.
Das ist für mich kein Kriterium, um die Entwicklung im aktuellen Ist-Zustand nicht kritisch zu hinterfragen. Man muss schon sagen, dass wir aktuell extrem von diesem einmaligen Saisonstart leben und der Lack in gewisser Weise inzwischen etwas ab ist.

Ich habe Hirsch immer objektiv bewertet und dabei durchaus eine Entwicklung gesehen. Oft hat er mich auch eines Besseren belehrt. Faktisch hat sich meine Erwartungshaltung gegenüber ihm aber einfach verändert. Er hatte bei mir lange einen gewissen Schutz. Zum Ende der Hinrunde habe ich beispielsweise die fehlenden Leistungsträger und die insgesamt leeren Akkus der Mannschaft als wichtige Faktoren gesehen. Wir haben uns damals mehr oder weniger in die Winterpause gerettet.

Danach haben wir eigentlich sehr gute Rahmenbedingungen vorgefunden. Mit Lobinger, Casar und Kother sind Spieler dazugekommen und auf erkennbare Kaderschwachstellen wurde reagiert. Umso mehr frage ich mich inzwischen, ob Hirsch diese Spieler überhaupt integrieren kann.

Und genau da liegt für mich der Kern der Frage. Was bekommen wir unter Hirsch wirklich auf den Platz? Wie viel Potenzial wird aus diesem Kader tatsächlich ausgeschöpft? Wie schafft er es, die unterschiedlichen Skillsets der Spieler so zusammenzuführen, dass jeder möglichst das Beste aus sich herausholen kann und daraus eine funktionierende Einheit entsteht?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich unser gesamtes Spiel hauptsächlich über Intensität definiert. Viele lange Bälle, zweite Bälle und viel Kampf. Dazwischen erkenne ich ehrlich gesagt nicht besonders viel taktische Struktur. Die Folge ist, dass einzelne Spieler eher stagnieren, anstatt sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig fehlen aktuell Faktoren wie Euphorie oder echte Aufbruchsstimmung. Genau diese paar Prozent, die uns zu Beginn der Saison getragen haben.

Hahn ist meilenweit von seiner Form aus den ersten Spielen entfernt. Susek, den ich lange verteidigt habe, geht mittlerweile in vielen Spielen auch komplett unter. Diese Konstanz fehlt derzeit.

Hirschs Agieren wirkt für mich teilweise wie ein Abziehbild. In der letzten Saison hat er ähnlich agiert. Erst einmal über eine Fünferkette und eine stabile Defensive versuchen, sich wieder über Spiele zu null zu stabilisieren, um dann Schritt für Schritt Punkte einzusammeln und sich an den notwendigen Punkteschnitt heranzurobben. Das mag in der Regionalliga funktioniert haben. Ob das unter den ganz anderen Rahmenbedingungen der 3. Liga genauso funktioniert, ist zumindest fraglich.

Wir stehen unter enormem Performancedruck. Ja, wir spielen noch gegen Cottbus und Rostock. Aber wir müssen jetzt schnellstmöglich wieder funktionieren, sonst ist Cottbus bald schon gar kein relevantes Spiel mehr im Aufstiegsrennen für uns. Nach Saarbrücken haben wir, soweit ich weiß, noch etwa zehn Spieltage. Jetzt musst du da sein. Jetzt darfst du dir keine Schwächephase mehr leisten.

Ob Hirschs Plan am Ende aufgeht, wird man sehen. Wenn man sich allerdings die Rückrunde mit Ulm, der zweiten Halbzeit gegen Schweinfurt, Wiesbaden, Havelse und Ingolstadt anschaut, dann darf es so nicht weitergehen. Sonst ist der Aufstiegstraum schnell vorbei. Und mit einem „Wir waren zwischenzeitlich mal Erster, Zweiter oder Dritter, das ist doch besser als im Sommer gedacht“ ist am Ende auch keinem geholfen.

Hirsch hat das in einer der letzten Pressekonferenzen ja auch so angedeutet. Für mich war das ein Fehler. Ich kann mir gut vorstellen, dass Michael Preetz in seinem Büro bei dieser Argumentation innerlich ordentlich in die Tischkante gebissen hat. Unser Anspruch hat sich verändert. Intern sehen wir uns längst als Aufstiegskandidat. Dann damit zu argumentieren, dass man ja besser dasteht als erwartet, passt aus meiner Sicht nicht zum Anspruch von Preetz.

Er hat klar erkannt, dass wir in dieser Saison bereits vierzehn Mal Tabellenführer waren. Wir wollen das Ding ziehen. Wir können und wollen hoch.

Wirtschaftlich müssen wir kurz bis mittelfristig eigentlich auch hoch. Wir haben Lobinger, Casar, Kother und Becker geholt. Wie groß deren Einfluss aktuell ist, spielt für die grundsätzliche Argumentation gar keine Rolle. Die Rahmenbedingungen waren hervorragend. Trainingslager, das Westender Trainingsgelände. Man muss sich nur einmal anhören, was Wollitz über seine Trainingsbedingungen erzählt. Wir haben eine absolut gesunde Kaderstruktur mit vielen wertvollen Spielern.

Ich sage es mal so. Sollte der MSV jetzt deutlich weiter abrutschen und Hirsch keine Mittel finden, das Ganze wieder zu stabilisieren, könnte die Luft für ihn perspektivisch auch dünner werden, spätestens im Sommer. Der MSV will und muss kurz-mittelfristig wieder in die 2. Liga.

Aber die Glaskugel anzuschmeißen bringt jetzt auch nichts. Wir werden sehen was in den nächsten Wochen passiert.
 
Ich würde persönlich zustimmen dass wir einen sehr defensiv geprägten Spielstil folgen, man darf aber auch nicht vergessen dass wir mit unserem bisherigen Ansatz mehr als erfolgreich waren und plötzlich sogar der Aufstieg am Saisonende möglich ist. Die Möglichkeit dazu ist zwar (meiner Meinung nach) klein, weil der Trend seit dem 8. Spieltag schon zeigte, dass der Megastart ein bisschen die Leistungsfähigkeit der Mannschaft verzerrt hat, aber sie war da und man wollte sie nutzen. Ist es da aber nicht logisch dass man da so weiter macht wie bisher ? Und der Hauptansatz unserer Spielweise war und ist nun einmal die nahezu totale Risikoaversion.

Ich hatte vor dieser Saison Angst, dass es sofort wieder runter geht. Dass wir eine so entspannte Saison verbringen und sogar von mehr träumen dürfen haben wir DH und SEINEN Spielansatz zu verdanken. Ich für meinen Teil erinnere mich aber weiterhin daran WO wir herkommen und werde daher weder DH noch der Mannschaft einen Vorwurf machen dass sie den grossen Wurf nicht schafft oder aktuell, solange man noch nach den Sternen greifen kann, den Spielstil nicht grossartig umstellt. Auch wenn dieser, das verleugne ich nicht, wenn er nicht funktioniert, ganz schon weh tun kann. Das hat man sich in meinen Augen verdient.
Mich ärgert daher eher ein bisschen, dass man die "absolute Intentsität", die dieser Spielstil vorraussetzt und die uns erfolgreich gemacht hat, nicht mehr so ganz auf den Rasen bringt.

Klar ist aber auch dass unsere Probleme im Spielaufbau und im Offensivspiel durch Zentrum eklatant sind. Das Spielermaterial dazu ist da. Das wird etwas sein woran man für die wird arbeiten müssen. Aber das wird und muss in meinen Augen auch erst zur nächsten Saison passieren oder wenn wir abrutschen und der Abstand zu Platz 3 oder 4 (DFB-Pokal Quali) zu gross wird.
 
Das ist für mich kein Kriterium, um die Entwicklung im aktuellen Ist-Zustand nicht kritisch zu hinterfragen. Man muss schon sagen, dass wir aktuell extrem von diesem einmaligen Saisonstart leben und der Lack in gewisser Weise inzwischen etwas ab ist.
Kritisch hinterfragen ist vollkommen in Ordnung und mache ich auch. Allerdings gehen viele Kommentare hier weit über das kritische Hinterfragen hinaus.
Ja, wir profitieren sehr von unserem extrem guten Saisonstart. Das der Lack ab ist, sehe ich nicht so. Wir sind in der Rückrunde immerhin 7. und nur 2 Punkte hinter dem 2. Das geht mir bei der ganzen Kritik an der Spielweise zu sehr unter. So schlecht, wie hier alles gemacht wird, ist es eigentlich nicht.
 
Klar ist aber auch dass unsere Probleme im Spielaufbau und im Offensivspiel durch Zentrum eklatant sind. Das Spielermaterial dazu ist da. Das wird etwas sein woran man für die wird arbeiten müssen. Aber das wird und muss in meinen Augen auch erst zur nächsten Saison passieren oder wenn wir abrutschen und der Abstand zu Platz 3 oder 4 (DFB-Pokal Quali) zu gross wird.
Die Probleme sind ja nicht neu, aber haben wir wirklich die richtigen Spieler dafür? Es wurden Spieler geholt die auf dem Papier diese skills mitbringen sollten, aber haben sich das auch getan? Was im Training gut funktioniert muss im Spiel dann dennoch nicht klappen. Ein Pass der zu 95% genau gespielt wird kommt im Training noch an, aber im Spiel wird er abgefangen.
Aufbauspiel über hoch und weit ist doch nie Trainingsinhalt gewesen, ist auch von Dietmar Hirsch als Lösung nur begrenzt angesehen worden. Aber wenn auf dem Platz der einzelne Spieler es als das richtige anseht, seine Mitspieler damit aber nichts anfangen können?
Aufbau über Kurzpass-Spiel funktioniert auch nur, wenn alle Beteiligten auf dem Rasen es miteinander wollen. Manchmal sieht das nicht so aus bei uns, dann drehen sich einige nicht schnell genug und der Ball ist weg.
 
Muss man Didi deswegen entlassen? Nein. Er hat mMn eine klare Stärke im Bereich der Führung. Eine Kompetenz, die wichtig ist als Cheftrainer.
Aber: Ich würde ihm einen guten offensiven Co-Trainer an die Seite stellen. Jemanden, wie Andreas Schumacher, den Titz nach Magdeburg geholt hatte und eine klare offensive Handschrift hat.
Ich glaube nicht, dass Didi nicht weiß, wie man "offensiv" spielen lassen kann. Im Gegenteil, seine Aufstellung/ Taktik richtet sich doch häufig genug nach dem, was der Gegner offensiv ausmacht. Didi ist vom Mindset Defensivspieler, ich denke nicht, dass ein offensiver Co also etwas an der Spielausrichtung ändern würde. Das müsste wohl schon übergeordnet vom MSV kommen. Da aber gerade erst verlängert wurde kann ich mir nicht vorstellen, dass man ernsthaft diese Saison bzw. im Sommer einen Wechsel in Betracht zieht, dafür müsste eine richtige Negativserie kommen.

Ansonsten schon echt witzig, wie jetzt auf einmal alle gegen Didi schießen. Solange die Ergebnisse gepasst haben, war (von Schimi abgesehen) ALLEN das spielerische schnurzegal. :D
 
Ansonsten schon echt witzig, wie jetzt auf einmal alle gegen Didi schießen. Solange die Ergebnisse gepasst haben, war (von Schimi abgesehen) ALLEN das spielerische schnurzegal. :D
Zeigt einfach mal wieder, dass Fußball Ergebnissport ist. Ich bin ehrlich: Ich bin nicht selten nach Hause gegangen und habe mir gedacht, poah, spielerisch war das jetzt echt nicht das Gelbe vom Ei. Aber es war mir nahezu scheißegal (:D), weil die Punkteausbeute gestimmt hat und mich die Gier dieser Mannschaft unheimlich erreicht hat.

Irgendwas scheint seit einigen Tagen und Wochen aber anders zu laufen. Mal ist es dieses Hoch-und-weit, um Lobinger in Szene zu setzen, dann wieder dieses Versteckspiel gegen Havelse und Schweinfurt. Wie oft wurden gegen Havelse die Arme gehoben nach dem Motto: Wo seid ihr? Sei es von Casar oder sonst wem. Das hat es für mich selbst in den schwächeren Spielen vorher selten gegeben. Für mich ist das eine neue Negativentwicklung.

Vorher waren da Maschinen auf dem Platz, die den Ball gejagt haben, ihn haben wollten. Und das mache ich zu 1902 % nicht an der Mentalität fest. Was überbleibt, sind fehlende Punkte und dass sich die damaligen Beigeschmäcker nun langsam zu Meinungen manifestieren.

Es ist aber völlig normal, dass man dann auch über Entscheidungen des Trainers diskutiert. Infrage stelle ich ihn aktuell nicht, mittelfristig aber schon im Hinblick auf Aufstiegsfußball. Ich kann mir vorstellen, dass die 3. Liga in der nächsten Saison noch mehr Alltag geworden ist, dass wir sie komplett angenommen haben und auch als Favorit wahrgenommen werden. Das sind alles Karten, die Hirsch in seiner Rolle als Motivator irgendwann weniger ausspielen kann.

Irgendwann musst du, um aufzusteigen, auch wirklich Aufstiegsfußball spielen. Oder du schaffst es halt tatsächlich auf diese Ilja-Seriös-Gruev-Art.
 
Ansonsten schon echt witzig, wie jetzt auf einmal alle gegen Didi schießen. Solange die Ergebnisse gepasst haben, war (von Schimi abgesehen) ALLEN das spielerische schnurzegal. :D
Das stimmt nicht wirklich. Mir und auch einigen anderen Stimmen hier war das nie egal, auch in Liga 4 schon nicht. Schon da gab es warnende Stimmen, dass eine für höhere Weihen spielerische, taktische Entwicklung stattfinden muss, um
- höhere Aufgaben zu bewältigen
- in höheren Ligen mitmischen zu können
- Variabel zu sein
- Spieler in mehr als 1 systemischen Dimension weiter zu entwickeln
- "schönen Fußball" zu zeigen

Diese Dinge spielten seit Beginn der Ära Hirsch wenn überhaupt, nur untergeordnet eine Rolle. Stichwort "Heavy Metal- Fussball".
In Liga 4 und auch anfangs in Liga 3 konnte man relativ gut damit bestehen. Nicht zuletzt dem zumindest in Liga 4 der Konkurrenz hoch überlegenem Kader geschuldet. Hoffnung - zumindest bei mir - kam mit der Hirsch-Ankündigung auf, im Wintertrainingslager fokussiert an taktischen Dingen zu schrauben. Das Resultat dessen: Nix, Nada, alles wie immer.
 
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