Erstmal die Frage: was bedeutet „dünnhäutig“?
Wenn mich jemand kritisiert, freut mich das natürlich, na klar. Und ihr? Reagiert ihr dann positiv?
Mal den Ball flach halten und nicht gleich bei jeder Frage/Antwort draufspringen.
Didi’s Reaktionen sind Standard bei fast jeder PK.
Ich glaube ich haben das so in der Art schon mal versucht zu argumentieren. Es ist schwer das auf einen Normalen Berufsalltag zu übertragen und zu vergleichen.
Wenn man Trainer ist, dann betreut man eine Mannschaft, die für andere wichtig ist. Je höher man kommt und je höher auch die Tradition in dem Verein ist, in dem ich arbeite, desto wichtiger ist den Fans der Verein (Alles natürlich vereinfacht ausgedrückt). Das sollte mit als Trainer bewusst sein, dass ich dementsprechend eine gewisse Verantwortung habe. Und das eben nicht nur meinem Vorgesetztem gegenüber. Die Kommunikation mit dem Fan findet zwar in Duisburg erfreulich viel statt aber nicht so konkret und nicht regelmäßig, daher gibt es die Presse, die bestenfalls fragen stellt, die die Fans interessieren. Ja ich weiß ist nicht immer so.
In der Konstellation ist es doch normal, dass Niederlagen oder (vermeintlich) schlechte Leistungen gesehen und hinterfragt werden.
Keine Ahnung, habe ich als "Fan" das Recht dazu? Ist vielleicht der falsche Ansatz. Aber habe ich als Trainier eine Verantwortung und sollte ich die Sensibilität einen Fans ernst nehmen? Ich denke schon.
Didis Antworten bei etwas kritischen Fragen sind dann mal ganz gerne etwas genervt und er hat kein Verständnis. Auch ein bisschen nach dem Motto, lass uns mal machen, wir wissen, was wir tun.
Niemand hat Bock auf Kritik. Jeder will Dinge lieber im kleinen Analysieren und verbessern. Aber bei normaler Arbeit flippen eben auch keine Menschen aus und jubeln dir zu, wenn man mal was gutes macht.
Für mich gibt es drei Arten mit Kritik in so einem öffentlichen Posten umzugehen.
1. Die Kritik annehmen und sagen, dass es richtig ist, entsprechen ändern.
2. Ziegen, dass man interessiert ist an der anderen Meinung, aber seine Standpunkte vernünftig darlegen
3. Kein Verständnis für Kritik haben und auf seinen Weg verweisen.
1 ist auch nicht immer die richtige Wahl, das zeigt nicht immer Stärke, wenn man sofort alles umwirft.
2 ist ein guter Kompromiss, der sicher mal zu 1 oder 3 tendieren darf
3 Kommt nicht so gut an, wenn jemand das leibt, was du betreust.
Ich wollte gar nicht so weit ausholen, ich finde auch, es ist etwas besser geworden seit einiger Zeit. Aber für mich gehört es auch mal dazu, egal wie emotional ich bin, mal die Faust in der Tasche zu machen und blöde Fragen freundlich wegzulächeln. Didi hat keinen normalen Job. Er ist Trainer unseres Herzensvereins. Da spielen Ängste der Fans eine Rolle.
In dem Fall finde ich es besser noch weniger "Dünnhäutig" zu sein. Er vermittelt auch ein Gefühl.
Und nicht zu vergessen, das sind bis heute und im Moment keine schwierigen Zimten nur ganz kleine ärgerliche Momente.
Da macht es mir ein bisschen Sorgen wie es mal bei einer Handfesten Krise Aussieht.
Übrigens gewinne wir heute 3:0 und spielen ein überzeugendes Spiel
