Wir bezahlen doch schon lange nicht mehr für das Produkt, was da verkauft wird, sondern für das Ganze drumherum. Verpackung, Transport & Logistik, Vertrieb, Kundendienst, Infrastruktur (auch digital), Verkaufspersonal etc. etc. Wer nach weniger Wartezeit und besserer Qualität schreit, muss mit den Kosten leben. Alternative: Tetra Packs mitbringen. Beim Essen ist es genauso: Stadionwurst mit Brot und Soße kann niemals mehr als 3 EUR kosten, tut es aber.
Für Sinalco (oder jeden anderen Big Player) ist es vollkommen irrelevant, ob Wasser, Cola oder Apfelschorle abgefüllt wird. Die Getränke kosten letztlich absolut nichts und es braucht einiges an Volumen, bis die Rohstoffe alleine wirklich messbare Kosten erzeugen, aber alles drumherum ist teuer. Deshalb kostet Wasser genauso viel wie Cola. Vergleicht das nicht mit dem billigen Sprudelwasser im Supermarkt, das ist ne ganz andere Sache. Da geht's nur um Masse und einen demnach günstigeren Preis, denn sonst würde niemand mehr Sprudelwasser kaufen. Aus dem Hahn zu Hause kommt letzten Endes nix anderes. Soda Stream dazu, fertig. Wer mehr ausgeben möchte, kann auch ohne Probleme in jedem Getränkemarkt Wasser kaufen, das teurer ist als Cola.
Wer im großen Stil Wasser für die Hälfte anbietet, macht damit zwangsläufig keinerlei Gewinn. Klingt dumm, ist auch nicht in Ordnung, aber so ist die Realität. Ich hab vor vielen Jahren mal nen abgeranzten Typen am Klo angehauen, weil der einfach ins Waschbecken geschifft hat. Als Dank wurd ich bepöbelt und, wenn ich nicht 1,90 Meter groß wäre und ein paar Kilos mit mir herumtragen würde, wäre sicherlich von diesem schmierigen Typen auch angepackt worden. Bedankt euch genau solchen Asis, dass man sich das kostenfreie Wasser an den Waschbecken nicht ohne Hintergedanken abzapfen kann.