Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Und da hast du nicht Zu ende gedacht. Wir sind hier nicht mehr in der Regio! Also kannst du solche Vergleiche nicht heranziehen!
Welche Vergleiche? Ich habe den IST-Zustand in der 3. Liga genannt. Mir geht es gehörig auf den Sack, wie eine Mannschaft, die aus der Regio kommt und sensationell auf dem 3. Platz steht so schlecht geredet wird.
Es werden weitere Niederlagen kommen und wer es nicht ertragen kann sollte vielleicht die Sportart wechseln. Im Rodeln gewinnen zu 99% die Deutschen, das wäre dann was
 
Ja, deshalb haben wir in 13 Auswärtspielen 16 Punkte geholt, waren keine Blumentöpfe dabei. Aber klar als Dritter ist man als Aufsteiger nicht zu ertragen ... :verzweifelt:
Sorry aber mit diesem Spielermaterial das unser MSV aktuell hat,es wurde sogar noch durch Topspieler ergänzt,sind 16 Punkte auswärts einfach viel zu wenig.
Und so eine Spieweise ,unterstreicht folgendes,entweder Trainer versteht die Spieler nicht oder die Spieler den Trainer.
Man darf sich nicht blenden lassen von dem Saisonbeginn,die Gegner haben sich inzwischen auf uns eingestellt was die letzten Spiele mehrfach sichtbar wurde.
 
Sorry aber mit diesem Spielermaterial das unser MSV aktuell hat,es wurde sogar noch durch Topspieler ergänzt, sind 16 Punkte auswärts einfach viel zu wenig.
Interessante Sichtweise. Übrigens hat unserer heutige Gegner auch "nur" 16 Punkte auswärts geholt :nunja: (ok, fairerweise bei einem Spiel weniger.
Dafür steht Wiesbaden aber mit einem Heimspiel mehr (!) in der Heimtabelle hinter dem MSV, der zuhause noch ungeschlagen ist.
 
Sorry aber mit diesem Spielermaterial das unser MSV aktuell hat,es wurde sogar noch durch Topspieler ergänzt,sind 16 Punkte auswärts einfach viel zu wenig.
Das mein Lieber Schwabe ist doch nur Deine MEINUNG. Stell es doch nicht so dar, als wäre das ein Naturgesetz des Universums.

Vom Marktwert der Mannschaft haben wir überperformt. Auch Deine Sicht auf den Trainer ist doch nur Deine Couchmeinung.
Michael Preetz hat doch erst kürzlich den Vertrag mit dem Trainerteam verlängert, vielleicht hätte er besser Deinen Rat einholen sollen.
 
Sorry aber mit diesem Spielermaterial das unser MSV aktuell hat,es wurde sogar noch durch Topspieler ergänzt,sind 16 Punkte auswärts einfach viel zu wenig.
Und so eine Spieweise ,unterstreicht folgendes,entweder Trainer versteht die Spieler nicht oder die Spieler den Trainer.
Man darf sich nicht blenden lassen von dem Saisonbeginn,die Gegner haben sich inzwischen auf uns eingestellt was die letzten Spiele mehrfach sichtbar wurde.
Falsch!

Das Spielermaterial ist nicht Top of the Pops. Die ganze Abwehr ist es eben nicht. Die erfolgreiche Defensive wird erkauft durch eine überwiegend defensive Taktik.
Sobald Offensive nicht vernünftig mit nach hinten arbeiten oder die defensiven Mittelfeldspieler nicht ihren besten Tag habe, bricht das System zusammen - so wie heute.
Auch unsere offensiven Aussen sind bei weitem nicht Top 3t Liga Niveau - dafür ist mir die Leistung zu stark schwankend. Wieviel dumme Ballverluste hatten die beiden heute?

Man sah heute, dass die Mannschaft wollte, aber fussballerisch und defensiv zuviele Fehler gemacht hat. Das hat wenig mit Taktik zu tun. Dazu kam wiedermal, dass Wehen (auch Ulm war es) einfach giftiger und gut eingestellt war.
Wieviel Tore sind über unsere rechte Seite sehr einfach gefallen? 3! Vor allem das spielentscheidende 4-1.

DIe Mannschaft hat die Taktik in soweit verstanden, dass man den Klassenerhalt easy schafft und wahrscheinlich im oberen Drittel abschließt. Ich persönlich glaube nicht an den Aufstieg, dafür ist mir in der Tat vieles zu sehr durch Emotionen erkauft, was die Schwächen kasschiert.

Wenn der Gegner gut ist und auch will, dann wird er uns auch schlagen. (oder man hat den Papst in der Tasche - s. Verl)
 
Natürlich ist der jetzige Tabellenplatz viel besser als vor der Saison erwartet.Wenn man aber einmal oben steht erwarte ich einfach eine Weiterentwicklung und die Mannschaft wurde in der Winterpause nicht verstärkt um weiter auswärts so eine spielerische Armut zuzeigen.Ich kann es absolut nicht verstehen warum die Mannschaft im Ballbesitz keine Ruhe hinbekommt.Auswärts sieht es immer so aus als hätte die Mannschaft kein Selbstbewusstsein und als würde der Spielplan nicht zum Gegner passen.
 
Auswärts sieht es immer so aus als hätte die Mannschaft kein Selbstbewusstsein und als würde der Spielplan nicht zum Gegner passen.
Vielleicht sollten ALLE, die ewig auf diese "Auswärtsschwäche" rumreiten sich mal das Verhältnis Heimsiege vs Auswärtsiege (oder Punkte) der Bundesliga seit 1963 anschauen.
In jedem Jahr gab es mehr Heim als Auswärtssiege oder Punkte. Gilt auch für die Ligen Zwei und Drei. Habt ihr eine Erklärung dafür?

 
Falsch!

Das Spielermaterial ist nicht Top of the Pops. Die ganze Abwehr ist es eben nicht. Die erfolgreiche Defensive wird erkauft durch eine überwiegend defensive Taktik.
Sobald Offensive nicht vernünftig mit nach hinten arbeiten oder die defensiven Mittelfeldspieler nicht ihren besten Tag habe, bricht das System zusammen - so wie heute.
Auch unsere offensiven Aussen sind bei weitem nicht Top 3t Liga Niveau - dafür ist mir die Leistung zu stark schwankend. Wieviel dumme Ballverluste hatten die beiden heute?

Man sah heute, dass die Mannschaft wollte, aber fussballerisch und defensiv zuviele Fehler gemacht hat. Das hat wenig mit Taktik zu tun. Dazu kam wiedermal, dass Wehen (auch Ulm war es) einfach giftiger und gut eingestellt war.
Wieviel Tore sind über unsere rechte Seite sehr einfach gefallen? 3! Vor allem das spielentscheidende 4-1.

DIe Mannschaft hat die Taktik in soweit verstanden, dass man den Klassenerhalt easy schafft und wahrscheinlich im oberen Drittel abschließt. Ich persönlich glaube nicht an den Aufstieg, dafür ist mir in der Tat vieles zu sehr durch Emotionen erkauft, was die Schwächen kasschiert.

Wenn der Gegner gut ist und auch will, dann wird er uns auch schlagen. (oder man hat den Papst in der Tasche - s. Verl)
Man hat zu Sasionbeginn überperformt und lebt z.T. immer noch vom überragenden Start. Was mich ärgert, dass man in Hoffenheim und heute die Spiele am Anfang direkt abschenkt, man weiß spätestens nach dem 0:2 das man Chancenlos ist.
 
Natürlich ist der jetzige Tabellenplatz viel besser als vor der Saison erwartet.Wenn man aber einmal oben steht erwarte ich einfach eine Weiterentwicklung und die Mannschaft wurde in der Winterpause nicht verstärkt um weiter auswärts so eine spielerische Armut zuzeigen.Ich kann es absolut nicht verstehen warum die Mannschaft im Ballbesitz keine Ruhe hinbekommt.Auswärts sieht es immer so aus als hätte die Mannschaft kein Selbstbewusstsein und als würde der Spielplan nicht zum Gegner passen.
Genau so sehe ich dies auch,wenn es auch eventuell bei meinen Posts anders rüberkommt,habe einige Spiele live gesehen, freue mich über jeden Sieg aber nur mit guten Einzelleistungen und Glück, reichts auf Dauer auch nicht in der 3.Liga ,und wenn ich mich in der Winterpause verstärken,dann nicht um einfach mitzuspielen sondern um die Mannschaft weiterzubringen, und da sehe ich aktuell nicht viel.
 
Vielleicht sollten ALLE, die ewig auf diese "Auswärtsschwäche" rumreiten sich mal das Verhältnis Heimsiege vs Auswärtsiege (oder Punkte) der Bundesliga seit 1963 anschauen.
In jedem Jahr gab es mehr Heim als Auswärtssiege oder Punkte. Gilt auch für die Ligen Zwei und Drei. Habt ihr eine Erklärung dafür?

Auswärtsniederlage oder auch zuhause, das passiert jedem Verein, oft ist der Gegner einfach besser ,aber ich erkenne kein dagegenhalten ,man kann auch mit erhobenen Kopf und schmutzigem Trikot verlieren, ich spreche auch nie von Aufstieg , aber das Auftreten der Mannschaft enttäuscht mich des öfteren und sicherlich auch den Großteil der tausenden Fans die unseren MSV auswärts begleiten.
 
Das mein Lieber Schwabe ist doch nur Deine MEINUNG. Stell es doch nicht so dar, als wäre das ein Naturgesetz des Universums.

Vom Marktwert der Mannschaft haben wir überperformt. Auch Deine Sicht auf den Trainer ist doch nur Deine Couchmeinung.
Michael Preetz hat doch erst kürzlich den Vertrag mit dem Trainerteam verlängert, vielleicht hätte er besser Deinen Rat einholen sollen.
Werde weiterhin den MSV zu den Spielen begleiten lasse mich gerne zu meiner Meinung kritisieren, vielleicht werden die Spiele besser wenn der Frühling kommt, nach dem letzten Spieltag sehen wir das Ergebnis
 
Die Frage kam heute in der PK .

Die Antwort : "Ich weiß es nicht"....

Nunja und da beginnt halt das Problem.
Didi hat sich trotz meiner Skepsis ihm gegenüber viel Kredit erspielt, aber diese fehlende Reflexion der immer wiederkehrenden Muster macht mich rasend.

Wenn eine Mannschaft in der Lage ist ein gutes Pressing gegen uns zu spielen sind wir absolut ausgeliefert. Schlicht weil wir kaum Abläufe für solche Situationen haben. Wir spielen dann keinen flachen Ball raus, sondern dreschen immer lang. Da konnte Wiesbaden weil sie wesentlich kopfballstärker als Verl waren heute einfach die Bälle wesentlich einfacher abfangen. Der Tyger war dann immer gegen 2.

Ulm hat gegen uns das selbe gespielt und es ist quasi eine Blaupause. Wir wissen schlicht nicht was zu tun ist, wenn der Gegner sagt "Ja spielt halt Mal".

Es ist heute auch das zweite Mal, dass das Experiment 5er Kette mit dem vorhandenen Personal in die Hose geht. Bei 2:0 z.b. orientiert sich Hahn hoch, weil er der Meinung ist, dass Coskun als Dritter IV den schon nimmt. Der ist mit der Rolle als asymmetrischer LIV aber offensichtlich ein wenig überfordert und es ist in meinen Augen auch absolut Überflüssig, dass wir solche spirenzchen treiben. Denn dadurch wurde Sussek auch so eine Art Schienenspieler, womit man ihm aber sein Spiel auf die tiefe quasi abnimmt.

In Halbzeit 2 war es dann mit Symalla und Jessen gefühlt noch schlimmer, weil die Abstände überhaupt nicht mehr passten. Auch weil Coskun weiterhin "situativ" also quasi immer im Angriff mit hochgeschoben hat, dadurch sind Hahn und Fleckstein weiter rübergezogen und Jessen war vollkommen auf sich allein gestellt. Während die dann Doppel 6 aus Müller und Tugbenyo überhaupt keine Körperlichkeit mehr auf den Platz bekommen hat.

Meiner Meinung nach besteht das größte Problem aber in einer anderen Position und das ist aktuell die des 10ers und die des 8ers.. Das ist jetzt auch nicht explizit eine Kritik an Noß, aber es ist exemplarisch für unser Problem auf der Position seit der Winterpause bzw. Der Verletzung von Viet.

Da klafft ein Loch und deswegen sieht unsere Doppel 6 im Moment auch so kacke aus. Jeder Gegenspieler kann mit Tempo auf die zulaufen, weil Noß (und vorher Tugbenyo in Ulm) halt alles machen, außer diesen beschissenen Raum zu besetzen. Dadurch rückt dann ein Bulic raus - mit seinen berühmten Zeichen setzen - und wenn der Gegner das überspielt wird es hinten halt luftig.

Unsere Stärke zu Saisonbeginn war ein 4-3-3 mit Holding 6. Bulic konnte sich rein drauf konzentrieren Staubsauger zu sein, Meuer und Viet haben als 8er/10er Hybrid irgendwie sowas wie Box-to-Box gespielt. Aber das kann weder ein Tugbenyo, noch ein Noß. Beide sind dafür schlicht nicht die Typen. Ein Casar könnte es vielleicht, bräuchte aber jemanden neben sich der eben tiefer agiert und nicht wie ein Noß heute als quasi hängende Spitze. Bei letzterem kapiere ich es sowieso ehrlicherweise nicht ich bin riesen Fan von dem. Aber aktuell kannst du den nicht in die Startelf stellen. Der hat entweder kein Bock zu ackern oder kann es nicht. Gegen Ulm schon Bitter die ganze Zeit allein gelassen, weil keinen Zweikampf geführt und heute wieder bloß alibimäßig irgendwie da hin. Was hat Meuer eigentlich verbrochen, dass er nicht mehr ran darf, trainieren die anderen so viel besser? Ein 3er Mittelfeld aus Meuer, Bulic, Casar könnte uns die Stabilität wiedergeben die wir in den letzten Wochen Suchen aber irgendwie scheint das keine Option zu sein.
 
haben. Wir spielen dann keinen flachen Ball raus, sondern dreschen immer lang. Da konnte Wiesbaden weil sie wesentlich kopfballstärker als Verl waren heute einfach die Bälle wesentlich einfacher abfangen. Der Tyger war dann immer gegen 2.
Wobei das aktuell - jetzt nur bei dem Punkt einhakend - immernoch die bessere und „sichere“ Option zu sei scheint oder?

Gestern gab es doch immer mal wieder Versuche über Casar im 6er Raum mit dem Rücken zum Gegner aufzubauen - und da hast du direkt gemerkt wie da die Abläufe einfach fehlen.

wir stoßen ganz einfach mit dem Ball absolut an unsere Grenzen.

Ich frage mich ob wir das quasi „weiterentwickeln müssen“ um halt eine Antwort zu haben - oder ob das Problem im 10/8er Raum durch die Rückkehr viets vielleicht wieder rein durch die Qualität der Personalien gelöst wird.
 
Ich frage mich ob wir das quasi „weiterentwickeln müssen“ um halt eine Antwort zu haben - oder ob das Problem im 10/8er Raum durch die Rückkehr viets vielleicht wieder rein durch die Qualität der Personalien gelöst wird.

Wer mir absolut zu wenig in den Überlegungen eine Rolle spielt ist Bookjans, auch wenn er diese Saison noch nicht oft dabei sein konnte, ist er ja ein Spieler der Zentral viele Bälle fordert und sie auch verarbeitet kann.
Natürlich soll man Schweinfurt und Havelse nicht unterschätzen, aber ich fänd es dennoch fahrlässig, ihn nicht in den Spielen zu bringen, damit wir in dem Raum stärker werden und das auch einspielen.
Nicht das es am Ende am Safety-First Gedanken scheitert, aber wer gerade 6 Gegentore bekommen hat, hat meiner Meinung nach kein Argument dafür. Außerdem kann der Gegner kein Tor machen, solange wir den Ball haben und ihn in der defensive fordern.
 
Gestern hat man wieder gesehen, wieso uns dieser junge Spieler von Leverkusen für die IV sicher sehr gut getan hätte. Ich bin mir sicher, dass er von seinen Anlagen ein deutliches Upgrade im Spielaufbau gewesen wäre. Bei Fleckstein findet dieser ja gar nicht statt und Hahn hat seit Wochen eine unsägliche Streuung.

Dazu hätte er sicher zumindest auch nicht schlechter bei Standarts verteidigen können.
 
Gestern gab es doch immer mal wieder Versuche über Casar im 6er Raum mit dem Rücken zum Gegner aufzubauen - und da hast du direkt gemerkt wie da die Abläufe einfach fehlen.

Das Problem beginnt dort, wo man - aus spielerischer Sicht - unterirdische Vorstellungen wie gegen Verl über das Ergebnis legitimiert und das Spiel noch schön redet, weil man ja gut gekämpft und verteidigt hat.

Dadurch verfestigt sich in Mannschaft und Umfeld der Glaube, das spielerische sei nicht wichtig. Man zieht die Dinger ja auch ohne spielerische Mittel. Wer gewinnt hat schließlich Recht.

Man "spielt" in so Spielen wie gestern nicht aus Überzeugung, sondern weil Gegner und Spielstand es einem aufzwingen. Und das sieht man dem Spiel dann leider auch an.
 
Wobei das aktuell - jetzt nur bei dem Punkt einhakend - immernoch die bessere und „sichere“ Option zu sei scheint oder?

[...]

Ich frage mich ob wir das quasi „weiterentwickeln müssen“ um halt eine Antwort zu haben - oder ob das Problem im 10/8er Raum durch die Rückkehr viets vielleicht wieder rein durch die Qualität der Personalien gelöst wird.

Die sichere Option bedeutete gestern aber, dass der Ball fast postwendend wieder zurück kam. Du hast ihn halt nicht am eigenen 16er abgegeben - in dem Sinne dann vielleicht sogar wirklich sicherer, aber sobald der lang ging weil Wiesbaden dann einen der IVs angelaufen hat, haben jene die Kopfballduelle gegen Coskun und Lobinger gewonnen.

Und zum Thema Viet. Wenn der zurück kommt, dann werden wir vermutlich die Lücken nicht mehr sehen und es ist auch auffällig, dass beide "klatschen" immer dann zu Stande kamen wenn er durch Noß ersetzt wurde - aber das grundlegende Problem des Rausspielens löst sich nicht mit ihm. Deswegen kam er bisher so schlecht weg bei vielen Fans, weil er im offensiv Spiel schlicht überspielt wurde und kaum Bälle bekam. Es bedarf dort einer Weiterentwicklung, aber nach all der Zeit werden Hirsch und der vor allem im taktischen Bereich aktive Höner das nicht plötzlich anfangen. Das ist viel zu tief in ihrer DNA.

Ob sie das Ruder jetzt nochmal rumreißen können wird sich zeigen. Nach dem vogelwilden Spiel gegen Gütersloh (die uns damals ähnlich hergespielt hatten wie jetzt Wiesbaden) haben sie es ja geschafft. Wahrscheinlich werden wir jetzt gegen Schweinfurt wieder eine tiefe Grundordnung sehen und denen den Ball überlassen und uns aufs Kontern konzentrieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde es mit Meuer versuchen. Ich glaube, der kommt Viet von den Anlagen am nächsten. Er ist Ballsicher und hat in der Hinrunde gezeigt, das er auch defensiv kann. Zudem würde ich mir wünschen, das Symalla oder Sussek mal von der Bank kommen, um nochmal Tempo nachlegen zu können. Wir sind im Kader breiter aufgestellt, warum das nicht mal nutzen. Kother wurde doch nicht geholt, um den Kader voll zu bekommen, gegen Verl hatte er gute Ansätze.
Noß hat jetzt in 2 Auswärtsspielen gezeigt, wie man es nicht macht, so gut er ist, wenn er von der Bank kommt, so schlecht performt er von Beginn an. Vielleicht wäre Krüger da wirklich mal die bessere Alternative im Zusammenspiel mit Lobinger. Der Gegner könnte sich nicht nur auf Lobinger konzentrieren, gerade bei hohen Bällen.
Und bitte, keine Fünferkette von Beginn an, hat gegen Verl nicht geklappt und wurde schnell geändert. Gestern ging es brutal in die Hose ...
 
Dadurch verfestigt sich in Mannschaft und Umfeld der Glaube, das spielerische sei nicht wichtig. Man zieht die Dinger ja auch ohne spielerische Mittel. Wer gewinnt hat schließlich Recht.

Man "spielt" in so Spielen wie gestern nicht aus Überzeugung, sondern weil Gegner und Spielstand es einem aufzwingen. Und das sieht man dem Spiel dann leider auch an.
Und genau fängt es doch an absurd zu werden und mich zu stören. Wiesbaden hat uns auch nicht mit Mega Fußball geknackt. Dieses Gerede vom Heavy Metal wird da irgendwie zum Selbstzweck und Selbstdarstellung. Selbst wenn wir oben dran bleiben und aufsteigen sollten, werden uns die meisten Gegner in der zweiten Liga auslachen mit unserem Kreisliga Fußball. Mit Ball geht da gar nichts, ich habe auch überhaupt nicht mehr das Gefühl,.dass man da überhaupt was entwickeln möchte, so wie ich es Mitte der Hinserie noch hatte. Und nu?
 
@Stygeros @Schimanski



Das was ihr jetzt erläutert habt, da hatten wir ja schon wochenlang oder monatelang drüber geschrieben. Sind ja genau die Punkte.

Ich hab das Gefühl das ist nix halbes und nix ganzes wenn wirs mit Ball versuchen - und das lese ich auch so ein bisschen bei euch heraus oder?

Das mit viet hatten wir ja auch schon erkannt - nur ist er besser gegen den Ball als noss.

Und mit Sicherheit meinte ich eben genau das - wie du schon sagst, man wird zu einer tiefen Grundordnung zurückkehren und sich wahrscheinlich komplett auf Langholz beschränken - das wäre gestern - selbst wenn Tiger die Bälle nicht festmacht - „noch“ ungefährlicher gewesen - als die Bälle in den Zonen zu verlieren, in denen sie eben verloren gingen oder?

Meine damit - entweder durchziehen der terror didi Taktik ohne wenn und aber oder eben wirklich mit mit weiterentwickeln - aber nix halbsteifes.
 
@chuckweazel Ich lass den FQ jetzt Mal weg.

Eigentlich sprechen wir über diese Dinge seit mindestens letzter Winterpause, als dieses Ding gegen Gütersloh passiert ist. Danach konnte die Mannschaft aber entweder mit individueller Qualität, absoluten Willen (z.b Verl) oder manchmal auch einen quentchen Glück die Dinger weiterhin ziehen.

Wer böse sein will, der weißt darauf hin, dass wir selbst gegen Sonsbeck die gleichen Schwächen gesehen haben. Nur haben jene halt freistehend vor dem Tor vergeben.

Das mit dem nix halbes und nix ganzes ist irgendwie wahr, aber dann auch wieder nicht. Es ist wahr, wenn wir dann Mal durchs Zentrum spielen, aber ich habe wenn man die beiden Trainer dabei beobachtet immer in Eindruck, dass wir das eigentlich überhaupt nicht wollen. Die langen Bällen auf Lobinger und der legt weiter auf die drei schnellen ist schon offensichtlich wirklich das was sie spielen wollen. Und gerade Zuhause, wenn sie die 3% mehr auf den Rasen kriegen, geht es auch schlicht auf. Warum sollen sie dann was dran ändern?

Wiesbaden hatte gestern schlicht drei Antworten, die eine war einfach doppelte Bewachung für Lobinger und die nächste war Hahn anlaufen. Fleckstein spielt halt keinen einzigen Pass im Aufbau, damit hat Hahn aber halt die Streuung reinbekommen. Symptomatisch übrigens in der zweiten Halbzeit als Wiesbaden Mal tiefer steht und Fleckstein so einen Kack Pass auf Jessen spielt, dass da der Ball ins aus trudelt. Die dritte Sache ist dann die Riesen Lücke zwischen unserer Doppel-6 und Noß zu bespielen. Und da hast du schon Recht, natürlich ist es dann erstmal ungefährlicher Langholz zu kicken, aber andererseits kamen die Bälle ja postwendend und mit Tempo zurück und das hat dann gestern noch mehr geschmerzt, weil die Wiesbadener unsere unzureichende Gegenbewegung ausgenutzt haben.
Vor dem 2:0 läuft Bulic ganz entspannt rückwärts zurück und Guck gar nicht nach Flotho in seinem Rücken.

Wahrscheinlich hast du Recht und Didi wird diesen halbgaren Versuch jetzt wieder einstellen und Terror spielen. Für spielerische Entwicklung hat er jetzt quasi keine Zeit mehr, weil er einfach liefern muss.
 
Habe zwar nur die Zusammenfassung gesehen, aber die war schon ein klares Zeichen.
Warum spielen wir denn so nach vorne, dass die Gegner die spielerisch was drauf haben uns einfach auskontern können. Wenn Wiesbaden sagt da habt ihr den Ball, dann lasst uns doch unansehnlich den Ball hinten sicher kreiseln lassen, ihn dann mit ein paar Spielern nach vorne tragen, schön langsam, denn die Zeit läuft ja für uns. Unsere Abwehr bleibt stabil hinten und sichert erst mal die Null ab. Vorne fällt dann vielleicht ein Tor oder auch nicht. Ein Punkt am Samstag hätte jeder gerne genommen.
Underdog-Fußball können wir am besten. Mit viel Kampf hinten erst mal dichthalten, vorne reicht dann auch ein Geniestreich oder ein Glückstreffer und es wird sogar mehr als ein Punkt. Gegen Verl zuhause war es doch genau das was funktioniert hat, Verl war spielerisch besser aber wir haben hinterher die drei Punkte auf dem Konto.
Unser Kader ist nicht auf tolle offensive Zauberspiele ausgerichtet sondern auf ehrliche Maloche.
Am Samstag kam dann och dazu, dass die ersten Tore ja schon slapstick-Qualität hatten, die darf unsere Abwehr einfach nicht bekommen.
Aber zum Glück haben die anderen im Aufstiegskampf ja auch nicht so ganz viel gerissen. Alles nur etwas enger, wir sind immer noch mittendrin im Kandidaten-Pool. Also, aufstehen, Mund abputzen und wieder neu ansetzen. Zunächst die beiden Heimspiele erfolgreich gestalten und danach auswärts einfach mal wieder etwas mit nach Hause bringen. So ein Aufstiegskampf ist kein Sprint sondern ein Marathon, da gewinnt am Ende die Mannschaft die es am besten versteht aus den eigenen Fehlern zu lernen und darauf zu reagieren.
Jetzt aber alles und jeden hier in Frage stellen führt zu gar nichts außer Diskussionen, Reibereien und miese Stimmung.
 
Ich finde es schade, wenn sofort wieder die üblichen Fronten aufgebaut werden:

Ich sehe nicht, wo das Verler Spiel spielerisch schöngeredet wurde - aber es war ausnehmend erfolgreich, was für mich weiter mit den Punkten, Überraschung, Schnelligkeit und Präzision zusammen hängt.

Gegen Wiesbaden konnten wir keinen dieser Punkte anbieten.

Wir waren bis auf 2-3 Szenen bieder, hektisch statt schnell und frappierend unpräzise - ich wüsste kein System , das diese Kombi auffangen könnte.

Ich sehe tatsächlich auch garnicht, wo wir besonders "spielerische Lösungen" gesucht hätten.

Ich hatte am Schluss geradezu einen Film: 1-2 Mal hin und her, dann ließ sich Hahn nach Außem drucken und spielte die Linie lang oder auf Lobinger. Diese Bälle haben wir - wenn sie überhaupt ankamen, verloren. Wenn wir gespielt haben, ist auch was passiert.

Wo man kreuzende Läufe hatte, hat man diese mit halbseidenen Ablagen ad Absurdum geführt.

Wenn man es sch... spielt ist jedes System sch... .

Einziger Punkt, den ich dem "System" zurechnen würde, war: Wir sind wieder und wieder zu hoch gestanden.

Das sollten wir lassen - insbesondere, weil wir das doch nun wirklich wissen, dass wir das nicht können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier die Analyse von @Schimanski, in der er fordert, will man denn aufsteigen:
"Schuster, bleib bei deinem Leisten"

Alles soweit okay, aber da wäre für mich noch das Ding mit dem mentalen Zustand der Mannschaft auswärts (wobei das Spiel in Wehen ja kein wirkliches Auswärtsspiel war). Casar oder auch Fleckstein waren da für mich Beispiele, gerade die ersten Akltionen von Casar haben doch nichts mit dem System oder dem Druck nach Gegentoren zu tun. Bälle wie sie von Fleckstein teilweise auf Jessen gespielt wurden, der dafür Stelzen gebraucht hätte um sie zu erreichen, die von Hahn manchmal, die er sonst auch mit 2,5 Promille hinbekommt. Was war auswärts in Verl, wo wir kaum mal an einen Ball kamen und trotzdem die Mentalität hatten, das Spiel zu drehen.
Das ist es, was mich irritiert. Und dann auch die Frage, warum es nicht möglich sein soll mit diesen technisch beschlagenen Spielern auch mal die eine oder andere Ballstaffette hinzubekommen. Sporadisch war das ja zu sehen, gerade mit einem Bookjans und im Training ist das ja auch regelmäßig Teils des Programms. Dafür muss man doch nicht gleich die gesamte Ordnung aufgeben sondern sich auf dem Feld so positionieren, das man nicht nur im Deckungsschatten stehen bleibt oder der Ball führende Spieler einen Laufweg mal sieht und den Ball entsprechend spielt.
An dieser Stelle wird meistens abgebrochen und quer oder wieder zurück gespielt. Das sind m.E. eher risikoarme Bälle, die vermieden werden.
 
Interessanter Fakt am Rande: wir haben jetzt in den 6 Spielen nach der Winterpause in 6 (!) von 12 Halbzeiten innerhalb der ersten 10 Minuten ein Tor erziehlt.

Sussek '53 vs VFB II
Lobinger '52 vs Regensburg
Lobinger '2 vs Verl
Sussek '47 vs Verl
Krüger '46 vs Wiesbaden
Noß '4 Schweinfurt

Statistisch gesehen fällt das wohl nicht mehr unter Zufall, also eher ein taktisches Element von „Heavy Metal“?
 
Was sagt uns dieses Spiel zum Thema System?

Hauptwaffe sind nicht Umschaltsituationen sondern hohe Ballgewinne, die wir dann extrem schnell verarbeiten.

Das machen wir richtig gut.

Auch wer den Jungs Platz lässt, verliert - Schweinfurt mit wahnwitzigen Abständen - Coskun als bekannter Standard- und Direktschütze bekommt vor seinem Traumtor Null Druck.

Was man dabei aber sehen muss:

Die erste Halbzeit von Schweinfurt hatte aus meiner Sicht mit Dritte Liga wenig zu tun - unsere waren wach, bissig dran, aber Schweinfurt auch desolat.

Auffällig ist, wei hölzern selbst gegen so einen Gegner unsere Aufbauversuche wirken. Aber - ich finde es entwickelt sich. Bin auf Havelse gespannt.

Defensiv bei uns?

Wenn bei uns alle nach hinten arbeiten, ist das kompakt, bissig, eng. Wie gehabt - dann geht wenig.

Der für mich klarste Indikator - neben Fehlpässen - dass wir nachlassen, ist, dass wir immer länger brauchen, in diese geschlossene Formation zu kommen, dass und auch unsere Abstände größer werden - und die Zweikämpfe schwächer.

Die Einwechslungen von Meuer und Tugbenyo war an dieser Stelle weitgehend wirkungslos - was in sofern überrschend war, als dass das die originäre Stärke Meuers war, Gegnerdruck wirksam aufzunehmen. Allerdings in hohen Positionen - in die tiefen Halbräume gedränkt wirkte er auf mich etwas verloren.

Wirkung erzielte dagegen bei Schweinfurt die Einwechslung von Bausenwein, der bei mir kleine Mogultay-Vibes erzeugte, und sowohl Jessen als auch Symalla mit Endres zusammen wirklich forderte. Die beiden beginnen unsere rechte Abwehrseite mit deutlich mehr Wucht und Passkombinationen zu bespielen.

Darauf reagieren wir mit Verschieben des ganzen Blocks in diese Richtung. Das wirkt - aber darauf reagierte nun auch Schweinfurt mit langen Bällen auf die andere Seite.

Und damit hatten wir dann plötzlich auch auf Rechts Druck, wo Coskun dann immer erstmal 1 gegen 1 steht.

Wenn es dann noch an der Rückwärtsbewegung hapert, bzw. die Zweikämpfe nachlassen - dann bekommen wir Probleme. Wir hatten Phasen wo ich unseren Defensivbewegungen eine echte Eleganz abgewinen konnte, so organisch griff da ein Rad ins andere. Das verlieren wir im Moment zeitweise.

Wenn es stimmt, dass die zweite Halbzeit anders angesagt war, muss man den Eindruck haben, dass einzelne Spieler es einfach nicht mehr schaffen, die für unsere Spielweise notwendigen hohen Fokus plus hohe Spannung über 90 Minuten zu halten.

Pressen wir dann trotzdem weiter, wird dieses Pressing überspielt und dahinter sind dann echte Räume - Wiesbaden hat das gnadenlos ausgenutzt, Schweinfurt konnte das nicht - aber das Problem war wieder erkennbar.

Bedeutet: Wir haben Arbeit.

ABER: Wir haben auch weiterhin echte Stärken. Nicht einschüchtern lassen - aber auch nicht glauben, die Probleme seien verschwunden.

KEINE der Mannschaften da oben ist wesentlich gefestigter als wir. Ja wir machen Fehler, aber die anderen auch. Am Schluss müssen es bei uns ein paar weniger sein. Dann sind wir offensiv so stark besetzt, dass wir eine echte Chance haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]
Defensiv bei uns?

Wenn bei uns alle nach hinten arbeiten, ist das kompakt, bissig, eng. Wie gehabt - dann geht wenig.

Der für mich klarste Indikator - neben Fehlpässen - dass wir nachlassen, ist, dass wir immer länger brauchen, in diese geschlossene Formation zu kommen, dass und auch unsere Abstände größer werden - und die Zweikämpfe schwächer.

Die Einwechslungen von Meuer und Tugbenyo war an dieser Stelle weitgehend wirkungslos - was in sofern überrschend war, als dass das die originäre Stärke Meuers war, Gegnerdruck wirksam aufzunehmen. Allerdings in hohen Positionen - in die tiefen Halbräume gedränkt wirkte er auf mich etwas verloren.

Wirkung erzielte dagegen bei Schweinfurt die Einwechslung von Bausenwein, der bei mir kleine Mogultay-Vibes erzeugte, und sowohl Jessen als auch Symalla mit Endres zusammen wirklich forderte. Die beiden beginnen unsere rechte Abwehrseite mit deutlich mehr Wucht und Passkombinationen zu bespielen.

Darauf reagieren wir mit Verschieben des ganzen Blocks in diese Richtung. Das wirkt - aber darauf reagierte nun auch Schweinfurt mit langen Bällen auf die andere Seite.

Und damit hatten wir dann plötzlich auch auf Rechts Druck, wo Coskun dann immer erstmal 1 gegen 1 steht.

Wenn es dann noch an der Rückwärtsbewegung hapert, bzw. die Zweikämpfe nachlassen - dann bekommen wir Probleme. Wir hatten Phasen wo ich unseren Defensivbewegungen eine echte Eleganz abgewinen konnte, so organisch griff da ein Rad ins andere. Das verlieren wir im Moment zeitweise.

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Ich würde nur gerne was zu dem Block sagen, weil du mit dem Rest vollkommen Recht hast.

Für mich der erste Bruch für die defensive Stabilität war die Auswechslung von Sussek und Kother.
Die ersten Minuten bedeute das eine Flügelzange aus Noß und Symalla, weil Bookjans sich zunächst als 10er positioniert hat. Bei beiden wurde sofort der Unterschied deutlich. Während Sussek vorher Rechts unfassbar viel nach hinten gearbeitet und bissig war, sowie Kother für mich hinten links auch richtig geackert hat - so hat Noß erstmal Coskun relativ allein gelassen und Symalla war körperlich ziemlich wenig im Spiel.

Als Tugbenyo und Meuer dann kamen verschob sich das nochmal und Bookjans ging auf rechts, Symalla auf Links. Meuer hat den 10er gegeben und Tugbenyo sowas wie einen Box-to-Box 8er. Spätestens als Bookjans auf Rechts ging war Jessen dann wieder relativ allein gelassen, wobei beim Gegentor Symalla rechts ist und nicht gut in den Zweikampf kommt.

Für mich begann dann aber die größte Schwimmtphase, weil die Spieler mit den Rollen im Mittelfeld schlicht überfordert waren. Meuer musste da einen riesigen 10er Raum bespielen, während Tugbenyo da Ballschlepper werden sollte. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn man die tiefer gezogen hätte wie beim 4-3-3 vom Saisonstart, das wir auch wieder kompakter gewesen wären. Vorher hat Casar im Alleingang quasi all diese Räume zugelaufen. Jetzt waren die beiden anderen mit der Aufgabe ehrlicherweise überfordert.
 
Da kann ich mich nur anschließen!

Für mich hat sich keiner der Einwechselspieler ( Bookjans etwas herausgenommen) wirklich überzeugt...
Mit den Einwechslungen war die Kompaktheit weg, die Räume für Schweinfurt zu groß... es wurde nicht konsequent nach hinten mitgelaufen ( besonders Symalla und Krüger sind mir da aufgefallen)

Als Trainerteam hat man da definitiv gute Argemunte, wenn die 5 Neuen nächste Woche wieder erstmal auf der Bank sitzen
 
Ich würde nur gerne was zu dem Block sagen, weil du mit dem Rest vollkommen Recht hast.

Für mich der erste Bruch für die defensive Stabilität war die Auswechslung von Sussek und Kother.
Die ersten Minuten bedeute das eine Flügelzange aus Noß und Symalla, weil Bookjans sich zunächst als 10er positioniert hat. Bei beiden wurde sofort der Unterschied deutlich. Während Sussek vorher Rechts unfassbar viel nach hinten gearbeitet und bissig war, sowie Kother für mich hinten links auch richtig geackert hat - so hat Noß erstmal Coskun relativ allein gelassen und Symalla war körperlich ziemlich wenig im Spiel.

Als Tugbenyo und Meuer dann kamen verschob sich das nochmal und Bookjans ging auf rechts, Symalla auf Links. Meuer hat den 10er gegeben und Tugbenyo sowas wie einen Box-to-Box 8er. Spätestens als Bookjans auf Rechts ging war Jessen dann wieder relativ allein gelassen, wobei beim Gegentor Symalla rechts ist und nicht gut in den Zweikampf kommt.

Für mich begann dann aber die größte Schwimmtphase, weil die Spieler mit den Rollen im Mittelfeld schlicht überfordert waren. Meuer musste da einen riesigen 10er Raum bespielen, während Tugbenyo da Ballschlepper werden sollte. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn man die tiefer gezogen hätte wie beim 4-3-3 vom Saisonstart, das wir auch wieder kompakter gewesen wären. Vorher hat Casar im Alleingang quasi all diese Räume zugelaufen. Jetzt waren die beiden anderen mit der Aufgabe ehrlicherweise überfordert.
Das sehe ich genau so,die Auswechslungen haben den Spuelfuß sehr geschadet.
 
Hier die Analyse von @Schimanski, in der er fordert, will man denn aufsteigen:
"Schuster, bleib bei deinem Leisten"

Na toll, ich habe mir Schimanski vom Aussehen her immer ganz anders vorgestellt. Wie so ein Journalist alter Schule mit Pfeife und Pepita Hut oder wie die Duisburger Ausgabe von Béla Rhety oder Rolf Töpperwien.

Jetzt sehe ich das reale Bild und muss damit erst mal klarkommen! 😁
 
Das sehe ich genau so,die Auswechslungen haben den Spuelfuß sehr geschadet.
Ja, wobei ich das gegen Schweinfurt bei 3:0 verstehen kann bei der Kadergröße, das man da mal durchwechselt.

Ich denke der Gedanke dahinter: Spielpraxis im Kader im Saisonverlauf wichtiger als vielleicht noch 2-3 Tore für das Torverhältnis. Im Optimum machst du das ja trotz Wechsel, daher der Ärger unserers Co-Trainers sicherlich berechtigt.

Dennoch hatte ich auch den Eindruck, dass das Spiel etwas totgewechselt wurde.

Hier könnte man etwas behutsamer wechseln. Sussek bei seiner Auswechselung in der 60 auch alles andere als Happy.
 
Mit den Einwechslungen war die Kompaktheit weg, die Räume für Schweinfurt zu groß... es wurde nicht konsequent nach hinten mitgelaufen ( besonders Symalla und Krüger sind mir da aufgefallen)

Als Trainerteam hat man da definitiv gute Argemunte, wenn die 5 Neuen nächste Woche wieder erstmal auf der Bank sitzen

Bei Krüger bin ich komplett anderer Meinung, den fand ich sehr bemüht, aber ziemlich in der Luft hängend.
Wieso spiele ich ständig hohe Bälle auf den 1-2 Köpfe kleineren Krüger? Die paar Mal wo wir es flach mit ihm gespielt haben wurde es auch besser. Der ist halt kein Wandspieler.

Aber ganz generell. Für mich war das Problem nie ein einzelner Spieler, sondern die (taktische) Situation in die jene gebracht wurden.

Ein Noß hat mehrfach gezeigt, dass er ein brillanter 10er bzw. Schattenstürmer ist. Aber er hat auch mehrfach gezeigt, dass seine Rückwärtsbewegung auf Außen derzeit einfach nicht passt. Aber dennoch stellt das Trainerteam ihn da hin. Während dann Jessen richtigerweise Unterstützung bekommt und wir da im Block verschieben klafft links die Lücke wo Coskun dann ständig Eins-gegen-Eins steht. Wieso um alles in der Welt reagiert das Trainerteam da nicht drauf und sieht das offensichtlich nicht? Wenn die neuen Außen die Rückwärtsbewegung nicht mehr hinbekommen, dann stell auf ein 3-4-3 um, dann hast du wieder mehr Zugriff. Stell einen Leon Müller als dritten IV auf - wenn du nicht anders wechseln willst - und die Statik/Kompaktheit ist zurück. Dann kannst du auch das durchschieben der Schnüdel besser aufnehmen.

Bei Meuer war es doch ähnlich - der wurde mit dem gesamten 10er Raum allein gelassen. Etwas bei dem er schon in der Regionalliga häufig nicht gut aussah. Und Tugbenyo war mit der Rolle auch einfach überfordert.

Das ist aber ausdrücklich keine Kritik an den Spielern, sondern an Höner, der da einfach sehen muss, dass die Jungs die Anforderungen an die Rolle nicht umsetzen können. Ein Krüger wird zerrissen, aber soll als quasi ständig Wandspieler spielen obwohl er viel eher eine Falsche-9 ist. Ein Meuer konnte als Halbraum 8 mit begrenztem Radius sehr gut überzeugen, aber du stellt ihn in den riesigen offenen 10er Raum der auch noch ständig überspielt wird.
 
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Mir ging es nur um das Defensivverhalten... das fand ich bei allen Neuen eher halbherzig

Dass ein Krüger offensiv in der Luft hing unterschreibe ich! hoch und weit auf Ihn darf halt nicht die Lösung sein, aber das ist ja leider kein neues Problem

Ich will mich auch nicht auf die Einwechselspieler einschießen, die ganze Mannschafft hat in HZ 2 etwas die Kompaktheit und letzte Gier verloren
 
Hauptsache 3 Punkte, das Zustande kommen gegen Schweinfurt erstmal egal, nun gegen Havelse nachlegen und dann kommen wieder richtige 3.Liga Mannschaften und dann kommen alle die Schwächen von denen ich bereits geschrieben habe auf den Tisch, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Ich hätte gestern die Startelf komplett durchspielen lassen und Schweinfurt abgeschossen, das hätte dem Selbstvertrauen auch gut getan, aber so musste man selbst gegen die aktuell schwächste Mannschaft in der zweiten Halbzeit zum Teil hinterherlaufen.
 
Letztlich hat "immer" derjenige recht der am Ende gewinnt und oben steht.
Deshalb ist es mir vollkommen egal wie wir taktisch aufstellen oder wie unsere Spielanlage ist.
Natürllich sehe auch ich offensiven Fußball etwas lieber als rein ergebnisorientierten, doch dann kommt das ABER.
ABER wenn am Ende die Ziele erreicht werden die man sich stellt, ist alles im grünen Bereich (für mich jedenfalls).
 
Letztlich hat "immer" derjenige recht der am Ende gewinnt und oben steht.
Deshalb ist es mir vollkommen egal wie wir taktisch aufstellen oder wie unsere Spielanlage ist......
Das unterschreibe ich sofort, weil wir auch mit der Spielanlage erfolgreich sind. Trotzdem müssen wir auch lernen mit Umstellungen beim Gegner umzugehen. Das gefällt mir wirklich nicht, da sind wir im Kopf offensichtlich etwas zu langsam. Das hat wenig mit technischer oder spielerischer Qualität zu tun, sondern mit Kreativität. Vielleicht fehlt da auch ein Spieler wie Viet zur Zeit, der vorne die Dinge etwas sortiert. Das für mich zur Zeit der Mangel oder der Entwicklungsschritt den es zur erarbeiten gilt. Wenn die Mannschaft das in Zukunft besser hinbekommt, dann haben wir absolut alle Chancen in diesem Jahr sogar Meister zu werden. Die Basis die wir haben in unserer Spielanlage ist absolut vorhanden und gut, jetzt fehlt die Kirsche auf der Sahne, dann werden Träume wahr so sehe ich das zur Zeit.
 
Letztlich hat "immer" derjenige recht der am Ende gewinnt und oben steht.
Deshalb ist es mir vollkommen egal wie wir taktisch aufstellen oder wie unsere Spielanlage ist.
:oDas kommt immer wieder in diesem Thread - und löst immer die unmittelbare Gegenfrage aus:

Warum öffnest Du ihn dann, einen Thread, der nunmal ausdrücklich dieser Frage gewidmet ist ;).

Ich glaube übrigens exakt niemand hier ordnet den Erfolg der Taktik unter.

Eine berechtigte Frage, die aus den Diskussionen hier im Raum steht, ist:

Können wir einen Spielansatz, der eine individuelle Überlegenheit einzelner Akteure zwingend voraussetzt, so auch in die zweite Liga tragen, wo mögliche Ausnahmespieler Millionen wert sind.

Meine aktuelle Antwort darauf: Denke eher nein - aber wir spielen glücklicher Weise ja auch noch nicht 2. Liga.

Dieser Thread versammelt Menschen, die versuchen zu verstehen, warum Ergebnisse entstehen, weil sie Trainer sind, weil sie das Spiel mögen, weil es einfach Spaß macht.

Und für mich persönlich bleibt es einer der interessantesten in diesem Forum. Es gibt reihenweise Threads, die ich in mittlerweile 16 Jahren kein einziges Mal geöffent habe - ich würde persönlich nicht auf die Idee kommen, die zu öffnen und zu posten: Eigentlich ist mir total egal was hier läuft ;).

Aber es sei Dir gegönnt :).
 
Ein Meuer konnte als Halbraum 8 mit begrenztem Radius sehr gut überzeugen, aber du stellt ihn in den riesigen offenen 10er Raum der auch noch ständig überspielt wird
Würde nochmals ergänzen: Im hohen Halbraum.

Dort beherrschte er das Spiel den Gegner in eine Richtung zu drängen und dann den Ball zu attackieren wirklich gut - denke auch, weil die gefährliche Richtung, der Spielkorridor Richtung Tor klar auszumachen ist.

Der tiefe Halbraum ermöglicht dem Gegenspieler dagegen potenziell gefährliche Optionen in alle Richtungen - fast wie im 10er Raum (defensiv).

Meuer ist für mich immer dann besonders gut, wenn die Option da ist, Spielaktionen zu fokussieren, je offener, desto schwerer tut er sich. Offensiv, wenn Bälle da sind, kann er daher im 10er Raum durchaus wirken, weil er dann wieder Richtung Tor fokussieren kann. Aber die Spielsituationen hatten wir zu dem Zeitpunkt kaum mehr.
 
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