Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Das ist der gleiche Blick wofür ich hier angefeindet werde, weil ich angeblich ein persönliches Problem mit Hirsch habe.
Obwohl ich Dich niemals anfeinden würde, weil ich es für sehr primitiv hielte, fühle ich mich angesprochen, da ich viele Deiner Eingebungen und teils "Spitzen" kritisch sehe. Unberührt von Deinem Fachblick für Fussball! Ebenso kritisch sehe ich diese Pseudo Analyse von dem Kollegen weil auch hier die Frage der Sinnhaftigkeit bzw des Ziels nicht beantwortet werden kann. Zitat:" Es gibt fußballerisch wesentlich besserer Mannschaften." Was soll das im Kontext von Leistungs-/Ergebnissport bedeuten? Wer bestimmt, was guter Fußball ist? Hätten wir folgerichtig nicht aufsteigen sollen oder besser aktuell einen Antrag stellen, um auf Platz 12 zurückgesetzt zu werden, damit eine Scheinlogik greift? Der Erfolg wird teils auch wieder mit individueller Klasse gerechtfertigt, laut des "Analysten"... und nu? Frage bezüglich des ansehnlicheren klasse Ballbesitzfussballs: Kann man diesen ohne individuelle Klasse erfolgreich zelebrieren? Das ganze wirkt für mich alles so unnötig aufgebauscht, weil kein offensichtliches Defizit zu verzeichnen ist, was Misserfolg zur Folge hat. Irgendwann in der Zukunft wird man immer Recht behalten haben, da jeder Erfolg mal schwinden wird. Analysieren ist das eine, eine Wertung oder negative Prognose daraus abzuleiten, das andere. Und genau darauf kann man bei dem nachweislichen Erfolg der letzten 1.5 Jahre auch einfach verzichten.
 
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Das ist der gleiche Blick wofür ich hier angefeindet werde, weil ich angeblich ein persönliches Problem mit Hirsch habe.
Das glaube ich nicht, dass du hier angefeindet wirst und schon gar nicht, dass du ein persönliches Problem mit Hirsch hast.

Deine Beiträge, die ich für sehr kompetent und dadurch auch realistisch halte, haben hier eine sehr wichtige Debatte entfacht, welche für taktische Laien wie z.B. mich sehr informativ ist.
Deine Sicht auf die Spielweise wird ja von Usern geteilt, die ebenfalls tiefer in der Materie drin sind.

Die Mehrzahl der User lebt halt von Erfolgserlebnissen, egal wie sie zustande kommen.
Und natürlich tragen diese Erfolge dazu bei, dass beim MSV eine Erfolgswelle rollt, die es schon lange nicht mehr gab.

Deshalb verschließen diese Fans gerne die Augen vor der (längerfristigen) Realität, wie du oder @artsy_football sie uns erklären.

Deine Beiträge erkenne ich persönlich sehr an und kann mich dafür nur bedanken.
Ohne diese wäre nicht nur ich auf dem einen Fanauge weiterhin blind.
 
Das ist der gleiche Blick wofür ich hier angefeindet werde, weil ich angeblich ein persönliches Problem mit Hirsch habe.
Du sagtest ja soweit ich mich erinnere etwas wie "Solange wir gegen Stuttgart besseren Fussball spielen ist mir ein Punktverlust egal". Das kann ja deine Meinung sein, aber dem Großteil ist ein Sieg halt mehr Wert und ist halt ziemlich polarisierend so eine Aussage :D

Generell ist es ja hier eine Diskussion, daher logisch, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Persönliche Befangen gegen einige User verstehe ich auch nicht, ich meine wir wollen alle Erfolg für den MSV ?! Teilweise gebe ich dir ja auch Recht in dem was du an unserem Spiel kritisierst. Beispiel Abstiegssaison unter TL, war der schönste MSV Fußball den ICH je gesehen habe und ist natürlich nochmal ein Stückweit spektakulärer. Eine gewisse Weiterentwicklung mit Ball werden wir auch in der Rückrunde brauchen, aber wir Leben von der defensiven Stabilität. Die Art und Weise ist auch mir persönlich vollkommen egal solange wir gewinnen (aber ja zukünftig wird man vermutlich so weniger Erfolgreich sein).

Jetzt aber meine Frage: Spielen andere Vereine die oben drin stehen "besser"? Verl jetzt mal ausgenommen
 
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Du sagtest ja soweit ich mich erinnere etwas wie "Solange wir gegen Stuttgart besseren Fussball spielen ist mir ein Punktverlust egal". Das kann ja deine Meinung sein, aber dem Großteil ist ein Sieg halt mehr Wert und ist halt ziemlich polarisierend so eine Aussage :D

Die Aussage ist aus dem Kontext gerissen und falsch zitiert.
Sie bezogen sich auf eine andere Aussage, die besagte, wenn wir verlieren, möchte ich wenigstens Kampf sehen. Und darauf habe ich geschrieben:

Ich könnte mit einer Niederlage leben, wenn man endlich mal versucht gegen eine Mannschaft wie Stuttgart II mitzuspielen und nicht nur die Wege zu Tor verbarrikadiert und hofft, dass ein Konter oder Standard vom Laster fällt.

Es bezog sich auf die Akzeptanz einer möglichen Niederlage und nicht, dass mir egal ist, wieviel Punkte wir holen.

Eine gewisse Weiterentwicklung mit Ball werden wir auch in der Rückrunde brauchen, aber wir Leben von der defensiven Stabilität.

Die Weiterentwicklung im Ballbesitzspiel ist hier ja oft Thema und wurde auch vom Verein als Schwerpunkt fürs Trainingslager (Filmverbot Pira) und mit der Verpflichtung von Casar angegangen. Jetzt war in den ersten zwei Spielen nix davon zu sehen, allerdings auch gegen starke Ballbesitzteams. Wenn ich mir die Stats von Regensburg anschaue, dann ist am Wochenende ein idealer Zeitpunkt die Fortschritte anzuwenden.

Jetzt aber meine Frage: Spielen andere Vereine die oben drin stehen "besser"? Verl jetzt mal ausgenommen

In Beitrag 2447 und 2452 findest du statistische Antworten.
 
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Wer bestimmt, was guter Fußball ist?
Das bestimmt natürlich jeder für sich. Unser Fußball dürfte für italienische Catenaccio Liebhaber sicherlich auch sehr ansprechend sein. Ich persönlich finde jetzt ein Spiel mit Ballbesitz unter 30% nicht wirklich ansprechend, aber freue mich natürlich dennoch, wenn wir dann 4-0 gewinnen.

Da wir mit dem Fußball jetzt schon recht lange erfolgreich sind, scheint er sich auch nicht so schnell abzunutzen, was mit Sicherheit vor allem auch am Menschenfänger Hirsch liegt, der jeden Spieler mit seinem Matchplan voll mitnehmen kann und so insbesondere in der Verteidigung ein starkes Kollektiv schafft.

Dennoch stellt sich für mich weiterhin die Frage: Was machen wir, wenn das Erhöhen der spielerischen Qualität durch neue Spieler am Ende dann doch nicht zum Aufstieg reicht? Tauschen wir dann spätestens im kommenden Sommer auf vielen Positionen noch mal ordentlich? Dass wir gegen spielerische Mannschaften wie Stuttgart oder jetzt auch Verl nicht groß anders spielen, war immerhin schon mal sichtbar. Sehen wir aber doch noch etwas von der angekündigten spielerischen Linie, die im Trainingslager verfeinert werden sollte ggf. gegen andere Gegner?

Ich bin weiter gespannt, erfreue mich aber dennoch am aktuellen Ergebnis. :)
 
@Schimanski kann ich mit seinem Ärger über die Spielweise insofern verstehen, als dass wir durchaus Spieler haben, die mehr ermöglichen. Wir haben allerdings den Druck im Nacken, an die Fleischtöpfe der zweiten Liga zu gelangen, diesem Ziel wird alles untergeordnet. Kein Risiko, alles für den Erfolg.
Ich bemühe ja gerade den Vergleich mit Gruev, dessen Spielweise mich in der dritten Liga total genervt hat, aber genau so zum Aufstieg führte.
Schaun wir mal, ob mit Casar jetzt das Spiel über das Zentrum etwas mehr an Bedeutung gewinnt, ein Dittgen würde da ja auch bestens passen.
 
Die Aussage ist aus dem Kontext gerissen und falsch zitiert.
Sie bezogen sich auf eine andere Aussage, die besagte, wenn wir verlieren, möchte ich wenigstens Kampf sehen. Und darauf habe ich geschrieben:
Dafür erstmal sorry! Hatte ich dann falsch aufgenommen..
Die Weiterentwicklung im Ballbesitzspiel ist hier ja oft Thema und wurde auch vom Verein als Schwerpunkt fürs Trainingslager (Filmverbot Pira) und mit der Verpflichtung von Casar angegangen. Jetzt war in den ersten zwei Spielen nix davon zu sehen, allerdings auch gegen starke Ballbesitzteams. Wenn ich mir die Stats von Regensburg anschaue, dann ist am Wochenende ein idealer Zeitpunkt die Fortschritte anzuwenden.
Ja da muss jetzt zumindest ein kleiner Fortschritt erkennbar sein, da bin ich bei dir. Mit dem Material was wir haben müsste schon mehr drin sein.
 
Moin zusammen,

hier mal ein paar Gedanken von mir. Zunächstmal kann man unterscheiden zwischen Offensiv und defensiv geprägten Ansätzen. Frei nach dem Motto, Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften und vermutlich Hirsch als ehemaliger Defensivspieler haben wir uns für die Defensive entschieden. Vermutlich war die Überlegung, dasswir letztes Jahr für eine neue unbekannte Liga mit neuem Kader, der Qualitativ hochwetig ist, uns durch die Defensive etablieren und nicht abgehängt werden. Gute Defensive kann in der Regel nur gepaart mit guter Fitness einherkommen. Haben wir den Ssatus gute Fitness und etablierung durc die Defensive erreicht, und zusätzlich einen qualitativ hochwertigen Kader, sind die Jungs in derLage durch einzalaktionen viele Punkte zu sammeln. Dadurch ergibt sich dann im Laufe der Zeit die Möglichkeit an der Offensive zu pfeilen. Auch wenn es mit der Offensiven Taktik hakt hat man immer doppelten Boden. Die Defensive sichert uns zu großen Teilen einzelne Punkte (gleichbedeutend mit Punkverlusten der Konkurrenz) und bei guter Fitness und frische sammelt die Offensive durch Individualität zusätzliche Punkte. Und selbt bei nicht vorhandener Frische können einige wenige Einzelaktionen sogar zu weiteren Punkten führen.
Haben wir das letzte Saison gesehen? Ja, auf jeden Fall. Haben wir eine Verbesserung unseres Spielsysems gesehen? Ja, auf jeden Fall nach Oberhausen.

Dann sind wir aufgestiegen und wieder in eine neue Liga gekommen. Im Grunde ist die Ausgangslage die gleiche, wie letzte Saison (nur ohne den Druck aufsteigen zu müssen). Wir haben wieder überproportional gutes Personal für die angestrbte Platzierung geholt und fokussieren uns erst einmal auf das Etablieren in der Liga. Also die 3 Säulen unserer Philosophie (überproportional gute Einzelspieler, Fitness, Defensive) abgearbeitet. In Spielen wie Verl hat dann in der 2. Halbzeit die Fitness, die Einstellung von Verl und die individuelle Qualität uns nen 3er beschert. Gegen Havelse fehglte nach der englischen Woche zudem die Frische, dass hier nur die Defensive zu einem Unentschieden gereicht hat (ja ich weiß, dass die Defensive uns in letzter Minute den Sieg gekostet hat, ich meine es aber über das gesamte Spiel gesehen).
Was einfach festzuhalten bleibt ist, dass wir auch einfach Glück mit dem SPielplan hatten. Stuttgart konnten wir niederkämpfen und dann über Einzelaktionen und Euphorie besiegen. Danach Regensburg, Ulm, Verl (Ausnahme, heute sicher aber anders), Wehen, Schweinfurt, Havelse, Ingolstadt, Saarbrücken sind jetzt alles keine Gegener, die sonderlich performen diese Saison. Dass wir alle (bis auf Havelse mangelr Frische) gewonnen haben, ist sicherlich der Welle, die wir geritten haben, geschuldet. Wie diese Spiele ausgehen, wenn uns diese unfassbare Euphorie und Lockerheit, die Frische und teils auch spielerische Qualität (Ausfall Symalla etc.), sieht man an den Spielen Aue und Köln. Am Anfang der Saison hätten wir die sicher gezogen (teils hat ja nicht viel gefehlt, außer die Treffsicherheit).

Jetzt stellt sich mir die Frage, wann soll Hirsch denn am Spielstil pfeilen. Wir kommen in die LIga und sammeln unsere Punkte mit dem WIssen, dass die "Brocken" noch in der 2. Hälfte jeder Serie kommen. Das heißt, jeder Punkt in den ersten 9 Spielen ist essenziell wichtig für die 45 zu erreichenden Punkte (dass es so grandios läuft weiß niemand vorher!). Dann kommst du zu den Spielen gegen Essen, 1860, Hansa, Osnabrück etc. Warum sollte man hier was ändern und ein Risiko eingehen? Auch unter dem Aspekt, dass jedes direkte Unentschieden nicht nur ein Punkt für uns sind, sondern auch 2 verlorene für die Konkurrenz, die erstmal die Lücke schließen muss. Für 2 Szenarien bedeutet das: 1. wieder ein Punkt gegen den Abstieg, 2. für das positive Szenario, dass man bis zum Ende sich oben halten kann konstanter ABstand zur Konkurrenz und 2 verlorene Punkte der Konkurrenz. Aus spieltheoretischer Sicht ist genau das das optimale Szenario. Und auf dieser Grundlage kann unsere Offensive ja noch "Sonderpunkte" sammeln. Geht man wieder zu meiner Beschreibung der Ausgangssitutation in der Regionalliga, findet ma hier für alle möglichen Spielverläufe Beispiele. 1. Defensive sichert uns einen Punkt gegen Osnabrück. 2. Defensive funktioniert nicht so ganz, aber Offensive sichert und einen Punkt gegen Rostok durch 2 Tore (gegen Cottbus fast ähnlicher Fall, leider mit negativem AUsgang). 3. Gegen Essen ist alles angerichtet, Offensive schafft die Entscheidung nicht, Defensive sichert aber unentschieden.
In der Winterpause haben wir uns weiter Qualitativ verstärkt und diesen Ansatz weiter zu verfolgen.

Wenn wir aufsteigen sollten, wird Hirsch vor der selben Situation in Liga 2 stehen und das ganze weiter genauso verfolgen. Im Laufe einer Saison werden "Mikroanpassungen" gemacht, die dem Trainerteam leichte Variabilität geben. Außerdem sind keine Anpassungen notwendig, da unsere Saisonziele zu keiner Zeit gefährdet sind. Erst, wenn wir länger in einer Liga sind wird es zu richtigen Anpassungen / Erweiterungen des Spielsystems kommen, denn dann sind die Spieler, erst richtig in der LIga angekommen. Bis auf unsere Qualitätsverpflichtungen sind unsere Spieler nämlich noch nicht auf dem jeweiligen Niveau etabliert gewesen. (Sussek sowohl in Regio als auch in der 3. Nicht, kein Symalla, kein Heike, kein Bookjans, Fleckstein vllt für die Regio, genauso wie Hahn. Kein Müller, kein Tugbenyo, kein Braune kein Coskun, und Bitter in der Verfassung vor der Region auch nicht mehr).

Ich war zudem letzten Donnerstag beim Training. Was mir da aufgefallen ist, war der Aufbau aus einem 4-3-3 mit 3 zentralen MF (und einem tiefen (Müller oder Bulic hauptsächlich) Müller hat sich oft in die IV fallen lassen. Aber dieser Tiefe 6er hat eher nur den Gegner locken sollen und klatschen lassen. Bälle dann über außen ganz durchgespielt oder auf den zentralen Stürmer, der für Casar oder den anderen offensiven MF hat klatschen lassen. Casar ist mir dort durch sehr zielstrebigen wuchtigen Zug zum Tor aufgefallen mir guten Abschlüssen. Ansonsten die, ich nenn sie mal, Hahn Bälle in den Lauf unserer offensive Außen. Ansonsten ist mir aufgefallen, dass die Flanken alle Grütze waren, was sich auch meiner Sicht nach im Saisonverlauf genauso darstellt (Jessen übrigens mit sehr guten Flankem, druckvoll und genau und mit Abstand hervorstechend). Abschlüsse haben mir von Sussek, Symalla, Casar, Tugbenyo, Töpken gut gefallen. (Tyger hab ich in der Übung nicht beobachten können).
Insofern denke ich, dass wir in Spielen, bei denen wir nicht auf dermaßen spielstarke Gegner treffen, schon eine Veränderung sehen werden und vor allem mehr selbst strukturiert Aufbauen werden. Aber rein von dem Trainingseindruck glaube ich nicht daran, dass wir zeitnah Kombinationspiel durch das Zentrum sehen werden.
Wir werden 3 SToßrichtungen beibehalten: 1. Langer Bal direkt in den Raum hinter die Ketten auf unsere schnellen Flügel. 2. Auf Außen, LInie Runter Flanke rein auf mögl. 3 Einlaufende (Siehe Tor Sussek und Tugbenyo, bezogen auf das Einlaufverhalten) 3. Auf Rv/LV und dann zwischen die Ketten auf Tyger und dann mit Wucht aus dem Mittelfeld nachrücken, Verteidiger niederrennen und Abschluss). Was auch die defensive Stabilität durch die pure Anzahl an Restverteidigern beibehält und uns SIcherheit gibt.

Ein zusätzlicher positiver EIndruck aus dem piel noch: Die Intensität unserer 2-Kämpfe fand ich unfassbar hoch. Nicht brutal oder rabiat, aber unfassbar eklig. Gerade in der 2. Hälfte waren wir dran, standen auf den Füßen, haben gezogen und gehackelt. Immer leicht getreten. So musst du als Ballführender Spieler deine fokus auf deine Stabilität legen und im wahrsten Sinne des wortes um deine Position ringen und kannst dich nicht auf die Verarbeitung des Balles kümmern. Dazu sind wir dann, sobald Stuttgart in diese Kämpfe verwickelt waren mit 1-2 weiteren Spieler zur Hilfe gekommen und haben den Gegner bearbeitet. Manchmal mit Foul, manchmal mit Rückspiel und manchmal mit Ballgewinne. Fakt ist, es gab kein Spielfluss auf STuttgarter Seite. Das war unfassbar eklig. Sicher können wir jetzt diese Intensität, weil grade Pause war. Daher ist es umsowichtiger für Topmannschaften einer Liga mehrere Arten Fußball zu spielen zu haben, um Gegen manche Gegner auch Körner zu sparen um in den wichtigen Spielen (Verl, Osnabrück, Cottbus, Essen), diese Intensität und noch ein bisschen mehr aufbringen zu können.

Um hier abschließend noch ein bisschen gegenzuwirken, dass jemand meinen Beitrag als Hirschjünger abstempeln könnte. Ich selbst denke gerne Offfensiv. Ich habe lieber ein 7:6 als ein 1:0 (wobei mir das zerstören der Gegner auch nicht ganz schlecht gefällt :D ;) ). Deshalb tue ich mich als reiner Fan auch extrem schwer mit dem "Hirsch-Fußball". Mitte letzter Saison war ich selbst so kritisch mit Hirsch, dass ich mir (auch offen) einen Abgang Hirsch's gewünscht habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, mit dieser Eindimensionalität uns in Liga 3 etablieren zu können. Dennoch bin ich froh, glücklich und manchmal auch richtig aus dem Häuschen über unsere Situation. Als Fan freue ich mich auch über das "Märchen", dass Hirsch weiterhin teil des Vereins, und dazu ein erfolgreicher, ist. Meine Zweifel hinsichtlich des Spielsystems werden dennoch in meiner persönlichen DNA verankert bleiben.
Dennoch möchte ich mit diesem Beitrag vielleicht auch darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur so sein kann, dass Hirsch da ist und einen zwar erfolgreichen aber mittelmäßßigen Job (aus taktischer Sicht) macht und die eigentlichen Genies Schmoldt und Preetz sind, die ihm über den maßen gutes Handwerkszeug liefern. Das alles wirkt für mich wie die durchdachte Strategie des Vereins, in der man meine oben genannten Punkte als beste Möglichkeit sich höherklassig zu etablieren ausgemacht hat und nun alle Puzzlestücke zusammensammelt um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sich die Analyse auszahlt. Und alle in diesem Verein sind Puzzlestücke, die momentan wie ein Zahnrad ins andere greifen und perfekt funktionieren. Ein Sussek funktioniert genau so, wie er es soll. Ein Bulic, ein Braune, ein Bitter ein Hahn ein Tyger. Ja und auch ein Trainerteam um Hirsch. Er soll genau so FUßballspielen und nicht anderes um aus spieltheoretischer sicht erfolg zu haben. Und genau das setzt er perfekt um. Kann er was anderes? Ich weiß es nicht. Ist das egal? Ja! Denn er soll genau eine spezifische AUfgabe erledigen. Genau so spielen zu lassen und genau so erfolg zu haben. AUfgabe mit bravour erledigt!
Hier habt ihr das Konzept des MSV.

Viele Grüße und ich würde mich freuen, darüber in konstruktive Diskussion zu kommen.
 
Die Diskussion dreht sich ein wenig im Kreis. Die entscheidende Frage ist doch: Stehen wir wegen oder TROTZ unserer Spielweise so gut da? Leute mit mehr Ahnung als ich sagen trotz. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich diese Frage auch Schmoldt und co. stellen. Spätestens in Liga 2 ist nämlich Feierabend damit, dass überlegene individuelle Qualität eingekauft werden kann.
 
Ich bemühe ja gerade den Vergleich mit Gruev, dessen Spielweise mich in der dritten Liga total genervt hat, aber genau so zum Aufstieg führte.

In meiner Erinnerung aber mit dem Unterschied, dass damals sehr wohl die Ballkontrolle Teil des Aufstiegsplan war. Für viele war es damals nur ermüdend, wie risikolos dieser Ballbesitz gespielt wurde.
Dennoch habe ich das so verstanden, Gruev versuchte schon in der Aufstiegssaison die Lösungen mit Ball zu etablieren.

Für mich der Unterschied zum Fußball bislang.

Dass beide Trainer unter dem Aufstiegsdruck standen, darin sind wir uns genauso einig wie über den Königsweg Sicherheit, den beide einschlugen.
 
Irgendwie dreht die Diskussion sich hier im Kreis....
Es gibt verschiedene Ansichten von "gutem Fußball" - die einen möchten möglichst viele Punkte auf der Habenseite bekommen egal mit welchem Fußball, die anderen verzichten zwar ungern auf Punkte nehmen aber in Kauf dass das bei "ansehnlicherem" Fußball passieren kann. Das sind Ansichtssachen und individuelle Meinungen und darüber kann man zwar streiten aber man wird keinen gemeinsamen Nenner finden.
Schimanski analysiert aus seiner Sicht und Einstellung. Dazu untermauert er dies mit Statistiken und der eigenen Fußball-Lehre die er mit seinem Werdegang durchaus nachvollziehbar aufweisen kann. Nicht mehr und nicht weniger.
Er ist ein Fan von offensivem, spielerisch ansehnlichem Fußball und gleichzeitig genau wie die meisten anderen hier eingefleischter Fan. Er regt zu Diskussionen an und greift niemanden, auch nicht unseren Trainer Dietmar Hirsch, an, er verurteilt nicht, sondern drückt nur aus was ihn bewegt.
Das ist doch klasse, da können alle anderen mitdiskutieren, Anregungen geben und so weiter, Portal at it's best!
Wir sollten alle nur nicht anfangen uns in Fan von, Gegner von aufzusplitten. Ob man jemanden positiv oder negativ einschätzt, die Arbeit für gut oder weniger gut hält führt bei uns allen doch zu unzähligen Sichtweisen.
Also mir ist es daher egal, die konstruktive Diskussion zur Spielweise, Taktik, Aufstellungen und so weiter mit Kritik, Lob und Unverständnis üer getroffene Entscheidungen unserer Trainer kann uns vorwärts bringen. Dann kann auch der Trainer-Staff hier mitlesen und sich seine Gedanken dazu machen. Ein Zerfleddern jedes einzelnen Satzes, das Einordnen in pro und contra (Trainer, Spielweise, Taktik...) führt dagegen nur zu Frust auf allen Seiten und hilft niemandem.
Ich freue mich daher auf weitere konstruktive Beiträge von alles, aber bitt, lasst das gegenseitige "zerfleischen" über jeden Satz, jedes Wort.
 
Auf die Frage eines Beitrages vorher - bezüglich balbesitzfussball ohne individueller Qualität überhaupt möglich - natürlich - und das eben sogar mehr als meiner Ansicht nach als die aktuelle Spielweise.

Offensiv sind wir aktuell fast nur auf die Qualität angewiesen - hat didi nebensächlich auch öfters mal erwähnt - „das er sich wünscht das die Spielers da auch selber Lösungen finden“. Klang so ein bisschen wie offensiv macht mal was ihr wollt.

Verl und Paderborn und auch Kiel haben sich über Jahre so hochgespielt.

Magdeburg hat damals einen Titz im abstiegskampf der dritten Liga geholt wo sich 99 Prozent der Leute sicher waren - aufgrund der fussballbibelfloskelei „im abstiegskampf geht es um die Basics“ das kann nix werden.

Danach folgten unter ihm sehr erfolgreiche Jahre….


es geht ja auch nicht um die extreme „Tiki Taka“ und „Mauern“ - sondern in unserem Fall darum einfach die Variante B - auch Lösungen mit Ball zu finden.

Und die wird - auch wenn das einige sehen wollen - einfach nicht entwickelt.

Casar hat wie jeder andere 8er vorher den Ball gefordert und von 10 Malen wurde er vielleicht 2 mal im 6er Raum angespielt.


Wir holen Spieler wie lobinger und casar die wohl mehr Qualitäten haben den Ball zu halten - spielen dann aber ein perfektes didi terror Ball Spiel mit 30 Prozent ballbesitz.

Das ist gar keine Wertung, sondern mehr ne Feststellung.

Ich glaube, dass es einfach gut wäre - auch im Hinblick auf Liga 2 - da irgendwann mal zu beginnen die Entwicklung mit Ball auch anzustoßen - die Mitte nicht komplett zu verwaisen und auch etwas Fußball zu spielen.

Denk aktuell ziehen wir meines Erachtens nach viel über individuelle Qualität, die du so wohl ne Liga höher nicht mehr kriegst.
 
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Verl und Paderborn und auch Kiel haben sich über Jahre so hochgespielt.
Vereine wie Heidenheim und Union Berlin sogar mit ihrem "Fussball" bis ins internationale Geschäft ;). Für mich schwingt hier immer zu sehr mit, dass nur gepflegter Ballbesitzfussball erfolgreich sein kann. Und manchmal könnte man das Gefühl bekommen, dass einige denken Hirsch wäre irgendein Bezirksliga Trainer, der nur "Kämpfen Kratzen Beißen" vermitteln kann.
 
Ich glaube, dass es einfach gut wäre - auch im Hinblick auf Liga 2 - da irgendwann mal zu beginnen die Entwicklung mit Ball auch anzustoßen - die Mitte nicht komplett zu verwaisen und auch etwas Fußball zu spielen.
Das ist schon sehr überheblich. "und auch ETWAS Fußball zu spielen"
Also das Dumme Volk geht natürlich mit 20k ins Stadion aus reinen Folklore Gründen, Ahnung haben die alle nicht....

Wir werden (würden) in Liga 2 der Abstiegskandidat sein, also werden wir aus einer starken defensive heraus operieren. Und wenn hier Vereine wie Kiel, Paderborn, Verl und Magdeburg genannt werden, dann sind das nur wenige von den mehr als 40 Vereinen. Also ich schau schon öfter mal in Liga 2 rein und sehe dort keine Dauerfussballspiel Mannschaften.
Mit schwacher Defensive wirst Du abgeschossen. In Schlake hat man übrigens die Spitze erklommen, nachdem man den Arbeiter und Ruhrgebietsfussball ausgerufen hat.
 
Vereine wie Heidenheim und Union Berlin sogar mit ihrem "Fussball" bis ins internationale Geschäft ;). Für mich schwingt hier immer zu sehr mit, dass nur gepflegter Ballbesitzfussball erfolgreich sein kann. Und manchmal könnte man das Gefühl bekommen, dass einige denken Hirsch wäre irgendein Bezirksliga Trainer, der nur "Kämpfen Kratzen Beißen" vermitteln kann.
Dann hast du meinen Beitrag nicht ganz richtig verstanden.

Ich schrieb ja extra - es geht nicht um extreme. Wir befinden uns würde ich aber sagen sogar in einem.

Sondern das richtige Maß zu finden.

Und unser Fußball ist nunmal wirklich im ballbesitz quasi nicht existent.

Und ja ich glaube tatsächlich das Hirsch eher für die emotionale Seite zuständig ist und Fußball „einfacher denkt“ - Höhner mehr fürs taktische. Aber irgendeine Beleidigung steht mir fern.

@giulio

Es geht mir nicht darum jemanden zu diffamieren oder das auf diese persönliche ebene zu heben - aber ja wenn du’s so krass haben willst, ich glaube tatsächlich 99 Prozent der Stadiongänger haben „keine Ahnung“ von Fußball auf professionellem Niveau. Und interessieren sich auch nicht großartig dafür - es geht mehr ums Erlebnis.

Was auch voll ok ist.
 
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In meiner Erinnerung aber mit dem Unterschied, dass damals sehr wohl die Ballkontrolle Teil des Aufstiegsplan war. Für viele war es damals nur ermüdend, wie risikolos dieser Ballbesitz gespielt wurde.
Dennoch habe ich das so verstanden, Gruev versuchte schon in der Aufstiegssaison die Lösungen mit Ball zu etablieren.

Für mich der Unterschied zum Fußball bislang.

Dass beide Trainer unter dem Aufstiegsdruck standen, darin sind wir uns genauso einig wie über den Königsweg Sicherheit, den beide einschlugen.
Risikominimierung als gemeinsamer Nenner. Ich glaube aber, dass wir von Lösungen mit Ball gar nicht so weit entfernt sind, die individuelle Qualität ist ohne Frage gegeben und manch ein Spielzug sieht schon fein aus, wenn man gerade im Flow ist und für einen Moment den Aspekt der absoluten Sicherheit vergisst.
 
In meiner Erinnerung aber mit dem Unterschied, dass damals sehr wohl die Ballkontrolle Teil des Aufstiegsplan war. Für viele war es damals nur ermüdend, wie risikolos dieser Ballbesitz gespielt wurde.
Dennoch habe ich das so verstanden, Gruev versuchte schon in der Aufstiegssaison die Lösungen mit Ball zu etablieren.

Für mich der Unterschied zum Fußball bislang.

Dass beide Trainer unter dem Aufstiegsdruck standen, darin sind wir uns genauso einig wie über den Königsweg Sicherheit, den beide einschlugen.
In der Abstiegssaison vor zwei Jahren wurde von nicht wenigen Funkel als Flamme der Hoffnung hochgehalten. Wenn ich mich nicht komplett falsch erinnere bist du in einem deiner lesenswerten Texte sogar darauf eingegangen.

Wir sind aber alle alt genug um uns zu erinnern, wie heftig die Kritik am Funkel-Fußball war, damals, in der Bundesliga und als Pokalfinalist… „ destruktiv, hässlich, ängstlich“. Besonders in der Abstiegssaison… „Ein paar gibt es immer, die Funkel-raus rufen. Aber diese Stimmen kommen immer aus der gleichen Ecke, das kenne ich schon seit vier Jahren."

Übrigens war damals Hirsch ein wichtiger Spieler für Funkel gerade in der Abwehr und wurde kurz vor dem Interview im Kampf gegen den Abstieg mit rot bestraft.
 
Bekanntlich gibt es unterschiedliche Spielphilosophien. Und damit auch Trainer, die mehr die eine oder mehr die andere verfolgen. Und auch Spieler, die sich - je nach Position - mehr für die oder für die andere eignen.

User und Trainer @Schimanski steht offenbar für eine etwas andere Spielphilosophie als Hirsch. Und aus seiner persönlichen Sicht ist die Hirsch'sche Weise, Fussball zu spielen, nicht seine. Genau so wie umgekehrt aus der persönlichen Sicht von Hirsch die @Schimanski 'sche Spielweise vermutlich auch nicht seine eigene ist. Beides ist ja grundsätzlich erst Mal legitim.

Und auch aus Fan-Sicht gilt, dass der eine eine tendenziell offensive, der andere eine tendenziell defensive Spielweise favorisiert. Und je nach Trainer wird ein Teil der Fans mit der Spielweise zufriedener sein und umgekehrt. Das sind alles völlig legitime Denk- und Spielweisen.

Die Legitimität endet dort, wo Gehässigkeiten ins Spiel zu kommen und anderen Fans bösartigerweise unterstellt wird, sich über einen Sieg nicht zu freuen bzw. - noch schlimmer - darüber zu schmollen.

Der Erkenntnishorizont reicht offenbar nicht bei jedem so weit, dass es möglich und völlig legitim ist, andere Spielweisen, Taktiken und Ausrichtungen als Hirsch zu favorisieren und sich - völlig unabhängig davon - selbstverständlich über jeden Sieg zu freuen.
 
Irgendwie dreht die Diskussion sich hier im Kreis....
Es gibt verschiedene Ansichten von "gutem Fußball" - (...)
Und dann gibt es noch so Menschen wie mich, die unfassbar gerne Fußball gucken, im Spiel aber gar nicht so viele Feinheiten erkennen. Denen der Blick auf das gesamte Spielfeld und Bewegungen außerhalb des Ballradius fehlen und die erst später in den Analysen (auch hier) das ein oder andere (besser) verstehen.
Wenn ich dann mal bei mir bleibe: Daher, dass ich taktisch echt nicht so bewandert bin, geht es bei mir eher darum, ob ich Spaß an dem Spiel hatte. Weil wir es in meiner Welt dann gut gemacht haben. So was wie Ballbesitzquote, Anzahl der hintenrum gespielten Pässe, die Nachhaltigkeit hoher oder flacher Pässe... sind dabei für mich böhmische Dörfer. Ich ärgere mich, wenn ein Pass über eine kurze Distanz wiederholt nicht ankommt und finde es cool, wenn einer über das komplette Mittelfeld nach vorne geht und es dann weitergeht. Es nervt mich, wenn wir minutenlang hintenrum spielen und ich feiere es, wenn es schnell nach vorne geht. Ich finde es mega, wenn (nach meinem Empfinden) der Einsatz stimmt, eine Aktion (mag sie sinnvoll oder taktisch klug sein oder nicht) gelingt und ich gehe natürlich am liebsten mit 3 Punkten nach Hause.
Und ich muss sagen, dass ich in dieser (in der letzten eh) Saison deutlich häufiger Spaß hatte als Frust. Nicht nur wegen der Punkte. Für so schlichte Gemüter wie mich reicht das ;).
 
So spannend und interessant (und an den meisten Stellen auch absolut fair) diese Diskussion auch ist, ihr Wesensmerkmal ist der „Knackpunkt“: Es gibt kein richtig oder falsch, kein besser oder schlechter, soll heißen:

Ich besitze Daten und Fakten, kann Ballbesitz und nicht Ballbesitz, Risikominimierung etc. „lesen“ und „auswerten“, aber daraus lässt sich nicht DIE eine RICHTIGE Schlussfolgerung ableiten, DER eine BESSERE Spielansatz, welcher zweifelsfreie GÜLTIGKEIT besitzt und ZWANGSLÄUFIG zu einem anderen / besseren Ergebnis führt! Es mag Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten geben, Analogien – aber eben auch nicht…

Und diese Quintessenz gilt generell in unserem Leben! Wer sagt mir bitteschön, wie ich mein Unternehmen richtig zu führen haben? Wer sagt mir, was für mich der einzig passende Weg ist? Darf dies ein komplett anderer Weg sein, als jener, den andere erfolgreiche Unternehmen (in der Regel) einschlagen? Besteht insofern Akzeptanz, dass es schlicht mehrere Wege zum Erfolg geben kann? Wer beansprucht für sich, die Lösung, den Weg zu kennen? Kann der Unterschied oder das Andersdenken gar Teil des Erfolges sein, weil es ein Profil schärft, mich markanter, einzigartiger erscheinen lässt?

Muss ich jeden Morgen Kaffee trinken, um gut in den Tag zu starten oder geht es auch ohne Koffein? Müssen Schüler auf eine bestimmte (gültige) Art lernen oder kann es individuelle Erfolgsstrategien geben? Wenn meine Tochter mit individueller Strategie plötzlich statt Vierer nur noch Zweier schreibt, macht es dann Sinn, dass ich ihr sage: „Und wenn Du jetzt noch so lernst wie die meisten anderen, die Erfolg haben, dann kannst du auch Einser erzielen“ Hääh???

Kann ich überhaupt zweifelsfrei „belegen“, warum sie/etwas plötzlich besser wird? Will oder muss ich überhaupt den WAHREN Grund kennen oder nachweisen?

Haben wir also TROTZ oder WEGEN unserem Spielansatz Erfolg? Wer bitteschön will diese Frage zweifelsfrei beantworten? Ich selber habe eine persönliche Meinung, mehr aber auch nicht! Diese hat keine allgemeingültige Aussagekraft! Stellt die Frage insofern überhaupt (provokativ gefragt) einen Mehrwert dar? Ich impliziere in Schlussfolgerungen oftmals persönliche Wünsche und versuche in oder mit ihnen eine Rechtfertigung für meine Sichtweise zu finden!

Was sagen denn die Daten: Ich kann mit >65% Ballbesitz ein Spiel verlieren und mit <35% ein Spiel gewinnen. Oder auch komplett umgekehrt! Umgekehrt statistisch gesehen höchstwahrscheinlich häufiger.

Aber ganz ehrlich: Was interessiert mich in meinem persönlichen Unternehmenserfolg, ob es statistisch gesehen erfolgreiche andere Firmen in der Mehrzahl anders machen? Muss ich deswegen jetzt etwas verändern, mich anpassen? Mein Weg funktioniert...

Statistisch gesehen erscheint es eher unwahrscheinlich, dass ein Team wie wir mit so wenig Ballbesitz dennoch auf Platz 2 steht! Praktisch ist es aber so. Damit ist diese Möglichkeit existent! Und jetzt???

Was ist besser? Defensive oder Offensive? Was ist schöner oder weniger schön? Was ist richtig und was ist falsch? Wer zum Geier will diese Fragen zweifelsfrei beantworten? Und nein, keine einzige Datenquelle gibt darauf eine (rechts)gültige Antwort und verbindliche Schlussfolgerung!

Im Übrigen verzerren auch Wahrnehmungen. Beispiel: Hier wird von einer hohen individuellen Qualität des Kaders gesprochen. Der Rostocker Youtube-Analyse-Kollege spricht sinngemäß von „mit dem Kader müsste mehr drin sein“. Ist dem so? Ganz ehrlich: ich habe keine Ahnung, dass ist absolute Spekulation…

Werden Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun, Bulic, Casar & Co. (noch) besser, wenn sie plötzlich Stuttgarter oder Verler Fußball spielen? Können oder wollen sie das überhaupt? Oder verlieren sie womöglich an Stärke? Wer will diese Frage zweifelsfrei beantworten???

Und ist unser Kader wirklich so stark? Was sagt unsere (verzerrte) Wahrnehmung…?

Mal angenommen, wir wären 23/24 nicht in die Regionalliga abgestiegen, sondern hätten mit Dusel den Klassenerhalt geschafft, überspringen gedanklich also das Jahr RL und rufen stattdessen umgehend den Angriff auf Liga 2 aus: Mit Bitter und Fleckstein als Kräfte in der Viererkette, Braune dahinter im Tor, ergänzt durch RL-Neuzugang Coskun sowie den erfahrenen Ali Hahn von der (vorwiegend) Münsteraner Bank?! Das ist sie, unsere Aufstiegsviererkette! Achtung Liga, wir kommen…

Sorry, hier wären extatische Irrenhausvergleiche gezogen worden. Realitätsfremde Zielsetzung, und so weiter…

Sind die Jungs jetzt also gut oder nicht gut? Oder müssten/könnten sie gar besser sein? Und wenn sie gut sind, sind sie es, wegen oder trotz DH, wegen oder trotz unserem Spielsystem? Wer will das beantworten…

Ach ja, ich war beim ausgerufenen Aufstieg! Des Weiteren mit den aus der RL verpflichteten Sussek, Müller, Göckan oder Bookjans, unserem U19-Spieler Symalla, den in Ingolstadt (eher) ausgemusterten Heike, Borkowski und Dittgen, den in Aue (eher) ausgemusterten Meuer, den mit Genickbruch lange ausgefallenen Tugbenyo. Okay, dafür aber mit den zuletzt höherklassig „etablierten“ Bulic, Viet und Krüger!

Wer hätte da fröhlich vor der Saison gebrüllt, dass das fette Qualität ist, um nach der Hinrunde auf einem Aufstiegsplatz zu stehen? Frei nach dem Motto: Hui, jetzt kommt der MSV aber mit gewaltiger Qualität daher…

Wahrnehmung ist mitunter das, was man sehen will! Und Diskussionsergebnisse sowie Schlussfolgerungen sind oftmals das, was man sehr gerne selbst gefolgert haben möchte. Thats life ….

PS: Sorry Yogi… 😊

PPS: Ach ja, das Leben ist das mit der Freude und den Farben, nicht das mit dem Ärger und dem Grau…

PPPS: Ich vergaß „Amen“ zu sagen… :-)
 
Wer hätte da fröhlich vor der Saison gebrüllt, dass das fette Qualität ist, um nach der Hinrunde auf einem Aufstiegsplatz zu stehen? Frei nach dem Motto: Hui, jetzt kommt der MSV aber mit gewaltiger Qualität daher…
Und nur noch kurz zur Ergänzung (dieses für mich Top-Beitrages): Trotz der Top-Regionalligasaison hatte uns vor der Saison niemand (nicht mal wir selber) als Aufstiegskandidat auf dem Plan. Und dennoch stehen wir momentan da, wo wir stehen. Aus welchen Gründen auch immer...
 
Unsere Mannschaft bringt das auf dem Platz, was sie am besten kann. Wie soll es mit viel Ballbesitz funktionieren, wenn du die Spieler dafür im Moment nicht hast. Würden wir einen Stoppel, Jander und Compper (für mich der beste Innenverteidiger, den wir jemals hatten, wenn er spielen konnte) in der Mannschaft haben, kannst du mit viel Ballbesitz agieren. Technik und Ruhe am Ball kann kein Trainer gestandenen Fußballspielern beibringen. Entweder bringen sie das von Natur aus mit oder erlangen es mit Erfahrung. In den Jungendmannschaften kannst du es den Spielern beibringen, aber später weniger.

Diese Art von Fußball, die wir momentan spielen, ist doch das, was Duisburg ausmacht. Immer alles geben. Man sieht es an den Zuschauerzahlen, dass es ankommt. Bei mir hundertprozentig.
Wenn es am Ende nicht reicht, ist es halt so.
 
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Werden Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun, Bulic, Casar & Co. (noch) besser, wenn sie plötzlich Stuttgarter oder Verler Fußball spielen? Können oder wollen sie das überhaupt? Oder verlieren sie womöglich an Stärke? Wer will diese Frage zweifelsfrei beantworten???
Zweifelsfrei nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein IV Duo aus Hahn und Flecki in einer höher positionierten letzten Linie bei den Geschwindigkeitsdefiziten der Beiden auch nur ansatzweise so gut aussehen würde.

Es ist aber zweifelsfrei festzustellen, dass unser Kader sehr gut zu unserer aktuellen Spielidee passt. Und das predigen viele auch hier schon seit Jahren, dass eine stringente Spielidee mit entsprwchender Kaderstruktur und Jugendarbeit zusammen passen muss für nachhaltigen Erfolg- welche Spielidee verfolgt wird, ist dann vielleicht sogar wirklich nur sekundär wichtig.

Und das macht (zumindest derzeit) erstmals wirklich den Eindruck.
 
Wie soll es mit viel Ballbesitz funktionieren, wenn du die Spieler dafür im Moment nicht hast. Würden wir einen Stoppel, Jander und Compper (für mich der beste Innenverteidiger, den wir jemals hatten, wenn er spielen konnte) in der Mannschaft haben, kannst du mit viel Ballbesitz agieren.

in der 2. Liga haben wir folgende Ballbesitzstatistik unten
1769020811078.png


aus https://www.bundesliga.com/de/2bundesliga/statistiken/clubs/ballbesitz
 
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