Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Christian Viet war gestern zu Gast bei den Podbolzern und hat da ein paar interessante Dinge angedeutet.

"Letztes Jahr haben wir viel lang gespielt, jetzt kommt auch das Fußballerische dazu."

"Ich habe nach meinem Wechsel lange gebraucht, um reinzukommen. Hatte oft das Gefühl, das Spiel läuft an mir vorbei. Da habe ich auch anfangs auf der 10 warten müssen, dass Bälle von hinten zu mir kommen. Jetzt kann ich sie mir selbst hinten abholen."

"Gegen Würzburg war es gegen den Ball eine Fünferkette, mit Ball eine Viererkette."

Im Team wird die fußballerische Weiterentwicklung also auch positiv gesehen, einem Viet kommt das natürlich mit seinen Stärken besonders entgegen.

Er betonte auch nochmal das blinde Verständnis mit Bulic, die beiden gehen ja jetzt in ihre vierte gemeinsame Saison.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Gegen Würzburg war es gegen den Ball eine Fünferkette, mit Ball eine Viererkette."

Das hat Hirsch nach Elversberg auch behauptet, obwohl Bulic auch im Spielaufbau ganz oft zwischen den IVs stand.
In der Passmap von WyScout ist das auch deutlich zu erkennen, sowohl von der Position als auch den Passlinks zu den Innenverteidigern.

Zudem: Was ist in den Umschaltmomenten?
Bulic verteidigt im defensiven Umschalten ganz oft vorwärts, dabei wäre der umgekehrte Weg nach der obigen Logik schlüssig.
Und im offensiven Umschalten lässt er sich auch oft fallen.

Genau deswegen habe ich den Vergleich zum Libero gezogen. Seine Position folgt keiner klaren Logik oder Spielphase.

Das Thema ist nicht so simpel wie Hirsch und Viet es (öffentlich) darstellen. Aber das kann natürlich auch ein bisschen Bluffen sein. Die Flexibilität von Bulic macht es dem Gegner schwer, konkrete Matchpläne zu entwickeln.
 
Das hat Hirsch nach Elversberg auch behauptet, obwohl Bulic auch im Spielaufbau ganz oft zwischen den IVs stand.
In der Passmap von WyScout ist das auch deutlich zu erkennen, sowohl von der Position als auch den Passlinks zu den Innenverteidigern.

Zudem: Was ist in den Umschaltmomenten?
Bulic verteidigt im defensiven Umschalten ganz oft vorwärts, dabei wäre der umgekehrte Weg nach der obigen Logik schlüssig.
Und im offensiven Umschalten lässt er sich auch oft fallen.

Genau deswegen habe ich den Vergleich zum Libero gezogen. Seine Position folgt keiner klaren Logik oder Spielphase.

Das Thema ist nicht so simpel wie Hirsch und Viet es (öffentlich) darstellen. Aber das kann natürlich auch ein bisschen Bluffen sein. Die Flexibilität von Bulic macht es dem Gegner schwer, konkrete Matchpläne zu entwickeln.
Durch die unorthodoxe Spielweise vom Rasimierer, sind wir für den Gegner meist schwer auszurechnen. Selten einen "6er" gesehen der den Gegner so verrückt macht und den Spielaufbau verhindert.
Hinzu kommt die spielerische Klasse von Vietinho welche er mehr und mehr zeigen kann, die beiden in Höchstform sind derzeit unser wichtigster Anker und Bitter und Lobinger und....ach komm lassen wir das:-). Glaube wir werden noch einiges erwarten können. Durch das wirbeln vom Baller Bookjans z.B finde ich unser Offensivspiel auch sehr flexibel. Hoffentlich darf er das in Regensburg zeigen.
 
Es ist doch immer interessant hier die Beiträge zu lesen und neues zu lernen. Ich bin wahrlich kein Fußballtheoretiker oder -taktikfuchs. Aber selbst mir ist am Samstag aufgefallen, wie oft wir bei hohem Anlaufen von Würzburg (gerade bei Abstößen) den Ball in den Gegnerdruck gespielt haben, um dann über schnelle Passstafetten den freien Mann zu finden. Das kam zumindest mir ungewohnt vor und machte mich ein ums andere Mal etwas kribbelig, aber es wurde eigentlich immer gut und sauber ausgespielt.
 
Es ist doch immer interessant hier die Beiträge zu lesen und neues zu lernen. Ich bin wahrlich kein Fußballtheoretiker oder -taktikfuchs. Aber selbst mir ist am Samstag aufgefallen, wie oft wir bei hohem Anlaufen von Würzburg (gerade bei Abstößen) den Ball in den Gegnerdruck gespielt haben, um dann über schnelle Passstafetten den freien Mann zu finden. Das kam zumindest mir ungewohnt vor und machte mich ein ums andere Mal etwas kribbelig, aber es wurde eigentlich immer gut und sauber ausgespielt.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass in der Saisonvorbereitung der Kollege Speidel viel mit der Mannschaft gearbeitet hat.
 
(Falls falscher Thread bitte moven)

Ich bin noch sehr unentschlossen wegen unserem Sturm.
Wir gehen momentan in die Spiele ohne Remmert. Ich weiß allerdings nicht warum? Liegt es an der Ausdauer oder auch an seiner Leistung?

Im NRP hat er nicht geglänzt, da fand ich aber unsere ganze Mannschaft nicht sehr souverän. Aber gibt es da ansonsten Eindrücke aus dem Training?

Mir gefällt es leider momentan nicht, dass sobald Lobinger ausgepowert ist, Krüger für ihn nominell eingewechselt wird. Er ist da schlicht und einfach „falsch“ auf der Position.

Da wäre Remmert, von den Fakten her, als Zielspieler bulliger und besser.

Mir geht da leider immer was verloren in der Spitze
 
Da wäre Remmert, von den Fakten her, als Zielspieler bulliger und besser.

Mir geht da leider immer was verloren in der Spitze
Mein Eindruck ist da, dass Hirsch lieber Spieler bringt, die sich aufdrängen, als Spieler raus zu nehmen, die schon performt haben, denen irgendwo aber gerade ein Tick fehlt. Er ist sehr loyal zu Spielern, die liefern. Und da konnte Remmert die Bühne Niederrheinpokal ganz klar nicht nutzen.
 
Mein Eindruck ist da, dass Hirsch lieber Spieler bringt, die sich aufdrängen, als Spieler raus zu nehmen, die schon performt haben, denen irgendwo aber gerade ein Tick fehlt. Er ist sehr loyal zu Spielern, die liefern. Und da konnte Remmert die Bühne Niederrheinpokal ganz klar nicht nutzen.

Ich glaube eher, dass das weniger der aktuelle Gedanke bei der Aufstellung ist.

Wir denken zu sehr in Amateurfußball das Trainieren einer Mannschaft ist weit pragmatischer als man denkt, die Stimmung ist natürlich nicht unwichtig das sage ich auch nicht, aber bei der Aufstellung ist es ein Faktor von vielen.

Was viele vergessen unsere Spielweise ist auch wenn sie erfolgreich ist hochriskant und extrem Ausdauerintensiv, wir spielen starkes Pressing mit Konter. Die Folge: Wenig Ballbesitz, der Gegner kann das Spiel langsam aufbauen wenn er will und wir brauchen extrem schnelle und konditionell starke Flügel.

Was heißt das konkret für die Frage Didi wird sehr stark nach Form entscheiden, es ist auch kein Zufall, dass Lobinger immer wieder ausgewechselt wird, nicht weil er schlecht ist sondern einfach weil die Spielweise frische Leute im Sturm braucht kaum wer hält das 90 Minuten durch zumindest nicht in Liga 3.

Dazu kommt, dass die "alten Hasen" der letzten Saison das Pensum und das Spielsystem kennen und die Neuen da langsam reinwachsen müssen. Ich bin mir sicher ab Spieltag 10 werden wir deutlich mehr Rotation bei der Startelf sehen. Erinnert ihr euch an letzte Saison wo Sussek und Symalla kaum noch in der Startelf waren? Da dachten viele, auch ich, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt, aber letztlich waren es vor allem Konditionelle Themen.

Das soll das Thema Stimmung im Team und Teamdynamik nicht schlecht reden. RWE ist für mich da ein absolutes Negativ Beispiel, die hatten letzte Saison auf dem Papier sicherlich den besten Kader der Liga aber es war ständig Streit im Team was vieles kaputt gemacht hat oder auch Fortuna Düsseldorf, das war kein Abstiegsteam definitiv nicht. Aber zur Wahrheit gehört Loyalität und Teamstimmung sind nur ein Puzzleteil von mind. 9 weiteren Kernfaktoren.
 
@Salou9 Vermutlich ein Missverständnis durch das Wort „loyal“ - mir geht es da weniger um die Stimmung, als genau um die Frage:

Wer liefert?

Und da vertraue ich im Zweifelsfall eher jemandem, der schon geliefert hat, als jemandem, der liefern „könnte“.

Bedeutet: Du musst Dich im Training und insbesondere Spielen, RICHTIG zeigen, bevor Du jemand aus dem Stamm rauskegelst.
 
Die Taktikanalyse von @Schimanski zum RegensburgSpiel.

"Ein schlüssiges In-Game-Coaching und ein erneut überragendes Gespür für Spieldynamiken und -momente sorgten deswegen für den nicht unverdienten Auswärtssieg."

 
Die Taktikanalyse von @Schimanski zum RegensburgSpiel.

"Ein schlüssiges In-Game-Coaching und ein erneut überragendes Gespür für Spieldynamiken und -momente sorgten deswegen für den nicht unverdienten Auswärtssieg."

Wir waren dabei und können den nachfolgenden Generationen davon berichten- @Schimanski hat sich mit Didi ausgesöhnt ❤️
 
Bei allem Humor: @Schimanski war - entgegen mancher Diffamierungen in der Vergangenheit - nie Didi-Gegner. Zumindest habe ich das nie so wahrgenommen. Er hat - dort, wo es sachlich und angemessen war - Kritik ausgeübt. Und dort - dort, wo es sachlich und angemessen war - Lob ausgedrückt.

Aber immer auf die Sache bezogen. Es ging nie um Hirsch als Person, weder für, noch gegen ihn. Sondern um die Sache. Und so muss es doch sein. Auch, wenn das in der Vergangenheit nicht jeder verstehen wollte.
 
Das seh ich genauso. Meiner Meinung nach galt die Kritik an Hirsch nicht seiner unbestrittenen Motivationsfähigkeit, sondern eher der Sorge, daß er vermeintlich taktisch limitiert sei. Das kann ich im Endeffekt nicht beurteilen, habe aber den Eindruck, daß,seit der Verpflichtung von Uwe Speidel als zusätzlicher Co-Trainer, der MSV deutlich an spielerischer und taktischer Intelligenz hinzugewonnen hat!
Vom gamechanger "Einwechslungen" brauchen wir gar nicht erst sprechen, das kann Didi wie kein zweiter.
Was hat man bei ehemaligen Trainern doch oft feststellen müssen, daß das Spiel "vercoacht" würde?
Umso mehr vertraue ich Didi, nein richtig gesagt, dem Trainerteam, fast blind, daß die Einwechslungen Sinn machen und auch meist die Qualität des Spiels noch verbessern.
Möge dieser Zustand niemals aufhören, ich bin extrem geflasht 😍
 
Aber immer auf die Sache bezogen. Es ging nie um Hirsch als Person, weder für, noch gegen ihn. Sondern um die Sache. Und so muss es doch sein. Auch, wenn das in der Vergangenheit nicht jeder verstehen wollte.
Kann mir hier auch nachlesen weil ich es ihm auch selber vorgeworfen habe. Ich denke schon das er ein Problem mit ihm hat oder zumindest hatte. Ob es bewusst war oder nicht weiß ich nicht sein Ton ihm gegenüber war teilweise schon ziemlich scharf und wirkte oftmals wie eine persönliche Abneigung und das er ihm den Erfolg eigentlich nicht gönnt, was man auch in der Kritik oft herauslesen konnte. Das war eher ein Schwarz statt Grau sehen. Die meisten Kritikpunkte habe ich aber dennoch geteilt, hätte das nur anderes und fairer formuliert.
 
Ich glaube nicht, dass die taktischen Änderungen ausschliesslich an Uwe Speidel liegen, Speidel ist in meinen Augen mehr für die Fitness, Athletik und Auffassungsgabe verantwortlich. Ende letzte Saison (ca. April) haben wir schon taktische Anpassungen gesehen, ich denke die gegen auf das Konto von Marvin Höner.
 
Ich glaube nicht, dass die taktischen Änderungen ausschliesslich an Uwe Speidel liegen, Speidel ist in meinen Augen mehr für die Fitness, Athletik und Auffassungsgabe verantwortlich. Ende letzte Saison (ca. April) haben wir schon taktische Anpassungen gesehen, ich denke die gegen auf das Konto von Marvin Höner.
Ich denke es ist eine Mischung aus beidem. Dadurch das Speidel dabei ist, sind sicher Ressourcen frei, damit sich mehr mit den Taktik beschäftigt werden kann. Ich denke aber auch, das Höner da der federführende ist.
 
Da er aber hier schon Thema ist wie siehst du den die Chance mit der Entwicklung um Erfolgreich zu bleiben bzw. siehst du damit auch Chancen in der Zweiten Liga zu bestehen oder muss man da dann noch mehr verändern bzw. weiterentwickeln.

Und Frage explizit aufs Regensburgspiel. Glaubst du die Rote Karte hat geholfen und wären wir ohne den Platzverweis in Rückstand geraten hätte Hirsch dann anderes umgestellt und denkst du das hätte auch zum Erfolg geführt (ist aber natürlich da auch nur Spekulation)

@Schimanski
 
Da er aber hier schon Thema ist wie siehst du den die Chance mit der Entwicklung um Erfolgreich zu bleiben bzw. siehst du damit auch Chancen in der Zweiten Liga zu bestehen oder muss man da dann noch mehr verändern bzw. weiterentwickeln.

Man setzt zweifellos an den (wenigen) Schwächen der letzten zwei Jahre an. Das Ganze schlägt sich zwar nicht in den absoluten Ballbesitzzeiten nieder (dort liegen wir noch immer unter 50%), aber in den Ballbesitzphasen erkennt man das Bemühen der Weiterentwicklung deutlich.

Meine Interpretation nach vier Spieltagen (die aufgrund des kleinen Zeitraum sicherlich noch nicht überbewertet werden sollte): Eine (dogmatische) Ballbesitz-DNA wie Verl oder Viktoria Köln ist nicht zu erwarten. Der Fokus wird weiterhin auf den klassischen (und überaus erfolgreichen) Hirsch-Tugenden bleiben. Stabilität, kollektive Arbeit gegen den Ball, Umschaltspiel, Ergebnisfokussierung (also spielstandsabhängige taktische Ausrichtung).

Ein weiterer wichtiger Punkt unter Hirsch ist die Risikominimierung. Diese muss zwangläufig etwas zurückgeschraubt werden, sprich mehr Risiko, sonst ist die Weiterentwicklung im Ballbesitz schwer möglich. Dies wird aber behutsam und nicht fokussiert gemacht (siehe Meppen oder Würzburg, da wurde nach der Führung das Risiko gemieden oder nach der roten Karte in Regensburg verständlicherweise ebenso oder auch als Underdog im Pokal).

Das ist auch der Grund wieso unsere absoluten Ballbesitzwerte weiter niedrig sind. Wenn man früh führt, gibt man dem Gegner gerne den Ball und die Initiative und setzt weiterhin auf die Stärken der letzten Saisons.

ABER: Wenn man zum Ballbesitz "gezwungen" wird (Anfangsphase beide Heimspiele oder auch in Regensburg bis zur roten Karte, Teile der zweiten Halbzeit gegen Elversberg und auch in Rückstand nach der roten Karte in Verl), sind die Abläufe und die Lösungsvielfalt viel besser geworden. Es wird weniger gebolzt und auf Faktor Zufall, Physis oder "das mal einer durchrutscht" gesetzt, sondern Angriffe werden strukturierter vorbereitet und es darf auch "gespielt" werden.

Interessanterweise hat mir @Pawel gestern die aktuelle Spielstil-Tabelle von Impect geschickt und der MSV steht dort beim Spielstil "Ballbesitz & Kontrolle" mit 71% auf Platz 4. Das war die letzte Saison anders. Diese Auswertung bestätigt meine subjektiven Eindrücke und zeigt aber auch wie gut deren Logarithmus ist ;)

Ganz nüchtern betrachtet sind die zu erwartenden Entwicklungssprünge im Ballbesitz natürlich kleiner als bei einer Ballbesitz-DNA-Mannschaft, die das immer aus Prinzip macht. Aber so wie es im Moment gemacht wird, geben wir unsere Stärken der letzten Saisons kaum auf, sondern behalten diese bei. Das Spiel in Regensburg hat doch wieder gut gezeigt, wie brutal stark wir im "Ausgucken" der Gegner und im Nutzen von Momenten sind.

Ich persönlich halte den aktuellen Weg für überaus vielversprechend. Hirsch bleibt bei sich. Die Mannschaft bleibt bei dem, was sie die letzten Jahre ausgezeichnet hat. Es ist kein kompletter Turnaround, sondern es wird auf dem aufgebaut, was gewachsen ist. Dazu wird die eigentliche einzige Schwäche behutsam angegangen, so dass wir idealerweise irgendwann in allen Spielphasen und gegen jeden Gegner Lösungen haben.

Habe ich damit gerechnet? Nein, nicht wirklich. Dafür gab es die letzten Jahre zu viele Lippenbekenntnisse in Bezug auf Ballbesitz, die dann auf dem Platz nicht eingehalten wurden.

Finde ich das gut? Geisteskrank gut. Wenn wir so weiter machen und diesen Weg bestätigen, fehlt mir die Vorstellungskraft was uns in Richtung Liga 2 aufhalten sollte. Und auch eine Etablierung dort ist realistisch.

Und Frage explizit aufs Regensburgspiel. Glaubst du die Rote Karte hat geholfen und wären wir ohne den Platzverweis in Rückstand geraten hätte Hirsch dann anderes umgestellt und denkst du das hätte auch zum Erfolg geführt (ist aber natürlich da auch nur Spekulation)

@Schimanski

Nein, ich glaube wir wären irgendwann aus dem Ballbesitz in Führung gegangen, hätten danach in der Verwaltungsmodus geschaltet und Regensburg ausgekontert wie später in Unterzahl.

Regensburgs sehr starke Arbeit gegen den Ball hat nach 15 Minuten in der Intensität nachgelassen und wir kamen dann immer besser nach vorne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz nüchtern betrachtet sind die zu erwartenden Entwicklungssprünge im Ballbesitz natürlich kleiner als bei einer Ballbesitz-DNA-Mannschaft, die das immer aus Prinzip macht. Aber so wie es im Moment gemacht wird, geben wir unsere Stärken der letzten Saisons kaum auf, sondern behalten diese bei. Das Spiel in Regensburg hat doch wieder gut gezeigt, wie brutal stark wir im "Ausgucken" der Gegner und im Nutzen von Momenten sind.

Ich persönlich halte den aktuellen Weg für überaus vielversprechend. Hirsch bleibt bei sich. Die Mannschaft bleibt bei dem, was sie die letzten Jahre ausgezeichnet hat. Es ist kein kompletter Turnaround, sondern es wird auf dem aufgebaut, was gewachsen ist. Dazu wird die eigentliche einzige Schwäche behutsam angegangen, so dass wir idealerweise irgendwann in allen Spielphasen Lösungen haben.
Stimme Dir absolut zu.
Für mich war der Weg den man aktuell beschritten hat halt auch immer absolut ausreichend. Im Kern DH Fussball treu bleiben, aber in der Offensive (bei Bedarf) mehr spielerische Elemente rein bringen um auch stärkere bzw. tiefer stehende Mannschaften defensiv gefährlicher werden zu können. Das war in den vergangenen Spielzeiten über lange Zeit etwas zu wenig, aber seine späte Einsicht dies zu ändern war mMn nach den äußeren Umständen (Pflicht zum Drittligaaufstieg, Möglichkeit des Zweitligaaufstieg) geschuldet.

Schön zu sehen dass DH sich auch weiter entwickeln kann; man vergisst leicht dass er
a.) auf dem Niveau ja auch erst wenig Erfahrung hat
b.) Trainer per se nicht gefestigt sein müssen, sondern ihrerseits Entwicklungen durch machen können (mir wurde in Vergangenheit immer etwas zu viel suggeriert, dass DH nichts anderes könne)

Für mich ist DH aktuell natülich nicht perfekt, aber einfach der perfekte Trainer für den MSV.
 
Das dich der Didi doch noch überzeugt und du fast Fan bist hätte ich jetzt nicht mehr gedacht haha. Das freut mich irgendwie :D

Fan bin ich nicht und werde ich auch nie werden. Ich glaube auch nicht, dass die Impulse alleine von ihm kommen.

Aber der jetzige Weg mit

- Konstanz (im Kader und auf der Trainerposition)
- plus erkennbarer Weiterentwicklung im Ballbesitz
- plus dem traditionell ergebnisorientiertem und der Mannschaft eingimpften Hirsch-Ball
- plus Zuschauer-Hype
- plus steigender Unterstützung/Vertrauen der Sponsoren/der Stadt
- plus Finanzen, die es erlauben seit zwei Jahren immer alle Leistungsträger zu halten

eine Mischung ergibt, die fast schon zwangsläufig dazu führen wird, dass Hirsch (und viele Spieler der Mannschaft) eine Ära prägen werden.

Und daran habe ich ja lange gezweifelt.

Das Ding ist so dermaßen ins Rollen gekommen, dass die von mir befürchten Schwächen des Hirschs-Balls in Bezug auf die langfristige Perspektive voraussichtlich eine untergeordnete Rolle spielen werden. Und das Ding ins Rollen gebracht hat Hirsch. Und das kann ich auch anerkennen.
 
Besteht evtl. die Möglichkeit das man die Weiterentwicklung im Ballbesitz gezielt auf die Sommerpause gelegt hat um genug Zeit zu haben das zu verinnerlichen? Nebenbei macht man das in normalen Trainingswochen ja auch nicht. Dazu gezielte Kaderverstärkungen bzw Kaderbreite.

Also vereinfacht Gesagt: erst in Mark und Bein den Fussball der letzten 2 Jahre implementieren und dann aus einer gesicherten Spielweise heraus Weiterentwicklungen forcieren.

Möglicherweise wäre die Entwicklung auch früher gekommen wenn wir eher auf 5er Kette umgestellt hätten?

Egal wie, es ist schon beeindruckend wie fließend und sicher wir aktuell im Laufe des Spiels die Formationen ändern, bzw. dies sogar bei Ballbesitzwechsel vollziehen. Das wirkt Stand jetzt sehr, sehr reif.
 
Ich glaube nicht, dass die taktischen Änderungen ausschliesslich an Uwe Speidel liegen, Speidel ist in meinen Augen mehr für die Fitness, Athletik und Auffassungsgabe verantwortlich. Ende letzte Saison (ca. April) haben wir schon taktische Anpassungen gesehen, ich denke die gegen auf das Konto von Marvin Höner.
Die komplette letzte Saison wurde doch ausgiebig analysiert. Da saßen dann garantiert alle mit im Boot. Glaube nicht, dass MH der alleinige Dirigent der veränderten Spielweise ist.
 
Ich glaube wir haben aktuell das große Glück (Können), dass viele Positionen bei uns so besetzt sind, dass im großen Ganzen sehr gut zusammenpassen.

Das Uhrwerk scheint einfach zu laufen.

Eine ganze Analyse könnte man wohl über mehrere Seiten verfassen, aber Kader, trainerteam, scouts, Analyse und GF scheinen einfach zu passen.

Also würde man das mit ner Runde Tetris verglichen, wären wir wohl im high Score.

Dass muss man — gerade als Kritiker des präferierten Fußball unserer vor allem Coaches auch anerkennen.

Da greift einfach viel ineinander — der Kader paar zur Spielidee, man entwickelt die Spielidee weiter — holt dafür augenscheinlich auch die richtigen Leute — die Basis des ganzen die das erst möglich macht — die finanzielle Neuaufstellung eines kräftigen MSV durch die GF legt den Grundstein dafür, dass die Spieler finanzierbar sind.

Der ganze Hype und Erfolg beflügelt, es kommen mehr Leute….

Da kann man für den Moment schonmal festhalten, dass egal wies in zukunft aussieht die Verantwortlichen und auch unser trainerteam ein großes Lob verdient haben!

Ich kann mich persönlich als Kritiker auch damit anfreunden, wenn wir unser System als eine Art Hybrid spielen. Muss dann aber auch wirklich weitergehen.
 
Ich glaube wir haben aktuell das große Glück (Können), dass viele Positionen bei uns so besetzt sind, dass im großen Ganzen sehr gut zusammenpassen.

(...)

Ich würde sogar noch ein drauf legen, wenn man genau schaut können wir unterschiedliche Spielsysteme spielen, sprich die Jungs ergänzen sich nicht nur, sondern wir können auch unterschiedlich spielen, was eines unserer großen Probleme letztes Jahr war.

Ich gehörte z.B. auch zu den Leuten die im Winter 24/25 als auch im Winter 25/26 große Probleme in der Taktischen Ausrichtung von uns sahen, aber ich bin wirklich zum Didi Fan geworden, ich finde es vor allem sehr gut wie Didi die Probleme auch offen anspricht und deutlich macht, dass sie ihm bewusst sind. Wenn er die Mannschaft kritisiert betont er auch immer was man taktisch anders machen könnte und sucht auch da die Fehler.

Solange wir uns dem bewusst sind und diese Fehler immer Step by Step angehen bin ich diese Saison extrem positiv gestimmt.
 
Ich würde sogar noch ein drauf legen, wenn man genau schaut können wir unterschiedliche Spielsysteme spielen, sprich die Jungs ergänzen sich nicht nur, sondern wir können auch unterschiedlich spielen, was eines unserer großen Probleme letztes Jahr war.

Ich gehörte z.B. auch zu den Leuten die im Winter 24/25 als auch im Winter 25/26 große Probleme in der Taktischen Ausrichtung von uns sahen, aber ich bin wirklich zum Didi Fan geworden, ich finde es vor allem sehr gut wie Didi die Probleme auch offen anspricht und deutlich macht, dass sie ihm bewusst sind. Wenn er die Mannschaft kritisiert betont er auch immer was man taktisch anders machen könnte und sucht auch da die Fehler.

Solange wir uns dem bewusst sind und diese Fehler immer Step by Step angehen bin ich diese Saison extrem positiv gestimmt.
Ich würde ehrlich gesagt noch ein paar Spiele warten - für eine Art Fazit ist es mir noch zu früh in Bezug auf die Weiterentwicklung.

Die großen Kracher kommen ja noch - essen, Rostock - wie verhalten wir uns da?

Deswegen paar Spiele würde ich gerne noch sehen.
 
Absolut bin ich bei dir, aber man sieht ja auch, dass wir anders spielen, ich mein klar der Gegner hat noch immer viel Ballbesitz und das wird unsere Grundsätzliche Spielidee bleiben und ich will auch nicht ausschließen, dass das ein oder andere Team uns gefährlich werden wird. Vermutlich kassierst du selbst als Aufsteiger in der verrückten Liga auch mal ne 4:1 Niederlage oder so.

Aber solange es generell besser wird und wir auch bei einem Rückstand nicht in Schockstarre verfallen bin ich eigentlich ganz optimistisch. Viet hatte das glaub ich in einem Video ganz gut gesagt, das Team ist im Grunde Erwachsener und mutiger geworden ohne das grundsätzliche Spielsystem in Frage zu stellen.
 
Mal ein paar Zahlen:

Mittlerweile ist Didi in die Top zehn aller MSV-Trainer nach Amtszeit aufgestiegen und wird noch dieses Jahr Plätze gut machen (799 Tage, knapp hinter Zacharias und Bommer)!

Dietmar Hirsch ist bisher der Coach mit dem besten Punkteschnitt aller MSV-Trainer aller Zeiten!

Ja, ich weiß, Bundesliga damals zählt mehr, weil voll hart und ist nicht zu vergleichen mit Regio und der zweiten Liga mit kleinem Budget kurz vor Pleite und überhaupt und hasse nicht gesehen… geschenkt. Müssen wir nicht wieder aufmachen. Ich spreche nur von den nackten Zahlen.

DENNOCH ist das alles kein Selbstläufer, mit viel Geld haben das schon einige erfolglos versucht und man darf auch mal Leistungen anerkennen ohne Zacken ausser Krone… weisste Bescheid.
 
Der eine oder andere sollte mal in Betracht ziehen, dass diese Entwicklung genau so gewünscht war.
Erst stabil sein, mit langen und 2. Bällen die Punkte und Siege einfahren. Letzte Saison, war das Ziel 45 Punkte so schnell wie möglich. Und auf diesem Fundament, dann weiter entwickeln.
Aber oberste Priorität hat doch noch immer der Erfolg.

Was mich immer sehr gestört hat (und noch immer stört) ist diese Abwertung des "Hirsch Fussball", als wäre es ein Fussball 4. Klasse und ganz schlimm zu ertragen.
Dieser Hirsch Fussball ist das Fundament für jetzt fast 2 1/2 Jahre Erfolg, wie wir sie in diesem Jahrtausend wohl noch nicht erlebt haben. Es mag ja sein, dass viele diesen "Hirsch Fussball" für nicht nachhaltig halten/gehalten haben, aber da sollte man mal seine eigene Qualifikation hinterfragen.

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich immer eines beherzigt:
Wenn Du ein System nicht verstehst, das System aber erfolgreich ist, dann bist Du eben zu blöd für dieses System
Tausche System gegen Funktion (technisch)
 
Ja, ich weiß, Bundesliga damals zählt mehr, weil voll hart und ist nicht zu vergleichen mit Regio und der zweiten Liga mit kleinem Budget kurz vor Pleite und überhaupt und hasse nicht gesehen… geschenkt. Müssen wir nicht wieder aufmachen. Ich spreche nur von den nackten Zahlen.

Alleine von den nackten Zahlen hat er auch die meisten Niederlagen aller MSV-Trainer in der Regionalliga 😉

Was ich sagen will: Auch nackte Zahlen dürfen in einem Zusammenhang bewertet werden. Und den kann man halt nicht weg diskutieren.

Punkteschnitt-Vergleiche sind ganz spaßig, aber eine wirkliche Einordnung wer der "bessere" Trainer ist, lassen sie nicht zu.

Dieser Hirsch Fussball ist das Fundament für jetzt fast 2 1/2 Jahre Erfolg, wie wir sie in diesem Jahrtausend wohl noch nicht erlebt haben. Es mag ja sein, dass viele diesen "Hirsch Fussball" für nicht nachhaltig halten/gehalten haben, aber da sollte man mal seine eigene Qualifikation hinterfragen.

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich immer eines beherzigt:
Wenn Du ein System nicht verstehst, das System aber erfolgreich ist, dann bist Du eben zu blöd für dieses System
Tausche System gegen Funktion (technisch)

Zumindest meine Argumentation stützte sich immer auf Zahlen und Vergleichen mit langfristig erfolgreichen Mannschaften. Das war nicht aus den Fingern gesogen, sondern belegt.

Ich kenne auch erfolgreiche Fussball-Lehrer, die nicht alles an Hirsch toll finden. Die müssten nach deiner Logik ja genug Qualifikation mitbringen.

Von fehlendem Verständnis, Blödheit und mangelnder Qualifikation zu sprechen, ist an dieser Stelle einfach nur unangemessen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In meiner beruflichen Laufbahn habe ich immer eines beherzigt:
Wenn Du ein System nicht verstehst, das System aber erfolgreich ist, dann bist Du eben zu blöd für dieses System
Tausche System gegen Funktion (technisch)
@Schimanski hat das System aber nicht "nicht verstanden" - er sah funktionale Mängel.

Und alleine, dass wir hier nachgesteuert haben, zeigt:

Das sah das Trainerteam auch so!

Vielleicht in anderem Ausmaß, aber man hat entwickelnd eingegriffen, und zwar sogar auf zwei Ebenen:

Es wurde von Kritikern immer gesagt, dass der Hirsch´sche Fußball nicht zuletzt von individueller Qualität lebt - und wir haben in allen Spielzonen rein qualitativ nachgelegt.

Wir haben weiterhin unseren Spielansatz erweitert - und dafür fehlende Spielertypen, insbesondere Ens, aber auch Besuschkow, ergänzt.

Und hier sagt @Schimanski nun:

OK, es gibt noch immer Dinge, die mir im Grundansatz nicht gefallen, aber ich erkenne an, dass Hirsch und das Team ihren Ansatz weiter leben und konsequenter entwickeln, als ich ihnen das ggf. zunächst zugetraut hätte.

Er hatte im übrigen immer uneingeschränkten Respekt vor dem faktischen Erfolg Hirschs und dies auch klar geäußert - frei nach Pep: Es ist und bleibt nicht einfach, immer zu gewinnen ;)
 
Ich habe hier überhaupt niemanden persönlich angesprochen. Warum jetzt alle meinen mit MEINEM beruflichen Leitspruch (ich war 38 Jahre in der Automobilindustrie tätig incl. einer Vielzahl an techn. Entwicklungen beteiligt) habe ich hier jemanden angehen wollen, kann ich nicht nachvollziehen.

Der Kern ist folgender:
Wenn etwas erfolgreich ist, dann ist es auch gut. Es geht doch immer um den Erfolg, egal ob Fussball oder irgendeine technische Erungenschaft.

Und MIR wird dies manchmal bei den ganzen Diskussionen um Taktik einfach zu weit weggeschoben. Taktik ist doch nur ein Element von wahrscheinlich 10 und mehr Elementen die den Fussball erfolgreich machen sollen.
Bestimmt ist der Nagler ein guter Taktiker, erfolgreich ist der aber nicht.
 
Und MIR wird dies manchmal bei den ganzen Diskussionen um Taktik einfach zu weit weggeschoben.
Das hier IST aber nunmal der Taktikthread :).

All die anderen Elemente, die Du ansprichst, werden doch in epischer Breite in Minimum 70 weiteren Threads in der Saison diskutiert - und da mischen auch einige der hier Involvierten mit - um nicht zu sagen alle.

Nur in diesem einen liegt der Fokus ausdrücklich auf Taktik - und das schlicht und einfach, weil es den Beteiligten Spaß macht :).
 
Das hier IST aber nunmal der Taktikthread :).
Dessen bin ich mir bewußt.
Das "aber" ist, es wird so hoch gehangen, als wäre es das Allheilmittel für einen erfolgreichen Fussball.
Wir verlieren, weil die Taktik von Hirsch nicht gut ist, wir gewinnen weil wir durch individueller Qualität das Spiel gezogen haben ....

Wenn ich an den "Fuchs" Boris Schommers denke, da war es irgendwie umgekehrt. Nee is schon klar ;)
 
Die Taktikanalyse von @Schimanski in der Rheinischen Post -

"Spielentscheidend war am Sonntag genau dieses hervorragende Umschaltspiel. Die Meidericher liefen in einer engen 5-2-3-Formation auf, hielten das Zentrum kompakt und verteidigten die Flügel sehr variabel."

 
Eine Beobachtung und Meinung von mir - die wir hier gerne debattieren können @Schimanski <3 - ich finde besonders interessant, dass wir unabhängig vom genauen Personal eigentlich seit Beginn dieser Saison weniger auf den Gegner schauen sondern mehr unser eigenes System aufbieten.

Das hat natürlich Nuancen und sicherlich gibt es je nach Gegner Anpassungen, aber grundsätzlich spielen wir völlig unabhängig vom 4-3-3 mit Holding 6, 5-4-1 oder 5-2-3 immer den selben Stiefel. In der zweiten Halbzeit gegen Wehen haben wir für mehr Stabilität gegen den Ball zeitweise (insbesondere gegen Ende) auch eher ein 5-3-2 gespielt final dann mit Borkowski und Krüger als Stürmer und Safi als Schiene.

Das mehr bei uns sein finde ich äußerst auffällig und erfreulich, weil es gerade zu Beginn der Hirschen Amtszeit noch häufiger so war, dass wir den Gegner gespiegelt haben. Jetzt machen wir mehr unser Ding. Die spielerischen Lösungen sind jetzt die Kirsche auf der Sahne und auch wenn nicht immer alles glückt ist das eine Weiterentwicklung die ich schlicht nicht erwartet habe.

Ich glaube, dass wir personell wohl eher wieder zum 4-3-3 zurück kehren werden, schlicht schon wegen der Situation in der IV und damit dann auch die Abstimmungsprobleme in der IV wieder weniger werden, denn die resultierten daraus, dass Fleckstein in der Rolle als Abwehrchef noch große Fußstapfen zu füllen hat.
 
Eine Beobachtung und Meinung von mir - die wir hier gerne debattieren können @Schimanski <3 - ich finde besonders interessant, dass wir unabhängig vom genauen Personal eigentlich seit Beginn dieser Saison weniger auf den Gegner schauen sondern mehr unser eigenes System aufbieten.

Das hat natürlich Nuancen und sicherlich gibt es je nach Gegner Anpassungen, aber grundsätzlich spielen wir völlig unabhängig vom 4-3-3 mit Holding 6, 5-4-1 oder 5-2-3 immer den selben Stiefel. In der zweiten Halbzeit gegen Wehen haben wir für mehr Stabilität gegen den Ball zeitweise (insbesondere gegen Ende) auch eher ein 5-3-2 gespielt final dann mit Borkowski und Krüger als Stürmer und Safi als Schiene.

Das mehr bei uns sein finde ich äußerst auffällig und erfreulich, weil es gerade zu Beginn der Hirschen Amtszeit noch häufiger so war, dass wir den Gegner gespiegelt haben. Jetzt machen wir mehr unser Ding. Die spielerischen Lösungen sind jetzt die Kirsche auf der Sahne und auch wenn nicht immer alles glückt ist das eine Weiterentwicklung die ich schlicht nicht erwartet habe.

Ich glaube, dass wir personell wohl eher wieder zum 4-3-3 zurück kehren werden, schlicht schon wegen der Situation in der IV und damit dann auch die Abstimmungsprobleme in der IV wieder weniger werden, denn die resultierten daraus, dass Fleckstein in der Rolle als Abwehrchef noch große Fußstapfen zu füllen hat.

Tendenziell sehe ich das ähnlich. Ja, es gibt mehr spielerische Ansätze und ja, wir sind da leider auch noch nicht konstant stabil in der Ausführung. Ich befürchte dann immer, dass Hirsch wieder zu seiner Risikominimierungsschiene zurück kehrt, weil er diesen Weg aufgrund der Fehler und der Tatsache, dass wir den Gegnern mehr zum Umschalten anbieten, bestätigt sieht. Aber woher soll die Sicherheit auch kommen, wenn wir zwei Jahre eigentlich nie flach unter Druck in der eigenen Hälfte bzw. durchs Zentrum gespielt haben?

Meine Befürchtungen gehen auch in die Richtung, dass die Mannschaft sich mit den Fortschritten im Ballbesitz ein bisschen zu sehr in sich selbst verliebt und etwas Stärke im Verteidigen einbüßt. Gegen Wehen Wiesbaden fand ich vor allem die Kettenorganisation und die Abstimmung im Defensivblock nicht gut. Wir haben eigentlich (für Hirsch-Verhältnisse) zu viel zugelassen, vor allem auch mit der Führung im Rücken. Das ist eher ungewöhnlich.
 
Meine Befürchtungen gehen auch in die Richtung, dass die Mannschaft sich mit den Fortschritten im Ballbesitz ein bisschen zu sehr in sich selbst verliebt und etwas Stärke im Verteidigen einbüßt. Gegen Wehen Wiesbaden fand ich vor allem die Kettenorganisation und die Abstimmung im Defensivblock nicht gut. Wir haben eigentlich (für Hirsch-Verhältnisse) zu viel zugelassen, vor allem auch mit der Führung im Rücken. Das ist eher ungewöhnlich.
Gerade das Gegentor finde ich bemerkenswert, weil wir in der Rückwärtsbewegung 5 Mann hinter den Ball bekommen und zusätzlich 2 in unmittelbarer Nähe zum Ballführenden Wiesbadener sich befinden. Trotzdem schafft es Wiesbaden den Ball durch die 5er Kette zu kombinieren. Ein Puzzleteil beim Gegentor könnte sein, dass bei dem Angriff Jessen wegen seiner Verletzung nur Mitläuft statt ein ernstzunehmender Abwehrspieler ist. Direkt nachdem Gegentor schmeißt er sich nämlich schmerzverzerrt hin. Ein fitter RV hätte es vielleicht früher schon unterbunden?

Und ich kann dir nur beipflichten, dass wir jetzt einen Lernprozess durchgehen müssen. Möchten wir offensiver spielen, werden wir hinten offener sein. Es werden neue Räume entstehen, die es zu schließen gilt. Ein sehr positiven Aspekt ist bei mir aber hängen geblieben: Gerade in den ersten 60 Minuten haben alle unsere Spieler Tempo-Fußball zelebriert. Es wurde gerannt, gerannt und noch mehr gerannt. Der Offensivverbund hat die Wehener Abwehr ständig gestresst. Der Ballführende Spieler hatte sofort einen Duisburger an sich kleben. Die Folge waren entweder lange Bälle in die Füße unserer Abwehr oder sogar der direkte Ballverlust und dann das schnelle Umschalten unserer Offensive. Will sagen: Ohne dieses krass geupgradete Pressing (super engmaschig), wäre das Umschaltspiel nie so effektiv gewesen, da die Bälle dort unfassbar früh (bzw nah am Tor) gewonnen wurden. Früher war das Umschaltspiel gefühlt immer so, dass Braune/Meuer den Ball tief aus der eigenen Hälfte lang schlagen mussten. Wenn wir den Ball so früh durch Pressing gewinnen, oder wir mit krassen Willen hinter den Ball sprinten, dann können wir uns durchaus einen offensiveren Ball angewöhnen. Was mich hierbei wundert ist, dass ein Rumpfkader im letzten Spiel der englischen Woche, so ein Tempo an den Tag legt. Das ist nicht normal für einen 3. Ligisten.

Deinen Einwand, dass die Flügezange enger beieinander ist, ist mir beim Schauen nicht aufgefallen. Aber ja du hast Recht! Wie Kother beim 1:0 in die Mitte zieht und den Ball fordert und bekommt ist wirklich hübsch anzuschauen. Dieser kreuzende Laufeweg macht es für Verteidiger alles andere als leicht, da mit Schritt zu halten. Im Nachgang erinnert mich die Idee, an die von Alexander Ende´s System. Oder glaubst du, kann man das nicht miteinander vergleichen?

Absolut begrüßenswert, dass wir systemtechnisch so variable geworden sind.
 
Aber woher soll die Sicherheit auch kommen, wenn wir zwei Jahre eigentlich nie flach unter Druck in der eigenen Hälfte bzw. durchs Zentrum gespielt haben?
M.E. wurde das in der letzten Saison behutsam begonnen und in der Vorbereitung - zumindest immer eine HZ zu 60 Minuten - sehr konsequent durchgespielt. Ich hoffe doch, dass Didi und seine Co. hier die Entwicklung sehen und den Erfolg, den wir dadurch haben. Durststrecken hatten wir auch mit dem alten System, gerade mit Beginn der Rückrunde in der RL mit dem Heimspiel gegen Gütersloh hatte sich der Gegner darauf eingestellt und uns Probleme bereitet.
Die letzte Phase der letzten Saison verbuche ich unter "Nerven"
 
Deinen Einwand, dass die Flügezange enger beieinander ist, ist mir beim Schauen nicht aufgefallen. Aber ja du hast Recht! Wie Kother beim 1:0 in die Mitte zieht und den Ball fordert und bekommt ist wirklich hübsch anzuschauen. Dieser kreuzende Laufeweg macht es für Verteidiger alles andere als leicht, da mit Schritt zu halten. Im Nachgang erinnert mich die Idee, an die von Alexander Ende´s System. Oder glaubst du, kann man das nicht miteinander vergleichen?

Die meisten Defensivblöcke leiden prinzipbedingt unter schwachen Staffelungen im offensiven Umschaltmoment. Du hast vorne meist nur einen Spieler. Um schnell gefährlich umzuschalten, brauchst du aber mehr Spieler. Idealerweise einen, der den Ball fest machen kann, einen, der die Tiefe beläuft, einen, der die Tiefe mit Pässen bedient (das kann der Festmacher mit dem Rücken zum Tor nicht) und das ganze dann noch in diagonalen Strukturen und wenn du ganz geil kontern willst, am besten in mehrfacher Ausführung, um den Gegner vor Entscheidungen zu stellen, mehr zu binden, ggf. verlagern zu können und weniger ausrechenbar zu spielen (logisch).

Wenn du einen tiefen 5-4-1-Block spielst, ist defensiv wirklich alles dicht. Du kriegst eigentlich jede Zone zugeschoben und kommst ins Doppeln. Allerdings ist dein Umschaltspiel meist zahnlos. Die Wege sind viel zu weit.

Im 5-2-3 stehen die "Außenspieler" höher und zentraler, was fürs Umschalten ideal ist. Die strukturelle Schwäche des 5-2-3 im Vergleich zum 5-4-1 auf den Flügeln wird durch mehr (intelligentes) Laufen, Lenken, Durchschieben und Deckungschattennutzung der "Flügelspieler" kompensiert. Sie stehen halt weder "nur" vorne neben dem Stürmer, noch "nur" breit auf dem Flügel, sondern sind ständig aktiv und pendeln zwischen den Positionen.

Diese Aktivität und Flexibilität ist bei Sechsers beispielsweise normal und wird als selbstverständlich angenommen. Bei Flügelspielern ist das etwas ungewöhnlicher, aber in dieser Rolle haben sie sowohl defensiv als auch offensiv einen größeren Mehrwert für die Mannschaft.

Noß ist für mich sowieso weder Außenspieler, noch Zehner, sondern mehr ein kreativer Umschaltzocker. Also so eine Mischung aus beiden Positionen, wo sich seine Stärken vor allem im Umschalten bemerkbar machen und die Schwächen vor allem gegen einen tiefen Block auffallen (und dann zu eher "unauffälligen" Spielen führen). Bei Kother ist es ähnlich.
 
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Interresante Ausführungen muss ich wirklich sagen. Taktische Systeme sind das eine, das andere die Reife mental, was den Unterschied macht. Einfach gesprochen letztes Jahr waren wir gerade auswärts teilweise grün hinter den Ohren.Konnten unsere Spielidee nicht umsetzen und ist dann im Chaos bzw krachende Niederlage geendet. Das wird uns dieses Jahr wenn wir unsere Leistung immer bestätigen , in keinem Fall passieren. Nur maximales Verletzungspech sollte das verhindern. Hirsch und seine Mannschaft reifen wie guter Wein und bekommen ihren Plan immer mehr auf den Platz. Hirsch sein Plan sind immer drei Punkte, denke ich und wenn es "schmutzigen" Konterfußball braucht , dann lässt er das spielen. Der Mann denkt prakmatisch im Gegensatz zu manch anderem Taktik Fuchs den ich hier erlebt habe😆. Ich bin wirklich mit der Entwicklung zufrieden , weil wir nicht nur das können sondern auch Gegner spielerisch auseinander nehmen. Düsseldorf tat weh aber das hat uns nicht aufgehalten. Ich bin wirklich guter Dinge, das wir noch besser und stärker werden in dieser Saison , unser Kader bietet soviele Optionen.
 
Mit ner Nacht drüber schlafen kann man ja mal sich angucken, was da in den ersten 60 Minuten, aber vor allem in Halbzeit 1 schief lief.

Wir waren in Halbzeit 1 mit ner 5er-Kette mit 3 gelernten und bulligen IVs dabei und im defensiven Mittelfeld noch Bulic. Also eigentlich gleich 6 Leute, die hinten eher für den Kampf gegen den Ball da waren. Dafür fand ich den Zugriff wirklich schwach, Hoffenheim mit viel Ballbesitz und vielen gefährlichen Aktionen. Auch bei den Gegentoren waren wir hinten offen bzw. wurden mit tiefen Bällen überspielt - auch wenn letztendlich beiden Toren natürlich krasse individuelle Fehler bzw. Rutschereien unmittelbar hervorgingen.

Fehlte da der Druck nach vorne? Zu viele defensive Köche?

In Halbzeit 2 ging es in die 4er-Kette bzw. diese Hybrid-5er-Kette wo sich Rasim auch zwischen die IVs fallen lässt. Da scheint er auch einfach besser zu wirken als wenn er vor einer 5er-Kette steht und dann naturgemäß eigentlich mehr das Spiel nach vorne ankurbeln muss.

Ist ja nicht so, als hätte die 5er-Kette in der Vergangenheit nicht gute Dienste geleistet, aber imo dann doch mehr mit Rasko als zurückkippender 6er der quasi den dritten IV macht und dann im Zweifel z.B. nen Viet neben sich weiß, sodass er auch mal seine wilden Pressingläufe im offensiven Bereich machen kann. Mit der "Statischen" 5er-Kette mit 3 IVs die auf einer Höhe stehen/verschieben, scheint da noch was zu fehlen.

Bin jedenfalls gespannt auf Taktikanalysen z.B. von Schimanski und Co. die sicherlich bei den Schwächen ein gutes Auge haben und den Finger in die Wunde legen.
 
Bin jedenfalls gespannt auf Taktikanalysen z.B. von Schimanski und Co. die sicherlich bei den Schwächen ein gutes Auge haben und den Finger in die Wunde legen.

Hirsch hat auf der PK bestätigt, dass es die ganze Zeit eine 5-2-3 respektive 3-4-3 war. Das hat man auch an Safi gesehen, der sich defensiv immer wieder in letzte Linie hat fallen lassen. Remmert dagegen sehr zentral unterwegs und Safi offensiv mit sehr viel Tiefe. Deswegen hatte es im Ballbesitz auch 4-4-2-Züge.

Taktisch waren die letzten vier Spiele ziemlich schwach. Hirsch kommt immer über Stabilität. Die haben wir im Moment nicht. Über sieben xGa in vier Spielen. So viel lassen wir normalerweise in acht bis zehn Spielen zu. Vor allem aus dem Umschalten sind wir viel zu anfällig (für Hirsch-Verhältnisse).

Die spielerische Weiterentwicklung wurde von den aggressiven Hoffenheimer Mannorientierungen einfach aufgefressen. Düsseldorf hat's gegen den Ball auch stark gemacht und wir ohne Lösungen. Gegen Wiesbaden brauchten wir den Ballbesitz nicht so zwingend, weil das Spiel früh durch war. Gegen Havelse mit viel auferzwungenem Ballbesitz gewinnen wir in Überzahl in der 94. durch ein Eigentor.

Gestern mussten wir durch den Rückstand frühzeitig initiativer werden und waren hinten offen wie zu besten Hagen Schmidt Zeiten. Normalerweise hätte es eine Klatsche wie letzte Saison in Hoffenheim, Rostock oder Wiesbaden gesetzt.

Frühe Rückstände sind einfach Gift. Die Mannschaft kann keinen dominanten Fussball spielen, muss immer über "hinten die Null halten" ein Spiel gestalten. Dann hat sie die Klasse, die Ruhe und die Geduld die Spiele irgendwann über Umschaltmomente, Standards und individuelle Klasse zu ziehen.

Im Moment stehen wir im Niemandsland zwischen spielerischer Weiterentwicklung und Stabilität und haben beides nicht so wirklich.

Gestern haben uns alleine Braune und Remmert vor einer heftigen und verdienten Schlappe bewahrt.

Ich hoffe intern sieht man das genauso und redet sich den Murks nicht wegen der Ergebnisse schön.

Aus Krisen ist Hirsch eigentlich immer gestärkt zurück gekommen und hat die Mannschaft wieder in die Spur geführt. Die Frage ist nur, ob man drei Siege in Folge als Krise bewertet.

Die Auftaktsiege sollten zumindest nicht der Maßstab sein. Gestern war der erste Sieg gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte. Und wie glücklich der war, sieht man sehr deutlich, wenn man die blau-weiße Brille abzieht.
 
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Hirsch hat auf der PK bestätigt, dass es die ganze Zeit eine 5-2-3 respektive 3-4-3 war. Das hat man auch an Safi gesehen, der sich defensiv immer wieder in letzte Linie hat fallen lassen. Remmert dagegen sehr zentral unterwegs und Safi offensiv mit sehr viel Tiefe. Deswegen hatte es im Ballbesitz auch 4-4-2-Züge.

Taktisch waren die letzten vier Spiele ziemlich schwach. Hirsch kommt immer über Stabilität. Die haben wir im Moment nicht. Über sieben xGa in vier Spielen. So viel lassen wir normalerweise in acht bis zehn Spielen zu. Vor allem aus dem Umschalten sind wir viel zu anfällig (für Hirsch-Verhältnisse).

Die spielerische Weiterentwicklung wurde von den aggressiven Hoffenheimer Mannorientierungen einfach aufgefressen. Düsseldorf hat's gegen den Ball auch stark gemacht und wir ohne Lösungen. Gegen Wiesbaden brauchten wir den Ballbesitz nicht so zwingend, weil das Spiel früh durch war.

Gestern mussten wir durch den Rückstand frühzeitig initiativer werden und waren hinten offen wie zu besten Hagen Schmidt Zeiten. Normalerweise hätte es eine Klatsche wie letzte Saison in Hoffenheim, Rostock oder Wiesbaden gesetzt.

Frühe Rückstände sind einfach Gift. Die Mannschaft kann keinen dominanten Fussball spielen, muss immer über "hinten die Null halten" ein Spiel gestalten. Dann hat sie die Klasse, die Ruhe und die Geduld die Spiele irgendwann über Umschaltmomente, Standards und individuelle Klasse zu ziehen.

Im Moment stehen wir im Niemandsland zwischen spielerischer Weiterentwicklung und Stabilität und haben beides nicht so wirklich.

Gestern haben uns alleine Braune und Remmert vor einer heftigen und verdienten Schlappe bewahrt.

Ich hoffe intern sieht man das genauso und redet sich den Murks nicht wegen der Ergebnisse schön.

Aus Krisen ist Hirsch eigentlich immer gestärkt zurück gekommen und hat die Mannschaft wieder in die Spur geführt. Die Frage ist nur, ob man drei Siege als Krise bewertet.

Die Auftaktsiege sollten zumindest nicht der Maßstab sein. Gestern war der erste Sieg gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte. Und wie glücklich der war, sieht man sehr deutlich, wenn man die blau-weiße Brille abzieht.
Sehe ich komplett genauso. Individuelle Stärke und der feste Glaube zu Hause alles herumzureißen, gepaart mit der Angst der Gäste, dass genau das immer passieren kann, lässt uns gut aussehen. In diesen Spielen sind wir echte Mentalitätsmonster. Aber spielerische Entwicklung sehe ich kaum. Hier muss sich zwingend etwas tun, um dem ganz großen Traum auch Taten folgen zu lassen. Saarbrücken wird ein Spiel der Wahrheit.
 
Hier die aus meiner Sicht sehr treffende Taktikanalyse von @Schimanski in der Rheinischen Post -

"Taktisch steht man im Moment irgendwo zwischen spielerischer Weiterentwicklung und den klassischen Hirsch-Tugenden, kompakt verteidigen und den Umschaltmoment nutzen. Beides macht die Elf derzeit nicht so wirklich gut. Die Siege und die souveräne Tabellenführung sind vor allem der in der Breite hohen Kaderqualität und dem unbändigen Glauben an die eigenen Stärken zu verdanken. "

 
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