Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Wenn Schmoldt das wirklich in Angriff nehmen will, wird die Personalie auch in diese Richtung gehen, absolut sicher.
Die Frage ist ja, wie Hirsch und Höner damit klar kommen würden. Bzw dann auch die Mannschaft. Ob sie den neuen Co Trainer dann als Störung ansehen, der ein "running system" durcheinanderbringen will oder wirklich als Zugewinn, da bin ich mir irgendwie nicht sicher.
 
Weiß nicht wie du darauf kommst. Nur weil jemand Erfahrung hat muss er doch nicht auf diese Tugenden setzen.
Naja, dann war das Bsp. Gerland schlecht gewählt. :D
Ansonsten d'accord, etwas zusätzliche taktische Finesse im Trainerteam kann uns sicher nicht schaden.

Ob sie den neuen Co Trainer dann als Störung ansehen, der ein "running system" durcheinanderbringen will oder wirklich als Zugewinn, da bin ich mir irgendwie nicht sicher.
Das ist natürlich aber eine berechtigte Frage. Schmoldt ist für den sportlichen Bereich verantwortlich, also liegt das natürlich per se erstmal in seiner Entscheidungsgewalt, aber es bringt natürlich nichts, wenn dadurch nur Unruhe reingebracht werden würde.
 
Das ist natürlich aber eine berechtigte Frage. Schmoldt ist für den sportlichen Bereich verantwortlich, also liegt das natürlich per se erstmal in seiner Entscheidungsgewalt, aber es bringt natürlich nichts, wenn dadurch nur Unruhe reingebracht werden würde.
Denke mal wenn es so sein sollte, wurde es bereits bei der Vertragsverlängerung angesprochen
 

Die Orientierungslosigkeit in der Kaderplanung und Spielidentität waren zu Grlic- und Wald-Zeiten das größte Problem und haben den Niedergang eingeleitet. …

Jetzt scheint man wenigstens etwas Konstanz im Weg zu haben. Ich glaube, dass dieser Weg hauptsächlich von Hirsch und Höner gezeichnet wurde und dem Verein das "Wie" erstmal egal war. Hauptsache raus aus der Regionalliga. Und jetzt lässt man es so laufen, weil es bis jetzt funktioniert hat und ein Wechsel (egal in welche Richtung) kompliziert werden könnte, Unwägbarkeiten birgt und auch zu Unverständnis führen würde.

Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass Schmoldt im Idealfall eigentlich einen etwas anderen Weg bevorzugt. Aber das ist nur meine Vermutung.

Schmoldt war unter Grlic auch schon Verantwortlich für Scouting und Kopf des Analyseteams.
Wie viel Einfluss er in dem Moment auf Taktik & Spielertypen nehmen konnte oder eine Philosophie vorgegeben bekommen hat, ist schwierig zu beurteilen.

Denke schon, dass Schmoldt die Grundideen nach dem Abstieg in die Regio bzgl. Spieler & Taktik vorgegeben hat. (Also im Grunde wie Grlic früher auch ;-)), er aber im Gegensatz zu Grlic die Weitsicht besitzt, die Mannschaft weiter entwickeln zu wollen.


Finde, wir sind absolut auf dem richtigen Weg. Niederlagen gehören nunmal zur Entwicklung dazu.
 
@Schimanski Lese ich das falsch oder ist der Vergleich mit Kovac schon auch eine kleine Spitze, denn Dortmund lief - der defensiven Stabilierung zum Trotz - gerade in Spielen auf höchstem Niveau unter Kovac offensiv der Musik meilenweit hinterher - zu statisch, zu ausrechenbar.

Wie gesagt, ich bin gespannt auf Sonntag, weil das Fehlen Bulics für mich schon auch eine Tür öffnet, den spielerischen Schwerpunkt etwas zu verschieben, mit eben z.B. Viet jemanden zurück zu ziehen, der ein kontrollierteres Übergangspiel anders steuern könnte. Köln hat gegen Mannschaften, die uns eher ähneln deutlich besser ausgesehen, als gegen kontrolliertere, spielstärkere Teams.

Ich rechne eher mit Meuer/Tugbenyo, oder doch die Rückkehr Egerers - aber wer weiß.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Schimanski Lese ich das falsch oder ist der Vergleich mit Kovac schon auch eine kleine Spitze, denn Dortmund lief - der defensiven Stabilierung zum Trotz - gerade Spielen auf höchstem Niveau unter Kovac offensiv der Musik meilenweit hinterher - zu statisch, zu ausrechenbar.

Nein, keine Spitze. Dafür verfolge ich Dortmund auch nicht detailliert genug. Mir geht´s mehr so um das generelle Trainer-Mindset. Und Kovac war bei jedem Verein eigentlich ähnlich wie Hirsch.

Wie gesagt, ich bin gespannt auf Sonntag, weil das Fehlen Bulics für mich schon auch eine Tür öffnet, den spielerischen Schwerpunkt etwas zu verschieben, mit eben z.B. Viet jemanden zurück zu ziehen, der ein kontrollierteres Übergangspiel anders steuern könnte. Köln hat gegen Mannschaften, die uns eher ähneln deutlich besser ausgesehen, als gegen kontrolliertere, spielstärkere Teams.

Ich rechne eher mit Meuer/Tugbenyo, oder doch die Rückkehr Egerers - aber wer weiß.

Übergangsspiel durch die Mitte könnte ohne Bulic theoretisch natürlich besser werden (er spielt ja 98% der Pässe zur Seite oder nach hinten), aber ein wirkliches spielerisches Upgrade erwarte ich nicht. Dafür ist das in der Spielanlage und Training zu wenig verwurzelt. Und die Alternativen im Kader haben sich da auch nicht unbedingt hervorgetan. Tugbenyo hat zwar hier im Forum den Ruf eines spielstarken Sechsers, aber für mich ist er eher der Goretzka im Kader.

Der Spieler, der das am besten könnte, ist gerade auf der Dom Rep, weil die Regionalliga schon in der Winterpause ist.
Das war eine Spitze😎
 
Übergangsspiel durch die Mitte könnte ohne Bulic theoretisch natürlich besser werden (er spielt ja 98% der Pässe zur Seite oder nach hinten), aber ein wirkliches spielerisches Upgrade erwarte ich nicht. Dafür ist das in der Spielanlage und Training zu wenig verwurzelt. Und die Alternativen im Kader haben sich da auch nicht unbedingt hervorgetan. Tugbenyo hat zwar hier im Forum den Ruf eines spielstarken Sechsers, aber für mich ist er eher der Goretzka im Kader.

Der Spieler, der das am besten könnte, ist gerade auf der Dom Rep, weil die Regionalliga schon in der Winterpause ist. Und ja, das war eine Spitze😎
Tugbenyo sehe ich ähnlich und habe die Begeisterung auch nie komplett verstanden. Meiner Meinung nach spielt er gerade so noch mit, am Limit. Entsprechend die Einsätze in den letzten 30 Minuten. Das ist okay. Da kannst du aber nicht noch eine Spielsteuerung erwarten…

Falls du (mal wieder) auf Michelbrink anspielen solltest: Meiner Meinung nach hast du noch nie offensichtlicher daneben gelegen bei einer Spielerbewertung wie bei Jonas. Bei deiner sonstigen fussballerischen Kompetenz wundert mich das einfach.

Bei aller Sympathie, aber sogar in der Regio, beim Spitzenreiter Fortuna Köln, kommt er auf gerade 450 Minuten und hat sich damit unter dem wievielten Trainer nicht durchgesetzt?

So hart das klingen mag: Irgendwann muss man sich da auch mal selbst hinterfragen. 30 Minuten Leistung in einem 90 Minuten Sport reicht auf Dauer nicht für die oberen Ligen.
 
Der Spieler, der das am besten könnte, ist gerade auf der Dom Rep, weil die Regionalliga schon in der Winterpause ist.
Das war eine Spitze😎
Sehe den Großteil deiner Analyse auch so, bewerte sie aber vermutlich positiver.
Doch den Absatz will ich nicht unkommentiert lassen. Besagter Michelbrink spielte für Fortuna Köln nur 450 von möglichen 1080 Minuten. Ist dort auch nur ein Ergänzungsspieler. Menschlich sicher ein Top-Junge, aber fussballerisch sehr überschätzt.
 
@yogi @DuisburgerBengel


Jonas hatte bei uns insgesamt in den paar Minuten in denen er gespielt hat knapp 10 scorer!!!

Auch bei der Fortuna hat er wieder in der kurzen Zeit ich glaube 7/8 Torbeteiligungen…

Es gibt so viele Faktoren die dabei ne Rolle spielen, wie und wo sich ein Spieler. „Durchsetzt“.

Ja er ist körperlich „schwächer“, aber fußballerisch — wenn man das Wort fußballerisch in den Mund nimmt kann man da nicht von „schwach“ oder „überschätzt“ sprechen.

Habt ihr die Fortuna mal spielen sehen? Was für einen Ansatz haben die denn? Fällt er da auch wieder dem System zum Opfer? Sind es die eigenen Leistungen?

zumal ich seine Leistungen bei uns auch nicht „schlecht“ fand.

@yogi und was deine 30 Minuten angeht — genau das ist doch unser Spiel?! Wir „spielen“ den Großteil der 90 Minuten „fußballerisch“ absolute rotze und sind dann im richtigen Moment da — nur musst du halt in den anderen Minuten krass körperlich ackern und da passt Jonas halt von seiner Veranlagung nicht rein.

Mag sein, dass er ein großes Ungleichgewicht zwischen Körper und Ballspiel hat, trotzdem darf man den fußballerischen impact nicht kleiner reden und ich bin mir ziemlich sicher, packst du ihn in einen Ansatz wie bei verl irgendwo zwischen 2er und 4 Liga rein, funktioniert er.
 
Doch den Absatz will ich nicht unkommentiert lassen. Besagter Michelbrink spielte für Fortuna Köln nur 450 von möglichen 1080 Minuten. Ist dort auch nur ein Ergänzungsspieler. Menschlich sicher ein Top-Junge, aber fussballerisch sehr überschätzt.
Falls du (mal wieder) auf Michelbrink anspielen solltest: Meiner Meinung nach hast du noch nie offensichtlicher daneben gelegen bei einer Spielerbewertung wie bei Jonas. Bei deiner sonstigen fussballerischen Kompetenz wundert mich das einfach.

Bei aller Sympathie, aber sogar in der Regio, beim Spitzenreiter Fortuna Köln, kommt er auf gerade 450 Minuten und hat sich damit unter dem wievielten Trainer nicht durchgesetzt?

So hart das klingen mag: Irgendwann muss man sich da auch mal selbst hinterfragen. 30 Minuten Leistung in einem 90 Minuten Sport reicht auf Dauer nicht für die oberen Ligen.

Ich kenne die Spielanlage von Fortuna Köln nicht, ich kenne den Trainer nicht, ich weiß nicht in welcher "Form" er war oder welche taktischen Überlegungen es bei seiner Aus- oder Einwechslung gab.

Ich kenne seine Stärken aus der Duisburger Zeit aber gut genug, um @shanghai Frage nach einem spielerischen Upgrade im zentralen Übergangsspiel mit seinem Namen zu beantworten. Und nur deswegen habe ich den Namen in den Ring geworfen. Die Frage ist sowieso hypothetisch. Denn wir werden es auch ohne Bulic nicht oder kaum machen. Das ist schlicht der blinde Fleck in unserer Spielanlage. Was an dieser Stelle auch nur als Feststellung und nicht bewertend gemeint ist.
 
Das ist schlicht der blinde Fleck in unserer Spielanlage. Was an dieser Stelle auch nur als Feststellung und nicht bewertend gemeint ist.
D.h. Du traust z.B einem Viet diese Rolle nicht zu?

Ich weiss er ist grundsätzlich etwas offensiver, aber ich sehe bei ihm viel Technik, viel Übersicht, erlebe ihn als ähnlich komplett, eher noch etwas robuster.

Michel war vielleicht eine Spur suchender, initiativer, stark in der Verlagerung, aber wie gesagt, erlebe Viet im Gesamtpaket an sich auf fast noch höherem Niveau.

Die Frage ist also, kannst Du Dir das Upgrade auf Grund der Spielanlage (das ist im Moment offensichtlich aber ja eben Die Frage, wie zu entwickeln) nicht vorstellen, oder tatsächlich personell.

Ich sehe gerade nach seinen letzten Auftritten auch Dittgens spielerisches Potenzial weiterhin nicht ausgereizt, der auch davor agieren könnte.
 
D.h. Du traust z.B einem Viet diese Rolle nicht zu?

Ich bin mir nicht sicher. Manchmal blitzt etwas auf. Aber insgesamt zu selten. Er muss in unserem System viel gegen den Ball arbeiten und laufen. Das kostet womöglich auch spielerisches Potential.

Aber das Übergangsspiel durch die Mitte wird bei uns nicht sooo fokussiert trainiert und gespielt. Es geht da auch um Selbstverständlichkeiten, blindes Verständnis und Unbeschwertheit. Das geht nicht von heute auf morgen. Du musst es als Mannschaft jeden Tag, jedes Spiel, immer und immer wieder machen. Das merkt man so Teams wie Verl, Hoffenheim II oder Stuttgart II dann auch an.

Spielstarke Spieler brauchen viel Movement in der Umgebung. Dann können sie erst richtig glänzen. Diese Movement gibt es bei uns auf den Flügelzonen (Rochaden, kommen-gehen, gegenläufige Bewegungen), aber zentral ist unser Spiel sehr statisch (vermutlich auch um eine gute Ordnung und Absicherung im defensiven Umschaltmoment zu haben).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wechselhaft. Zu Urs Fischer gibt es sicherlich einige Parallelen. Aber so eng habe ich Union auch nicht verfolgt.
Ich sehe viele Parallelen von Hirsch zu Kovac. Auch wenn einige vielleicht lachen werden. Kader und Ansprüche sind natürlich null zu vergleichen, genauso wie die Vita von Kovac viel internationaler und mit großen Namen bestückt ist. Aber die Grundüberzeugung wie man eine Mannschaft führt und taktisch spielen lässt, ist ganz ähnlich.

Eine interessante Sichtweise, die ich auf das fußballerische Verständnis und Taktik vollends unterschreiben würde. Ich glaube allerdings, dass Didi trotz seines Verlangens nach Disziplin deutlich mehr Nähe zu seinen Mannschaften hat und mit seiner eigenen Emotionalität anstecken kann. Insofern glaube ich, dass es einer Mannschaft leichter fällt dem emotionalen Fußball von Didi zu folgen, da er es a) authentisch vorlebt und b) das (Über-)Erfüllen dieser fußballerischen Basics zum Erfolg führen. Das führt m.E. dazu, dass auch Spieler, die gerne mehr Fußball ,,würden'' den Weg mitgehen. Außerdem holt er anscheinend auch deutlich mehr die ganze Mannschaft ab und schafft es jedem ein Zugehörigkeitsgefühl zur Mannschaft zu vermitteln.

Kovac hingegen stellt- anscheinend- Disziplin über alles und rasiert dabei gerne auch mal den ein oder anderen Spieler und stellt sich gerne über das Team. Zudem ist das Verteidigen trotz alles Augenmerks darauf oft nicht die Königsdisziplin seiner Teams, da die Balance zwischen Mittelfeld und Abwehr fehlt. Dies kann man bei uns beileibe nicht sagen.

Damit will ich nicht sagen, dass Didi ein besser Trainer als Kovac ist, aber ich glaube, dass er deswegen mit seinem Fußball deutlich erfolgreicher bei uns sein wird, als Kovac bei Dortmund.
 
Eine interessante Sichtweise, die ich auf das fußballerische Verständnis und Taktik vollends unterschreiben würde. Ich glaube allerdings, dass Didi trotz seines Verlangens nach Disziplin deutlich mehr Nähe zu seinen Mannschaften hat und mit seiner eigenen Emotionalität anstecken kann. Insofern glaube ich, dass es einer Mannschaft leichter fällt dem emotionalen Fußball von Didi zu folgen, da er es a) authentisch vorlebt und b) das (Über-)Erfüllen dieser fußballerischen Basics zum Erfolg führen. Das führt m.E. dazu, dass auch Spieler, die gerne mehr Fußball ,,würden'' den Weg mitgehen. Außerdem holt er anscheinend auch deutlich mehr die ganze Mannschaft ab und schafft es jedem ein Zugehörigkeitsgefühl zur Mannschaft zu vermitteln.

Ein sehr schöner Absatz, in dem meines Erachtens vieles enthalten ist, was moderne Führungskräfte auszeichnet.

Didi’s Nähe zu den Menschen und das er damit den einzelnen Spieler und das Kollektiv genau dort abholt wo diese „stehen“. Dafür sprechen u.a. die Aussagen von Bulic (Podbolzer) und Cann Coskun nach dem Aufstieg: „Es ist vieles so eingetreten“ wie Didi es den Spielern gegenüber zu deren Rolle prophezeit hat.

Und damit bin ich bei der authentischen Art von Didi. Seit Friedhelm Funkel, fällt mir nur noch Gruev ein, der mir ähnlich authentisch rüber kam.

Lustigerweise wurde Friedhelm trotz des großen Erfolgs in den 90er oft hinterfragt und es gab für mich nach ihm keinen erfolgreicheren Trainer an der Wedau. Wohlgemerkt als 1. Ligist und für die Dauer.

Leider werden die sog. soft Skills nicht gemessen & erfasst. Dabei entscheiden diese ebenfalls über die erfolgreiche Arbeit eines Trainers.

Zugegebenermaßen fällt mir die Diskussion über diese Skills in einem Forum sehr schwer.
 
Hauptsache nicht verlieren.

Das klappt ja wenn man nicht spielerisch deutlich unterlegen ist, früh in Rückstand gerät und Fehler macht die zum Gegentor führen ziemlich gut. Ob das aber reicht steht auf einem anderen Blatt. In den letzten Spielen haben wir 1,2 Punkte geholt. Damit würde man vom Schnitt her auf Platz 12 stehen. Es reicht aber aufgrund des sehr guten Starts bisher aus um immerhin auf den Relegationsaufstiegsplatz zu stehen. Allerdings auch zum ersten mal, denn vorher waren wir erster oder zweiter. Nicht auszumalen wenn es 7-8 Punkte mehr gewesen wären (was mMn anhand des Spielverlaufes möglich gewesen wäre) wo wir dann jetzt schon stehen würden. Der Erfolg ist aber trotzdem irgendwie da und mehr Risiko bedeutet auch wie im Falle von Cottbus womöglich Punktverlust ( dann wären wir nämlich 2 und vor Energie und Verl Herbstmeister)

Ich möchte die Personalie nicht hochholen und glaube auch das er uns da nicht geholfen hätte, aber gegen Köln hätte ein Spielertyp wie Michelbrink mMn sehr geholfen. Uns fehlt so jemand einfach in solchen Spielen.
 
Auffällig gegen Viktoria Köln war erneut, dass wir gegen pressingresistente Gegner Schwierigkeiten haben, die passende Lösung zu finden.

Scheitert unser hohes Pressing, entstehen daraus zwei zentrale Probleme:
Zum einen ein sehr hoher Energieaufwand ohne entsprechenden Ertrag, zum anderen wird unsere erste Pressinglinie überspielt, was dem Gegner regelmäßig gute Umschaltmomente mit viel Raum im zentralen Mittelfeld eröffnet.

Gerade in diesen Phasen fehlt mir eine situative Steuerung des Pressings. Statt konsequent weiter anzulaufen, wäre eine bessere Dosierung sinnvoll etwa durch temporäres Abkippen in ein kompakteres Mittelfeldpressing, um Räume zu schließen, die Spielkontrolle zurückzugewinnen und das Risiko von offenen Übergangszonen zu reduzieren.

Das würde uns ein gewisses maß an Flexibilität gegen Gegner geben, die sich nicht so leicht pressen lassen.
 
Uns fehlt so jemand einfach in solchen Spielen.
Mit uns meinst du aber vermutlich nicht den Verein, denn die Tatsache, dass wir einen solchen Spielertypen im Sommer abgegeben und nicht Eins-zu-Eins ersetzt haben zeigt für mich, dass wir kein Interesse haben, eine solche Rolle im Spiel zu implementieren. Auch die hohe Anzahl langer Bälle Sonntag geht für mich immer noch auf das Cottbus Spiel, in dem wir im Aufbau den Ball verloren und dann das erste Gegentor gefressen hatten. Seit dem (auch schon vs Aue) ist wieder mehr Risikovermeidung angesagt, die letzte Linie dribbelt kaum bis gar nicht an gegen pressende Gegner.

Letztendlich sind wir mit dem Fußball noch immer deutlich erfolgreicher, als ich erwartet hätte, von daher bin ich gespannt, wie man im Winter und Sommer nachlegen wird. Ich denke, man wird versuchen, einige Spielerrollen mit höherer individueller Qualität zu besetzen, wobei die Personalie Speidel natürlich noch die Variable ist.

Als Aufstiegsfavoriten hatte ich uns ja noch nie empfunden ;)
 
.....die Mannschaft lebt von ihrer Physis, Leidenschaft und Dynamik. Spielerisch ist es leider nur Mittelmaß. Abwehr ist stabil aber fuer den Spielaufbau fehlen die fussballerischen Mittel. Das Mittelfeld ist fuer den Gegner unangenehm aber im Spielaufbau limitiert. Der Sturm lebt von den aussen, wenn sie Platz bekommen wird es für den Gegner gefährlich. Fuer ein Platz unter den ersten drei benötigen wir einen guten Sechser und einen guten 10er, sowie einen guten Aussenverteidiger mit Spielverstaendnis.

.
 
.Fuer ein Platz unter den ersten drei benötigen wir einen guten Sechser und einen guten 10er, sowie einen guten Aussenverteidiger mit Spielverstaendnis.
Ich glaube, dass wir auch mit diesem Kader Platz drei erreichen können, aber, dass das knackig wird.

Ich denke wir haben auf der 10 mit Bookjans und Viet eine beachtliche Besetzung.

Coskun und Bitter gehören für mich zu den besten Außenverteidigern der Liga.

Ich fand schon spannend zu beobachten, mit welchem Personal die Viktoria ihre spielerischen Lösungen realisiert. Sicher haben wir nicht konsequent gepresst, aber das war schon sehr wach und mutig, was die da hinten raus gespielt haben.

Da sind wir viel "nervöser".

Unser spielerisches "Vakuum" liegt dementsprechend zwischen der IV, den Sechsern und den Außen. Da hat sich die Viktoria sehr souverän bewegt. Da sind wir vergleichsweise statisch in der Rollenverteilung, Rochaden finden eigentlich erst in der 3. Kette statt. Schimanski verweist da immer wieder auf Michelbrink und da geht es ihm glaube ich primär um dessen Spielansatz, als um die Frage, ob er jetzt unser Retter wäre. Er hat sich mit Ball genau in den Bereichen bewegt, die wir aktuell systematisch meiden , abgesichert von Castaneda.

Dieser Typ fehlt uns wohl tatsächlich, ein Sechser, der nicht nur pusht oder auslöst, sondern den Gegner zurechtlegt. Nur macht ein solcher Typ keinen Sinn, wenn wir dann nicht auch am Spielansatz drehen.
 
Ich denke wir haben auf der 10 mit Bookjans und Viet eine beachtliche Besetzung.
Viet sehe ich nicht als klassischen 10er.
Bookjans kann diese Rolle ausfüllen.
Ich gebe Dir aber Recht, dass wir Lücken im Spiel haben. Ich fand auch den Spielaufbau mit Bulic und Meurer zu Beginn der Saison deutlich besser, als es akt. der Fall ist.

Genug Möglichkeiten haben wir jedenfalls. Man muss sie nur richtig einsetzen und Formen. Hoffe Speidel bringt da etwas mehr spielerische Aspekte in unser Spiel.
 
Viet sehe ich nicht als klassischen 10er.
Bookjans kann diese Rolle ausfüllen.
Ich gebe Dir aber Recht, dass wir Lücken im Spiel haben. Ich fand auch den Spielaufbau mit Bulic und Meurer zu Beginn der Saison deutlich besser, als es akt. der Fall ist.

Genug Möglichkeiten haben wir jedenfalls. Man muss sie nur richtig einsetzen und Formen. Hoffe Speidel bringt da etwas mehr spielerische Aspekte in unser Spiel.
Glaube Seidel wird eher Bindeglied zum NLZ und langfristig Schubert ablösen. Würde mich trotzdem freuen wenn er dann doch seine Erfahrungen ins taktische einbringt aber wirklich glauben kann ich es nicht.
 
Casar halte ich für einen sinnvollen Transfer. Bei Lobinger erschließt sich mir der Mehrwert noch nicht ganz. Die Trefferquote ist mir bekannt, allerdings lag das "Problem" im Sturm doch eher daran, dass wir die Stürmer nicht mit Bällen gefüttert haben und auch deswegen zu wenig Präsenz in der Box bestand. Abseits davon das wir eher mit dem ersten Spieler vorne drin früh anfangen den Gegner zu pressen.

Ich sehe da aktuell nicht wieso das Spielsystem mit einem anderen Spieler vorne drin sich jetzt grundlegend ändern sollte?

Beide Spieler bearbeiten haargenau unsere Schwachstellen. Die Kaderplanung ist schon sehr schlüssig.

Lobingers Mehrwert sehe ich eher darin, Bälle festzumachen, wenn wir zum Bolzen gezwungen werden, sei es durch hohes Pressing des Gegners oder wenn uns flach nix einfällt.

Bei Casar vermute ich einfach, dass man öfter im 4231 als im 4141 (Planung im Sommer) spielen möchte und keiner der Spieler im Kader das richtige Profil für die Position neben Bulic hat. Meuer und Viet sind schlicht offensivere Spielertypen, Egerer, Müller und Tugbenyo fehlt die Qualität für den Aufstiegskampf.

Trotzdem - und da bin ich voll bei dir - sehe ich das Problem auch eher in der Spielanlage. Durch die Mitte werden bei uns nicht viele Bälle gespielt und das Spiel läuft oft an den zentralen Spielern vorbei. Deswegen wird der Impact von Casar und Lobinger auch nicht so groß sein, wie er sein könnte oder schon mal war.

Die Frage ist halt wirklich ob man da eine Besserung erwarten und erzielen kann, ohne unsere Stärken aufzugeben. Ich habe da gewisse Zweifel.

Schlussendlich muss man konstatieren, dass man wirklich alles probiert, um aus Hirsch' Spielansatz das Maximale rauszuholen.

Jahrelang haben wir uns diese Konstanz gewünscht, um genau so eine Kaderplanung zu ermöglichen. Anstatt in jeder Transferperiode alles umzuwerfen wird jetzt gezielt nachgebessert.

Der Spielansatz gefällt mir nach wie vor nicht sonderlich und langweilt mich auch. Aber das ist mein persönliches Problem...
 
Die Frage ist halt wirklich ob man da eine Besserung erwarten und erzielen kann, ohne unsere Stärken aufzugeben. Ich habe da gewisse Zweifel.
Den Absatz verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz.

Unsere Stärken liegen im Spiel gegen den Ball und im schnellen Umschalten über Außen. Diese Stärken werden mit Sicherheit nicht aufgegeben, denn genau das ist ja unsere Spielidee, welche sich auch durch die beiden Verpflichtungen nicht ändern wird. Der in den Raum gestellte Wechsel von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1 würde ja nichts an unserer grundsätzlichen Spielphilosophie ändern.

Wir bekommen mit Casar aber einen weiteren extrem laufstarken Spieler im Zentrum dazu, der alleine durch seine Laufleistung viele zusätzliche Löcher im Mittelfeld stopfen wird und parallel aber auch am Ball mehr Fähigkeiten hat, als die aktuellen potentiellen Alternativen (Müller, Egerer, Tugbenyo).

Mit Lobinger würde man vorne, wie du ja selbst treffend beschrieben hast, einen Stürmer bekommen, der endlich auch in der Lage ist lang gespielte Bälle mal festzumachen. Und davon spielen wir bekanntermaßen ja gar nicht so wenige ;-) Da er gleichzeitig aber auch über ein gutes Anlaufverhalten verfügt und der Torabschluss mindestens mal als solide bewertet werden kann, gehe ich schon stark davon aus , dass wir mit den beiden Jungs eine deutliche Besserung erwarten dürfen, ohne dabei unsere Grundtugenden und aktuelle DNA über Bord zu werfen.
 
Den Absatz verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz.

Ist ja auch nebulös formuliert.

Ich meinte damit zwei Dinge:

1. Kann Hirsch die Spielanlage dahingehend verändern, dass zentrale Spieler mehr Impact haben. Zum einen um unser Spiel variabler zu machen, zum anderen aber auch, um (zentrale) Spieler besser zu machen (also ähnlich wie bei Symalla oder Sussek auf den Flügeln, um die Mannschaft als gesamtes aber auch den Marktwert des einzelnen zu steigern)?

2. Ist das überhaupt gewünscht oder hat man dann Angst, dass andere Attribute unseres Spiels (Stabilität, Risikominimierung, wenig Ballverluste im Aufbau) darunter leiden?

Also einmal die Frage nach dem Können und einmal nach dem Wollen.

Unsere Stärken liegen im Spiel gegen den Ball und im schnellen Umschalten über Außen. Diese Stärken werden mit Sicherheit nicht aufgegeben, denn genau das ist ja unsere Spielidee, welche sich auch durch die beiden Verpflichtungen nicht ändern wird. Der in den Raum gestellte Wechsel von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1 würde ja nichts an unserer grundsätzlichen Spielphilosophie ändern.

Nein. Das wollte ich auch nicht sagen. Ich glaube man hat im Laufe der Hinrunde gemerkt, dass die Doppel-Sechs besser zu Bulic und zum Blockverteidigen passt. Die Doppel-Acht wirkte viel seltener als in der Regionalliga auf Gegner und den eigenen Matchplan passend. Die Tendenz im Blockverteidigen ging die letzten Wochen immer mehr in Richtung 4-4-2-flach.

Wir bekommen mit Casar aber einen weiteren extrem laufstarken Spieler im Zentrum dazu, der alleine durch seine Laufleistung viele zusätzliche Löcher im Mittelfeld stopfen wird und parallel aber auch am Ball mehr Fähigkeiten hat, als die aktuellen potentiellen Alternativen (Müller, Egerer, Tugbenyo).

Ja. Das meinte ich ja auch. Der Hirsch Ansatz wird mit besseren Spielern perfektioniert.
Ob Casar dann so viele Bälle flach in den Fuß bekommt wie zu seiner Hallenser Glanzzeit ist dann die andere Frage.

Mit Lobinger würde man vorne, wie du ja selbst treffend beschrieben hast, einen Stürmer bekommen, der endlich auch in der Lage ist lang gespielte Bälle mal festzumachen. Und davon spielen wir bekanntermaßen ja gar nicht so wenige ;-) Da er gleichzeitig aber auch über ein gutes Anlaufverhalten verfügt und der Torabschluss mindestens mal als solide bewertet werden kann, gehe ich schon stark davon aus , dass wir mit den beiden Jungs eine deutliche Besserung erwarten dürfen, ohne dabei unsere Grundtugenden und aktuelle DNA über Bord zu werfen.

Da bin ich bei dir. Ich habe ja geschrieben, dass sie genau die Schwachstellen des Kaders im Hinblick auf unsere Schwächen in der Hinrunde bearbeiten, ohne die Spielanlage dabei zu ändern. Die Verpflichtungen deuten auf eine Verfestigung der Spielweise hin und nicht auf eine Weiterentwicklung dieser. Der Entwicklungssprung soll über den Spielertyp kommen, nicht von der Trainerbank.
 
...
Der Spielansatz gefällt mir nach wie vor nicht sonderlich und langweilt mich auch. Aber das ist mein persönliches Problem...
Genau.
Da hast du als Fussballtrainer bei einer Nachwuchsmannschaft einen anderen Druck, als bei einem Profifussballverein, wo die Gesetze des Marktes bei ausbleibendem Erfolg ganz schnell greifen.
Für dich als Taktikfuchs ist das Spielsystem das Hirsch spielen läßt jetzt nicht das was dich inspirieren könnte, du schreibst ja, dass es dich eher langweilt.
Für 95 Prozent der Fans im Stadion ist es egal wer suf dem Platz wie spielt, Hauptsache der MSV gewinnt, auch wenn der Gegner 70% Ballbesitz hat und toll spielt, wie beispielsweise der SC Verl.
Dietmar Hirsch perfektioniert diesen Spielansatz auch darüber, dass er das dazu passende Personal bekommt.
Wir haben in diesem Punkt eine Qualität erreicht, die wir seit wievielen Jahren, oder sind es Jahrzehnte, nicht hatten.
Und wenn dann Symalla, Sussek, Coskun oder Bitter über die außen durchbrechen, dann knistert die Spannung im Stadion ob solcher Angriffe und auch darum geht es doch wozu wir ins Stadion gehen.
Nicht unerwähnt lasse ich noch: Offensive gewinnt Spiele, Defensive gewinnt Meisterschaften.
 
Laut Transfermarkt ist das präferierte System unseres neuen Co-Trainers ein 4-4-2 mit doppelter Sechs. Im Winter holen wir einen zweiten echten Sechser und (allem Anschein nach) einen neuen Stürmer, der ein Upgrade zum quantitativ bereits gut gefüllten Sturm darstellt.
Bahnt sich hier ein Systemwechsel an?
Krüger und Lobinger könnten sich in einem "echten" 4-4-2 als Spielertypen sicherlich gut ergänzen. So hat Krüger letzte Saison vei Saarbrücken auch gezündet (neben Brünker). Das könnte auch Hirschs Spielidee (Ballverluste im Zentrum vermeiden, Ball die Linie hoch, hinterlaufende Außenverteidiger) entgegenkommen. Gegen den Ball spielen wir es ja eh meistens schon so, wenn der 10er etwas nach vorne schiebt.
Allerdings hätte man dann keinen Platz für einen unserer 2 Königstransfers und vermeintlichen Topverdiener aus dem Sommer. Viet und Krüger werden nicht gemeinsam auf dem Platz stehen können. Auch Noß und Bookjans hätten es in diesem System vermutlich schwerer. Beim Verbleib im 4-2-3-1 des Großteils der Hinrunde könnte dagegen nur einer aus Krüger und Lobinger spielen.
Hirsch hat ja bereits angekündigt, dass die Mannschaft sich im Wintertrainingslager auf taktische Abläufe konzentrieren wird. Das wird sicher spannend zu beobachten, wie die Aufstellung in den Testspielen aussieht und wer sich auf der Bank wiederfinden wird.
In jedem Fall haben wir mit den Transfers taktische Flexibilität dazugewonnen. Jetzt liegt es am Trainerteam, diese umzusetzen.
 
Für 95 Prozent der Fans im Stadion ist es egal wer suf dem Platz wie spielt, Hauptsache der MSV gewinnt, auch wenn der Gegner 70% Ballbesitz hat und toll spielt, wie beispielsweise der SC Verl.
ist das so ? @Schimanski spricht immer von Entwicklung .
Mir und vielen DK Inhabern in der nähe ist es nicht egal wie man spielt. Klar freut sich jeder über einen Sieg aber eine spielerische Entwicklung sollte gefördert werden.
Ich war bei den Auswärtsspielen in Verl und Osnabrück vor Ort und war entsetzt wie wir gespielt haben. Toll 4 Punkte geholt.
Gegen Hoffenheim und Cottbus war ich nicht vor Ort und habe nichts verpasst.

Sollte Lobinger kommen wird es spannend zu sehen sein, ob Hirsch mit dieser Qualität und der von Casar umgehen kann und sich etwas verbessert.
Mehr Mut gerade bei den Auswärtsspielen wäre das erste was man erwarten sollte.
 
Wer in unserer Spielweise keine Entwicklung sieht kann gerne auch das Spiel gegen Exxen im NDRP mit dem Vergleichen was wir gegen Ihnen in der Hinrunde gespielt haben. Da ist mehr als ne Meile Platz zwischen und das hat nicht alles was mit dem neuen Personal zu tun sondern auch mit der Weiterentwicklung unserer Spieler.
 
Leute also Bitte… Didi Hirsch sagt in gefühlt jeder PK dass es ihm äußert wichtig ist mit dem Ball besser zu werden. Schon bei Verpflichtung gestern und Interview nach dem Training wiederholte er sich. Dazu kommt die Verpflichtung des neuen Co Trainers wo auch die Weiterentwicklung des Spiels im Fokus steht. Dafür braucht man aber nun eben auch das richtige spielermaterial
 
Ich glaube das beide Spieler die Spielidee von Hirsch optimieren werden/würden.

Krüger ist kein "Wandspieler" und auf der 6 hatte man anscheinend alleine mit Bulic geplant bzw gab es keine optimale Option

Auf den Papier werden wir durch die Transfers noch kompakter und gefährlicher...
 
Ich denke sogar das die beiden sich Mega ergänzen und es sich eine unfassbar starke Doppelspitze werden kann. Lobinger der die Bälle festmacht und die Verteidiger auf sich zieht und Krüger der dann den Raum hat um zu vollstrecken.

Klingt vielversprechend und wird sicherlich auch so funktionieren. Dafür muss Hirsch aber einen zentralen Mittelfeldspieler opfern. Und das wird er in seinem "Safety first"-Ansatz nicht machen. Ausgenommen Bulic und Casar laufen für drei 😜
 
Bahnt sich hier ein Systemwechsel an?
...
In jedem Fall haben wir mit den Transfers taktische Flexibilität dazugewonnen. Jetzt liegt es am Trainerteam, diese umzusetzen.
Ich glaube der letzte Satz ist der entscheidende, denn wir haben zuletzt unsere Formationen immer wieder fließend gewechselt - die ist uns nicht so wichtig.

Cazar verstehe ich als direkte Antwort auf unsere Fehler im Zentrum, auf die wir in den Spielen damit reagiert haben, dass ein Sechser abkippte und quasi die IVs nochmals absicherte - das funktionierte in der Summe gut - rückte Bulic aber in dieser Formation raus, entstand ein riesen Loch.

Ich würde im Moment erwarten, dass Cazar der wäre, der zurück fällt, damit Bulic weiter Alarm machen kann - oder sie sichern sich wechselseitig ab, was schwerer auszurechnen wäre.

Gleichzeitig ist jetzt sogar vorstellbar, dass in der IV mal gewechselt wird.

Lobinger - so er käme - wäre Rechtsfuß und weicht als Mittelstürmer im Gegensatz zu Krüger und Töpken durchaus auf die Flügel aus und flankt (wenig erfolgreich - aber er tut es), macht auch sonst mehr mit dem Ball. Er ist damit teilweise eine Antwort darauf, dass es uns zuletzt kaum noch gelungen ist, unsere Stürmer frei zu spielen.

In dem Rahmen bleiben mehrere Formationen denkbar:

442 mit Doppelsechs und Doppelsturm - 4231 mit Lobinger rechts in der Mittelfeldkette, bis Symalla zurück ist - 343 - mit Sussek - Krüger - Lobinger/Symalla, bzw. Sussek - Lobinger - Symalla.

Somit bleiben wir unserer Philosophie treu, die Mitte zu schließen, Offensivakzente bevorzugt durch Einzelaktionen auszulösen - werden hier aber flexibler und damit wieder schwerer Ausrechenbar und können uns gerade im 4231 dann langsam auch spielerisch entwickeln, da die Mittelfeldkette zwei stabile Anspielstationen im Rückraum bekommt.

Das ist für mich die stärkste Botschaft: Evolution statt Revolution.
 
Hinzu kommt, dass Hirsch ja schon immer sehr, sehr gerne Spiele über die Bank gewinnt. Mit Lobinger und Krüger hätte Hirsch immer eine Topalternative, die früh zur 2. Halbzeit rein kommen und die Spiele ziehen kann. Das is auch echt fies, bald zur zweiten Halbzeit bspw. Krüger, Viet, Symalla rein schmeißen zu können. Damit haben wir von der Bank wieder einen ähnlichen Qualitätsvorteil wie in der Regio.
 
Ich sage mal so; mit den beiden Neuzugängen könnten wie super zwischen 5-4-1 und 3-5-2 alles spielen und das ohne zu wechseln.
Wenn die defensivste Ausrichtung 5-4-1 die Startformation ist, dann gehen die beiden Außenverteidiger mit nach vorne. Ein IV kann dann zum DM nach vorne gehen. Bei 4-5-1 auch die beiden Außen mit nach vorn, ein IV kann nach vorne zum DM werden oder ein DM sich in die Innenverteidigung zurückfallen lassen, je nach Spielsituation. Wenn wir als Basis 3-5-2 haben dann weiter die Außen potenziell offensiv, aber nicht so wie bei den anderen Varianten; der IV bleibt aber hinten. Die beiden DM können sich dann bei Bedarf in die IV zurückfallen lassen und der 2. Stürmer kann bei Bedarf ins OM zurückrotieren (wahrscheinlich Krüger). Wenn wir 4-4-2 starten, dann sind wieder die beiden Außen mit offensiv eingebunden. Zwischen IV und DM kann in beide Richtungen bewegt werden; ein IV in Richtung DM oder ein DM lässt sich in die Kette zurückfallen je nach Bedarf im Spiel. Theoretisch könnte man sogar auf 3-4-3 gehen. Wenn die Mannschaft diese Übergänge fließend und weitgehend ohne Abstimmungsfehler hinbekommt, dann würden wir wahnsinnig flexibel im Spiel werden.
 
Für dich als Taktikfuchs ist das Spielsystem das Hirsch spielen läßt jetzt nicht das was dich inspirieren könnte, du schreibst ja, dass es dich eher langweilt.
Für 95 Prozent der Fans im Stadion ist es egal wer suf dem Platz wie spielt, Hauptsache der MSV gewinnt, auch wenn der Gegner 70% Ballbesitz hat und toll spielt, wie beispielsweise der SC Verl.

Da wäre ich nicht sicher.

Ich will erinnern an die Jahre 1997 bis 1999, in der wir 3 Jahre lang in der Bundesliga einen einstelligen Tabellenplatz hatten. Das gab es zuvor nur in den Jahren 1964 bis 1966. Trotzdem waren die Zuschauerzahlen mau (ok, es war eine andere Zeit). Und an Pfiffen auf Grund der destruktiven Spielweise hat es auch nicht gemangelt.

Solange es aufwärts geht, wirst du recht haben. Sobald aber irgendwann eine Stagnation eintritt, vermutlich nicht mehr.
 
Ich denke wir können uns darauf einigen, dass jeder Spielansatz in die Kritik gerät, wenn man damit dauerhaft nicht gewinnt ;).

Lobinger alleine wird nicht mehr Platz bekommen, als ihn Töpken zuletzt hatte.

Nur weil wir einen weiteren physisch robusten und ballsicheren DM/IV haben, spielen wir nicht automatisch besser.

Beide geben uns aber die Möglichkeit, zum einen das bekannte System auch bei Personalausfall konsequenter weiter zu spielen, als auch die Angriffsvorbereitung zu verbessern, so dass egal wer dann vorne drin ist, wir wieder besser in den Abschluss kommen.

Wenn wir das schaffen, sind wir wieder einen Schritt weiter. Ich halte das zumindest für möglich :).
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange es aufwärts geht, wirst du recht haben. Sobald aber irgendwann eine Stagnation eintritt, vermutlich nicht mehr.
Aber gilt das nicht auch, wenn man @Schimanski 's spielerischen Ansatz spielen würde? Oder meinst Du,
dass nach Niederlagen Alle nach Hause gehen und sagen "aber spielerisch war das erste Sahne. Chapeau (!)
Nein. würde man nicht, weil Niederlagen immer schmerzhaft sind...

Und jetzt mal ehrlich, wenn man hier einige Beiträge liest könnte man meinen, die Mannschaft wäre eine "Holzhackertruppe".
Es gibt verschiedene Ansätze Fußball zu spielen und wenn ich alle Jahre zurückdenke, war und/oder stand der MSV noch nie
für filigrane Fußballkunst, die die Gegner dominant an die Wand spielte. War das schlimm? Nein. Selbst wenn man heute noch
mit Bernard Dietz über Fußball spricht, erklärt er wie man in Duisburg Fußball mag und liebt. Es mag Menschen geben, die
schnalzen mit der Zunge, wenn die Leverkusener Rasenschach spielen, bis sich die Lücke ergeben hat, ein Tor zu erzielen. Das ist
ok, aber nicht meins.
Natürlich spielt D. Hirsch eben Funkel-Fußball. Ist das schlimm, nein. Und er denkt als ehemaliger Abwehrspieler eben defensiv.
Ist das schlimm, nein. Und übrigens funktioniert das ziemlich gut. Mal schauen, welche Mannschaft sich am Ende durchsetzt.
Ich tippe, die mit der besten Defensive... und das eine gute Defensive zu Lasten der Offensive geht, ist jetzt auch keine neue
Erkenntnis.
 
Und wie sollen wir dann jetzt in der Start-11 aussehen?

-------------- Lobinger ----------------
Sussek/Krüger -------- Symalla/Noß
------------------ Viet ------------------
---------- Bulic ------ Casar ----------
Coskun ------------------------- Bitter
------- Hahn ------- Fleckstein -------
---------------- Braune ----------------

So dann, oder?

Dann haben wir am Ende eine Bank voller Spieler, die bei 10 anderen Drittligisten Stammspieler wären.
Wahnsinn.
 
Mal schauen, welche Mannschaft sich am Ende durchsetzt.

Das ist wirklich spannend. Es gibt da bestimmt verschiedene Argumentationsansätze. Wenn man auf diese Tabelle (leider von Anfang Dezember, vielleicht kann @Pawel die aktuelle veröffentlichen)...


...schaut, scheint Rostock am variabelsten in der Spielanlage zu sein, dabei aber sehr riskant zu spielen. Osnabrück kann auch vieles ziemlich gut, aber mehr in Richtung Sicherheit.

Aber ist Variabilität der Schlüssel zum Aufstieg oder sind es die Teams, die sich stärker auf einen Ansatz konzentrieren wie Verl oder Cottbus oder auch wir?

Auflösung dann in etwa fünf Monaten...
 
Natürlich spielt D. Hirsch eben Funkel-Fußball. Ist das schlimm, nein. Und er denkt als ehemaliger Abwehrspieler eben defensiv.
Ist das schlimm, nein. Und übrigens funktioniert das ziemlich gut. Mal schauen, welche Mannschaft sich am Ende durchsetzt.
Ich tippe, die mit der besten Defensive... und das eine gute Defensive zu Lasten der Offensive geht, ist jetzt auch keine neue
Erkenntnis.

Aber um all das ging es in meinem Post überhaupt nicht. Ich habe weder gesagt, dass etwas schlimm, noch, dass etwas nicht schlimm ist. Ich habe ausschließlich die Aussage hinterfragt, dass es einer überwältigenden Mehrheit egal ist, wie der MSV spielt, wenn er nur gewinnt.

Nur darum ging es. Und nicht um all die anderen Dinge, die du aufzählst.

Und den Beweis dafür, dass es sehr vielen eben nicht egal ist, haben viele MSV-Fans in der Funkel-Zeit erbracht. Jeder, der es erlebt hat, weiß es.

Ob sich das in den 30 Jahren seitdem geändert hat? Das werden wir erst dann wissen, wenn wir wieder über eine längere Zeit Erfolg haben mit wenig attraktivem Spiel. Noch ist es nicht soweit.
 
Ich glaube denke und bin der Überzeugung, das wir uns weiterentwickeln, nur für die einen ist Entwicklung, mehr Ballbesitz etc.
Für einige ist es eben defensiv gut zu stehen etc.
Der Aspekt, das der Trainer mit Kommunikation Mannschaft vielleicht auch das spielt was die Mannschaft kann.
Es gibt Trainer die wollen ihre Taktik dem Team aufdrücken, was nicht passt.
Sch.... 05 als Beispiel, die spielen kein Hurra Fußball, aber vielleicht das was die Mannschaft zur Zeit kann.
 
Das ist wirklich spannend. Es gibt da bestimmt verschiedene Argumentationsansätze. Wenn man auf diese Tabelle (leider von Anfang Dezember, vielleicht kann @Pawel die aktuelle veröffentlichen)...



...schaut, scheint Rostock am variabelsten in der Spielanlage zu sein, dabei aber sehr riskant zu spielen. Osnabrück kann auch vieles ziemlich gut, aber mehr in Richtung Sicherheit.

Aber ist Variabilität der Schlüssel zum Aufstieg oder sind es die Teams, die sich stärker auf einen Ansatz konzentrieren wie Verl oder Cottbus oder auch wir?

Auflösung dann in etwa fünf Monaten...
Bildschirmfoto 2026-01-04 um 18.30.40.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Woher kommen diese Tabellen? Würde mich da durchklicken wollen.

Impect heißt der Anbieter, ist aber kostenpflichtig.

Die Tabellen sollte man IMHO auch nicht auf die Goldwaage legen. Sie bilden nur Tendenzen ab, da es ja auch Grauzonen zwischen den Stilen gibt. Interessant sind sie für mich, der gerne über Spielstile diskutiert, trotzdem.

Ein wenig rätsel ich noch darüber, wieso RWE in allen Tabellen in der unteren Tabellenhälfte ist. Sie scheinen keinen ausgeprägten Spielstil zu haben. Das haben sie mit einigen Teams aus der unteren Tabellenhälfte der realen Tabelle gemeinsam, stehen aber dort oben. Heißt das, dass sie ihre Spiel vor allem über individuelle Qualität gewinnen?
 
@Schimanski

Mal ganz naiv gefragt. Hahn/Fleckstein, Bulic/Casar, Krüger/Lobinger - das wäre ja eine brettstarke zentrale Achse. Würde das in dieser (möglichen) Konstellation nicht gerade unser Spiel durchs Zentrum stärken?
 
Zurück
Oben