Ich war gestern in Regensburg und ganz ehrlich: So eine Euphorie nach den Toren und nach Abpfiff habe ich selten erlebt.
Die ersten 30 Minuten war Regensburg klar besser. Dann sah Lobinger wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte – völlig unnötig, und seine Sperre wird uns natürlich wehtun.
Als nach einer Stunde auch noch das 1:0 für Regensburg fiel, dachte ich ehrlich gesagt: Das war’s – wie soll man das noch drehen?
Tja. MSV.
Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben, sondern erst recht gekämpft. Nach dem Ausgleich eskalierte der Block völlig, und als dann sogar die Führung fiel, brachen endgültig alle Dämme. Alle lagen sich in den Armen, jeder schrie und sprang. Genau für solche Momente geht man ins Stadion.
Und dann der Abpfiff: Mit zehn Mann, auswärts und nach einem Rückstand holt der MSV drei Punkte.
Natürlich wird uns Lobingers Sperre, gerade als unser bester Stürmer, wahrscheinlich für mehrere Spiele wehtun. Aber gestern hat die Mannschaft vielleicht etwas gewonnen, das uns durch die Saison tragen kann: das gemeinsame Erlebnis, ein fast verlorenes Spiel unter schwierigsten Bedingungen noch zu drehen.
Dieses Selbstvertrauen kann man nicht trainieren – man muss es erleben.
Vielleicht verkläre ich den Sieg noch ein wenig, weil ich live dabei war. Aber ich glaube, an diesen Nachmittag werden wir uns im Laufe der Saison noch öfter erinnern.
Was für ein Spiel. Was für eine Mannschaft. Was für ein Auswärtsblock.
Nur der MSV!


