Gehen wir mal von 2.000 abgesetzten Karten aus (Quelle: MSV-Homepage). Diese Zahl ist durchaus in Ordnung und an der Tageskasse vielleicht noch steigerungsfähig. Ein 0-3, 0-2 und 0-3 innerhalb von sieben Tagen sind halt keine schlagenden Argumente für einen freien Sonntag auf dem Acker. Da können die Eintrittspreise noch so klein sein.
Zwischenzeitlich mehrten sich die Stimmen, die von wenigen Restkarten sprachen. Da geht man als Leser mangels gegenteiliger Informationen vom Maximalkontingent als Bezugsgröße aus. Auch hieran erkennt man, dass der Informationsfluss zwischen Verein und Fans verbesserungswürdig ist. Früher gab es hier einen User namens "Abteilung Ticketing", der die Fans mit Informationen aus erster Hand versorgte und regelmäßig die Nachfrage eruierte.
Aber es geht auch nicht um die Frage, ob 2.000 oder 3.000 Zebras den Weg finden (In der letzten Saison haben in einem lahmen Neu-Tivoli 1.600 Zebras für die strategische Lufthoheit völlig ausgereicht). Es ging darum zu versuchen, die Leute ganz schnell aus ihrer tiefen Depression nach dem unglücklichen 0-3 gegen 1860 herauszureißen und neue Kräfte zu wecken. Die Fans sind von Anfang an positiv auf den Aufruf hier und bei Facebook angesprungen und haben sich gegenseitig heiß gemacht. Am Ende sind wir defintiv ein paar Fans mehr auf dem Acker.
Aber worum es eigentlich geht, ist eine richtige Aufbruchstimmung in der ganzen Stadt zu erzeugen. Und das nicht erst am 27. Spieltag. Der Verein hat die Vorfreude durch vage Wasserstandsmeldungen gepuscht. Die Mannschaft hat nun mit den 200 Freikarten ein tolles Zeichen gesetzt. Die Medien schreiben ein bißchen darüber. Das kann alles nur der Anfang einer handfesten Aufbruchstimmung sein.
Bei "DerWesten" waren neulich Stimmen Duisburger Bürger zu lesen. Alle hatten etwas gemeinsam: Der Grundtenor war, dass der MSV nicht absteigen DARF. Da kamen Politiker, Unternehmer, Gaststätteninhaber, Fans etc. zu Wort. Wenn hierüber Einigkeit besteht, wird es Zeit für eine konzertierte Aktion.
Auswärts auf dem Acker ist schön und gut. Wir müssen sehen, dass die Aufbruchstimmung die
Heimspiele erfasst! Sag niemals nie! Es gibt keinen besseren Motivator als Angst. Und die Angst um den MSV sollte das ermöglichen, was teilweise nicht einmal in Erfolgszeiten möglich war!
Wir Fans können nur versuchen, für die nächsten Spiele immer und immer wieder Leute aus dem Umfeld zu mobilisieren. Als Sponsor und Verein sollte man an größere Aktionen gegen Eintracht Braunschweig denken. Duisburg muss zuplakatiert werden. Radio Duisburg muss stündlich MSV-Trailer senden. Als Sponsor und Verein muss man sehen, dass das Stadion voll(er) wird. Vergünstigte Preise -wie in Aachen. Schau-Ins-Land-Reisen muss für das nächste Heimspiel Gas geben. Jetzt werden sie gebraucht.
Aber zuvor müssen wir alle erstmal in Aachen 90 Minuten ausrasten und den Acker stürmen! Die Mannschaft gab uns in dieser Saison JEDEN Grund, sich wütend abzuwenden. Aber die drei Buchstaben M-S-V nehmen uns in die Pflicht, dieser Truppe zu folgen, damit wir den Worst Case gemeinsam abwenden können.