Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Ich will auch noch meinen Käse (in einer gewissen Oberflächlichkeit) dazugeben. Ich bin kein Freund des Hirsch-Fußballs, aber er ist seit anderthalb Jahren extrem erfolgreich und kann auch nicht ganz unattraktiv sein. Es kämen sonst keine 20.000 Zuschauer und mehr zu unseren Heimspielen. Ich habe mich damit inzwischen arrangiert. Der Kader ist für diesen Fußball zusammengestellt. Diese Stringenz gefällt mir, die Verantwortlichen wissen, was sie wollen und tun das konsequent. Das war in den vergangenen Jahren nicht so. Der Hirsch-Fußball ist für mich okay, so lange wir erfolgreich sind und die gewollte Spielanlage gut umsetzen. Und es ist ja nicht so, dass wir nur verteidigen. Auch nach vorne geht was. Es wäre ein Traum, wenn wir am Ende erneut aufsteigen sollten. Und wenn wir ihn knapp verpassen, dann war es trotzdem eine außergewöhnlich positive Saison. Mehr, als die allermeisten im Sommer erwartet hatten.

Plan A, Plan B, Plan C, haben wir genug Ideen, sind wir in der Spielausrichtung variabel genug, stellt sich der Gegner auf uns ein oder wir uns auf den Gegner? Fragen über Fragen... Ich meine, Hirsch und sein Team finden in nahezu jedem Spiel eine passende Lösung für die jeweilige Spielweise der Gegner. Insofern finde ich uns im Rahmen der Spielphilosophie, die Hirsch vertritt, durchaus variabel.

Ich hätte da allerdings mal eine Einschätzung der Taktikfreaks: Eine der Mannschaften, die mir mit am wenigsten flexibel erscheint, ist der SC Verl. Ich sehe nicht viele Spiele von den Verlern, aber wenn ich sie beobachte, spielen die immer ihr Spiel, unbeirrt, schauen nur auf sich und sind allem Anschein nach der Meinung, dass sich der Gegner nach ihnen zu richten habe. Sehe ich das richtig?
Sehe ich auch so bzgl. Verl.
Deren Problem ist dann, wenn die Taktik nicht aufgeht.
Bestes Beispiel unser Spiel in Verl. Wir waren so was von unterlegen in dem Spiel.
Bis wir den Anschlusstreffer gemacht haben...
Danach war Verl komplett von der Rolle, weil wir dann plötzlich mehr wollten.
Ganz ehrlich: Nach dem 0:2 war das Spiel für mich vorbei.
Verl war da einfach zu überlegen.
Aber nach dem Gegentor und dem Druck sind sie eingebrochen.
Das war richtig schwach von Verl. Darf niemals passieren.
Mir war es recht. Auch, wenn es in dem "Stadion" echt kacke war.
Aber der Jubel war unbezahlbar.
 
@Psychozebra: Martin Rafelt hat in einem seiner Seminare mal sinngemäß gesagt: Die Defensive bestimmt das Spielfeld, die Offensive spielt das Spiel.

Beantwortet jetzt nicht 100%ig deine Frage, aber ist vielleicht ein Punkt über den es sich nachzudenken lohnt.

In welchen Spielphasen habe ich als Team welchen Einfluss/Verantwortung und wann die ist Ausrichtung am Spiel des Gegners wichtiger und eher weniger wichtig?

Hinzu kommen dann natürlich noch so Aspekte wie Qualität (pauschal: je mehr du hast, desto weniger muss du dich am Gegner orientieren) und Spielphilosophie. Eine Spielphilosophie kann man auch mit unterschiedlicher Konsequenz leben. Das geht dann auch schon stark in Richtung Haltung, Mindest und Überzeugung.

Verl hat das Hinspiel gegen uns ganz sicher verloren, weil sie ihre Spielphilosophie ohne Rücksicht auf Sieg und Niederlage durchgezogen haben. Die Entstehung des dritten Tores ist ganz klar dieser Haltung geschuldet. 99% aller Fußballmannschaften hätten den Ball an der Eckfahne weg gedroschen und ihn nicht im Spiel gehalten und sich abnehmen lassen.

Wieso machen das die Verler trotzdem mit voller Konsequenz? Weil sie der Überzeugung sind, dass man solche Situationen nur meistern kann, wenn man sie immer zu lösen versucht, egal wie schwer sie sind. Das Scheitern ist Teil des Entwicklungsprozesses und nur darüber ist einer Steigerung möglich. Man wird nicht besser, wenn man nur Dinge macht, die man schon kann.

Das kann man bei Kindern gut beobachten (wovon du ja drei zu Hause hast ;) ) oder beispielsweise bei Artisten.

Im Fußball ist diese Philosophie (im Wettkampf) so schwer umzusetzen, weil Fußball ein Low Score-Game ist und ein Fehler weitreichendere Folgen als an anderen Stellen im Leben habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Psychozebra: Martin Rafelt hat in einem seiner Seminare mal sinngemäß gesagt: Die Defensive bestimmt das Spielfeld, die Offensive spielt das Spiel.

Beantwortet jetzt nicht 100% deine Frage, aber ist vielleicht ein Punkt über den es sich nachzudenken lohnt.

In welchen Spielphasen habe ich als Team welchen Einfluss/Verantwortung und wann die ist Ausrichtung am Spiel des Gegners wichtiger und eher weniger wichtig?

Hinzu kommen dann natürlich noch so Aspekte wie Qualität (pauschal: je mehr du hast, desto weniger muss du dich am Gegner orientieren) und Spielphilosophie. Eine Spielphilosophie kann man auch mit unterschiedlicher Konsequenz leben. Das geht dann auch schon stark in Richtung Haltung, Mindest und Überzeugung.

Verl hat das Hinspiel gegen uns ganz sicher verloren, weil sie ihre Spielphilosophie ohne Rücksicht auf Sieg und Niederlage durchgezogen haben. Die Entstehung des dritten Tores ist ganz klar dieser Haltung geschuldet. 99% aller Fußballmannschaften hätten den Ball an der Eckfahne weg gedroschen und ihn nicht im Spiel gehalten und sich abnehmen lassen.

Wieso machen das die Verler trotzdem mit voller Konsequenz? Weil sie der Überzeugung sind, dass man solche Situationen nur meistern kann, wenn man sie immer zu lösen versucht, egal wie schwer sie sind. Das Scheitern ist Teil des Entwicklungsprozesses und nur darüber ist einer Steigerung möglich. Man wird nicht besser, wenn man nur Dinge macht, die man schon kann.

Das kann man bei Kindern gut beobachten (wovon du ja drei zu Hause hast ;) ) oder beispielsweise bei Artisten.

Im Fußball ist diese Philosophie (im Wettkampf) so schwer umzusetzen, weil Fußball ein Low Score-Game ist und ein Fehler weitreichendere Folgen als an anderen Stellen im Leben habe.
Was ja bemerkenswert und sonderbar ist bei uns, speziell auch hier im Portal:
Jeder, absolut jeder kann und darf seine Meinung vertreten und auch äußern. Trotzdem herrscht hier meistens ein gesunder Ton und es macht Spaß zu lesen.
Glaube der User @Baldwien hatte sich die Zeit genommen und es ganz gut in einem anderen Thread zusammengefasst.

Deine Beiträge @Schimanski finde ich ja manchmal etwas zu überspitzt, dennoch ziehe ich ab und an etwas positives heraus, um sich auch selber weiterzuentwickeln oder um mal wieder einen anderen Blickwinkel zu bekommen. Daher Danke für deine Gedanken auch wenn ich Sie nicht immer teile.

Zum Thema:
Was ich bemerkenswert finde bei unserer Mannschaft, dass Sie egal welche Taktikschablone man drauflegen wird, wir eine so unberechenbare Mannschaft haben mit einem so großen Willen und einer absolut geilen Teamchemie / Leidenschaft.
Das habe ich selten an der Wedau in dieser Form gesehen.
Natürlich erkennt man unsere Spielphilosophie und auch das was wir für Vorhaben. Dennoch hab ich immer den Eindruck, dass die Gegner kein vollumfängliches Rezept für uns haben oder finden werden. Schlechte Tage / Niederlagen gehören dazu, aber diese Taktik gepaart mit dem Trainerteam, Mannschaft, Fans allen zusammen, ist was ganz besonderes!
 
Nur eine kurze Anmerkung dazu .
Ich denke das unser Spiel mit der intregierung von Casar und Lobinger jetzt ein anderes Spiel sein wird , ein viel dominanteres .
Meiner Meinung nach werden wir jetzt nach und nach immer mehr die Regie auf dem Platz übernehmen .
Sehe die beiden als absolute Puzzleteile die unserem Spiel gefehlt haben , weswegen wir besonders in Auswärtsspielen oft dem Gegner das Spiel überlassen haben .
Gegen Regensburg ist mir die Veränderung schon aufgefallen , bin sehr auf morgen gespannt .
 
Ich glaube ehrlich, dass die Unterscheidung Heim & Auswärts sehr subjektiv ist auch zuhause haben wir nie wirklich das Spiel gemacht es wirkt einfach dominanter dadurch, dass der Gegner fast nie durch die Vierrerkette durchkommt. Grade gegen die schwächeren Gegner im 1/4 und 3/4 der Saison war das quasi entscheidend, niemand kam bei uns durch, weil wir hinten mit der Doppel 6 standen und der kompakten Viererkette und immer über die Flügel kamen, das Problem war vor allem, dass wir dann niemand hatten der in der Mitte richtig stand und abzieht. Das ist ja die Stärke von Lohbinger, er ist ja nicht sonderlich schnell aber groß und hat nen gutes Stellungsspiel, das was man sich initial mal von Töpken erhofft hatte.
 
Ich denke das unser Spiel mit der intregierung von Casar und Lobinger jetzt ein anderes Spiel sein wird , ein viel dominanteres .
Bin da bei @Salou9 dass das im Kern keine klassische Dominanz ist, denn die drückt sich in Spielanteilen aus, sondern eher eine gefühlte Unverwundbarkeit.

Unsere Grundachse Flecki Hahn - Bulic Casar - Lobinger ist schon rein physisch beeindruckend und Casar macht aus dem vorher eher unruhigen Epizentrum Bulic, neben dem es dann immer noch einen anderen gab, plötzlich ein ausgependeltes Plateau, eine Art Mutterschiff, um das sich das Spiel wirklich sortieren kann.

Wenn die beiden diese Selbstverständlichkeit, die ich das letzte Mal in dieser Ausprägung, wenn auch in einer ganz anderen Statik beim Duo Schnellhardt Fröde empfunden habe und in ersten Ansätzen bei Castaneda Michelbrink, wenn sie das stabilisiert bekommen, wäre das schon cool - dann gebe ich uns eine echte Chance.

Der Traum wäre dementsprechend, dieses Gefühl des Fundamentes, auf dem alles andere ruht, auch in Ulm wieder zu bekommen. Ich drücke den Jungs die Daumen.
 
Bin da bei @Salou9 dass das im Kern keine klassische Dominanz ist, denn die drückt sich in Spielanteilen aus, sondern eher eine gefühlte Unverwundbarkeit.

Unsere Grundachse Flecki Hahn - Bulic Casar - Lobinger ist schon rein physisch beeindruckend und Casar macht aus dem vorher eher unruhigen Epizentrum Bulic plötzlich ein Plateau, eine Art Mutterschiff, um das sich das Spiel sortieren kann.

Wenn die beiden diese Selbstverständlichkeit, die ich das letzte Mal in dieser Ausprägung, wenn auch ganz anderer Statik beim Duo Schnellhardt Fröde in Erinnerung habe, wenn sie das stabilisiert bekommen, ist das schon cool.

Es wäre dementsprechend ein Traum, dieses Gefühl eines echten Bollwerkes, auf dem alles andere ruht, auch in Ulm wieder zu bekommen. Ich drücke den Jungs die Daumen.
Du darfst aber nicht vergessen das Bulic - Casar bzw. Lobinger erst 2 x zusammen gespielt haben . Und das war schon große Klasse .

Das wird noch besser und dominanter , warte mal ein paar Spiele ab .🙂
 
Du darfst aber nicht vergessen das Bulic - Casar bzw. Lobinger erst 2 x zusammen gespielt haben . Und das war schon große Klasse .

Das wird noch besser und dominanter , warte mal ein paar Spiele ab .🙂
Dein Wort in Gottes Ohr - es gibt Spieler, die werden dann einfach immer besser, und es gibt Spieler, die dann, wenn klar ist, sie können es, abfallen - einer der entscheidenden Gründe, warum manche dann in Liga 3 spielen. Wie gesagt: Die beiden Spiele haben bei mir echt Eindruck hinterlassen, aber mir steht im gleichen Moment unseren Ennatz Dietz vor Augen, dem ich zu Beginn der Rückrunde 19/20 vor einem Spiel begegnete, wobei ich ihm begeistert sagte, das müsse doch eine Mannschaft sein, die ihm auch wieder Spaß mache und er von einem Moment auf den anderen sehr ernst wurde und sinngemäß und sehr ruhig sagte: "Die müssen das erstmal so zu Ende bringen." Als er sah, dass ich doch ein wenig geschockt war, lächelte er kurz und mild und fügte an (wieder sinngemäß): "Schon,... - aber wie gesagt... ." - und wir wissen: Er sollte Recht behalten.
 
Zu den Themen ... mehr Dominanz und Entwicklung des Spiels ...
Ich denke, dass ein dominanteres Spiel durch eine starke Doppel-6 erzeugt werden kann. Ebenfalls bin ich auch der Meinung, dass gerade das "einfache" Spiel einen Vorteil mit sich bringt. Die Integration von neuen Spielern oder die Reintegration von angeschlagenen Spielern ist zumindest theoretisch mit weniger Komplikationen verbunden, wobei das nicht mit dem Momentum auf dem Platz zu verwechseln ist. Gerade da sehe ich sogar eine gewisse Achillesverse. Solange jedoch andere Spielanlagen nicht ausreichend gut umsetzbar sind sei es bedingt durch Verletzungen, Fähigkeiten der Spieler oder kleine Krisen, wie die Personalie Krüger, finde ich es gut, wenn man sich auf die Stärken konzentriert.
 
Ich glaube, da täuscht der bullige Körperbau. Das wird nie so dynamische Aussehen wie bei Symalla, aber ich finde den Tyger echt fix auf den Beinen.
Frag mal beim Stuttgarter nach der Im Vollsprint ohne Ball gegen Tyger mit Ball keine Chance hatte. :D

Obendrein hatte Tyger da trotz Vollsprint blitzsaubere, absolut perfekte Ballkontakte!
 
Ich glaube ehrlich, dass die Unterscheidung Heim & Auswärts sehr subjektiv ist auch zuhause haben wir nie wirklich das Spiel gemacht es wirkt einfach dominanter dadurch, dass der Gegner fast nie durch die Vierrerkette durchkommt. Grade gegen die schwächeren Gegner im 1/4 und 3/4 der Saison war das quasi entscheidend, niemand kam bei uns durch, weil wir hinten mit der Doppel 6 standen und der kompakten Viererkette und immer über die Flügel kamen, das Problem war vor allem, dass wir dann niemand hatten der in der Mitte richtig stand und abzieht. Das ist ja die Stärke von Lohbinger, er ist ja nicht sonderlich schnell aber groß und hat nen gutes Stellungsspiel, das was man sich initial mal von Töpken erhofft hatte.
Der Tyger ist aber mal richtig schnell.
 
Dem Tyger ist ja die Leichtathletik nicht ganz fremd, auch wenn er sich schon sehr früh auf den Fußball konzentriert hat. Übrigens nur ein paar Minuten von hier entfernt.
 
@Schimanski Du schriebst in der Artikel: „Das Spiel glich lange Zeit einem offenen Schlagabtausch.“ Mich würde interessieren, was deine Vorstellung von einem offenen Schlagabtausch ist. Ich stelle mir darunter eher vor, dass es hoch und runter sowie Torchancen „hüben wie drüben“, fast im Minutentakt, gibt. Das habe ich bei dem Spiel allerdings gar nicht gesehen.
 
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@Schimanski Du schriebst in der Artikel: „Das Spiel glich lange Zeit einem offenen Schlagabtausch.“ Mich würde interessieren, was deine Vorstellung von einem offenen Schlagabtausch ist.

Viele Umschaltmomenten, viele Ballbesitzwechsel, die durch schnelles, riskantes und vertikales Spiel entstehen.
Wenig Spielphasen, die von klaren Abläufen, Geduld, Vorbereitung und Ordnung geprägt sind.
 
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Sodele MSV Schwabe nun auf der richtigen Diskussion Seite , als jahrelanger Trainer habe ich glaube ein bissel Ahnung vom Fussball.
Die Ulmer Mannschaft kenne ich,deshalb gibt's da keine Ausrede, schwaches Spiel etc., die musst als aktueller Top 3 Club der Liga was unser MSV ist, und mit dem Spielermaterial vielleicht nicht an die Wand spielen aber mit einem normalen Aufwand ganz einfach besiegen. Das Ulmer Spiel war nur auf stören und einzelne Konter ausgelegt, und unser MSV wollte ebenfalls mit Konterspiel dagegenhalten ,dann kommt halt unterm Strich so ein schlechtes Spiel zustande. Ich hoffe heute gegen Verl auf ein anderes auftreten, schneller Umschalten und bitte etwas mehr Risiko ,wir haben die Spieler dazu,und dann klappts auch mit einem Sieg.

I
 
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Viele Umschaltmomenten, viele Ballbesitzwechsel, die durch schnelles, riskantes und vertikales Spiel entstehen.
Ich fand das spannende an dem Spiel, dass es für mich ein Schlagabtausch mit Langschwert und Säbel war:

Ulm mit dem Säbel, physischen Aktionen gegen die Ballführenden, guter Verdichtung aber dann vor allem blitzschnellen Ballstaffetten nach vorne - wir mit langen Schlägen mit der Hoffnung den Gegner so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass die Deckung versagt.

Gefährlich waren wir aber eben primär dann, wenn auch wir den Ball ins Laufen gebracht haben. Wir können das - bin sehr gespannt auf heute.
 
Heute hat man gut gesehen, dass fast nur eine spielerische Lösung eines wirklich guten Teams gegen einen gut verteidigen Gegner auch nicht erfolgreich ist.

Und du hättest das gleiche geschrieben, wenn Verl die Großchancen genutzt hätte, die sie sich reihenweise erspielt haben?

Freuen wir uns doch einfach über den Sieg, aber das Spiel kann wirklich nicht der Anlass sein, so eine Aussage wie du jetzt zu treffen. Heute waren wir die Glücklichen und das kann man doch einfach mal so hinnehmen.
 
Bin diesmal noch mehr gespannt darauf wie Schimanski das taktisch für den interessierten Laien aufdröselt. Zwischendrin war ich mir überhaupt nicht mehr sicher wer jetzt welche Position auf welcher Seite bekleidet. Und in welcher taktischen Formation das geschehen ist.

Musste 2x schauen als Can vorne zentral den Keeper gepresst hat obwohl wir eigentlich schon wieder in der Grundordnung standen.

Zwischendrin War es Schlicke - Bitter - Fleckstein als 3er Kette? Wobei zu Beginn auch Can öfter eingerückt war und Schlicke rausging?

Boah da war echt viel los….
 
Erste 20 Minuten waren wir offen wie ein scheunentor. Coskun gibt den 10er und links stehen ständig 2 Verler frei, beim Tor waren es sogar 4 in unserem Strafraum. Diese Taktik hat wohl niemand verstanden. Erst nach der "Verletzung" von Braune haben wir umgestellt und besser gestanden.
Das war schon vogelwild in den ersten 20 Minuten, das war taktisch nichts ...
 
Musste 2x schauen als Can vorne zentral den Keeper gepresst hat obwohl wir eigentlich schon wieder in der Grundordnung standen.
Das ist der Moment gewesen, an dem ich an unserer Zurechnungsfähigkeit gezweifelt habe … also das kannst du gegen Aue, Regensburg, Schweinfurt gerne mal so für die Laune machen, aber gegen Verl. Jetzt mal vom 1:0 abgesehen, war das schon ein wenig mit Spiritus ein Feuer löschen …

Hirsch klärte im Interview auf, dass er in der Phase dem Wunsch der Mannschaft entsprochen hat, die weniger abwarten sondern maximal pressen wollte.

Eine Lektion die die Mannschaft lernen musste? Also meinetwegen nicht. Bei so einer Idee darf Didi gerne das letzte Wort haben 😅

Wobei gegen dieses Verl der berühmte geparkte Bus auch nicht zwingend dazu führte, dass Verl chancenlos war, um es vorsichtig auszudrücken.

Verrücktes Spiel, verrückter Sieg, normale 3 Punkte mehr auf dem Konto.
 
Bin diesmal noch mehr gespannt darauf wie Schimanski das taktisch für den interessierten Laien aufdröselt. Zwischendrin war ich mir überhaupt nicht mehr sicher wer jetzt welche Position auf welcher Seite bekleidet. Und in welcher taktischen Formation das geschehen ist.

Musste 2x schauen als Can vorne zentral den Keeper gepresst hat obwohl wir eigentlich schon wieder in der Grundordnung standen.

Zwischendrin War es Schlicke - Bitter - Fleckstein als 3er Kette? Wobei zu Beginn auch Can öfter eingerückt war und Schlicke rausging?

Boah da war echt viel los….

Anfangs 4-2-3-1, die Verler haben aber unsere linke Seite immer mit 4 gegen 3 überladen.
Da wurde dann Borkowski zurückgezogen und auf 5erkette umgestellt, auch um gegen den schnellen Besio anzukommen (da hatte Bitter, auch aufgrund der Überlagerungen, Probleme). Hatte Borkowski super gemacht bis zu seiner Verletzung.
Can war dann als Schienenspieler vorne als er "durchgepresst" hat.

Als auf 5er-Kette umgestellt wurde, wurde Bitter auch plötzlich zum Abwehrchef. Denn Fleckstein war zu ruhig, gab kaum Anweisungen. Bitter hatte das dann übernommen.
 
Nicht nur Tadel sondern auch Lob wenn es verdient ist. Das Trainerteam hat mehrmals gut reagiert und umgestellt, so dass das eigentlich spielerisch bessere Team der Verler in der Abwehr anfällig wurde. Freue mich mit allen MSV Fans über glückliche 3 Punkte, egal auch so Spiele musst erstmal gewinnen,und 4 Tore müssen erstmal erzielt werden. Nun bissel freuen und nächste Woche auf ein Neues.
 
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