Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Wie gesagt, das gehört im Kern in den Kaderthtead - aber Personaldkiskussionen machen nur Sinn auf Basis der Spielidee.

Im Moment ist aber spannender wie wir in dieser Liga unser Spiel weiter stabilisiert bekommen
 
Ich hoffe einfach mal das unsere Trainer und Analysten zeitnah herausfinden warum wir seit 5 Spielen eine katastrophale Defensive haben. Abgesehen von Schweinfurt hätten uns Ulm, Verl, und Havelse jeweils locker 3-4 Tore einschenken können. Wiesbaden hat uns 6 Gegentore gedrückt aber Locker noch 2-3 liegen lassen.

Verteilen wir weiterhin diese eklatanten Freifahrten wird es noch richtig übel in den nächsten Wochen!
 
Ich weiß nicht, wo es sonst reinpasst, daher packe ich es mal hier rein:

Es wird in den verschiedenen Themen ausgiebig über die Spielanlage diskutiert und ob/wie wir damit im Aufstiegskampf bestehen können. Was mich darüber hinaus kritisch denken lässt, ist der nachlassende Zusammenhalt auf dem Platz. Zumindest kommt es mir so vor. In den meisten Spielen der Saison konnte man gut beobachten, wie sich die Spieler gegenseitig abklatschen, anfeuern, aufhelfen, abfeiern. Das geht mir gerade verloren. Beim Heimspiel gegen Havelse fand ich das sehr schwach. Zwei Beispiele aus der zweiten Halbzeit: sowohl Krüger (beim Zusammenprall mit dem Torwart), als auch Symalla (als er schon seine Auswechslung angezeigt hat) sind länger liegen geblieben. Keiner von unserer Mannschaft ist hingegangen und hat nach ihnen geguckt, sich gekümmert, ihnen aufgeholfen. Nein, es waren die Havelse-Spieler, die in der Unterbrechung nach ihnen geguckt haben. Gerade Lobinger hätte da vorne was machen können. Statt nach Symalla zu gucken, hat er sich von den Betreuer nur Verpflegung geben lassen.

Ich hoffe, dass meine Wahrnehmung falsch ist, aber mir geht das gerade echt etwas verloren, was uns lange ausgzeichnet und stark gemacht hat.

:msv:
 
Es ist ja nicht nur das , mir ist auch aufgefallen das häufig "wild gestikuliert" wird wenn etwas nicht geklappt hat oder klappt .

Casar war dabei ganz vorne .

Jetzt kommt der Teil der Saison wo Nerven gefragt sind , gerade von den Führungsspielern .
 
Die SPielanlage von Hirsch ist halt körperlich sehr intensiv und fordernd. Wenn die Ergebnisse stimmen, spielt sich die Mannschaft in einen Flow. Bleiben die Ergebnisse aus, kann es schwierig werden. Das ist für die Psyche auch sehr fordernd dieses Level ne ganze Saison lang durch zu halten.
Auch schwierig für den Fan nur das Temp dieses Flows zu kennen, dann wird auch jede kleine Nachlässigkeit interpretiert. Vielleicht auch nicht ganz fair…
 
Ja, Rasim Bulic !!:heul:

Nur meine persönliche Meinung, aber ich sehe da in der Körpersprache von manch einem auf dem Platz nicht den Grund, dass Bulic uns fehlt.
Auch ist Bulic nicht für geordneten Spielaufbau bekannt, eher für die stumpfe Klinge und maximalen Körpereinsatz, oftmals gefühlt eher mit dem Kopf durch die Wand.

Das wäre auch ein Armutszeugnis, wenn man allein von einem Spieler so abhängig wäre, oder nicht ?
 
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Das wäre auch ein Armutszeugnis, wenn man allein von einem Spieler so abhängig wäre, oder nicht ?
Natürlich nicht alleine von Rasim.
Doch er hat im Mittelfeld abgeräumt und gegen Havelse z.B. konnten die oft locker durchs Mittelfeld spazieren, mit Rasim wäre das nicht so leicht gewesen und er reißt die Truppe mit und auch das Publikum.
Aber alles "hätte wenn und aber", er fehlt und jetzt müssen andere diese Lücke schließen.
 
Das wäre auch ein Armutszeugnis, wenn man allein von einem Spieler so abhängig wäre, oder nicht ?
Aber ich würde es nicht negieren, dass gerade Bulic für die Stabilität vor unserer Abwehr extrem wichtig ist. Bisher habe ich keinen adäquaten Ersatz wahrgenommen. Er war bisher nicht ohne Grund ein unumstrittener Stammspieler... Müller ist ein Spieler, der die 6 anders interpretiert und konnte m. M. Bulic nicht ansatzweise ersetzen....
 
@Block D und @DU59

Natürlich fehlt uns Bulic für die Stabilität im defensiven Mittelfeld.

Aber ich sehe ihn dennoch nicht als alleinigen Grund für unsere derzeitige Instabilität bei schnellem Umschalten des Gegners.
Müller ist zwar deutlich langsamer als Bulic, aber auch da darf man dann erwarten, dass er sich cleverer im Stellungsspiel verhält um dieses Manko nicht zur Wirkung kommen zu lassen.

Ich habe momentan auch eher den Eindruck, dass mit dem Ausfall von Bulic ganz besonders auch Casar deutlich unsicherer in seinen Aktionen geworden ist und die aktuell kaum zu übersehende Formkrise von Hahn mit zahlreichen (Stellungs-)Fehlern kommt noch hinzu.

So ist in Summe die gesamte defensive Stabilität abhanden gekommen und die gilt es schnellstens wiederzufinden, ansonsten ist der Aufstiegszug ganz schnell ohne die Zebras abgefahren.
 
Aber ich würde es nicht negieren, dass gerade Bulic für die Stabilität vor unserer Abwehr extrem wichtig ist. Bisher habe ich keinen adäquaten Ersatz wahrgenommen. Er war bisher nicht ohne Grund ein unumstrittener Stammspieler... Müller ist ein Spieler, der die 6 anders interpretiert und konnte m. M. Bulic nicht ansatzweise ersetzen....
Müller hatte seine besten Spiele in der Regio wenn er als alleiniger 6er agiert hat.
Ein zweiter 6er scheint ihm den Raum zur Entfaltung zu nehmen.
 
Mir persönlich wird hierbei was ganz entscheidendes vergessen.

Wir spielen seit kurz vor der Winterpause ein anderes System.
Ich glaube Cottbus war das erste Spiel und danach hat es sich immer deutlicher von dem 4-3-3 Offensiv hinzu einem 4-2-2-2/4-2-3-1 Hybrid verändert. Seitdem Casar da ist, spielen wir mit einem klaren "10er" (Verl und die ganzen Umformungen mal ausgenommen).

Das hat unsere gesamte Statik verändert. Wo du zu Beginn der Saison eine Holding-6 mit Bulic hattest und daneben zwei 8er die wahnsinnig viel nach hinten gearbeitet haben und mussten. Geben wir diesen Raum jetzt komplett her und spielen mit quasi tiefer Doppel-6 von denen einer Box-to-Box spielt und davor einem 10er der auch gerne als zweiter Stürmer vorne Pressing spielt.

Während du vorher also ein halbwegs stabiles Dreieck hattest, welche viel zugelaufen haben, hast du jetzt ein Loch vor der Abwehr, welches von Gegnern gerne bespielt wird und noch größer wird wenn z.B. Casar nach vorne rückt. Das gibt dir vorne mindestens eine Anspielstation mehr und ist besser für Fußball spielen, so wie die ersten Minuten gegen Halevse. Aber halt schlecht wenn du dann wie gegen Havelse in Konter läufst oder wie gegen Ulm mit den Halbfeldflanken. Alle bespielen diese Lücke.

Insbesondere von einem Noß kann man sicherlich viel fußballerisch erwarten, aber eben nicht, dass er wie ein Viet da die Räume zu läuft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Spannender Gedankengang - aber eigentlich sind sowohl 4231 als auch 4222 Systeme deren Stärke es eigentlich ist flexibel offensiv wie defensiv Überzahl zu erzeugen.

Im 6+1 in der Jugend kannst Du nur mit sehr wachen Kids 33 spielen, weil die Abstände nicht einfach zu managen sind und Du immer die Gefahr hast, dass Dir die Aussen zu weit raus rücken

Im 222 hast Du dagegen eine stabilen 4erBlock im Zentrum und im 231 ebenso.

Problem scheint mir also weniger das System, als einfach die Tendenz zu hoch zu stehen zu sein ;).
 
Spannender Gedankengang - aber eigentlich sind sowohl 4231 als auch 4222 Systeme deren Stärke es eigentlich ist flexibel offensiv wie defensiv Überzahl zu erzeugen.

Im 6+1 in der Jugend kannst Du nur mit sehr wachen Kids 33 spielen, weil die Abstände nicht einfach zu managen sind und Du immer die Gefahr hast, dass Dir die Aussen zu weit raus rücken

Im 222 hast Du dagegen eine stabilen 4erBlock im Zentrum und im 231 ebenso.
Vielleicht sollte Didi mal in Erwägung ziehen auf ein 2-2-2 zu wechseln. ;)
 
Vielleicht sollte Didi mal in Erwägung ziehen auf ein 2-2-2 zu wechseln. ;)
und die restlichen vier + Max Braune spielen solange Doppelkopf wobei der Geber ausetzt....:brueller:
´Diese Zahlenspiele sind doch alle Makulatur wenn der Gegner es nicht zulässt, wenn wir unsere PS nicht auf den Rasen bekommen oder wie am Samstag den Ball nicht in das Tor. Da kann der Trainer-Staff draußen toben, die Fans pfeifen, der Abwehrchef lamentieren, dann kommt nichts raus.
Vielleicht sollten wir ja mal die ganz alten taktischen Spielformen wie WM-Aufstellung, Raute im Mmittelfeld, magische Dreiecke oder auch anderen Blödsinn ins Gespräch bringen.
Die Jungs sollen einfach mal wieder Fußballspielen, mit der von Michael Preetz vermissten Leichtigkeit, hinten konsequent dichtmachen und dann vorne den Ball irgendwie ins Tor knickern.....
 
@shanghai Ich würde dir zustimmen, wenn wir die defensive "Umformung" auch nutzen würden.
Ich lass mich gerne eines besseren belehren, aber was wir vorher gemacht haben war quasi.

Bulic zentral vor der Abwehr als Abräumer, Viet und Meuer (später Müller oder Tugbenyo, zeitweise auch Noß) in den Halbräumen die jene meist auch gehalten haben. Damit hatten wir immer 3 Spieler zentral, selbst wenn sich davon einer nach vorne gewagt hat - dann meist Viet - blieben immer noch zwei hinten. Für die Absicherung.

In der Variante wie wir das aktuell spielen hast du einen Müller der meist zur Absicherung bleibt, einen Casar der versucht das Spiel anzutreiben und einen Noß der den Schattenstürmer gibt. Der besagte Müller und vorher aber auch Bulic waren da halt relativ verloren. Weil der Raum einfach offen war. Die Rückwärtsbewegung von Noß und Casar ist dann halt ein Problem, insbesondere wenn auch noch Bitter und Coskun hochschieben.
 
@Stygeros Bin total bei Dir bei der Problembeschreibung, gerade das Fehlen von Casar und Noß hinter dem Ball - halte es aber eben eher für ein Umsetzungs-, denn ein Systemproblem.

Wenn ich schaue, was ein Sussek die letzten Spiele defensiv abgerissen hat, kann ich da einen Noß nicht einfach aus der Verantwortung entlassen.
 
@shanghai Vielleicht können wir den Kompromiss "beides" finden? Du hast natürlich Recht, dass man ihn nicht aus der Verantwortung nehmen kann (und sollte) aber er entscheidet ja nicht alleine, dass er da quasi den zweiten Stürmer gibt und den Raum damit erstmal eröffnet. Ein Casar entscheidet ja nicht allein rauszuschieben und Box-to-Box zu spielen.

Das sind ja Rollenzuweisungen die Didi und Marvin in ihrer Interpretation des Systems vornehmen.
 
@Stygeros Das ist ganz sicher so - das Tor fällt ja auch, weil Casar und Fleckstein gleichzeitig vorwärts verteidigen, den Ball aber nicht kriegen - mit einer Aktion sind zwei zentrale Defensive plötzlich vor dem Ball. Das Ding war echt von vorne bis hinten sch.. verteidigt.

Führt zu dem Punkt, dass es Dinge gibt, die man nicht versuchen kann, sondern machen muss.

Wenn ich mich so bewege, muss ich den Ball auch kriegen.

Aber es geht danach ja weiter… .

Wahrscheinlich will Müller keinen zentralen Standard auslösen, Coskun ist einfach kurz nicht ganz da und und und… .

Bin jetzt gleich gespannt. Das sind schon viele Umstellungen, die sich da abzeichnen. Sieht nach dem alten, erst aussitzen dann ausschwitzen-Ansatz aus.
 
Dieser Hasenfußfussball der dort mittlerweile regelmäßig Auswärts gespielt wird, ist mir ein Rätsel.
Diese blinde, - Ball hinten raus- Pöhlerei kann doch nicht wirklich gewollt sein.
Das ist kein Fussball mehr.
 
Also was unser Trainerteam seit Ulm macht ist Vogelwild. Spielerisch sind wir mittlerweile wirklich am Tiefpunkt angekommen . Ich verstehe nicht, warum man ohne Not seine eigene DNA der Hinrunde abgelegt hat und nun ständig die Taktik und Formation wechselt aber spielerisch gar keine Entwicklung erkennen lässt!
 
Heute war einfach Back to the roots, defensiv stabilisieren, und vorne vielleicht was mitnehmen.

Das Spiel selbst war vogelwild - taktisch war das gerade in Halbzeit 2 aber von uns von geradezu erdrückender Schlichtheit - aber es hat funktioniert, weswegen ich das weiter absolut richtig fand.

Wir brauchten wieder den Kern, auf den wir uns verlassen: Die 0 muss stehen.

Der war da.

Ingolstadt hat nur gegen drei Mannschaften zuletzt kein Tor geschossen: Cottbus, Wehen und uns.

Das ist ne Basis - von da geht es jetzt wieder weiter.
 
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