Diskussion zur taktischen Ausrichtung und Spielanlage

Wie gesagt, das gehört im Kern in den Kaderthtead - aber Personaldkiskussionen machen nur Sinn auf Basis der Spielidee.

Im Moment ist aber spannender wie wir in dieser Liga unser Spiel weiter stabilisiert bekommen
 
Ich hoffe einfach mal das unsere Trainer und Analysten zeitnah herausfinden warum wir seit 5 Spielen eine katastrophale Defensive haben. Abgesehen von Schweinfurt hätten uns Ulm, Verl, und Havelse jeweils locker 3-4 Tore einschenken können. Wiesbaden hat uns 6 Gegentore gedrückt aber Locker noch 2-3 liegen lassen.

Verteilen wir weiterhin diese eklatanten Freifahrten wird es noch richtig übel in den nächsten Wochen!
 
Ich weiß nicht, wo es sonst reinpasst, daher packe ich es mal hier rein:

Es wird in den verschiedenen Themen ausgiebig über die Spielanlage diskutiert und ob/wie wir damit im Aufstiegskampf bestehen können. Was mich darüber hinaus kritisch denken lässt, ist der nachlassende Zusammenhalt auf dem Platz. Zumindest kommt es mir so vor. In den meisten Spielen der Saison konnte man gut beobachten, wie sich die Spieler gegenseitig abklatschen, anfeuern, aufhelfen, abfeiern. Das geht mir gerade verloren. Beim Heimspiel gegen Havelse fand ich das sehr schwach. Zwei Beispiele aus der zweiten Halbzeit: sowohl Krüger (beim Zusammenprall mit dem Torwart), als auch Symalla (als er schon seine Auswechslung angezeigt hat) sind länger liegen geblieben. Keiner von unserer Mannschaft ist hingegangen und hat nach ihnen geguckt, sich gekümmert, ihnen aufgeholfen. Nein, es waren die Havelse-Spieler, die in der Unterbrechung nach ihnen geguckt haben. Gerade Lobinger hätte da vorne was machen können. Statt nach Symalla zu gucken, hat er sich von den Betreuer nur Verpflegung geben lassen.

Ich hoffe, dass meine Wahrnehmung falsch ist, aber mir geht das gerade echt etwas verloren, was uns lange ausgzeichnet und stark gemacht hat.

:msv:
 
Es ist ja nicht nur das , mir ist auch aufgefallen das häufig "wild gestikuliert" wird wenn etwas nicht geklappt hat oder klappt .

Casar war dabei ganz vorne .

Jetzt kommt der Teil der Saison wo Nerven gefragt sind , gerade von den Führungsspielern .
 
Die SPielanlage von Hirsch ist halt körperlich sehr intensiv und fordernd. Wenn die Ergebnisse stimmen, spielt sich die Mannschaft in einen Flow. Bleiben die Ergebnisse aus, kann es schwierig werden. Das ist für die Psyche auch sehr fordernd dieses Level ne ganze Saison lang durch zu halten.
Auch schwierig für den Fan nur das Temp dieses Flows zu kennen, dann wird auch jede kleine Nachlässigkeit interpretiert. Vielleicht auch nicht ganz fair…
 
Ja, Rasim Bulic !!:heul:

Nur meine persönliche Meinung, aber ich sehe da in der Körpersprache von manch einem auf dem Platz nicht den Grund, dass Bulic uns fehlt.
Auch ist Bulic nicht für geordneten Spielaufbau bekannt, eher für die stumpfe Klinge und maximalen Körpereinsatz, oftmals gefühlt eher mit dem Kopf durch die Wand.

Das wäre auch ein Armutszeugnis, wenn man allein von einem Spieler so abhängig wäre, oder nicht ?
 
....

Das wäre auch ein Armutszeugnis, wenn man allein von einem Spieler so abhängig wäre, oder nicht ?
Natürlich nicht alleine von Rasim.
Doch er hat im Mittelfeld abgeräumt und gegen Havelse z.B. konnten die oft locker durchs Mittelfeld spazieren, mit Rasim wäre das nicht so leicht gewesen und er reißt die Truppe mit und auch das Publikum.
Aber alles "hätte wenn und aber", er fehlt und jetzt müssen andere diese Lücke schließen.
 
Das wäre auch ein Armutszeugnis, wenn man allein von einem Spieler so abhängig wäre, oder nicht ?
Aber ich würde es nicht negieren, dass gerade Bulic für die Stabilität vor unserer Abwehr extrem wichtig ist. Bisher habe ich keinen adäquaten Ersatz wahrgenommen. Er war bisher nicht ohne Grund ein unumstrittener Stammspieler... Müller ist ein Spieler, der die 6 anders interpretiert und konnte m. M. Bulic nicht ansatzweise ersetzen....
 
@Block D und @DU59

Natürlich fehlt uns Bulic für die Stabilität im defensiven Mittelfeld.

Aber ich sehe ihn dennoch nicht als alleinigen Grund für unsere derzeitige Instabilität bei schnellem Umschalten des Gegners.
Müller ist zwar deutlich langsamer als Bulic, aber auch da darf man dann erwarten, dass er sich cleverer im Stellungsspiel verhält um dieses Manko nicht zur Wirkung kommen zu lassen.

Ich habe momentan auch eher den Eindruck, dass mit dem Ausfall von Bulic ganz besonders auch Casar deutlich unsicherer in seinen Aktionen geworden ist und die aktuell kaum zu übersehende Formkrise von Hahn mit zahlreichen (Stellungs-)Fehlern kommt noch hinzu.

So ist in Summe die gesamte defensive Stabilität abhanden gekommen und die gilt es schnellstens wiederzufinden, ansonsten ist der Aufstiegszug ganz schnell ohne die Zebras abgefahren.
 
Aber ich würde es nicht negieren, dass gerade Bulic für die Stabilität vor unserer Abwehr extrem wichtig ist. Bisher habe ich keinen adäquaten Ersatz wahrgenommen. Er war bisher nicht ohne Grund ein unumstrittener Stammspieler... Müller ist ein Spieler, der die 6 anders interpretiert und konnte m. M. Bulic nicht ansatzweise ersetzen....
Müller hatte seine besten Spiele in der Regio wenn er als alleiniger 6er agiert hat.
Ein zweiter 6er scheint ihm den Raum zur Entfaltung zu nehmen.
 
Mir persönlich wird hierbei was ganz entscheidendes vergessen.

Wir spielen seit kurz vor der Winterpause ein anderes System.
Ich glaube Cottbus war das erste Spiel und danach hat es sich immer deutlicher von dem 4-3-3 Offensiv hinzu einem 4-2-2-2/4-2-3-1 Hybrid verändert. Seitdem Casar da ist, spielen wir mit einem klaren "10er" (Verl und die ganzen Umformungen mal ausgenommen).

Das hat unsere gesamte Statik verändert. Wo du zu Beginn der Saison eine Holding-6 mit Bulic hattest und daneben zwei 8er die wahnsinnig viel nach hinten gearbeitet haben und mussten. Geben wir diesen Raum jetzt komplett her und spielen mit quasi tiefer Doppel-6 von denen einer Box-to-Box spielt und davor einem 10er der auch gerne als zweiter Stürmer vorne Pressing spielt.

Während du vorher also ein halbwegs stabiles Dreieck hattest, welche viel zugelaufen haben, hast du jetzt ein Loch vor der Abwehr, welches von Gegnern gerne bespielt wird und noch größer wird wenn z.B. Casar nach vorne rückt. Das gibt dir vorne mindestens eine Anspielstation mehr und ist besser für Fußball spielen, so wie die ersten Minuten gegen Halevse. Aber halt schlecht wenn du dann wie gegen Havelse in Konter läufst oder wie gegen Ulm mit den Halbfeldflanken. Alle bespielen diese Lücke.

Insbesondere von einem Noß kann man sicherlich viel fußballerisch erwarten, aber eben nicht, dass er wie ein Viet da die Räume zu läuft.
 
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Spannender Gedankengang - aber eigentlich sind sowohl 4231 als auch 4222 Systeme deren Stärke es ist flexibel offensiv wie defensiv Überzahl zu erzeugen.

Im 6+1 in der Jugend kannst Du nur mit sehr wachen Kids 33 spielen, weil die Abstände nicht einfach zu managen sind und Du immer die Gefahr hast, dass Dir die Aussen zu weit raus rücken

Im 222 hast Du dagegen eine stabilen 4erBlock im Zentrum und im 231 ebenso.

Problem scheint mir also weniger das System, als einfach die Tendenz zu hoch zu stehen zu sein ;).
 
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Spannender Gedankengang - aber eigentlich sind sowohl 4231 als auch 4222 Systeme deren Stärke es eigentlich ist flexibel offensiv wie defensiv Überzahl zu erzeugen.

Im 6+1 in der Jugend kannst Du nur mit sehr wachen Kids 33 spielen, weil die Abstände nicht einfach zu managen sind und Du immer die Gefahr hast, dass Dir die Aussen zu weit raus rücken

Im 222 hast Du dagegen eine stabilen 4erBlock im Zentrum und im 231 ebenso.
Vielleicht sollte Didi mal in Erwägung ziehen auf ein 2-2-2 zu wechseln. ;)
 
Vielleicht sollte Didi mal in Erwägung ziehen auf ein 2-2-2 zu wechseln. ;)
und die restlichen vier + Max Braune spielen solange Doppelkopf wobei der Geber ausetzt....:brueller:
´Diese Zahlenspiele sind doch alle Makulatur wenn der Gegner es nicht zulässt, wenn wir unsere PS nicht auf den Rasen bekommen oder wie am Samstag den Ball nicht in das Tor. Da kann der Trainer-Staff draußen toben, die Fans pfeifen, der Abwehrchef lamentieren, dann kommt nichts raus.
Vielleicht sollten wir ja mal die ganz alten taktischen Spielformen wie WM-Aufstellung, Raute im Mmittelfeld, magische Dreiecke oder auch anderen Blödsinn ins Gespräch bringen.
Die Jungs sollen einfach mal wieder Fußballspielen, mit der von Michael Preetz vermissten Leichtigkeit, hinten konsequent dichtmachen und dann vorne den Ball irgendwie ins Tor knickern.....
 
@shanghai Ich würde dir zustimmen, wenn wir die defensive "Umformung" auch nutzen würden.
Ich lass mich gerne eines besseren belehren, aber was wir vorher gemacht haben war quasi.

Bulic zentral vor der Abwehr als Abräumer, Viet und Meuer (später Müller oder Tugbenyo, zeitweise auch Noß) in den Halbräumen die jene meist auch gehalten haben. Damit hatten wir immer 3 Spieler zentral, selbst wenn sich davon einer nach vorne gewagt hat - dann meist Viet - blieben immer noch zwei hinten. Für die Absicherung.

In der Variante wie wir das aktuell spielen hast du einen Müller der meist zur Absicherung bleibt, einen Casar der versucht das Spiel anzutreiben und einen Noß der den Schattenstürmer gibt. Der besagte Müller und vorher aber auch Bulic waren da halt relativ verloren. Weil der Raum einfach offen war. Die Rückwärtsbewegung von Noß und Casar ist dann halt ein Problem, insbesondere wenn auch noch Bitter und Coskun hochschieben.
 
@Stygeros Bin total bei Dir bei der Problembeschreibung, gerade das Fehlen von Casar und Noß hinter dem Ball - halte es aber eben eher für ein Umsetzungs-, denn ein Systemproblem.

Wenn ich schaue, was ein Sussek die letzten Spiele defensiv abgerissen hat, kann ich da einen Noß nicht einfach aus der Verantwortung entlassen.
 
@shanghai Vielleicht können wir den Kompromiss "beides" finden? Du hast natürlich Recht, dass man ihn nicht aus der Verantwortung nehmen kann (und sollte) aber er entscheidet ja nicht alleine, dass er da quasi den zweiten Stürmer gibt und den Raum damit erstmal eröffnet. Ein Casar entscheidet ja nicht allein rauszuschieben und Box-to-Box zu spielen.

Das sind ja Rollenzuweisungen die Didi und Marvin in ihrer Interpretation des Systems vornehmen.
 
@Stygeros Das ist ganz sicher so - das Tor fällt ja auch, weil Casar und Fleckstein gleichzeitig vorwärts verteidigen, den Ball aber nicht kriegen - mit einer Aktion sind zwei zentrale Defensive plötzlich vor dem Ball. Das Ding war echt von vorne bis hinten sch.. verteidigt.

Führt zu dem Punkt, dass es Dinge gibt, die man nicht versuchen kann, sondern machen muss.

Wenn ich mich so bewege, muss ich den Ball auch kriegen.

Aber es geht danach ja weiter… .

Wahrscheinlich will Müller keinen zentralen Standard auslösen, Coskun ist einfach kurz nicht ganz da und und und… .

Bin jetzt gleich gespannt. Das sind schon viele Umstellungen, die sich da abzeichnen. Sieht nach dem alten, erst aussitzen dann ausschwitzen-Ansatz aus.
 
Dieser Hasenfußfussball der dort mittlerweile regelmäßig Auswärts gespielt wird, ist mir ein Rätsel.
Diese blinde, - Ball hinten raus- Pöhlerei kann doch nicht wirklich gewollt sein.
Das ist kein Fussball mehr.
 
Also was unser Trainerteam seit Ulm macht ist Vogelwild. Spielerisch sind wir mittlerweile wirklich am Tiefpunkt angekommen . Ich verstehe nicht, warum man ohne Not seine eigene DNA der Hinrunde abgelegt hat und nun ständig die Taktik und Formation wechselt aber spielerisch gar keine Entwicklung erkennen lässt!
 
Heute war einfach Back to the roots, defensiv stabilisieren, und vorne vielleicht was mitnehmen.

Das Spiel selbst war vogelwild - taktisch war das gerade in Halbzeit 2 aber von uns von geradezu erdrückender Schlichtheit - aber es hat funktioniert, weswegen ich das weiter absolut richtig fand.

Wir brauchten wieder den Kern, auf den wir uns verlassen: Die 0 muss stehen.

Der war da.

Ingolstadt hat nur gegen drei Mannschaften zuletzt kein Tor geschossen: Cottbus, Wehen und uns.

Das ist ne Basis - von da geht es jetzt wieder weiter.
 
Wie im Spieltagsthread geschrieben: Was die Rostocker gemacht haben hatte System und das ging auf.

Es werden gezielt Räume zwischen den IV oder hinter den IV angespielt und dabei mit hohem Tempo eingelaufen.

Ich glaube nicht, dass wir das nicht verteidigen können - aber gestern haben wir es schlicht nicht verteidigt.

Das hatte eine physische Komponente, am offensichtlichsten bei den Toren 3 und 5, aber vor allem eine im Kopf: Bei 1, 2 und 4 sind wir schlicht nicht auf der Höhe des Geschehens.

Was wirklich gravierend ist: Wir sind in allen Torsituationen zunächst klar in Überzahl.

Physisch dürfen wir nicht so abgekocht werden - Casar und Hahn sind beides keine Skelette, da muss mehr kommen.

Was den Umgang mit Spielgeschwindigkeit angeht sind 2 und 4 primär Schlafmützigkeit, 1 ist Klasse gespielt aber wir auch maximal lanmgsam im Kopf. Rostock dreht eine völlig kontrollierte 3 gegen 1 Überzahl-Formation von uns in 2 Sekunden in der Roten Zone in eine 2 gegen 3 Unterzahl, weil die Rostocker durchziehen, und unsere nicht. So einfach, so übel.

Mit ist nicht klar, warum uns in diesem Spiel immer wieder Defensiv so die Spannung fehlt.

Ich glaube, dass der frühe Einstieg in die Kaderdiskussionen uns nicht geholfen hat - niemand spielt sich gerne selbst aus dem Kader.
 
Friedhelm Funkel heute bei Sky 90.... sinngemäß taktische Ausrichtung wird überbewertet und ist nur ein Teil eines Fußballspiels.
Bezogen auf unsere Mannschaft kann man berechtigterweise mal über einen anderen Aspekt sprechen...
Ich würde der Mannschaft nicht den unbedingten Willen absprechen, das große Ziel zu erreichen... aber vielleicht ist genau das das Problem.
Auf der einen Seite (wie aktuell in Rostock) war man gedanklich noch nicht auf dem Platz. Auf der anderen Seite will man unbedingt
einfach in den ersten 20 Minuten zu viel (wie gegen Havelse). Der jungen Mannschaft fehlt augenscheinlich die Reife eine Balance zu finden.
Es fehlt einfach geduldig ein Spiel zu bestreiten, dazu gehört wahrscheinlich auch ein Spieler, der das Spiel genauso steuert. Aber die Geduld
fehlt auch den Zuschauern (Beispiel Saarbrücken)
Verl ist/war ein gutes Beispiel...sie haben nach dem 4:1 einfach ihren Stiefel weiter runtergespielt und sind keinen Müh davon abgewichen...
Haben aber immer wieder ihre Chancen bekommen, sie aber einfach nicht genutzt. Dennoch hat das unsere Mannschaft und uns irritiert.
Aber vielleicht wollte man in und um den Verein nach Erreichen der 45-Punkte-Marke zu viel. Es wurde danach auch experimentiert. Stichwort 3/5 Kette, Wechsel von Spielern auf verschiedene Positionen... vielleicht wäre es besser gewesen, Altbewährtes (auch wenn es Einigen nicht gefiel)
einfach durchzuziehen... aber noch ist es ja nicht zu spät. Ich denke mal, dass wir am WE eine Blaupause des Saarbrücken-Spiel sehen werden.
Das Publikum sollte da ein feines Gespür haben.....denn wenn, geht es nur #GEMEINSAM
 
Hallo liebe Zebras, da ich kein Taktik-Fuchs bin und mir die Defensive im Rostock-Spiel aus purer Verzweiflung die Zornesröte im Minutentakt ins Gesicht trieb ( meine lautstarke Bezeichnung dafür war immer wieder "F-Jugend-Fehler" 😡!? ), ist meine Frage an die Experten hier im Portal
( beispielsweise "Shanghai" oder "Schimanski" ),
in welcher Abwehr-Formation man dieser Problematik mit dem vorhandenen Spielermaterial am besten Herr werden könnte, um hinten wieder stabil zu stehen und bestenfalls gefährliche Kontersituationen zu kreieren??!
 
Die Boxverteidigung war noch nie unsere Stärke. In den "stabilen" Spielen der letzten anderthalb Jahre haben wir die Angriffe als Kollektiv vorher "gelöscht". Im Niederheinpokalfinale letzte Saison war dann der Gegner fußballerisch stark genug, die Bälle in den Strafraum zu bekommen. Ich meine, da fielen beide Tore ähnlich wie am Samstag.

Ich vermute, ein wichtiger Punkt ist das Bespielen des Zentrums, also Achter- und Zehnerraum. Wenn der Gegner von dort auf den Flügel spielt, wird`s gefährlich. Wenn der Gegner sich schon im Aufbau auf eine Seite festlegt, kriegen wir das meist zugeschoben und erstickt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Kurz gesagt, es gibt keine Formation als "Lösung". Individuell würde van Dijk natürlich helfen. Eigentlich ist es aber ein kollektives Thema, was auch immer mit der eigenen Spielanlage und der gegnerischen in Wechselwirkung steht.

P.S. Rostock war im Ballbesitz einfach gut. Weil sie auch unter Druck spielerische Lösungen gesucht haben und genug Routine in dem Spiel unter Druck hatten. Die konnten sich den MSV zurecht legen. Und wenn der Gegner (also Rostock) Druck immer wieder löst, lässt auch irgendwann die Intensität (des MSV) nach. Wenn du nicht in die Zweikämpfe kommst, scheitert das nicht immer am Willen, sondern hat auch etwas mit der Qualität des Gegners zu tun.
 
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Man kann genüßlich über Taktik und Spielanlage diskutieren.
Doch jetzt gehts für mich nur noch ans Eingemachte und da zählt letztlich nur der Wille und der Einsatz.
Wir müssen einfach mal verhindern direkt zu Beginn (Wiesbaden und Rostock) in Rückstand zu geraten und alle guten Vorsätze so inne Tonne gekloppt wurden.
 
Wenn du nicht in die Zweikämpfe kommst, scheitert das nicht immer am Willen, sondern hat auch etwas mit der Qualität des Gegners zu tun.

Das kann man eigentlich als Shortcut abspeichern und auf jeden zweiten "blutleere Leistung, mir hat die Leidenschaft und der unbedingte Wille gefehlt" Beitrag antworten.

Gipfel dessen war für mich das Hinspiel in Verl bis zum Anschlusstreffer. Da sind die Jungs gerannt wie doof, aber immer ins Leere, weil Verl sämtliches Anlaufen und Pressen "einfach" umspielt hat. Die haben daraus kaum Torgefahr generiert, aber wir halt andersrum gar keine, weil wir den Ball in den dafür notwendigen Zonen gar nicht bekommen haben. Mit Einsatz hatte das für mich nix zu tun.

Während ich das tippe liefert Block D gerade die anekdotische Evidenz für meinen Beitrag :D Wenns nicht läuft, lags immer an Wille und Einsatz :old:
 
Wo siehst Du das denn, bei den frühen Vertragsverlängerungen?
Man könnte jetzt in die Diskussion einsteigen, wie gut die sind, welche Richtung sie vorgeben, tatsächlich sind die aktuellen Verlängerungen aber in jeder Konstellation nachvollziehbar. Primär habe ich gesagt, dass ich mich als Fan da vorerst rausnehme und der sportlichen Führung vertraue - weil für mich im Moment wichtiger ist, dass jeder genau jetzt auf der Position liefert auf der er genau jetzt ist ;).

Kaderplanung ist schon ein sehr sensibles Geschäft - ich habe hohen Respekt vor jedem, der das macht.
 
Man kann genüßlich über Taktik und Spielanlage diskutieren.
Doch jetzt gehts für mich nur noch ans Eingemachte und da zählt letztlich nur der Wille und der Einsatz.
Wir müssen einfach mal verhindern direkt zu Beginn (Wiesbaden und Rostock) in Rückstand zu geraten und alle guten Vorsätze so inne Tonne gekloppt wurden.
Rückstand auswärts, dann Vogelwild und folglich mehrere Klatschen. Im Vergleich z.B. Exxen, gefühlt jedes zweite Spiel im Rückstand, am Ende oft Siege und Unentschieden. Wo ist der Unterschied? Eine abgeklärte Spielweise, gerade wenn noch lange zu spielen ist. M. A. die fehlende Erfahrung (meine nicht die Abwehr), das verteidigen fängt vorne an, der Gegner darf sich nicht durch kombinieren und aus jeder Position flanken können.
 
Wenn du nicht in die Zweikämpfe kommst, scheitert das nicht immer am Willen, sondern hat auch etwas mit der Qualität des Gegners zu tun.
Ein Indikator für die aktuellen Probleme da ist, wie oft unsere AV zuletzt im letzten Drittel vor dem Ball waren. Bedeutet wir stehen hoch, ohne den Ball zu bekommen.

Ansonsten arbeite ich lieber mit den Kategorien „Spannung“ (wie stabil und Handlungsfähig ist der Spieler in seiner physischen Präsenz) und „Bereitschaft“ (sind Position, Stellung, Blickfeld geeignet, eine wirksame Aktion auszulösen) als „Wille“ - weil Wille kann ich nicht sehen, Spannung und Bereitschaft schon. Und gegen Rostock sehe ich in einigen Defensivaktionen leider keine ausreichende Spannung und Bereitschaft.
 
Und gegen Rostock sehe ich in einigen Defensivaktionen leider keine ausreichende Spannung und Bereitschaft
Da muss ich mich korrigieren:

„passende“ statt „ausreichende“, weil zu hohe Spannung kann die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Auch eine zu hohe Spannung kann also dazu führen, dass ich hinterherlaufe - deswegen hilft die „Willensdimension“ so wenig.
 
Man könnte jetzt in die Diskussion einsteigen, wie gut die sind, welche Richtung sie vorgeben, tatsächlich sind die aktuellen Verlängerungen aber in jeder Konstellation nachvollziehbar. Primär habe ich gesagt, dass ich mich als Fan da vorerst rausnehme und der sportlichen Führung vertraue - weil für mich im Moment wichtiger ist, dass jeder genau jetzt auf der Position liefert auf der er genau jetzt ist ;).

Kaderplanung ist schon ein sehr sensibles Geschäft - ich habe hohen Respekt vor jedem, der das macht.
Da machst Du Dir aber einen schlanken Fuß, wenn Du erst eine Aussage triffst und dann erklärst, dass Du Dich da rausnimmst.
Sorry, aber das ist dann unnötiges Geraune getreu dem Prinzip: „Hey, ich weiß etwas Cooles, aber ich sage nicht was.“
Dann lieber ganz schweigen als irgendwelche Andeutungen in den Raum stellen und sie auf Nachfrage nicht erklären.
 
Da machst Du Dir aber einen schlanken Fuß, wenn Du erst eine Aussage triffst und dann erklärst, dass Du Dich da rausnimmst.
Sorry, aber das ist dann unnötiges Geraune getreu dem Prinzip: „Hey, ich weiß etwas Cooles, aber ich sage nicht was.“
Dann lieber ganz schweigen als irgendwelche Andeutungen in den Raum stellen und sie auf Nachfrage nicht erklären.
Denke kann den User mal vorgreifen. Manchmal schreibt er wirklich etwas kryptisch, aber hier will der User gar keine Andeutungen machen und ich glaube auch das er gar nicht nah am Verein ist oder irgendwelche Insiderinfos hat, dafür wohnt er einfach zu weit weg und ist auch zu selten hier.
Ich glaube du liest den Beitrag komplett falsch.
 
"Ich glaube, dass der frühe Einstieg in die Kaderdiskussionen uns nicht geholfen hat - niemand spielt sich gerne selbst aus dem Kader."
Das glaubst Du zumindest, sagst etwas ohne etwas zu sagen. Warum ist es ein Problem, konkreter zu werden?
BlueBally hat schon sehr richtig gesagt: Ich verfüge zur Zeit über nicht die geringsten Insiderinformationen.

Wir sind fanseitig zu einem Zeitpunkt, zu dem - wie jetzt sehr klar wird - in keiner Form absehbar war, in welcher Liga wir ggf. spielen werden, in die Diskussion eingestiegen, wer in Liga 2 wohl spielen würde, und wer nicht - und ich nehme mich da nicht raus - es gibt auch einen ( ich meine einen) Beitrag von mir dazu.

Und das einzige was ich im Moment sage, ist: Die Kaderplanungsfrage ist so kompliziert und sensibel, dass ich glaube, man tut als Fan gut daran, JEDEM Spieler, der aktuell auf dem Platz steht, einfach ein Maximum an Unterstützung zu gewähren. Das bedeutet nicht, nicht zu sagen, wenn es Fehler gibt, es bedeutet nur, aus aktuellen Fehlern nicht automatisch die grundsätzliche Ligatauglichkeit - egal für welche - abzuleiten.
 
Auch wenn’s hier vielleicht nicht jeder hören will, will ich den Namen nochmal reinwerfen, weil @TASZebra im Preetz-Thread absolut recht hatte:

Tim Heike steht für mich sinnbildlich für den MSV der Hinrunde.

Unsere größte Stärke damals war nicht irgendein Einzelspieler, sondern dieses brutale, aggressive Pressing. Wir sind vorne draufgegangen wie die Irren und genau das war auch der beste Schutz für unsere Defensive. Wenn wir vorne Druck gemacht haben, hatten die Gegner gar nicht erst die Zeit, uns hinten in Probleme zu bringen.

Und genau da liegt für mich der Knackpunkt. Seit wir dieses Pressing nicht mehr mit der gleichen Intensität spielen, kassieren wir die Gegentore. So simpel ist Fußball manchmal.

Bestes Beispiel Rostock. Ich bin überzeugt, mit dem Hinrunden-Pressing gehst du da nicht so unter.

Und jetzt kommt Heike ins Spiel. Er ist vielleicht keiner, der dir 15 Tore macht, aber er ist genau der Typ, der dieses Pressing verkörpert. Er läuft alles an, setzt die Innenverteidiger unter Druck, nervt, arbeitet und zwingt zu Fehlern. Genau dieser erste Impuls vorne fehlt uns aktuell brutal.

Ich glaube auch, dass man ihn besser einbinden kann. Warum nicht mal mit zwei Spitzen spielen? Lobinger als Wandspieler oder Zielspieler und Heike als Pressingspieler drum herum. Das würde unserem Spiel wieder mehr Aggressivität und Tiefe geben.

Intensität, Pressing, Drecksarbeit. Genau das fehlt uns gerade.

Fakt ist einfach: Mit Heike waren wir erfolgreicher als aktuell. Nicht wegen ihm allein, sondern wegen dem, wofür er steht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Unsere größte Stärke damals war nicht irgendein Einzelspieler, sondern dieses brutale, aggressive Pressing.

Kann ich so nicht unterschreiben - lass mich aber gerne korrigieren:

Wir haben aus meiner Sicht meist nur situativ gepresst - dann tatsächlich sehr intensiv.

Das machte die Sache so unangenehm, dass der Gegner eingeladen wurde, flach aufzubauen und nachzuschieben, was angenommen wurde, da wir Aufsteiger waren, und man sich überlegen fühlte.

Wenn die Einladung angenommen wurde, wurde überfallsartig in diesen Aufbau reingepresst.

Ansonsten war unsere DNA konsequent die Mitte zu verdichten - und da gebe ich Dir Recht, das hat viel Druck von der IV genommen.

In Umschaltmodellen haben wir unsere Außen geschickt.

Heike sorgte aus meiner Sicht in diesem Ansatz primär dafür, die Entscheidungszeiten im Zentrum für den Gegner kurz zu halten - der eigentliche Pressingzugriff erfolgte erst nach der von ihm forcierten Seitenentscheidung.

Die Gegner haben dann begriffen, dass Hurra-Fußball gegen uns tödlich ist, und dass sie die Außen sichern und dafür tendenziell doppelt besetzen müssen. Seitdem das konsequent passiert tun wir uns schwerer und auch die Heike-Rolle als Keil funktioniert weniger, weil die Gegner mehr Anspielstationen im Aufbau vorhalten und leichter abbrechen können.

Wenn ich aber beide Seiten konsequent absichere wird die Mitte luftiger. Darauf haben wir mit Lobinger reagiert, was zunächst perfekt aufging, dann die Gegner zwang, Außen und Zentrum zu besetzen.

Jetzt müssen wir im eigenen Ballbesitz wirklich Entscheidungen treffen, "die Lücke treffen". Diese Lücken muss jemand reißen. Und da verlangen Lobinger und Krüger dem Gegnern einfach mehr Respekt ab, als ein Heike - die Jungs lässt kein Gegner alleine.

Ich hätte gerade wegen seines Fleißes garkein Problem Heike wieder auf dem Platz zu sehen - ich glaube aber nicht, dass er das Problem lösen würde.
 
Ja, unsere IV stand dabei selten unter wirklichem Druck und unser Torwart auch nicht. Insofern passte die Taktik von Dietmar Hirsch schon sehr gut zu unserem Kader und jede jetzt notwendige Verschiebung aufgrund der Analyse der Gegner deckt unsere Schwachstellen auf. Die beiden Stamm-IV könnten noch besser dastehen mit einem Torwart, der, wie man früher sagte, den Strafraum beherrschte.

Es bliebe aber dabei, dass zumindest einer die Antrittsschnelligkeit haben müsste, um gut heraus gespielte Situationen des Gegners zu parieren.
Deshalb meine Meinung, an anderer Stelle geäußert, einen der IV zu wechseln und das wäre für mich Fleckstein, da Hahn in seiner Führungsrolle und in der Spieleröffnung gebraucht wird.

Alternativ wäre noch die Dreierkette zu diskutieren mit Bitter, Fleckstein, Hahn, die aber nur in der modernen Form, dass sich zumindest einer offensiv mit einschaltet.

Das könnte bei uns dann Bitter sein oder wechselnd auch Hahn, aber dafür sind wir mE nicht passsicher genug und die Konter möchte dann keiner erleben...
 
Die Systemfrage ist gerade: Wie operationalisiere ich "Galligkeit" (im Grunde die unfreundliche Version von "Wille"... ).

Für mich operationalisiert die sich in der klaren Priorität der Sicherung gegenüber der Chancenkreiierung.

Defensive Überzahl ist klar wichtiger als offensive. In der Defensive gilt das Prinzip: Ich habe den Ball, oder ich begebe mich im Sprint in einen Raum, in dem ich diesen wieder bekommen könnte, respekive in dem meine Präsenz dem Gegner die Bewegung Richtung Tor oder den weiteren Ballbesitz erschwert. Bedeutet klar ballorientierter Verdichtung mit realistischer Absicherung der Ballfernen Räume.

Gruev hat damals, soweit ich mich erinnere, das im 442 mit Drehbewegungen realisiert, bedeutet, wenn im Ballbesitz auf der ballnahen Seite - sagen wir mal rechts - vom AV nachgeschoben wurde, hat sich auf der ballfernen Seite der LA fallen lassen, so dass die Zahl der Spieler hinter dem Ball immer stabil blieb. Zumindest eine Idee.
 
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