Aber der Kern der Aussage von
@Schimanski ist doch trotzdem richtig.
Seit der Regionalliga steht bei uns der Erfolg über der Entwicklung.
Bei aller „tollen Arbeit“ die preetz und co leisten - es bleibt für mich Hausmannskost die „gut gemacht“ ist.
Man holt gute fertige Spieler die sich aufgrund des immernoch vorhanden und neu „aktivierten“ Potentials den msv wieder vorstellen können.
Weder die Spielweise noch die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten scheinen an sich ein großer Faktor zu sein.
Das Gefühl teile ich.
Da soll nicht bedeuten, dass ein ballbesitz Ansatz das einzig richtige ist - nur im Endeffekt ist mit der größte Faktor einfach die Qualität der Spieler die wir geholt haben - die kothers und lobingers.
Ob das irgendwie einem „zukunftsfähigen“ Konzept für den msv näher kommt - über das oft und viel diskutiert wurde - steht für mich schon infrage.
Weil es bei uns vermutlich nur mit einem Mittelweg gehen kann. Die Quadratur des Kreises. Wir haben halt keine 3-4 Jahre Zeit um irgendwas zu entwickeln, zu etablieren, oder uns zu finden. Weder in der Regio West, noch in der dritten Liga, kann der MSV lange "überleben", zumindest nicht ohne wieder in eine Schuldenspirale zu gelangen. Dafür fehlt schlicht und ergreifend das Geld und zudem ist man in der dritten Liga natürlich auch immer im "Plünderfokus" der Konkurrenz und der zweiten Liga.
Bestes Beispiel ist da ja Verl, schon seit einigen Jahren mit einer eindeutigen Philosophie unterwegs, mit einem toll anzuschauenden Ball, offensivstärkste Mannschaft, usw. usf.... Aber halt eben erfolgos - Jahr für Jahr. Und ebenso verlieren sie Jahr für Jahr, mit Ausnahme von Taz in den letzten Jahren, ihre besten Spieler, ohne daraus Nachhaltig was machen zu können.
In der zweiten Liga kann man vielleicht anfangen zu sagen: jetzt machen wir ein paar Jahre gesichertes Mittelfeld und bauen was auf. Aber in der dritten Liga wird das nicht gehen. Da geht halt nur, für Preetz, Hirsch, Staff: irgendwie erfolgreich sein und das Ziel 26/27 erreichen.
Parallel dazu vergisst man halt auch immer schnell, mich eingeschlossen, dass wir es hier mit Drittliga-Spielern, "Grenzgängern" zwischen 2. und 3. Liga zu tun haben. Wenn die zuverlässig und erfolgreich mehrere Systeme spielen könnten, noch während des Spiels mal eben das System wechseln könnten und dazu noch grundsätzlich an den Spieltagen nahezu fehlerfreie Bestleistungen abrufen könnten, dann würden sie vermutlich nicht in der dritten Liga spielen.
Verl ist regelmäßig an tief stehenden Mannschaften gescheitert und hat kein spielerisches Konzept dagegen gefunden, Osnabrück hat mit einer starken und stabilen Defensive die Saison erfolgreich gestaltet und hat in der Hinrunde halt am offensiven Part gekränkelt. Das haben sie in der Rückrunde abgestellt bekommen, wir halt nicht.
Klar wollen wir alle, und das dürfte auch die sportliche Führung mit einschließen, überzeugende Siege mit tollem Kombinationsfussball sehen, aber der fällt nicht vom Himmel und wir haben 2 Dinge eben nicht: Zeit und Geld... Davon ab: ich sehe keinen einzigen Verein in den ersten 3 Ligen, wo die Entwicklung dem Erfolg untergeordnet wird. Es mag Vereine geben, die an einem Trainer festhalten, aber kein einziger Verein ordnet den sportlichen Erfolg unter die Entwicklung.
Edit: Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen noch mit ausreichenden Umbrüchen und Absätzen garniert. :-)