Cheftrainer Dietmar Hirsch

(..) Aber was für mich persönlich irgendwie nicht so ganz zusammen passt ist, dass man immer davon spricht das DH ein super Motivator sei. Da gab es aus meiner Sicht dann aber doch den ein oder anderen Auftritt auswärts, wo es nicht so zur Geltung kam.
Jo, weil man am Ende des Tages dann halt doch am Ergebnis sowas wie Einsatz und Leidenschaft abliest.

Und letzten Endes wird das Ergebnis auch entscheiden, wie lange Didi hier Coach sein wird - völlig losgelöst vom Fußball, den wir kommende Saison hier sehen.
 
Aber was für mich persönlich irgendwie nicht so ganz zusammen passt ist, dass man immer davon spricht das DH ein super Motivator sei. Da gab es aus meiner Sicht dann aber doch den ein oder anderen Auftritt auswärts, wo es nicht so zur Geltung kam.

Er war danach aber immer sichtlich angefressen und ich weiß selber nicht woran es gelegen hat aber an seiner mangelnden Motivation dürfte das Auftreten nicht Schuld haben.
 
Preetz und Schmoldt werden sich in der Saisonanalyse ganz bestimmt an Osnabrück und Cottbus orientieren. Was die von der Spielanlage anders als der MSV gemacht hat, kann man herausfinden, wenn man die Spieltagseröffnungen und die Statistiken von @Pawel aufmerksam gelesen hat.

Gerade Osnabrück bietet sich als Vorbild an, weil der Kern ihrer Spielanlage auch auf Stabilität und dem Gegner den Ball überlassen, beruht. Trotzdem hatten sie am Ende 12 Punkte mehr und haben einiges auch besser gemacht.

An diesen Punkten lohnt es sich mit dem Trainer Hirsch anzusetzen.

Ein zweites Verl einzufordern ist Quatsch. Auch Cottbus ist für mich von der Spielanlage zu weit weg von dem, was man von Hirsch erwarten kann.

Am Ende wird er sowieso alleine vom Erfolg abhängen ob und wie lange es mit Hirsch weitergeht, ganz unabhängig von der Spielanlage. Der MSV will hoch und wird nicht lange zuschauen, wenn wir nächste Saison nicht direkt wieder oben dabei sind.

P.S. So hart und überkritisch die Analyse von @Robbe1967 auch ist. Sie trifft auf jeden Fall eine (bekannte) Schwachstelle des MSV ziemlich genau.
Verstehe ich die Daten insofern richtig, dass Cottbus und Osnabrück im Umschalten insbesondere mit dem Ball am Boden mehr anzufangen wussten? Mehr Ballstationen und längere Phasen mit Ball vor dem gegnerischen Tor nach Ballgewinn - aber von der Grundordnung so kompakt wie wir.
Während wir den Ball eher schneller nach vorne gebracht haben?

Ich bin ich mir sicher, dass der Kern unseres Defensivplans (kompakt stehen, intensives Pressing, Umschalten) und unseres Offensivplans (zweite Bälle einsammeln, Fokus auf Spiel über Aussen) bleiben wird. Finde ich legitim, passt zu Hirsch und der vermittelten Mentalität.

Ich finde die nötige Entwicklung muss das Rad nicht neu erfinden sondern gewisse Dinge, die wir seit dem Essen Spiel und besonders gegen Aue beobachtet haben, viel besser umsetzen. Wenn unser Spiel durchs Zentrum zum einen nicht mehr nur improvisiert ist und zum anderen in Spielen gegen tief stehende Mannschaften effektiver wird, dann haben wir schon etwas erreicht.
Sprich wir sollen unsere Gegner ja nicht plötzlich herspielen. Bei unserer defensiven Fleissarbeit und Wucht reicht vielleicht schon ein sauberer und verlässlicher Plan B mit Ball im Aufbauspiel.
Dass wir die Rolle annehmen, wenn wir sie brauchen hat man doch gegen Aue gesehen.

In so vielen Punkten sehe ich uns also gar nicht entfernt von einem kompletteren Fussball. Wohl aber in der Qualität der Umsetzung. Abläufe, das Kreieren von Großchancen, stabile Restverteidung...alles Dinge die Zeit erfordern und wahrscheinlich auch eine gewisse Überzeugung, Konsequenz und Ausdauer im Trainieren und Anwenden.
Ich hoffe, dass diese Punkte einen großen Teil der Saisonaufarbeitung/Planung einnehmen, weil ich die Entwicklung unbedingt MIT Didi als unseren Trainer sehen möchte
 
Also wenn man sich alleine an Osnabrück und deren Spielanlage orientiert, muss man die Spielidee dahingehend entwickeln, dass man noch stabiler steht, besser kontert und weniger "langer Ball - zweiter Ball" spielt.

Kurz gesagt: "Ball abgeben und dem Gegner überlassen" sowie Fokus auf Defensive kann bleiben bzw. muss nur noch verfeinert werden. Aber die Ballbesitzphasen brauchen mehr Struktur und Kurzpasslösungen und weniger Bolzen und Zufall.

Natürlich wird das zur Folge haben, dass wir das Risiko zeitweise erhöhen müssen, denn Ballverluste im aufgefächerten Zustand werden dadurch wahrscheinlicher.

Gerade die Risikominimierung war ein Schlüssel des Erfolgs. Und die beißt sich mit der Entwicklung eine guten Ballbesitzspiels. Entweder du versuchst im Druck zu spielen und wirst darin besser oder du meidest diese Situationen, stagnierst dann aber fußballerisch.

Du kannst nicht beides haben. Entweder minimierst du das Risiko und holst Ergebnisse oder du entwickelst was, musst aber mit Rückschlägen rechnen (siehe Verl, Rostock oder Cottbus letzte Saison (die brauchten ja auch zwei Saisons um den spielerischen Fokus in den Aufstieg umzumünzen).

Hirsch hat den 4. Platz mit Underdog-Methoden geholt. Taktik wie von klassentieferen Teams im Pokal. Risikominimierung, Stabilität und Momente.

Ich denke mit einem Ansatz, der das fußballerischen mehr in den Mittelpunkt stellt, wären wir im Mittelfeld gelandet, hätten aber mehr Perspektive geschaffen. Das war diese Saison nicht gewollt. Mit allen Mitteln hoch war die Ansage.

Wir haben ergebnistechnisch sowieso lange etwas überperformt. Vom Marktwert sind wir oberes Mittelfeld. Nicht umsonst haben wir viele Punkte gegen den ein oder anderen Absteiger liegen gelassen oder auch mal derbe Klatschen kassiert.

Da wurde unser Leistungsvermögen sichtbar wenn die Underdog-Methoden mal nicht greifen oder die Mannschaft nicht am Limit spielt.

Ich war sowieso überrascht wie lange der Hirsch-Ball überhaupt so gut funktioniert hat. Ich hätte niemals gedacht, dass wir oben mitspielen.

Natürlich fehlte es am Ende genau an den Aspekten, die ich schon von Anfang an kritisch sehe. Aber Hirsch hat mit seinen Methoden viel mehr erreicht als ich erwartet habe.

Diese Methoden hatten das Ziel maximaler Erfolg in minimaler Zeit. Hätte er es anders gemacht, wären wir niemals oben dabei gewesen, vermute ich.

Trotzdem: Das, was in den letzten zwei Spielen fehlte, kann man nur verbessern, wenn man sich

1. gegen hoch pressende Mannschaften versucht flach durchzuspielen. Dann sind die Räume dahinter größer. Aber das hat man sich nicht getraut -> Risikominimierung

...oder...

2. Immer wieder in kompakte Blöcke rein spielt um Sicherheit im kleinräumigen Kombinieren zu erlangen (Körperstellung, Technik, Positionierung, Timing der Laufwege, etc.). Auch das hat man nicht gemacht -> ebenfalls Risikominimierung. Bloß keinen Konter und die Tore so bekommen wie man sie selbst gerne schießt.

Deswegen ist dann die entscheidende Frage, inwieweit Hirsch aus seiner Haut kann. Aber Cottbus und Osnabrück waren genau darin besser und das nicht nur wegen der Spieler, sondern weil die Spielanlage deren Entwicklung mehr Raum gegeben hat.
 
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Man kann je genüßlich über andere Mannschaften und deren Spielanlage philosophieren.
Aber gerade Osnabrück und Cottbus?! (klar die lagen am Ende vor uns).
Doch in den direkten Duellen gegen die, haben "wir" 7 von 12 Punkten geholt und nur eins verloren und das eigentlich auch recht unglücklich nach Aufholjagt!
Das wir am Ende das Nachsehen in Sachen Aufstieg hatten, lag an 2-3 Spielen gegen die Absteiger und dem Pfosten im letzten Spiel.;)
 
Wer hat diese Ansage denn getätigt? 🤔 Die sportliche Leitung hat ja andere Ziele ausgegeben.

Eine sorgenfreie Saison war die Aussage vor der Saison. Übersetzt: obere Hälfte ohne Kontakt zur Abstiegszone.
Im Winter holt man als Tabellendritter Lobinger, Casar, Kother und Becker. Diese Transfers sollten sicherlich nicht das ursprüngliche Saisonziel absichern. Natürlich war das Ziel dann, den Durchmarsch zu probieren und sicherlich nicht ein gutes Ballbesitzspiel für den Aufstieg in der nächsten Saison entwickeln.
 
Mit den Verpflichtungen in der Winterpause sollte eigentlich jedem klar gewesen sein, dass wir versucht haben mit aller Macht in die zweite Liga aufzusteigen, da haben Sponsoren noch mal Geld gegeben und auch wenn unsere Verantwortlichen es vor der Kamera nicht sagen, sie sind doch enttäuscht, dass es noch nicht mal zur Relegation gereicht hat.
 
Mit den Verpflichtungen in der Winterpause sollte eigentlich jedem klar gewesen sein, dass wir versucht haben mit aller Macht in die zweite Liga aufzusteigen, da haben Sponsoren noch mal Geld gegeben
Und Du bist sicher, dass da nichts über geblieben ist von den mehr als 5.000 Zuschauern pro Spiel als kalkuliert und man dieses Geld eingesetzt hat (auch)?
Und Deine Nummer mit "mehrfach anzählen" Dietmar Hirsch hat dann als Konsequenz dazu geführt, dass man den Vertrag mit dem angezählten Trainer vorzeitig verlängert hat?
Das wir alle traurig sind, dass wir das "scheinbar unmögliche" nicht geschafft haben ist unbestritten. Aber daraus eine Versagensnummer des Trainer draus zu machen halte ich für grotesk.
 
@giulio Warum sollte ich denn mein eigenes Geld einsetzen wenn Sponsoren bereit sind Geld zu geben.Ich habe nirgendwo behauptet das Hirsch schuld ist.Wir haben zuhause super viele Punkte geholt und waren auswärts schwach was die Punkte angeht und deshalb hat es nicht für den großen Wurf gereicht.Die Verlängerung von Didi war aufgrund der Euphorie rund um den Verein logisch um keine Unruhe in die Mannschaft zubringen und niemand außerhalb des Vereins hätte verstanden warum mit so einem erfolgreichen Trainer nicht verlängert wird.Damit sollte es eigentlich hier auch gut sein.Wir kommen wahrscheinlich nicht auf einen Nenner und sollten die anderen User nicht weiter langweilen.
 
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