Cheftrainer Dietmar Hirsch

(..) Aber was für mich persönlich irgendwie nicht so ganz zusammen passt ist, dass man immer davon spricht das DH ein super Motivator sei. Da gab es aus meiner Sicht dann aber doch den ein oder anderen Auftritt auswärts, wo es nicht so zur Geltung kam.
Jo, weil man am Ende des Tages dann halt doch am Ergebnis sowas wie Einsatz und Leidenschaft abliest.

Und letzten Endes wird das Ergebnis auch entscheiden, wie lange Didi hier Coach sein wird - völlig losgelöst vom Fußball, den wir kommende Saison hier sehen.
 
Aber was für mich persönlich irgendwie nicht so ganz zusammen passt ist, dass man immer davon spricht das DH ein super Motivator sei. Da gab es aus meiner Sicht dann aber doch den ein oder anderen Auftritt auswärts, wo es nicht so zur Geltung kam.

Er war danach aber immer sichtlich angefressen und ich weiß selber nicht woran es gelegen hat aber an seiner mangelnden Motivation dürfte das Auftreten nicht Schuld haben.
 
Er war danach aber immer sichtlich angefressen und ich weiß selber nicht woran es gelegen hat aber an seiner mangelnden Motivation dürfte das Auftreten nicht Schuld haben.
Ja gut aber im Endeffekt würde das ja bedeuten, dass er die Truppe nicht ausreichend erreicht oder? Das waren ja nicht wenige unterirdische Auftritte auswärts.
 
Preetz und Schmoldt werden sich in der Saisonanalyse ganz bestimmt an Osnabrück und Cottbus orientieren. Was die von der Spielanlage anders als der MSV gemacht hat, kann man herausfinden, wenn man die Spieltagseröffnungen und die Statistiken von @Pawel aufmerksam gelesen hat.

Gerade Osnabrück bietet sich als Vorbild an, weil der Kern ihrer Spielanlage auch auf Stabilität und dem Gegner den Ball überlassen, beruht. Trotzdem hatten sie am Ende 12 Punkte mehr und haben einiges auch besser gemacht.

An diesen Punkten lohnt es sich mit dem Trainer Hirsch anzusetzen.

Ein zweites Verl einzufordern ist Quatsch. Auch Cottbus ist für mich von der Spielanlage zu weit weg von dem, was man von Hirsch erwarten kann.

Am Ende wird er sowieso alleine vom Erfolg abhängen ob und wie lange es mit Hirsch weitergeht, ganz unabhängig von der Spielanlage. Der MSV will hoch und wird nicht lange zuschauen, wenn wir nächste Saison nicht direkt wieder oben dabei sind.

P.S. So hart und überkritisch die Analyse von @Robbe1967 auch ist. Sie trifft auf jeden Fall eine (bekannte) Schwachstelle des MSV ziemlich genau.
Verstehe ich die Daten insofern richtig, dass Cottbus und Osnabrück im Umschalten insbesondere mit dem Ball am Boden mehr anzufangen wussten? Mehr Ballstationen und längere Phasen mit Ball vor dem gegnerischen Tor nach Ballgewinn - aber von der Grundordnung so kompakt wie wir.
Während wir den Ball eher schneller nach vorne gebracht haben?

Ich bin ich mir sicher, dass der Kern unseres Defensivplans (kompakt stehen, intensives Pressing, Umschalten) und unseres Offensivplans (zweite Bälle einsammeln, Fokus auf Spiel über Aussen) bleiben wird. Finde ich legitim, passt zu Hirsch und der vermittelten Mentalität.

Ich finde die nötige Entwicklung muss das Rad nicht neu erfinden sondern gewisse Dinge, die wir seit dem Essen Spiel und besonders gegen Aue beobachtet haben, viel besser umsetzen. Wenn unser Spiel durchs Zentrum zum einen nicht mehr nur improvisiert ist und zum anderen in Spielen gegen tief stehende Mannschaften effektiver wird, dann haben wir schon etwas erreicht.
Sprich wir sollen unsere Gegner ja nicht plötzlich herspielen. Bei unserer defensiven Fleissarbeit und Wucht reicht vielleicht schon ein sauberer und verlässlicher Plan B mit Ball im Aufbauspiel.
Dass wir die Rolle annehmen, wenn wir sie brauchen hat man doch gegen Aue gesehen.

In so vielen Punkten sehe ich uns also gar nicht entfernt von einem kompletteren Fussball. Wohl aber in der Qualität der Umsetzung. Abläufe, das Kreieren von Großchancen, stabile Restverteidung...alles Dinge die Zeit erfordern und wahrscheinlich auch eine gewisse Überzeugung, Konsequenz und Ausdauer im Trainieren und Anwenden.
Ich hoffe, dass diese Punkte einen großen Teil der Saisonaufarbeitung/Planung einnehmen, weil ich die Entwicklung unbedingt MIT Didi als unseren Trainer sehen möchte
 
Also wenn man sich alleine an Osnabrück und deren Spielanlage orientiert, muss man die Spielidee dahingehend entwickeln, dass man noch stabiler steht, besser kontert und weniger "langer Ball - zweiter Ball" spielt.

Kurz gesagt: "Ball abgeben und dem Gegner überlassen" sowie Fokus auf Defensive kann bleiben bzw. muss nur noch verfeinert werden. Aber die Ballbesitzphasen (und auch die Kontermomente) brauchen mehr Struktur und Kurzpasslösungen und weniger Bolzen und Zufall.

Natürlich wird das zur Folge haben, dass wir das Risiko zeitweise erhöhen müssen, denn Ballverluste im aufgefächerten Zustand werden dadurch wahrscheinlicher.

Gerade die Risikominimierung war ein Schlüssel des Erfolgs. Und die beißt sich mit der Entwicklung eine guten Ballbesitzspiels. Der Spruch "Hoch und weit bringt Sicherheit" ist so alt wie treffend.

Entweder du versuchst im Druck zu spielen und wirst darin besser oder du meidest diese Situationen, stagnierst dann aber fußballerisch.

Du kannst nicht beides haben. Entweder minimierst du das Risiko und holst Ergebnisse oder du entwickelst was, musst aber mit Rückschlägen rechnen (siehe Verl, Rostock oder Cottbus letzte Saison (die brauchten ja auch zwei Saisons um den spielerischen Fokus in den Aufstieg umzumünzen).

Hirsch hat den 4. Platz mit Underdog-Methoden geholt. Taktik wie von klassentieferen Teams im Pokal. Risikominimierung, Stabilität und Momente.

Ich denke mit einem Ansatz, der das Fußballerische mehr in den Mittelpunkt stellt, wären wir im Mittelfeld gelandet, hätten aber mehr Perspektive geschaffen. Das war diese Saison nicht gewollt. Mit allen Mitteln hoch war die Ansage.

Wir haben ergebnistechnisch sowieso lange etwas überperformt. Vom Marktwert sind wir oberes Mittelfeld. Nicht umsonst haben wir viele Punkte gegen den ein oder anderen Absteiger liegen gelassen oder auch mal derbe Klatschen kassiert.

Da wurde unser Leistungsvermögen sichtbar wenn die Underdog-Methoden mal nicht greifen oder die Mannschaft nicht am Limit spielt.

Ich war sowieso überrascht wie lange der Hirsch-Ball überhaupt so gut funktioniert hat. Ich hätte niemals gedacht, dass wir oben mitspielen.

Natürlich fehlte es am Ende genau an den Aspekten, die ich schon von Anfang an kritisch sehe. Aber Hirsch hat mit seinen Methoden viel mehr erreicht als ich erwartet habe.

Diese Methoden hatten das Ziel maximaler Erfolg in minimaler Zeit. Hätte er es anders gemacht, wären wir niemals oben dabei gewesen, vermute ich.

Trotzdem: Das, was in den letzten zwei Spielen fehlte, kann man nur verbessern, wenn man sich

1. gegen hoch pressende Mannschaften versucht flach durchzuspielen. Dann sind die Räume dahinter größer. Aber das hat man sich nicht getraut -> Risikominimierung

...oder...

2. Immer wieder in kompakte Blöcke rein spielt um Sicherheit im kleinräumigen Kombinieren zu erlangen (Körperstellung, Technik, Positionierung, Timing der Laufwege, etc.). Auch das hat man nicht gemacht -> ebenfalls Risikominimierung. Bloß keinen Konter und die Tore so bekommen wie man sie selbst gerne schießt.

Deswegen ist dann die entscheidende Frage, inwieweit Hirsch aus seiner Haut kann.

Aber Cottbus und Osnabrück waren genau darin besser und das nicht nur wegen der Spieler, sondern weil die Spielanlage deren Entwicklung mehr Raum gegeben hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann je genüßlich über andere Mannschaften und deren Spielanlage philosophieren.
Aber gerade Osnabrück und Cottbus?! (klar die lagen am Ende vor uns).
Doch in den direkten Duellen gegen die, haben "wir" 7 von 12 Punkten geholt und nur eins verloren und das eigentlich auch recht unglücklich nach Aufholjagt!
Das wir am Ende das Nachsehen in Sachen Aufstieg hatten, lag an 2-3 Spielen gegen die Absteiger und dem Pfosten im letzten Spiel.;)
 
Wer hat diese Ansage denn getätigt? 🤔 Die sportliche Leitung hat ja andere Ziele ausgegeben.

Eine sorgenfreie Saison war die Aussage vor der Saison. Übersetzt: obere Hälfte ohne Kontakt zur Abstiegszone.
Im Winter holt man als Tabellendritter Lobinger, Casar, Kother und Becker. Diese Transfers sollten sicherlich nicht das ursprüngliche Saisonziel absichern. Natürlich war das Ziel dann, den Durchmarsch zu probieren und sicherlich nicht ein gutes Ballbesitzspiel für den Aufstieg in der nächsten Saison entwickeln.
 
Mit den Verpflichtungen in der Winterpause sollte eigentlich jedem klar gewesen sein, dass wir versucht haben mit aller Macht in die zweite Liga aufzusteigen, da haben Sponsoren noch mal Geld gegeben und auch wenn unsere Verantwortlichen es vor der Kamera nicht sagen, sie sind doch enttäuscht, dass es noch nicht mal zur Relegation gereicht hat.
 
Mit den Verpflichtungen in der Winterpause sollte eigentlich jedem klar gewesen sein, dass wir versucht haben mit aller Macht in die zweite Liga aufzusteigen, da haben Sponsoren noch mal Geld gegeben
Und Du bist sicher, dass da nichts über geblieben ist von den mehr als 5.000 Zuschauern pro Spiel als kalkuliert und man dieses Geld eingesetzt hat (auch)?
Und Deine Nummer mit "mehrfach anzählen" Dietmar Hirsch hat dann als Konsequenz dazu geführt, dass man den Vertrag mit dem angezählten Trainer vorzeitig verlängert hat?
Das wir alle traurig sind, dass wir das "scheinbar unmögliche" nicht geschafft haben ist unbestritten. Aber daraus eine Versagensnummer des Trainer draus zu machen halte ich für grotesk.
 
@giulio Warum sollte ich denn mein eigenes Geld einsetzen wenn Sponsoren bereit sind Geld zu geben.Ich habe nirgendwo behauptet das Hirsch schuld ist.Wir haben zuhause super viele Punkte geholt und waren auswärts schwach was die Punkte angeht und deshalb hat es nicht für den großen Wurf gereicht.Die Verlängerung von Didi war aufgrund der Euphorie rund um den Verein logisch um keine Unruhe in die Mannschaft zubringen und niemand außerhalb des Vereins hätte verstanden warum mit so einem erfolgreichen Trainer nicht verlängert wird.Damit sollte es eigentlich hier auch gut sein.Wir kommen wahrscheinlich nicht auf einen Nenner und sollten die anderen User nicht weiter langweilen.
 
Eine sorgenfreie Saison war die Aussage vor der Saison. Übersetzt: obere Hälfte ohne Kontakt zur Abstiegszone.
Im Winter holt man als Tabellendritter Lobinger, Casar, Kother und Becker. Diese Transfers sollten sicherlich nicht das ursprüngliche Saisonziel absichern. Natürlich war das Ziel dann, den Durchmarsch zu probieren und sicherlich nicht ein gutes Ballbesitzspiel für den Aufstieg in der nächsten Saison entwickeln.
Ich nehme dich mal als Beispiel, aber das kommt nicht nur von dir, also bitte nicht persönlich nehmen:

Ich verstehe diese Argumentation nicht.

Verpflichtungen im Winter auf Platz für den Aufstieg?

Ja.

Natürlich.

Was denn auch sonst?

NIEMAND bezweifelt, dass wir uns im Winter verstärkt haben, weil wir auf Platz 2-3 standen und die Chance nutzen wollten.

JEDER weiß das. Was genau wird hier von dir (und zwei, drei anderen) dikutiert? Um was geht es euch?

Ja, aha, draußen ist Nass wenn es regnet? Interessant.
 
Ich nehme dich mal als Beispiel, aber das kommt nicht nur von dir, also bitte nicht persönlich nehmen:

Ich verstehe diese Argumentation nicht.

Verpflichtungen im Winter auf Platz für den Aufstieg?

Ja.

Natürlich.

Was denn auch sonst?

NIEMAND bezweifelt, dass wir uns im Winter verstärkt haben, weil wir auf Platz 2-3 standen und die Chance nutzen wollten.

JEDER weiß das. Was genau wird hier von dir (und zwei, drei anderen) dikutiert? Um was geht es euch?

Ja, aha, draußen ist Nass wenn es regnet? Interessant.

Du hast schon gesehen, dass meine Antwort ein Zitat vorgesetzt ist? Genau darauf bezog ich mich. Also hat mindestens einer daran gezweifelt, dass das Ziel Aufstieg von der sportlichen Führung als Ziel ausgegeben wurde.
 
Naja, bei dir liest es sich so, als sei "mir aller Macht hoch" von Anfang an die Devise gewesen. Aber das war sie ja nicht.

Nachtrag @Schimanski: Danke für die nachgeschobene Erklärung. Jetzt hab ich es kapiert.
 
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Ich will damit doch nur Hirsch in Schutz nehmen.

Es geht mir um die Entwicklung des Fußball im Laufe der Saison. Da wurde relativ frühzeitig alles dem Aufstieg untergeordnet. Selbst wenn Hirsch etwas entwickeln wollte, was vielleicht zu Lasten der Ergebnisse gegangen wäre....er hatte dafür keine Rückendeckung bekommen. Das Maximale mit aller Macht erreichen hat von allen Seiten Zuspruch bekommen.

Man muss dann aber auch damit leben, dass der Aufstieg bzw. die Relegation verspielt wurde, weil am Ende einfach die Mittel fehlten zwei kompakte Gegner zu knacken. In 180 Minuten gegen zwei Teams, die um die goldenen Ananas spielen, nur das Tor nach einer Ecke zu treffen, ist zu wenig und der Tatsache geschuldet, dass man diese Saison konsequent Risikominimierung betrieben hat und die Siege meist mit anderen Mitteln erreicht hat. Diese Mittel konnten aber kaum angewendet werden, weil die Gegner uns sie nicht angeboten haben (z.B. flaches Rausspielen gegen unser Pressing, ergo keine Torchancen aus Balleroberungen)

Kein Vorwurf an Hirsch. Das wurde von allen so mitgetragen.
 
Also wenn man sich alleine an Osnabrück und deren Spielanlage orientiert, muss man die Spielidee dahingehend entwickeln, dass man noch stabiler steht, besser kontert und weniger "langer Ball - zweiter Ball" spielt.

Kurz gesagt: "Ball abgeben und dem Gegner überlassen" sowie Fokus auf Defensive kann bleiben bzw. muss nur noch verfeinert werden. Aber die Ballbesitzphasen brauchen mehr Struktur und Kurzpasslösungen und weniger Bolzen und Zufall.

Natürlich wird das zur Folge haben, dass wir das Risiko zeitweise erhöhen müssen, denn Ballverluste im aufgefächerten Zustand werden dadurch wahrscheinlicher.

Gerade die Risikominimierung war ein Schlüssel des Erfolgs. Und die beißt sich mit der Entwicklung eine guten Ballbesitzspiels. Entweder du versuchst im Druck zu spielen und wirst darin besser oder du meidest diese Situationen, stagnierst dann aber fußballerisch.
Ich verstehe die Erklärung, mein Gefühl sagt mir aber, dass wir den Spielstil nicht komplett dahingehend anpassen werden. Sondern weiter hoch nach vorn und mit den zweiten Bällen zocken als Hauptmittel und die von dir beschriebenen, längeren und besseren Ballbesitzphasen eher als Alternative dazu. Je nach Gegner halt. Und ich glaube auch, dass das funktionieren kann auf dem Papier. Dazu kommt auch, dass wir durch unser Pressing hohe Ballgewinne erzielen wollen und wir dann direkt und vertikal spielen 'müssen' um den Raum zu nutzen.

Ist aber nur meine Vermutung. Und meine Frage dazu ist aber wie gut diese Alternative werden kann. Denn wenn die Entwicklung nur durch höheres Risiko und Spielen im Druck gelingt, wir es aber erst tun, wenn es gegnerabhängig soweit ist, dann ist es ja keine Entwicklung sondern Freestyle.

Deswegen hoffe ich ebenfalls, dass man sich zutraut die Limits unseres Ballbesitzes (die wird es wohl einfach geben) zumindest weiter nach hinten zu verschieben um darin effektiver zu sein und flexibler durch die Saison zu gehen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass unser Spiel wenn wir den Ball haben sich grundsätzlich ändert.

Und ja, ist alles sehr hypothetisch.
 
Man kann je genüßlich über andere Mannschaften und deren Spielanlage philosophieren.
Aber gerade Osnabrück und Cottbus?! (klar die lagen am Ende vor uns).
Doch in den direkten Duellen gegen die, haben "wir" 7 von 12 Punkten geholt und nur eins verloren und das eigentlich auch recht unglücklich nach Aufholjagt!

Aber wie haben wir die Siege denn erreicht und wie sahen die Niederlage und das Unentschieden spielerisch aus? Diese Spiele bestätigen doch meinen Take.

Die Heimspielsiege sind aus einer reaktiven Position entstanden. Tor nach einer halben Stunde und dann das Ding nach Hause verteidigen. Die Spiele sind doch nicht aus einer fußballerischen Überlegenheit gezogen worden, sondern aus Stabilität plus effektives Ausnutzen von Momenten.

Osnabrück und Cottbus mussten nach einer halben Stunde die Initiative ergreifen, wir könnten reagieren. Das liegt uns. Aue und Viktoria Köln mussten gar nix und dann kamen wir ins struggeln.

In Cottbus war es genau umgekehrt. Wir mussten aufmachen und haben dann drei bekommen.

In Osnabrück hatten wir zwar mehr Ballbesitz, daraus aber nur 0,39 xG generiert.

Diese Spiele sind der beste Beleg wie unsere Stärken und Schwächen in dieser Saison verteilt waren.

Anderes Beispiel: Schweinfurt ist so blöd und spielt ohne Not in unser Pressing rein statt den Ball oben drüber zu kloppen - 1:3. Eine Woche später kommt Havelse und hat genau das nicht gemacht - 1:1.

Alle Klatschen in dieser Saison (Hoffenheim, Wiesbaden, Rostock) hatten eines gemeinsam: Ein Gegentor in den ersten sechs Minuten. Danach mussten wir das Spiel machen, standen nicht mehr stabil und wurden auseinander genommen.

In fast jedem der 30 Spiele, wo wir gepunktet haben, sind wir in Führung gegangen. Nur gegen Ingolstadt, Viktoria Köln und in Verl haben wir nach einem Rückstand noch punkten können.

Bei 18 der 19 Saisonsiege hatten wir weniger Ballbesitz als der Gegner.

Die Basis für etliche Punkte war immer die Stabilität. Das Problem war immer die Initiative. Und das war bei Cottbus und Osnabrück anders. Deswegen gehen die beiden hoch.
 
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Schimanski bringt es wieder mal absolut auf den Punkt, super, danke dafür.
Klare Einordnung des Saisonverlaufs und der feinen Unterschiede die uns haben trotz ähnlicher Grundordnung hinter Cottbus und Osnabrück einzulaufen. Sehe es fast identisch mit ihm, über Kleinigkeiten könnten wir noch diskutieren aber sein Fazit ist doch genau das, was als Hausaufgabe für die Sommerpause vor den Verantwortlichen liegt. Wie kann die offensive Initiative ausgebaut werden ohne die Stabilität zu sehr zu schwächen. Welche Spieler können uns dabei weiterbringen, wie muss das System dazu verändert werden, wie kann man entstehende Risiken durch zusätzliche Maßnahmen minimieren. auf welchen Positionen sind personelle Änderungen unumgänglich?
Viel Arbeit für Kaderplanung, Taktikplanung, Saisonvorbereitung.....
Wünsche, dass es allen Beteiligten gelingt uns so in der kommenden Saison wieder vorwärts zu bringen, damit am Ende mindestens eiin Platz höher herauskommt. Das Grundgerüst dazu ist ja stabil gebaut schon vorhanden, jetzt heißt es ausbauen, bei aller Liebe zum Detail das große Ziel aber nicht aus dem Blick verlieren.
 
Eine sorgenfreie Saison war die Aussage vor der Saison. Übersetzt: obere Hälfte ohne Kontakt zur Abstiegszone.
Im Winter holt man als Tabellendritter Lobinger, Casar, Kother und Becker. Diese Transfers sollten sicherlich nicht das ursprüngliche Saisonziel absichern. Natürlich war das Ziel dann, den Durchmarsch zu probieren und sicherlich nicht ein gutes Ballbesitzspiel für den Aufstieg in der nächsten Saison entwickeln.
Nein, wie ich bereits schon geschrieben habe: Michael Preetz hat dies auf der JHV auch nochmals klar gesagt. Der Aufstieg ist das Ziel der Saison 26/27. Da muss man also nichts rum und reindeuten, interpretieren, aus Transfers lesen, oder sonstwas. Aufstieg: Ziel 26/27, wenn es diese Jahr geklappt hätte: "gern genommene Abkürzung". Warum, wieso, weshalb also auch immer Didi spielt, was er spielen lässt, Höner taktisch anbietet, was er eben anbietet: es sind keine ominösen Vorgaben / Ziele.
 
Du hast schon gesehen, dass meine Antwort ein Zitat vorgesetzt ist? Genau darauf bezog ich mich. Also hat mindestens einer daran gezweifelt, dass das Ziel Aufstieg von der sportlichen Führung als Ziel ausgegeben wurde.
Keine Sorge, ich lese alles . ;)

Auch diese, sagen wir mal diplomatisch, missverständliche Aussage von dir “denke mit einem Ansatz, der das Fußballerische mehr in den Mittelpunkt stellt, wären wir im Mittelfeld gelandet, hätten aber mehr Perspektive geschaffen. Das war diese Saison nicht gewollt. Mit allen Mitteln hoch war die Ansage”

I
st halt so nicht richtig, oder? Der Zeitpunkt ist schon entscheidend um die Kompetenz der handelnden zu kritisieren und ob Saisonbegin oder erst zum Winter, das ist ein wichtiger Punkt für die fußballerische Planung. Schreibst ja selbst von Verpflichtungen im Winter…

Ansonsten sehe ich vieles genau so wie du und glaube eine Entwicklungsplanung über zwei Saison hätte uns auch sehr geholfen. Aber willst du verantwortlich sein für den Wintertranspher in der Situation und nicht alles tun für das so greifbare Ziel?
 
Nein, wie ich bereits schon geschrieben habe: Michael Preetz hat dies auf der JHV auch nochmals klar gesagt. Der Aufstieg ist das Ziel der Saison 26/27. Da muss man also nichts rum und reindeuten, interpretieren, aus Transfers lesen, oder sonstwas. Aufstieg: Ziel 26/27, wenn es diese Jahr geklappt hätte: "gern genommene Abkürzung". Warum, wieso, weshalb also auch immer Didi spielt, was er spielen lässt, Höner taktisch anbietet, was er eben anbietet: es sind keine ominösen Vorgaben / Ziele.
Aber der Kern der Aussage von @Schimanski ist doch trotzdem richtig.

Seit der Regionalliga steht bei uns der Erfolg über der Entwicklung.

Bei aller „tollen Arbeit“ die preetz und co leisten - es bleibt für mich Hausmannskost die „gut gemacht“ ist.

Man holt gute fertige Spieler die sich aufgrund des immernoch vorhanden und neu „aktivierten“ Potentials den msv wieder vorstellen können.

Weder die Spielweise noch die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten scheinen an sich ein großer Faktor zu sein.
Das Gefühl teile ich.

Da soll nicht bedeuten, dass ein ballbesitz Ansatz das einzig richtige ist - nur im Endeffekt ist mit der größte Faktor einfach die Qualität der Spieler die wir geholt haben - die kothers und lobingers.

Ob das irgendwie einem „zukunftsfähigen“ Konzept für den msv näher kommt - über das oft und viel diskutiert wurde - steht für mich schon infrage.
 
Aber der Kern der Aussage von @Schimanski ist doch trotzdem richtig.

Seit der Regionalliga steht bei uns der Erfolg über der Entwicklung.

Bei aller „tollen Arbeit“ die preetz und co leisten - es bleibt für mich Hausmannskost die „gut gemacht“ ist.

Man holt gute fertige Spieler die sich aufgrund des immernoch vorhanden und neu „aktivierten“ Potentials den msv wieder vorstellen können.

Weder die Spielweise noch die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten scheinen an sich ein großer Faktor zu sein.
Das Gefühl teile ich.

Da soll nicht bedeuten, dass ein ballbesitz Ansatz das einzig richtige ist - nur im Endeffekt ist mit der größte Faktor einfach die Qualität der Spieler die wir geholt haben - die kothers und lobingers.

Ob das irgendwie einem „zukunftsfähigen“ Konzept für den msv näher kommt - über das oft und viel diskutiert wurde - steht für mich schon infrage.
Weil es bei uns vermutlich nur mit einem Mittelweg gehen kann. Die Quadratur des Kreises. Wir haben halt keine 3-4 Jahre Zeit um irgendwas zu entwickeln, zu etablieren, oder uns zu finden. Weder in der Regio West, noch in der dritten Liga, kann der MSV lange "überleben", zumindest nicht ohne wieder in eine Schuldenspirale zu gelangen. Dafür fehlt schlicht und ergreifend das Geld und zudem ist man in der dritten Liga natürlich auch immer im "Plünderfokus" der Konkurrenz und der zweiten Liga.
Bestes Beispiel ist da ja Verl, schon seit einigen Jahren mit einer eindeutigen Philosophie unterwegs, mit einem toll anzuschauenden Ball, offensivstärkste Mannschaft, usw. usf.... Aber halt eben erfolgos - Jahr für Jahr. Und ebenso verlieren sie Jahr für Jahr, mit Ausnahme von Taz in den letzten Jahren, ihre besten Spieler, ohne daraus Nachhaltig was machen zu können.
In der zweiten Liga kann man vielleicht anfangen zu sagen: jetzt machen wir ein paar Jahre gesichertes Mittelfeld und bauen was auf. Aber in der dritten Liga wird das nicht gehen. Da geht halt nur, für Preetz, Hirsch, Staff: irgendwie erfolgreich sein und das Ziel 26/27 erreichen.

Parallel dazu vergisst man halt auch immer schnell, mich eingeschlossen, dass wir es hier mit Drittliga-Spielern, "Grenzgängern" zwischen 2. und 3. Liga zu tun haben. Wenn die zuverlässig und erfolgreich mehrere Systeme spielen könnten, noch während des Spiels mal eben das System wechseln könnten und dazu noch grundsätzlich an den Spieltagen nahezu fehlerfreie Bestleistungen abrufen könnten, dann würden sie vermutlich nicht in der dritten Liga spielen.

Verl ist regelmäßig an tief stehenden Mannschaften gescheitert und hat kein spielerisches Konzept dagegen gefunden, Osnabrück hat mit einer starken und stabilen Defensive die Saison erfolgreich gestaltet und hat in der Hinrunde halt am offensiven Part gekränkelt. Das haben sie in der Rückrunde abgestellt bekommen, wir halt nicht.
Klar wollen wir alle, und das dürfte auch die sportliche Führung mit einschließen, überzeugende Siege mit tollem Kombinationsfussball sehen, aber der fällt nicht vom Himmel und wir haben 2 Dinge eben nicht: Zeit und Geld... Davon ab: ich sehe keinen einzigen Verein in den ersten 3 Ligen, wo die Entwicklung dem Erfolg untergeordnet wird. Es mag Vereine geben, die an einem Trainer festhalten, aber kein einziger Verein ordnet den sportlichen Erfolg unter die Entwicklung.

Edit: Auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen noch mit ausreichenden Umbrüchen und Absätzen garniert. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Seit der Regionalliga steht bei uns der Erfolg über der Entwicklung.
Für die Regionalligasaison: Absolute Zustimmung. Da war das Ziel klar. Sofortiger Wiederaufstieg. Wie auch immer.
Für die letzte Saison stimmt das aber - glaube ich - nur teilweise. Wäre man irgendwo im Mittelfeld gestartet, wäre ein behutsamer Auf- und Umbau vielleicht möglich gewesen. Der fulminante Start, der uns direkt nach oben katapultiert hat, war da vielleicht sogar hinderlich. Weil es halt schwer zu erklären ist (auch und besonders den Fans), dass man die Poolposition, die eine Abkürzung möglich erscheinen lässt, aufgibt, um mittelfristig etwas aufzubauen. Ob das dann überhaupt möglich gewesen wäre... keine Ahnung.
Bei aller „tollen Arbeit“ die preetz und co leisten - es bleibt für mich Hausmannskost die „gut gemacht“ ist.
"Gut gemachte Hausmannskost" war halt das, was man vor der Saison erwarten durfte (die angekündigte Saison im Mittelfeld ohne Abstiegssorgen). Dass wir damit zumindest tw. mit der Sterneküche mithalten konnten, ist eher der Bonus als ein Manko und spricht für mich nicht gegen die Arbeit der Verantwortlichen.
Man holt gute fertige Spieler die sich aufgrund des immer noch vorhanden und neu „aktivierten“ Potentials den msv wieder vorstellen können.
Weder die Spielweise noch die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten scheinen an sich ein großer Faktor zu sein.
Das stimmt aber auch nur teilweise. Jessen, Schlicke, Göckan, Coskun... das waren doch alles keine "fertige Spieler". Sie konnten sich bei uns so gut entwickeln, dass sie zu Stammspielern wurden und gut performt haben. Zu ihnen scheint unsere Spielweise gepasst zu haben. Aber klar, andere sind trotz starker individueller Fähigkeiten auf der Strecke geblieben, da stimme ich dir zu. Tatsächlich passiert das aber wohl in allen Vereinen. Also, dass Spieler vielleicht nicht das bringen, was man erwartet hat, dass andere, die man nicht auf dem Schirm hatte, auf einmal glänzen, dass man das Spielsystem verändert und es deshalb für den einen nicht mehr und für den anderen besser passt...
Da soll nicht bedeuten, dass ein ballbesitz Ansatz das einzig richtige ist - nur im Endeffekt ist mit der größte Faktor einfach die Qualität der Spieler die wir geholt haben - die kothers und lobingers.

Ob das irgendwie einem „zukunftsfähigen“ Konzept für den msv näher kommt - über das oft und viel diskutiert wurde - steht für mich schon infrage.
Ich vermute bzw. hoffe, dass wir in der kommenden Saison mit dem nächsten Schritt rechnen dürfen, weil der Kader punktuell so verstärkt wird, dass das ohne zu großes Risiko möglich ist. Warten wir es ab.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unabhängig von der fußballerischen Entwicklung: Ich glaube sowohl Didi, als auch alle handelnden Verantwortlichen haben „Blut geleckt“ und gehen mit einer gehörigen Portion Enthusiasmus in die kommende Saison.

Mit einer „Jetzt erst recht“ Einstellung des Staffs dürfen wir uns berechtigte Hoffnungen auf einen kompetent verstärkten Kader machen!

Und wie ich höre, sind die Sponsoren Feuer und Flamme! Berechtigterweise, hat der Verein doch jeden investierten Cent doppelt und dreifach zurück gezahlt, mit der entsprechenden deutschlandweiten Aufmerksamkeitswährung!
 
Ich finde den Beitrag von Schimanski gut, spielerische Entwicklung vs kurzfristiges Resultat ein interressantes Thema. Das gute ist , wir haben eine lange Sommerpause. Viel Zeit für Vorbereitung , das hat im Winter auch irgendwie gefehlt, vorallem Testspiele. Es gab keine große Zeit, spielerisch Dinge auszuprobieren. Neuzugänge kennenlernen , einmal aufwärmen gefühlt und weiter gehts. Das wir versucht haben unseren gewohnten Stiefel dann einfach durchzuziehen , finde ich auch nachvollziehbar. Mit ein kleinem bißchen mehr Glück hätte es funktionieren können, muss man auch anerkennen. Für den einen mag der Funkel 2.0 Fußball von Didi , jetzt nicht Erfüllung aller Träume sein das kann ich verstehen. Mich hat es einfach emotional abgeholt, die hohe läuferische Intensität , das leidenschaftliche Verteidigen, das eiskalte Umschaltspiel , die insgesamt wirklich guten Heimspiele. Jetzt sind wir wieder eine gestandene drittliga Mannschaft und wenn das hier grob zusammen bleibt , haben wir das Potential für ganz oben. Ich traue Didi das zu und es ist ja auch nicht nur er sondern ein ganzes Trainerteam.
 
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