Ich habe mich mit Vorschlägen bisher - für meine Verhältnisse

- sehr zurückgehalten.
Die größte Baustelle, die ich sehe, ist die Innenverteidigung. Dort wünsche ich mir einen schnellen, kopfball- und zweikampfstarken Spieler, der hervorragend ausgebildet ist und durch einen guten Spielaufbau besticht. Diesen Wunsch werden wir alle haben. So einen Spieler bekommt man nicht so einfach, weil der überall gesucht wird, nicht nur in der 3.Liga. Oder doch?
In der Regionalliga spielt so einer fast vor unserer Haustür. Sein Vertrag endet, und wenn wir den wollen würden, hätten wir vielleicht keine so schlechten Karten. Ich verfolge ihn seit mehr als zwei Jahren, schlage ihn jetzt den dritten Sommer in Folge vor, weil er stetig besser wird. Er ist 23 Jahre alt, Linksfuß und heißt Tim Dietrich. Zwei Jahre in Magdeburg und sechs Jahre bei Werder Bremen ausgebildet, kam er über Halle und Kickers Emden im vergangenen Jahr zu Gelsenkirchen 04 II. Dort war er von Beginn an Stammspieler und zeigte sich so stark, dass er mit den Zweitligaprofis trainieren durfte und auch auf einen Kurzeinsatz in einem Zweitligaspiel kam. Für die Gelsenkirchner dürfte er nach deren Aufstieg wohl keine Option sein, weil der Sprung in die Bundesliga zu groß wäre. Man sollte mit solchen Ausdrücken vorsichtig sein, aber für mich ist er ein ungeschliffener Diamant, der das Zeug hat, in spätestens drei Jahren den Sprung in die Bundesliga zu schaffen.
Der U23-Trainer der Gelsenkirchner sagte in der WAZ über ihn: „Für einen Innenverteidiger bewegt sich Tim Dietrich technisch auf einem ganz hohen Niveau. Er er ist in unserer Mannschaft ein absoluter Unterschiedsspieler. Und er ist weiter als das, was wir sonst auf unserem Level haben.“
Als Drittligist muss man solche Spieler holen und weiterentwickeln. Beispiel Louis Nyamekye Awortwie-Grant. Den verpflichtete Cottbus vor dieser Saison vom Regionalligisten Stuttgarter Kickers, und er war ein Garant für den Aufstieg der Cottbuser. Nun wechselt er zum Bundesliga-Aufsteiger Paderborn