Nachdem ich Essen schon analysiert habe und dort denke, dass sie zu Saisonbeginn Probleme bekommen werden, nehme ich mir jetzt die Fortuna vor.
Der Kader ist von den Namen her schon einer, der auch in der zweiten Liga mithalten könnte. Förster, Schleusener, Hendrix, Heintz – alles Spieler, die in einer höheren Liga zum Stammpersonal gehörten. Dazu ein paar gute Talente, die da mitmischen. Wenn die Spielidee von Ende funktioniert, landen sie mit diesem Kader auf Rang 1 oder 2 – wenn da nicht das Wörtchen „wenn" wäre.
Denn man muss bei diesem Kader auch sagen, dass er sehr eindimensional ist – eben typisch A. Ende. Er will Ballbesitzfußball, er will nicht viel laufen, zumindest nicht schnell, er will den Ball haben und dem Gegner à la Bayern das Spiel aufdrücken. Das kann in der dritten Liga funktionieren, muss aber nicht. Hier hängt viel davon ab, wie schnell die Mannschaft zueinanderfindet – und da bin ich froh, dass wir sehr früh gegen sie spielen werden. Aber das Team hat keinerlei Außenspieler und fast überhaupt keine Geschwindigkeit im Kader. Sollte die Spielidee von Ende nicht aufgehen, wird Fortuna nicht aufsteigen, denn es gibt keinen Plan B. Auch im Spiel selbst wird es keinen Plan B geben: Die Idee von Ende muss funktionieren. Hier ist dann auch die große Gefahr, funktioniert die Idee nicht, dann brennt in Düsseldorf nicht nur ein Ast sondern der ganze Baum. Wenn man Ende entlässt findet der neue Trainer einen eindimensionalen Kader vor, das ändern der Spielidee ist mit dem Kader fast gar nicht möglich.
Fazit: Man setzt alles auf eine Karte... wenn die nicht funkioniert, dann Goodbye Fortuna.